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Klimaresilientes Odenthal

Zielsetzung: Der Klimawandel stellt ländliche Gemeinden in Mittelgebirgen vor spezielle Herausforderungen bezüglich des Wasserressourcenmanagements. Die Ereignisse im Sommer 2021 haben gezeigt, dass auch der ländliche Raum nicht hinreichend auf Hochwasser- und Starkregenereignisse vorbereitet ist. Gleichzeitig haben die Dürrejahre 2018 und 2019 erhebliche Auswirkungen auf die Forst- und Landwirtschaft gehabt. Dies unterstreicht den dringenden Bedarf an Konzepten der Klimaanpassung, die eng mit der Landnutzung verknüpft sind. Die Gemeinde Odenthal im Dhünntal des Bergischen Landes war vom Starkregenereignis 2021 stark betroffen und konnte einschlägige Erfahrungen sammeln. Die geo-morphologischen Verhältnisse, insbesondere die Hanglage und Bodenqualität, beeinflussen die Wasserrückhaltung erheblich und sorgen für eine geringe Versickerungsfähigkeit, wodurch Niederschlagswasser aufgrund der geringen Untergrunddurchlässigkeit größtenteils oberirdisch abfließt. Gleichzeitig führt der hohe Nutzungsdruck auf die wenigen verfügbaren ebenen Flächen - oft in Auengebieten - zu Nutzungskonflikten zwischen verschiedenen Akteuren. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, müssen nachhaltige Strategien zur Wasserspeicherung und -bewirtschaftung der Flächen entwickelt und genutzt sowie Interessenkonflikte aufgelöst werden. Unter Einbeziehung der Bürger*innen und in Zusammenarbeit mit der Wissenschaft, vertreten durch die TH Köln, soll nun eine wasserkompetente und klimaangepasste Siedlungsentwicklung in einer Mittelgebirgsregion geschaffen werden. Ziel ist es, durch partizipative Ansätze die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit - Wirtschaft, Soziales und Ökologie - zu stärken und die Akzeptanz der entwickelten Maßnahmen zu sichern. Die Gemeinde Odenthal wird zur Modellgemeinde und zum Reallabor für den innovativen Projektansatz und spielt eine zentrale Rolle im Modellflussgebiet Dhünn des :aqualon e.V.. In enger Zusammenarbeit mit allen Akteur*innen werden Strategien und Maßnahmen entwickelt, die den gesamten Wasserkreislauf, die Risiken des Klimawandels und die Gewässerökologie berücksichtigen. Ziel ist es, neue Wasser-Raum-Konzepte zu schaffen, die den Schutz der Gewässer fördern und die Klimaresilienz der Gemeinde stärken. Das Projekt schafft die Voraussetzungen für ein direkt anschließendes Umsetzungsprojekt, bei dem die gemeinsam entwickelten Lösungen von allen beteiligten Akteur*innen getragen und umgesetzt werden, um Odenthal als klimaresiliente Gemeinde zu etablieren.

Szenarien für den Landwirtschafts- und Landschaftswandel in Grünlandregionen der Mittelgebirge am Beispiel des Oberbergischen Kreises

Zielsetzung: Welche nachhaltig motivierten Perspektiven ergeben sich für landwirtschaftliche Betriebe in Mittegebirgsregionen wie dem Bergischen Land insbesondere unter den Voraussetzungen des Klimawandels und welche landschaftlichen Szenarien leiten sich daraus ab? Da die landwirtschaftlichen Betriebe in der Region des Bergischen Landes für fast 40% der Flächen im Kreisgebiet verantwortlich sind, spielt die Landwirtschaft in der Diskussion über einen anderen Umgang mit den natürlichen Ressourcen Wasser, Boden und Biodiversität eine zentrale Rolle. Das Forschungsteam der RPTU Kaiserslautern-Landau sucht gemeinsam mit Akteuren vor Ort aus der Landwirtschaft, Verwaltung, dem Naturschutz und der Wasserwirtschaft nach neuen Lösungsansätzen, die wirtschaftliche Perspektiven für die Landwirtschaft mit Zielen des Natur- und Ressourcenschutzes in Einklang bringen. Ein Fokus liegt auf der Frage, wie unter den veränderten Bedingungen insbesondere des Wasserdargebots eine nachhaltige und landschaftsangepasste Bewirtschaftung mit Blick auf die Landschaftsfunktionen erfolgen kann. Mögliche neue Handlungs- und Wirtschaftsfelder liegen z.B. im (Regen-) Wassermanagement, in der Nährstoffgewinnung aus Abwasser, Gülle oder Rückständen der Landwirtschaft, im Aufbau regionaler Kreisläufe, in der erneuerbaren Energieproduktion, u.a. mehr. Die landwirtschaftliche Perspektive auf Betriebsebene wird konsequent in Zusammenhang mit der landschaftlichen Perspektive als regionaler Landschaftsraum gedacht. Mit Blick auf die vielschichtigen und systemischen Wechselwirkungen von Landwirtschaft auf der Maßstabsebene des einzelnen Betriebs und Landschaftsfunktionen auf regionaler Ebene soll ein Diskurs über den Landschaftswandel, seine Steuerung, den Wert der Landschaft sowie der Rolle der Landwirtschaft in diesem Prozess geführt werden.

