Anleitung zur Bestimmung und zum Umgang mit allochthonen Mauereidechsen in Rheinland-Pfalz [Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] MAUEREIDECHSEN: HEIMISCH ODER GEBIETSFREMD? Anleitung zur Bestimmung und zum Umgang mit allochthonen Mauereidechsen in Rheinland-Pfalz IMPRESSUM Herausgeber: Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz (LfU) Kaiser-Friedrich-Straße 7, 55116 Mainz Redaktion: Herbert Kiewitz, Vera Schmidt (LfU) Layout: Tatjana Schollmayer (LfU) Fotos: U. Schulte (Titel), B. Bauer (S. 4), C. Strotz (S. 11), A. Heym (S. 34), alle weiteren Fotos: U. Schulte Text: Dr. Ulrich Schulte (ulr.schulte@web.de), Dr. Sigrid Lenz (sigrid-lenz@t-online.de), Sascha Schleich (info@bfa-schleich.de), Sylvia Idelberger (gnor-sued@gnor.de) Herstellung: LfU 1. Auflage 2021, 2. überarbeitete Auflage 2022 © 2022 Nachdruck und Wiedergabe nur mit Genehmigung des Herausgebers VORWORT Sehr geehrtes interessiertes Fachpublikum, sehr geehrte Damen und Herren, Bauherren müssen zur Umsiedlung der nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz streng geschützten Mauereidechsen einen hohen Aufwand betreiben, um die Tiere möglichst schonend umzusiedeln. Eine Umsetzung von gebietsfremden (allochthonen) Mauereidechsen kann jedoch auch unsere heimischen (autoch- thonen) Mauereidechsen verdrängen und somit unsere heimischen Populatio- nen in Gefahr bringen. Darum ist eine grundlegende Abwägung vor einer Um- siedlung wichtig. Da für die in Rheinland-Pfalz vorkommenden allochthonen Populationen bzw. Unterarten mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass diese auf natürli- chem Weg selbst eingewandert sind, wurde vom Landesamt für Umwelt zum Schutz unserer heimischen Mauereidechsen der folgende Bestimmungsschlüs- sel erarbeitet. Mit dem Bestimmungsschlüssel können Sie die gebietsfremden Unterarten der Mauereidechsen optisch unterscheiden lernen und nach Feststellung und Be- stätigung einer solchen Unterart rechtlich gefestigt Ihre Entscheidung treffen. Damit leisten Sie einen wertvollen Beitrag für den Erhalt unserer heimischen Mauereidechse, die in Rheinland-Pfalz noch verbreitet vorkommt und für die wir deshalb auch eine deutschlandweite Verantwortung für diese heimische Unterart tragen. Sollten weitere Unsicherheiten bestehen, so können Sie sich natürlich immer noch auch an das Landesamt für Umwelt wenden. Wir hoffen, Ihnen mit diesem Bestimmungsschlüssel und den daraus zu ziehen- den praktischen Konsequenzen eine Hilfestellung für ihre tägliche Arbeit an die Hand geben zu können und wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Anwendung. Dr. Frank Wissmann Präsident des Landesamtes für Umwelt Rheinland-Pfalz 3 4 INHALT EINLEITUNG Allochthone Mauereidechsen in Deutschland Autochthon oder allochthon?6 6 9 BESTIMMUNGSHILFE I. Ostfranzösische Linie (Podarcis muralis brongniardii) II. Südalpen-Linie (Podarcis muralis maculiventris-West) III. Venetien-Linie (Podarcis muralis maculiventris-Ost) IV. Toskana-Linie (Podarcis muralis nigriventris) V. Westfranzösische Linie VI. Zentral-Balkan-Linie (Podarcis muralis muralis)11 12 14 16 18 20 22 FANG VON MAUEREIDECHSEN Wie fängt man Mauereidechsen? Handfang Fallenfang Schlingenfang Künstliche Verstecke24 24 24 25 26 27 PROBENNAHME Anleitung zur Entnahme von Mundschleimhautproben Vorgehen bei Probennahme28 28 29 NATURSCHUTZFACHLICHER UMGANG MIT ALLOCHTHONEN VORKOMMEN Aktuelle Rechtslage Fazit Verlust regionaler Anpassungen?30 30 30 31 EMPFEHLUNGEN Einschleppungen in das Areal der Ostfranzösischen Linie Einschleppungen in Zaun- oder Waldeidechsen-Lebensräume Generelle Empfehlungen32 32 33 34 VERWENDETE UND WEITERFÜHRENDE LITERATUR35 GLOSSAR38 5
