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Bioabfall verwerten und Kompost für den eigenen Garten gewinnen

<p> So verwerten und entsorgen Sie Bioabfall richtig <ul> <li>Kompostieren Sie Ihre Bioabfälle oder geben Sie diese in die "Biotonne" (Braune Tonne).</li> <li>Nutzen Sie Kompost als Dünger und Bodenverbesserer im Garten sowie als Blumenerde.</li> <li>Kaufen Sie Blumenerde, die Kompost statt Torf enthält.</li> </ul> Gewusst wie <p>Die getrennte Sammlung und Verwertung von biologisch abbaubaren Abfällen (organische Küchenabfälle, Gartenabfälle; kurz: Bioabfall) hat mehrere Vorteile für die Umwelt: Sie reduziert die Restabfallmenge um rund ein Drittel und vereinfacht die Behandlung des Restabfalls. Vor allem aber können die in Bioabfällen enthaltenen Humusbestandteile und Nährstoffe wie Phosphor als Kompost in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt werden.</p> <p><strong>Eigene Kompostierung:</strong> Wenn Sie einen Garten haben, empfiehlt sich die Anlage eines Komposters. Auch auf einem Balkon oder sogar in der Küche kann mit Hilfe von "Wurmkisten" eigener Kompost erzeugt werden. Voraussetzung für eine sinnvolle Verwertung ist, dass ausreichend Gartenflächen vorhanden sind, auf denen der selbst erzeugte Kompost genutzt werden kann. Beachten Sie hierzu unsere Hinweise zur <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/kompost-eigenkompostierung">Eigenkompostierung</a>, insbesondere eine gute Durchlüftung ist wichtig zur Vermeidung von Geruchsbildung und besonders klimaschädlichen Methanemssionen. Der eigene Kompost liefert Dünger und Blumenerde und spart damit Kosten.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2294/bilder/bioabfall_animaflorafotolia_87373904_m.jpg"> </a> <strong> Bioabfall kann zum Beispiel zu hochwertigem Kompost werden. </strong> Quelle: animaflora / Fotolia.com <p><strong>Biotonne:</strong> In vielen Kommunen gibt es "Biotonnen" (meist braune oder grüne Tonnen) für Bioabfälle. Wenn Sie keine eigene Kompostierungsmöglichkeit haben, geben Sie Ihre Bioabfälle in die Biotonne. Auch Küchen- und Gartenabfälle, die für die eigene Kompostierung nicht geeignet oder zu viel sind, können über die Biotonne entsorgt werden. Kompostierungs- oder Vergärungsanlagen können auch für den Gartenkomposter ungeeignete Bioabfälle wie Speisereste oder kranke Pflanzenteile zu hygienisch unbedenklichem Kompost verarbeiten. Achten Sie darauf, dass Sie keine Fremdstoffe in die Biotonne werfen. Verunreinigungen gefährden die landwirtschaftliche oder gärtnerische Nutzung des aus Bioabfällen erzeugten Kompostes. Verunreinigungen sind z.B. Kunststofftüten oder Blumentöpfe.</p> <p><strong>Was Sie noch tun können:</strong></p> <ul> <li>Nutzen Sie Kompost als Dünger und Bodenverbesserer im Garten sowie als <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/blumenerde">Blumenerde</a>.</li> <li>Viele Kompostierungsanlagen bieten Blumenerden mit Kompost aus eigener Produktion an. Nutzen sie dieses Angebot statt Blumenerde mit Torf zu kaufen.</li> <li>Verzichten Sie auf mineralischen Dünger: Dieser erfordert zur Herstellung einen hohen Energieaufwand und gefährdet bei falscher Anwendung das Grundwasser.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/202206_blauerengel_kompostbeutel_bfg_034_blauer_engel_bande_fuer_gestaltung.jpg"> </a> <strong> Die richtige Wahl: kompostierbare Bioabfallbeutel mit Blauem Engel. </strong> Quelle: Blauer Engel / Bande für Gestaltung Hintergrund <p>Die Kompostierung ist das älteste und einfachste Recyclingverfahren der Welt und das wichtigste Behandlungsverfahren für Bioabfälle in Deutschland. Ein Großteil der Bioabfälle wird mit oder ohne vorgeschaltete Vergärung kompostiert. Bislang besitzt etwas mehr als die Hälfte aller deutschen Haushalte eine Biotonne. Dabei bergen die Abfälle aus Küche und Garten zusätzlich ein großes Potenzial als Energiequelle und Dünger. Werden sie vor der Kompostierung vergoren, entsteht Methangas, aus dem sich in Blockheizkraftwerken Strom und Wärme gewinnen lassen. Diese doppelte Nutzung erfolgte 2022 mit etwa 55% der eingesammelten Bioabfälle aus den Haushalten (LAGA 2024).