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Found 63 results.

Staedtische Bioklimatologie

Betrieb der Stationen am Hohen Sonnblick und Großenzersdorf- UV-B-Messnetz

Das Österreichische UV-B Messnetz wurde 1996 vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft initiiert und wird von der Sektion für Biomedizinische Physik der Medizinischen Universität Innsbruck betrieben. An elf Stationen, die repräsentativ über ganz Österreich verteilt sind wird in zehnminütigen Intervallen die erythemwirksame UV Strahlung gemessen. Des Weiteren werden von Daten von drei Stationen in Deutschland und der Schweiz zur Verfügung gestellt. Sobald verfügbar, werden die aktuellen Messwerte unter www.uv-index.at at bzw. auf der ORF-Teletext Seite 644 öffentlich zugänglich gemacht. Projektziel seitens BOKU-Met ist die Fortsetzung der bislang durchgeführten UV-B Messungen mit je einem Robertson-Berger-Biometer an den Messstationen Hoher Sonnblick und Groß-Enzersdorf.

Langzeitmessungen des Gesamtozons und hochaufgelöste spektrale Messungen der UV-Strahlung am Hohen Sonnblick und in Großenzersdorf

Zentrale Ziele dieses Forschungsprojektes sind genaue Messungen der spektralen UV-Strahlung und des Gesamtozons auf dem Hohen Sonnblick, sowie Messungen der spektralen UV-Bestrahlungsstärke im Wiener Raum, um das Wissen über die UV-Belastung am Boden zu erweitern. Die erhobenen Datensätze dienen zur Behandlung folgender Fragestellungen: Bestimmung der Langzeitvariabilität der biologisch relevanten UV-Strahlung, Beiträge der verschiedenen Einflussfaktoren (Ozon, Bewölkung, Albedo, Aerosole) auf die spektrale UV-Strahlung, Erforschung und Entwicklung geeigneter Methoden zur Bestimmung der UV-Strahlung in der Vergangenheit und der Zukunft, sowie Untersuchungen zu den langfristigen Auswirkungen erhöhter biologisch relevanter UV-Strahlung auf Menschen und Ökosysteme in Österreich.

Dendroökologische Analyse der Feuchtigkeitsverhältnisse und klimagesteuerter Ökosystemreaktionen entlang eines Höhengradienten im Zentral-Himalaya (Nepal), Dendroökologische Analyse der Feuchtigkeitsverhältnisse und klimagesteuerter Ökosystemreaktionen entlang eines Höhengradienten im Zentral-Himalaya (Nepal)

Entlang eines Höhengradienten von den subtropischen Salwäldern bis zu subalpinen Kiefern- und Wacholderwäldern sollen mit Hilfe eines dendroklimatologischen multi-Parameter-Ansatzes die Schwankungen und Trends der Feuchtigkeitsverhältnisse der letzten 100 Jahre im zentralen Himalaya rekonstruiert werden. Hierzu gehören neben der Jahrringbreite die Parameter Holzdichte, Variationen stabiler Kohlensoff- und Sauerstoffisotope in der Zellulose des Holzes, sowie die quantitative Erfassung holzanatomischer Variablen wie Änderungen der Größe der wasserleitenden Gefäße oder Tracheiden sowie die Zellwanddicke. Neben der Rekonstruktion früherer Klimaereignisse erlauben die Untersuchungen eine Abschätzung der Wirkung von Klimaextremen auf dominante Baumarten verschiedener Waldökosysteme, z.B. im Hinblick auf ihre Wasserausnutzung (intrinsic water use efficiency). Daraus ergeben sich neue Erkenntnisse im Hinblick auf die Sensitivität verschiedener Höhenstufen auf den erwarteten Klimawandel im Zentral-Himalaya sowie angewandte Aspekte in Bezug auf ein nachhaltiges Arten- und Ressourcen-Management der verbliebenen Restwälder der unteren Talstufen und der subtropischen Zone Nepals. Das Projekt umfaßt mehrere Maßnahmen zum Capacity-Building: Im Frühjahr 2015 wurde ein 12-tägiges Training an der Nepal Academy of Science and Technology (NAST) in Kathmandu (Nepal) durchgeführt, an dem 26 Personen teilnahmen, die von der Akademie, der Tribhuvan-Universität und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen Nepals stammten. Durch diesen Wissenstransfer wurden Kapazitäten im Bereich der dendroökologischen und paläoklimatologischen Forschung geschaffen, so daß die NAST als Innovations- und Kompetenzzentrum im Bereich klimaökologischer Forschung der Region wirken kann. Im Januar und Februar 2016 kamen vier nepalesische Wissenschaftler zu weiterem Training und zur Durchführung von Analysen an das Institut für Geographie der Universität Erlangen-Nürnberg. Dieses Training wurde durch einen weiteren Besuch deutscher Wissenschaftler in Nepal mit eingeschlossenen Feldarbeiten im März 2016 fortgesetzt. Gegen Projektende faßt ein öffentlicher Workshop in Erlangen die Ergebnisse des Projektes zusammen. Das Projekt endet mit der Vorbereitung eines weiterführenden Forschungsantrages.

