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Polymerisation mit integrierter Compoundierung von PLA-Copolymeren

Die Polymer-Gruppe mit Sitz in Bad Sobernheim entstand aus der 1973 gegründeten Polymer-Chemie GmbH, einem konzernunabhängigen Familienunternehmen, das Kunststoffe compoundiert, veredelt und modifiziert. Mit ihrer neu gegründeten Tochtergesellschaft SoBiCo GmbH plant die Gruppe, die weltweit erste Produktionslinie zur integrierten und energieeffizienten Herstellung von PLA-Copolymeren als Biokunststoff für Verpackungsfolien zu errichten. Die chemische Synthese und nachfolgende Verarbeitung der Kunststoffe zum fertigen Compound finden bisher üblicherweise in zwei komplett getrennten Arbeitsschritten statt. Dazwischen wird der Kunststoff auf Umgebungstemperatur abgekühlt. Durch die Herstellung des fertigen Kunststoffs in einem integrierten Verfahren entfällt der zusätzliche Energieaufwand für das nochmalige Aufschmelzen des Kunststoffes für die Compoundierung. Bei einer erwarteten Produktionsmenge von 10.000 Tonnen pro Jahr ergibt sich eine Energieeinsparung von 2,5 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. So kann eine Minderung des CO 2 -Ausstoßes um 1.170 Tonnen pro Jahr erreicht werden. Dies führt zu einer Reduzierung der Emissionen von CO 2 im Vergleich zum bisher etablierten Prozess um 25 Prozent. Branche: Chemische und pharmazeutische Erzeugnisse, Gummi- und Kunststoffwaren Umweltbereich: Klimaschutz Fördernehmer: SoBiCo GmbH Bundesland: Rheinland-Pfalz Laufzeit: seit 2021 Status: Laufend

Biotonne in Wohnanlagen

Seit 2015 ist die Biotonne in Deutschland Pflicht – und das aus gutem Grund: Rund 40 Prozent der Abfälle in den grauen Restmülltonnen bestehen heute noch aus Bioabfällen aus Küche und Garten. Auch in Wohnanlagen fallen große Mengen des wertvollen Rohstoffs „Biogut“ an. Eine konsequente Trennung in der Biotonne ermöglicht es, diese Ressource sinnvoll weiterzuverarbeiten, anstatt sie unnötig im Restmüll zu verschwenden. Gleichzeitig ist die Sammlung der organischen Abfälle in Wohnanlagen besonders anspruchsvoll und ein wenig aufwendig, müssen doch die feuchten Küchenabfälle ohne Kunststoffumhüllung in die gemeinschaftlich genutzten Biotonnen im Innenhof eingefüllt werden. Als Folge landet leider immer noch viel zu viel Biogut in der Hausmülltonne. Was viele Bürgerinnen und Bürger nicht wissen: Biogut ist kein “Müll”, sondern ein wertvoller Rohstoff für die Gewinnung von Biogas und Komposterde – ein natürliches Düngemittel für die Landwirtschaft. Aufbereitetes CO 2 -neutrales Biogas aus Berliner Biogut wird in das Berliner Gasnetz eingespeist und ersetzt 1:1 fossiles Erdgas, das in vielen Wohnungen zum Heizen und für warmes Wasser genutzt wird. Wenn jede Berlinerin und jeder Berliner pro Woche 1 Kilogramm Biogut in der Biotonne sammelt, könnte damit der jährliche Gasbedarf von 8.000 3-Raum-Wohnungen gedeckt werden. Die hochwertige Verwertung zu Biogas und Kompost trägt somit aktiv zum Klimaschutz bei (Basis-Szenario des Berliner Abfallwirtschaftskonzepts 2030). Fremdstoffe wie Bioplastiktüten und andere Kunststoffe verunreinigen das Biogut und können in der Kompostierungsanlage nicht sicher aussortiert werden. Viele Plastikteile verbleiben in der Komposterde und mindern deren Qualität für die Landwirtschaft. Falsch befüllte Biotonnen werden bei zu hohem Fremdstoffanteil deshalb häufig nicht als Biogut entleert und müssen stattdessen als Restmüll entsorgt werden. Dies führt zu höheren Abfallgebühren für die Mieterinnen und Mieter. Um Fremdstoffe in der Biotonne zu vermeiden, sammeln Berlinerinnen und Berliner am besten lose in einer Schüssel oder in einer Papiertüte. Plastiktüten und auch Bioplastiktüten sind in der Biotonne tabu. Bild: Yeşil Çember Was kommt in die Biotonne? Viele Berlinerinnen und Berliner wissen nicht genau, welche Küchenabfälle in die Biotonne sollen: Häufig werden fälschlicherweise Essenreste in die Hausmülltonne oder verdorbene Lebensmittel aus dem Kühlschrank samt Verpackungen in die Biotonne geworfen. Weitere Informationen Bild: lichtl Ethics & Brands GmbH Aktionen und Termine Die sprechende Biotonne: In diesem Jahr lassen wir die Biotonne selbst mit den Bewohnerinnen und Bewohnern in Berliner Wohnanlagen sprechen! Wer den Deckel der Tonne öffnet und genau zuhört, der wird erfahren, welche Abfälle die Biotonne gerne mag und welche Dinge ihr „Bauchschmerzen“ bereiten. Ergänzend dazu beraten wir Besucherinnen und Besucher persönlich zur Nutzung der Biotonne und halten die wichtigsten Infos in vielen Sprachen bereit. Weitere Informationen Bild: Yeşil Çember Rückblick auf Aktionen zur Biotonne in Wohnanlagen Mit vielfältigen Aktionen wurden Bewohnerinnen und Bewohner von innerstädtischen Wohnanlagen in Berlin informiert, warum es sinnvoll ist Lebensmittelabfälle zu reduzieren und wie aus ihrem Biogut in der Biotonne Biogas und Kompost gewonnen wird. Weitere Informationen Bild: Joris Felix Patzschke für RESTLOS GLÜCKLICH e.V. Modellprojekt „Unsere Biotonne. Unsere Energie.“ 2019–2021 In Wohnanlagen gibt es zwar ein großes Potenzial für die Sammlung von Bioabfällen, leider wird dort die Biotonne aus verschiedenen Gründen jedoch nicht richtig oder überhaupt nicht genutzt. Die Kampagne „Unsere Biotonne. Unsere Energie.“ informierte Bewohnerinnen und Bewohner über die richtige Mülltrennung in Berlin. Weitere Informationen

