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Regelung der Vorflut am Ulfkotter Heidebach

Der Lippeverband plant die Regelung der Vorflut am Ulfkotter Heidebach. Im Oberlauf entstanden durch eingetretene Bergsenkungen Vorflutstörungen. Durch die senkungsbedingte Ausbildung eines Gewässerhochpunktes bei km 3,5 ist ab dort eine Fließumkehr des Ulfkotter Heidebaches in östliche Richtung eingetreten. Die Planung zur Regelung der Vorflut des Ulfkotter Heidebachs sieht nun einen Eingriff östlich von Ist-km 3,7 vor. Dabei soll eine 0,4 km lange neue Gewässertrasse bis zum Anschluss an das Gewässer 1.6.2 führen und den Rückbau des provisorischen Pumpwerks ermöglichen. Die bestehenden Durchlässe des Gewässers werden angepasst, so dass das Wasser in freier Vorflut ohne Rückstau abfließen kann.

Radon im Boden

Radon im Boden Wie sich Radon im Erdreich ausbreitet, hängt davon ab, wie durchlässig der Boden ist. Bis zu einer Tiefe von zirka einem Meter beeinflusst auch die Witterung die Ausbreitung von Radon . Radon kommt regional in unterschiedlicher Konzentration im Boden vor. Beim radioaktiven Zerfall von Uran -238 in der Erde entsteht Radium, das wiederum zu Radon zerfällt. Ein Teil des Radons wird in die Poren der Böden und Gesteine freigesetzt. Je uranhaltiger der Boden ist, desto mehr Radon kommt darin vor. Radon im Boden Gemeinsam mit anderen Bodengasen gelangt Radon durch Strömungen und Diffusion aus dem Boden an die Erdoberfläche und wird in die Atmosphäre freigesetzt. Witterung beeinflusst Radon-Konzentration im Boden Bis zu einer Tiefe von weniger als einem Meter schwankt die Radon -Konzentration im Boden abhängig von den Witterungsverhältnissen erheblich: So sorgen Regen, Schnee oder Frost dafür, dass die Poren der Böden und Gesteine sich verstärkt mit Wasser füllen bzw. einfrieren. Dadurch kann radonhaltige Luft schwerer aus dem Boden entweichen und bleibt dort; so dass die Radon -Konzentration in den obersten Schichten des Bodens steigt. Auch bei steigendem Luftdruck erhöht sich die Radon -Konzentration im Boden: Der atmosphärische Druck drückt zusätzlich Luft aus der Atmosphäre in die Poren von Böden und Gesteinen und sorgt so dafür, dass die radonhaltige Luft den Boden schlechter verlassen kann und dort zurückbleibt. Bei fallendem Luftdruck wird verstärkt Radon freigesetzt. Erst in tieferen Bodenschichten ist die Radon -Konzentration stabil. Je gasdurchlässiger der Boden ist, desto größer ist der Einfluss von Witterungsverhältnissen – und desto tiefer ist erst eine stabile Radon -Konzentration anzutreffen. Radium, bei dessen Zerfall im Erdboden Radon entsteht, hat eine lange Halbwertzeit von etwa 1.600 Jahren. Durch diese lange Halbwertzeit ist die Radon -Konzentration