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Bodenzustandserhebung Landwirtschaft

Die Bodenzustandserhebung Landwirtschaft (BZE-LW) erfasst in einem Raster von 8 x 8 Kilometer die Vorräte an organischem Bodenkohlenstoff und deren Änderung sowie wichtige Begleitgrößen auf deutschen landwirtschaftlichen Böden.

Fachtagung Bodenindikatoren

Fachtagung Bodenindikatoren Am 17./18. April 2024 veranstaltete das Umweltbundesamt in Dessau die Fachtagung Bodenindikatoren im Kontext zur Klimaanpassung und zum Bodenschutz. Hier finden Sie die Ergebnisse und Vorträge zum Nachlesen. Fachtagung Bodenindikatoren im Kontext zur Klimaanpassung und zum Bodenschutz am 17./18. April 2024 im Umweltbundesamt Dessau Mit der Veranstaltung bot das ⁠ UBA ⁠ ein Podium für die Information und die Diskussion zum Stand und zur Weiterentwicklung bodenbezogener Indikatoren. Die aus Bundes- und Landesbehörden, Forschungseinrichtungen, Universitäten, Gremien und Verbänden sowie aus Ingenieurbüros stammenden über 100 Teilnehmenden nutzten die zwei Veranstaltungstage für den intensiven fachlichen Austausch in Form von Fachvorträgen, Workshops und Diskussionsrunden. Im Mittelpunkt standen folgende Schwerpunkte und die Beantwortung folgender Fragestellungen: Erfahrungen aus der Entwicklung bodenbezogener Indikatoren und deren Überführung in die Praxis (Beispiele) Wie lassen sich bestehende Lücken bei der Indikatorentwicklung schließen und vorhandene Indikatoren mit weiteren Daten untersetzen? Welche Möglichkeiten eröffnen uns dafür neue Technologien? Fokus: Potenziale der Fernerkundung und der KI Vertiefter Austausch und Diskussion zu Möglichkeiten der nationalen Berichterstattung für die Themen Bodenkohlenstoff, Bodenbiodiversität, Bodenversiegelung und Schadstoffgehalte in Böden Hier finden Sie das Ergebnisbericht zur Tagung. Vorträge der Fachtagung: I. Bodenbezogene Indikatoren und Indikatorenideen – Ergebnisse aus einem FuE-Projekt des ⁠ UBA ⁠ Definitionen, Begrifflichkeiten und Arbeitsinstrumente Carolin Kaufmann-Boll (ahu GmbH) Übersicht über bodenbezogene Indikatoren – Erreichtes, Lücken und Diskussionsbedarf Konstanze Schönthaler (Bosch & Partner GmbH) II. Erfahrungen aus der Entwicklung von Indikatoren und deren Überführung in die Praxis (Beispiele) Der LAWA-Abstimmungsprozess zur Entwicklung eines gemeinsamen Indikatorensets in Bund und Ländern Eckhard Kohlhas (Ministerium für ⁠ Klimaschutz ⁠, Landwirtschaft. Ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern) Vorgehen in der Schweiz zum Monitoring der Ressource Boden Dr. Thomas Drobnik (Bundesamt für Umwelt, Schweiz) III. Wie lassen sich bestehende Lücken bei der Indikatorentwicklung schließen und vorhandene Indikatoren mit weiteren Daten untersetzen? Welche zusätzlichen Möglichkeiten eröffnen uns dafür neue Technologien? Mögliche Indikatoren zur Beurteilung von Wasserverfügbarkeit und Trockenstress in Wäldern Dr. Paul Schmidt-Walter (Deutscher Wetterdienst) Potenziale der Fernerkundung zur Lösung bodenkundlicher Aufgaben – Nutzung und Vernetzung Dr. Elke Fries (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe) Wie kann KI dabei helfen, Datenlücken bei der Entwicklung bodenbezogener Indikatoren zu schließen? Viola Rädle (Anwendungslabor für Künstliche Intelligenz und Big Data, UBA) PARALELLE SESSIONS AM 2. TAG (9.00-10.30 Uhr) IV. Session 1: Ansätze für Indikatoren zur Biodiversität auf nationaler Ebene Indikatorvorschlag „Regenwurmfauna“ - Ergebnisse aus einem FuE-Projekt des UBA Dr. Andreas Toschki, Johanna Oellers (gaiac) & Dr. Christian Ristok, Kristin Paschke (iDiv) Erfahrungsberichte: Monitoring des Bodenmikrobioms - Erfahrungen aus dem MonViA Projekt Prof. Dr. Christoph Tebbe (Thünen Institut für Biodiversität) Bodenbiodiversitätsmonitoring im Boden an BZE und Level II Standorten Dr. Erik Grüneberg (Thünen Institut für Waldökosysteme) V. Session 2: Ansätze für Indikatoren zum Bodenkohlenstoff auf nationaler Ebene Indikatorvorschlag „Standorttypischer Humusgehalt“ - Ergebnisse aus einem FuE-Projekt des UBA Dr. Michael Kastler (ahu GmbH), Dr. Markus Steffens (FiBL) & Dr. Martin Wiesmeier (LfL Bayern) Indikatoren zur Bewertung von Humusgehalten für die Bodengesundheit Prof. Dr. Axel Don (Thünen Institut für Agrarklimaschutz) PARALLELE WORKSHOPS AM 2. TAG (11.00-12.30 Uhr) VI. Workshop 1: Überlegungen für einen Versiegelungsindikator Indikator „Bodenversiegelungsgrad“ auf Basis von Copernicus-Daten Impulsvortrag Kirstin Marx & Laurin Faust (UBA FG II 2.7) Integration der Fernerkundungsdaten in die Arbeit des Statistischen Bundesamtes am Beispiel der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie Impulsvortrag Jonathan Reith (Statistisches Bundesamt) VII. Workshop 2: Überlegungen zur Berichterstattung über Schadstoffgehalte in Böden anhand von Indikatoren Vorstellung vorliegender Ideen und Konzepte des UBA Impulsvortrag Pia Kotschik (UBA FG IV 1.3) & Jörg Frauenstein (UBA, FG II 2.6) Link zum Programm

