Seit den 1930er-Jahren wurde im Raum Duisburg/Wesel der Steinkohlenbergbau auch unter dem Rheinstrom und seinen Vorländern betrieben. In Duisburg befindet sich das Bergwerk Walsum, dessen regelmäßiger Förderbetrieb im Jahr 1936 aufgenommen wurde. Die maximale Jahresförderung von ca. 3,4 Mio. t Steinkohle erbrachte die Zeche mit knapp 4.600 Beschäftigten im Jahr 1984. Als Folge des Untertagebaus traten im Bereich Walsum (Rhein-km 793 bis 798) Geländesenkungen von bis zu 9 m auf, die durch eine Anpassung der Bauwerke und durch Sohlaufhöhungen im Hauptstrom kompensiert wurden. Im Bereich der Rheinaue ist nun allerdings eine Ausuferung bereits ab mittleren Abflüssen zu beobachten. Diese lokalen Veränderungen der Abflussdynamik und des Sedimenttransportvermögens bergen die Gefahr von Anlandungen im Hauptstrom, welche die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs negativ beeinflussen können. Die Auswertung aktueller Peildaten lässt Anlandungstendenzen im Streckenbereich zwischen Walsum und Stapp erkennen. Mitte 2008 wurde, entgegen der ursprünglichen Planung, der Bergbau im Grubenfeld Walsum eingestellt und die Zeche stillgelegt. Der Beschluss zur Stilllegung war für die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) Anlass, Prognosen zur Stabilität der Stromsohle in dem betroffenen Rheinabschnitt zu erstellen und erforderlichenfalls geeignete Maßnahmen einzuleiten. Bereits Mitte der 1970er-Jahre hatte die WSV begonnen, die bergsenkungsbedingten Massenverluste der Stromsohle durch die Verklappung von Waschbergematerial zu kompensieren. Insgesamt wurden 13,8 Mio. t dieses Nebenprodukts der Steinkohlengewinnung im Zeitraum von 1976 bis 2008 im Stromabschnitt zwischen Rhein-km 793 und 808 eingebaut. In einigen Bereichen des Streckenabschnitts beträgt die Mächtigkeit dieser Waschbergeschichten mehrere Meter. Laboruntersuchungen belegen, dass Waschbergematerial andere Materialeigenschaften aufweist und sich in seinem Verwitterungsverhalten von natürlichem Rheinkies unterscheidet. Mobilisiertes Waschbergematerial unterliegt auf der Gewässersohle Zerfallsprozessen, mit der Tendenz, relativ schnell zwischen den deutlich härteren Kiesfraktionen zerrieben, in Suspension überführt und schließlich aus der Strecke ausgetragen zu werden. Die Untersuchungen der BAW konzentrierten sich in einem ersten Schritt auf die Ermittlung der durch die Bergsenkungen verursachten Auswirkungen auf die Morphologie der Stromsohle im Bereich von Duisburg bis Wesel. Dabei kam ein zweidimensionales Feststofftransportmodell (2D-FTM) zum Einsatz. Für diese hydromorphologischen Betrachtungen war im Vorfeld der Aufbau eines historischen Geländemodells erforderlich, welches den Vorlandzustand des Untersuchungsgebiets vor Beginn der Bergbautätigkeiten erfasst. Dieses Geländemodell wurde mit Hilfe topografischer Karten der Preußischen Landesaufnahme aus dem Jahr 1892 erstellt.
Im Harz wurden ueber Jahrhunderte Blei-Zink-Erze abgebaut und aufbereitet, was zu einer lokal unterschiedlichen starken Schwermetallbelastung im Boden gefuehrt hat. Die Schwermetallbelastung des Bodens fuehrt zu einer Schwermetallbelastung der Pflanzendecke und den organischen Abfaellen. In dem Forschungsvorhaben wurden bislang im Landkreis Osterode am Harz flaechendeckend innerhalb der Siedlungsgebiete Boden- und Kompostproben auf ihren Schadstoffgehalt untersucht. Weiterhin wurden Schadstoffquellen und moegliche Schadstofftransfers eruiert. Die erfassten Daten wurden toxikologisch bewertet und bei der Ausarbeitung eines spezifischen Sammlungskonzeptes der organischen Abfaelle fuer den Landkreis Osterode am Harz beruecksichtigt. Die Umsetzung in ein spezifisches Verwertungskonzept steht noch aus.