in der Bodenluft auch längerfristig stabil. Ist die Radon -Konzentration an einem Standort bekannt, sind erneute Messungen deshalb nur sinnvoll, wenn größere Eingriffe im Untergrund vorgenommen wurden. Bodenbeschaffenheit beeinflusst Ausbreitung von Radon Der Transport von Radon aus der Tiefe an die Erdoberfläche wird von der Gasdurchlässigkeit der Böden sowie lokal vorkommenden Strömungswegen bestimmt. Je mehr Spalten und Risse der Untergrund aufweist, desto leichter breitet Radon sich aus. An manchen Stellen kann die Radon -Konzentration in der Bodenluft deutlich über den für die Region typischen Werten liegen – zum Beispiel an Klüften: Klüfte sind geologische Verwerfungen im Boden, die Wegsamkeiten für Wasser bieten. Im Wasser gelöstes Radium, das beim Zerfall von Uran entsteht, kann sich an den Rändern von Klüften ablagern, wo es bei seinem radioaktiven Zerfall Radon freisetzt. an Bergsenkungen: An Bergsenkungen ist das Gestein in der Regel aufgelockert und damit durchlässiger für radonhaltige Bodenluft. an der Grenze zweier Gesteinsarten: Grenzen zwei verschiedene Gesteinsarten aneinander, kann sich dort mehr Uran als an anderen Stellen abgesetzt haben. Bei seinem Zerfall entsteht Radon . Wie die Radonsituation beispielsweise an einem Bauplatz ist, können Bauherren oder Bauplaner bei Bedarf über das Baugrundgutachten ermitteln lassen. Grundwasser transportiert Radon Radon kann sich auch im Grundwasser lösen und mit diesem im geologischen Untergrund transportiert werden. Wo kommt Radon in Deutschland im Boden vor? In Deutschland sind die Konzentrationen von Radon im Boden unterschiedlich, da Uran und Radium-226, bei dessen Zerfall Radon entsteht, in Deutschland regional in unterschiedlichem Maße vorkommen. Das gilt auch für die Durchlässigkeit des Bodens. Das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) hat Karten zur regionalen Verteilung von Radon im Boden erstellt. Aussagen zu Einzelgebäuden oder Baugrundstücken sind aus den Prognosekarten niemals ableitbar. Medien zum Thema Broschüren und Video downloaden : zum Download: Radon - ein kaum wahrgenommenes Risiko (PDF, Datei ist barrierefrei⁄barrierearm) … PDF 3 MB Broschüre Radon - ein kaum wahrgenommenes Risiko downloaden : zum Download: Radon in Innenräumen (PDF, Datei ist barrierefrei⁄barrierearm) … PDF 853 KB Broschüre Radon in Innenräumen Video Radon Zu viel Radon im Haus kann Lungenkrebs verursachen. Aber woher weiß ich, ob ich betroffen bin? Wie kann ich es messen? Was kann ich gegen zu viel Radon tun? mehr anzeigen Stand: 04.12.2024 Ionisierende Strahlung Häufige Fragen Was ist Radon? Wie breitet sich Radon aus und wie gelangt es in Häuser? Welche Radon-Konzentrationen treten in Häusern auf? Alle Fragen

