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Jagdbericht

Jagdbericht für das Land Mecklenburg-Vorpommern Durch die Oberste Jagdbehörde wird jährlich ein Jagdbericht für das abgelaufene Jagdjahr (01.04. bis 31.03. des Folgejahres) erstellt. Bei Interesse kann er bei der Obersten Jagdbehörde (s. Auskunftsadresse) bezogen oder für einen begrenzten Zeitraum aus dem Internet (www.wald-mv.de) herunter geladen werden. Seit dem Jagdjahr 1992/93 wird für das Land Mecklenburg-Vorpommern jährlich ein Jagdbericht erstellt, der sich aus Statistiken und erläuternden Texten zusammensetzt. Die Basis für die statistischen Darstellungen bilden im Wesentlichen die von den unteren Jagdbehörden (Landkreise, kreisfreie Städte) und den Forstämtern zu den Jagdbezirken erfassten Daten. So werden z.B. die jährlichen Jagdstrecken und deren Veränderung im Vergleich zu den Vorjahren sowie die Wildschadenssituation, einschließlich der Wildschadensausgleichskasse als Besonderheit Mecklenburg-Vorpommerns, dargestellt. Aus der Entwicklung der Streckenzahlen für die einzelnen jagdbaren Tierarten werden Rückschlüsse auf die Größe der jeweiligen Populationen gezogen. Die daraus ableitbaren speziellen Erkenntnisse und damit verbundene Probleme, wie z. B. Wildschadensumfang oder das Auftreten von Wildseuchen, werden für die einzelnen Arten diskutiert. Weiterhin werden in dem Bericht Informationen zu den Jagdscheininhabern, den Jägerprüfungen, sowie der Jagdhundehaltung gegeben. In einigen Jagdberichten werden durchgeführte jagdwissenschaftliche Untersuchungen dargestellt, wie z. B. für das Damwild, den Rotfuchs, den Feldhasen, den Baummarder oder den Marderhund.

Aufbau eines dauerhaften Wildmonitoringnetzwerkes durch die Jäger im Freistaat Sachsen - Netzwerk: Wildtierbeauftragte in Sachsen

Jäger sind durch ihre fachlichen Kenntnisse, ihre gleichmäßige, räumliche Verteilung und ihren regelmäßigen Aufenthalt im Revier prädestiniert, eine wichtige Rolle im Monitoring von Wildtieren zu übernehmen. Für ein geeignetes, effektives Wildtiermonitoring durch die Jäger im Freistaat Sachsen ist es nötig, dass ehrenamtliche Monitoringverantwortliche ('Wildtierbeauftragte') gefunden und geschult werden, um als Zentral-/Anlaufstelle zur Verfügung zu stehen. Es werden ähnliche Strukturen, wie sie bereits im sächsischen Luchsmonitoring (www.luchs-sachsen.de) existieren, entstehen. Der Aufbau dieses Netzwerkes erfolgt durch die Arbeitsgruppe 'Wildtierforschung' an der Professur für Forstzoologie der TU Dresden. Hierfür wird im Frühjahr 2013 eine zweitägige Schulung durchgeführt, in der wichtige Dinge zum Monitoring der Schwerpunktarten (Wolf, Luchs, Wildkatze, Fischotter, Baummarder, Iltis, Marderhund, Waschbär und Mink) sowie Monitoringgrundlagen (z.B. Dokumentation von Nachweisen, Fotofallen- und Lockstockeinsatz) vermittelt werden.

Martes martes (Linné, 1758) Baummarder Säugetiere Vorwarnliste

Rückstufung aufgrund verbessertem Kenntnisstand nach Entwicklung einer neuen Nachweismethode (Lang et al. 2011 b, Kriegs et al. 2012). Die Bindung an Waldlebensräume und die Empfindlichkeit gegenüber anthropogen bedingter Fragmentierung scheint geringer zu sein als angenommen (z. B. Weber et al. 2018). Letztere wird jedoch bei voranschreitendem Flächenverbrauch und Durchschneidung bisher zusammenhängender Waldgebiete wieder an Bedeutung zunehmen. Die Risikofaktoren F und I spiegeln diese Prognose wider. (Abb. 19)