&nbsp;</p> <p>Kompost und Gärrest aus häuslichen Bioabfällen wird vorwiegend in der Landwirtschaft und zunehmend auch im Ökolandbau als Düngemittel und Humuslieferant genutzt. Nährstoffarmer Kompost aus Grünabfällen kann im Garten- und Landschaftsbau sowie in der Erdenherstellung Torf (siehe Beitrag <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/blumenerde">Blumenerde</a>) ersetzen, dessen Abbau schützenswerte Moorgebiete zerstört.</p> <p>In ihren Abfallsatzungen regeln Städte und Landkreise in kommunaler Eigenverantwortung, ob und wie Bioabfälle getrennt gesammelt werden. Die zuständigen Entsorger geben darüber hinaus Auskunft, welche Bioabfälle in die Biotonne dürfen und welche nicht. Sie informieren z.B. auch darüber, ob kompostierbare Kunststoffbeutel zur Sammlung der Bioabfälle zugelassen sind. Seit 1. Januar 2015 sollte laut Kreislaufwirtschaftsgesetz von 2012 die Bioabfallsammlung in Deutschland flächendeckend eingeführt sein. Dieses Ziel ist bis jetzt nicht in allen Landkreisen und Städten erreicht worden.</p> <p><strong>Quellen</strong></p> <ul> <li>⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>⁠-Themenseite <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/abfall-ressourcen/entsorgung/bioabfallbehandlung">Bioabfallbehandlung</a></li> <li>UBA-Seite "Daten zur Umwelt" <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/ressourcen-abfall/verwertung-entsorgung-ausgewaehlter-abfallarten/bioabfaelle">Bioabfälle</a></li> <li>BMUKN-Themenseite <a href="https://www.bundesumweltministerium.de/themen/kreislaufwirtschaft/abfallarten-und-abfallstroeme/bioabfaelle">Bioabfälle</a></li> <li>LAGA 2024: LAGA-Bericht <a href="https://www.laga-online.de/documents/bericht-laga-ag-getrenntsammlung-bioabfaelle-2022-dez-2024_1746539220.pdf">"Getrenntsammlung von Bioabfällen"</a> (Dezember 2024)</li> </ul> </p><p> So verwerten und entsorgen Sie Bioabfall richtig <ul> <li>Kompostieren Sie Ihre Bioabfälle oder geben Sie diese in die "Biotonne" (Braune Tonne).</li> <li>Nutzen Sie Kompost als Dünger und Bodenverbesserer im Garten sowie als Blumenerde.</li> <li>Kaufen Sie Blumenerde, die Kompost statt Torf enthält.</li> </ul> </p><p> Gewusst wie <p>Die getrennte Sammlung und Verwertung von biologisch abbaubaren Abfällen (organische Küchenabfälle, Gartenabfälle; kurz: Bioabfall) hat mehrere Vorteile für die Umwelt: Sie reduziert die Restabfallmenge um rund ein Drittel und vereinfacht die Behandlung des Restabfalls. Vor allem aber können die in Bioabfällen enthaltenen Humusbestandteile und Nährstoffe wie Phosphor als Kompost in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt werden.</p> <p><strong>Eigene Kompostierung:</strong> Wenn Sie einen Garten haben, empfiehlt sich die Anlage eines Komposters. Auch auf einem Balkon oder sogar in der Küche kann mit Hilfe von "Wurmkisten" eigener Kompost erzeugt werden. Voraussetzung für eine sinnvolle Verwertung ist, dass ausreichend Gartenflächen vorhanden sind, auf denen der selbst erzeugte Kompost genutzt werden kann. Beachten Sie hierzu unsere Hinweise zur <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/kompost-eigenkompostierung">Eigenkompostierung</a>, insbesondere eine gute Durchlüftung ist wichtig zur Vermeidung von Geruchsbildung und besonders klimaschädlichen Methanemssionen. Der eigene Kompost liefert Dünger und Blumenerde und spart damit Kosten.