Die ökologische Nachhaltigkeit der Anbausysteme in Bergregionen Thailands wird durch Erosion, Abnahme der Bodenfruchtbarkeit, sowie hohen Druck durch Unkräuter und Schädlinge in Frage gestellt. Die Lychee-Produktion im Untersuchungsgebiet ist gekennzeichnet von suboptimaler Bestandesführung und starkem Befallsdruck durch die Schädlinge Aceria litchi, Conopomorpha sinensis, Indarbela dea und Tessaratoma papillosa, der zu schweren Ertragsverlusten führt. In dieser Untersuchung soll die Wirksamkeit von Azadirachtin, Bacillus thuringiensis, Beauveria bassiana, Steinernema carpocapsae und synthetischen Akariziden (u.a. Spiromesifen) auf die Schadorganismen in Laborversuchen ermittelt werden. Auf Grundlage dieser Ergebnisse sowie der Erfahrungen örtlicher Landwirte sollen dann verschiedene Kontrollmethoden integriert und unter Feldbedingungen erprobt werden.
Einfluss von mineralischer Duengung sowie von Guelleduengung auf den Nitrataustrag mit dem Sickerwasser und Auswirkung von Guelleverduennung und Nachregnen auf die NH4- Verluste sowie auf die Bedeckung des Aufwuchses mit Guelle.
Die Landwirtschaft ist für etwa 80% der gesamten N2O-Emissionen in Deutschland und für 45% der Treibhausgasemissionen (THG) aus dem Agrarsektor verantwortlich. Die größte N2O-Quelle in der Landwirtschaft ist der Einsatz von Stickstoffdüngern (Mineraldünger und organischer Dünger, einschließlich Biogasgärresten), der ca. 60% der gesamten N2O-Emissionen aus der Landwirtschaft verursacht. Dabei sind sowohl direkte N2O-Emissionen aus den gedüngten Böden als auch indirekte N2O-Emissionen durch die Freisetzung reaktiver Stickstoffverbindungen (z.B. Auswaschung von Nitrat, Emission von Ammoniak) von Bedeutung. Die Verringerung dieser Emissionen und die Verbesserung der Effizienz der Stickstoffnutzung sind unerlässliche Maßnahmen, um die in internationalen Vereinbarungen festgelegten Emissionsminderungsziele für den Agrarsektor zu erreichen. Nitrifikationshemmer werden als robuste und skalierbare Maßnahme zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen im Pflanzenbau vorgeschlagen. Ob dies jedoch eine effiziente, praktikable und umweltverträgliche Maßnahme zur Reduzierung der düngemittelbedingten N2O-Emissionen unter mitteleuropäischen Bedingungen ist, wird in Wissenschaft, Politik und Praxis kontrovers diskutiert. Einerseits besteht das Potenzial, durch die Hemmung der Nitratbildung sowohl die direkten als auch die indirekten N2O-Emissionen deutlich zu reduzieren und damit die Effizienz der Stickstoffdüngung zu verbessern. Andererseits fehlen wissenschaftlich belastbare und standortdifferenzierte Ergebnisse, die NI-Effekte unter mehreren Gesichtspunkten verlässlich bewerten: i) die standortdifferenzierten jährlichen N2O-Emissionen und Nitratauswaschungen, ii) die ökologische Langzeitwirkung der Hemmstoffe und ihr Einfluss auf andere umwelt- und klimawirksame Emissionen (z.B. Ammoniakemissionen) und iii) die Gesamtbewertung als Klimaschutzmaßnahme unter Berücksichtigung von Klimaschutzeffekten, ökologischen Risiken sowie ökonomischen und pflanzenbaulichen Effekten.