Die Vegetation von Mauern und Felsen in ihrer oekologischen und kulturgeschichtlichen Bedeutung

Untersuchungen der Mauerfugenvegetation im westlichen Bergischen Land in ihrer floristisch-soziologischen Struktur und ihrer Abhaengigkeit von abiotischen Standortfaktoren. Ziel ist die flaechendeckende Dokumentation der Vorkommen und ihrer historischen und oekologischen Bedingtheit fuer Zwecke des Naturschutzmanagements.

Universeller Zustandsschätzer für Hochvoltbatterien auf Basis der digitalen Plattform Battery Cloud, UniZuB - Universeller Zustandsschätzer für Hochvoltbatterien auf Basis der digitalen Plattform Battery Cloud

Entwicklung der Praxistauglichkeit eines kostengünstigen und einfachen Maisuntersaatverfahrens für verschiedene Klimaregionen und Bodenarten

Bergische Klimagespräche

(Erste) Bergische Klimagespräche 2017: Unsere Städte - wie können sie zu Stätten von Lebensqualität und Gerechtigkeit werden? Ab Herbst 2017 starten die Bergischen Klimagespräche, die vormals als Spiekerooger Klimagespräche bekannt waren. Organisatorisch verantwortlich für die Fortsetzung der Veranstaltungsreihe ist das Wuppertal Institut. Die wissenschaftliche Leitung liegt weiterhin bei Prof. Dr. Reinhard Pfriem und Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts, der seinerzeit auch die Spiekerooger Klimagespräche mit auf den Weg brachte. Mit der Verlagerung in das Bergische Land werden die Klimagespräche künftig in einer Region der Frühindustrialisierung stattfinden, symbolträchtig für das, was seit Jahren als Anthropozän benannt und als wesentliche Quelle des Klimawandels markiert wird. Die ersten Bergischen Klimagespräche finden am 28. bis 30. September 2017 im Klostersaal in Solingen-Gräfrath zur Zukunft unserer Städte statt - wie üblich mit etwa 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Am ersten Abend, 28. September 2017 ab 20 Uhr wird es eine öffentliche Vorführung des Films 'Wem gehört die Stadt?' geben mit Anwesenheit der Kölner Filmemacherin Anna Ditges. Im Vergleich zu den Spiekerooger Klimagesprächen liegt der Fokus stärker auf regionalen Entwicklungen, behält aber prinzipiell das gleiche Format. Besondere Orientierungspunkte liefern in diesem Jahr Wuppertal-Arrenberg, Köln-Ehrenfeld, der Essener Norden, das Zentrum von Oberhausen und Bielefeld-Sennestadt. An der inhaltliche Vorbereitung sind neben den Genannten auch Rainer Lucas, Prof. Dr. Lutz Becker, Davide Brocchi, Jörg Heynkes und Christian Lehmann beteiligt. Vorab stellten und formulierten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Veranstaltungsmotto 'Unsere Städte - wie können sie zu Stätten von Lebensqualität und Gerechtigkeit werden?' Thesen auf. Diese sind im nachfolgenden Link zu finden.