INSPIRE Verteilung der Säugetier-Arten (ohne Fledermäuse) in Deutschland - Vorkommen

Der INSPIRE Dienst Verteilung der Säugetier-Arten (ohne Fledermäuse) in Deutschland - Vorkommen stellt bundesweite Vorkommensdatensätze gemäß den Vorgaben der INSPIRE Richtline Annex III Thema bereit. Der Datensatz beinhaltet Artbeobachtungsdaten der Anhänge II, IV und V der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG). Die Daten der Bundesländer und des Bundes werden einmal jährlich durch das Bundesamt für Naturschutz zu harmonisierten Stichtagsdatensätzen zusammengeführt und bereitgestellt. Der Dienst enthält keine Informationen zu sensiblen Arten.

INSPIRE Verteilung der Säugetier-Arten (ohne Fledermäuse) in Deutschland - Verbreitung

Der INSPIRE Dienst Verteilung der Säugetier-Arten (ohne Fledermäuse) in Deutschland - Verbreitung stellt bundesweite Verbreitungsdatensätze gemäß den Vorgaben der INSPIRE Richtline Annex III Thema bereit. Der Datensatz beinhaltet Artbeobachtungsdaten der Anhänge II, IV und V der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG). Die Daten der Bundesländer und des Bundes werden einmal jährlich durch das Bundesamt für Naturschutz zu harmonisierten Stichtagsdatensätzen zusammengeführt und bereitgestellt. Der Dienst enthält keine Informationen zu sensiblen Arten.