reGIOcycle bei der Biotonnen-Challenge

„Deutschland sucht die Biotonnen Bessermacher“ – unter diesem Motto verlief die Biotonnen-Challenge 2023, an der sich auch das Verbundvorhaben reGIOcycle unter Leitung des Umweltcluster Bayern mit dem Projektpartner AWS (Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb der Stadt Augsburg) und den beiden assoziierten Partnern Landkreis Aichach-Friedberg und Landkreis Augsburg beteiligten. Auch der Projektpartner difu (Deutsches Institut für Urbanistik) unterstütze die Aktion. Dabei war das Ziel der Challenge, dass weniger Fehlwürfe in der Biotonne entstehen. Bereits vor der Challenge hatte sich das Projekt reGIOcycle dem Thema „kunststoffarmer Biomüll“ angenommen. Beispielsweise wurden Wohneinheiten mit hoher Fehlwurfquote im Raum Augsburg identifiziert, es fanden Befragung von Bewohner:innen zum Sortierverhalten und diverse Workshops mit den Hausverwaltungen und Bewohner:innen statt. Im Anschluss wurden verschiedene Maßnahmen erarbeitet, u.a. die Teilnahme an der Biotonnen-Challenge 2023. Startschuss der Challenge im Projekte reGIOcycle war eine Beprobung der Biotonnen in drei Fokusgebieten im Juni 2023. Sie legte den Status-Quo für die aktuelle Verunreinigung des Biomülls fest. Die angewandte Methodik, die sogenannte Chargenanalyse, ermöglicht es, genau festzustellen, welche Fremdstoffe sich im Biomüll befinden und wie hoch die Fehlwurfquote ist. Das Ergebnis der ersten Analyse war äußerst vielschichtig und zeigte deutliche Unterschiede in der Zusammensetzung des Biomülls. Eine der untersuchten Chargen wies beispielsweise einen bemerkenswert hohen Anteil an Grünschnitt auf, andere hingegen wiesen einen alarmierend hohen Anteil an Kunststofftüten auf. In den Fokusgebieten mit hoher Verunreinigung folgten daraufhin verschiedenste Aufklärungsmaßnahmen, um den Fremdstoffanteil innerhalb des Aktionszeitraums zu reduzieren. Darunter fielen Aktionen mit Kindern, die spielerisch das Mülltrennen erlenen konnten, Auftritte auf Festivals in der Region, um auf das Thema aufmerksam zu machen sowie die direkte und indirekte Ansprache der Anwohnenden der Fokusgebiete, beispielsweise bei einem Nachbarschaftsfest oder durch das Verteilen von mehrsprachigen Informationsmaterialien. Den Bürger:innen wurden außerdem Papiertüten als Alternativlösung zu den leider oft verwendeten Plastiktüten für das Sammeln von Biomüll angeboten. Die meisten Aktionen fanden in einer Großwohnanlage in Aichach statt, da dort die Fehlwurfquote besonders hoch war. Dort wurden auch einzelnen Haushalten ein Biomüll-Sammelbehälter, den sog. BiOTONi, aus im Projekt entwickelten naturfaserverstärkten Biokunststoff, zur Testung gegeben. All diese Aktionen trugen Früchte, was bei der zweiten Chargenanalyse im April 2024 auch messbar gemacht werden konnte. Dabei war insbesondere der assoziierte reGIOcycle Partner, der Landkreis Aichach-Friedberg, so erfolgreich, dass dieser die Biotonnen-Challenge 2024 mit einer Reduktion des Fremdstoffanteils von 7,4 Prozent auf 3,1 Prozent in der besagten Großwohnanlage gewonnen hat. Die Auszeichnung fand am 14. Mai 2024 auf der IFAT in München durch die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Dr. Bettina Hoffmann auf der VKU-Bühne statt. Auch der AWS und der Landkreis Augsburg wurden bei dieser Veranstaltung mit einer Urkunde ausgezeichnet. Christina Zegowitz vom Umweltcluster Bayern bekam nach der Urkundeverleihung noch die