INSPIRE Boden (Kohlenstoffreiche Böden) in Mecklenburg-Vorpommern

Die Karte der kohlenstoffreichen Böden stellt einen Auszug aus der KBK25 dar und folgt nomenklatorisch der bodenkundlichen Kartieranleitung, 5. Auflage (KA5). Unter kohlenstoffreichen Böden werden hier Böden mit Corg-Gehalten von mindestens 7,5 % organischen Bodenkohlenstoff bzw. 15 % organischer Bodensubstanz in einer horizontalen oder schräg gestellten Bodenschicht von 10 cm Mächtigkeit innerhalb der oberen 40 cm des Profils verstanden:

Moore 2015

Naturnahe Moore erfüllen aufgrund ihrer speziellen hydrologischen Bedingungen eine große Anzahl von wichtigen ökologischen Funktionen und stellen somit bemerkenswerte Ökosystemleistungen zur Verfügung. Gerade im dicht besiedelten urbanen Raum stehen diese schützenswerten Böden im Spannungsfeld verschiedenster Nutzungsinteressen und sind vom Verlust ihrer Ökosystemleistungen bedroht. Im Zuge des Klimawandels wird sich diese Situation weiter verschärfen. Die naturnahen Berliner Moorböden nehmen zwar nur 1 % bis 2 % der Berliner Landesfläche ein, ihre Ökosystemleistungen sind im Vergleich zu den Mineralböden in der urbanen Stadtlandschaft jedoch beachtlich. Im Sinne des Bundes-Bodenschutzgesetzes erfüllen naturnahe Moorböden die natürlichen Bodenfunktionen in besonders nachhaltiger Weise. Dazu zählen insbesondere ihre Funktion als Lebensraum für Menschen, Tiere, Pflanzen und Bodenorganismen sowie ihre Fähigkeit zur Aufnahme und Speicherung von Wasser und (Nähr-) Stoffen. Damit bilden die Berliner Moore Stoffsenken für Kohlenstoff, Phosphor und Stickstoff, puffern eingetragene Schadstoffe ab und schützen so gleichzeitig das Grundwasser. Dank ihrer Fähigkeit, Wasser zu speichern und zurückzuhalten, wirken Moore ausgleichend bei Hochwasser. Außerdem wirken sie durch ihre Verdunstungsleistung in sommerlichen Hitze- und Trockenperioden mikroklimatisch kühlend. Naturnahe, torfbildende Pflanzengesellschaften oder auch anthropogene Einflüsse bestimmen dabei neben dem Wasserstand die natürliche Regeneration der Moorböden. Moore sind einmalige Archive der Natur- und Kulturgeschichte, da sie Pollen, Pflanzen und Tiere sowie Siedlungsspuren und Kulturrelikte aus früherer Zeit dauerhaft konservieren. Die meisten der Berliner Moore wurden wegen ihrer Bedeutung als Biotop, als Lebensraum gefährdeter Arten und der Funktion für den Naturhaushalt sowie als Zeugnisse der Landschaftsgeschichte als Schutzgebiete (Naturschutzgebiete und Landschaftsschutzgebiete) gesichert. Die Moore im Spandauer Forst, Grunewald und Köpenick sowie das Tegeler Fließ und die Berliner Müggelspree erfüllen die Kriterien der Flora-Fauna-Habitat Richtlinie der EU und sind Teil des europäischen Schutzgebietssystems Natura2000 . Am 13. März 2012 hat der Senat von Berlin die Berliner Strategie zur Biologischen Vielfalt beschlossen. Es geht sowohl um das Bewahren wertvoller Reste ursprünglicher und kulturlandschaftlicher Natur in Berlin als auch um größere, dynamische Spielräume für die Naturentwicklung innerhalb aller Flächennutzungen. Berliner Lebensräume bestehen aus Relikten der ursprünglichen Naturlandschaft wie Mooren und naturnahen Fließgewässerabschnitten und der historischen Kulturlandschaft wie Wiesen und Magerrasen. Die Vielfalt an Lebensräumen bedingt einen großen Reichtum an Pflanzen- und Tierarten, von denen jedoch viele gefährdet sind, da ihre Lebensräume oft in einem schlechten Zustand sind. Bemühungen um den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt sind daher unerlässlich. Berlin strebt an, insbesondere in Zeiten des Klimawandels wesentliche Bereiche seiner Moore als Feuchtgebiete und damit als Lebensraum moor- und feuchtgebietstypischer Arten zu erhalten. Moore stellen aufgrund ihres hohen Anteils an organischer Bodensubstanz bedeutende Kohlenstoffspeicher im globalen Kohlenstoffkreislauf dar. Daher spielen sie eine wichtige Rolle in der Diskussion im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Obwohl diese Ökosysteme weltweit nur drei Prozent der Landfläche bedecken (Parish et al. 2008), ist in ihren Böden etwa 1/3 des gesamten organischen Bodenkohlenstoffs (C) gespeichert (Post et al. 1982). Die weltweite C-Speichermenge