Die großen Herausforderungen der Gegenwart – Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Energie- und Mobilitätswende – erfordern eine sozial-ökologische Transformation mit tiefgreifender Auswirkung auf den Umweltschutz. Die Lösung von Umweltproblemen mittels digitaler Anwendungen und mit Hilfe eines neuen Umgangs mit Daten spielt eine immer größere Rolle. Dabei gilt es den Megatrend Digitalisierung als Chance zu begreifen und in den Dienst von Umwelt und Nachhaltigkeit zu stellen. Aus Bundes- und EU-Ebene werden diese Ansätze bereits verfolgt. Die Analyse und Gestaltung dieser Entwicklung ist ein wesentliches neu zu schaffendes Element einer zukunftsgerichteten Umweltpolitik des Landes Berlin. Die Digitale Transformation oder auch „Digitaler Wandel” bezeichnet einen fortlaufenden, in neuen Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologien begründeten Veränderungsprozess, der die gesamte Gesellschaft betrifft. Diese Veränderungen haben nicht nur Auswirkungen auf unser alltägliches Leben, sie verändern die gesamte Arbeitswelt, bringen neue Produkte sowie Dienstleistungen hervor und bergen vielfache Chancen, aber auch Herausforderungen, für den Schutz von Umwelt, Klima und Natur. Die Digitalisierung kann dabei einen wichtigen Beitrag zur Prozessoptimierung und Neuausrichtung der Arbeit der Umweltverwaltungen und ihrer Bedeutung für Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft leisten. Das Themenfeld Transformation, Digitalisierung und Umwelt beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen und Herausforderungen, die durch die Integration digitaler Technologien in transformative Prozesse entstehen und wie diese mit Umweltbelangen in Einklang gebracht werden können. Bild: fotogestoeber - Fotolia.com Pakt für Planungs-, Genehmigungs- und Umsetzungsbeschleunigung Deutschland muss schneller werden. Mehr erneuerbare Energie, klimafreundlich wirtschaften, mehr Wohnraum, leistungsfähige Straßen, Schienen und Brücken. Mit einer gesamtstaatlichen Kraftanstrengung wollen Bund und Länder für mehr Tempo sorgen. Weitere Informationen Bild: Tatiana53 / depositphotos.com Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Umwelt und Digitalisierung Die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Umwelt und Digitalisierung ist ein Fachgremium der Umweltministerkonferenz der Bundesrepublik Deutschland. Sie erörtert Fragen der Digitalisierung in Bezug auf die Umwelt- und Naturschutzverwaltung. Weitere Informationen Bild: UVP Verbund UVP-Portal Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt im UVP-Verbund der Länder, betreut das UVP-Portal von Berliner Verwaltungsseite und arbeitet gemeinsam mit den Bundesländern an seiner Weiterentwicklung. Weitere Informationen Bild: svort - Fotolia.com Weitere allgemeine Informationen Hier finden Sie Veröffentlichungen im Bereich Transformation, Digitalisierung und Umwelt. Weitere Informationen
Die Maßnahme umfasst den bestandsnahen verkehrsgerechten Ausbau der K 4744 (Benzinger Str./ Dietersweiler Str.) zwischen Dietersweiler (Stadt Freudenstadt) und Aach (Stadt Dornstetten) auf einer Länge von 1,18 km. Die Baustrecke beginnt 10 m nach Abzweig von der K 4744 in Dietersweiler und endet ca. 500 m vor der Einmündung in die L 411 in Aach unmittelbar am Ausbauende der Ortsdurchfahrt Aach. Die vorhandene Fahrbahnbreite beträgt im Bestand zwischen 3,5 m bis 4,4 m. Der Unterbau ist insbesondere hinsichtlich Frostsicherheit unzureichend und die vorhandene Fahrbahnoberfläche ist uneben, gewölbt und ohne ausreichende Griffigkeit. Zudem weist die Strecke im Lage- und Höhenverlauf teilweise scharfe Krümmungen bzw. unübersichtliche Kuppen auf und die Entwässerungseinrichtungen sind unzureichend. Der Verkehr ist im Bereich der Baumaßnahme derzeit auf ein maximal zulässiges Gesamtgewicht von 2,5 t beschränkt. Der Ausbau der K 4744 erfolgt insbesondere zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Es soll durchgängig eine Fahrbahnbreite von 6,00 m erreicht werden sowie eine generelle Anpassung des Ausbauzustandes an die aktuell geltenden Regelungen erfolgen. Hierdurch kann die bestehende Tonnenbeschränkung der Kreisstraße nach dem Ausbau aufgehoben werden. Außerdem sollen Lage- und Höhenverlauf entschärft und die Entwässerung verbessert werden. Teil der geplanten Entwässerung ist neben Gräben, Mulden und Rohren entlang der Fahrbahn ein Retentionsbecken nahe des Benzinger Hofes mit einem Beckenvolumen von 1.219 m³. Zudem soll westlich parallel zur Kreisstraße ein neuer straßenbegleitender Geh- und Radweg zwischen der Ortschaft Dietersweiler und dem Abzweig zum Gehöft „Benzinger Hof“ entstehen (Breite 2,5 m – 3 m). Entlang der K4744 verläuft ein überörtliche Verbindungsradweg der Rad-NETZBW-Strecke Freudenstadt – Horb in Aach, welcher im Ausbaubereich auf einer Länge von gut 400 m eine Lücke aufweist. Im Planbereich befinden sich Wohnbebauung sowie verschiedene unter Schutz gestellte Ge-biete wie das Naturschutzgebiet „Benzinger Berg“, das Landschaftsschutzgebiet „Oberes Glattal“ sowie die gem. § 30 BNatSchG geschützten Biotope „Straßenbegleitende Hecken SW Ach Heugler“ und „Feldhecke NO Dietersweiler an Benzinger Straße“.