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2294/bilder/bioabfall_animaflorafotolia_87373904_m.jpg"> </a> <strong> Bioabfall kann zum Beispiel zu hochwertigem Kompost werden. </strong> Quelle: animaflora / Fotolia.com </p><p> <p><strong>Biotonne:</strong> In vielen Kommunen gibt es "Biotonnen" (meist braune oder grüne Tonnen) für Bioabfälle. Wenn Sie keine eigene Kompostierungsmöglichkeit haben, geben Sie Ihre Bioabfälle in die Biotonne. Auch Küchen- und Gartenabfälle, die für die eigene Kompostierung nicht geeignet oder zu viel sind, können über die Biotonne entsorgt werden. Kompostierungs- oder Vergärungsanlagen können auch für den Gartenkomposter ungeeignete Bioabfälle wie Speisereste oder kranke Pflanzenteile zu hygienisch unbedenklichem Kompost verarbeiten. Achten Sie darauf, dass Sie keine Fremdstoffe in die Biotonne werfen. Verunreinigungen gefährden die landwirtschaftliche oder gärtnerische Nutzung des aus Bioabfällen erzeugten Kompostes. Verunreinigungen sind z.B. Kunststofftüten oder Blumentöpfe.</p> <p><strong>Was Sie noch tun können:</strong></p> <ul> <li>Nutzen Sie Kompost als Dünger und Bodenverbesserer im Garten sowie als <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/blumenerde">Blumenerde</a>.</li> <li>Viele Kompostierungsanlagen bieten Blumenerden mit Kompost aus eigener Produktion an. Nutzen sie dieses Angebot statt Blumenerde mit Torf zu kaufen.</li> <li>Verzichten Sie auf mineralischen Dünger: Dieser erfordert zur Herstellung einen hohen Energieaufwand und gefährdet bei falscher Anwendung das Grundwasser.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/202206_blauerengel_kompostbeutel_bfg_034_blauer_engel_bande_fuer_gestaltung.jpg"> </a> <strong> Die richtige Wahl: kompostierbare Bioabfallbeutel mit Blauem Engel. </strong> Quelle: Blauer Engel / Bande für Gestaltung </p><p> Hintergrund <p>Die Kompostierung ist das älteste und einfachste Recyclingverfahren der Welt und das wichtigste Behandlungsverfahren für Bioabfälle in Deutschland. Ein Großteil der Bioabfälle wird mit oder ohne vorgeschaltete Vergärung kompostiert. Bislang besitzt etwas mehr als die Hälfte aller deutschen Haushalte eine Biotonne. Dabei bergen die Abfälle aus Küche und Garten zusätzlich ein großes Potenzial als Energiequelle und Dünger. Werden sie vor der Kompostierung vergoren, entsteht Methangas, aus dem sich in Blockheizkraftwerken Strom und Wärme gewinnen lassen. Diese doppelte Nutzung erfolgte 2022 mit etwa 55% der eingesammelten Bioabfälle aus den Haushalten (LAGA 2024).&nbsp;</p> <p>Kompost und Gärrest aus häuslichen Bioabfällen wird vorwiegend in der Landwirtschaft und zunehmend auch im Ökolandbau als Düngemittel und Humuslieferant genutzt. Nährstoffarmer Kompost aus Grünabfällen kann im Garten- und Landschaftsbau sowie in der Erdenherstellung Torf (siehe Beitrag <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/blumenerde">Blumenerde</a>) ersetzen, dessen Abbau schützenswerte Moorgebiete zerstört.</p> <p>In ihren Abfallsatzungen regeln Städte und Landkreise in kommunaler Eigenverantwortung, ob und wie Bioabfälle getrennt gesammelt werden. Die zuständigen Entsorger geben darüber hinaus Auskunft, welche Bioabfälle in die Biotonne dürfen und welche nicht. Sie informieren z.B. auch darüber, ob kompostierbare Kunststoffbeutel zur Sammlung der Bioabfälle zugelassen sind. Seit 1. Januar 2015 sollte laut Kreislaufwirtschaftsgesetz von 2012 die Bioabfallsammlung in Deutschland flächendeckend eingeführt sein. Dieses Ziel ist bis jetzt nicht in allen Landkreisen und Städten erreicht worden.</p> <p><strong>Quellen</strong></p> <ul> <li>⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>⁠-Themenseite <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/abfall-ressourcen/entsorgung/bioabfallbehandlung">Bioabfallbehandlung</a></li> <li>UBA-Seite "Daten zur Umwelt" <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/ressourcen-abfall/verwertung-entsorgung-ausgewaehlter-abfallarten/bioabfaelle">Bioabfälle</a></li> <li>BMUKN-Themenseite <a href="https://www.bundesumweltministerium.de/themen/kreislaufwirtschaft/abfallarten-und-abfallstroeme/bioabfaelle">Bioabfälle</a></li> <li>LAGA 2024: LAGA-Bericht <a href="https://www.laga-online.de/documents/bericht-laga-ag-getrenntsammlung-bioabfaelle-2022-dez-2024_1746539220.pdf">"Getrenntsammlung von Bioabfällen"</a> (Dezember 2024)</li> </ul> </p><p>Informationen für...</p>