aller Moore wird mit über 500 Milliarden Tonnen angegeben und entspricht mehr als der Hälfte der Menge an Kohlenstoff, welche sich derzeit in der Atmosphäre in Form von Kohlenstoffdioxid (CO 2 ) befindet (Houghton 2007, Limpens et al. 2008). Die Phase der Moorbildungen und damit der C-Speicherung begann in Berlin, wie im übrigen Mitteleuropa, hauptsächlich zum Ende der letzten Eiszeit (Succow & Joosten 2001). Durch ganzjährig hohe Wasserstände mit einhergehender Sauerstoffarmut ist die Tätigkeit der Bodenlebewesen in Mooren stark eingeschränkt, so dass abgestorbene Pflanzenteile nicht vollständig zersetzt werden und sich daher in teilweise mehrere Meter mächtigen Schichten – in Form von Torfen – ablagern (Koppisch 2001a). Diese Torfe beinhalten im Vergleich zu Mineralböden allgemein sehr hohe C-Speichermengen, die weit über 1.000 t je Hektar Moorfläche liegen können (Möller et al. 2014). Durch diese hohen gespeicherten und fixierten C-Mengen leisten Moorböden einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz, da sie wesentlich zur Kühlung des globalen Klimas beigetragen haben (Frolking et al. 2001, Akumu & McLaughlin 2013). Die ‚globale Kühlungsleistung‘ der Moore beträgt durch den Entzug und die Fixierung des in der Atmosphäre enthaltenen CO 2 -Kohlenstoffs innerhalb der letzten 10.000 Jahre etwa 1,5 bis 2 °C (Holden 2005). Wachsende Moore mit hohen Wasserständen fungieren auch heute noch als C-Senken. Durch Entwässerung und sinkende Moorwasserstände, etwa im Zuge von land- und forstwirtschaftlicher Nutzung, durch Grundwasserentnahme für die Trinkwasserversorgung oder durch klimatisch bedingte Niederschlagsrückgänge werden Moorböden verstärkt belüftet. Dies führt zu einer intensiveren Abbautätigkeit der Bodenlebewesen und damit zu einer Zersetzung und Mineralisation der Torfe. So verlieren Moore ihre Senkenfunktion und wandeln sich zu C-Quellen, indem z. B. verstärkt CO 2 freigesetzt wird (Koppisch 2001b). Drösler et al. (2013) beziffern beispielsweise die derzeitigen Treibhausgasemissionen aus entwässerten Moorböden nutzungsabhängig mit 0–34 t CO 2 -Äquivalente je Hektar und Jahr, was einem Anteil von bis zu 5 % an den nationalen Gesamtemissionen entspricht. Die Klimaschutzleistung der Berliner Moorböden wird u.a. durch die gesamte gespeicherte C-Menge (‚historische‘ Speicherleistung) erfasst. Zwischen einzelnen Moorflächen können extreme Unterschiede in der C-Speicherung bestehen. Bedingt durch die natürliche Standortvielfalt (Hydrologie, Geomorphologie, etc.) während der Moorbildung entstanden unterschiedlich mächtige Bodenhorizonte mit unterschiedlichen Anteilen an gespeichertem organischem Kohlenstoff. So lassen sich Moortypen nach ihren Bildungsbedingungen z. B. in Durchströmungsmoore einteilen, die bis zu zehnmal mehr Kohlenstoff als flachgründige Moore vom Typ ‚Versumpfungsmoor‘ enthalten können (Zauft et al. 2010). Neben den verschiedenen Moormächtigkeiten existieren große Unterschiede in den verschiedenen Torfqualitäten (torfbildende Pflanze, Zersetzungsgrad etc.). Diese spiegeln sich auch in den jeweiligen substrattypischen C-Gehalten und Trockenrohdichten einzelner Bodenhorizonte und damit ebenfalls in den gespeicherten C-Mengen wider (Rosskopf & Zeitz 2009). Im Rahmen des Projektes „Berliner Moorböden im Klimawandel“ (Umweltentlastungsprogramm II Berlin) der Humboldt-Universität zu Berlin, Fachgebiet Bodenkunde und Standortlehre (nachfolgend kurz Forschungsprojekt), wurden die Berliner Moore in den vergangenen Jahren erstmals flächendeckend nach einem einheitlichen Verfahren kartiert. Anschließend wurde ein Indikatoren- und Bewertungssystem für verschiedene Ökosystemleistungen von Moorböden für urbane Räume am Beispiel Berlins entwickelt. Die Besonderheit ist dabei die Anwendung von moorbodenkundlichen Daten, die eine Informationsquelle für Zustand, Funktionsfähigkeit und Biotopqualität sind und somit einen hohen Indikatorwert besitzen. Die bodenkundliche Moorkartierung bildet nunmehr die Grundlage einer systematischen Bewertung des ökologischen Zustandes der Berliner Moorböden und identifiziert ihre Umweltentlasungspotenziale und Entwicklungsziele, insbesondere im Hinblick auf ihre Klimaschutzleistungen.