Klimaschutzministerin Katrin Eder spricht in erster Beratung des Bundestags zum Entwurf der Bundesregierung für das Infrastruktur-Zukunftsgesetz „Es ist gut und lange überfällig, dass die Modernisierung der öffentlichen Infrastruktur angegangen wird, denn Vertrauen entsteht, wenn der Alltag verlässlich funktioniert – und das merken die Menschen vor allem vor Ort“, sagte die rheinland-pfälzische Klimaschutzministerin Katrin Eder im Deutschen Bundestag anlässlich der Beratung zum Entwurf des Infrastruktur-Zukunftsgesetzes. Jeder und jede würde Infrastrukturprojekte kennen, die dringend angegangen werden müssten – aber an dieser Stelle würde die Einigkeit dann aufhören, führte Eder aus. Aus Sicht der Ministerin ist der Entwurf praxisuntauglich. Denn die Folgen tragen Länder und Kommunen, deswegen ist es unverständlich und verantwortungslos, dass den Ländern nicht einmal ein halber Arbeitstag zur Prüfung des 170-seitigen Gesetzesentwurfs zugestanden worden ist. Über 200 Anträge in den Bundesratsausschüssen, in denen Schwarz-Rot eine klare Mehrheit hat, sprechen eine deutliche Sprache. Der Gesetzesentwurf berge teilweise sogar hohe Risiken: „Als Bundesland, in dem sich die furchtbare Flutkatastrophe 2021 ereignete, lässt es mich fassungslos zurück, wie man die Rechte von Wasserbehörden bei Brücken beschneiden kann. Wir haben die Bilder vor Augen, wie sich Öltanks, Baumstämme, Fahrzeuge, an den Pfeilern sammelten und Brücken zum Bersten brachten! Nehmen Sie die Expertise der Umweltbehörden ernst, anstatt den Schutz für die Menschen zu reduzieren“, appellierte Eder. „Ökosysteme sind nicht nur Bauland. Sie sichern unser Überleben, indem sie Wasser im Klimawandel versickern lassen, Hochwässer und Starkregen abpuffern und unsere Luft reinigen“, sagte Eder. In seiner jetzigen Form täte der Entwurf mehr dafür, neue Autobahnen in die Natur zu setzen, als marode Brücken schnell zu sanieren. Energieinfrastruktur werde gänzlich missachtet. Die partielle und vorhabenbezogenen Einschränkung naturschutzrechtlicher Vorgaben brauche einen grundsätzlichen Ausgleich, Bundesumweltminister Schneider müsse sich an sein Versprechen halten und sicherstellen, dass zusammenhängende Artenschutzflächen bereitgestellt würden. „Wir brauchen Beschleunigung, aber durch bessere Verfahren, starke Behörden und frühe Beteiligung“, der Weg die Axt an Bürgerrechte und Natur anzulegen, sei inakzeptabel, so Eder.
Das Vorhaben befindet sich im Ortsteil Herzogsägmühle des Markts Peiting im Landkreis Weilheim-Schongau. Zum Schutz dieses Ortsteils vor Hochwasser wurde angrenzend an die Oblandstraße (östlich) und Am Roten Berg (südlich) ein Regenrückhaltebecken auf Grundla-ge des wasserrechtlichen Bescheids vom 30.12.1998 errichtet. Die Gültigkeit des Bescheids und die ausgesprochene gehobene Erlaubnis endeten zum 30.12.2020. Das Wasserwirt-schaftsamt Weilheim kam im Zuge der Neuverbescheidung zu der wasserwirtschaftlichen Einschätzung, dass es sich beim dem damals als Regenrückhaltebecken bezeichneten Bau-werk (vgl. Nr. 1.1.4 des Bescheids vom 30.12.1998) nach aktuellem Stand der Technik um eine kleine Stauanlage handelt und demnach eine Bemessung nach der DWA-M 522 bzw. der DIN 19700 (hier Teil 12) zu erfolgen hat. Das Hochwasserrückhaltebecken (HRB) wird deshalb derzeit mit einer beschränkten Erlaub-nis bis zum 31.12.2024 im Bestand weitergeführt, welche auch die Einleitung des Nieder-schlagswassers in den Latterbach und in die Peitnach umfasst. Folgende Maßnahmen sind zur Erfüllung der Vorgaben gemäß DIN 19700 und DWA-M 522 notwendig: • Ergänzung der aktuellen Hochwasserentlastung (HWE) in Form eines DN1000 durch eine überlastbare Notentlastung ab ZH mit mind. 6 m Breite in Form einer erosionssi-cheren Dammscharte im Dammverschneidungsbereich/Urgelände (ohne weitere Nachweise). • Die erste Schwelle SOK1 am Teichmönch wird um insgesamt 0,31 m auf 706,37 müNHN abgesenkt, um den Bemessungshochwasserfall 1 und 3 zuerfüllen. Dies ist die Dauerstaukote bzw. das feste Stauziel (ZS) des künftigen Zustands. • Die Dammkrone (ZK) wird im westlichen Bereich einheitlich um 0,31 m auf 709,04 müNHN erhöht, um den Freibordnachweis zu erfüllen. • Die Böschung ist auf eine Neigung von 1:3 anzugleichen sowie die Dammkrone auf eine Breite von mind. 3,0 m. • Der bestehende Bewuchs (Gehölz) wird im Bereich der Dammerhöhung sowie unmit-telbar im Bereich des Teichmönches entfernt.