Die größte N2O-Quelle in der Landwirtschaft ist der Einsatz von Stickstoffdüngern, der rund 60% der gesamten N2O-Emission der Landwirtschaft verursacht. Bedeutend sind hierbei sowohl direkte N2O-Emissionen aus den gedüngten Böden als auch indirekte N2O-Emissionen, die durch den Austrag reaktiver Stickstoffverbindungen (z.B. Auswaschung von Nitrat, Emission von Ammoniak) verursacht werden. Sowohl direkte als auch indirekte THG Emissionen der N-Düngung hängen direkt mit der ausgebrachten N-Menge zusammen. Die Minderung dieser Emissionen und die Verbesserung der Effizienz des Stickstoffeinsatzes sind daher vordringliche Maßnahmen für das Einhalten des verbindlichen Emissionsreduktionsziels des Sektors Landwirtschaft. Nitrifikationshemmstoffe werden als robuste und skalierbare THG Reduktionsmaßnahme für den Pflanzenbau vorgeschlagen. Ob dies aber eine effiziente, praxisgerechte und umweltschonende Maßnahme zur Verringerung düngungsinduzierter N2O-Emissionen unter mitteleuropäischen Bedingungen ist, wird von Wissenschaft, Politik und Praxis kontrovers diskutiert. Einerseits bestehen die Potenziale, durch die Hemmung der Nitratbildung sowohl die direkten als auch indirekten (Minderung der Nitratauswaschung) N2O-Emissionen deutlich zu mindern und die Effizienz der Stickstoffdüngung zu verbessern. Andererseits fehlen für eine gesicherte Bewertung in mehreren Punkten wissenschaftlich belastbare und standortdifferenzierende Ergebnisse: i) die Bewertung der Wirkung auf die N2O-Jahresemission und Nitratauswaschung, ii) die ökologischen Langzeitwirkungen einer regelmäßigen Ausbringung der Hemmstoffe und ihre Wirkung auf andere umwelt- und klimawirksamen Emissionen (z.B. Ammoniakemission) sowie iii) die zusammenführende und standortdifferenzierende Gesamtbewertung als Klimaschutzmaßnahme unter Einbeziehung von Klimaschutzeffekten, ökologischen Risiken, sowie ökonomischen und pflanzenbaulichen Effekten.
Die Humusauflage (FF = Forest Floor) ist das aktivste Kompartiment von Böden mit den schnellsten Umsatzraten der organischen Bodensubstanz. Pflanzlicher Detritus wird zu CO2 mineralisiert, als DOC ausgewaschen, durch Mikroorganismen in stabilere organische Substanz umgewandelt oder durch Bodentiere in den Mineralboden verlagert und dort stabilisiert. Die Bedeutung dieser C-Flüsse ist nicht genau bekannt und hängt von den Umweltbedingungen ab. Das Projekt P2 zielt darauf ab, die Pfade des Kohlenstoffkreislaufs im FF zu quantifizieren und deren kontrollierenden Faktoren zu ermitteln. Der experimentelle Ansatz von P2 ist es, (1) die C-Flüsse sowie die natürliche Isotopenabundanz entlang der Umweltgradienten der RU zu messen, und (2) in einem RU-übergreifenden Versuch mit isotopisch markierter Buchenstreu, das streubürtige Signal in den C-, N- und H-Flüssen des FF und des oberen Mineralbodens zu verfolgen. Das Projekt P2 wird den CO2 Fluss aus dem Boden und die DOC Auswaschung sowie deren stabile Isotopensignaturen (13C, 15N, 2H) und 14C Gehalte auf 8 Standorte messen, die die Hauptgradienten der RU (Temperatur, Ausgangsgestein, Phosphorvorrat) beinhalten. Zusätzlich analysiert P2 die natürliche Abundanz von 14C, 13C, 15N, 2H in Fraktionen der organischen Auflage und des oberen Mineralbodens, welche von P3 separiert werden. (2) In dem Versuch mit isotopisch markierter Streu wird P2 die markierte Streu für die gesamte RU produzieren. Anschliessend wird P2 den Verbleib der 13C, 2H and 15N markierten Buchen-Blattstreu in den C-Flüssen (zusammen mit P1) und in den Dichtefraktionen des FF und oberen Mineralbodens verfolgen (mit P3). Die Flussdaten werden mit dem Transport markierter Streu durch Bodenfauna (P6) und der 15N-Aufnahme durch Mikroorganismen sowie durch Mycorrhiza und Feinwurzeln (P8) und von Bäumen (P9) verknüpft. Gesamthaft ermöglicht dies eine holistische Erfassung des C-, H-, N-Kreislaufes im FF und oberen Mineralboden. Die zu erwartenden Ergebnisse von P2 sind es, die Pfade und Bildungsrates von FF-Komponenten und der organischen Bodensubstanz des mineralischen Oberbodens zu quantifizieren. Die Verknüpfung mit den klimatischen Verhältnissen und den Bodeneigenschaften der Standorte erlauben es, die kontrollierenden Faktoren der Flüsse organischer Substanz zu identifizieren. In der zweiten Phase der RU plant P2, den Versuch mit markierter Streu fortzuführen, neue Baumarten hinzuzunehmen, das Isotopensignal in spezifischen Komponenten zu analysieren, und die Reaktion der Kohlenstoffflüsse auf Trockenheit zu untersuchen.