The identification of different sources of the carbonaceous aerosol (organics and black carbon) was investigated at a mountain forest site located in central Germany from September to October 2010 to characterize incoming air masses during the Hill Cap Cloud Thuringia 2010 (HCCT-2010) experiment. The near-PM1 chemical composition, as measured by a high-resolution time-of-flight aerosol mass spectrometer (HR-ToF-AMS), was dominated by organic aerosol (OA; 41%) followed by sulfate (19%) and nitrate (18%). Source apportionment of the OA fraction was performed using the multilinear engine (ME-2) approach, resulting in the identification of the following five factors: hydrocarbon-like OA (HOA; 3% of OA mass), biomass burning OA (BBOA; 13%), semi-volatile-like OA (SV-OOA; 19%), and two oxygenated OA (OOA) factors. The more oxidized OOA (MO-OOA, 28%) was interpreted as being influenced by aged, polluted continental air masses, whereas the less oxidized OOA (LO-OOA, 37%) was found to be more linked to aged biogenic sources. Equivalent black carbon (eBC), measured by a multi-angle absorption photometer (MAAP) represented 10% of the total particulate matter (PM). The eBC was clearly associated with HOA, BBOA, and MO-OOA factors (all together R2=0.83). Therefore, eBC's contribution to each factor was achieved using a multi-linear regression model. More than half of the eBC (52%) was associated with long-range transport (i.e., MO-OOA), whereas liquid fuel eBC (35%) and biomass burning eBC (13%) were associated with local emissions, leading to a complete apportionment of the carbonaceous aerosol. The separation between local and transported eBC was well supported by the mass size distribution of elemental carbon (EC) from Berner impactor samples. Air masses with the strongest marine influence, based on back trajectory analysis, corresponded with a low particle mass concentration (6.4-7.5 (my)g m-3) and organic fraction (~30%). However, they also had the largest contribution of primary OA (HOA ~ 4% and BBOA 15%-20%), which was associated with local emissions. Continental air masses had the highest mass concentration (11.4-12.6 (my)g m-3), and a larger fraction of oxygenated OA (~45%) indicated highly processed OA. The present results emphasize the key role played by long-range transport processes not only in the OA fraction but also in the eBC mass concentration and the importance of improving our knowledge on the identification of eBC sources. © Author(s) 202
Klimawandel und Stoffeinträge können Eigenschaften von Waldökosystemen verändern und dadurch deren Leistungen für den Menschen. Der Bericht stellt Methoden vor, wie die Veränderungen erkannt, in unterschiedlichen räumlichen Ebenen kartiert und bewertet werden können. Sie sind für Wissenschaftler, Behörden und Planer im Umwelt- und Naturschutz sowie die Forstwirtschaft relevant. Im Fokus stehen die Produktions-, Klimaschutz - und Lebensraumfunktion, der Stoff - und Wasserhaushalt sowie das Anpassungsvermögen der Wälder an sich verändernde äußere Bedingungen. Wichtige Grundlagen wurden bereits in Texte 87/2013 veröffentlicht. Für die praktische Anwendung werden eine präzise Handlungsanleitung ( UBA -Texte 98/2019) sowie ein Bestimmungsschlüssel für Waldökosystemtypen (UBA-Texte 99/2019) bereitgestellt. Veröffentlicht in Texte | 97/2019.
In zwei Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Bewertung der Ökosystemintegrität unter den Bedingungen des Klimawandels und erhöhter Stickstoffeinträge ( UBA Texte 87/2013 und 97/2019) wurde eine Typisierung für Wälder und Forsten erarbeitet. Die korrekte Identifizierung und Verortung der Ökosystemtypen im betrachteten Gebiet ist der erste, unabdingbare Arbeitsschritt in dem Bewertungskonzept. Dafür gibt der Bestimmungsschlüssel dem Anwender ein praktisches Werkzeug an die Hand. Die Ökosystemtypen sind hinsichtlich ihrer Strukturmerkmale und damit hinsichtlich ihrer Funktionen und Leistungen in sich homogen und klar voneinander abgrenzbar. Der Bestimmungsschlüssel ist sehr gut für thematisch verwandte Studien nutzbar. Veröffentlicht in Texte | 99/2019.
