Durch den Ski-Tourismus und klimatische Veränderungen entstehen immer häufiger erosionsgefährdete Hänge in alpinen Lagen. Der Einsatz von Schneekanonen sorgt für eine Verkürzung der Vegetationsperiode mit der Folge eines Vegetationsrückganges. Die zunehmende Erschließung und das Planieren von Pisten führen ebenfalls zu erosionsgefährdeten Hängen. Bisherige Maßnahmen können den natürlichen Schutz einer Vegetationsdecke nur unzureichend ersetzen. Mit dem Forschungsvorhaben sollen Vegetationsmatten entwickelt werden, die für alpine Bereiche geeignet sind und deren standortgerechte Vegetation sich in alpinen Hängen verwurzelt, um so eine Erosionsstabilität zu erzielen. Für die Entwicklung einer Vegetationsmatte ist es wichtig eine geeignete Pflanzenauswahl zu treffen, entsprechendes Saatgut zu beschaffen und die zukünftige Bereitstellung des Saat- und Pflanzmaterials zu realisieren. Zudem soll ein Verfahren für die Bereitstellung von Saatgut für eine industrielle Produktion der Vegetationsmatten realisiert werden. Darüber hinaus muss ein neues Substrat und ein Vegetationsträger entwickelt werden. Abschließend soll die Verwurzelungsfähigkeit in einem alpinen Gebiet gezeigt werden.
Konventionelle Schneeerzeuger für den Einsatz z.B. in Skigebieten sind wenig effektiv hinsichtlich Ressourcen- und Energieeinsatz. Um den Bedürfnissen des Wintertourismus zu entsprechen ist die Produktion von technischem Schnee unabkömmlich. Jährlich werden im Alpenraum etwa 95 Mio. Kubikmeter Wasser für die Schneeproduktion eingesetzt. Nach dem heutigen Stand der Technologie lassen sich daraus ca. 200 Mio. Kubikmeter Schnee produzieren. Der Bedarf an elektrischer Energie für die Infrastruktur und die Beschneiung ist enorm. Es wird geschätzt, dass jährlich im Alpenraum weit mehr als 250 GWh für die Schneeerzeugung eingesetzt werden. Das Projekt SNOW zielt darauf ab, die Technologie und einen Prototyp zu entwickeln, die in Bezug auf Ressourceneffizienz und Energieeinsatz neue Maßstäbe und Möglichkeiten in der Beschneiungsindustrie schaffen. Die Art der Schneeerzeugung orientiert sich an der Natur: einzelne Schneekristalle entstehen in einer künstlichen Wolke. Die Dichte des so entstandenen Schnees ist variabel, sodass aus einem Kubikmeter Wasser bis zu 10 Kubikmeter Schnee produziert werden können. Die dafür benötigte elektrische Energie beträgt nur mehr einen Bruchteil des bisherigen Standards. Konventionelle Niederdruck-Schneeerzeuger benötigen in etwa 0.625 kWh an elektrischer Energie pro erzeugten Kubikmeter technischen Schnees. Die neue Technologie wird für dieselbe Menge etwa 0.05 kWh benötigen. Ziel des Projekts ist die Optimierung eines Verfahrens, bei dem Schnee in einem Behälter in einer künstlichen Wolke produziert wird. Für die Arbeiten an und mit dem Laborprototypen werden innerhalb des Konsortiums die Kräfte gebündelt. Unter der Leitung der Experten der Universität für Bodenkultur werden Fachleute der TU Wien und der Siemens AG Österreich zusammengeführt um die entstehenden Fragen optimal beantworten zu können. Die Technik konventioneller Schneeerzeuger ist prinzipiell seit Jahrzehnten unverändert. Mit dem Projekt SNOW kann Österreich einen Baustein liefern, der die Position als Innovationsführer bei der zukünftigen Ausstattung von Skigebieten festigt. Als Ergbnis des Projekts wird erwartet, dass die Laborergebnisse für einen Technologiesprung in der Beschneiungstechnik weiter verwendet werden können. Weiterführend soll damit die Schneeerzeugung umweltfreundlicher gestaltet und auch eine nachhaltige Alternative zu bestehenden Beschneiungstechniken entwickelt werden.