Diese Schrift wird vom Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt kostenlos herausgege- ben und ist nicht zum Verkauf bestimmt. Der Nachdruck bedarf der Genehmigung. Impressum Wolfsmonitoring Sachsen-Anhalt, Bericht zum Monitoringjahr 2021/2022 Herausgeber Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt Reideburger Str. 47 • 06116 Halle (Saale) Tel.: 0345 5704-0 Fax: 0345 5704-190 E-Mail: poststelle@lau.mwu.sachsen-anhalt.de lau.sachsen-anhalt.de Erarbeitung in Kooperation mit: Bundesforstbetrieb Mittelelbe Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalt Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e.V. WWF Deutschland Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V. Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. Redaktion Antje Weber Umschlaggestaltung unter Verwendung eines Fotos von Jan Janisch Dezember 2022 2 Wolfsmonitoringbericht für Sachsen-Anhalt 2021/22 Danksagung Wolfsmonitoring Sachsen-Anhalt Bericht zum Monitoringjahr 2021/2022, 01.05.2021–30.04.2022 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (in alphabetischer Reihenfolge): Heiko Anders (Belgern-Schildau), Ole Anders (Nationalpark Harz, Luchsprojekt), Daniel Andrick (Bundesforstbetrieb Mittelelbe, Revier Schlangengrube), Michael Arens (Natur- schutzbeauftragter Altmarkkreis Salzwedel), Hubert Aselmeyer (Kamern), Torsten Beyer (Bi- osphärenreservat Mittelelbe), Gerd Blanke (Brome), Christian Block (Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt, Forstbetrieb Körbelitz), Markus Borchert (Förderverein Groß- trappenschutz e. V. Nennhausen), Kathleen Braun (Parchen), Nancy Bruder (Bundesforstbe- trieb Mittelelbe, Funktionsbereich Naturschutz), Katja Döge (Landeszentrum Wald, Betreu- ungsforstamt Nordöstliche Altmark), Christian Emmerich (NABU, Dessau), Claudia Dietrich (Muldestausee), Andrea Doerks (Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt, Forstrevier Stegelitz), Raimund Domrös (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstrevier Glücksburg), Pascal Drafehn (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt), Rene´ und Ellen Driechciarz (Zielitz), Nadin Edinger (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde), Karl-Friedrich Ehlers (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstbetrieb Altmark, Forstrevier Tangerhütte), Katja Facius (Bleddin), Steffen Fromm (Vienau), Malte Götz (Deutsche Wildtierstiftung), Marcus Groschup (Bergwitz), Oliver Habelitz (Bundesforstbetrieb Mittelelbe, Liegenschaft Kühnauer Heide), Uwe Hartmann (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt Oberharz, Revier Stiege), Ralf Hentschel (Freundeskreis Freilebender Wölfe e. V., Wolfsburg), Christian Heuer (Ihlowscher Forstbetrieb), Sebastian Hey (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstbetrieb Letzlingen), Frank Heyer (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstrevier Steckby), Dagmar Hellfritsch (Badetz), Carol Höger (BUND Stiftung Goitzschewildnis), Klaus-Peter Hurtig (Bundesforstbe- trieb Mittelelbe, Funktionsbereich Naturschutz), Peter Ibe (Steckby), Helmut Jachalke (Lan- deszentrum Wald, Betreuungsforstamt Westliche Altmark), Jan Janisch (Mellnitz), Helge John (Forstbetrieb Lochow), Samuel Klyne (Bundesforstbetrieb Mittelelbe, Liegenschaft Ora- nienbaumer Heide), Marius Kühl (Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt, TrÜbPl Altengrabow), Moritz Klose (WWF Deutschland), Ralf Knapp (Naturschutzbeauftragter Alt- markkreis Salzwedel), Dr. Marco König (Magdeburg), Christine Köthke (Landeszentrum Wald, Betreuungsforstamt Letzlingen), Sabrina Krebs (Rehberg), Andreas Kriebel (Landes- forstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstbetrieb Altmark), Lutz Lambrecht (Tangerhütte), Ramon Lembke (Jeseritz), Dieter Leupold (BUND Grünes Band), Lutz Listing (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstbetrieb Süd, Forstrevier Annarode), Heiko Marenk (Tangermünde), Barbara Mengel (Krina), Benjamin Menn (Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt, TrÜbPl Klietz), Ralf Meyer (BUND Stiftung Goitzschewildnis), Frank-Uwe Michler (Hoch- schule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde), Lilly Middlehoff (Nationalpark Harz, Luchsprojekt), Volker Nakel (Jägerschaft Wolmirstedt), Kirsten Nienhaus (Wahlitz), Jens Noack (Golmer), Dr. Holger Piegert (Harz), Thilo Pierau (Schorstedt), Rebecca Rathmann (Bundesforstbetrieb Mittelelbe, Forstrevier Glücksburger Heide), Dr. Stefan Reinhard (Primi- genius gGmbH, Oranienbaumer Heide), Toren Reis (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstrevier Hoher Fläming), Lüder Richter (Stiege), Detlev Riesner (Bundesforstbetrieb Nörd- liches Sachsen-Anhalt, Forstrevier Berge), Herr Robitzsch (Landesforstbetrieb Sachsen-An- halt, Revier Grenzhaus), Julia Sattelkow (Kümmernitz), Uwe Sattelkow (Landesforstbetrieb 3 Wolfsmonitoringbericht für Sachsen-Anhalt 2021/22
Impressum Wolfsmonitoring Sachsen-Anhalt | Bericht zum Monitoringjahr 2020/21 Herausgeber:Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt Wolfskompetenzzentrum Iden Tel.:+49 39-3906-484 wzi@lau.mlu.sachsen-anhalt.de Internet:www.lau.sachsen-anhalt.de in Kooperation mit:Bundesforstbetrieb Mittelelbe Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalt Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e.V. WWF Deutschland Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V. Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. Redaktion:Antje Weber Redaktionsschluss:Iden, November 2021 Web-Link der Publikationhttps://lau.sachsen-anhalt.de/naturschutz/das-wolfskompe- tenzzentrum-wzi/monitoring/ Bildnachweis:Titelfoto (© T. Hinsche) 2 Danksagung Wolfsmonitoring Sachsen-Anhalt Bericht zum Monitoringjahr 2020/21, 01.05.2020-30.04.2021 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (in alphabetischer Reihenfolge): Heiko Anders (Belgern-Schildau), Ole Anders (Nationalpark Harz, Luchsprojekt), Daniel And- rick (Bundesforstbetrieb Mittelelbe, Revier Schlangengrube), Michael Arens (Naturschutzbe- auftragter Altmarkkreis Salzwedel), Hubert Aselmeyer (Kamern), Torsten Beyer (Biosphären- reservat Mittelelbe), Gerd Blanke (Brome), Christian Block (Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt, Forstbetrieb Körbelitz), Markus Borchert (Förderverein Großtrappenschutz e.V. Nennhausen), Nancy Bruder (Bundesforstbetrieb Mittelelbe, Funktionsbereich Natur- schutz), Katja Döge (Landeszentrum Wald, Betreuungsforstamt Nordöstliche Altmark), Chris- tian Emmerich (NABU, Dessau), Andrea Doerks (Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen- Anhalt, Forstrevier Stegelitz), Raimund Domrös (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forst- revier Glücksburg), Rene´ Driechciarz (Zielitz), Karl-Friedrich Ehlers (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstbetrieb Altmark, Forstrevier Tangerhütte), Katja Facius (Bleddin), Ben- jamin Gillich (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde), Malte Götz (Deutsche Wildtierstiftung), Marcus Groschup (Bergwitz), Oliver Habelitz (Bundesforstbetrieb Mittelelbe, Liegenschaft Kühnauer Heide), Ralf Hentschel (Freundeskreis Freilebender Wölfe e.V., Wolfsburg), Sebastian Hey (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstbetrieb Letzlingen), Dagmar Hellfritsch (Badetz), Carol Höger (BUND Stiftung Goitzschewildnis), Klaus-Peter Hurtig (Bundesforstbetrieb Mittelelbe, Funktionsbereich Naturschutz), Peter Ibe (Steckby), Helmut Jachalke (Landeszentrum Wald, Betreuungsforstamt Westliche Altmark), Jan Janisch (Mellnitz), Helge John (Forstbetrieb Lochow), Samuel Klyne (Bundesforstbetrieb Mittelelbe, Liegenschaft Oranienbaumer Heide), Marius Kühl (Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen- Anhalt, TrÜbPl Altengrabow), Moritz Klose (WWF Deutschland), Ralf Knapp (Naturschutzbe- auftragter Altmarkkreis Salzwedel), Dr. Marco König (Magdeburg), Christine Köthke (Landes- zentrum Wald, Betreuungsforstamt Letzlingen), Andreas Kriebel (Landesforstbetrieb Sach- sen-Anhalt, Forstbetrieb Altmark), Ramon Lembke (Jeseritz), Dieter Leupold (BUND Grünes Band), Lutz Listing (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstbetrieb Süd, Forstrevier Anna- rode), Barbara Mengel (Krina), Benjamin Menn (Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-An- halt, TrÜbPl Klietz), Ralf Meyer (BUND Stiftung Goitzschewildnis), Frank-Uwe Michler (Hoch- schule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde), Lilly Middlehoff (Nationalpark Harz, Luchsprojekt), Volker Nakel (Jägerschaft Wolmirstedt), Jorgino Pein (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt), Dr. Holger Piegert (Harz), Rebecca Rathmann (Bundesforstbetrieb Mit- telelbe, Forstrevier Glücksburger Heide), Dr. Stefan Reinhard (Primigenius gGmbH, Oranien- baumer Heide), Toren Reis (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstrevier Hoher Fläming), Detlev Riesner (Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt, Forstrevier Berge), Herr Ro- bitzsch (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Revier Grenzhaus), Julia Sattelkow (Kümmer- nitz), Uwe Sattelkow (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstbetrieb Altmark, Revier Küm- mernitz), Hans Schattenberg (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstbetrieb Ostharz), Prof. Dr. Peter Schmiedtchen (Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V., Dolle), Matthias Schmidt (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstrevier Salzwedel), Hans-Dieter Schönau (Eisenhammer), Frank Schulz (Jägerschaft Klötze), Horst Schulze (Bundesforstbetrieb Nörd- 3
Wolfsmonitoring Sachsen-Anhalt Bericht zum Monitoringjahr 2019/20 Impressum Wolfsmonitoring Sachsen-Anhalt Bericht zum Monitoringjahr 2019/2020 Herausgeber:Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt Wolfskompetenzzentrum Iden Tel.:+49 39-3906-484 wzi@lau.mlu.sachsen-anhalt.de Internet:www.lau.sachsen-anhalt.de in Kooperation mit:Bundesforstbetrieb Mittelelbe Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalt Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e.V. WWF Deutschland Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V. Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. Redaktion:Antje Weber Redaktionsschluss:Iden, November 2020 Web-Link der Publikationhttps://lau.sachsen-anhalt.de/naturschutz/das- wolfskompetenzzentrum-wzi/monitoring/ Bildnachweis:Titelfoto (© H. Anders) 2 Danksagung Wolfsmonitoring Sachsen-Anhalt Bericht zum Monitoringjahr 2019/2020, 01.05.2019-30.04.2020 Mitarbeiter (in alphabetischer Reihenfolge): Heiko Anders (Belgern-Schildau), Ole Anders (Nationalpark Harz, Luchsprojekt), Daniel Andrick (Bundesforstbetrieb Mittelelbe, Revier Schlangengrube), Forstrevier Michael Arens (Naturschutzbeauftragter Altmarkkreis Salzwedel), Hubert Aselmeyer (Kamern), Torsten Beyer (Biosphärenreservat Mittelelbe), Gerd Blanke (Brome), Christian Block (Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt, Forstbetrieb Körbelitz), Markus Borchert (Förderverein Großtrappenschutz e.V. Nennhausen), Katja Döge (Landeszentrum Wald, Betreuungsforstamt Nordöstliche Altmark), Christian Emmerich (NABU, Dessau), Andrea Doerks (Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt, Forstrevier Stegelitz), Raimund Domrös (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstrevier Glücksburg), Rene´ Driechciarz (Zielitz), Karl-Friedrich Ehlers (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstbetrieb Altmark, Forstrevier Tangerhütte), Holger Gabriel (Biosphärenreservat Mittelelbe), Benjamin Gillich (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde), Malte