Energie der Zukunft, PVOPTI-Ray: Optimierung reflektierender Materialien und Photovoltaik im Stadtraum bezüglich Strahlungsbilanz und Bioklimatik

Hintergrund und Ziele: Städte sind die größten Energieverbraucher und zugleich die Hauptleidtragenden des Klimawandels. Vor diesem Hintergrund werden ‚Solar Cities' national und international diskutiert: Städte, die einen Großteil ihrer Energie über die Sonne direkt mit den eigenen Dächern und Fassaden gewinnen. Aktivhäuser und Solar Cities werden daher so geplant, dass sie eine maximale ‚Solarernte' einfahren, sich also mit Dächern und Fassaden der Sonne möglichst unverschattet zuwenden, um den Solarenergieertrag zu maximieren. Dadurch wird möglichst viel der einfallenden Solarenergie von Dächern und Fassaden absorbiert und nutzbar gemacht. Optimaler Weise mit schwarzen Solarmodulen, die nur gering reflektieren und daher den höchsten Stromerzeugungs-Wirkungsgrad mit bis zu 20% auf Modulebene realisieren. Der größte Teil der absorbierten Solarstrahlung wird jedoch in Wärme umgewandelt. Bislang liegen auf städtischer Ebene noch keine Abschätzungen und Simulationstools vor, welche Auswirkungen die angestrebte massenweise Verbreitung der Photovoltaik und Solarisierung der besonnten Fassadenflächen im Stadtraum auf das Mikroklima im Straßencanyon hat. Im Rahmen der Anpassung an den Klimawandel wird aus den USA kommend eine genau gegenteilige Strategie propagiert: eine Stadt mit weißen Dächern, möglichst hoch reflektierenden Oberflächen und minimaler Absorption der auf die Stadt fallenden Solarstrahlung. Reflexion durch den Boden und durch umgebende Gebäude führt zum einen zu einer Erhöhung der auf die PV Modulebene einfallenden solaren Strahlung und damit zu einer Erhöhung des Ertrags der PV Anlage, gleichzeitig kann eine Zunahme der Reflexion auch zu einer Zunahme des thermischen Stresses des Menschen sowie zur Blendung führen. Solarmodule reduzieren die Reflexion im städtischen Gelände und können auch ihrerseits zu einer Erwärmung der Umgebung beitragen. Im Rahmen des Projektes PVOPTI-Ray wird eine umfassende Betrachtungsweise gewählt, die alle oben erwähnten Aspekte (Energieeffizienz, lokales Klima und Behaglichkeit des Menschen) berücksichtigt. Methode: Mit Hilfe von gekoppelten urbanen Klima und Komfort Modellen und PV Ertragstools werden optimale Lösungen der Stadtplanung bezüglich der Formgebung eines Straßencanyons und der Ausgestaltung seiner Oberflächen entwickelt, die einen optimalen Ertrag einer fassadenintegrierten PV Anlage bei gleichzeitiger Berücksichtigung von für den Menschen wichtigen bioklimatischen Aspekten und Blendung gewährleisten sollen. Es werden unterschiedliche klimatische Situationen berücksichtigt, ebenso wie das Potential positiver Einflussnahme von Grünflächen und Fassadenbegrünungen. Ziel ist es, in der Sondierung die komplexen Strahlungs- und Energieflüsse innerhalb typischer Straßencanyons zu simulieren sowie Simulations- und Planungstools zu entwickeln, welche für eine energetisch und bioklimatisch optimierte Solarstadtplanung erforderlich sind.