Der vorliegende Leitfaden dokumentiert die in den Projekten Bewertungskonzept für die Gefährdung der Ökosystemintegrität durch die Wirkungen des Klimawandels in Kombination mit Stoffeinträgen unter Beachtung von Ökosystemfunktionen und -dienstleistungen (Jenssen et al. 2013) und Anwendung des Bewertungskonzepts für die Ökosystemintegrität unter Berücksichtigung des Klimawandels in Kombination mit Stoffeinträgen (Schröder et al. 2017) erarbeiteten Bewertungsgrundlagen für die praktische Anwendung der Methodik z.B. in den Bereichen Forstwirtschaft, Natur- und Umweltschutz. Zum Hintergrund und zu den Zielen der Methodik wird auf die genannten Berichte verwiesen. Der vorliegende Leitfaden enthält eine Handlungsanleitung, welche die Bearbeitungsschritte der Methodik anhand von Beispielen nachvollziehbar erläutert: - Geländeehebung mittels Bestimmungsschlüssel der Wald und Forstökosystemtypen, - Bestimmung der Ökosystemtypen an Vegetationsaufnahmeflächen, - Ermittlung der Indikatorenausprägungen für die Lebensraumfunktion, die Netto- Primärproduktion, die Kohlenstoffspeicherung, den Nährstoff- und Wasserfluss sowie die Anpassungsfähigkeit an veränderliche Umweltbedingungen, - standort- und flächenbezogene Einstufung der Ökosystemintegrität sowie Ermittlung zeitlicher Trends. Für die in der Handlungsanleitung benannten Arbeitsschritte stellen die Anhänge M1 bis M4 diverse Materialien bereit. Darüber hinaus sind zahlreiche Ressourc n in digitaler Form erhältlich, welche den Bearbeitungsprozess effektivieren können bzw. erst möglich machen (siehe Online-Anhänge OM1 bis OM4). Quelle: Forschungsbericht
Wald- und Forstökosystemtypen charakterisieren ökologische Elementareinheiten des Waldes. Sie zeichnen sich im Rahmen der Waldformation durch einmalige Merkmalskonfigurationen sowie durch interne Homogenität in wesentlichen Merkmalen aus, zu letzteren gehören - die Bestandesaufbaustruktur (Zusammensetzung und Mengenanteil der Baumarten, Bestandesschichtung, Schichtenaufbau, Folge interner Stadien, Arten- bzw. Artengruppenzusammensetzung und deren Mengenentfaltung) - formt die Erscheinung des Typs, den Wald- bzw. Forstvegetationstyp - die vegetationswirksamen und wuchsbestimmenden ökologischen Faktoren (Bodennährkraft, Luft- und Bodenfeuchte, Strahlungsgewinn und Wärme) - der quantifizierbare Ablauf systeminterner Prozesse (Geochemische Stoffflüsse von Kohlenstoff, Stickstoff und Wasser, Nettoprimärproduktion, Humusbildung, inter- und intraspezifische Konkurrenz, Regeneration, Eigenstabilisierung) - charakterisiert das Wesen des Typs, den Ökotoptyp Aus Merkmalskonstellation und Strukturhomogenität resultieren definierbare waldgeographische Stellungen der Ökosystemtypen, eine ähnliche genetische Ausstattung sowie eine vergleichbare Entstehungsgeschichte (natürlich, halbnatürlich, naturfern, selbstorganisiert oder forstlich begründet und bewirtschaftet). Der methodische Ansatz zur Ausscheidung der Wald- und Forstökosystemtypen liegt in der Konzeption der nordosteuropäischen Waldtypologie von CAJANDER (1909, 1943 Finnischer Waldtyp) und SUKATSCHEW (1931, 1950 Biogeozönose) begründet. Es ist die Anwendung dieser Konzeption auf die Baumarten-reichen und standörtlich wie forstwirtschaftsgeschichtlich vielfältigen Gegebenheiten der mitteleuropäischen Region. Der vorgelegte Schlüssel dient der Bestimmung von Typen der in Deutschland verbreiteten naturnahen selbstorganisationsfähigen Waldökosysteme sowie der durch forstliche Aktivitäten aufgebauten künstlichen Forstökosysteme mit deutlich eingeschränkter Selbstorganisationsfähigkeit. Er erlaubt die vor-Ort Bestimmung von Wald- und Forst- Ökosystemtypen in einem pflanzengeographisch definierten Gebiet anhand äußerer Formen der Vegetation und der Landschaft sowie dem ökologischen Zeigerwert von Pflanzen auf der Grundlage des erwiesenen Zusammenhanges zwischen Vegetationsstrukturen und Systemprozessen, zwischen Waldbestand und Waldstandort sowie zwischen Geländefaktoren und Pflanzenvorkommen. Vollständigkeit