Götz (Deutsche Wildtierstiftung), Marcus Groschup (Bergwitz), Oliver Habelitz (Bundesforstbetrieb Mittelelbe, Liegenschaft Kühnauer Heide), Ralf Hentschel (Freundeskreis Freilebender Wölfe e.V., Wolfsburg), Sebastian Hey (Landesforstbetrieb Sachsen- Anhalt, Forstbetrieb Letzlingen), Klaus-Peter Hurtig (Bundesforstbetrieb Mittelelbe, Funktionsbereich Naturschutz), Peter Ibe (Steckby), Helmut Jachalke (Landeszentrum Wald, Betreuungsforstamt Westliche Altmark), Helge John (Forstbetrieb Lochow), Samuel Klyne (Bundesforstbetrieb Mittelelbe, Liegenschaft Oranienbaumer Heide), Marius Kühl (Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt, TrÜbPl Altengrabow), Moritz Klose (WWF Deutschland), Ralf Knapp (Naturschutzbeauftragter Altmarkkreis Salzwedel), Dr. Marco König (Magdeburg), Christine Köthke (Landeszentrum Wald, Betreuungsforstamt Letzlingen), Andreas Kriebel (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstbetrieb Altmark), Ramon Lembke (Jeseritz), Sabine Lenze und Frank Stolze (Breitenhagen), Dieter Leupold (BUND Grünes Band), Lutz Listing (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstbetrieb Süd, Forstrevier Annarode), Barbara Mengel (Krina), Benjamin Menn (Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt, TrÜbPl Klietz), Frank-Uwe Michler (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde), Lilly Middlehoff (Nationalpark Harz, Luchsprojekt), Volker Nakel (Jägerschaft Wolmirstedt), Jorgino Pein (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt), Dr. Holger Piegert (Harz), Rebecca Rathmann (Bundesforstbetrieb Mittelelbe, Forstrevier Glücksburger Heide), Dr. Stefan Reinhard (Primigenius gGmbH, Oranienbaumer Heide), Toren Reis (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstrevier Hoher Fläming), Detlev Riesner (Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt, Forstrevier Berge), Herr Robitzsch (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Revier Grenzhaus), Julia Sattelkow (Kümmernitz), Uwe Sattelkow (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstbetrieb Altmark, Revier Kümmernitz), Hans 3
4.2.2.31 Säugetiere außer Fledermäuse (Mammalia excl. Chiroptera) (FFH Anh. II, IV, V) – B. LEHMANN Einleitung Kaum eine andere Tierartgruppe erfreut sich eines so hohen Bekanntheitsgrades wie die Säuge- tiere. In der Jagd, ehemals zum Nahrungserwerb von eminenter Wichtigkeit und heute eher als Brauchtumspflege von Bedeutung, spielen Säuge- tiere eine Hauptrolle. Eine Reihe von Arten wurde als Haustier domestiziert. Säugetiere sind aber nicht nur Sympathieträger, sondern rufen unter den Bezeichnungen „Raubzeug“, „Schädling“ oder „Ungeziefer“ durchaus auch Antipathien hervor. Trotz der vergleichsweise geringen Artenzahl ist die Rolle der Säugetiere in den Ökosystemen nicht zu unterschätzen: Zu ihnen zählen mehrere Spitzenkonsumenten am Ende der Nahrungs- ketten, während sich vor allem Kleinsäuger am unteren Ende der Nahrungsketten befinden und die Existenzgrundlage z. B. für eine Reihe von Greifvögeln bilden. Auch eine nicht zu vernach- lässigende Zahl von Wirbellosen ist direkt oder in- direkt auf die Existenz oder das Wirken von Säu- getieren angewiesen, z. B. coprophage Insek-ten. Als Schaderreger spielen Säuger in Land- und Forstwirtschaft sowie bei der Vorratshaltung eine Rolle. Andererseits hatten und haben Säugetiere einen erheblichen Einfluss auf die Landschafts- struktur. Der Biber zum Beispiel gestaltet in erheb- lichem Umfang Fließgewässersysteme und Auen mit. Pflanzenfressende Großsäuger, seien es Wildtiere oder domestizierte Formen, prägen Weidelandschaften oder auch Waldstrukturen. Säugetiere besiedeln nahezu alle Lebensräume. Ihre Raumansprüche können relativ eingeschränkt sein, die meisten Arten sind jedoch hochmobil und benötigen große Aktionsräume mit z. T. kom- plexer Habitatausstattung. Als Bioindikatoren sind einige Säugetiere daher in besonderem Maße zur Beurteilung großer Landschaftsräume geeignet – ihr Vorhandensein lässt auf intakte ökosystemare Strukturen schließen, Spitzenkonsumenten indi- zieren funktionierende ganze Nahrungsketten. Einige Arten reagieren sehr empfindlich auf spe- zielle Habitatfaktoren. Traditionell werden die Säugetiere in Groß- und Kleinsäuger eingeteilt und die Fledermäuse meist separat behandelt, was auch hier beibehalten werden soll. Erfassungsstand Man könnte erwarten, dass vor allem das Vorkom- men von größeren jagdlich interessanten Arten wie Reh, Rothirsch oder Wildschwein gut bekannt und auch bestens dokumentiert ist. Beim Versuch jedoch, entsprechendes Datenmaterial zusammen- zutragen, stößt man Saale-Unstrut-Triasland bald 370 an die Grenzen des Leistbaren. Zwar lässt sich in Gesprächen mit Jägern und Förstern revierkon- kret das Vorkommen von vielen Arten klären und auch den Unteren Jagdbehörden und dem Lan- desjagdverband liegen entsprechende Wildbe- standserfassungen vor, jedoch fehlen weitgehend punkt- und vor allem datumsgenaue Vorkom- mensangaben, die die Grundlage biologischer Auswertungen darstellen und für andere Arten- gruppen üblich sind. Prüft man die diesem Bei- trag zu Grunde liegenden Datenbank mit immer- hin etwa 880 Einträgen (Abb. 4.64), so liegen aus dem über 83.000 ha großen Bearbeitungsgebiet ausreichend genau dokumentierte Nachweise von nur acht Wildschweinen, einem Rothirsch und sechs Rehen vor. Während für andere Wirbeltiergruppen (Vögel, Amphibien, Reptilien, Fische) für das Land Sach- sen-Anhalt oder zumindest für wesentliche Lan- desteile bereits Verbreitungsatlanten vorliegen, ist bei den Säugetieren die Drucklegung einer Lan- desfauna frühestens in mehreren Jahren zu er- warten. Ursächlich verantwortlich ist der Mangel an dokumentierten Beobachtungen größerer Arten sowie die geringe Bearbeiterzahl bei den Klein- säugern. Auch im