Das Projekt "Regulation der Phosphor Aufnahme, Verteilung, Speicherung und Mobilisierung über interne Signale und Umweltfaktoren in Buchen und Pappeln" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Freiburg, Institut für Forstbotanik und Baumphysiologie, Professur für Baumphysiologie durchgeführt. Phosphor (P) ist einer von fünf essentiellen Makronährstoffen für Wachstum und Entwicklung von Pflanzen. Seine geringe Verfügbarkeit in vielen Waldböden macht eine effiziente Aufnahme, Verwendung und Verteilung erforderlich. Diese Prozesse müssen zudem an den sich während der Vegetationsperiode ändernden Bedarf angepasst werden. Ziel des vorliegenden Projekts ist es, die P Akquisition mykorrhizierter und nicht-mykorrhizierter Baumwurzeln zu charakterisieren (Km, vmax, Temperatur und pH Abhängigkeit) und die Regulation der P Akquisition durch externe und intrinsische Faktoren aufzuklären. Dabei stehen (a) die Interaktion der Aufnahme von Pi und Porg, (b) die Konkurrenz zwischen Altbestand und Naturverjüngung und (c) die Konkurrenz zwischen Wurzeln und Mikroben im Vordergrund von aufeinander abgestimmten Laborversuchen unter kontrollierten Bedingungen und Freilanduntersuchungen. Unter kontrollierten Bedingungen sollen Aufnahme und Xylembeladung radioaktiv markierter P Verbindungen an abgeschnittenen Wurzeln mit der Pitman-Kammertechnik analysiert werden; im Freiland soll die Aufnahme ausgegrabener Wurzeln über die Akkumulation von stabilen Isotopen oder über die 'Depletion'-Technik durch Inkubation in künstlichen Bodenlösungen bestimmt werden. Die Regulation der P Aufnahme durch externe und intrinsische Faktoren soll in 'flap-feeding' und 'split-root' Experimenten im Labor untersucht werden. Die Konkurrenz zwischen Altbestand und Naturverjüngung soll im Freiland durch vergleichende saisonale Analyse der P Aufnahme Kapazität, die Konkurrenz zwischen Wurzeln und Mikroben durch P-Fluss Analysen im Boden mit Hilde der Mikrodialyse bestimmt werden. Ein weiteres Ziel des Projekts ist die Charakterisierung von Prozessen der saisonalen P Speicherung und Mobilisierung. Dies umfasst die Aufklärung saisonaler Veränderungen des P-Metaboloms in Blättern, Wurzeln, Xylem und Phloem sowie die Zell- und Gewebe-spezifische Analyse der Orte von Speicherung und Mobilisierung in Zweigen mit nanoSIMS. Labor- und Freilandversuche sollen mit Buche und Pappel durchgeführt werden. Buche wurde als häufigste Laubbaumart Mitteleuropas ausgewählt und soll an je einem SPP-Standort mit hoher (Conventwald, saurer Boden; 'P acquiring system') und geringer (Tuttlingen, Kalkboden; 'P-recycling system') P Verfügbarkeit untersucht werden. Pappel wurde als Baumart gewählt, die für molekulare Untersuchungen von Prozessen herangezogen werden kann. Hierzu werden Proben zentraler Versuche dieses Projekt an andere Gruppen des SPP für Transkriptom Analysen weitergegeben. Aufgrund der unterschiedlichen Blatt- und Blüten-Entwicklungsstrategien kann von unterschiedlichen Strategien der P-Akquisition von Buchen und Pappeln ausgegangen werden. Deshalb sollen die mit den beiden Baumarten erzielten Ergebnisse in dieser Hinsicht verglichen werden.
Das Projekt "Untersuchungen zur spezifischen Schaedlichkeit von Grubenstaeuben aus dem deutschen und europaeischen Steinkohlenbergbau" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Gießen, Fachbereich 08 Biologie, Chemie und Geowissenschaften, Institut für Angewandte Geowissenschaften durchgeführt. Die spezifische Schaedlichkeit von Steinkohlegrubenstaeuben ist neben der Staubbelastung der Bergleute die wesentlichste Einflussgroesse fuer das Risiko einer Pneumokoniose-Erkrankung. Die wechselnden Krankheitserscheinungen haengen in erster Linie von der Zusammensetzung der Mineralstaeube und von der Beschaffenheit der Quarzpartikel ab. Zelltoxisch wirksam ist nur die unverwachsene nichtmaskiertefreie Quarzoberflaeche. Zu ihrer Bestimmung werden phasenkontrastmikroskopische, elektronenmikroskopische, Esca- und Auger-Untersuchungen durchgefuehrt und mit einem neu entwickelten Mess- und Auswerteverfahren die Abhaengigkeit der Oberflaechenaciditaetsverhaeltnisse von der LDH-Zytotoxizitaet bestimmt. Darueber hinaus wird die Beeinflussung der Oberflaechenaciditaet durch die Anionengehalte insbesondere durch Sulfat und der Einfluss nicht lagerstaettentypischer hydraulischer Baustoffmaterialien untersucht.