Umweltminister Krischer: Müssen uns in Klimakrise besser gegenüber Extremwetter und Hochwasser stärken

Durch die Klimakrise werden Extremwetter-Ereignisse häufiger und intensiver. Die großräumigen Winter-Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und jetzt die schweren Hochwasser im Süden und Südwesten Deutschlands haben erneut gezeigt, wie wichtig funktionierende Schutzanlagen im Gelände und moderne Hochwasserüberwachungs- und Informationssysteme sind. „Extremwetter und Hochwasser werden unser Land durch die Menschen verursachte Klimakrise künftig noch häufiger und intensiver treffen – daher ist es existenziell, dass wir uns gegenüber solchen Katastrophen weiter stärken. An vielen Gewässerpegeln wurden in den vergangenen Jahren historische Höchstwerte überschritten – wir müssen uns darauf einstellen, dass das Extreme das neue Normal wird“, sagte Umweltminister Oliver Krischer zum Auftakt seiner diesjährigen #Thementour2024. „Dazu müssen wir Hochwasserschutzanlagen auf den aktuellen Stand der Technik halten und mit natürlichen Aue-Lebensräumen und Wasserspeichern kombinieren. Zudem sind funktionierende Mess- und Informationssystem essentiell, um die Bevölkerung möglichst frühzeitig auf Gefahren hinweisen zu können.“ Leitschnur für Nordrhein-Westfalen ist der 10-Punkte-Plan des Umweltministeriums zur Stärkung des Hochwasserschutzes im Klimawandel. Laut Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NordrheinWestfalen (LANUV) hinterlässt der Klimawandel in Nordrhein-Westfalen deutliche Spuren: „In den letzten Jahren haben wir mehrere Dürrejahre mit gleichzeitigen katastrophalen Starkregenereignissen zum Beispiel im Jahr 2021 erlebt. Unsere Daten zu den Folgen des Klimawandels unterstreichen die Tendenz, dass Wetterextreme häufiger und intensiver werden. Das Jahr 2023 war in Nordrhein-Westfalen das nasseste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Es fielen in der Summe rund 1.204 Liter pro Quadratmeter Niederschlag. Das sind im Vergleich zum langjährigen Mittel 42 Prozent mehr“, so Elke Reichert, Präsidentin des LANUV. Um rechtzeitig auf drohendes Hochwasser reagieren zu können, sind Informationen über die aktuellen Wasserstände und deren Entwicklung von entscheidender Wichtigkeit. Im Auftrag des Umweltministeriums erweitert das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) daher derzeit das vorhandene Pegelnetz. Insgesamt stehen im Land bislang 103 Messpegel des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) für Hochwasserinformationsmeldungen zur Verfügung. Dieses Netz soll um 25 neue Pegelstandorte erweitert werden. Um sich über die Fortschritte zu informieren, besucht Minister Krischer im Rahmen der Thementour das Pegelbauwerk Oestinghausen an der Ahse, der als erster neuer Hochwassermeldepegel durch das LANUV in Betrieb genommen wurde. „Der neue Pegel wurde mit modernster Mess- und Datenübertragungstechnik ausgestattet. Dabei stand neben der Messgenauigkeit vor allem die Ausfallsicherheit im Vordergrund. Auch bei Ausfall der Solarversorgung kann der Pegel noch über 14 Tage mit seiner unabhängigen Stromversorgung in vollem Umfang weiter betrieben werden, seine Daten übermitteln und die Überschreitung von Hochwassermeldewerten melden. Der neue Hochwassermeldepegel wird zukünftig gemeinsam mit den Pegeln Westtünnen an der Ahse und Süddinker am Salzbach die Vorhersage für die Ortschaften an der Ahse sowie die Stadt Hamm verbessern und die Vorwarnzeiten verlängern“, erläuterte der Fachbereichsleiter Hydrologie, Roland Funke vom LANUV NRW. Ein weiterer zentraler Baustein ist die Prüfung und Verbesserung der Funktionalität der Hochwasserschutzanlagen. Insgesamt gibt es in Nordrhein-Westfalen über 500 Kilometer Hochwasserschutzanlagen an den größeren Flüssen des Landes. Auf Veranlassung des Umweltministeriums wird zurzeit eine aktuelle Erhebung zum Sanierungserfordernis dieser Hochwasserschutzanlagen durchgeführt. In Zusammenarbeit mit den Bezirksregierungen wurde ein landesweites Kataster für Hochwasserschutzanlagen (Deichkataster) aufgebaut, in dem die Lage, die Eigenschaften und der Zustand der Hochwasserschutzanlagen in Nordrhein-Westfalen systematisch erfasst werden. Auf dieser Basis soll im