Betrachtungsgebiet besteht für viele Spezies ein noch vollkommen unzureichen- der Erfassungsstand. Die nachstehenden Aus- führungen haben auch zum Ziel zu verdeutlichen, wie wichtig für den Naturinteressierten und damit auch den Jäger es sein sollte, entsprechende Be- obachtungen zu notieren und den Jagd- oder Na- turschutzbehörden bzw. wissenschaftlichen Insti- tutionen zur Verfügung zu stellen. Eine zusammenfassende Aufarbeitung des Daten- standes zur Säugetierfauna des Saale-Unstrut- Triaslandes stand bislang aus. Die ältesten Anga- ben zu historischen Vorkommen von Säugetieren liefern die Arbeiten von BUTZECK et al. (1988a, b) sowie A RNDT (2002). Von hoher Wertigkeit sind auch das Taxationsnotizbuch der Oberförsterei Ziegelroda (ANONYMUS o. J.) aus dem Zeitraum 1866-1920 sowie das Abschätzungswerk 1853 aus demselben Haus (ANONYMUS 1853). Die Aus- wertung weiterer früher Quellen wie S AXESEN (1834), R IMROD (1856), BLASIUS (1857), G IEBEL (1866), SCHULZE (1890a, b), HEROLD (1916) und SCHMIEDEKNECHT (1927) erbrachte keine oder nur wenige ortskonkrete Hinweise. Zusammenfassende Darstellungen vor allem zu Kleinsäugervorkommen, aus denen Rückschlüsse auf das Saale-Unstrut-Gebiet möglich sind, lie- fern GÖRNER (1979), E RFURT et al. (1986) sowie ERFURT & STUBBE (1986). Der Nordteil des Saale- Unstrut-Triaslandes wird in der von JENTZSCH (1988) vorgelegten Säugetierfauna des Landkreises Sangerhausen erstmals umfassend bearbeitet. Abb. 4.64: Nachweise von Säuge- tieren (außer Fleder- mäusen) im Saale- Unstrut-Triasland Neben den vorgenannten Publikationen standen für die Erstellung des Artgruppenmanuskriptes folgende Datenquellen zur Verfügung: • Literatur und Arbeiten mit Hinweisen zu Artvor- kommen oder der Darstellung überregionaler Zusammenhänge u. a. von BALMER (2002), BOCK et al. (1994), DECKERT (1958), GÖRNER (1974), GÖRNER & HENKEL (1988), HUBERT (1968), AUTORENKOLLEKTIV (1988), JENTZSCH (1987, 1994), MANSFELD (1942), SIEFKE (1977) und WENDT (1983) • Ergebnisse der Befragung von Revierförstern, Jägern und ehrenamtlichen Naturschutzmit- arbeitern • Eingangsbücher des Zoologischen Institutes der Martin-Luther-Universität Halle-Witten- berg (1951 bis 2004) • Datenbank des Landesamtes für Umwelt- schutz zur Dokumentation der Arten nach Anhang II und IV der FFH-Richtlinie (vgl. LAU 2001, 2004) • Ergebnisse bislang unpublizierter Gewöllana- lysen von JENTZSCH, HOFMANN und LEHMANN. Der gegenwärtige Erfassungsstand differiert, be- zogen auf die einzelnen Teilgebiete oder Artengrup- pen sehr stark. Generell unterrepräsentiert sind insbesondere orts- oder flächenkonkrete Nach- weise der unter das Jagdgesetz fallenden Arten. Besonders defizitär ist der Datenstand bei allen Raubsäugern (Carnivora). Bei den landschafts- raumbedeutenden und naturschutzfachlich rele- vanten Arten wie dem in Sachsen-Anhalt stark gefährdeten Baummarder (Martes martes, Abb. 4.67) und vor allem der vom Aussterben bedroh- ten Wildkatze (Felis silvestris) erschwert dies sehr die Beurteilung der räumlichen Verteilung der Vorkommen und bei der letztgenannten Art auch die Einschätzung der Bedeutung des Gebietes für die Reproduktion. Hinsichtlich der Untersuchung von Kleinsäuger- vorkommen anhand von Gewöllanalysen können die im Saalekreis gelegenen waldfreien Flächen als ausreichend bearbeitet gelten. Unterreprä- sentiert ist bislang der Ziegelrodaer Forst mit sei- nen Ausläufern im Nordosten. Als defizitär stellt sich die Datenlage in dieser Hinsicht in dem zum Burgenlandkreis gehörenden Teil des Saale-Un- strut-Triaslandes dar. Abgesehen von der Arbeit von BALMER (2002) sowie einigen wenigen weite- ren unpublizierten Analysen kann dieser Raum aktuell als kaum bearbeitet gelten. Die beiden weltweit ausgestorbenen Taxa Auer- ochse (Bos primigenius) und Wildpferd (Equus caballus) finden bei der nachfolgenden Betrach- tung keine weitere Berücksichtigung. Für Wisent (Bison bonasus), Luchs (Lynx lynx) und Europäi- schen Nerz (Mustela lutreola) liegen keine über- lieferten Quellen mit ortskonkreten Hinweisen vor (vgl. HEIDECKE et al. 2004). Vollkommene Unklar- heit besteht über das Auftreten von Nutria (Myo- castor coypus), Schabrackenspitzmaus (Sorex coronatus) und Ährenmaus (Mus musculus mus - 371 Tab. 4.56: Säugetiere – landschaftsraumbedeutsame Arten (Gesamtartenliste im Anhang) 1 = überregional gefährdet, besiedelt typische Lebensräume im Landschaftsraum, gemessen am Gesamtbestand LSA bedeutende Vorkommen 2 = innerhalb LSA nur im Landschaftsraum vorkommend bzw. hier einen Verbreitungsschwerpunkt besitzend RL LSA - HEIDECKE et al. (2004), RL D – B OYE et al. (1998); FFH = Art nach Anhang II/IV/V der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (92/43/EWG) 1 2 RL LSA/ RL D Wissenschaftlicher NameDeutscher NameCervus elaphusRothirschFelis silvestrisWildkatzex1/2IVhöhlenreiche Laubmischwälder Martes martesBaummarderx2/VVgrößere zusammenhängende Laub- und Laubmischwälder Meles melesDachsMicrotus subterraneusKleinäugige WühlmausxMuscardinus avellanariusHaselmausxMustela putoriusWaldiltisSciurus vulgarisEichhörnchen x Laub- und Mischwälder grünlandreiche, gut strukturierte Landschaften oder lichte Wälder R/- x Lebensraum größere zusammenhängende Waldgebiete mit Freiflächen x 1/VIVunterholzreiche Laubwälder x2/VVreich strukturierte Landschaften mit Gewässern xV/- culus). Diese Arten werden mangels entspre- chender Nachweise daher auch nicht in die Gesamtartenliste für das Gebiet aufgenommen. Durch die Arbeit von JENTZSCH (2004b) und ge- zielte Erhebungen zur Bestandssituation der Arten nach Anhang IV der FFH-Richtlinie konnten meh- rere neue Vorkommen der Haselmaus (Muscar- dinus avellanarius) nachgewiesen und bislang un- publiziertes Datenmaterial zusammengetragen werden. Nur begrenzt gelang dies für den Sieben- schläfer (Glis