Moore/Kohlenstoffreiche Böden

Die Karte der kohlenstoffreichen Böden stellt einen Auszug aus der KBK25 dar und folgt nomenklatorisch der bodenkundlichen Kartieranleitung, 5. Auflage (KA5). Unter kohlenstoffreichen Böden werden hier Böden mit Corg-Gehalten von mindestens 7,5 % organischen Bodenkohlenstoff bzw. 15 % organischer Bodensubstanz in einer horizontalen oder schräg gestellten Bodenschicht von 10 cm Mächtigkeit innerhalb der oberen 40 cm des Profils verstanden:

NSG Müggelspreeniederung Köpenick

Das größte Berliner NSG besteht aus zwei Flächen, die rechts und links des Gosener Kanals liegen: Krumme Laake/Pelzlaake sowie Gosener Wiesen und Seddinsee (Nordostteil) . Botaniker schätzen das Gebiet schon lange, findet man hier doch in Berlin sonst seltene Biotoptypen: Torfmoosmoore, Seggenmoore, Kiefern-Moorgehölze, Erlenbruchwald und reiche Feuchtwiesen. Aus einem Spreealtarm hervorgegangen, wurde die Krumme Laake zum eutrophen See mit Schwimmblattvegetation. Der Moorsee Krumme Laake liegt mit seinen Buchten in dem sonst geschlossenen Waldgebiet und bietet den Besuchern malerische Blicke. Die östlich gelegene Pelzlaake wird schon seit Jahrzehnten als Moor beschrieben. 17 Seggenarten kommen hier vor, darunter einige in Berlin vom Aussterben bedrohte Arten. Gleichermaßen gefährdet ist auch der Sprossende Bärlapp. Naturnahe Moorböden mit hohen Wasserständen erfüllen vielfältige und wichtige Ökosystemleistungen. Sie bieten Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten und speichern enorme Mengen an Kohlendioxid in Form von Bodenkohlenstoff im Torf, daher ist die Erhaltung der Moore für den Klimaschutz von großer Bedeutung. Die Berliner Moore sind durch Grundwasserabsenkung gefährdet. Um die Entwicklung der Moore zu dokumentieren wird ein umfassendes Monitoringprogramm (Dauerbeobachtung) durchgeführt. Die Ergebnisse sind Grundlage für Maßnahmen zur Moorerhaltung. An der Kleinen Pelzlaake begannen Ende 2011 die Arbeiten zur Renaturierung des Kesselmoores. Die erste Phase dieser von der Stiftung Naturschutz Berlin betreuten Maßnahme konnte 2012 erfolgreich abgeschlossen werden. Das Gebiet wurde vom größten Teil der Gehölze befreit und ist wieder als Kesselmoor erkennbar. Durch die Beseitigung der Gehölze werden die Verdunstung, die Durchwurzelung des Torfkörpers und die Beschattung des Moores verringert sowie der Wasserhaushalt verbessert. Seitdem werden in regelmäßigem Turnus Moor untypische Pflanzen beseitigt, um die Voraussetzung für eine Wiederausbreitung von moortypischen Arten wie Sphagnum-Moose, Sonnentau und Wollgras zu schaffen. Dieses Projekt wird mit Mitteln der Klimaabgabe des Landes Berlin sowie Mitteln der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz finanziert. Weitere Moorschutzmaßnahmen wurden eingeleitet. Näheres unter: Stiftung Naturschutz Berlin: Projekte Klimaschutzabgabe – Kleine Pelzlaake Stiftung Naturschutz Berlin: Projekte Klimaschutzabgabe – Krumme Laake Ost Stiftung Naturschutz Berlin: Projekte Klimaschutzabgabe – Krumme Laake West Humboldt-Universität zu Berlin: Berliner Moorböden im Klimawandel – Krumme Laake