Bakterien finden sich überall auf der Erde, auch in den unteren Schichten der Atmosphäre. Als Kondensationskerne tragen sie massgebleich zur Eisbildung in Wolken bei (Christner et al., 2008a) und haben damit Einfluss auf den Niederschlag (Möhler et al., 2007). Die Eigenschaft, z.B. von Pseudomonaden, schon bei Temperaturen nur wenig unter 0 oC die Eisbildung zu ermöglichen, hat zu deren Einsatz bei der Herstellung von Kunstschnee mittels Schneekanonen geführt (Snomax®). Auch Einsätze solcher Organismen über ariden Gebieten werden inzwischen diskutiert. Allerdings ist noch völlig unklar, ob der natürliche Eintrag von Bakterien in solchen Rregionen überhaupt ein limitierender Faktor für Niederschlag ist.,Eine kleine Zahl von Studien hat sich mit der Konzentration von Bakterien in der freien Atmosphäre, in Regen und in Schnee befasst (zusammengefasst von Burrows et al., 2008). Viel weniger jedoch ist über die Eintragsrate von Bakterien aus natürlichen Ökosystemen in die Atmosphäre bekannt. Hierzu müssen neben Konzentrationen auch atmosphärische Transportparameter bestimmt werden. Im Rahmen eines laufenden Projekts zur Abschätzung von Treibhausgas Emissionen bestimmen wir atmosphärische Transportparameter mit Hilfe des natürlichen Tracers 222Rn. Durch eine zusätzliche Bestimmung der Bakteriendichte könnte unter Umständen mit relativ geringem zusätzlichen Aufwand ein Einblick in deren Eintragsrate in die Atmosphäre gewonnen werden.,Ziel dieser Projektstudie ist, diese Möglichkeit einer grossräumigen Abschätzung des Eintrags von Bakterien aus Ökosystemen in die freie Troposphäre überprüfen. Einträge von Spurengasen konnten so schon erfolgreich bestimmt werden (Schmidt et al., 1996; Wilson et al., 1997; Conen et al., 2002). Es gibt bisher jedoch keinen Nachweis dafür, dass dies auch für Aerosole, wie zum Beispiel Bakterienzellen, gilt. Bestätigt sich diese Möglichkeit auch für Bakterien, so eröffnet sich unserem Institut ein interessantes neues Arbeitsfeld. Zukünftig wäre es dann möglich, weiteren interessanten Fragen, zum Beispiel dem inter-kontinentalen Transport von Mikroorganismen (Mandrioli & Ariatti, 2001), nachzugehen.
Es wird ein Gerät entwickelt, das Schnee produziert, welcher in seiner Form und Dichte natürlichem Schnee sehr ähnlich ist. D.h. es werden Dendriten oder ähnliche Schneekristalle erzeugt, die nach der Ablagerung eine typische Dichte von max. 200kg/m^3 haben (konventionelle Schneekanonen produzieren Kunstschnee mit Dichten von etwa 450 kg/m^3. Die Produktion des natürlichen Kunstschnees erfolgt in einem Behälter, in dem die meteorologischen Bedingungen einer Wolke reproduziert werden. Dabei entstehen unterschiedliche Schneekristalle als Funktion von Übersättigung und Temperatur.