glis), zu dem ein immer noch völlig unzureichender Datenstand besteht (LEHMANN 2004). In der Gesamtbetrachtung muss der Kenntnis- stand zur Säugetierfauna des Saale-Unstrut- Triaslandes als lückenhaft eingestuft werden. Auch das Gesamtartenspektrum kann noch nicht als vollständig bekannt gelten. Bedeutung des Saale-Unstrut-Trias- landes für die Säugetiere Aus dem Betrachtungsgebiet liegen bislang Nach- weise von 42 Säugetierarten (exkl. Fledermäuse) vor, für die ein aktuelles Vorkommen belegt oder wahrscheinlich ist. Dies entspricht etwa 76 % der rezenten Landesfauna dieser Artengruppe. Vier Arten müssen als ausgestorben eingestuft werden (Tab. 4.57). BUTZECK et al. (1988a) zeigen einen Nachweis des Braunbären (Ursus arctos) vor 1550 im räumlichen Zusammenhang mit dem Bearbeitungsgebiet. Weiterhin liegt ein Hinweis auf ein Vorkommen des Wolfes (Canis lupus) aus dem Zeitraum zwischen 1651 und 1700 vor (BUT- ZECK et al. 1988b). Ein aktueller Hinweis auf einen möglichen Wolf aus dem Ziegelrodaer Forst kann 372 FFH größere zusammenhängende Laub- und Laubmischwälder nicht als ausreichend dokumentiert eingestuft werden. ROSSBERG (1937) erwähnt, dass der Stei- graer Förster Anfang des 18. Jh. Schießgeld als Lohn für die Jagd u. a. auf Biber (Castor fiber) und Fischotter (Lutra lutra) erhalten hat. Beide Arten können im Umfeld von Steigra nur in der Unstrut vorgekommen sein. Aktuelle Vorkommen aus dem Betrachtungsgebiet sind nicht bekannt, wenngleich bei beiden Arten in den kommenden Jahren mit Rückbesiedelungsversuchen zu rechnen ist. Ein Hinweis auf ein mögliches derzeitiges Vorkommen des Bibers in der Saale zwischen Naumburg und Weißenfels (HOFMANN mdl.) bedarf der Bestäti- gung. Eine weitere Art, der Gartenschläfer (Eliomys quercinus), muss als verschollen eingestuft wer- den. M ANSFELD (1942) erwähnt, dass Landwirt- schaftrat KELLER aus Halle in oder bei Eckartsber- ga und Marienthal wiederholt neben Sieben- schläfern (Glis glis) auch Gartenschläfer in Nist- kästen angetroffen haben will. Für vier Arten bestehen auf Grund nur weniger, ungenauer oder zeitlich schon lange zurückliegen- der Nachweise ebenfalls deutliche Unsicherheiten hinsichtlich Verbreitung und Status. Die Garten- spitzmaus (Crocidura suaveolens) konnte bislang bei Naumburg und Freyburg (UNRUH & PIETSCH 2003) sowie im Jahr 2002 in Vitzenburg nachge- wiesen werden. Im Zusammenhang mit der aktu- ellen Arealerweiterung bei dieser Art lassen künf- tige Gewöllanalysen im Saale-Unstrut-Gebiet weitere, interessante Ergebnisse erwarten. Von der Hausratte (Rattus rattus) liegt eine ältere Be- obachtung aus Naumburg (E RFURT et al. 1986) sowie ein Nachweis vom 01. 06. 1999 von einem Dachboden aus Querfurt unmittelbar außerhalb
Wolfsmonitoring Sachsen-Anhalt Bericht zum Monitoringjahr 2017/2018 01.05.2017 bis 30.04.2018 Impressum Wolfsmonitoring Sachsen-Anhalt Bericht zum Monitoringjahr 2017/2018 Herausgeber:Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt Wolfskompentenzzentrum Iden Tel.:+49 39390 6-484 E-Mail:wzi@lau.mlu.sachsen-anhalt.de Internet:www.lau.sachsen-anhalt.de in Kooperation mit:Bundesforstbetrieb Mittelelbe Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalt Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e.V. WWF Deutschland Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V. Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. Redaktion:Antje Weber Redaktionsschluss:Iden, 27. November 2018 Web-Link der Publikationhttps://lau.sachsen-anhalt.de/naturschutz/das- wolfskompetenzzentrum-wzi/monitoring/ Bildnachweis:Titelfoto links (© WWF/LAU M. Trost) Titelfoto rechts2(© BfB Nördliches Sachsen-Anhalt/K. Puffer) Wolfsmonitoring Sachsen-Anhalt Bericht zum Monitoringjahr 2017/2018 01.05.2017-30.04.2018 Mitarbeiter (in alphabetischer Reihenfolge): Ole Anders (Nationalpark Hochharz, Luchsprojekt), Torsten Beyer (Biosphärenreservat Mittelelbe), Birgit Büttner (Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt, TrÜbPl Klietz), Pascal Drafehn (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstbetrieb Genthin), Katja Döge (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstbetrieb Salzwedel), Christian Emmerich (NABU, Dessau), Andrea Doerks (Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt, Forstrevier Stegelitz), Raimund Domrös (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstrevier Glücksburg), Torsten Fritz (Wolfsberater Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg), Benjamin Gillich (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde), Marcus Groschup (Bergwitz), Oliver Habelitz (Bundesforstbetrieb Mittelelbe, Liegenschaft Kühnauer Heide), Sebastian Hey (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstbetrieb Letzlingen), Laura Hollerbach (Wildtiergenetik Senckenberg Gelnhausen), Betina Horzetzky (Landkreis Stendal, Untere Naturschutzbehörde), Klaus-Peter Hurtig (Bundesforstbetrieb Mittelelbe, Funktionsbereich Naturschutz), Samuel Klyne (Bundesforstbetrieb Mittelelbe, Liegenschaft Oranienbaumer Heide), Dr. Marco König (Magdeburg), Christine Köthke (Landeszentrum Wald, Betreuungsforstamt Letzlingen, Revier Berge), Andreas Kriebel (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstbetrieb Altmark), Ramon Lembke (Zienau), Frank-Uwe Michler (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde), Lilly Middlehoff (Nationalpark Hochharz, Luchsprojekt), Dr. Volker Nakel (Jägerschaft Wolmirstedt), Gerhard Paul (Jägerschaft Mittlere Elbe-Vorfläming), Peter Poppe (Primigenius gGmbH, Weidemanager Oranienbaumer Heide), Klaus Puffer (Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt, TrÜbPl Altengrabow), Rebecca Rathmann (Bundesforstbetrieb Mittelelbe, Forstrevier Glücksburger Heide), Toren Reis (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstrevier Hoher Fläming), Hans