Durch die Verarbeitung und Förderung von Kalisalzen sind in Thüringen große Abraum- und Rückstandshalden entstanden. Die aufgehaldeten Salze werden niederschlagsinduziert aufgelöst und gelangen in Grund- und Oberflächengewässer. Das hoch mineralisierte Infiltrationswasser breitet sich im Grundwasser als Salzfahne aus und kann in Quellen wieder zutage treten. Am Beispiel der Kalirückstandshalde Sollstedt wird die Ausbreitung der in den Untergrund eingebrachten Salzlösung untersucht. Ziel des Vorhabens ist der Erwerb von Kenntnissen über die regionalen geologischen und hydrogeologischen Verhältnisse einerseits. Andererseits im Sinne der Wasserwirtschaft, Untersuchungen der Wasserverhältnisse im Hinblick auf ihre Salinität und Wasserwegsamkeit. Im Abstromgebiet der Halde Sollstedt liegen mehrere Quellen, die stark mineralisiert sind. Die Halde Sollstedt sowie der von ihr ausgehende Salzeintrag in Oberflächen- und Grundwässer ist aufgrund der topographischen Situation und der geologischen Verhältnisse als möglicher Teilverursacher der hohen Mineralisation der Quellen einzustufen. Als weiterer möglicher Teilverursacher der Quellwasserbelastung wird eine ehemalige Hausmülldeponie, die sich im vermuteten Einzugsbereich der Quellen befindet untersucht. Geogene Ursachen, wie bisher nicht bekannte, natürliche Salzvorkommen im Untergrund sind als Weitere Ursachen der hohen Quellwassermineralisation nicht auszuschließen.
Das hier vorgeschlagene Forschungsvorhaben setzt sich zum Ziel, die Gründung von WEA auf rekultivierten Flächen von Tagebaukippen deutlich früher als bisher zu ermöglichen. Die RWE steht mit Ihrem tagebauspezifischen Fachwissen und Knowhow bei der Planung und Ausführung der geotechnischen Erkundung zur Seite. Neben der Koordination der Erkundung beteiligt sich die RWE bei der Auswertung und Interpretation der Erkundungsergebnisse, die die Basis für das Bodenmodell in den numerischen Simulationen liefern. Die Aufgaben der RWE umfassen hauptsächlich die vor Ort Betreuung externer sowie interner Arbeitsvorgänge für das geplante Versuchsfeld im Tagebau Inden, sowie die damit einhergehende genehmigungstechnische Betreuung der Bergbehörde. Die messtechnische Datenerfassung wird seitens der Hauptabteilung Markscheidewesen & Bergschäden koordiniert und ausgeführt. Darüber hinaus stehen die gebirgsmechanischen Experten der RWE den Forschungspartnern bei tagebauspezifischen Fragestellungen zur Seite.
Aktueller Begriff des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages. 2 Seiten. Auszug der ersten drei Seiten: Wissenschaftliche Dienste Aktueller Begriff Fracking Der Begriff „Fracking“, eine Kurzform der Bezeichnung „Hydraulic Fracturing”, kennzeichnet ein Verfahren zur Erschließung unterirdischer Lagerstätten durch hydraulisches Aufbrechen des Lagerstättengesteins. Es gelangt über Tiefbohrungen zur Anwendung und wird zur Gewinnung von Erdgas, Erdöl und Erdwärme eingesetzt. Fracking zielt darauf ab, die Durchlässigkeit des Ge- steins einer Lagerstätte zu erhöhen, um diese überhaupt oder produktiver nutzen zu können. Hierzu wird unter hohem Druck eine Flüssigkeit, das Frac-Fluid, zur kontrollierten Erzeugung von Gesteinsrissen in das Lagerstättengestein gepresst. Sie besteht im Wesentlichen aus Wasser, dem je nach Einsatzbereich Stützmittel (Quarzsand oder Keramikpartikel) und chemische Addi- tive beigefügt werden. Die Stützmittel dienen der Offenhaltung der Gesteinsrisse, die chemischen Additive u. a. dem Schutz der Bohranlagen und der Erleichterung der Rissbildung. Die genaue Zusammensetzung des Frac-Fluids ist von den Verhältnissen in der Lagerstätte abhängig. Bei der Erschließung von Erdwärme wird in der Regel lediglich Wasser in das Gestein injiziert. Das Bohrloch kann eine Tiefe (Teufe) von mehreren tausend Metern erreichen. Seine Verrohrung ist teleskopartig aufgebaut und besteht aus sich nach unten verjüngenden einzementierten