Wer im winterlichen Gebirge unterwegs ist, sollte Rücksicht auf die Natur nehmen. Denn für die Tiere, die im Bergwald und in der Latschenzone leben, sind die Wintermonate eine besonders herausfordernde Zeit. Um den Bergsport naturverträglich zu gestalten, werden vom DAV Wald-Wild-Schongebiete ausgewiesen, die im Zeitraum vom 15.12. bis 30.04. unabhängig von der Schneelage für alle Nutzungsgruppen gelten. Wie der Name verrät, dienen sie der Schonung von Wald und Wild.
Unterlagen zum Projekt Evaluierung Deutsche Nationalparke, im Detail - Gesamtfinanzierungsplan und Laufzeit des Projektes - Endberichte zu den Nationalparken Bayerischer Wald, Berchtesgaden, Schwarzwald, Harz - Zwischenberichte zum Evaluierungsprojekt (alle Nationalparke) - Auswertung der Evaluierungsbögen (qualitativ und quantitativ) jeweils getrennt für die einzelnen Nationalparke - Unterlagen, Protokolle, Handreichungen, die sich zum Umgang mit kritischen Fragen bzw. fehlenden Kriterien der Evaluierung auseinandersetzen (Nationale Naturlandschaften e.V. (2021): Qualitätskriterien und -standards für deutsche Nationalparke Evaluierungsverfahren zur Überprüfung der Managementeffektivität Version 2.0), insbesondere - Dokumente zum Umgang mit den Auswirkungen der Klimakrise in den Deutschen Nationalparken (Extremereignisse Dürre/Starkniederschläge, Waldbrand/Erosion, Bevölkerungsschutz), insbesondere Bewertungsrahmen - Unterlagen, Protokolle, Handlungsempfehlungen zur Bewertung die sich aus rechtlich bedeutsamen, kritischen Einzelentwicklungen in den Evaluierungsobjekten (einzelnen Nationalparken, insbesondere NP Sächsische Schweiz und NP Harz) ergeben, z.B. Klagen von Gemeinden, Naturschutzverbänden, anderen jur. Personen gegen Nationalparke, Bürgerinitiativen gegen NP, Anerkennung von Kulturtraditonen (z.B. Immaterielles Kulturerbe Bergsteigen in Sachsen) Vielen Dank!
vollständige Gebietsdaten, Berichtspflicht 2018, auf Bundeslandebene (Sachsen-Anhalt) Filterbedingungen: - Gebietsnummer in 4231-306 - Berichtspflicht 2018 Gebiet Gebietsnummer:4231-306Gebietstyp:B Landesinterne Nr.:FFH0222Biogeografische Region:K Bundesland:Sachsen-AnhaltName:Bielsteinhöhlengebiet bei Rübelandgeografische Länge (Dezimalgrad):10,8378 Fläche:21,00 ha geografische Breite (Dezimalgrad): Vorgeschlagen als GGB:März 2004Als GGB bestätigt: Ausweisung als BEG:Juli 2012Meldung als BSG: 51,7533 Januar 2008 Datum der nationalen Unterschutzstellung als Vogelschutzgebiet: Einzelstaatliche Rechtgrundlage für die Ausweisung als BSG: Einzelstaatliche Rechtgrundlage für die Ausweisung als BEG: NSG-VO v. 16.07.2012 (Amtsblatt des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt - 8(2012), v. 15.08.2012) Weitere Erläuterungen zur Ausweisung des Gebiets: Bearbeiter: Erfassungsdatum: September 2003 meldende Institution: Aktualisierung: Juli 2020 Sachsen-Anhalt: Landesamt (Halle (Saale)) TK 25 (Messtischblätter): MTB 4231 Blankenburg (Harz) Inspire ID: Karte als pdf vorhanden? nein NUTS-Einheit 2. Ebene: DEE0 Sachsen-Anhalt Naturräume: 382 Unterharz naturräumliche Haupteinheit: D37 Harz Bewertung, Schutz: Kurzcharakteristik: Höhlen Teilgebiete/Land: Begründung:Bedeutendes Fledermausvorkommen. Zwei nicht touristisch erschlossene Höhlen im Gebiet, daneben weitere kleine Spalten und Klüfte. Kulturhistorische Bedeutung:Wie Funde belegen,wurde d.FFH-Geb. vom jungsteinzeitl.Menschen wohl auf d.Suche nach Nahrungsmitteln u.Naturprodukten durchstreift u.f.d.Waldweide genutzt. geowissensch. Bedeutung:Karst in devonischen Riffkalken. Bemerkung: Biotopkomplexe (Habitatklassen): file:///lau.mlu.lsa-net.de/dfs/home/doering_m/Meldung_Gesamtlisten%20SDB/Gesamtlisten_SDB_2020/4231-306_FFH0222.htm[07.10.2020 12:45:01] vollständige Gebietsdaten, Berichtspflicht 2018, auf Bundeslandebene (Sachsen-Anhalt) EFels- und Rohbodenkomplexe1% GGrünlandkomplexe trockener Standorte54 % Oanthropogen stark überformte Biotopkomplexe1% RMischwaldkomplex (30-70% Nadelholzanteil, ohne natürl. Bergmischwälder)41 % VGebüsch-/Vorwaldkomplexe3% Schutzstatus und Beziehung zu anderen Schutzgebieten und CORINE: Gebietsnummer Nummer FLandesint.-Nr.TypStatusArt 4231-3060032WR_LSGb* 4231-306NUP0004NPb4231-306NSG389NSGb Name Fläche-HaFläche-% Harz und nördliches Harzvorland58.747,0095 -Harz/Sachsen-Anhalt166.054,00100 -Bielsteinhöhlengebiet bei Rübeland34,00100 Legende Status Art b: bestehend*: teilweise Überschneidung e: einstweilig sichergestellt+: eingeschlossen (Das gemeldete Natura 2000-Gebiet umschließt das Schutzgebiet) g: geplant-: umfassend (das Schutzgebiet ist größer als das gemeldete Natura 2000-Gebiet) s: Schattenlisten, z.B. Verbandslisten/: angrenzend =: deckungsgleich Bemerkungen zur Ausweisung des Gebiets: Gefährdung (nicht für SDB relevant): Die Angaben sind bereits vollständig unter Pkt. 'Einflüsse und Nutzungen' enthalten. Weitere Informationen liegen nicht vor. Einflüsse und Nutzungen / Negative Auswirkungen: Code Bezeichnung Rang Verschmutzung Ort G01.04Klettern, Bergsteigen, Höhlenerkundunggering (geringer Einfluß)innerhalb G05Andere menschliche Eingriffe und Störungengering (geringer Einfluß)innerhalb Einflüsse und Nutzungen / Positive Auswirkungen: Code Bezeichnung Rang Verschmutzung Ort Management: Institute LSA: LK Harz Landkreis Harz Untere Naturschutzbehörde Status: N: Bewirtschaftungsplan liegt nicht vor Pflegepläne Maßnahme / Plan Link Erhaltungsmassnahmen: file:///lau.mlu.lsa-net.de/dfs/home/doering_m/Meldung_Gesamtlisten%20SDB/Gesamtlisten_SDB_2020/4231-306_FFH0222.htm[07.10.2020 12:45:01] vollständige Gebietsdaten, Berichtspflicht 2018, auf Bundeslandebene (Sachsen-Anhalt) Beachtung der rechtsverbindlichen Regelungen der Schutzgebietsverordnung (NSG) Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie rel.- Grö. DErh.- Zust. Ges.- W. DJahr C1BC2012 GC1AC2015 0,7210GC1CC2015 6210Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien (Festuco-Brometalia)(* besondere Bestände mit bemerkenswerten Orchideen)0,4860GC1BC2015 6510Magere Flachland-Mähwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis)0,9790GC1AC2015 6510Magere Flachland-Mähwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis)0,3950GC1BC2015 8210Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation0,1440GC1AC2015 8210Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation0,1100GC1BC2015 