Maßnahmen und Instrumente zum Ausbau einer hochwertigen Bioabfallverwertung als fachliche Grundlage zur Weiterentwicklung der Bioabfallverordnung

Die Bundesregierung strebt die qualitativ und quantitativ hochwertige Verwertung von Bioabfällen an, um dadurch Klima und Ressourcen zu schonen. Im Hinblick auf eine mögliche Weiterentwicklung der Bioabfallverordnung, sollen in diesem Forschungsprojekt verschiedene Themenfelder untersucht werden, die direkt oder indirekt mit der Erzielung möglichst reiner Komposte und Gärreste in Verbindung stehen und somit die Grundlage für eine hochwertige Verwertung darstellen. In Arbeitspaket (AP) 1 sollen geeignete Techniken zur Detektion von Fremdstoffen bei der haushaltsnahen Erfassung von Bioabfall ermittelt und bewertet werden. AP 2 legt den Fokus auf die Abtrennung von Fremdstoffen und insbesondere Kunststoffen vor der eigentlichen Bioabfallbehandlung und umfasst verschiedene Eingangsstoffströme wie Bioabfall aus Haushalten, verpackte Lebensmittel und anlagenintern rezyklierte Stoffströme. In AP 3 sollen die mögliche Bildung vor allem von kleinen Kunststoffpartikeln innerhalb der Prozesskette der biologischen Abfallbehandlung untersucht und die Möglichkeiten zur Bestimmung des Gehalts an Kunststoffpartikeln über die etablierten Methoden hinaus betrachtet werden. Ziele dieses Forschungsprojekts sind die Bereitstellung von fachlichen Grundlagen und Erkenntnissen zur Weiterentwicklung der Bioabfallverordnung sowie die Informationsaufbereitung für die Praxis.

Klimaforschungsplan KLIFOPLAN, Sektorübergreifende Klimaschutzmaßnahmen auf Basis nachhaltiger Abfallbewirtschaftung und Kreislaufwirtschaft für die EU und darüber hinaus