Im Skiliftkarussell Winterberg stehen ab der Saison 2003/3004 drei Sesselbahnen, 13 Schlepplifte, drei transportable Übungslifte (Herrloh) sowie zwei Rodellifte zur Verfügung. Die Gesamtpistenfläche im Skiliftkarussell liegt bei ca. 29 ha. Verschiedene Abfahrten sind schon seit mehreren Jahren mit fest installierten Beschneiungsanlagen ausgestattet. Die Gesamtfläche der beschneiten Fläche liegt derzeit bei ca. 5,4 ha. Die Wasserversorgung der Anlagen erfolgt aus dem Bürebach bzw. dem Ahlener Teich. Die insgesamt 18 Abfahrtsflächen des Skiliftkarussells wurden im Hinblick auf das skisportliche Anforderungsprofil, die touristische Bedeutung sowie unter naturschutzfachlichen und wasserwirtschaftlichen Gesichtspunkten einzeln analysiert. Auf diesem differenzierten Bild beruht im Weiteren die räumliche Konzeption für den zukünftigen Ausbau der Beschneiungsanlagen. Das Realisierungskonzept der DSHS orientiert sich an mehreren Leitbildern. Neben der Konzentration auf ortsnahe, bereits intensiv touristisch genutzte Bereiche und der Berücksichtigung der naturschutzfachlichen und wasserwirtschaftlicher Zielvorgaben spielt hierbei vor allem der folgende Sachverhalt eine entscheidende Rolle. Ziel dieses Realisierungskonzeptes ist die Schaffung bzw. Sicherung eines skisportlichen Mindestangebotes durch technische Beschneiung. Eine Ausrüstung sämtlicher vorhandener Pisten mit Beschneiungsanlagen, wird im Zusammenhang mit den bisherigen Überlegungen des Masterplans und den damit zusammenhängenden staatlichen Infrastrukturförderprogrammen nicht angestrebt. Unter diesen Gesichtspunkten sollte - zusammenfassend dargestellt - der Schwerpunkt der zukünftigen Entwicklung im Bereich Herrloh - Poppenberg in Verbindung mit dem Brembergkopflift I liegen. Ergänzt werden könnte dieses zusammenhängende Pistensystem durch eine Beschneiung des skisportlich interessanten Slalomhanges. Eine Beschneiung der Achse Bremberg - Nordhang (- Kahler Asten) macht aus skitouristischen Gesichtspunkten nur Sinn, wenn es sich dabei tatsächlich um eine Sicherung der (visionären) Verbindung zu den Skigebieten Altastenberg und Neuastenberg handelt. Ein Ausbau der skisportlichen Infrastruktur in den Bereich des Kahlen Asten besitzt aber auf Grund der hohen naturschutzfachlichen Wertigkeit ein hohes ökologisches Konfliktpotenzial und würde sich nach Aussage der Unteren Landschaftsbehörde nicht mit dem Naturschutzzweck vereinbaren lassen. Eine Skigebietserweiterung in den Bereich Kahler Asten wird daher nicht befürwortet, womit auch eine Beschneiung der Achse Bremberg - Nordhang nicht die oberste Priorität im Skiliftkarussell besitzen sollte. Für diese räumliche Konzeption, welche eine Beschneiung von insgesamt ca. 50Prozent der Pistenfläche im Skiliftkarussell vorsieht, wurde die notwendige Dimensionierung der Gesamtanlage im Hinblick auf Einschneizeit, Pumpenleistung, Anzahl der Schneeerzeuger, Wasserbedarf etc. konzipiert.