Gelegenheit, die Erfahrungen der Sensibilisierungsmaßnahmen an der Großwohnanlage in Aichach mit dem Publikum zu teilen. Übrigens: Ein wesentlicher Eintragspfad für Plastikabfälle im Meer sind Kunststofffehlwürfe im Biomüll: Plastiktüten, die in die Biotonne geworfen werden, können in der Regel nicht vollständig aus dem Biomüll entfernt werden und somit verbleiben kleine Plastikpartikel in dem Kompost, der aus dem Biomüll entsteht. Mit dem entstandenen Kompost werden die Kunststoffpartikel auf Böden aufgebracht und verbleiben zumeist dort, bis sie durch Wind und Wasser allmählich in Bäche und Flüsse gelangen. Über die Fließgewässer gelangen sie in die Nord- und Ostsee und verbreiten sich über die Meeresströmungen in den Weltmeeren. Dieser Zusammenhang wird oft unterschätzt, dennoch: Meeresschutz beginnt bereits an Land. Das gilt neben Kunststoffen auch für Verschmutzungen durch Nährstoffe, Schadstoffe und Spurenstoffe. Ein Blick in den Umweltmonitor 2024 des UBA zeigt, dass nach wie vor große Mengen Müll in die Meere gelangen („Kunststoffmüll in der Nordsee“ als Schlüsselindikator im Bereich Wasser auf S. 38). Ansätze wie die von reGIOcycle zur Reduzierung von Kunststoffmüll auf kommunaler Ebene leisten demnach nicht nur wichtige Beiträge zu SDG 15: Leben an Land, sondern auch zu SDG 14: Leben unter Wasser.

Monitoring Bioeconomy Transitions: Development of Indicators and Measuring Bioplastics in Germany, Using an Extended Hybrid IO-LCA Model

Zahlreiche Hoffnungen sind mit einer auf Pflanzen basierenden Wirtschaft, einer Bioökonomie, verbunden. Ob deren Weiterentwicklung den Zustand der Umwelt und die Wohlfahrt eines Landes verbessern kann, bleibt jedoch fraglich. Sich im Aufbau befindliche Bioökonomie-Monitoring-Systeme haben die Aufgabe, Informationen über Zielkonflikte zu liefern und somit eine erkenntnisgestützte Politikgestaltung zu ermöglichen. Das Ziel dieser Doktorarbeit ist es, Erkenntnisse für die Weiterentwicklung solcher Systeme zu gewinnen. Bisher entwickelte Bioökonomie-Indikatoren sind ungeeignet, den Übergang von einer fossil-basierten zu einer bio-basierten Wirtschaft korrekt abzubilden. In der vorliegenden Arbeit werden deshalb entsprechende Indikatoren entwickelt und am Beispiel der Biokunststoffproduktion in Deutschland gemessen. Damit leiste ich einen Beitrag zur systematischen Indikatorenentwicklung, zur Charakterisierung einer bestimmten Bioökonomie-Transformation und zur quantitativen Modellierung der Indikatoren. Zukünftige Bioökonomie-Monitoring-Systeme könnten davon profitieren, wenn die Indikatorenentwicklung noch stärker als Prozess verstanden wird, der eine Auseinandersetzung mit den Zielen und deren Messbarkeit umfasst, sich so lange wiederholt bis zufriedenstellende Indikatoren verfügbar sind und die wichtigsten Akteure einbezieht. Zudem ist ein stärkerer Fokus auf nachhaltige Bioökonomie-Transformationen erforderlich, die sich an einem kreislauf- und suffizienzbasierten Wirtschaften orientieren und den Substitutionsbegriff weiter fassen als bisher. Das hier entwickelte Biokunststoff-Modell könnte in Monitoring-Systeme integriert werden, wenn es um Kohlenstoffflüsse und Post-Produktionsprozesse ergänzt wird. Forschungsbedarf besteht beim Aufbau eines auf gesellschaftliche Bedürfnisse fokussierten Monitoring-Systems und bei der Wirksamkeit von Monitoring-Systemen in der politischen Entscheidungsfindung. Quelle: https://edoc.hu-berlin.de/

