Vorkommen der europäischen Art im Baltikum, Tschechien, Deutschland und aktuell in Österreich. Bei den Meldungen aus Slowenien von Fagus und Abies handelt es sich nicht um Phytocoris hirsutulus (Gogala in lit.). In Deutschland sind mittlerweile Vorkommen in fast allen Bundesländern bekannt. Die Art wird bei uns überwiegend in alten Streuobstbeständen an Apfel- und Birnbaumstämmen und -ästen sitzend festgestellt. Einige Funde stammen von flechtenbewachsenen Eichen. Neuerdings wird die Art auch mittels weiterer Fangmethoden nachgewiesen. Hier sind Lichtfang, verschiedene Baumeklektortypen, Malaisefallen und Fogging zu nennen. Der Habitatschwund ist die größte Gefährdungsursache, der die Art ausgesetzt ist, dies trifft sicherlich auf das gesamte Areal zu. Habitatverluste durch Überalterung und illegale Rodungen von Streuobstwiesen. Vermehrte Nachweise sind auf intensivierte Nachsuche, nicht auf Zunahme der Vorkommen zurückzuführen.
Breitet sich aus dem Baltikum und Polen zu uns aus. Dort wird der Pilz als Neomyzet angesehen.
Das Vorkommen im Bayerischen Wald (und Böhmerwald) ist vom Hauptareal, das von Baltikum bis nach Westsibirien reicht, hochgradig isoliert (vgl. Kurtto et al. 2007).
Die Vorkommen in Deutschland bilden isolierte westliche Vorposten des etwa vom Baltikum bis zum Baikal reichenden Hauptareals (vgl. Kurtto et al. 2007).
Hauptareal vom Baltikum und Weißrussland an ostwärts, in Mitteleuropa von je einer Stelle in Tschechien und im Nordschwarzwald (BW). In Europa gefährdet. Nur an einer Stelle im Nordschwarzwald (s. Meinunger & Schröder 2007).
In Skandinavien, dem Baltikum und Nordrussland verbreitete Art. Zwei Funde im deutschen und österreichischen Alpenbereich sind als Eiszeitrelikt deutlich isoliert von den übrigen Vorkommen. Potentieller Klimaverlierer. Die seltene Moorart ist nur mit einem Reliktvorkommen im alpinen Bereich Deutschlands vertreten. Sie besiedelt dort Sphagnumbestände. Indigene Art. Erstnachweis für Deutschland 2001 ( Günther & Strauss 2006).
Die Unterart C. r. alemannicum ist weitgehend auf die Mittelgebirgsregion Deutschlands beschränkt. Westlich des Rheins wird sie von der Unterart C. r. alsaticum vertreten; im Norddeutschen Tiefland, im Alpenvorland und im nördlichen Europa von Großbritannien über Skandinavien bis zum Baltikum ist die nominotypische Unterart (C. r. rawlinsii) anzutreffen. Entlang der Kontaktzone zu C. r. alemannicum findet sich die Übergangsform x germanicum. Vom Salzkammergut nach Osten wird C. rawlinsii von C. transsilvanicum Verhoeff, 1897 ersetzt. Zwar sind die Verbreitungsgrenzen von C. r. alemannicum vor allem im Süden und Osten noch unklar, da von Kime & Enghoff (2021) nur die Gesamtart behandelt wird. Es ist jedoch offensichtlich, dass Deutschland einen Großteil des Verbreitungsgebietes ausmacht und nur kleine Arealanteile in Tschechien und Österreich liegen. Der für C. r. alemannicum für die Schweiz aufgeführte Arealanteil (Pedroli-Christen 1993) dürfte ausschließlich die Unterart C. r. alsaticum betreffen. Im südwestlichen Baden-Württemberg finden sich Übergangsformen zwischen beiden Unterarten. Aus den aufgeführten Daten ergibt sich klar, dass der deutsche Anteil am Weltbestand bei deutlich über 1/3 liegt. Insgesamt ist Deutschland in besonders hohem Maße für die weltweite Erhaltung dieser Unterart verantwortlich.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 45 |
| Europa | 3 |
| Land | 22 |
| Weitere | 10 |
| Wissenschaft | 25 |
| Zivilgesellschaft | 9 |
| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 1 |
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 31 |
| Taxon | 10 |
| Text | 27 |
| Umweltprüfung | 1 |
| unbekannt | 7 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 45 |
| Offen | 31 |
| Unbekannt | 2 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 64 |
| Englisch | 22 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 2 |
| Bild | 5 |
| Dokument | 31 |
| Keine | 32 |
| Webseite | 20 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 39 |
| Lebewesen und Lebensräume | 78 |
| Luft | 33 |
| Mensch und Umwelt | 74 |
| Wasser | 44 |
| Weitere | 65 |