Humboldt-Universität zu Berlin: Berliner Moorböden im Klimawandel – Kleine Pelzlaake Die Gosener Wiesen sind nur Wenigen bekannt. Das mag vor allem daran liegen, dass diese letzten geschlossenen Feuchtwiesen- und Bruchwaldkomplexe im Land Berlin weitgehend unzugänglich sind. Das Gebiet zeichnet sich durch ein vielfältiges Vegetationsspektrum aus, das von Wasserpflanzengesellschaften über Wälder, Feuchtwiesen bis hin zu Sandtrockenrasen reicht. Im nordöstlichen Teil des Seddinsees sind kleine Inseln in Seerosenfelder eingebettet. Gosener Graben, Großer Strom und die Alte Spree sind naturnahe Fließgewässer. Dieses Mosaik verschiedenster Standorte führt zu einem hohen Artenreichtum. So wurden bislang allein 652 Farn- und Blütenpflanzenarten gefunden. Seltene Fischarten, Amphibien, Brutvögel wie Kranich, Wachtelkönig, Trauerseeschwalbe und Eisvogel sind im NSG vertreten. Auch der Fischotter fühlt sich hier wohl. Krumme Laake und Pelzlaake sind von Müggelheim aus zu erreichen. Im Norden führen der Müggelspree-Wanderweg und der Europaradweg R1 entlang. Wer auf diesen Wegen unterwegs ist, sollte sich als “Durchreisender” die Zeit nehmen, den schönen Blick auf die Krumme Laake von der erhöhten Nordostseite zu genießen. Ein idealer Picknickplatz, der zum Verweilen lädt! Der Moorsee mit seinen ruhigen Buchten liegt malerisch in dem sonst geschlossenen Waldgebiet. Zur Pelzlaake sind es von hier nicht einmal zwei Kilometer. Folgt man dem Müggelspree-Wanderweg oder dem Radweg R1 nach Westen, gelangt man zum Müggelsee. In nordöstlicher Richtung führt der Weg über die “Russenbrücke” auf die andere Seite der Müggelspree. Wandert man von der Krummen Laake südwärts über die Gosener Landstraße, gelangt man zur Nordspitze des Seddinsees mit einem schönen Ausblick über den See, seine Inseln und die Schwimmblattgesellschaften. Liebhaber romantischer Sonnenuntergänge kommen hier wie auf der gegenüberliegenden Seite des Gosener Kanals auf ihre Kosten. Oftmals können sie sich zusätzlich noch am Anblick eines Seeadlers erfreuen. Die Gosener Wiesen und der Nordost-Teil des Seddinsees sind nur ein kleiner Teil der Spreelandschaft zwischen Fürstenwalde und Berlin. Das unzugängliche Gebiet soll für Besucher nicht weiter erschlossen werden, um Störungen zu vermeiden. Einen einmaligen Einblick in den “Dschungel” der Erlenbrüche, die malerischen Fließe und die großen See- und Teichrosenbestände erhält man, wenn man den Gosener Graben bis zum Dämeritzsee entlang paddelt. Eine Besonderheit bietet auch der im Osten liegende Kaniswall – eine Talsandinsel-, den man von Gosen aus auf einem Weg durch die Wiesen erreichen kann. Das Freilandlabor Kaniswall stellt hier einen “grünen Lernort” für Schüler aller Altersstufen zur Verfügung. Von der Geländekante am Freilandlabor hat man einen wunderschönen Blick über die Feuchtwiesen bis zum bewaldeten Grasehorst. Von hier kann man auch die eher scheuen Bewohner dieser Landschaft sehen – Bekassinen und Kraniche oder einen Storch, der nach Nahrung sucht. In der Abenddämmerung schallt der Ruf des Wachtelkönigs aus den Wiesen. Ausflugstipps – Auf Försters Wegen