Die EU-Methanstrategie, das Circular Economy Package, der Green Deal, der Global Methan Pledge oder die jüngste G7 Erklärung werfen in ein neues Schlaglicht auf die Kreislaufwirtschaft. Eine klimaschutzwirksame Kreislauf- und Abfallwirtschaft wirkt sektorübergreifend in die Bereiche Industrie, Landwirtschaft und Energie hinein und ist ein Element der nachhaltigen Transformation und Dekarbonierung (u.a. durch energetische und stoffliche Verwertung) und deshalb nicht beschränkt auf für die Klimaberichterstattung relevante Bereiche (Methan-/Lachgas-Emissionen aus Deponien, Bioabfallbehandlung etc). Die kommunale und regionale Hoheit im Siedlungsabfall und das Zusammenspiel von öffentlichem und privatem Sektor benötigen gezielte und übergreifende klimaschutzorientierte Strategien, Regelungen, Markt- und strukturellen Rahmenbedingungen sowie flankierenden Förderung der nationalen Ebene in Europa, vor allem im europäischen Süden und (Süd)-Osten. Das Vorhaben soll (klimaschutz)politische sektorübergreifende Maßnahmen, Instrumente und Programme zur Treibhausgas-Minderung aufzeigen, die eine Beschleunigung der Erreichung der Klimaschutzziele und eine Ambitionssteigerungen in dieser und der nächsten Dekade ermöglichen, und dabei auch die Entwicklungschancen für die Wirtschaft ins Auge fassen. Im Wesentlichen ist der Output ein Bericht, eine kurze Broschüre und eine Hybridveranstaltung in Brüssel zu konkreten Empfehlungen für Rahmenbedingungen, Maßnahmen, grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Anreize, Instrumente u.a., die eine Erreichung der Klimaschutzziele und eine Ambitionssteigerung durch die Verbesserung der Kreislaufwirtschaft in dieser und der nächsten Dekade ermöglichen mit einem Fokus auf regionale und andere Charakteristika der EU.

Reallabor: Norddeutsches Reallabor, Teilvorhaben: 6.2 Synergie von Power to Gas und Bioabfallbehandlung

Reallabor: Norddeutsches Reallabor, Teilvorhaben: Integrierte Netzplanung, Synergien von PtG und Bioabfallbehandlung, Aquiferspeicher; TU HH