EU-VO-Art-19_MMB-Procyon-lotor_Version-2018-02

Waschbär – Management- und Maßnahmenblatt zu VO (EU) Nr. 1143/2014 Seite 1 Waschbär Management- und Maßnahmenblatt 1 Metainformationen 1.1 Dokument Management- und Maßnahmenblatt zu VO (EU) Nr. 1143/2014 1.2 Rechtlicher Bezug • Verordnung (EU) Nr. 1143/2014, hier „VO“ genannt • Durchführungsverordnung (EU) 2016/1141, hier „Unionsliste“ genannt 1.3 Version Nach Öffentlichkeitsbeteiligung, Stand: Februar 2018 1.4 Ziele dieses Dokumentes • Das vorliegende Dokument beschreibt die Managementmaßnahmen nach Art. 19 der VO. • 2 Artinformationen 2.1 Betroffene Art/ Artengruppe Waschbär 2.2 Wissenschaftlicher Name Procyon lotor Linnaeus 1758 2.3 Status, Verbreitung und Datenlage Status in Deutschland: etabliert Status und Verbreitung im Bundesland: siehe länderspezifische Anlage Datenlage: überwiegend gut (gesichert) 2.4 Wesentliche Einführungs-, Ausbringungs- und Ausbreitungspfade • Der Waschbär wurde im vergangenen Jahrhundert gezielt angesiedelt, daneben haben entkommene Farmtiere zur Etablierung der Wildpopulation beigetragen. • Starkes Populationswachstum führte zur spontanen Ausbreitung, wodurch bundesweit nahezu flächendeckend alle Landschaftstypen besiedelt wurden. 3 Nachteilige Auswirkungen Nachteilige Auswirkungen auf Ökosysteme: • Prädation durch Waschbären stellt eine erhebliche Gefahr für die in Deutschland vom Aussterben bedrohte Europäische Sumpfschildkröte (Schneeweiß & Wolf 2009) und lokal auch für stark gefährdete Amphibienarten wie z. B. die Gelbbauchunke dar. • Der omnivore und ökologisch äußerst anpassungsfähige Waschbär kann effektiv Baumverstecke wie Spalten und Höhlungen und auch künstliche Nisthilfen auf Nahrung kontrollieren. Er ist dabei wahrscheinlich autochthonen Prädatoren (u. a. Baummardern) überlegen. Daher ist der Waschbär vermutlich in der Lage, zusätzlich Verluste bei Fledermäusen (Rasper 2000) und höhlen- sowie baumbrütenden Vögeln (u. a. Günther & Hellmann 2002; Schwab 2015) zu verursachen. Waschbär – Management- und Maßnahmenblatt zu VO (EU) Nr. 1143/2014 • Seite 2 Relativ häufig wurden Waschbären in jüngerer Vergangenheit als Prädatoren bei Greifvögeln und koloniebrütenden Vogelarten (besonders Graureiher und Kormoran) sowie an (insbesondere flachen, temporären) Amphibiengewässern beobachtet. Für den Rückgang des Graureihers und insbesondere den Verlust an teilweise über Jahrzehnte bestehenden Großkolonien wird der Waschbär als Verursacher angenommen (Helbig 2011). Zumindest lokal kann der Waschbär auch bei anderen Greifvogelarten und Amphibien (insbesondere Gelbbauchunke) Rückgänge durch Prädation von Eigelegen und Nestlingen bzw. Kaulquappen und Adulten verursachen (Beinlich 2012, Nicolai 2006, Nehring et al. 2015, Schneeweiß 2016). Inwieweit dadurch großräumig eine Gefährdung dieser Arten verursacht wird, ist ungeklärt. Die schon längerfristig bestehenden Verbreitungsschwerpunkte mit hohen Dichten des Waschbären in Brandenburg und Hessen weisen keine geringere Verbreitung von Graureiher und Greifvogel-Arten auf (Gedeon et al. 2014), verglichen mit den Bereichen Deutschlands, in denen dieses Neozoon noch selten ist. Eine Untersuchung zum Nahrungsspektrum des Waschbären im Müritz‐Nationalpark (Mecklenburg‐Vorpommern) formuliert als Ergebnis, dass bestandsgefährdende Auswirkungen des Waschbären auf naturschutzrelevante heimische Arten nicht bestätigt werden können (Michler o. J.). Der Nachweis, ob und in welchem Umfang der Waschbär in bestimmten Gebieten unter den jeweils gegebenen Rahmenbedingungen eine lokale Bestandsgefährdung heimischer Arten verursachen kann, bleibt in jedem Einzelfall aufwändig und schwierig. • Wie andere Prädatoren kann auch der Waschbär Gelegeverluste bei gefährdeten Bodenbrütern verursachen. • Als Vektoren u.a. für Staupe oder auch Leptospirose können Waschbären auch andere geschützte Tierarten wie den Luchs infizieren. Nachteilige Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit: • Der Waschbär kann den ebenfalls aus Nordamerika eingeschleppten Spulwurm Baylisascaris procyonis auf Menschen übertragen. Krankheitsfälle sind in Deutschland allerdings bislang extrem selten (nur ein wahrscheinlicher Fall: Bauer et al. 1992, Küchle et al. 1993), obwohl der Spulwurm in der deutschen Waschbärenpopulation mittlerweile häufig ist (Gey 1998, Helbig 2011). Die Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung