Im Zusammenhang mit dem Einsatz der Bentonitdichtungsmatten im Verkehrswegebau stellt sich die grundsaetzliche Frage, inwieweit sich ein erfolgter Kationenaustausch auf das Durchlaessigkeitsverhalten der Matten bei Frost-Tau- sowie Trocken-Nass-Zyklen auswirkt und in welchem Masse dann noch eine Dichtungswirkung gegenueber relevanten Stoffen, wie Kraftstoffen und Salzloesungen, gegeben ist. Dabei waere zu untersuchen, welche Rolle die Maechtigkeit der Ueberdeckung der Matten und die angrenzenden Bodenarten bei der Auspraegung der vorgenannten Erscheinungen spielen. Zugleich sollen auch eine Mehrlagigkeit der Bentonitdichtungsmatten, Produkfortentwicklungen und evtl weniger rissempfindliche Tonmehlzusammensetzungen untersucht werden. Die erforderlichen Untersuchungen sollen insbesondere auch mit weiteren Proben aus mehrjaehrig eingebauten Matten abgedeckt werden. Da die Bentonitmatten ein besonders in wirtschaftlicher Hinsicht interessantes Dichtungselement darstellen, ist anhand der vorgenannten weiteren Untersuchungen zu klaeren, ob diese Produkte fuer die Aufnahme in die Richtlinien fuer bautechnische Massnahmen an Strassen in Wassergewinnungsgebieten (RiStWag) als ein moegliches Dichtungselement geeignet sind.
In den RiStWag soll auch die Moeglichkeit des Einsatzes von Bentonitdichtungsmatten als Abdichtungsmaterial zum Grundwasserschutz an Strassen in Wassergewinnungsgebieten aufgenommen werden. Hierfuer sind mechanische, hydromechanische und chemische Anforderungen abzuleiten. Voraussetzung ist die Analyse der fuer diesen Anwendungsbereich massgeblichen Beanspruchungsfaelle. Aufgrund dieser Analyse sind Prueftechniken zu entwickeln, die einen einheitlichen Qualitaetsvergleich der verschiedenen auf dem Markt befindlichen Produkte erlauben.