Das Projekt "Aetiologie, Biokristallographie und Spurenelementgehalte von Sialolithen und Konkrementen im Mundbereich" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Gießen, Fachbereich 08 Biologie, Chemie und Geowissenschaften, Institut für Angewandte Geowissenschaften durchgeführt. Mineralisierte Plaque in Form von Zahnstein sowie Konkremente sind entscheidendeFaktoren bei der Entstehung von Parodonthopatien. Aufgrund klinischer Beobachtungen wurde ein spezieller Anamnesebogen entwickelt, um Korrelationen zwischen Bildungsparametern und Haeufigkeit der Zahnsteinentfernung, Speichelkonsistenz, Mundhygienegewohnheiten etc. und dem Grad der parodontalen Erkrankung aufzeigen zu koennen. Fuer Teilbereiche der Ergebnisse werden statistische Auswertungen durchgefuehrt. Elektronen- und phasenkontrastmikroskopische, roentgenographische, infrarotspektroskopische und chemische Untersuchungen zeigen charakteristische, gewohnheitsbedingte Unterschiede in der Zusammensetzung von menschlichen Zahn- und Speichelkonkrementen. Typisch sind geschlechts- und berufsspezifische Abweichungen bei umweltrelevanten Schwermetallen wie Pb, Cd, Cu und Zn. Besonderheiten hinsichtlich Menge, Konsistenz und Haerte von Zahnstein, sowie pH-Wert des Speichels ergeben sich bei Bergleuten.
Das Projekt "Teilvorhaben: Einbeziehung von Nutzen sowie Integration von Regularien und Standards" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von BM Bergmann-Marine durchgeführt. Ziel von 'MAREMIS' ist Lösungen zur Messung, Verfolgung und Validierung des Seeverkehrs zu entwickeln, um den Schadstoffausstoß zu reduzieren und die Luftqualität in Häfen und deren Umgebung zu verbessern. Hierbei werden Modelle für Schiffsemission erstellt, die Schiffsbewegungen und Luftmessdaten im urbanen Kontext einbeziehen. Die Ausbreitung der Emissionen und die Auswirkungen auf die urbane Luftqualität werden analysiert. Das Tool wird in den Häfen Singapur und Hamburg angewendet und bewertet. Es werden Ansätze entwickelt, um Emissionsminderungsstrategien durch Änderungen des Hafenbetriebs und des Seeverkehrsmanagements zu optimieren. Ein Demonstrator für den Hafenbetrieb wird es den Nutzer ermöglichen den Prozess der Ausbreitung der Emissionen im städtischen Gebiet zu verstehen und eine Entscheidungshilfe bieten, um die Schiffsemissionen aus Sicht des Hafenbetriebs und des Seeverkehrsmanagements zu verringern. Es ist geplant, Sensoren auf Schiffen zu installieren oder bereits installierte zu nutzen, um Emissionsfaktoren zu validieren. Die Projektaktivität wird Singapur und Deutschland Einblicke ermöglichen und Optionen zur Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Luftverschmutzung aufzeigen. BM Bergmann Marine - Teilvorhaben und Ziele: BM übernimmt im Gesamtprojekt maßgeblich die Einbeziehung der Nutzer und die Sicherstellung der Vereinbarkeit der entwickelten Lösungen mit geltenden Regularien und Standards. Einzelziele: 1. Koordinierung der Bereitstellung schiffsbasierter Luftsensordaten 2. Erfassung von Nutzeranforderungen und Erstellung Benutzerszenarien für Hamburg 3. Koordinierung der Benutzerszenarien mit Singapur 4. Untersuchung Schifffahrtsrelevanter Regularien und Standards und deren Einbindung in das Anforderungsprofil 5. Unterstützung des Designs des Demonstrators 6. Gestaltung, Durchführung und Nachbereitung eines Nutzerworkshops Schlagwörter für BM Bergmann Marine - Teilvorhaben: Nutzeranforderungen, Regularien, Standards, Nutzerworkshop.
