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Development of a modelling system for prediction and regulation of livestock waste pollution in the humid tropics

Introduction: In Malaysia, excessive nutrients from livestock waste management systems are currently released to the environment. Particularly, large amounts of manure from intensive pig production areas are being excreted daily and are not being fully utilised. Alternatively, the excess manure can be applied as an organic fertiliser source in neighbouring cropping systems on the small landholdings of the pig farms to improve soil fertility so that its nutrients will be available for crop uptake instead of being discharged into water streams. Thus, there is a need for better tools to analyse the present situation, to evaluate and monitor alternative livestock production systems and manure management scenarios, and to support farmers in the proper management of manure and fertiliser application. Such tools are essential to quantify, and assess nutrient fluxes, manure quality and content, manure storage and application rate to the land as well as its environmental effects. Several computer models of animal waste management systems to assist producers and authorities are now available. However, it is felt that more development is needed to adopt such models to the humid tropics and conditions of Malaysia and other developing countries in the region. Objectives: The aim is to develop a novel model to evaluate nutrient emission scenarios and the impact of livestock waste at the landscape or regional level in humid tropics. The study will link and improve existing models to evaluate emission of N to the atmosphere, and leaching of nutrients to groundwater and surface water. The simulation outputs of the models will be integrated with a GIS spatial analysis to model the distribution of nutrient emission, leaching and appropriate manure application on neighbouring crop lands and as an information and decision support tool for the relevant users.

Bodendaten Sachsen-Anhalt (WMS - Darstellungsdienst)

Im Dienst werden alle Geodaten zum Thema Boden in Sachsen-Anhalt zusammengefasst. Die Beschreibung der Inhalte der einzelnen Darstellungsebenen erfolgt in den Metadaten der jeweiligen Geodaten. Enthalten sind die Ebenen der Fachdaten: - Bodendaten mit den maßstabsbezogenen Featureklassen Bodenlandschaften Sachsen-Anhalt (Maßstab 1:750000), Mittelmaßstäbige landwirtschaftliche Standortkartierung (Maßstab 1:100000), Vorläufige Bodenkarte (Maßstab 1:50000), Klassenzeichen der Bodenschätzung (Maßstab 1:10000), - Boden Kennwerte (Bodenart des Oberbodens, Feldkapazität, nutzbare Feldkapazität, Luftkapazität, gesättigte Wasserleitfähigkeit, potenzielle Kationenaustauschkapazität), der Featureklassen Bodenübersicht, Vorläufige Bodenkarte und Klassenzeichen der Bodenschätzung, - Boden Potenziale der Featureklassen Mittelmaßstäbige Standortkartierung (Ackerzahlen landwirtschaftlich genutzter Standorte), Vorläufige Bodenkarte (Müncheberger Soil Quality Rating, Extremböden, Sickerwasserrate, Abflussregulationspotenzial, Infiltrationspotenzial unbewachsener Boden und nutzungsdifferenziert, Austauschhäufigkeit des Bodenwassers, organische Kohlenstoffvorräte im Boden), - Flächenkulisse Moore und sonstige Grundwasser beeinflusste organische Böden. Geofachdaten der Bodenübersichtskarte der Bundesrepublik Deutschland 1:200.000 werden von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) bereitgestellt.

Sachsen-Anhalt-Viewer

Der Sachsen-Anhalt-Viewer ist die zentrale Präsentationskomponente des Geodatenportals Sachsen-Anhalt. Die Anwendung enthält zahlreiche als Open Data veröffentlichte Geobasisdaten und ermöglicht die Visualisierung und Verknüpfung von Geodaten und Karten aus verschiedenen Bereichen der öffentlichen Verwaltung. Neben Grundfunktionalitäten zur Navigation und Abfrage hält die Anwendung verschiedene Standardwerkzeuge und Funktionen bereit: Adress- und Flurstückssuche, Werkzeuge zur Strecken-, Flächen- und Höhenmessung, Zeichenfunktionen, Koordinatenerfassung, Druckfunktion u.a. Über den erweiterten Funktionsumfang können zusätzliche Kartendienste oder eigene Geodaten über Webservice-Schnittstellen oder per Importtool hinzugefügt werden.

Bodendaten Sachsen-Anhalt (WFS-Downloaddienst)

Im Dienst werden alle Geodaten zum Thema Boden in Sachsen-Anhalt zusammengefasst. Die Beschreibung der Inhalte der einzelnen Datenebenen erfolgt in den Metadaten der jeweiligen Geodaten. Enthalten sind die Geofachdaten: - Bodendaten mit den maßstabsbezogenen Featureklassen Bodenlandschaften Sachsen-Anhalt (Maßstab 1:750000), Mittelmaßstäbige landwirtschaftliche Standortkartierung (Maßstab 1:100000), Vorläufige Bodenkarte (Maßstab 1:50000), Klassenzeichen der Bodenschätzung (Maßstab 1:10000), - Boden Kennwerte der Featureklassen Bodenübersicht, Vorläufige Bodenkarte und Klassenzeichen der Bodenschätzung mit den Sachdaten Bodenart des Oberbodens, Wasserleitfähigkeit (kf-Wert), potenzielle Kationenaustauschkapazität, Feldkapazität, nutzbare Feldkapazität und Luftkapazität, - Boden Potenziale der Featureklassen Mittelmaßstäbige Standortkartierung (Ackerzahlen landwirtschaftlich genutzter Standorte), Vorläufige Bodenkarte (Müncheberger Soil Quality Rating, Extremböden, Sickerwasserrate, Abflussregulationspotenzial, Infiltrationspotenzial unbewachsener Boden und nutzungsdifferenziert, Austauschhäufigkeit des Bodenwassers, organische Kohlenstoffvorräte im Boden), - Flächenkulisse Moore und sonstige Grundwasser beeinflusste organische Böden. Geofachdaten der Bodenübersichtskarte der Bundesrepublik Deutschland 1:200.000 werden von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) bereitgestellt.