und Merkmalspräzisierung des Bestimmungsschlüssels beruhen auf dem aktuellen Wissensstand der ökologischen Waldvegetationsforschung und Informationen der beim Waldkunde-Institut Eberswalde geführten ökologischen Vegetationsdatenbanken (25.900 Vegetations- und über 1000 Standortsanalysen). Mit diesen Daten können die Typen der naturnahen Waldökosysteme und der wirtschaftlich begründeten Forstökosysteme Deutschlands ökologisch und räumlich in hinreichender Auflösung abgebildet werden. Die Bestimmbarkeit der Wald- und Forstökosystemtypen ergibt sich einzelnen anhand eines Merkmalskomplexes aus - der ökosystembildenden Baumartenzusammensetzung als Eingangsmerkmal, - der für das Erkennen des Systems charakteristischen Pflanzenartenkombination und - aufgedeckten Beziehungen zwischen Systemvorkommen und Geländefaktoren. Ergänzt werden die Merkmale durch Visualisierungen der Bestandesstrukturen durch Fotos. Die Merkmale beziehen sich auf das relative Dauerstadium der Systeme (bei Ausschluss der Dickungs- und Jungbaum-Stadien und der Zerfallsphase). Quelle: Forschungsbericht
Am 29. Mai 2017 informierten das Bundesamt für Naturschutz und das Umweltministerium in einer gemeinsamen Pressemitteilung über den Start eines neuen Bienenschutz-Projektes, das Arten und Bestäubungsleistung sichern soll. Mehr als die Hälfte der 561 Wildbienenarten stehen in Deutschland bereits auf der Roten Liste. Das Projekt "BienABest" soll helfen, dem Bienensterben Einhalt zu gebieten und die Bestäubungsleistung nachhaltig zu sichern. Das sechsjährige Projekt, in fachlicher Begleitung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), wird aus Mitteln des Bundesprogramms Biologische Vielfalt des Bundesumweltministeriums gefördert. Wildbienen übernehmen eine Schlüsselrolle in der Bestäubung und erfüllen so eine wichtige Funktion im Ökosystem. Sie sichern die Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen. Damit sind sie auch ein Garant für die Erzeugung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und stellen damit eine bedeutende Ökosystemleistung zur Verfügung. Der Projektname "BienABest" steht deshalb für „Standardisierte Erfassung von Wildbienen zur Evaluierung des Bestäuberpotenzials in der Agrarlandschaft“. Ein Kernstück von BienABest ist die Entwicklung eines Bestimmungsschlüssels. Dieser ermöglicht die Artbestimmung der Mehrzahl der Wildbienenarten direkt im Gelände. Das Besondere: Die Wildbienen können lebend bestimmt und anschließend wieder freigelassen werden. So sollen in Zukunft Aussagen über die Bestandsentwicklung getroffen werden können, ohne durch Entnahme in die Populationen einzugreifen. Das Projekt wird auch Sachverständige ausbilden, die entlang der zu entwickelnden Methoden und Standards beraten und prüfen können. Die Ergebnisse dienen dann als wichtige Grundlage für den Schutz der Wildbienen.
Das Naturkunde Museum in Berlin entwickelte mit der finanziellen Unterstützung des Bundesumweltministeriums die App „Naturblick“, mit deren Hilfe sich Tiere und Pflanzen digital mit dem Smartphone bestimmen lassen. Das Programm soll den Nutzerinnen und Nutzern einen digitalen Zugang zur Natur eröffnen: Mit Hilfe des integrierten Bestimmungsschlüssels lassen sich Bäume, Kräuter, Wildblumen, Säugetiere, Amphibien und Reptilien intuitiv bestimmen. Über den Sprachrecorder des Smartphone erkennt die App sogar die Sprache von Amsel, Drossel, Fink und Star. Das geografische Anwendungsgebiet der App ist zunächst auf Berlin beschränkt. Per Karte zeigt die App Naturorte in der Hauptstadt, die zum Erkunden oder Verweilen einladen. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks stellte "Naturblick" am 24. März 2017 auf dem Schöneberger Südgelände der Öffentlichkeit vor. Die App ist Teil des Projektes "Stadtnatur entdecken" und ist zugleich als partizipatives Pilotvorhaben bewusst als Modell für weitere Städte konzipiert. Mit Hilfe des Feedbacks von Nutzern wird das digitale Bestimmungsbuch kontinuierlich inhaltlich und technisch weiterentwickelt.