Stahl- rohrabschnitten (Rohrtouren). Die innere, bis in die Lagerstätte vorgetriebene Rohrtour wird an vorgeplanten Stellen perforiert, um das Frac-Fluid in das Lagerstättengestein pressen zu können. Heute kommen verstärkt Richtbohrsysteme zum Einsatz, bei denen eine zunächst vertikale Tief- bohrung in der Zielformation horizontal oder nahezu horizontal abgelenkt wird. Hierdurch kann die Produktionsfläche in der Lagerstätte deutlich erhöht werden. In der Produktionsphase gelangt u. U. Lagerstättenwasser über die Förderrohrtour an die Erdoberfläche; dieses kann durch Salze und andere Stoffe natürlichen (geogenen) Ursprungs stark belastet sein. Häufig wird begrifflich zwischen konventionellem und unkonventionellem Fracking unterschie- den. Die beiden Varianten lassen sich u. a. anhand des Lagerstättengesteins voneinander abgren- zen. Konventionelles Fracking wird vor allem in Sandstein durchgeführt und kommt in Deutsch- land seit vielen Jahren auf der Grundlage des Berg- und Umweltrechts zum Einsatz. Unkonventionelles Fracking wird u. a. in Schiefer- und Tongestein angewandt. Anders als in den USA liegen hierzu in Deutschland bisher keine Erfahrungen vor. Nach abschließenden Beratungen des Deutschen Bundestages am 24. Juni 2016 und des Bundes- rates am 8. Juli 2016 ist der Rechtsrahmen für einen Einsatz der Fracking-Technologie in Deutschland durch zwei Gesetze und eine Verordnung neu geregelt worden. Hierbei handelt es sich um das Gesetz zur Änderung wasser- und naturschutzrechtlicher Vorschriften zur Untersa- gung und zur Risikominimierung bei den Verfahren der Fracking-Technologie vom 4. August 2016 (BGBl. I S. 1972), das am 11. Februar 2017 in Kraft tritt, das Gesetz zur Ausdehnung der Bergschadenshaftung auf den Bohrlochbergbau und Kavernen vom 4. August 2016 (BGBl. I S. Nr. 22/16 (14. September 2016) © 2016 Deutscher Bundestag Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages unterstützen die Mitglieder des Deutschen Bundestages bei ihrer mandatsbezogenen Tätigkeit. Ihre Arbeiten geben nicht die Auffassung des Deutschen Bundestages, eines sei- ner Organe oder der Bundestagsverwaltung wieder. Vielmehr liegen sie in der fachlichen Verantwortung der Verfasse- rinnen und Verfasser sowie der Fachbereichsleitung.[.. next page ..]Wissenschaftliche Dienste Aktueller Begriff Seite 2 Fracking 1962), das im August 2016 in Kraft getreten ist, sowie die Verordnung zur Einführung von Um- weltverträglichkeitsprüfungen und über bergbauliche Anforderungen beim Einsatz der Fracking- Technologie und Tiefbohrungen vom 4. August 2016 (BGBl. I S. 1957), die im August 2016 in Kraft getreten ist. Wesentliche Eckpunkte der Neuregelung sind: Fracking in Schiefer-, Ton-, Mergel- oder Kohleflözgestein zur Aufsuchung oder Gewinnung von Erdgas oder Erdöl (unkonventionelles Fracking) wird verboten. Mit Zustimmung der jeweiligen Landesregierung können jedoch Erlaubnisse für vier Erprobungsmaßnahmen erteilt werden, um die Auswirkungen des Frackings auf die Umwelt zu erforschen. Die Bundesregierung setzt eine unabhängige Expertenkommission ein, die die Erprobungsmaßnahmen wissenschaftlich beglei- tet, auswertet und zu ihren Ergebnissen sowie zum Stand der Technik regelmäßig zum 30. Juni eines Jahres (erstmals 2018) Berichte erstellt, die sie dem Deutschen Bundestag zuleitet und im Internet veröffentlicht. Auf der Grundlage des bis dahin vorliegenden Standes von Wissenschaft und Technik überprüft der Deutsche Bundestag im Jahr 2021 die Angemessenheit des Verbots. Konventionelles Fracking bleibt unter verschärften Bedingungen zulässig. Insofern kann in dich- tem Sandstein gespeichertes Erdgas (Tight Gas) weiterhin durch Fracking erschlossen werden. Allerdings sind sensible Gebiete hiervon ausgenommen; in bzw. unter ihnen sind das Fracking zur Aufsuchung oder Gewinnung von Erdgas, Erdöl oder Erdwärme sowie die untertägige Abla- gerung von Lagerstättenwasser verboten. Hierzu