Durch den Naehrstoffentzug der Kulturpflanzen sowie durch weitere natuerliche Verluste (Auswaschung, Festlegung usw.) gehen dem Boden laufend Naehrstoffe verloren. In einer Vielzahl von Gefaess-, Kleinparzellen-, Lysimeter- und Feldversuchen wird der Naehrstoffhaushalt von Boden und Pflanze studiert. Dabei geht es insbesondere um die quantitative Erfassung der einzelnen Naehrstoffverluste (Entzug, Auswaschung usw.) sowie um die Frage, wie diese Verluste wieder ersetzt werden koennen, damit die Bodenfruchtbarkeit erhalten bleibt bzw. gesteigert werden kann. Weitere Untersuchungen betreffen u.a. verschiedene Wechselwirkungen zwischen Duengung und Qualitaet der Ernteprodukte, Duengung und Krankheitsanfaelligkeit der Pflanzen sowie die vergleichende Pruefung verschiedener Duengemittel. Region: In einem Teil der Schweiz (deutsch-, italienisch- und romanisch-sprachige Schweiz).
<p>Die versauernden Schwefel- und Stickstoffeinträge aus der Luft in Land-Ökosysteme haben in den letzten Jahren stark abgenommen. Zur Bewertung dieser Belastung stellt man ökosystemspezifische Belastungsgrenzen (Critical Loads) den aktuellen Stoffeinträgen aus der Luft gegenüber. Ammoniumstickstoffeinträge aus der Landwirtschaft sind mittlerweile die Hauptursache für Versauerung.</p><p>Situation in Deutschland 2019</p><p>Der Anteil der Flächen, auf denen die kritischen Eintragsraten für <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/v?tag=Versauerung#alphabar">Versauerung</a> deutlich bis sehr deutlich überschritten wurden, nahm zwischen 2005 und 2019 von 58 auf 26 % ab. Die Abnahme der Belastungen spiegelt den Rückgang der Emissionen in Folge von Luftreinhaltemaßnahmen wider (siehe Abb. „Flächenanteile mit Überschreitung der Belastungsgrenzen für Versauerung“). Besonders Einträge versauernder Schwefelverbindungen haben deutlich abgenommen. Für versauernde Stickstoffeinträge ist eine so deutliche Abnahme hingegen nicht zu verzeichnen. Sie sind hauptverantwortlich für die andauernden Überschreitungen der ökologischen Belastungsgrenzen (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/c?tag=Critical_Loads#alphabar">Critical Loads</a>) für Versauerung in Deutschland (siehe Karte „Überschreitung des Critical Load für Versauerung durch Schwefel- und Stickstoffeinträge im Jahr 2019“).</p><p>Bis Mitte der 1990er Jahre waren die Einträge versauernder Stoffe und die Überschreitungen der ökologischen Belastungsgrenzen in verursachernahen Waldgebieten Thüringens und Sachsens am höchsten. Inzwischen werden die Extremwerte im norddeutschen Tiefland auf empfindlichen Böden als Folge hoher Einträge von Ammoniumstickstoff aus landwirtschaftlichen Quellen, vor allem aus der Intensivtierhaltung, erreicht. In diesen Regionen werden auch die ökologischen Belastungsgrenzen für <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/e?tag=Eutrophierung#alphabar">Eutrophierung</a> am stärksten überschritten.</p><p>Im Rahmen eines <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a>-Vorhabens zur Modellierung der Stickstoffablagerung (PINETI-4, Abschlussbericht in prep.) konnte die Entwicklung der Belastung methodisch konsistent für eine lange Zeitreihe (2000-2019) rückgerechnet werden.</p><p>Was sind ökologische Belastungsgrenzen für Versauerung?