Anhand einer Schwachstellenanalyse wurde festgestellt, dass die Beschneiungsanlage, insbesondere Schneileitung, nicht mehr den Stand der Technik entspricht. Die Hornbahn Hindelang GmbH & Co. KG beantragt für das Jahr 2025 die Ertüchtigung/Erweiterung der Anlage für die Beschneiung der Blauen Rodelbahn am Imberger Horn. Die Schneileitung verläuft entlang bzw. im Untergrund des Wirtschaftsweges zur Hornalpe. Die Wegegemeinschaft des Wirtschaftsweges „Hornalpe“ plant ab 2026 die abschnittsweise Sanierung des Weges. Die Wegemaßnahmen können erst beginnen, wenn Maßnahmen an der Beschneiungsanlage fertiggestellt sind. Um die Geländeeingriffe auf absolutes Minimum zu reduzieren, soll der Graben für die frostsichere Schneileitung (mit Ausnahme der kurzen Strecke im oberen Bereich) ausschließlich innerhalb des Wirtschaftsweges „Hornalpe“ mittels einer Felsfräse hergestellt werden. Durch den Einsatz einer Felsfräse ist die Breite des Grabens auf 80 cm begrenzt. Ein Teil der bestehenden Zapfstellen soll an Ort und Stelle verbleiben. Die zusätzlichen 9 Zapfstellen sollen wie bisher am bergseitigen Wegrand positioniert werden. Da ein Grundstück nicht zur Verfügung steht, muss die Schneileitung auf einer Länge von ca. 90 m die Wegtrasse verlassen. Des Weiteren soll von der obersten Zapfstelle bis zur geplanten Trafostation der Bergstation Hornbahn ein Kabelgraben von rund 140 m hergestellt werden, welcher innerhalb des Weges zur Bergstation verlaufen soll. Der Flächenverbrauch ist relativ gering, da die Verlegearbeiten entlang der Bestandsstrecke geplant sind. Zudem bleibt der Wasserbedarf annähernd gleich und es kommen keine zusätzlich zu beschneienden Flächen hinzu.
Der Bedarf an Beschneiungsanlagen für technischen Schnee hat weltweit stark zugenommen. Leider ist die Schneeherstellung aber sehr energieintensiv. Hauptzielsetzung des beantragten Projektes ist die Entwick-lung eines neuartigen Hochdruck-Düsenlanzensystems nach wissenschaftlichen Methoden zur technischen Beschneiung von Skipisten bei wesentlich verbesserter Energie- und Ökologiebilanz, das die jeweiligen Vorteile der heutigen HD- und ND-Schneisysteme kombiniert. U.a. soll ein wasserbetriebener Ventilator den Luftaustausch im Düsenbereich gewährleisten, damit bei wenig Wind der Betrieb der Anlage gesichert ist. Gegenüber dem aktuellen Stand der Technik wird eine Energieeinsparung von mindestens 30% angestrebt. Zudem soll der mögliche klimatische Betriebsbereich der Schneedüsen vergrössert werden. Bei deutlich geringeren Betriebskosten und dem Einsatz ohne chemische oder biologische Zusatzstoffe sind die wichti-gen Verkaufsargumente gegeben, damit sich dieses neuartige Lanzensystem weltweit auf dem Markt durchsetzen kann. BTT wird damit die CH-Marktführerschaft für HD-Systeme ausbauen und sich gleichzei-tig europa- und weltweit eine wesentlich bessere Position am Markt erarbeiten.