sind in Deutschland unerheblich. In Nordamerika sind durch diesen Parasiten hervorgerufene Erkrankungen ebenfalls sehr selten, es sind aber Einzelfälle schwerer Krankheitsverläufe sowie Todesfälle bekannt (u. a. Park et al. 2000; Fox et al. 1985). • In Amerika stellen neben Stinktieren, Fledermäusen und Füchsen Waschbären die Hauptreservoire der klassischen Tollwut dar (http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Tollwut.html) Nachteilige Auswirkungen auf die Wirtschaft: • In Einzelfällen und lokal verursacht der Waschbär wirtschaftliche Schäden, z. B. an Feldfrüchten (z. B. milchreifer Mais), Obst, Geflügel oder durch Zerstörung von Dämmmaterialien, Verschmutzung und anderweitige Belästigung in Gebäuden. Die Schäden an Gebäuden können teilweise erheblich sein, sind aber gesamtwirtschaftlich betrachtet unerheblich. Waschbär – Management- und Maßnahmenblatt zu VO (EU) Nr. 1143/2014 Seite 3 4 Maßnahmen 4.1 Ziele des Managements • Kontrolle der negativen Auswirkungen des Waschbären auf heimische Arten. • Eindämmung der Weiterverbreitung über geographische Grenzen, die die Art ohne Hilfe des Menschen nicht oder nur sehr schwer überwinden kann. In Deutschland betrifft dies in erster Linie bislang von der Art unbesiedelte Nord- und Ostseeinseln. • Lokale Populationskontrolle in Bereichen, in denen der Waschbär eine erhebliche Gefährdung oder möglicherweise sogar das Aussterben heimischer Arten verursachen kann. Dies betrifft in Deutschland in erster Linie die Vorkommensgebiete der Europäischen Sumpfschildkröte und lokale Populationen gefährdeter Amphibienarten (z. B. der Gelbbauchunke) sowie Brutgebiete gefährdeter oder besonders schutzbedürftiger Vogelarten. • Regulierung des Umgangs mit in menschlicher Obhut befindlichen Waschbären • Öffentlichkeitsarbeit zur Verminderung der direkten und indirekten anthropogenen Förderung der Art 4.2 Managementmaßnahmen M 1: Anbringen von Überkletterschutzmanschetten an Horst- und Höhlenbäumen gefährdeter oder besonders schutzbedürftiger Arten (vgl. Gleichner & Gleichner 2013; Schönbrodt 2015) Aufwand und Wirksamkeit: Bei Nutzung von Wellpolyester mit einem durchschnittlichen m²- Preis von ca. 15,00 € und einem durchschnittlichen Bedarf von einem 1x2 m großem Stück zur Sicherung eines Brutbaumes fallen pro geschütztem Baum an reinen Materialkosten durchschnittlich etwa 30,00 € an (Schönbrodt 2015). Derzeit nicht bilanziert werden können die Kosten für die Anbringung, Kontrolle und Beseitigung der Schutzvorrichtung sowie für die Ermittlung der Horstbäume, da diese Arbeiten (z. B. in Sachsen-Anhalt) überwiegend auf ehrenamtlicher Basis erfolgen. In der Regel sicher wirksame Maßnahme. Zu beachten ist, dass ggf. mehrere Bäume geschützt werden müssen, um ein Überklettern des Waschbären von Nachbarbäumen zu verhindern. Ergänzend oder als Alternative kommt auch das Entfernen von als „Brücke“ wirkenden Ästen infrage (rechtzeitig vor der Brutzeit). Als Überkletterschutz können auch andere Materialien wie beispielsweide PET Verglasungsfolie zum Einsatz kommen. Regelmäßige Kontrolle auf Beschädigung. Ist der Schutz nicht mehr erforderlich oder unbrauchbar geworden, ist für eine ordnungsgemäße Beseitigung/Entsorgung zu sorgen. In Gebieten, in denen regelmäßig Fälle illegaler Greifvogelverfolgung auftreten, empfiehlt sich diese Maßnahme nicht. Wirkung auf Nichtzielarten: Keine negativen Auswirkungen. Erfolgskontrolle: Durch Prüfung des Reproduktionserfolgs der Zielarten. M 2: Einzäunung (mit Überkletterschutz) von Vorkommensgebieten gefährdeter Arten (z. B. Bodenbrüter, Europäische Sumpfschildkröte) Beschreibung: Bei geeigneter Ausführung der Einzäunung kann auch der Waschbär ziemlich sicher ausgeschlossen werden. Empfehlenswert sind insbesondere feste Einzäunungen mit zusätzlicher Sicherung durch Stromlitzen. Gegenüber Marderartigen (außer Dachs) ist die Einzäunung kaum wirksam. Ist der Schutz nicht mehr erforderlich oder unbrauchbar geworden, ist für eine ordnungsgemäße Beseitigung/Entsorgung zu sorgen. Aufwand und Wirksamkeit: Gegenwärtig sind pro Kilometer Zaunlänge mit Untergrabe- und Überkletterschutz mit Kosten von ca. 42.000,00 € pro km Zaunlänge zu veranschlagen. So kostete ein 2012 gebauter Schutzzaun im Havelländischen Luch (30 ha, 2,4 km Zaunlänge) 100.000,00 €. Derzeit nicht bilanziert werden können die Kosten für Zaunkontrolle,