zählen: Wasserschutz- und Heilquellenschutzge- biete, Einzugsgebiete von Seen, Talsperren und Wasserentnahmestellen, die der öffentlichen Wasserversorgung dienen, Einzugsgebiete von Brunnen, Mineralwasservorkommen, Heilquellen und Stellen zur Entnahme von Wasser zur Herstellung von Lebensmitteln. Ähnliche Verbote gel- ten für Nationalparks und Naturschutzgebiete sowie eingeschränkt für Natura 2000 – Gebiete. Für die Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas und Erdöl durch Fracking sowie für die Entsor- gung oder Beseitigung des hierbei anfallenden Lagerstättenwassers wird die Pflicht zur Umwelt- verträglichkeitsprüfung (UVP-Pflicht) eingeführt. Frac-Fluide dürfen nur verwendet werden, wenn sie als nicht oder höchstens als schwach wassergefährdend eingestuft sind; ihr Rückfluss darf nicht untertägig eingebracht werden, sondern ist vorrangig wiederzuverwenden und ande- renfalls als Abfall zu entsorgen oder als Abwasser zu beseitigen. Lagerstättenwasser darf untertä- gig nur in druckabgesenkte kohlenwasserstoffhaltige Gesteinsformationen eingebracht werden; eine nachteilige Veränderung des Grundwassers darf hierdurch nicht zu besorgen sein. Anderen- falls ist es als Abfall zu entsorgen oder als Abwasser zu beseitigen. Die Bergschadensvermutung nach § 120 Absatz 1 BBergG wird auf den Bohrlochbergbau, unter den der Einsatz der Fracking-Technologie fällt, ausgedehnt. Demnach wird vermutet, dass ein Schaden, der bei einer bergbaulichen Tätigkeit mit Hilfe von Bohrungen entstanden ist und sei- ner Art nach ein Bergschaden sein kann, durch den Bergbaubetrieb verursacht worden ist. Quellen (zuletzt aufgerufen am 08. September 2016): - Deutscher Bundestag (2016). Amtliches Protokoll. 180. Sitzung des Deutschen Bundestages am Freitag, dem 24. Juni 2016. Link: http://www.bundestag.de/dokumente/protokolle/amtlicheprotokolle/2016/ap18180/433504 - Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (2016). Fracking. Link: http://www.bmwi.de/DE/Themen/Indus- trie/Rohstoffe-und-Ressourcen/fracking,did=653918.html - Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (2016). Fracking: Wissenswertes zur Technologie. Link: http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Energie/Fracking/fracking_node.html - acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (Hrsg.) (2015). Hydraulic Fracturing. Eine Technologie in der Diskussion. acatech Position. Juni 2015. Link: http://www.acatech.de/fileadmin/user_upload/Baumstruk- tur_nach_Website/Acatech/root/de/Publikationen/Stellungnahmen/acatech_Hydraulic_Fracturing_WEB.pdf Verfasser: RD Dr. Ulrich Bassier unter Mitarbeit von Rechtsreferendar Henrik Gildehaus – Fachbereich WD 5, Wirtschaft und Technologie, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Tourismus
Bei einem Einwirkungsbereich handelt es sich um ein Gebiet an der Tagesoberfläche, in dem es durch bergbauliche Maßnahmen theoretisch zu Bergschäden kommen kann. Ein typisches Beispiel sind mögliche Senkungen. Näheres zum Einwirkungsbereich ist in § 120 des Bundesberggesetzes (BBergG) aufgeführt und wird durch die Bergverordnung über Einwirkungsbereiche (Einwirkungsbereichs-Bergverordnung - EinwirkungsBergV) geregelt. Sie gilt für alle untertägigen Bergbaubetriebe, für Bergbaubetriebe mit Hilfe von Bohrungen und für Untergrundspeicher mit Ausnahme von Porenspeichern.
Bei einem Einwirkungsbereich handelt es sich um ein Gebiet an der Tagesoberfläche, in dem es durch bergbauliche Maßnahmen theoretisch zu Bergschäden kommen kann. Ein typisches Beispiel sind mögliche Senkungen. Näheres zum Einwirkungsbereich ist in § 120 des Bundesberggesetzes (BBergG) aufgeführt und wird durch die Bergverordnung über Einwirkungsbereiche (Einwirkungsbereichs-Bergverordnung - EinwirkungsBergV) geregelt. Sie gilt für alle untertägigen Bergbaubetriebe, für Bergbaubetriebe mit Hilfe von Bohrungen und für Untergrundspeicher mit Ausnahme von Porenspeichern.