DGAW Podcast zu Kreislaufwirtschaft

Diverse Hemmnisse sind bei der Schließung von Stoffkreisläufen in Städten zu überwinden Quelle: Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft (DGAW) Egal ob der Klimaschutz, die Energieerzeugung, die Recyclingbranche oder unsere Mobilität in Stadt und auf Land – kaum ein Sektor, der nicht vor großen Veränderungen durch die Digitalisierung und den Klimawandel steht. Im Vorfeld der Hamburger Fachtagung 'T.R.E.N.D.' 2022 sprechen wir im Podcast mit Frau Prof. Dr. Kerstin Kuchta und Herrn Prof. Dr. Rüdiger Siechau zu zirkulären Städten, politischen Rahmenbedingungen, Verbraucher:innenverhalten sowie neuen Arbeitsplatzkonzepten. In weiteren Folgen des Podcasts werden weitere fachliche Inputs zu Trends der Kreislaufwirtschaft gegeben, z.B.: Folge 2 - Ressourcen Neu Denken - Zu Gast: Dr.-Ing. Alexander Gosten Folge 6 - Chancen und Risiken der Kreislaufwirtschaft - Zu Gast: Frau Prof. Dr. Christina Dornack Folge 7 - Mit Biogenen Reststoffen gegen den Klimawandel - Zu Gast: Prof. Dr. Michael Nelles und Aloys Oechtering Folge 9 - Wasserstoff statt Kohle: Grüner Stahl fürs Klima - Zu Gast: Herr Bernd Fleschenberg Folge 12 - Hat Bioplastik noch eine Zukunft? - Zu Gast: David Wilken und Jöran Reske