Schneesicherheit ist eine wichtige Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg des Wintertourismus. Schneemangel infolge Trockenheit oder hoher Temperaturen stellen die Wintertourismusdestinationen und vor allem die Bergbahnunternehmen vor grosse Herausforderungen. Als Adaptionsstrategie an wärmer werdende Temperaturen in Folge des Klimawandels, den zunehmenden Konkurrenzdruck unter den Destinationen und die gestiegenen Ansprüche der Touristen wird die Errichtung von Beschneiungsanlagen in den Alpen stark forciert. Forschende des Eidg. Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF, der Eidg. Forschungsanstalt WSL und der HSR Hochschule für Technik Rapperswil untersuchten in diesem Forschungsprojekt die ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen von technischer Beschneiung anhand der drei Schweizer Tourismusregionen Davos, Scuol und Braunwald. Die Studie entstand in enger Zusammenarbeit mit Bergbahnvertretern, Gemeindevertretern und Tourismusfachleuten aus diesen drei Destinationen. Mit dieser Studie beteiligte sich das SLF an dem von der EU unterstützten INTERREG IIIB Projekt ClimChAlp - Climate change, impacts and adaptation strategies in the Alpine Space. Die Studie wurde am 07. Dezember 2007 im Rahmen einer Pressekonferenz veröffentlicht. Ziel dieses Forschungsprojekts war es, die Bedeutung der Beschneiung für die Bergbahnbetreiber, die Tourismusdestination und die Gäste zu analysieren sowie deren Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft, die Ressourcen (Energie und Wasser) und die Umwelt aufzuzeigen. Die Resultate dieser Studie tragen zur objektiven Betrachtung der Thematik Technische Beschneiung bei und können als Entscheidungsgrundlage für die Planung und Umsetzung von Beschneiungsanlagen sowie für die Entwicklung alternativer Adaptionsstrategien im Zusammenhang mit der Klimaänderung dienen. Fazit: Die Ergebnisse der Studie und die Diskussion der einzelnen Themenkomplexe zeigen, dass sich die drei Untersuchungsgebiete Davos, Scuol und Braunwald nicht nur klimatisch und aufgrund ihrer Höhenlage, sondern auch durch ihr touristisches Angebot, ihre Gästestrukturen und ihre Tourismusstrategien deutlich unterscheiden. Im Hinblick auf den zunehmenden Konkurrenzdruck und das sich ändernde Klima gilt es, die regionalen Stärken zu nutzen, um ein vielfältiges, qualitativ hochwertiges Sommer- und Winterangebot zu entwickeln und somit konkurrenzfähig zu bleiben. Die technische Beschneiung ist für höher gelegene Destinationen wie Davos und Scuol ein möglicher Weg, den Skitourismus im Winter zu fördern. Die wirtschaftlichen Kosten und Nutzen der technischen Beschneiung sowie die ökologischen Auswirkungen sollten bei der Planung von neuen Beschneiungsanlagen sorgfältig geprüft werden. Dabei bedarf es der Zusammenarbeit aller beteiligter Akteure wie Bergbahnen, Gemeinde und Tourismus.
In Deutschland kommt der Alpensalamander als alpine Art nur in den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg vor. Er besiedelt den gesamten deutschen Alpenraum von den Berchtesgadener Alpen im Osten bis zu den Allgäuer Alpen im Westen (Guex & Grossenbacher 2004, Maletzky & Kuhn 2019). In der Adelegg im Grenzbereich von Bayern und Baden-Württemberg und den Iller-Vorbergen in Bayern sind auch Wälder im Alpenvorland besiedelt (Fritz & Sowig 2007). Ein isoliertes Vorkommen befindet sich in einer Schlucht der Lechvorberge. Die Höhenverbreitung reicht von ca. 700 m bis 2.100 m ü. NHN, wobei der tiefste bekannte Nachweis auf 590 m ü. NHN liegt. Die TK25-Q-Rasterfrequenz (Zeitraum 2000 – 2018) beträgt 0,98 % und liegt damit in der Kriterienklasse „sehr selten“. Die seit dem Jahr 2000 nicht wieder bestätigten älteren Nachweise sind wahrscheinlich auf Erfassungsdefizite zurückzuführen. Auch unter Berücksichtigung der unzureichenden Erfassung in den Alpen ändert sich die Kriterienklasse jedoch nicht. Der langfristige Bestandstrend