Newsletter Zero Waste, Nr. 27

Die Entsorgung illegaler Ablagerungen kostete Berlin im vergangenen Jahr mehr als 13 Millionen Euro. Aus diesem Grund widmet sich die Senatsumweltverwaltung mit der Kampagne „Einfach abstellen hat seinen Preis” verstärkt dem Thema illegale Müllentsorgung. Ende März wurde die Kampagne von Senatorin Ute Bonde, der BSR-Vorstandsvorsitzenden Stephanie Otto und dem Bezirksstadtrat Christopher Schriner vorgestellt. Im Layout eines Möbelkatalogs werden die neuen Bußgelder für illegale Ablagerungen thematisiert, die im Herbst vergangenen Jahres erhöht worden sind. Wer beispielsweise Stühle, Tische, Matratzen oder ausgediente Kinderwagen rechtswidrig auf Straßen oder in Grünanlagen abstellt, muss mit bis zu 1.500 Euro Strafe rechnen. Gleichzeitig will die Kampagne legale Alternativen sichtbar machen, wie zum Beispiel die 14 BSR-Recyclinghöfe, den günstigen BSR-Sperrmüll-Abholservice, die Tiptapp-App zur Transporthilfe bei der Sperrmüllentsorgung oder die entgeltfreien Kieztage. Weitere Informationen zu den neuen Bußgeldern und zu legalen Entsorgungsmöglichkeiten Zur Pressemitteilung Mit dem Projekt „Engagiert für Zero Waste – Gemeinsam Kreisläufe bilden“ stärkt der BUND Berlin lokales Engagement für Abfallvermeidung in Berliner Kiezen. Berlinerinnen und Berliner können sich als ehrenamtliche Zero-Waste-Botschafterinnen und Botschafter qualifizieren und aktiv werden. In Schulungen erwerben sie Wissen sowie praktische Ansätze zu Müllvermeidung, Mülltrennung und nachhaltigem Konsum, die sie anschließend in ihrem direkten Umfeld weitergeben können. Die ersten Schulungen haben bereits stattgefunden, für die Schulungen im Herbst ist die Anmeldung bereits möglich. Unterstützt wird das Projekt und insbesondere dessen Anbindung an Nachbarschaften und Kieze durch die lokal gut vernetzten Partnerorganisationen LIFE – Bildung Umwelt Chancengleichheit (LIFE) e.V., Kulturlabor Trial & Error e.V. und dem Netzwerk für Bildung und Soziales (NBS) GmbH. Das Projekt begann am 1. März 2026. Es wird von der LOTTO-Stiftung Berlin gefördert und läuft bis zum 31. August 2028. Projektseite mit mehr Informationen zu den Schulungen und weiteren Mitmachmöglichkeiten Pressemitteilung zum Projektstart Im Projekt „Abfallfreie Wochenmärkte Neukölln“ untersuchte der Zero Waste e. V. von März bis Oktober 2025 die Art der Nutzung von Verpackungen für den To-Go Bereich durch die Marktbesucherinnen und -besucher. Ausgewertet wurden 131,5 Stunden Beobachtung vor Ort, 15 Interviews und 4.930 erfasste Verpackungs- bzw. Geschirreinheiten. Es zeigte sich: 86 % der Einheiten entfielen auf Einweg, 6 % auf Mehrweg und 8 % auf mitgebrachte Behältnisse (BYO (Bring Your Own)). Trotz wachsender gesellschaftlicher Aufmerksamkeit für das Thema Einwegverpackungen bleibt der BYO-Anteil also gering. Händlerinnen und Händler nannten Hürden wie fehlende Spülinfrastruktur, unklare Hygieneregeln, Zeitdruck und wirtschaftliche Unsicherheit. Wo BYO sichtbar beworben wurde, lag der Anteil höher. Mit der seit 2023 geltenden Mehrwegangebotspflicht sind Stände verpflichtet, von Kundinnen und Kunden mitgebrachte Behältnisse zu befüllen und auf diese Möglichkeit hinzuweisen. Dennoch erfüllten nur 35 % der untersuchten Stände diese Vorgabe. Die Ergebnisse fließen in die Evaluation der Berliner Zero-Waste-Strategie ein, die die Umsetzung verschiedener Maßnahmen zur Vermeidung von Einweggeschirr und Verpackungen vorsieht. Mehr Informationen und Abschlussbericht Kostenlose, mehrsprachige Poster mit Hinweis auf Mehrweg- und/oder BYOB-Angebot für Betriebe Informationsangebot „Mehrweg zum Mitnehmen“ für Berlin Ende Februar 2026 wurden die Ergebnisse des Projektes „Müllfreie Weihnachtsmärkte“ der Umsetzungsallianz „Mehrweg.Einfach.Machen“ und des Deutschen Städtetags präsentiert. Seit 2024 unterstützte es Kommunen dabei, Mehrweglösungen für Speisen auf Weihnachtsmärkten einzuführen und Abfälle zu reduzieren. Gemeinsam mit zahlreichen Städten wurden praxisnahe Ansätze entwickelt, die den Weg zu 100 % Mehrweg ebnen sollen. Der Leitfaden für Kommunen und ein umfassender Projektbericht sind online verfügbar. Damit ergänzt das Projekt weitere Ansätze zur Abfallvermeidung im Marktbereich: Neben dem Mitbringen eigener Behältnisse (BYO), das im Projekt „Abfallfreie Wochenmärkte Neukölln“ gefördert werden sollte, wurde hier vor allem der systematische Ausbau von Mehrweg als weitere zentrale Option zur Vermeidung von Einwegverpackungen und Verpackungsmüll in den Blick genommen. Leitfaden für Kommunen für die Umsetzung von müllfreien Weihnachtsmärkten und weitere Projektergebnisse Bibliothek mit relevanten Quellen rund um das Thema Mehrweg in Deutschland (regelmäßig geprüft und aktualisiert) Kurz-Übersicht zur Mehrwegangebotspflicht für Betriebe Auf dem rund 500 Hektar großen Areal des ehemaligen Flughafens Tegel entsteht unter dem Namen „Berlin TXL“ mit der Urban Tech Republic und dem Schumacher Quartier eines der ambitioniertesten Stadtentwicklungsprojekte Europas. Die landeseigene Berlin TXL Management GmbH (ehemals Tegel Projekt GmbH) setzt dabei konsequent auf zirkuläres Bauen und hat hierfür eine entsprechende Rahmenvereinbarung mit dem Unternehmen Concular geschlossen. Im Zuge dessen werden Gebäudedaten und Materialien digital erfasst, bewertet und hinsichtlich ihrer Umweltwirkungen dokumentiert. Auch operativ unterstützt Concular entlang der gesamten Wertschöpfungskette und begleitet bis mindestens 2032 Rückbau und Neubau auf dem Gelände mit dem