Bundesregierung veröffentlicht Eckpunktpapier zur nachhaltigen Biomassenutzung

Eckpunktpapier zur nachhaltigen Biomassenutzung von Bundesregierung veröffentlicht Eine nachhaltige Biomassenutzung beginnt bereits bei der Ernte Das Bundeswirtschafts- und Klimaschutzministerium (BMWK), das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) und das Bundesumweltministerium (BMUV) haben gemeinsam ein Eckpunktpapier veröffentlicht, in dem die Grundlagen für eine nachhaltige Nutzung von Biomasse aus der Wald-, Landwirt- und Abfallwirtschaft beschrieben werden. Der Auftrag dafür kam direkt aus dem Koalitionsvertrag der Bundesregierung. Das Papier fungiert als Orientierung für die Erreichung von Biodiversitäts-, Klima- und Umweltzielen auf Bundesebene. Der Handlungsrahmen wird durch Aspekte wie nachhaltig verfügbares Biomassepotenzial, Erhalt natürlicher Ökosysteme und Vorrang der Ernährungssicherheit im Eckpunktpapier gegeben. Die Sicht des Papiers ist auf die mittel- und langfristigen Perspektiven für die Nutzung von Biomasse gerichtet. Die kurzfristige Rolle der Bioenergie im Kontext der Energieversorgungssicherheit stehen dabei nicht im Fokus. Das Eckpunktpapier behandelt auch das Thema des erhöhten Nutzungsdrucks auf Flächen – etwa den Konflikt zwischen Naturschutzflächen und Lebensmittelerzeugung. Stadt-Land-Plus und nachhaltige Biomasse-Nutzung Auch in den Verbundvorhaben der Fördermaßnahme Stadt-Land-Plus werden die nachhaltige Nutzung der Biomasseressourcen in Deutschland sowie die damit verbundenen Landnutzungskonflikte thematisiert: Das Vorhaben VoCo verfolgt derzeit in einer Umsetzungsphase des Projekts verschiedene Pilotprojekte in der Region. Die Pilotprojekte beleuchten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Die großen Energieversorger der Region Greifswald und Stralsund prüfen die Möglichkeit der Errichtung von Biomasse-Heizwerken in ihrem Fernwärmeverbundsystem. Mit der Etablierung einer Moormanager*in wird in Greifswald die Bereitstellung geeigneter Flächen für die Paludi-Biomasse-Erzeugung systematisch unterstützt. Eine Studie zu potenziellen Wärmebedarfen und deren Deckung aus Paludi-Biomasse für den Planungsraum Vorpommern soll eine kommunale Planungsgrundlage schaffen. Auch das Projekt CoAct befindet sich derzeit in der Umsetzungsphase. Das CoAct-Verfahren , ein erprobtes Konzept zur Integrierten Festbrennstoff- und Biogasproduktion aus Biomasse (IFBB-Verfahren), wird von den Verbundpartnern mit dem neu entwickelten CoAct-Technikkonzept zur Erzeugung hochwertiger Aktivkohlen aus Restbiomassen erweitert. Eine Definition sowie Quantifizierung der verfügbaren Restbiomassen in der Untersuchungsregion (Bodenseekreis und Stadt Fried­richs­ha­fen), mit der das Vorhaben arbeitet, finden Sie hier . Vorhaben des zweiten Stichtages der Fördermaßnahme (d.h. mit Projektstart im Jahr 2021 und in der Forschungsphase der Projektbearbeitung), die sich ebenfalls mit dem Thema Biomasse auseinandersetzen, sind OLGA (v. a. Agroforstsystem), VorAB (nachhaltige Nutzung des Lübecker Stadtwalds) oder reGIOcycle (v. a. Nutzung von Restbiomassen für Biokunststoffe und andere stoffliche Anwendungen).

Biobasierte und biologisch abbaubare Einwegverpackungen? Keine Lösung für Verpackungsmüll!

Der Trend hin zu Speisen und Getränken zum Mitnehmen scheint unaufhaltsam zu sein. Mit der Wahl der Verpackung haben Gastronomiebetriebe einen großen Einfluss auf das Abfallaufkommen in Kommunen. Um Sie als Ausgabebetriebe von Speisen und Getränken „to-go“ oder als kommunale Initiativen, die sich für Abfallvermeidung einsetzen, dabei zu unterstützen, vermehrt ökologisch sinnvolle Mehrwegverpackungen anzubieten, wurde diese Sammlung von Ratgebern, einem Plakat und einem Flyer erarbeitet. Es wird erläutert, wie das Umweltzeichen Blauer Engel als Orientierung dienen kann. Die Materialien stehen als Paket oder Einzeldownload zur Verfügung. Dieser Ratgeber „Biobasierte und biologisch abbaubare Einwegverpackungen? Keine Lösung für Verpackungsmüll!“ klärt über den Einsatz von Biokunststoffen auf und enthält Argumentationshilfen für Mehrwegverpackungen statt biobasierter Einwegverpackungen bei Speisen und Getränken to-go. Veröffentlicht in Ratgeber.

Biobasierte und biologisch abbaubare Einwegverpackungen? Keine Lösung für Verpackungsmüll!

Der Trend verstärkt Speisen und Getränke zum Mitnehmen scheint unaufhaltsam zu sein. Mit der Wahl der Verpackung haben Gastronomiebetriebe einen großen Einfluss auf das Abfallaufkommen in Kommunen. Um Sie als Ausgabebetriebe von Speisen und Getränken "to-go" oder als kommunale Initiativen, die sich für Abfallvermeidung einsetzen, dabei zu unterstützen, vermehrt ökologisch sinnvolle Mehrwegverpackungen anzubieten, wurde diese Sammlung von Ratgebern, einem Plakat und Flyer erarbeitet. Es wird erläutert, wie das Umweltzeichen Blauer Engel als Orientierung dienen kann. Die Materialien stehen als Paket oder Einzeldownload zur Verfügung. Dieser Ratgeber "Biobasierte und biologisch abbaubare Einwegverpackungen? Keine Lösung für Verpackungsmüll!" klärt über den Einsatz von Biokunststoffen auf und enthält Argumentationshilfen für Mehrwegverpackungen statt biobasierter Einwegverpackungen bei Speisen und Getränken to-go. Quelle: https://www.umweltbundesamt.de