Waldökologische Begleituntersuchungen zum Pumpversuch der NOESIWAG im Auwald bei Petronell

Während des Pumpversuches für die wasserrechtliche Genehmigung von Trinkwasserbrunnen im Auwald bei Petronell werden Teilglieder des Wasserhaushaltes (Boden, Pflanze und Atmosphäre) gemessen, und die Auswirkungen der Wasserentnahmen auf den physiologischen Status der stockenden Baumvegetation (Populus x euramericana) ermittelt. Dadurch soll ein umweltverträgliches Wasserentnahmeregime für das Brunnenfeld gewährleistet werden.

Klimawandel - Speyer folgen: Integratives Konzept und innovative Strategie zur Anpassung

Der Oberrheingraben zählt bioklimatisch gesehen zu den am stärksten belasteten Zonen Deutschlands. Bereits heute zeigen sich Veränderungen wie Zunahme der Jahresmitteltemperatur, durchschnittliche Abnahme der Frosttage, oder Zunahme der Sommertage. Die Stadt Speyer gehört aufgrund ihrer Lage im nördlichen Oberrheingraben zu den 'Thermischen Belastungsgebieten'. Somit ist Speyer geeignet für eine beispielhafte Analyse und Intervention in Sachen Klimawandel. Bis Mitte 2015 wird ein ganzheitliches und datenbasiertes Konzept erarbeitet, das am Beispiel Speyer mögliche Anpassungsstrategien einer Mittelstadt an den Klimawandel aufzeigt, basierend auf einer ämterübergreifende Zusammenarbeit, sowie intensiver Beteiligung verschiedener Zielgruppen und der Öffentlichkeit.

Regionale Zukunft unter der Lupe: Regionale Herausforderungen in Oberösterreich (AT), Niederösterreich (AT), Steiermark (AT) und Kassel (DE), Regionale Zukunft unter der Lupe: Regionale Herausforderungen in Oberösterreich (AT), Niederösterreich (AT), Steiermark (AT) und Kassel (DE)