8310Nicht touristisch erschlossene Höhlen0,0150 Anz.: 6GB1AC2012 CodeNameFläche (ha)6110Lückige basophile oder Kalk- Pionierrasen (Alysso-Sedion albi)0,1550G 6210Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien (Festuco-Brometalia)(* besondere Bestände mit bemerkenswerten Orchideen)0,34306210Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien (Festuco-Brometalia)(* besondere Bestände mit bemerkenswerten Orchideen) PF NP Daten- Qual. rel.- Grö. N Rep. 2 rel.- Grö. L 2 Ges.- W. N Ges.- W. L B B Artenlisten nach Anh. II FFH-RL und Anh. I VSch-RL sowie die wichtigsten Zugvogelarten Taxon Name S NP StatusDat.- Qual. Pop.- Größe rel.- Grö. N rel.- Grö. L rel.- Grö. DBiog.- Bed.Erh.- Zust. 1wB Ges.- W. N Ges.- W. L Ges.- W. DAnh.Jahr CII2014 MAMBarbastella barbastellus [Mopsfledermaus]wG1-5MAMMyotis bechsteinii [Bechsteinfledermaus]wG6 - 10221hBBBBII2014 MAMMyotis myotis [Großes Mausohr]wG11 - 50111hBBBBII2014 NPAnh. IV weitere Arten TaxonCode Name S Anh. V Status MAMEPTENILSEptesicus nilssonii [Nordfledermaus]Xw MAMEPTESEROEptesicus serotinus [Breitflügelfledermaus]XMAMMYOTALCAMyotis alcathoe [Nymphenfledermaus]MAMMYOTBRANMAM Pop.-Größe GrundJahr 1-5g2014 w1-5g2014 Xrpk2014 Myotis brandtii [Große Bartfledermaus]Xw1-5g2014 MYOTDAUBMyotis daubentonii [Wasserfledermaus]Xw51 - 100g2014 MAMMYOTMYSTMyotis mystacinus [Kleine Bartfledermaus]Xw6 - 10g2014 MAMMYOTNATTMyotis nattereri [Fransenfledermaus]Xw101 - 250g2014 MAMPLECAURIPlecotus auritus [Braunes Langohr]Xw1-5g2014 Legende Grund e: Endemiten Status a: nur adulte Stadien file:///lau.mlu.lsa-net.de/dfs/home/doering_m/Meldung_Gesamtlisten%20SDB/Gesamtlisten_SDB_2020/4231-306_FFH0222.htm[07.10.2020 12:45:01]
In the last decades the Sagarmatha region became an important and well known trekking region. Over 30.000 trekkers and mountaineers supported by 150.000 sherpa are trekking each year via Lukla and Namche Bazaar to the Mount Everest base camp. This kind of tourism is one of the most important economic factors for this region and therefore very important to those who are living there. Unfortunately, the large number of trekkers and mountaineer is also associated with negative impacts such as continuously increasing amounts of solid waste in the region. On the one hand part of this waste is collected along the trekking route in the lodges and in the base camp, on the other hand a reasonable share of waste is also littered along the trekking routes and on the slopes of the Mount Everest. So far no waste management plan exists for the region and therefore environmental pressure regarding proper waste management is increasing. In the frame of the 'Visit Nepal Year 2011' the Austrian-Nepalese NGO EcoHimal Austria/Nepal organizes together with international partners under the umbrella of the project 'Saving Mount Everest' (SaME) a 'Everest Clean Up' campaign in the Sagarmatha National Park in order to collect waste along the trekking routes an especially on the slopes of Mount Everest between the base camp and the summit. Subsequently a sustainable waste management system should be developed and implemented.