Zielstellung des Projektes: Die geochemische Untersuchung von Radionukliden und Bleiisotopen im Einzugsgebiet der Elbe sollten Informationen ueber die Belastung der Elbe mit Radionukliden und Schwermetallen im Zusammenhang mit dem Uranerzbergbau geben. Vom geochemischen Verteilungsmuster und den Daten der Bleiisotopenverhaeltnisse und Radionuklide sollten Informationen ueber die Herkunft und Genese der moeglichen Belastungen abgeleitet werden. Die Untersuchungen wurden auch auf den tschechischen Raum (Einzugsbereich der Elbe und Ploucnice) ausgedehnt, um die Auswirkungen des Uranbergbaugebietes Hamr/Straz pod Ralskem feststellen zu koennen. Ein weiteres Ziel der Studie war es, den geologischen Untergrund, Folgen des Uranerzbergbaus und anthropogene Einfluesse auf die Bleibelastung anhand der Bleiisotope und weiterer geochemischer Parameter (Haupt- und Spurenelemente) zu unterscheiden. Die Studie war in zwei Untersuchungsgebiete unterteilt, die aufeinanderfolgend bearbeitet wurden. Kurzdarstellung der Ergebnisse: Aus den Forschungsergebnissen laesst sich eine Beurteilung des aktuellen Zustandes der Elbe und ihres Nebenflusses, der Ploucnice, im Hinblick auf eine Belastung mit anorganischen Schadstoffen aus der Gruppe der Radionuklide und Schwermetalle ableiten. Diese Ergebnisse basieren auf den am Lehrstuhl fuer Geochemie der Universitaet Tuebingen und dessen Unterauftragnehmer dem VKTA Rossendorf e.V. gewonnenen Daten, welche die Situation an 70 Probenahmepunkten im Untersuchungsgebiet widerspiegeln. Wesentlicher Inhalt der Arbeit war: - Untersuchung der regionalen Verteilung von Radionukliden im Gebiet der Elbe, - Differenzierung von Kontaminationsquellen anhand der Bleiisotope, - Untersuchung der regionalen Verteilung von Schwermetallen. Es wurden folgende Sachverhalte nachgewiesen: - Im Untersuchungsgebiet existieren zwei wesentliche Kontaminationsquellen von Radionukliden, welche sich sowohl in Bezug zu den geochemischen Hindergrundwerten, als auch in Bezug zu den Richtlinien der SSK von der Umgebung abheben. Auf tschechischem Gebiet ist die Ploucnice in ihrer gesamten Laenge mit Nukliden der natuerlichen Zerfallsreihe durch den Bergbau von Straz pod Ralskem stark belastet. Auf deutschem Gebiet ist die Umgebung der Pehnamuendung lokal durch den Einleiter der Koenigsteiner Grubenwaesser uebermaessig belastet. - Die Radionuklidquellen konnten mit Hilfe der Bleiisotope differenziert und geochemisch von den Sedimenten der Elbe unterschieden werden. - Die Nuklidkonzentrationen in den Sedimenten der Elbe koennen im Vergleich zu den SSK-Richtwerten im wesentlichen als nicht relevant bezeichnet werden. Eine Gefaehrdung des Menschen im Bereich der Elbe besteht nicht. - Die Schwermetallkonzentrationen liegen in dem zu erwartenden anthropogen verursachten Bereich. Durch den Uranbergbau findet keine weitere nennenswerte Verschmutzung der Elbsedimente statt.
Neben geologischen, bergmaennischen, Luftbild- und geophysikalischen Informationen sollen erstmals in so umfassendem Masse Schadensanalysen durchgefuehrt und die Ergebnisse (va von Rohrnetzschaeden) zum Aufbau eines geologischen (strukturellen) Modells (va fuer die geohydraulische Modellierung und Schadstofftransportsimulation) in einem urbanen Bergschadensgebiet (ehem Steinkohlerevier Zwickau) und Altlastenmodellstandort recherchiert, computerkartographisch verarbeitet und interpretiert werden. Hypothese: Linear im Stadtgebiet angeordnete Rohrnetzschaeden, deren eindeutige Ursache nicht frostbedingte Senkungs- bzw Hebungsbewegungen sind, deuten vermutlich auf Bergsenkungen bzw Aktuell-Hebungen ueber dem ehem Steinkohle-Abbau; derart tektonisch vorgezeichnete Hebungs- und Senkungslinien deuten sich auch in Feinniveuements an (1996).
| Origin | Count |
|---|---|
| Bund | 111 |
| Land | 3 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 107 |
| Text | 5 |
| unbekannt | 3 |
| License | Count |
|---|---|
| geschlossen | 8 |
| offen | 107 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 110 |
| Englisch | 13 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Datei | 1 |
| Dokument | 4 |
| Keine | 86 |
| Webdienst | 3 |
| Webseite | 25 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 115 |
| Lebewesen und Lebensräume | 115 |
| Luft | 115 |
| Mensch und Umwelt | 115 |
| Wasser | 115 |
| Weitere | 107 |