</p><p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/%C3%B6?tag=kologische_Belastungsgrenzen#alphabar">Ökologische Belastungsgrenzen</a> (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/c?tag=Critical_Loads#alphabar">Critical Loads</a>) für <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/v?tag=Versauerung#alphabar">Versauerung</a> sind kritische Belastungsraten für luftgetragene Stickstoff- und Schwefeleinträge. Nach heutigem Stand des Wissens ist bei deren Einhaltung nicht mit schädlichen Wirkungen auf Struktur und Funktion eines Ökosystems zu rechnen. Betrachtet werden meist empfindliche Ökosysteme wie Wälder, Heiden, Moore und angrenzende Systeme (zum Beispiel Oberflächengewässer und Grundwasser). Ökologische Belastungsgrenzen sind somit ein Maß für die Empfindlichkeit eines Ökosystems und erlauben eine räumlich differenzierte Gegenüberstellung der Belastbarkeit eines Ökosystems mit aktuellen Luftschadstoffeinträgen.</p><p>Das dadurch angezeigte Risiko bedeutet nicht, dass in dem betrachteten Jahr tatsächlich schädliche chemische Kennwerte erreicht oder biologische Wirkungen sichtbar sind. Es kann Jahrzehnte dauern, bis Ökosysteme auf Überschreitungen der ökologischen Belastungsgrenzen reagieren. Dies ist abhängig von Stoffeintragsraten, meteorologischen und anderen Randbedingungen sowie (bio)chemischen Ökosystemeigenschaften.</p><p>Folgen der Versauerung</p><p>Die Einträge versauernd wirkender Schwefel- und Stickstoffverbindungen aus der Luft führen bei Überschreitung der Pufferkapazität des Bodens zu einer Auswaschung basischer Kationen (Calcium, Magnesium, Kalium und Natrium) und zu Nährstoffungleichgewichten. Hierdurch verändern sie neben anderen chemischen Parametern auch die Nährstoffverfügbarkeit im Boden. Zusätzlich werden Bodenorganismen und die Bodenstruktur negativ beeinflusst. Ein lange anhaltender Säurestress führt über unausgewogene Ernährung zur Minderung der Vitalität von Pflanzen. Dies kann unter anderem zu einer Verschiebung der Artenzusammensetzung oder zu eingeschränkten Abwehrkräften gegenüber sekundären Stressfaktoren (zum Beispiel <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/d?tag=Drre#alphabar">Dürre</a>, Frost, Herbivorie) führen. Viele Ökosystemfunktionen können dann nur noch eingeschränkt erfüllt werden.</p><p>Die atmosphärischen Einträge führen weiterhin zu einer weiträumigen Angleichung der Bodenverhältnisse auf einem ungünstigen, versauerten Niveau. Die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/v?tag=Versauerung#alphabar">Versauerung</a> der Böden kann wiederum die Artenzusammensetzung von Pflanzengesellschaften verändern: Auf neutrale Bodenverhältnisse angewiesene Pflanzenarten und Pflanzengesellschaften werden von im sauren Milieu konkurrenzstärkeren Arten und Gesellschaften verdrängt. Da viele Tierarten auf bestimmte Pflanzenarten spezialisiert sind, wird durch die Versauerung auch die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/f?tag=Fauna#alphabar">Fauna</a> beeinflusst: indirekt (über Verschiebung der Pflanzenartenzusammensetzung) und direkt (durch das geänderte Milieu; beispielsweise können Regenwürmer in versauerten Böden mit pH unter 4 nicht mehr existieren).