8150 Kieselhaltige Schutthalden der Berglagen Mitteleuropas Urs Jäger;Jens Stolle 1 1.1 Beschreibung und wertbestimmende Faktoren Vegetationskundliche bzw. strukturelle Zuordnung Zum LRT gehören natürliche und naturnahe hängige, festliegende bis schwach rutschende, waldfreie Schutt- und Blockhalden aus Silikatgestein, z.T. an trocken-warmen und größtenteils feinerdefreien Standorten sowohl in Sonn- als auch Schattlage. Die Silikatschutthalden sind oft reich an Farnen, Moosen und Flechten. Der LRT umfasst den gesamten wald- und gebüschfreien Teil der Schutthalden, wenn auf nennenswerten Flächen eine entsprechende Vegetation ausgebildet ist. Die Bestände müssen eine für flächenhafte natürliche Waldfreiheit ausreichend große Ausdehnung und eine charakteristische, überwiegend kryptogamengeprägte Vegetation aufweisen. Bedingt durch die extremen Standortbedingungen und ihre daraus resultierende Konkurrenzarmut stellen die Silikatschutthalden oft Refugien für hochspezialisierte, seltene und gefährdete Arten dar. Häufige Kontaktgesellschaften sind Hangschutt- und Schuttwälder sowie die typischen Felsspalten-, Rasen- und Gebüschgesellschaften der Silikatstandorte. 1.1.1 Optimale Ausprägung Silikatschutthalden sind primär geomorphologisch definiert, für eine Einstufung als LRT 8150 sollte allerdings mindestens eine der charakteristischen Pflanzenarten nachzuweisen sein. Es ist zu beachten, dass die charakteristische Vegetation oft schütter ausgebildet ist oder auf großen Teilflächen fehlen kann. O Galeopsietalia segetum – Silikatschutt-Gesellschaften Die Gesellschaft wird durch Epilobium collinum (Hügel-Weidenröschen) charakterisiert. A Festuco pallentis-Saxifragetum decipientis – Rasensteinbrech-Gesellschaft An feuchten, schattigen Silikatschutthalden im Bodetal bei Thale/Harz vorkommend. Mit Saxifraga rosacea (Rasen- Steinbrech). 1.1.2 Minimale Ausprägung Kleinflächige Vorkommen mit gerade noch offenem Standort und fragmentarischer zönotischer Ausstattung bei gleicher struktureller Standortausstattung (grobklastisches Substrat, Fehlen von Feinerde, Hängigkeit). 1.2 Charakteristische Pflanzenarten Gefäßpflanzen:Flechten: Epilobium collinum (Hügel-Weidenröschen)Acarospora fuscata Galeopsis angustifolia (Schmalblättriger Hohlzahn)Cladonia coccifera Geranium lucidum (Glänzender Storchschnabel)Cladonia furcata Geranium robertianum (Ruprechtskraut)Cladonia gracilis Gymnocarpium robertianum (Ruprechtsfarn)Cladonia pyxidata Huperzia selago (Tannen-Teufelsklaue)Cladonia squamosa Saxifraga rosacea (Rasen-Steinbrech)Lecanora polytropa Moose:Lecidea fuscoatra Anastrophyllum minutumParmelia saxatilis Andreaea rupestrisPertusaria corallina Barbilophozia attenuataPorpidia crustulata Barbilophozia barbataPorpidia macrocarpa Calypogeia neesianaRhizocarpon geographicum Chandonanthus setiformis (sehr selten)Stereocaulon dactylophyllum Dicranum majusStereocaulon pileatum Grimmia donnianaStereocaulon vesuvianum Grimmia hartmanniiTrapelia coarctata Gymnocolea inflataTrapelia obtegens Gymnomitrium concinnatum (sehr selten, Relikt)Umbilicaria polyphylla Kiaeria blyttiiXanthoparmelia conspersa Lophozia sudetica Lophozia ventricosa Lophozia wenzelii Racomitrium fasciculare Racomitrium heterostichum Racomitrium lanuginosum Scapania nemorea Tritomaria quinquedentata 2 Abiotische Standortfaktoren Der LRT ist an einen hängigen Standort verschiedenster Exposition mit