Inhaltsverzeichnis Abbildungsverzeichnis ........................................................................................................6 Tabellenverzeichnis ...........................................................................................................10 Zusammenfassung.............................................................................................................12 Summary.............................................................................................................................15 1 Zielsetzung ................................................................................................................17 2 Datenerhebung und -auswertung ............................................................................18 2.1 Betrachtungszeitraum und -gebiet...............................................................................18 2.2 Datenbasis ..................................................................................................................19 2.2.1 Internationale Surveys und Fischereianlandungsstatistik .................................19 2.2.2 Nationale Surveys und Forschungsfahrten ......................................................20 2.2.3 Museale Sammlungen und Literatur ................................................................22 2.3 Datenbearbeitung........................................................................................................27 2.3.1 Datenaufbereitung zur GIS-basierten Darstellung der Literatur-, Museums-und Surveydaten.....................................................................................................27 2.3.2 Ermittlung von Verbreitungsgebieten und zeitlichen Mustern ...........................28 2.3.3 Datenaufbereitung für Habitatmodellierung und altersbezogene Verbreitungsanalysen ......................................................................................29 2.3.4 Entwicklung von Habitateignungsmodellen ......................................................32 2.3.5 Modellbasierte Prognosen ...............................................................................34 2.3.6 Einschätzung von Etablierungs-und Gefährdungsstatus sowie Anfertigung von Steckbriefen.....................................................................................................35 3 Ergebnisse.................................................................................................................37 3.1 Gesamtübersicht der erfassten Nachweise .................................................................37 3.1.1 Literaturquellen ................................................................................................37 3.1.2 Museumssammlungen und mündliche Mitteilungen.........................................37 3.1.3 Internationale und nationale Surveys ...............................................................38 3.2 Artenspektrum der Knorpelfischarten in den deutschen Gewässern von Nord-und Ostsee.........................................................................................................................39 3.3 Etablierungsstatus und Vorkommen der relevanten Knorpelfisch-Taxa im Betrachtungsgebiet .....................................................................................................41 3.3.1 Cetorhinus maximus (Gunnerus, 1765) - Riesenhai ........................................41 3.3.2 Galeorhinus galeus (Linnaeus, 1758) - Hundshai............................................45 3.3.3 Hexanchus griseus (Bonnaterre, 1788) - Großer Grauhai ...............................49 3.3.4 Lamna nasus (Bonnaterre, 1788) - Heringshai................................................51 3.3.5 Mustelus spp. - Weißgefleckter Glatthai/Grauer Glatthai.................................56 3.3.6 Scyliorhinus canicula (Linnaeus, 1758) - Kleingefleckter Katzenhai ................59 3.3.7 Scyliorhinus stellaris (Linnaeus, 1758) - Großgefleckter Katzenhai .................63 3.3.8 Squalus acanthias Linnaeus, 1758 - Dornh i ..................................................65 3.3.9 Squatina squatina (Linnaeus, 1758) - Meerengel ............................................71 3.3.10 Amblyraja radiata (Donovan, 1808) - Sternrochen...........................................74 3.3.11 Dasyatis pastinaca (Linnaeus, 1758) - Gewöhnlicher Stechrochen.................79 3 3.3.12 Dipturus batis (Linnaeus, 1758)-Komplex - Glattrochen..................................83 3.3.13 Leucoraja fullonica (Linnaeus, 1758) - Chagrinrochen ....................................87 3.3.14 Leucoraja naevus (Müller & Henle, 1841) - Kuckucksrochen ..........................89 3.3.15 Myliobatis aquila (Linnaeus, 1758) - Gewöhnlicher Adlerrochen.....................92 3.3.16 Raja clavata Linnaeus, 1758 - Nagelrochen....................................................95 3.3.17 Raja montagui Fowler, 1910 - Fleckrochen...................................................100 3.3.18 Torpedo marmorata Risso, 1810 - Marmorierter Zitterrochen .......................103 3.3.19 Chimaera monstrosa Linnaeus 1758 - Seekatze ..........................................105 3.4 Zeitliche Muster von CPUE und Präsenz...................................................................108 3.5 Präsenzanteile und Verbreitung verschiedener Lebensstadien .................................110 3.5.1 Mustelus spp. - Weißgefleckter Glatthai / Grauer Glatthai...............................110 3.5.2 Scyliorhinus canicula (Linnaeus, 1758) - Kleingefleckter Katzenhai ..............113 3.5.3 Squalus acanthias Linnaeus, 1758 - Dornhai ................................................116 3.5.4 Amblyraja radiata (Donovan, 1808) - Sternrochen.........................................119 3.5.5 Leucoraja naevus (Müller & Henle, 1841) - Kuckucksrochen ........................122 3.5.6 Raja clavata Linnaeus, 1758 - Nagelrochen..................................................125 3.6 Habitateignungsmodelle und prognostizierte Vorkommen des Sternrochens ............128 3.7 Gefährdungssituation der etablierten Hai-und Rochenarten .....................................132 3.7.1 Einstufung in Rote-Liste-Kategorien...............................................................132 3.7.2 Bestandstrends und Vorkommen in deutschen Meeres-und Natura 2000-Gebieten ........................................................................................................132 3.7.3 Gefährdungsursachen ...................................................................................134 3.8 Schutz-und Hilfsmaßnahmen sowie Forschungsbedarf............................................136 3.8.1 Überlegungen zu möglichen Schutz-und Hilfsmaßnahmen...........................136 3.8.2 Zukünftiger Forschungsbedarf .......................................................................138 3.9 Beratungsarbeit.........................................................................................................139 4 Quellenverzeichnis..................................................................................................141 4.1 Zitierte Literatur .........................................................................................................141 4.2 Recherchierte Online-Daten ......................................................................................152 5 Anhang.....................................................................................................................154 5.1 Steckbriefe für die in deutschen Meeresgebieten nachgewiesenen Knorpelfisch- Taxa..........................................................................................................................154 5.1.1 Riesenhai Cetorhinus maximus (Gunnerus, 1765)- Familie Cetorhinidae.....154 5.1.2 Hundshai Galeorhinus galeus (Linnaeus, 1758)- Familie Triakidae..............158 5.1.3 Großer Grauhai Hexanchus griseus (Bonnaterre, 1788) - Familie Hexanchidae..................................................................................................161 5.1.4 Heringshai Lamna nasus (Bonna erre, 1788) - Familie Lamnidae .................164 5.1.5 Weißgefleckter Glatthai Mustelus asterias - Familie Triakidae.......................167 5.1.6 Kleingefleckter Katzenhai Scyliorhinus canicula (Linnaeus, 1758) - Familie Scyliorhinidae ................................................................................................170 5.1.7 Großgefleckter Katzenhai Scyliorhinus stellaris (Linnaeus, 1758) - Familie Scyliorhinidae ................................................................................................173 5.1.8 Dornhai Squalus acanthias Linnaeus, 1758 - Familie Squalidae ...................176 5.1.9 Meerengel Squatina squatina (Linnaeus, 1758) - Familie Squatinidae ..........179 5.1.10 Sternrochen Amblyraja radiata (Donovan, 1808) - Familie Rajidae ...............182 5.1.11 Gewöhnlicher Stechrochen Dasyatis pastinaca (Linnaeus, 1758) - Familie Dasyatidae .....185 5.1.12 Glattrochen Dipturus batis-Komplex (Linnaeus, 1758) - Familie Rajidae.......188 5.1.13 Chagrinrochen Leucoraja fullonica (Linnaeus, 1758) - Familie Rajidae.........192 5.1.14 Kuckucksrochen Leucoraja naevus (Müller & Henle, 1841) - Familie Rajidae 195 5.1.15 Gewöhnlicher