ist stabil. Das Gros der Vorkommen liegt in den Alpen, die Bestände dort sind nicht rückläufig. Nur in einem kleinen Teil der Vorkommen im äußersten Südwesten des Voralpinen Moor- und Hügellandes und der Adelegg ist von Rückgängen durch Umwandlung vieler Wälder in Fichtenbestände auszugehen. Dies hat jedoch insgesamt keine Auswirkungen auf den langfristigen Bestandstrend. Zum kurzfristigen Bestandstrend gibt es nur wenige belastbare Daten. Eine Überprüfung der außeralpinen Verbreitung ergab für Bayern ab 2000 eine Bestätigung von 7 der 9 TK25-Q sowie Neunachweise in 10 TK25-Q. In Baden-Württemberg ist zwar kein Rückgang belegt, jedoch auch nicht auszuschließen. Das FFH-Monitoring in der kontinentalen Region ergab zwar Rückgänge der Individuenzahlen, erlaubt aber auf der Basis von nur zwei Erhebungsdurchgängen noch keine Rückschlüsse auf Bestandsveränderungen. Um mehr über die Bestandsentwicklung zu erfahren, sollte das FFH-Monitoring unbedingt weitergeführt und auch die alpinen Vorkommen in ein Monitoring einbezogen werden. Bei den nicht mehr belegten Quadranten im Alpenraum ist von Erfassungsdefiziten auszugehen. Insgesamt wird der kurzfristige Bestandstrend noch als stabil eingestuft. Insgesamt ergibt sich die Rote-Liste-Kategorie „Ungefährdet“. Die Kriterien und die Gesamteinstufung sind seit der letzten Roten Liste unverändert geblieben. Obwohl der kurzfristige Bestandstrend als stabil eingestuft wird, sind die Vorkommen des Alpensalamanders vor allem durch folgende Faktoren gefährdet: Habitatverluste durch den Neubau von Forststraßen, Skipisten und Beschneiungsanlagen; Individuenverluste auf Forststraßen und Almwegen durch Kraftfahrzeuge und Radfahrer; Umwandlung von Bergmischwäldern in Fichtenbestände; Entnahme von Totholz; der Klimawandel könnte die Lebensbedingungen durch Trockenheit und extreme Niederschläge vor allem in den tieferen Lagen des Verbreitungsgebietes verschlechtern. Der Alpensalamander kann aktiv nur sehr bedingt gefördert werden, entscheidend ist der Schutz seines Lebensraumes. Geeignete Maßnahmen hierfür sind: Vermeidung von Eingriffen mit Flächeninanspruchnahme und/oder Zerschneidungswirkung; Erhaltung intakter Berg- und Schluchtwälder; Belassen von Totholz im Wald.
Der Bedarf an Beschneiungsanlagen für technischen Schnee hat weltweit stark zugenommen. Leider ist die Schneeherstellung aber sehr energieintensiv. Hauptzielsetzung des beantragten Projektes ist die Entwicklung eines neuartigen Hochdruck-Düsenlanzensystems nach wissenschaftlichen Methoden zur technischen Beschneiung von Skipisten bei wesentlich verbesserter Energie- und Ökologiebilanz, das die jeweiligen Vorteile der heutigen HD- und ND-Schneisysteme kombiniert. U.a. soll ein wasserbetriebener Ventilator den Luftaustausch im Düsenbereich gewährleisten, damit bei wenig Wind der Betrieb der Anlage gesichert ist. Gegenüber dem aktuellen Stand der Technik wird eine Energieeinsparung von mindestens 30 Prozent angestrebt. Zudem soll der mögliche klimatische Betriebsbereich der Schneedüsen vergrößertwerden. Bei deutlich geringeren Betriebskosten und dem Einsatz ohne chemische oder biologische Zusatzstoffe sind die wichtigen Verkaufsargumente gegeben, damit sich dieses neuartige Lanzensystem weltweit auf dem Markt durchsetzen kann.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 15 |
| Europa | 3 |
| Kommune | 1 |
| Land | 18 |
| Wissenschaft | 5 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 14 |
| Taxon | 1 |
| Umweltprüfung | 17 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 18 |
| Offen | 14 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 32 |
| Englisch | 4 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 2 |
| Dokument | 10 |
| Keine | 21 |
| Webseite | 1 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 17 |
| Lebewesen und Lebensräume | 22 |
| Luft | 21 |
| Mensch und Umwelt | 32 |
| Wasser | 16 |
| Weitere | 32 |