flächendeckendem grobklastischen, silikatischen, festliegenden oder schwach rutschenden Substrat (Blöcke), oft mit darüber liegendem Nährfelsen und weitgehendem Fehlen von Feinerde, gebunden. Die Nährstoffversorgung der Vegetation ist dementsprechend gering. Die klimatischen Bedingungen sind oft durch Kaltluftaustritt und entsprechend tiefe Temperaturen während der Vegetationsperiode geprägt. Halden in Südost-, Süd- und besonders in Südwestexposition sind starker Insolation ausgesetzt, können sich tagsüber stark erwärmen und weisen dann meist extreme Schwankungen zwischen Tag- und Nachtemperatur auf. Durch zirkulierende Luft in den Hohlräumen der Halde setzt sich auf kaltem Gestein nährstoffarmes Kondenswasser ab. Da Niederschlagswasser von dem überwiegend groben und sehr groben Substrat der Halden kaum gespeichert wird, trägt dieses Kondenswasser zur Wasserversorgung der Pflanzen bei. 3 Dynamik Auf Schutt- und Blockhalden ist eine nachhaltige Sukzession aufgrund einer möglichen rezenten Bewegung mit der entsprechenden Störung der Vegetation sehr erschwert. Darüber hinaus beeinträchtigen auch bei festliegendem Substrat die extremen Klimabedingungen wie die Temperaturextreme in Sonnenlagen, die gegenüber der Umgebung dauerhaft erniedrigten Temperaturen an Kaltluftaustritten am Fuß von Halden mit nordgenäherter Exposition sowie der Mangel an besiedelbarem Substrat die Sukzession. Tritt diese dennoch auf, verläuft sie sehr langsam über Laubanwehungen und allmähliche Bildung von Feinerde in den Klüften bis zum Blockwald als Endstadium. 4 Bedingungen für das Vorkommen in der Kulturlandschaft Schutt- und Blockhalden stellen vollkommen natürliche Lebensräume dar. Da die Standorte kaum für andere anthropogene Nutzungen geeignet sind, gehen wesentliche Gefahren für die Erhaltung nur durch eine direkte Zerstörung im Zuge von Gesteinsabbau sowie durch indirekte Beeinträchtigungen infolge des Tourismus aus. 5 Management Es muss eine möglichst effektive Abschirmung menschlicher Einflussnahme wie Trittbeeinträchtigungen beim Wandern und Bergsteigen sowie Schutz vor Abbau und direkter Vernichtung gewährleistet werden. 6 Literatur 89, 287, 299
8220 Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation Urs Jäger; Jens Stolle 1 1.1 Beschreibung und wertbestimmende Faktoren Vegetationskundliche bzw. strukturelle Zuordnung Der Lebensraumtyp umfasst natürliche und naturnahe, für natürliche Waldfreiheit ausreichend hohe und steile Silikatfelsen ohne Bodenbildung sowie Felsspalten mit Vorkommen von charakteristischer Silikatfelsspaltenvegetation. Daneben sind auch Felsen und mächtige Blöcke in lichtem Wald eingeschlossen, soweit charakteristische Pflanzenarten vorkommen. Die primären, lückigen Pionierfluren werden von Flechten und Moosen sowie kleinwüchsigen Gräsern und Kräutern aufgebaut. Dabei zählt jeweils die gesamte Felswand, nicht nur die besiedelte Felsspalte, mit Vorkommen der charakteristischen Vegetation zum Lebensraumtyp. Anthropogene, naturnah entwickelte Felswände (z.B. Steinbrüche) sind beim Vorhandensein entsprechender Vegetation in den LRT eingeschlossen. In Sachsen-Anhalt ist der LRT vorwiegend im Harz zu finden. Sekundäre Standorte wie Mauerspalten sind nicht eingeschlossen. 