Adlerrochen Myliobatis aquila (Linnaeus, 1758) - Familie Myliobatidae...................................................................................................198 5.1.16 Nagelrochen Raja clavata Linnaeus, 1758 - Familie Rajidae.........................201 5.1.17 Fleckrochen Raja montagui Fowler, 1910 - Familie Rajidae..........................204 5.1.18 Marmorierter Zitterrochen Torpedo marmorata Risso, 1810 - Familie Torpedinidae..................................................................................................207 5.1.19 Seekatze Chimaera monstrosa Linnaeus 1758 - Familie Chimaeridae..........210 5.2 Bestimmungsschlüssel für die in deutschen Meeresgebieten nachgewiesenen Knorpelfische............................................................................................................213 5.3 Altersbestimmung an Dornen des Sternrochens.......................................................214 5.4 Anhangstabellen.......................................................................................................217 Danksagung.....................................................................................................................224
450 Arten zählt die Gattung der Weiden – 14 von ihnen sind im Emsland heimisch. Mit großem Aufwand und ehrenamtlichen Engagement hat eine Arbeitsgruppe des Naturschutzbundes NABU Emsland/Grafschaft Bentheim jetzt entlang der Hase umfangreiche Daten zu dem auch für den Wasserbau nützlichen Laubgehölz und weiteren Pflanzenarten gesammelt. Unterstützt wurden die Botaniker vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz (NLWKN). In mühevoller Feldarbeit wurden dabei über einen Zeitraum von fast einem Jahr vor allem die Standorte der Uferweiden genau dokumentiert. „Bevor es aber überhaupt an den Fluss ging, war zunächst eine Einarbeitung in die Bestimmung der jeweiligen Arten erforderlich“, erinnert sich Jana Lapsien, die derzeit ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) in der NLWKN-Betriebsstelle Meppen absolviert und das Projekt intensiv begleitet hat. Erst mit Hilfe eines zuvor von den Botanikern erarbeiteten Bestimmungsschlüssels konnten die Arten später zweifelsfrei zugeordnet werden. Abseits von nicht immer optimalen Wetterbedingungen hatte die Arbeitsgruppe dabei vor allem mit Widrigkeiten wie Zeckenbefall, Eselsangriffen oder Störungen durch Schafe zu kämpfen. „Nicht zuletzt opferten die Teilnehmer in vielen Stunden Feldarbeit aber auch ihren Feierabend“, betont Frau Lapsien. Der Landesbetrieb kümmert sich um die Hase auf dem Gebiet des Landkreises Emsland und ist dabei bestrebt, den Bestand an Weiden in dieser Region zu fördern. Ob 30 Meter hohe Bäume oder drei Zentimeter große Zwergsträucher: insgesamt 1.300 Datensätze wurden von der Arbeitsgruppe im Rahmen ihrer zwölfmonatigen Arbeit angelegt. Ergänzt werden die Daten von einer umfangreichen fotografischen Dokumentation. „Weiden sind nicht nur im handwerklichen Bereich und in der Heilkunde sowie zu medizinischen Zwecken gefragt. Sie sind auch schnellwüchsig und bilden dabei kräftige und stark verzweigte Wurzeln aus“, so Josef Schwanken, der in der Betriebsstelle Meppen für die Unterhaltung der Hase zuständig ist. Sie festigen dabei das Erdreich - eine Eigenschaft, die auch die Wasserbauer des NLWKN gerne nutzen, um die Ufer- und Böschungen entlang der Hase auf natürliche Weise zu sichern. Im Ergebnis zeigte sich, dass die Korb-, Bruch-, Hohen- und Grauweiden mit insgesamt 90 Prozent den größten Anteil an Weidebäumen und –sträuchern an der Hase ausmachen. Seltener fanden die Botaniker Arten wie die Mandel-, Purpur- und Seidenblatt-Weide vor. Neben den Weidenvorkommen wurden im Rahmen der Kartierarbeiten aber auch viele weitere botanische Besonderheiten der Region erfasst. Bestände invasiver, also nicht heimischer Pflanzenarten, wie die des Indischen Springkrauts, der Goldrute oder des japanischen Knöterichs, wurden ebenfalls dokumentiert. Außerdem verzeichneten die NABU-Botaniker landschaftsprägende Bäume, Biberspuren und besonders geschützte Pflanzenarten. Ziel der Kartierung ist es, eine bessere Grundlage für die Erhaltung des Baumbestandes und für weitere Naturschutzmaßnahmen entlang der Hase zu schaffen. Die gewonnenen Daten wurden von Jana Lapsien aufwendig aufbereitet und im Internet mit Hilfe einer Kartenanwendung visualisiert. Unter https://bit.ly/2xQFuw4 können Interessierte die Hase ab sofort virtuell bereisen und sich selbst ein Bild von dem vielfältigen Bestand an Weiden und den botanischen Besonderheiten entlang des Flusses machen.
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