Das Projekt "Bauern und Bergleute: Umkämpfte Lebensgrundlagen und soziokosmologische Beziehungen im laotischen Kleinbergbau (1893 bis heute)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Heidelberg, Südasien-Institut durchgeführt. Das Projektvorhaben untersucht lokale ökonomische und soziokosmologische Beziehungen im laotischen Kleinbergbau. Neben der Analyse von Arbeitsbeziehungen/-prozessen, ökonomischen wie ökologischen Dynamiken, soll in diesem Projekt auch auf die kulturspezifischen soziokosmologischen Beziehungen und rituellen Praktiken in lokalen Bergbaukontexten eingegangen werden. Die Verknüpfung von polit-ökologischen und ontologischen Ansätzen bietet neue Zugänge zu den Verflechtungen von lokalen Subsistenzstrategien, transnationalem Kapitalismus und Mensch-Umwelt-Beziehungen. Wie wirken sich Klein- und Großbergbau auf lokale Gesellschaften und ihre spezifischen sozialen und kosmologischen Beziehungen aus? Von der französischen Kolonialpolitik bis hin zum gegenwärtigen Kontext der chinesischen Belt-and-Road-Initiative sollen die Sedimente entsprechender historischer und gegenwärtiger Dynamiken und Verwerfungen analysiert werden. Unter Anwendung eines historisch-ethnologischen Methodenmixes lassen sich die lokalen Lebenswelten im Kontext umkämpfter Lebensgrundlagen und Ressourcenausbeutung in Vergangenheit und Gegenwart untersuchen.
Das Projekt "Teilvorhaben: Helmholtz - UFZ" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ, Department Umweltbiotechnologie durchgeführt. Das Projektziel ist ein Proof-of-Concept für den Einsatz von kostengünstigen Verdampfungstechnologien für Abwässer aus der Automobilindustrie zur Einhaltung der indischen Zero Liquid Discharge (ZLD) Anforderungen. In der Smart City Pune werden pflanzliche Systeme (High Rate Transpiration System, HRTS, Partner CSIR-NEERI; Hydroponic Root Mats, HRM, Partner UFZ) und eine Gradierwerk-ähnliche Behandlungseinheit (CBS, Partner Bergmann) für ZLD von Automobillackiererei-Abwässern der Mahindra Vehicles Manufacturing Limited (MVML) getestet. Ein erweitertes Ziel ist die Rückgewinnung eines Anteils des Wassers. Für die Systeme HRTS und HRM werden Untersuchungen an Pflanzen mit hoher Salz-Toleranz sowie geeigneten Filterbettmedien und Beladungsraten durchgeführt. Wasser, das diese Systeme über Evapotranspiration verlässt, wird durch Kondensation in einem geothermischen Wärmetauscher gesammelt. Abfluss-Sole wird in einer Gradierwerk-Adaptation weiter im Volumen verringert. Rest-Sole wird gesammelt und über Solarenergie verdampft. Der Prototyp wird durch niedrige Investitions- und Betriebskosten attraktiv für die integrierte Abwasserwirtschaft in Indien sein und als Alternative zu High-Tech-Behandlungslösungen auf andere Branchen übertragbar sein.
Das Projekt "Entwicklung eines Gerätesystems zur Echtzeiterkundung der Lagerstättenverhältnisse zur Steuerung der schneidenden Gewinnung in Slz- und Kalibergwerken; Entwicklung des Verfahrens Georadar für den Einsatz euf einem Continuous Miner" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von K-UTEC AG Salt Technologies durchgeführt.