1.1.1 Optimale Ausprägung V Androsacion vandellii – Silikatfels-Gesellschaften Auf unterschiedlichem silikatischem Gestein vorkommend. Mit Asplenium septentrionale (Nördlicher Streifenfarn), Dicranella heteromalla und Bartramia ithyphylla. A Woodsio ilvensis-Asplenietum septentrionalis – Gesellschaft des Rostroten Wimperfarns und Nördlichen Streifenfarns An steilen, südexponierten Felsen mit nährstoffarmem Material vorkommend. Mit Asplenium septentrionale (Nördlicher Streifenfarn), Woodsia ilvensis (Rostroter Wimperfarn), Hieracium schmidtii (Blasses Habichtskraut) und Festuca pallens (Blau-Schwingel). A Asplenietum septentrionali-adianti-nigri – Gesellschaft des Nördlichen und Schwarzstieligen Streifenfarns In Felsspalten kalkfreier Gesteine in warmen, wintermilden Lagen des Harzes, auf frischen, nicht zu nährstoffarmen Standorten vorkommend. Mit Asplenium trichomanes (Braunstieliger Streifenfarn), Asplenium septentrionale (Nördlicher Streifenfarn) und Asplenium adiantum-nigrum (Schwarzstieliger Streifenfarn). A Bartramio-Cystopteridetum fragilis – Blasenfarn-Gesellschaft An schattigen, feuchten silikatischen Felsen in luftfeuchter Lage vorkommend. Mit Cystopteris fragilis (Zerbrechlicher Blasenfarn), Bartramia ithyphylla und Dicranella heteromalla. 1.1.2 Minimale Ausprägung Es muss mindestens eine Art der Silikatfelsspaltenvegetation vertreten sein. Es werden sowohl natürliche, kleine, erst durch anthropogenen Einfluss (z.B. extensive Hutungen, Verkehrswege) waldfreie Felsen, als auch durch historische Steinbruchnutzung entstandene, inzwischen mit charakteristischer Vegetation naturnah besiedelte Felsen einbezogen. 1.2 Charakteristische Pflanzenarten Gefäßpflanzen:Grimmia montana Asplenium adiantum-nigrum (SchwarzstieligerGrimmia laevigata Streifenfarn)Hedwigia ciliata Asplenium septentrionale (Nördlicher Streifenfarn)Racomitrium heterostichum Asplenium trichomanes (Braunstieliger Streifenfarn)Ramalina capitata Cystopteris fragilis (Zerbrechlicher Blasenfarn)Rhizocarpon alpicola Epilobium collinum (Hügel-Weidenröschen)Rhizocarpon geographicum Huperzia selago (Tannen-Teufelsklaue)Tephromela atra Polypodium vulgare (Gemeiner Tüpfelfarn)Umbilicaria cylindrica Woodsia ilvensis (Rostroter Wimperfarn)Umbilicaria deusta Moose:Umbilicaria hirsuta montan bis hochmontan:Umbilicaria polyphylla Amphidium mougeottiiXanthoparmelia conspersa Andreaea rupestrisFlechten: Barbilophozia barbataAcarospora fuscata Barbilophozia attenuataAspicilia caesiocinerea Barbilophozia lycopodioidesBrodoa intestiniformis Bartramia hallerianaCandelariella coralliza Bartramia ithyphyllaCandelariella vitellina Blepharostoma trichophyllemDiploschistes scruposus Cynodontium polycarpumLasallia pustulata Diplophyllum albicansLecanora polytropa Grimmia donnianaLecanora soralifera Grimmia trichophyllaLecidea confluens Mylia tayloriiLecidea fuscoatra Paraleucobryum longifoliumMelanelia disjuncta Racomitrium fasciculareMelanelia hepatizon Racomitrium lanuginosumMelanelia stygia Rhabdoweisia fugaxParmelia saxatilis Schistostega pennataPertusaria corallina submontan bis kollin (planar):Pertusaria lactea Bartramia pomiformisProtoparmelia badia Coscinodon cribrosus Cynodontium bruntonii 2 Abiotische Standortfaktoren Felsen aus Silikatgestein (Granit, Porphyr, Gneis, Schiefer, Bunt- und Kreidesandstein usw.) in verschiedenartiger Exposition, mehr oder weniger ohne Bodenbildung, aber mit Felsspalten. 