darauf aufbauenden Schritt ein Priorisierungskonzept erarbeitet werden, in dem die Maßnahmen an den sanierungsbedürftigen Hochwasserschutzanlagen entsprechend eines risikobasierten Vorgehens bewertet werden. Nach vorläufiger Auswertung der Daten besteht etwa bei der Hälfte der Hochwasserschutzanlagen an den größeren Flüssen des Landes Handlungsbedarf. Zum Ausbau und zur Modernisierung stellt das Land umfangreiche Mittel zur Unterstützung der Hochwasserschutzpflichtigen (Kommunen, Deichverbände) bereit. Betrugen die Fördermittel zur Unterstützung der Hochwasserschutzpflichtigen im Jahr 2015 noch rund 30 Millionen Euro, wurden diese entsprechend der Mittelbedarfe der Hochwasserschutzpflichtigen in den Jahren 2023 und 2024 auf jeweils über 80 Millionen Euro erhöht. Der Fördersatz beträgt dabei bis zu 80 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Ein Beispiel ist die Deichsanierung Wallach des Deichverbandes Duisburg-Xanten in Rheinberg, die Minister Krischer ebenfalls im Rahmen der Thementour besichtigt. Diese umfasst eine Länge von über 4,6 Kilometer und ist unterteilt in zwei Bauabschnitte. Die Sanierungsmaßnahme schließt die Lücke zwischen den bereits sanierten Deichen „Orsoy-Land“ im Süden und „Wesel-Büderich“ im Norden. Da das Gebiet unter Senkungseinfluss des Salzbergbaus liegt, werden zusätzlich rund zwei Meter Vorsorgehöhen zur Kompensation der voraussichtlich eintretenden Bergsenkungen eingeplant. Neben Deichen und technischen Bauwerken haben natürliche Auen und Wasserspeicher eine wichtige Funktion für den Hochwasserschutz. Wie diese optimiert werden können, besichtigt Minister Krischer im Rahmen der Thementour an der Emscher in Oberhausen. Dort möchte die Emschergenossenschaft wieder einen natürlichen Lauf der Emscher und die Entwicklung von Auen-Lebensräumen ermöglichen. Hierzu ist eine Deichrückverlegung geplant, die Raum für Fluss und Natur schafft. Mehr als eine Millionen Kubikmeter Wasser soll das etwa 40 Hektar große Areal künftig fassen können. Wichtige natürliche Wasserspeicher sind Moore. Kürzlich haben Umweltministerium und LANUV ein Naturschutz-Fachkonzept zur Wiederherstellung von Mooren in Nordrhein-Westfalen erstellt. Hierzu wird in Kürze eine eigene Thementour von Minister Krischer stattfinden. Um die breite Öffentlichkeit schneller und besser über Hochwassergefahren zu informieren, hat das LANUV das Hochwasserportal.NRW entwickelt. Es informiert unter anderem über die Online-Messdaten der Hochwassermeldepegel, der gewässerkundlichen Pegel und der Niederschlagsmessstellen des LANUV. Darüber hinaus können beispielsweise Hochwassergefahrenkarten mit der Darstellung möglicher Überflutungen angezeigt werden. Bei bevorstehenden und aktuellen Hochwasserlagen in Nordrhein-Westfalen werden auf dem Hochwasserportal.NRW regelmäßig Lageberichte zur hydrologischen Bewertung der Wettersituation und der Entwicklung der Wasserstände in den Gewässereinzugsgebieten unseres Landes zur Verfügung gestellt. Über die App NINA werden in Nordrhein-Westfalen bei drohendem oder eingetretenem Hochwasser regionsbezogene Hochwasserinformationen für 17 Flusseinzugsgebiete bereitgestellt. Damit werden die Bürgerinnen und Bürger aktiv über vorliegende Hochwasserinformationen benachrichtigt. Alle Smartphones, welche die App installiert und entsprechend eingestellt haben, erhalten eine Benachrichtigung, wenn im entsprechenden Gebiet Hochwasserinformationen des LANUV im Hydrologischen Lagebericht bereitgestellt werden. Dazu müssen Nutzerinnen und Nutzer wahlweise den aktuellen Standort abonniert haben und sich im betroffenen Einzugsgebiet befinden, oder sie werden über die Hochwassergefahr an einem unter „Meine Orte“ abonnierten Ort informiert, wenn dieser im betroffenen Einzugsgebiet liegt. Wichtig ist dabei, dass in den Einstellungen von NINA unter Hochwasserwarnungen die Einstellung „Benachrichtigungen erhalten“ aktiviert wird. Die Informationen des LANUV dienen auch den zuständigen Kreisen und Gemeinden für die Warnung der Bevölkerung. Eine Fotogalerie zur #Thementour2024 werden wir fortlaufend unter folgendem Link aktualisieren: https://www.umwelt.nrw.de/bildergalerie/thementour-2024 https://www.umweltportal.nrw.de/abo-service zurück