Global change and biodiversity feedbacks as drivers of the carbon cycle in the plant soil system

Research aims - The aim of this project is to demonstrate whether increased biodiversity and net primary production lead to increased carbon storage in the ecosystem, especially in the largest carbon pool, the mineral soil, and thus reduces the release of greenhouse gases. Climate change (nitrogen deposition, summer droughts, vegetation fire) - We will analyse plant-soil feedbacks in laboratory experiments, using our newly build Multi Isotope labelling in Controlled Environment (MICE) facility, and in three of the field sites (tropical, temperate, boreal) using transplanted model mini-ecosystems. Global change includes many processes, and we focus on three processes, key to the terrestrial carbon cycle, i.e. increasing chronic atmospheric nitrogen deposition, widespread summer droughts, and more frequent wildfires, with yet unknown consequences for the carbon cycle. We will use the MICE facility to manipulate mini-ecosystems (plants and soil from the three field sites) and expose them to four climatic scenarios: todays equivalent climate (corresponding to the site), increased nitrogen deposition, drought and post-fire conditions (by pyrolising the plant biomass). The plant-soil system will be labelled with stable isotopes (13C, 15N) in order i) to investigate the changes in organic matter dynamics when climate changes are applied and ii) to produce highly labelled experimental material that could be traced in the field. We will transplant the manipulated mini-ecosystem, from the MICE facility to the three URPP GCB sites Siberia, Laegeren and Borneo (tropical, temperate, boreal). The mini-ecosystems will contain highly labelled material (13C and 15N in fresh biomass and charred biomass) in order to follow fluxes related to C losses from the soil (CO2 and organic matter dissolved in water), as well as processes involved in the stabilisation of soil C (microbial, physical and chemical mechanisms). Using a large number of replicates will allow us to follow the underlying processes of C stabilisation in soil and vegetation at a high spatial and temporal precision. Biodiversity experiment - We will use the MICE chambers to grow different species of trees and grasses labelled with 13C (and potentially 15N, 18O and 2H) under todays climatic conditions. Then we recombine the different species (1, 2, 4, 8 species) and transplant them to the temperate site at Laegeren. In the field we can follow the total carbon fluxes and the contributions from the isotopically labelled decomposing biomass, and the living biomass.