SeaArt – Langfristige Ansiedlung von Seegras-Ökosystemen durch bioabbaubare künstliche Wiesen

Kurzbeschreibung Dem Rückgang von Seegraswiesen wird mit Wiederansiedlungsversuchen entgegengewirkt. Diese zeigen jedoch oft nur kurzfristige Erfolge, so dass keine langzeitige Wiederansiedlung von Seegras stattfindet. Um für das neue junge Seegras bessere Anwuchsbedingungen zu schaffen, sollen im Rahmen dieses Projektes künstliche Strukturen entwickelt werden, die, wenn neues Seegras für einen längeren Zeitraum bestehen konnte, rückstandslos wieder abbauen. Die Auswahl und Entwicklung geeigneter Materialien für den Einsatz als künstliches Seegras (ASG) orientiert sich an den ökologischen und hydrodynamischen Kenngrößen natürlicher Seegraswiesen und ist der Schwerpunkt des IfBBs in diesem Verbundprojekt. Zur Überprüfung der generellen Abbaubarkeit der Materialien unter marinen Bedingungen und des Abbauverhaltens (Dauer/Zeitspanne und mechanisch- chemische Vorgänge) unter verschiedenen Umgebungsbedingungen werden Abbaubarkeits-experimente durchgeführt, die sich an bereits bestehenden Normen orientieren. Dabei wird auch die Entstehung von Zwischenprodukten untersucht, um mögliche negative Auswirkungen auf die Umwelt zu ermitteln und Effekte nicht-heimischer natürlicher Materialien auf lokale Ökosysteme bewerten zu können. Erkenntnisse zur Abbaubarkeit von Biokunststoffen und zur Entstehung von möglichen Zwischenprodukten helfen, um Biokunststoffe als Sekundärlösung in speziellen Fällen besser beurteilen zu können. Ergebnisse Liegen noch nicht vor.

Biomassekaskaden - Mehr Ressourceneffizienz durch stoffliche Kaskadennutzung von Biomasse - von der Theorie zur Praxis

Die Kaskadennutzung von Biomasse wird in zahlreichen umweltpolitischen Strategien und Programmen als wichtiges Element zur Steigerung der Ressourceneffizienz genannt. Der Begriff Kaskadennutzung ist jedoch unklar definiert. Die im Projekt entwickelte Definition ermöglicht eine klare Abgrenzung zwischen den verschiedenen Kaskadenbegriffen. Im ersten Schritt des Forschungsprojekts, der Analyse existierender Konzepte der Kaskadennutzung wurde deutlich, dass in der Praxis die Anzahl erfolgreicher Kaskadenbeispiele überschaubar ist. Herausgearbeitet wurden als relevante Felder der Kaskadennutzung der Holzsektor, der Papiersektor, der Textilsektor und der Kunststoffsektor mit Blick auf die Entwicklungen in Richtung biobasierter Kunststoffe. Nach einer Analyse des agrarischen und forstlichen Rohstoffpotenzials als Ausgangspunkt der Kaskade wurden umfassende Ökobilanzen zu verschiedenen Kaskadenoptionen jeweils in den oben genannten vier Sektoren durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten deutliche Umweltvorteile für die Mehrzahl der untersuchten Kaskadenoptionen gegenüber dem Referenzfall ohne oder mit nur einer Kaskadenstufe. Es bedarf jedoch der Einzelfallbetrachtung. In Fortführung der Erkenntnisse aus den komplexen Öko-bilanzen wurde daher ein Bewertungskonzept entwickelt und vorgeschlagen, das der Einschätzung möglicher Kaskadenansätze zwar auf breiterer Ebene, jedoch auch mit geringerer Detaillierungstiefe dienen soll. Es liefert Anwendern eine erste Orientierung darüber, ob eine Kaskade aus Nachhaltig-keitssicht als sinnvoll bzw. erfolgversprechend einzustufen wäre. Bei der Entwicklung der Eckpunkte einer Strategie zur Förderung der Kaskadennutzung von Biomasse wurde im Projekt deutlich, dass Kaskadennutzung nicht als eigenständige Politikstrategie etabliert werden sollte, sondern sie vielmehr als ćPrinzip̮ zur Unterstützung übergreifender Politikziele und Strategien einzubinden ist. Es wird daher ein Mix oder vielmehr ein Zusammenwirken von Strategien zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen benötigt. Quelle: Forschungsbericht

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