Errichtung einer Drainage in Gelsenkirchen-Beckhausen (Dauerhafte Grundwasserhaltung) (neg. UVP VP)

Die Abwassergesellschaft Gelsenkirchen (AGG) beabsichtigt die Entflechtung des Hahnenbachs III in Gelsenkirchen-Beckhausen. Das Vorhaben soll im Zuge der für das Jahr 2023 vorgesehenen Straßenbaumaßnahmen in der Otto-Hue-Straße durchgeführt werden. Der Planbereich liegt innerhalb eines Bergsenkungsgebiets, wobei im Westen des Gebiets (Siedlung Rosenhügel) Senkungen von 3 bis 6 Metern und im Osten (Horster Str. bis Biotopfläche Hahnenbach III) Senkungen von 7 bis 18 Metern vorliegen. Durch die ungleichmäßige Senkung der Erdoberfläche ist die Durchgängigkeit des damaligen Hahnenbachs verloren gegangen und die Vernässungsfläche des Hahnenbachs III nördlich der Albert-Schweitzer-Schule entstanden. Aufgrund dieser Bergsenkungen wird der nur ca. 350 Meter lange Oberlauf des Hahnenbachs (Hahnenbach III in Gelsenkirchen-Beckhausen) aktuell in das städtische Kanalnetz abgeleitet. Die AGG Gelsenkirchen plant die Sanierung bzw. den Neubau der städtischen Mischwasserkanäle sowie die Entflechtung des Hahnenbachs III auf Gelsenkirchener Stadtgebiet zum offenen Hahnenbach auf Gladbecker Stadtgebiet. Durch die Sanierung der Kanalisation ist ein Grundwasseranstieg wahrscheinlich, da die drainierende Wirkung der zurzeit noch undichten Kanäle entfällt. Um den Grundwasserflurabstand auf einem für Gebäude unschädlichen Niveau zu halten und das Grundwasser schadlos abzuleiten, ist neben dem Neubau bzw. der Sanierung der Mischwasserkanalisation der Bau von Ersatzsystemen zur Grundwasserbewirtschaftung erforderlich. Insgesamt sind sechs Drainagestränge auf dem Stadtgebiet von Gelsenkirchen in Planung, wovon die Drainagestränge 2 und 6 im Rahmen der Umsetzung der Entflechtungsmaßnahmen des Hahnenbaches umgesetzt werden. Die Gesamtlänge des Drainagesystems beträgt ca. 1.210 Meter. Insgesamt beträgt die mittlere Grundwasserentnahme aller Drainagen 111.200 m³/a. Aus den vorgelegten Unterlagen ergibt sich nach überschlägiger Prüfung, dass durch die Grundwasserentnahme keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten sind. Die wesentlichen Gründe für diese Entscheidung waren, dass die Auswirkungen nicht als erheblich einzustufen sind. Insbesondere werden Schäden für die Allgemeinheit vermieden, da die Gebäudeschäden durch die Grundwasserbewirtschaftung ausgeschlossen werden können. Das angrenzende Biotop liegt in einer Distanz von 80 Metern und wird nicht beeinträchtigt. Nach § 7 Abs. 1 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) ist für das Entnehmen, Zutagefördern oder Zutageleiten von Grundwasser mit einem jährlichen Volumen an Wasser von 100.000 m3 bis weniger als 10 Mio. m3, wenn durch die Gewässerbenutzung erhebliche nachteilige Auswirkungen auf grundwasserabhängige Ökosysteme zu erwarten sind, in Verbindung mit Nr. 13.3.2 der Anlage 1 UVPG eine allgemeine Vorprüfung des Einzelfalls durchzuführen. Diese allgemeine Vorprüfung des Einzelfalls hat ergeben, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung entbehrlich ist, da keine erheblich nachteiligen Umweltauswirkungen festgestellt wurden. Weiterführende Untersuchungen sind nicht notwendig. Ich weise darauf hin, dass diese Feststellung nach § 5 Abs. 3 UVPG nicht selbständig anfechtbar ist. Die gemäß § 5 Abs.2 UVPG erforderliche Information der Öffentlichkeit erfolgt mit dieser Bekanntmachung.