3 Dynamik Silikatfels-Gesellschaften auf großen natürlichen und naturnahen Silikatfelsen zeichnen sich durch extrem geringe Dynamik aus. Kleinere, erst durch anthropogenen Einfluss waldfrei gewordene Silikatfelsen können nach Beendigung des menschlichen Einflusses durch erneutes Aufwachsen von Gehölzen in den Schatten des Kronendaches gelangen und ihren bisherigen Charakter (einschließlich Silikatfelsspaltenvegetation) verlieren. 4 Bedingungen für das Vorkommen in der Kulturlandschaft Große natürliche oder naturnahe Silikatfelsen stellen Lebensräume dar, die auch ohne menschlichen Einfluss existieren. Der direkte menschliche Einfluss auf diesen Standort ist bisher so gering, dass die Lebensräume auch unter heutigen Bedingungen, außer bei direkter Vernichtung (v.a. Steinbruchbetrieb), kaum gefährdet sind. Mögliche Gefährdungen können durch Klettersport sowie bei siedlungsnahen Vorkommen durch Eutrophierung auftreten. 5 Management Es ist eine möglichst effektive Abschirmung vor menschlicher Einflussnahme wie Trittbeeinträchtigung (Bergsteigen, Wandern) oder Gesteinsabbau zu gewährleisten. 6 Literatur 89, 287, 299
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Die hohe naturschutzfachliche Bedeutung der Felsen in den deutschen Mittelgebirgen und der erhöhte Besucherdruck durch Kletterer erfordern eine verstärkte Information über die Sensibilität des besuchten Lebensraumes und die lokal vereinbarten Verhaltensregeln. Durch den Aufbau eines digitalen Geographischen Informationssystems für den Naturraum Fels wird das Verständnis für ökologische Zusammenhänge bei Klettersportlern gefördert und durch eine gezielte Lenkung der sportlichen Aktivitäten in den Mittelgebirgen eine naturverträgliche Sportausübung unterstützt. Das Informationssystem ermöglicht außerdem eine Identifizierung von potentiellen Konfliktbereichen zwischen Sport und Naturschutz und gewährleistet eine langfristige Sicherung der Gebietsbetreuung durch ehrenamtliche Felsbetreuer. Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden: Der Aufbau des digitalen Umweltinformationssystems erfolgt in drei Phasen. In Phase 1 soll auf der Grundlage einer Felsbiotoperfassung zwischen 1995 und 1999 eine Felsdatenbank, zunächst für die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen aufgebaut werden. In der 2. Phase wird die Erreichung der Ziele überprüft, das Konzept hinsichtlich seiner Effizienz evaluiert und gegebenenfalls angepasst. In Phase 3 (nicht Gegenstand der Projektförderung) werden, aufbauend auf Phase 1 und 2, die verbleibenden Felsgebiete in der Bundesrepublik in das Umweltinformationssystem integriert. Die Daten der Kartierungen werden in ein Geographisches Informationssystem überführt und bilden die Basis für das Umweltinformationssystem - Naturraum Fels. Durch umfangreiche Abfragemöglichkeiten der Felsen und Klettergebiete in der Datenbank und deren Anzeuge in interaktiven, digitalen Karten verschiedener Maßstäbe, wird die Website für Kletterer attraktiv gestaltet. Die lokal bestehenden Kletterregelungen können hier ebenso präsentiert werden, wie Hintergrundinformationen zum Lebensraum Fels. Gebietsbetreuer (ggf. weitere Nutzergruppen) können über einen passwortgeschützten Zugang den vollständigen Datenbestand einsehen und definierte Veränderungen vornehmen. Hierdurch und durch die Eingabe von 'News'- Meldungen durch Klettere soll das Informationssystem langfristig gepflegt und aktuell gehalten werden und somit eine interaktive Informationsplattform im Bereich 'Klettern und Naturschutz' darstellen.
Eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien belegt eine markante Temperaturzunahme in den Alpen, besonders seit den beginnenden 1980er Jahren. Auswirkungen auf den Alpinismus bzw. Alpintourismus (Bergsport und davon abhängige Berufe, Hütten- und Infrastrukturerhaltung im Gebirge) sind dabei jedoch kaum untersucht und zudem stark von der Region abhängig. In einem Projekt der Technischen Universität Wien, des Umweltdachverbandes und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) wurden gemeinsam mit den wichtigsten alpinen Verbänden (OeAV, DAV, NFÖ, ÖTK), sowie mit Unterstützung des Nationalparks Hohe Tauern, mögliche Auswirkungen der Klimaänderung auf den Alpinismus näher untersucht und zusammenfassend dargestellt. Als Untersuchungsgebiet wurde - auf Grund der langjährig verfügbaren Daten des Sonnblick Observatoriums, der Lage im Nationalpark Hohe Tauern und der intensiven Nutzung als alpintouristisches Gebiet - die Glockner- und Goldberggruppe ausgewählt. Neben einer wissenschaftlichen Recherche und ergänzenden Untersuchungen wurde mittels einer Umfrage unter Hüttenpächtern und -wirten, Wegeerhaltern, Bergführern und Tourenwarten erhoben, ob sich die Klimaänderung im alpin-touristischen Umfeld bereits bemerkbar macht und wenn ja, in welchen Formen.
Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen folgende Fragen: 1) Wie haben sich die Aktivitätsmuster und Ansprüche im Sommer-Bergtourismus verändert und welche Veränderungen sind für die nähere Zukunft zu erwarten? 2) Wo sehen die Bergtouristen den größten Handlungsbedarf? Methodischer Schwerpunkt der Erhebungen sind Zielgebietsbefragungen auf Schutzhütten oder sonstigen geeigneten alpinen Befragungsorten in Österreich.
Problems to be solved: A great number of isolated tourism facilities of various types in different locations throughout Europe do not yet have a convenient sewage treatment system or need to improve the existing one. The connection to a sewer mains is often not feasible or at least not the best option. Decentralised sewage treatment on the other hand has to cope with particular problems. This project intends to develop a decentralised but integrated water and wastewater management system solving the related problems, e.g. high seasonal and/or weekly wastewater flow and load variations, poor maintenance capabilities of owners, lack of water, lack of receiving waters. In order to implement such sewage treatment technology on a large scale it has to be adapted to very different environmental conditions, form high mountain to sea shore, from Mediterranean to northern climates. Last but not least the technology must be known to owners of tourism facilities as well as planners of sewage treatment schemes. Scientific objectives and approach: The project aims at preparing guidelines for sustainable water management (SWM) and treatment of wastewater for tourism facilities in remote areas. This overall objective implies several other scientific and technological subordinate objectives: Development of a cost effective water management reclamation concepts for treated wastewater separation technologies in sanitation reed bed treatment systems (RBTS) for treating wastewater under respect of tourism facilities in remote areas with their particular characteristics, e.g. strongly varying hydraulic and organic loads. Thirteen specific pilot plants shall be erected at typical facilities (camping sites, tourist farms, mountaineering shelters etc.) as well as in different climates (Atlantic, continental, Mediterranean and alpine) . Different SWM systems shall be tested on the plants. EU and national guidelines for SWM and RBTS for the involved countries will be established in co-operation with national authorities and experts. The project work will be done according to four logical steps to achieve the goal of creating guidelines for a sustainable water and wastewater management in combination with constructed wetlands in tourism activities. The first step will be a planning process to work out variants of sustainable alternatives for 13 concrete tourism sites in typical tourist surroundings (seashore, mountains, other attractions) in different regions of Europe (Latvia, Germany, Austria, Italy) and for a discharging capacity from 50 to 1.200 pe. The second step will be the realisation of one variant for every 13 pilot plants. The next step will be an accompanied research for the constructed plants focussing on the following topics: hygienic, physical and chemical performances, technical innovative appliances (reclamation of nutrients and water, separation technologies) , social acceptance and economic advantages. The last step will be to work out common European gu
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 8 |
| Land | 4 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 6 |
| Text | 4 |
| unbekannt | 1 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 3 |
| Offen | 8 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 9 |
| Englisch | 2 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Datei | 1 |
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| Keine | 6 |
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| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 9 |
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| Weitere | 11 |