Schattenberg (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstrevier Ostharz), Mathias Schlüter (Melliner Forst, Graf von der Schulenburg), Prof. Dr. Peter Schmiedtchen (Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V., Dolle), Matthias Schmidt (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstrevier Salzwedel), Hans-Dieter Schönau (ehrenamtlicher Naturschutzbeauftragter Landkreis Wittenberg), Frank Schulz (Jägerschaft Klötze), Horst Schulze (Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt, TrÜbPl Altmark), Nils Schumann (Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Forstrevier Göritz), Sabine Schumann (BUND Wildkatzenprojekt, Kühnauer Heide), Jürgen Starck (BUND Grünes Band), Martin Steinert (Jessen), Nancy Stölzner (Bundesforstbetrieb Mittelelbe, Funktionsbereich Naturschutz), Olaf Thiele (Landeszentrum Wald, Betreuungsforstamt Annaburg), Katrin Windel (Landkreis Börde, Untere Naturschutzbehörde). Wir bedanken uns ausdrücklich bei den zahlreichen weiteren Mitarbeitern, die einzelne Hinweise zur Verfügung gestellt haben. Gesamtkoordination und Zusammenstellung des Berichts: Antje Weber Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Wolfskompentenzzentrum Iden (WZI) 3
Wolfsmonitoring SachsenAnhalt Bericht zum Monitoringjahr 2016/2017 01.05.201630.04.2017 Impressum Wolfsmonitoring SachsenAnhalt Bericht zum Monitoringjahr 2016/2017 Herausgeber:Landesamt für Umweltschutz SachsenAnhalt Wolfskompentenzzentrum Iden Tel.:+49 393906482 wzi@lau.mlu.sachsenanhalt.de Internet: www.lau.sachsenanhalt.de in Kooperation mit:Bundesforstbetrieb Mittelelbe Bundesforstbetrieb Nördliches SachsenAnhalt Landesforstbetrieb SachsenAnhalt Landeszentrum Wald SachsenAnhalt Landesjagdverband SachsenAnhalt e.V. WWF Deutschland Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V. Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. Redaktion:Dr. Martin Trost und Antje Weber (LAU) Redaktionsschluss:Iden, November 2017 WebLink der Publikationhttps://lau.sachsenanhalt.de/naturschutz/das wolfskompetenzzentrumwzi/monitoring/ Bildnachweis:Titelfoto links (© A. Weber) Titelfoto rechts (© BfB Nördliches SachsenAnhalt/K. Puffer) 2 Wolfsmonitoring SachsenAnhalt Bericht zum Monitoringjahr 2016/2017 01.05.201630.04.2017 Mitarbeiter (in alphabetischer Reihenfolge): Heiko Anders (Taura), Andreas Berbig (Wolfskompentenzzentrum Iden), Torsten Beyer (Biosphärenreservat Mittelelbe), Thomas Bich (Landkreis Jerichower Land, Untere Naturschutzbehörde), Christian Emmerich (NABU, Dessau), Birgit Büttner (Bundesforstbetrieb Nördliches SachsenAnhalt, TrÜbPl Klietz), Andrea Doerks (Bundesforstbetrieb Nördliches SachsenAnhalt, Forstrevier Stegelitz), Raimund Domrös (Landesforstbetrieb SachsenAnhalt, Forstrevier Glücksburg), Torsten Fritz (Wolfsberater Landkreis PotsdamMittelmark, Brandenburg), Benjamin Gillich (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde), Marcus Groschup (Bergwitz), Betina Horzetzky (Landkreis Stendal, Untere Naturschutzbehörde), KlausPeter Hurtig (Bundesforstbetrieb Mittelelbe, Funktionsbereich Naturschutz), Anne Jarausch (Wildtiergenetik Senckenberg Gelnhausen), Aileen Jenau (Universität Potsdam), Frank Jurgeit (Sollnitz), Horst Kamieth (Jägerschaft Klötze), Joachim Klabis (Jägerschaft Klötze), Dr. Marco König (Magdeburg), Christine Köthke (Landeszentrum Wald, Betreuungsforstamt Letzlingen, Revier Berge), Kamilla Kubaczynski (Landesamt für Umweltschutz SachsenAnhalt), Sebastian Kubiak (Jägerschaft), Ramon Lembke (Zienau), Christian Mader (Landesamt für Umweltschutz SachsenAnhalt/Jägerschaft), Eva Mann (Bundesforstbetrieb Mittelelbe, Betriebsbereich Ost/Annaburger Heide), FrankUwe Michler (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde), Volker Nakel (Jägerschaft Wolmirstedt), Peter Oestreich (Wolfskompentenzzentrum Iden), Susanne Osterloh (Bundesforstbetrieb Mittelelbe, Funktionsbereich Naturschutz), Gerhard Paul (Jägerschaft Mittlere ElbeVorfläming), Valeska de Pellegrini (Rüthnick), Peter Poppe (Primigenius gGmbH, Weidemanager Oranienbaumer Heide), Klaus Puffer (Bundesforstbetrieb Nördliches SachsenAnhalt, TrÜbPl Altengrabow), Götz Pyka (Dessau), Toren Reis (Landesforstbetrieb Sachsen Anhalt, Forstrevier Hoher Fläming), Prof. Dr. Peter Schmiedtchen (Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e. V., Dolle), HansDieter Schönau (ehrenamtlicher Naturschutzbeauftragter Landkreis Wittenberg), Horst Schulze (Bundesforstbetrieb Nördliches SachsenAnhalt, TrÜbPl Altmark), Nils Schumann (Landesforstbetrieb Sachsen Anhalt, Forstrevier Göritz), Martin Steinert (Jessen), Nancy Stölzner (Bundesforstbetrieb Mittelelbe, Funktionsbereich Naturschutz), Olaf Thiele (Landeszentrum Wald, Betreuungsforstamt Annaburg), Eckhart Wegwarth († Jägerschaft Klötze), Katrin Windel (Landkreis Börde, Untere Naturschutzbehörde). Wir bedanken uns ausdrücklich bei den zahlreichen weiteren Mitarbeitern, die einzelne Hinweise zur Verfügung gestellt haben. Gesamtkoordination und Zusammenstellung des Berichts: Antje Weber Landesamt für Umweltschutz SachsenAnhalt, Wolfskompentenzzentrum Iden (WZI) Dr. Martin Trost Landesamt für Umweltschutz SachsenAnhalt, Fachbereich Naturschutz 3
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 12 |
| Land | 15 |
| Weitere | 1 |
| Wissenschaft | 2 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 4 |
| Text | 20 |
| Umweltprüfung | 2 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 22 |
| Offen | 5 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 27 |
| Englisch | 1 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Datei | 1 |
| Dokument | 19 |
| Keine | 5 |
| Webseite | 3 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 14 |
| Lebewesen und Lebensräume | 27 |
| Luft | 6 |
| Mensch und Umwelt | 27 |
| Wasser | 10 |
| Weitere | 23 |