Umverlegung Ferngasleitung 060, Abschnitt Neugattersleben – Ritzgerode (Ontras Gastransport GmbH)

Die ONTRAS Gastransport GmbH betreibt die Ferngasleitung (FGL) 060, Neugattersleben – Ritzgerode, DN 500, DP 25. Diese verbindet den Netzknotenpunkt (NKP) Neugattersleben mit der Region Aschersleben und versorgt weiter die Vorharzregion. Aufgrund des ausgewiesenen Bergbausenkungsgebietes, des Landesamtes für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt, wird der Neubau bzw. die Umverlegung der FGL 060 im Bereich des Wilslebener See erforderlich. Im Rahmen des geplanten Vorhabens wird die Leitung über eine neue Trasse auf einer Länge von ca. 1,3 km umverlegt und der von der Bergsenkung betroffene Bereich stillgelegt.

Einwirkungsbereiche

Bei einem Einwirkungsbereich handelt es sich um ein Gebiet an der Tagesoberfläche, in dem es durch bergbauliche Maßnahmen theoretisch zu Bergschäden kommen kann. Ein typisches Beispiel sind mögliche Senkungen. Näheres zum Einwirkungsbereich ist in § 120 des Bundesberggesetzes (BBergG) aufgeführt und wird durch die Bergverordnung über Einwirkungsbereiche (Einwirkungsbereichs-Bergverordnung - EinwirkungsBergV) geregelt. Sie gilt für alle untertägigen Bergbaubetriebe, für Bergbaubetriebe mit Hilfe von Bohrungen und für Untergrundspeicher mit Ausnahme von Porenspeichern.

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Pressemitteilung Direktor Magdeburg, 27.Juli 2021 Neubau Ohredeich Ortslage Loitsche Information zum Baubeginn Am 21.07.2021 hat der Landesbetriebs für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft den Auftrag für den Bauvertrag HWSB Ortslage Loitsche erteilt. Im Ergebnis eines europaweiten Vergabeverfahrens ist die Firma Bickhardt Bau AG NL Sangerhausen der Auftragnehmer. Die Bauausführung beginnt im August 2021. Bei den Hochwasserereignissen im August 2002 und insbesondere im Juni 2013 entstanden in Loitsche trotz des massiven Einsatzes von Hilfskräften erhebliche Schäden im öffentlichen und privaten Bereich. Mit dem Deichneubau wird der Hochwasserschutz für die Ortschaft Loitsche eine wesentliche Verbesserung erfahren. Kurzbeschreibung der Maßnahme Der neu anzulegende Deichabschnitt für die Ohre liegt südlich der Ortslage Loitsche und weist zukünftig eine Gesamtlänge von rund 1,4 km auf. Der Ohredeich liegt im Rückstaubereich der Elbe und ist daher auf das Bemessungshochwasser HQ100 der Elbe plus Freibord ausgelegt. Da der Deich im Untertageabbaugebiet liegt und es zu einer Senkung kommen kann, wurde bei der Bemessung ein zusätzlicher Freibord von 0,30 m berücksichtigt, so dass der erhöhte Freibord insgesamt 1,30 m beträgt. Der Deichneubau