</p><p>Strategien zur Emissionsminderung</p><p>Der möglichst umfassende und langfristige Schutz der Ökosysteme vor <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/v?tag=Versauerung#alphabar">Versauerung</a> ist weiterhin ein wichtiges politisches Ziel. International wurden deshalb in der sogenannten neuen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/n?tag=NEC-Richtlinie#alphabar">NEC-Richtlinie</a> (<a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?qid=1542011736987&uri=CELEX:32016L2284">Richtlinie (EU) 2016/2284</a> vom 14.12.2016) für alle Mitgliedstaaten weitere Minderungsverpflichtungen der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/e?tag=Emission#alphabar">Emission</a> von Schwefel- und Stickstoff (SO2, NHx, NOx) vereinbart, die bis 2030 erreicht werden müssen. Für Deutschland ergeben sich folgende nationale Reduktionsziele für das Jahr 2030 und darüber hinaus im Vergleich zum Basisjahr 2005: <br>• Ammoniak (NH3): minus 29 %<br>• Stickstoffoxide (NOx): minus 65 % <br>• Schwefeldioxid (SO2): minus 58 %<br>(siehe auch <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/emissionen-von-luftschadstoffen">„Emissionen von Luftschadstoffen“</a>).<br><br>Konkrete nationale Maßnahmen, zur Erreichung der oben genannten Ziele werden derzeit in einem Nationalen Luftreinhalteprogramm zusammengestellt. Maßnahmen zur Minderung der negativen Auswirkungen von reaktivem Stickstoff, zu denen auch die Versauerung von Ökosystemen zählt, sind in der Veröffentlichung des Umweltbundesamtes <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/stickstoff-element-wirkung">"Stickstoff - Element mit Wirkung"</a> enthalten. Auch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/b?tag=BMU#alphabar">BMU</a>) verfolgt den Ansatz einer nationalen <a href="https://www.bmuv.de/themen/nachhaltigkeit/stickstoffminderung">Stickstoffminderungsstrategie</a>. Weitere Informationen bietet auch das Sondergutachten des SRU <a href="https://www.umweltrat.de/SharedDocs/Downloads/DE/02_Sondergutachten/2012_2016/2015_01_SG_Stickstoff_HD.html">"Stickstoff: Lösungen für ein drängendes Umweltproblem"</a>. Hintergrundwissen zur Modellierung von atmosphärischen Stoffeinträgen bietet der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/pineti-4-modelling-assessment-of-acidifying">Bericht</a> zum Forschungsvorhaben „PINETI-4: Modelling and assessment of acidifying and eutrophying atmospheric deposition to terrestrial ecosystems“.</p>
In den vergangenen Jahrzehnten wurde zunehmend deutlich, dass der Eingriff des Menschen in die Natur mit zahlreichen negativen Auswirkungen verbunden ist. Dabei ist die Integrität und Vielfalt der Ökosysteme auch für das Überleben des Menschen eine grundlegende Voraussetzung. Das langfristige Ziel sollte es also sein, durch Maßnahmen der Nachhaltigkeit die Diversität der Natur zu schützen, um unsere Lebensgrundlage zu erhalten. Die direkte Belastung anderer Lebensräume durch die Landwirtschaft erfolgt im Wesentlichen durch den Eintrag von überschüssigen Nährstoffen und toxischen Pflanzenschutzmitteln. Diese gelangen etwa über die Auswaschung aus dem Boden oder den oberflächlichen Abfluss über die Grenzen des Ackers hinaus in Grundwasser, Oberflächengewässer und benachbarte Lebensräume. Daher muss eine Anreicherung der angewandten Pestiziden oder deren Abbauprodukten, ebenso wie überschüssigen Nährstoffen aus der Düngung über den Zeitraum ihrer benötigten Wirkung und Menge hinaus verhindert werden. Ziel dieses Projekts ist es, die Auswirkungen der Zugabe von unterschiedlichen ausgewählten organischen Materialien zum Ackerboden zu untersuchen im Hinblick auf a) die funktionale mikrobielle Biodiversität im Boden b) den mikrobiellen Abbau von Pestizid-Mischungen im Boden c) die Versickerung von Nährstoffen und Pestiziden aus dem Boden.