Rotmilan - Land zum Leben, Teilvorhaben: Praxisregion Bergisches Land

Kommunen innovativ - KoSI-Lab: Kommunale Labore sozialer Innovation, Teilprojekt 3

Entwicklung eines Dammüberwachungs- und Informationssystems zum Umgang mit Naturkatastrophen; Vorhaben: Funkbasierte Sensortechnologie für TaMIS - Sonderprogramm GEOTECHNOLOGIEN^FW II: TaMIS^Vorhaben: Systemintegration für TaMIS - Sonderprogramm GEOTECHNOLOGIEN, Vorhaben: Drahtloses Sensornetzwerk für TaMIS - Sonderprogramm GEOTECHNOLOGIEN

Naturgefahren wie Starkregenfälle oder Hangrutschungen können insbesondere für Staudämme eine große Bedrohung darstellen. Das Versagen eines Staudamms durch unkontrollierten Überlauf birgt dabei das größte Gefahrenpotential und kann katastrophale Auswirkungen auf das Umland haben. Daher ist es von besonderer Bedeutung, Gefahren rechtzeitig zu erkennen und potentielle Schwachstellen zu identifizieren, um geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Die Überwachung von Staudämmen erfolgt in der Regel über verschiedene Sensoren, die in der Absperranlage bzw. in deren direkter Umgebung installiert sind. Dabei werden u. a. Messwerte wie Temperaturen und Drücke oder der Wassergehalt des Bodens erfasst. Die kombinierte Auswertung dieser unterschiedlichen Datenquellen stellt eine große Herausforderung dar. Im Rahmen des Verbundprojekts TaMIS soll ein Überwachungs- und Informationssystem für Staudämme entwickelt werden. Es ist geplant, verschiedene innovative Sensoren in intelligenten Netzwerken unter Nutzung neuartiger Untergrund-Sensornetze zu kombinieren und die gemessenen Daten mit Systemen zur Prozessierung, Alarmierung und Visualisierung zu verbinden. Damit soll es ermöglicht werden, risikobehaftete Phänomene zuverlässig zu überwachen und Entscheidungshilfen zu verbessern. Ein besonderes Augenmerk richtet sich dabei auf sog. kaskadierende Effekte, bei denen das Zusammenwirken unkritischer Einzelereignisse ein Risiko darstellen kann. Das geplante TalsperrenMessInformationsSystem (TaMIS) soll exemplarisch am Beispiel des Talsperrenverbundsystems 'Bever-Block' im Bergischen Land entwickelt werden.

BESTKLIMA - Entwicklung, Test und Evaluation eines Managementsystems zur Umsetzung und Qualitätssicherung von Teilkonzepten Anpassung - am Beispiel der Regionalen KlimaAnpassungsstrategie im Bergischen Städtedreieck

Das Gesamtziel des Vorhabens ist es das Klimaschutzteilkonzept 'Anpassung an den Klimawandel für die Städte Solingen und Remscheid' vom März 2013 mit der Stadt Wuppertal bis 2016 umzusetzen. Ziel des Vorhabens ist es auch über die Bergische Region hinaus übertragbare Lösungsansätze zu entwickeln und zu erproben sowie Impulse in Richtung der Regionalplanung zu setzen. Die Städte und die Region werden Netzwerke auf- oder ausbauen, die sich nach Abschluss des Vorhabens in Fragen der Klimaanpassung selber tragen können. Zentraler Bestandteil des Klimaschutzteilkonzepts ist eine Zusammenstellung von 36 Maßnahmen. Zielgruppen der Maßnahmen sind in erster Linie die Stadtverwaltungen selbst, aber auch Träger von Fachaufgaben, Bürger, Vereine, Verbände, Wirtschaftsakteure, Gremien, etc. Durch die Bildung von Kompetenzteams aus den Stadtverwaltungen und der Bergischen Entwicklungsagentur wird der Ausbau/ die Nutzung fachlicher, institutionenübergreifender Netzwerke, die Bewusstseinsbildung, Beteiligung, Vernetzung und Kooperation von regionalen und kommunalen Akteuren angestrebt. Für die Stadtverwaltungen wird das Wissen verständlich aufbereitet und es werden prozedurale Hilfestellungen erarbeitet, um Klimaanpassung im alltäglichen Verwaltungshandeln zu verankern. Weiterhin wird ein Qualitätsmanagementsystem bzw. Monitoring für den städtischen bzw. regionalen Anpassungsfortschritt entwickelt (standardisiertes Berichtswesen und Evaluationen).

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