erfolgt als 3-Zonendeich. Die Böschungen werden mit einer Neigung von 1:2,5 ausgeführt. Die Deichkrone wird mit einen 3,00 m breiten asphaltierten kombinierten Deichverteidigungs- und kontrollweg und einer Gesamtbreite von 5,00 m hergestellt. Der neue Deich quert zweimal den Seegraben. Für diese Querungen werden jeweils Sielbauwerke angeordnet. Das stromab gelegene Sielbauwerk erhält eine Vorrichtung für ein mobiles Schöpfwerk, um bei einem gleichzeitigen Starkregenereignis während einer Hochwasserlage die neu eingedeichten Flächen zu entlasten. Während der Bauzeit der Sielbauwerke wird der Seegraben örtlich mittels Verrohrung umgeleitet. Insgesamt werden für die drei querenden Straßen entsprechende Überfahrten hergestellt. Für die Überfahrt der K 1170 ist eine Anpassung der Straße von ca. 130 m erforderlich, ebenso für die Heinrichsberger Straße mit einer Rampenlänge von ca. 110 m. Außerdem wird an der Triftstraße im Bereich des ankommenden Deiches ein höhenmäßiger Angleich vorgenommen. Es ist geplant die Baumaßnahme innerhalb eines Bauvertrags in mehrere Bauabschnitte zu unterteilen. Um den Baufortschritt zu fördern, wird parallel an zwei Abschnitten mit den Bau des Deichkörpers begonnen. In dieser Phase ist kaum mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen. Während der Anpassungen der querenden Straßen sind Verkehrseinschränkungen dagegen nicht zu vermeiden. Für die Kreisstraße K1170 wird für den Durchgangsverkehr eine Umleitungsstrecke von ca. 22 km erforderlich, da die Nutzung der Heinrichsberger Straße aufgrund der baulichen Enge nur durch Individualverkehr der Anlieger und Bus/ Schulbusverkehr erfolgen kann. Die Umleitung erfolgt ab L44 Loitsche – L44 Zielitz – Farsleben – K1171A – Wolmirstedt – K1171 – Glindenberg – K1170 Heinrichsberg und umgekehrt. Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt, Otto-von-Guericke-Str. 5, 39104 Magdeburg, Tel. 0391 581-0 Seite 1 von 2 Direktor Die Umverlegung der Gastransportleitung DN 300 und der Trinkwasserleitung DN 150 ca. bei Deich-km 0+500 sind im unterirdischen Rohrvortrieb als bauliche Vorleistung bereits abgeschlossen. Insgesamt werden mit der Maßnahme rund 5,6 Mio. € in die Verbesserung des Hochwasserschutzes in Sachsen-Anhalt investiert. Diese Investitionen werden von der EU über den europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), dem Land Sachsen-Anhalt und infolge der Anpassung an die Bergsenkungen durch die K+S Minerals and Agriculture GmbH getragen. Lageplan mit neuer Deichtrasse (rot) Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt, Otto-von-Guericke-Str. 5, 39104 Magdeburg, Tel. 0391 581-0 Seite 2 von 2