LPJmL4 model code and model output for: Global cotton production under climate change - Implications for yield and water consumption

Abstract

LPJmL4 model output for the publications in GMD: LPJmL4 - a dynamic global vegetation model with managed land: Part I – Model description and Part II – Model evaluation

Abstract

LPJmL4 Model Code

Abstract

Organischer Bodenkohlenstoff als wichtiger Indikator für die SDGs

Organischer Bodenkohlenstoff als wichtiger Indikator für die SDGs Der Vorrat an organisch gebundenem Kohlenstoff im Boden steht im Zusammenhang mit vielen essenziellen Ökosystemdienstleistungen. Ein Rückgang dieses Vorrats kann auf eine Verschlechterung bzw. sogar auf den Verlust von Böden hindeuten. Daher wird ihm eine besondere Rolle als möglicher Indikator bei der Umsetzung der bodenbezogenen globalen Nachhaltigkeitsziele zugeschrieben. Mit dem organisch gebundenen Kohlenstoff im Boden (engl.: Soil Organic Carbon – SOC) sind viele wichtige Ökosystemdienstleistungen des Bodens wie die Filterung und Speicherung von Wasser, der Aufbau und Erhalt der Bodenstruktur, die Sicherung der Nährstoffversorgung sowie die Festlegung und der Abbau von Schadstoffen verbunden. Er spielt zudem eine wesentliche Rolle beim ⁠ Klimaschutz ⁠ – in Bodenprofilen der eisfreien Landoberfläche sind geschätzte 3000 Gigatonnen Kohlenstoff gebunden. Aber was passiert, wenn der Gehalt an organisch gebundenem Kohlenstoff im Boden abnimmt? Ein Rückgang des SOC-Vorrates kann auf eine Verschlechterung bzw. sogar auf den Verlust von Land und Böden hindeuten. Hierzu gehören beispielsweise Wind- und Wassererosion, Verdichtung, verminderte Wasserspeicherung und Nährstoffverfügbarkeiten sowie der Verlust an Lebensraum für Bodenorganismen, die u.a. zu vermindertem Pflanzenwachstum und Ernteeinbußen führen können. Daher wird dem Vorrat an organischem Bodenkohlenstoff eine besondere Rolle als möglicher ⁠ Indikator ⁠ bei der Umsetzung der bodenbezogenen globalen Nachhaltigkeitsziele (engl. Sustainable Development Goals – SDGs ) zugeschrieben. Diese 17 globalen Nachhaltigkeitsziele und zugehörigen 169 Unterziele, welche die Armut beenden, den Planeten schützen und allen Menschen Wohlstand sichern sollen, wurden im September 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedet. Aufgrund ihrer vielfältigen Funktionen werden Land und Böden direkt und indirekt von verschiedenen SDGs und Unterzielen adressiert. Zu nennen ist hier insbesondere das SDG-Unterziel 15.3 zur Erreichung einer „landdegradationsneutralen Welt“ bzw. „Welt ohne Nettobodenverlust“. Das Gutachten „Soil Organic Carbon – An Appropriate Indicator to Monitor Trends of Land and Soil Degradation within the SDG Framework?“ beleuchtet die Bedeutung des organisch gebundenen Kohlenstoffs und sein Potenzial als Indikator für Land- und Bodendegradation.

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