Sperlingskauz

<p>Sperlingskäuze sind Rekordhalter!<p>Als kleinste Europäische Eulen-Art werden sie mit nur etwa 15 bis 19&nbsp;cm nicht größer, als ein Star und erreichen ein Kampfgewicht von bloß 60 bis 80&nbsp;g. Weniger als eine Tafel Schokolade also. Ihr rot- bis blass dunkelbraunes Gefieder zeichnet sich durch kleine helle Flecke und eine helle Bauchseite mit dunklen Längsstreifen aus. Das Besondere: Sperlingskäuze haben Augen im Hinterkopf. So sieht zumindest das „Scheingesicht“ aus, eine Federzeichnung, die Fressfeinde (Baummarder, Sperber, Habicht, größere Eulen) abschrecken soll. Die „richtigen“ Augen sind klein und gelb und sitzen natürlich an der Vorderseite des flachen, breiten Kopfes.</p><p>Was die Rufe des Kauzes angeht, so sind Sperlingskäuze weniger erfinderisch, als die verwandten Steinkäuze. Ihr Reviergesang besteht lediglich aus einer eintönigen Reihe von Pfeiftönen. Daneben ist vornehmlich im Herbst die sogenannte Tonleiter zu hören, die wohl der herbstlichen Revierabgrenzung dient und von Männchen und Weibchen vorgetragen werden kann. Gerne wird der Gesang von der Spitze eines exponiert stehenden Baumes aus zum Besten gegeben. Solche Solitärbäume sind neben Alt- und Totholz im lockeren Bestand wichtiger Bestandteil des Lebensraumes. Eine vielfältige Waldstruktur mit offenbleibenden Freiflächen bei einer Reviergröße von einem Quadratkilometer ist nötig für die Lebensweise des Sperlingskauzes. In Ruhephasen zieht er sich gerne in dichtere Bestandesteile zurück, für die Brut benötigt er höhlenreiches Altholz. Die Jagd findet von Ansitzwarten aus auf freieren Flächen statt. Erbeutet werden per Überraschungsangriff Mäuse und Singvögel bis zur Größe einer Drossel. Sperlingskäuze sind tag- und dämmerungsaktiv, also zu denselben Zeiten, wie ihre Beutetiere. Für den Standvogel ist es besonders im Winter wichtig, dass das Revier über eine ausreichende Singvogelpopulation verfügt, während die Mäuse unter einer Schneedecke verborgen bleiben. Zur Sicherheit legt der Sperlingskauz Vorräte an wie ein Hamster. Im Winter und zur Brutzeit deponiert er (meist kopflose) Beutetiere in Höhlen und Astgabeln.</p></p><p><p>Sperlingskäuze nutzen für ihre Brut am Liebsten die Höhlen von Buntspechten als Nachmieter. Sie gehen eine jährlich neue Saisonehe ein, die sie bei der Balz im März und April festigen. Das Gelege von vier bis sieben Eiern wird mitunter aggressiv verteidigt. Die Brutdauer von etwa 30 Tagen wird von einer Nestlingszeit von erneut 30 Tagen gefolgt. Danach bleiben die flüggen Jungvögel noch etwa vier Wochen im Familienverband und werden gefüttert. Bei nasskalter Witterung oder Störungen in unmittelbarer Nähe zum Nest kann es vorkommen, dass die Brut misslingt oder aufgegeben wird.</p><p>Zwar ist der Sperlingskauz keine Rote Liste-Art, wird aber im Anhang I der EU-Vogelschutzrichtlinie gelistet. Derzeit gibt es in Rheinland-Pfalz etwa 30 bis 50 Brutpaare, Tendenz steigend. Die Hauptvorkommen liegen in Nord- und Osteuropa, doch auch in Deutschland können die Käuze durch Waldbaumaßnahmen unterstützt werden. Ein Vogelschutzgebiet mit bekannten Vorkommen in Rheinland-Pfalz liegt im Pfälzer Wald, weitere Populationen wurden für die Eifel und den Westerwald bestätigt. Die Vorkommen sind disjunkt, bedingt durch die spezifischen Lebensraumansprüche. Künstliche Nisthilfen werden selten angenommen, hilfreicher sind die Schaffung und der Erhalt von Wäldern mit Lichtungen, Freiflächen und Alt- und Totholzinseln. Dazu trägt auch die Renaturierung von natürlichen Moorstandorten bei.</p><p>Leonie Münzer, KOMMA; Richard Hansen, Forstamt Hillesheim</p></p>

Erfassung seltener Baumarten in Deutschland

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung hat der BLAG Forstliche Genressourcen den Auftrag erteilt, die seltenen und gefährdeten Baumarten Flaumeiche, Elsbeere, Speierling, Grün- und Grauerle sowie Speierling bundesweit zu erheben. Die Arbeiten werden vollständig durch Drittmittel finanziert, die FVA stellt die hier vorliegenden Daten zur Verfügung und organisiert die Kartierung in Baden-Württemberg; die Außenaufnahmen werden durch Werkvertragnehmer durchgeführt.

Reconstruction of fire frequency and landscape history in the Etna region using a combined methodological approach: evidences from charcoals, soils and dendrochronology

The dry summers in Mediterranean areas already facilitate the occurrence of bush and forest fires, which exert a significant effect on landscape evolution and especially on soils. There is a poor understanding of how soil quality (including the mineral and organic part) relates to these climate and vegetation factors. This knowledge gap compromises our ability to predict the response of SOC storage and the mineral part of soils to global change. Results from an existing soil climosequence at the slopes of the Etna show that organic matter accumulation is highest at the lowest altitudes where there is a more intense fire activity. It is so far unknown which effect has had the fire frequency on the different fractions and nature of soil organic matter in these soils. The proposed project will focus on the investigation of labile and stable organic matter fractions in the soils. On the one hand, the fractions will be quantified and characterised. On the other hand, these fractions will be dated using the radiocarbon technique (14C). In addition, soil charcoal will be collected and quantified. Fire frequency and landscape evolution will also be evaluated through dendrochonological investigations of living and dead trees on the north slopes of the Etna volcano.

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