LHW

Pressemitteilung Direktor Magdeburg, 07. Juli 2021 AB Elbdeich links Heinrichsberg km 7,8-10,6 Information zum Abschluss der Bauausführung Mit der bauvertraglichen Abnahme am 01.07.2021 durch den Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt wurden die Bauarbeiten am Elbdeich links Heinrichsberg km 7,8-10,6 erfolgreich und termingerecht abgeschlossen. Das Projekt ist seit 2010 fester Bestandteil der Hochwasserschutzkonzeption des Landes Sachsen-Anhalt. Erreichte Projektziele Das Projekt umfasst die DIN-gerechte Sanierung des linken Elbehauptdeiches auf der vorhandenen Trasse beginnend am nördlichen Rand der Ortschaft Heinrichsberg bis hin zur Einmündung der Ohre in die Elbe (Deich-km 7,8-10,6). Durch Verbesserung der Standsicherheit, der Beseitigung von Defizithöhen sowie von inneren und äußeren Substanzschäden des Deiches und der Verbesserung der Deichverteidigung im Hochwasserfall dient die Maßnahme vorrangig dem Hochwasserschutz der Kommunen Wolmirstedt OT Glindenberg, Heinrichsberg und Siedlung Schiffhebewerk Rothensee. Kurzbeschreibung der ausgeführten Leistungen Seit dem Baubeginn im September 2019 wurden folgende Hauptleistungen erbracht: Deich/Erdbau: - Stützkörper (Sand/Kies): ca. 61.000 m³ - Materialumlagerung (Aus- und Einbau von Oberboden und Boden): ca. 32.000 m³ - bindiger Boden auf der Wasserseite: ca. 4.200 m³ Wegebau: - Frostschutz- und Schottertragschicht: ca. 22.700 m² bzw. 12.300 m³ - Asphalt (Deichkrone und Berme): ca. 21.000 m² Auf einer Länge von 2,8 km wurde der bestehende Deich um 0,80 m bis 1,10 m erhöht, wobei hier aufgrund der Lage in einem Bergsenkungsgebiet eine prognostizierte Geländesenkung von 0,3 m bis 2064 mit berücksichtigt wurde. Des Weiteren erfolgte eine Abflachung der landseitigen Böschung auf eine Neigung von 1:3. Die Deicherhöhung erfolgte durch den Einbau von bindigen Boden auf der Wasserseite und landseitiger Anschüttung eines sandig-kiesigen Stützkörpers inklusive einer Berme. In Asphaltbauweise wurden auf der Krone ein Deichkontrollweg und auf der Berme ein kombinierter Deichverteidigungs-/Wirtschaftsweg angelegt. Im Rahmen der Maßnahme erfolgte ebenfalls ein vollständiges Abgraben des Deiches im Bereich einer zu ertüchtigenden Leitungskreuzung eines Steuerkabels mit sofortigem Wiederaufbau nach Anpassung an den technischen Standard im Hochwasserschutz. Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt, Otto-von-Guericke-Str. 5, 39104 Magdeburg, Tel. 0391 581-0 Seite 1 von 2 Direktor Durch die Sanierung bietet der Deich nun Schutz für die im Hinterland gelegenen Kommunen sowie für ca. 2.000 ha landwirtschaftlich genutzter Fläche vor einem Hochwasserereignis, wie es statistisch nur alle einhundert Jahre vorkommt. Zentrale Ausgleichmaßnahme für die Baumaßnahme ist der Ökopool „Stiftswerder in der Ohreaue“. Die Leistungen wurden durch den Auftragnehmer STRABAG Großprojekte GmbH, Direktion Großprojekte Süd-Ost, Bereich Mitte aus Markranstädt qualitäts- und termingerecht erbracht. Die Gesamtinvestition in die Verbesserung des Hochwasserschutzes in Höhe von rund 5,2 Mio. € werden von der EU über den europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), dem Land Sachsen-Anhalt und infolge der Anpassung an die Bergsenkungen durch die K+S Minerals and Agriculture GmbH getragen. Abbildung 2 - Einbau Stützkörper (02/2020) Abbildung 1 - Lageplan Abbildung 3 - Einbau Asphaltdeckschicht im Deichkontrollweg (04/2021) Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt, Otto-von-Guericke-Str. 5, 39104 Magdeburg, Tel. 0391 581-0 Seite 2 von 2

Ersatzneubau der Brücke über den nördlichen Mühlenbach und Anschluss des von Kassau kommenden Radwegs an das Bauwerk im Zuge der L 263 in Jiggel, Bergen an der Dumme

Die Brücke über den nördlichen Mühlenbach in Jiggel, Bergen an der Dumme, im Zuge der L263 weist erhebliche Schäden an den tragenden Bauteilen auf. Die Brücke ist aufgrund der Schäden seit 2018 für den Verkehr über 16 t gesperrt und die Fahrbahn auf eine Fahrspur verengt. Ein Ersatzneubau der Brücke ist erforderlich. Im Zuge der Brückenbaumaßnahme wird ein ca. 95 m langer Weg westlich der L 263 als Verbindung zwischen dem Ersatzneubau der Brücke und dem von Kassau kommenden vorhandenen Radweg hergestellt. Die Länge der Baustrecke beträgt ca. 130 m.

Ecological safeguards for deep seabed mining

Interest in seabed mineral mining has renewed in recent years for various reasons and new offs-hore mining legislation is currently being developed for national and international waters. For this reason, agreement on the meaning of ‘effective protection of the marine environment from adverse effects arising from activities’ related to mining is needed. The International Seabed Authority (ISA) is mandated to manage access to and benefits from the seabed, subsoil and its mi-neral resources in the Area on behalf of mankind as a whole. This legal mandate comprises the development of rules, regulations and procedures for mining-related activities in the Area, which must prevent, reduce and control harm to the marine environment and ensure that such harm does not breach the standard of ‘effective protection’. Veröffentlicht in Texte | 113/2019.

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