Im Zuge eines laufenden EU-Projekts zur Abbildung von Vulnerabilitäten auf der NUTS2-Ebene gegenüber fünf großen globalen Herausforderungen (Klimawandel, Sichere und Nachhaltige Energie, Globalisierung, Demographischer Wandel und Soziale Polarisation) ist eine Reihe von Fragen hinsichtlich der Wirksamkeit des 'Top-Down'-Ansatzes des Projekts zur Lösung solcher vielschichtigen Probleme aufgetaucht. Das ACRP 'Regional Futures'-Projekt hat das Ziel, diese Methodologie durch eine vertiefte Untersuchung der Vulnerabilitäten für vier Regionen in Österreich und Deutschland-mit einem Schwerpunkt auf 'Klimawandel' und 'Energie'-zu verbessern. Das Projekt will so das Verständnis der Robustheit der Ergebnisse unter den Einschränkungen der EU-Studie verbessern und wertvolle Informationen über die Exposition, Sensibilität und Anpassungsfähigkeit der vier Regionen in Bezug auf zukünftige Szenarien liefern. Obwohl alle fünf Herausforderungen in dieser Untersuchung eingebunden werden werden, wird der Schwerpunkt auf den zwei Herausforderungen 'Klimawandel' und 'Energie' liegen. Weiterhin werden bei der Analyse künftiger Entwicklungen die Konsequenzen einer Priorisierung von Klima- und Energiestrategien besonders berücksichtigt. Die Projektziele sind: - einen Beitrag zur theoretischen Diskussion über die Angemessenheit und Anwendbarkeit von 'Top-Down'-Ansätze in Vergleich zu 'Bottom-Up'-Ansätzen für die Untersuchung von Vulnerabilitäten zu leisten; - die Methodologien von Vulnerabilitätsuntersuchungen unter Beachtung typischer Einschränkungen von EU-Studien zu verbessern; - einen Beitrag zum wissenschaftlichen Fortschritt im Bereich Vulnerabilität zu leisten, insbesondere hinsichtlich Klimawandel und Energie, denn Vulnerabilitäten werden unter besonderer Berücksichtigung von Anpassungs- und Verminderungsmaßnahmen analysiert; - regionen-spezifische Indikatoren für die Bewertung von Vulnerabilitäten gegenüber den fünf Herausforderungen (und identifizierten untergeordneter Herausforderungen) für vier ausgewählte Regionen entwickeln: Oberösterreich (AT), Niederösterreich (AT), Steiermark (AT) und Kassel (DE); - die Vulnerabilitäten gegenüber den fünf Herausforderungen und ihre jeweiligen untergeordneten Herausforderungen in den vier Regionen mit besonderer Berücksichtigung von Klimawandel und Energie zu untersuchen; und - österreichischen und deutschen Stakeholdern auf regionalen und nationalen Ebenen wertvolle Information über Exposition, Sensibilität, Anpassungsfähigkeit und Vulnerabilität zu liefern, um die Politikmachenden zu informieren.

MILIEU: Der Mensch im Ballungsraum unter Klima-und Umwelteinflüssen

Das MILIEU (Der Mensch im Ballungsraum unter Klima- und Umwelteinflüssen) Zukunftskonzept beschreibt die Entwicklung eines neuen Forschungsclusters zu inter- und transdisziplinärer Klima- und Umweltforschung im urbanen und peri-urbanen Kontext. Es wird damit eine wissenschaftliche Infrastruktur etabliert, die es ermöglicht, kurz- bis langfristige Auswirkungen von Global Change auf die Umwelt in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg systemanalytisch, experimentell und empirisch zu untersuchen und auch die ökologischen und sozioökonomischen Konsequenzen zu erforschen. MILIEU bietet neben international anerkannter Grundlagenforschung und anwendungsnaher Umweltforschung Lösungsansätze und Managementstrategien mit dem langfristigen Ziel wissenschaftlich fundierter Politik- und Öffentlichkeitsberatung. In Kooperation mit Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Raum Berlin-Brandenburg bieten die Wissenschaftler der Fachbereiche Geowissenschaften, Biologie, Veterinärmedizin und Medizin der FU Berlin und der Charité innovative Forschungsansätze an, um zu analysieren, welche Auswirkungen Klimawandel und veränderte Landnutzung auf die Umwelt in Ballungsräumen hat, wie das Leben der Menschen dadurch beeinflusst wird und wie man diesen Veränderungen am besten begegnet, um das Wohlergehen der Menschen und der Ökosysteme zu bewahren. Die Forschungsaufgaben nutzen hierbei die umfassende Expertise, die existierenden Forschungsnetzwerke in der Region und die vorhandende Ausstattung an Beobachtungssystemen.

Thermal perceptions of humans under climate change conditions in moderate and tropical-humid climate

Comparison of methods concerning the quantification of thermal comfort and thermal stress in regions with different climate. The assessment of thermal bioclimate based on the human energy balance requires the estimation of thermal indices by the use of measurements and modeling but also the verification of the results by people based on questionnaires.

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