Ziel, bestehende Materialien wiederzuverwenden und kreislaufgerechtes Bauen als wirtschaftlich belastbaren Standard zu etablieren. Berlin TXL nimmt damit die Funktion eines Reallabors für die Bauwende ein und demonstriert, dass ökologische Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Effizienz bei konsequenter zirkulärer Planung miteinander vereinbar sind. Mehr Informationen zum Zirkulären Bauen in Tegel Wie kann man die Wirkung von Zero-Waste-Projekten messen? Ansatzpunkte liefert der Impact Report der Zero-Waste-Agentur, der die Arbeit der Zero-Waste-Agentur aus den Jahren 2023–2025 zusammenfasst und Ergebnisse und Wirkung der Maßnahmen der Zero-Waste-Agentur sichtbar macht. Der Report dokumentiert den Aufbau einer in Europa bislang einmaligen Zero-Waste-Agentur, die ein stetig wachsendes Netzwerk aufgebaut und zahlreiche Projekte, Veranstaltungen und umgesetzt hat. Von den Zero-Waste-Aktionswochen, bis hin zu einem Zero-Waste-Monitoring und einer stetigen Kommunikation über die Themen rund um Abfallvermeidung und Ressourcenschonung. Auch messbare Effekte werden beschrieben: Personen, die die Zero-Waste-Agentur kennen, setzten im Durchschnitt 2,22 Zero-Waste-Strategien mehr um als ihre Mitmenschen. Darüber erfahren Leserinnen und Leser, wie Zero Waste in Berlin strukturell durch Kooperationen, gemeinsame Aktionen und intersektoralen Austausch verankert wird, beispielsweise über die Zero-Waste-Task-Force mit den Bezirken, den Förderkompass für Zero-Waste-Projekte oder Multi-Stakeholder-Konferenzen. Mehr Informationen zum Impact Report ReUseMe ist ein offenes Hardware-Projekt, das Menschen ermöglicht, Einkaufstaschen zu teilen, statt neu zu kaufen. Die modulare Taschen-Tausch-Station ist 3D-druckbar, reparierbar, erweiterbar und remixfähig – ganz im Sinne von Open Source, Zero Waste und gemeinschaftlicher Nutzung. Nachdem sich das Projekt in und um Frankfurt am Main bereits an über 30 Orten erfolgreich etabliert hat, soll es nun auf Regionen und Städte in ganz Deutschland ausgeweitet werden. Dazu wird ein Netzwerk aufgebaut, das verschiedene Akteure vereint: 3D-Druck-Orte, die bereit sind, die ReUseMe-Station vor Ort zu drucken; Stations-Patinnen und Paten, die die Stationen in Läden und Einrichtungen bringen und Multiplikatoren wie Kommunen, Umweltinitiativen oder Vereine, die das Projekt in ihrer Region koordinieren und begleiten möchten. Mehr Informationen auf der Projektseite Deutschlandweiter Aufruf für Akeure (Pressemitteilung, PDF, 1.6 MB) Kostenfreies Social Media Kit mit Texten, Grafiken, Vorlagen und Printmaterial Der Tag der Biotonne ist eine Bewegung von Kommunen, Abfallbetrieben, Entsorgungsunternehmen, lokalen Initiativen und nationalen Verbänden, die die Bioabfallbehandlung in Deutschland vorantreiben wollen. 2026 steht der Zusammenhang zwischen Biotonne, Kompost und gesunden Böden im Mittelpunkt – der Slogan für den diesjährigen Aktionstag lautet „Der Boden beginnt hier“. Bundesweit können Akteure Aktivitäten auf der zentralen Branchen-Plattform eintragen, profitieren von der Einbindung in die bundesweite Kampagne und können kostenlos bereitgestellte Kommunikationsmaterialien nutzen. Die Aktivitäten müssen dabei nicht zwingend am Aktionstag, dem 26. Mai, stattfinden, sondern können auch über das ganze Jahr durchgeführt werden. Jeder Akteur, der seine Aktivitäten auf der Webseite einstellt, erhält kostenfrei ein Aktionspaket u. a. mit einem Biotonnen-Aufkleber mit dem Slogan „Der Boden beginnt hier“ zugesandt. Mehr Informationen zum Aktionstag Wie gut kennst du dich mit Abfalltrennung aus? Mach jetzt den Check! Die BSR zeigt dir, wie du mit jedem Gang zur Tonne das Klima schützt – vom leeren Joghurtbecher bis zum abgewetzten Schwamm. Denn nur richtig getrennter Abfall kann optimal verwertet oder recycelt werden. Gemeinsam schützen wir so Ressourcen und Klima. Oft reichen schon kleine Schritte: ein kurzer Klick, ein Wurf in den richtigen Behälter – und du leistest einen spürbaren Beitrag für ein nachhaltigeres Berlin. Klick dich jetzt rein und verbessere deine Abfalltrennung! Die Berliner Stadtreinigung (BSR) hat ihr 75-jähriges Bestehen mit einem Festakt in Berlin gefeiert. Seit ihrer Gründung im Jahr 1951 haben sich die Abfallwirtschaft und damit auch die Aufgaben der BSR grundlegend gewandelt. Statt mit Pferdefuhrwerken sind die BSR mittlerweile mit einem modernen, zunehmend klimafreundlichen Fuhrpark unterwegs und übernehmen neben ihren klassischen Aufgaben in Straßenreinigung und Müllabfuhr heute eine zentrale Rolle in der Berliner Kreislaufwirtschaft. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Angebote zur Abfallvermeidung und Wiederverwendung entwickelt und gestartet, wie beispielsweise das Gebrauchtwarenhaus NochMall oder die Tausch- und Verschenkmärkte auf den BSR-Kieztagen. Zur Pressemitteilung Der Kunst-Stoffe e.V. betreibt in Berlin zwei Materialmärkte, organisiert Workshops und offene Reparatur-, Holz- und Textilwerkstätten und entwickelt Schulungen und Unterrichtseinheiten zur nachhaltigen Ressourcennutzung, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz. Das 20-jähriges Jubiläum begeht der Verein mit einer feierlichen Zeremonie, einer Führung durch das Zentrum für klimaschonende Ressourcennutzung in Pankow sowie mit Snacks, Drinks und einer Tombola. Datum: Donnerstag, 29. Mai 2026 , 17:00 bis 19:00 Uhr Ort: Kunst-Stoffe e.V. , Berliner Straße 17, 13189 Berlin, direkt am U- und S-Bahnhof Pankow Mehr Informationen zum Verein und allen Angeboten