Das Projekt "Lungenkrebsrisiko bei Uranbergarbeitern - Welchen Einfluß hat die zusätzliche Belastung durch Quarz- und Asbeststaub?" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin durchgeführt. Über den monokausalen Zusammenhang zwischen einer Radonexposition und dem Lungenkrebs bzw. zwischen einer Exposition gegenüber silikogenen Stäuben und Lungenkrebs gibt es schon eine Reihe an wissenschaftlichen Erkenntnissen. Über die Wechselwirkungen verschiedener beruflicher Noxen gibt es, wie auch in diesem Falle, bisher jedoch nur sehr spärliche bzw. gar keine Informationen. In den Berufskrankheitenverfahren ist, dem in der BK-Verordnung implizit angenommenen monokausalen Zusammenhang zwischen beruflicher Exposition und Berufskrankheit Rechnung tragend, auch nur die Entschädigung des Versicherten nach einer BK-Ziffer möglich. Nach dem BSG-Urteil vom 12.06.1990 (2 RU 14/90) wird jedoch in Zukunft eine BK-Entschädigung auch dann möglich sein, wenn jeweils die einzelne Noxe für sich allein zwar noch keine versicherungsrechtlich ausreichende Kausalität für die Entstehung der Erkrankung anbringt, wohl aber im gemeinsamen Zusammenwirken. Für die praktische Umrechnung dieses Urteils bedarf es somit noch einer Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen. Im Rahmen einer Fall-Kontroll-Studie mit detaillierten Angaben zur Arbeits- und Raucheranamnese der Probanden wird gegenwärtig im GSF-Institut für Epidemiologie das Lungenkrebsrisiko durch Radon-Folgeprodukte (RnFP) abgeschätzt. Unter Hinzunahme der Informationen, die sich aus den Silikose-Akten und vor allem aus den im GDAW archivierten Röntgenbildern gewinnen lassen, kann der Forschungsansatz auch auf Wechselwirkungen zwischen RnFP einerseits und Quarzstaub sowie Asbest andererseits erweitert werden. Das kanzerogene Risikopotential von Quarzstaub wird gegenwärtig auch international sehr heiß diskutiert. Ziel des Projektes ist es, das Lungenkrebsrisiko durch ein kombinierte Wirkung von RnFP Quarzstaub und Asbest quantitativ zu beschreiben. Die umfassenden probandenbezogenen Daten, die sowohl aus persönlichen Angaben des Probenden als auch aus den Unterlagen des GDAW stammen, bieten möglicherweise darüber hinaus die Chance, zwischen einem multiplikativen und einem additiven Modellansatz zu differenzieren.
Das Projekt "Non-indigenous insects and their threat to biodiversity and economy in the Balkans" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von CABI Biosciene, Switzerland durchgeführt. Invasive alien species are recognized as one of the leading threats to biodiversity. They also impose enormous costs on agriculture, forestry and human health. In Europe and elsewhere, most countries are presently developing national and international strategies to assess the full scope of the danger represented by invasive non-indigenous species, and to take the necessary measures to prevent and manage the threat effectively. The initial step in a national programme against non-indigenous species must be a survey of the species already established in the country, as well as those species which are likely to invade the country in the near future, together with their perceived, actual and potential economic and environmental impact. In this project, we propose to carry out an inventory of non-indigenous insects in Bulgaria, Macedonia and Albania. The general objective of the project is to provide these three countries wit information on invasive alien insects in the Balkans and to develop local expertise in the field of invasive alien species management. This will allow the development of national strategies against alien insects, and non-indigenous organisms in general. Firstly, a database on non-indigenous insects established in Bulgaria, Macedonia and Albania will be set up. Then, we will provide informative fact sheets for the 30-40 main invasive, or potentially invasive, insects in the region. Finally, we will analyse the data to extract information on pathways, species or ecosystems traits that make them prone to invasion, and we will incorporate these analyses into similar studies carried out as part of on-going European projects on risk and impact assessment. In addition, as a case study, we are assessing the impact of the horse-chestnut leaf miner, Cameraria ohridella, an invasive moth which first appeared in the Balkans in the 1980s before spreading to the whole of Europe, and which is suspected to threaten the few remaining endemic stands of horse-chestnut (Aesculus hippocastanum) in the Balkans.
Das Projekt "Primäres Leberkarzinom durch Radonexposition bei ehemaligen Uranbergarbeitern der WISMUT" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin durchgeführt. Lebertumore gehören weltweit zu den häufigsten Krebsarten. Trotz einer Reihe bekannter Risikofaktoren, sind Fragen der Ätiologie noch ungeklärt. Die Ergebnisse neuerer Studien weisen für Bergarbeiter auf ein hochsignifikantes Risiko hin, aufgrund einer Radonexposition an Leberkrebs zu erkranken. Die bisherigen Untersuchungen basieren jedoch auf geringen Fallzahlen, so daß die statistische Aussagekraft begrenzt ist. Anhand einer Fallkontrollstudie soll geprüft werden, ob für ehemalige Uranbergarbeiter der WISMUT aufgrund langjähriger Radonexposition ein erhöhtes Erkrankungsrisiko für Leberkrebs besteht.
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