Bei CULTAN erfolgt eine Düngung über Langzeitdepots, die zwischen Pflanzen abgelegt werden und diese bis zur Ernte mit Stickstoff versorgen. Der Dünger ist durch das Depot im Boden vor Verdunstung, Auswaschung, Abtragung durch Wind und Zersetzung durch Bakterien geschützt. Die bisherigen Verfahren arbeiten entweder mit per Scheibenschar applizierten Liniendepots oder mit störanfälligen und teuren Spornrädern. Beide Methoden sind nicht in der Lage, gezielt hochkonzentrierte Ammoniumdepots abzulegen, die vor bakteriellem Abbau geschützt sind. Bei den Spornrädern kommt ein hoher Verschleiß der Injektionssporne und einhergehende Ausfallzeiten hinzu. Im Projekt UpSIs (Umweltfreundliches pulsierendes Stickstoff-Injektionssystem) werden die Probleme der bisherigen Verfahren gelöst. Durch ein neu entwickeltes Injektionssystem mit einer neuartigen Werkzeugführung können punktgenau geometrisch definierte Düngerdepots abgelegt werden. Anhand der optimierten Injektionssporne werden der Materialverschleiß und die Kosten deutlich verringert. Das neu entwickelte Federsystem verhindert zuverlässig Bodenverdichtungen und die damit einhergehenden Ertragseinbußen. Die FH Erfurt führt Feld- und Gefäßversuche durch. Es sollen Antworten auf die optimale Depotgeometrie und -größe und der maximale Depotabstand gefunden werden. Der Prototyp wird am Standort und im Feld getestet. An der TU Chemnitz wird die Spornform sowie der Injektionsmechanismus entwickelt. Die Modellierung der Getriebekomponenten und der Simulation wird ebenfalls erarbeitet. Neue Erkenntnisse fließen im Redesign ein. Das KMU TWM Faber entwickelt und konstruiert die Komponenten der Sporne, konzipiert das Federsystem und ist für die leckagefreie Düngemittelzuführung zuständig. Der Prototyp wird durch TWM Faber hergestellt und soll anschließend vermarktet werden. Die beteiligten Landwirte werden Feldexperimente unter praxisnahen Bedingungen durchführen. Die Erfahrungen und das Praxiswissen fließen in den Prototypen mit ein.
Bei CULTAN erfolgt eine Düngung über Langzeitdepots, die zwischen Pflanzen abgelegt werden und diese bis zur Ernte mit Stickstoff versorgen. Der Dünger ist durch das Depot im Boden vor Verdunstung, Auswaschung, Abtragung durch Wind und Zersetzung durch Bakterien geschützt. Die bisherigen Verfahren arbeiten entweder mit per Scheibenschar applizierten Liniendepots oder mit störanfälligen und teuren Spornrädern. Beide Methoden sind nicht in der Lage, gezielt hochkonzentrierte Ammoniumdepots abzulegen, die vor bakteriellem Abbau geschützt sind. Bei den Spornrädern kommt ein hoher Verschleiß der Injektionssporne und einhergehende Ausfallzeiten hinzu. Im Projekt UpSIs (Umweltfreundliches pulsierendes Stickstoff-Injektionssystem) werden die Probleme der bisherigen Verfahren gelöst. Durch ein neu entwickeltes Injektionssystem mit einer neuartigen Werkzeugführung können punktgenau geometrisch definierte Düngerdepots abgelegt werden. Anhand der optimierten Injektionssporne werden der Materialverschleiß und die Kosten deutlich verringert. Das neu entwickelte Federsystem verhindert zuverlässig Bodenverdichtungen und die damit einhergehenden Ertragseinbußen. Die FH Erfurt führt Feld- und Gefäßversuche durch. Es sollen Antworten auf die optimale Depotgeometrie und -größe und der maximale Depotabstand gefunden werden. Der Prototyp wird am Standort und im Feld getestet. An der TU Chemnitz wird die Spornform sowie der Injektionsmechanismus entwickelt. Die Modellierung der Getriebekomponenten und der Simulation wird ebenfalls erarbeitet. Neue Erkenntnisse fließen im Redesign ein. Das KMU TWM Faber entwickelt und konstruiert die Komponenten der Sporne, konzipiert das Federsystem und ist für die leckagefreie Düngemittelzuführung zuständig. Der Prototyp wird durch TWM Faber hergestellt und soll anschließend vermarktet werden. Die beteiligten Landwirte werden Feldexperimente unter praxisnahen Bedingungen durchführen. Die Erfahrungen und das Praxiswissen fließen in den Prototypen mit ein.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 179 |
| Europa | 6 |
| Land | 68 |
| Weitere | 1 |
| Wissenschaft | 44 |
| Zivilgesellschaft | 3 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 102 |
| Hochwertiger Datensatz | 5 |
| Text | 5 |
| unbekannt | 70 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 18 |
| Offen | 164 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 173 |
| Englisch | 19 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 67 |
| Datei | 55 |
| Dokument | 60 |
| Keine | 97 |
| Webdienst | 59 |
| Webseite | 82 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 182 |
| Lebewesen und Lebensräume | 182 |
| Luft | 182 |
| Mensch und Umwelt | 182 |
| Wasser | 182 |
| Weitere | 182 |