Kunststoffe in Bioabfällen - Validierung von Untersuchungsverfahren und Anwendung unter Praxisbedingungen

In einem ersten Schritt des Vorhabens sollen die in III26 entwickelten Untersuchungsverfahren zur Bestimmung von Kunststoffgehalten in Bioabfällen zu Routineverfahren weiter entwickelt werden. Zum Einsatz kommen neue innovative thermoanalytische, chromatografische und spektroskopische Verfahren, die eine eindeutige Zuordnung des Kunststoffes und seines Degradationszustandes ermöglichen. Mit Hilfe dieser Untersuchungsverfahren sollen Quellen und Senken für Mikroplastik in den Endprodukten der Bioabfallbehandlung ermittelt und deren Wirkung auf verschiedene Umweltmatrizes eingeordnet werden.

Energieeffiziente Nutzung sekundärer biogener Rest- und Abfallstoffe in Biomassefeuerungen durch stufenweise Aufbereitung und Brennstoffkonfektionierung, Teilvorhaben: Technisch-ökonom. Bewertung zur energetischen Nutzung biogener Rest- und Abfallstoffe in Biomassefeuerungen

Innovationsraum: Erzeugung Biobasierter Phasenwechselmaterialien aus abfallwirtschaftlichen Prozessen zur Integration in einen thermischen Energie-Speicher-Schaum als nachhaltiger Dämmstoff für Gebäudeanwendungen

Innovationsraum: Erzeugung Biobasierter Phasenwechselmaterialien aus abfallwirtschaftlichen Prozessen zur Integration in einen thermischen Energie-Speicher-Schaum als nachhaltiger Dämmstoff für Gebäudeanwendungen, Teilprojekt B- Umsetzungsphase

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