Auswirkungen der historischen Köhlerei auf Bodenlandschaften in West Connecticut, USA

Holzkohlemeilerrelikte (HKMs) sind anthropogene Kleinformen, die in historischen Montanregionen der Mittelgebirge in Europa weit verbreitet sind. Neue Funde von mehreren tausend HKMs im Norddeutschen Tiefland und die Auswertung hochauflösender digitaler Geländemodelle (DGMs) haben gezeigt, dass die historische Holzkohleproduktion eine bedeutende Rolle bei der spätholozänen Landschaftsentwicklung spielen kann. Neben den historischen und archäologischen Aspekten von HKMs sind die möglichen ökosystemaren Auswirkungen der Köhlerei von Bedeutung, u.a. Veränderungen der physikalischen und chemischen Bodeneigenschaften, erhöhte Gehalte an Bodenkohlenstoff und Effekte auf das Pflanzenwachstum. Es besteht ein beachtliches Forschungsdefizit hinsichtlich der allgemeinen ökologischen Relevanz von HKMs, da die gesamte Dimension der großen HKM-Landschaften bisher nur in Ansätzen verstanden ist. Köhlerei war auch im Nordosten der USA von Bedeutung, obwohl dort deren Auswirkungen auf die Landschaft weitgehend unbekannt sind. Jüngst konnten mittels Analyse von schattenplastischen Reliefkarten über 3.000 HKMs in einem 40 km2 großen Gebiet in Pennsylvania und über 20.000 HKMs in einem 1.170 km2 großen Areal in Litchfield County (NW Connecticut) nachgewiesen werden. Aufgrund dieser Befunde ergibt sich ein komplett neues Bild hinsichtlich der anthropogenen Komponente bei der Entwicklung der Bodenlandschaft im Nordosten der USA. Relativ dicht gedrängt finden sich HKMs in den Litchfield Hills in der Umgebung von West Cornwall, Litchfield County, Connecticut. Die HKMs sind an den Hängen des Housatonic River besonders gut erhalten und bilden kreisförmige Plattformen mit Durchmessern von i.d.R. weniger als zehn Metern. Es ist bemerkenswert, dass heute unter dichter Bewaldung diese Hinterlassenschaften der frühen Holzkohleindustrie weitgehend in Vergessenheit geraten sind, obwohl viele Meiler noch Ende des 19. Jahrhunderts in Betrieb waren. Weitere Forschungen sind erforderlich, um unser Verständnis zu den Umweltauswirkungen der historischen Köhlerei zu verbessern und die Quantität sowie Qualität dieses Nutzungserbes auf unsere modernen Ökosysteme zu erfassen. Die Litchfield Hills bieten beste Voraussetzungen, um Eigenschaften, Entwicklung und Verbreitung der HKM-beeinflußten Böden zu untersuchen und generell neue Erkenntnisse zu anthropogenen Bodenlandschaften zu erhalten.

LSG Huy Gebietsbeschreibung Landschafts- und Nutzungsgeschichte Geologische Entstehung, Boden, Hydrographie, Klima Pflanzen- und Tierwelt Entwicklungsziele Exkursionsvorschläge Verschiedenes

Der Huy als weitgehend geschlossenes und inselartig in der umgebenden Agrarlandschaft gelegenes Waldgebiet erstreckt sich nordwestlich von Halberstadt in einer Ost-West-Ausdehnung von etwa 16 km zwischen Schwanebeck und Dardesheim. Seine Nord-Süd-Ausdehnung beträgt nur 3 bis 4 km zwischen Dingelstedt und Sargstedt. Gemeinsam mit dem Hakel im Osten und dem Fallstein im Westen gehört er in eine sich von Ostsüdost nach Westnordwest, also zum Harz parallel, erstreckende Kette von deutlich aus der Landschaft herausragenden Rücken. Der Huy gehört zur Landschaftseinheit Nördliches Harzvorland. Sein Anstieg von Norden her ist sanfter als sein Abfall nach Süden, wo die harten Muschelkalkbänke eine Schichtstufe bilden. Von hier beispielsweise von der Sargstedter Warte, hat man weite Sichten auf den Harz. Das Relief des Huy zeigt sowohl eingeschnittene Täler mit steileren Hängen als auch Verebnungen, so daß der Eindruck eines kleinen Gebirges erweckt wird. Deutlich ragen einzelne Kuppen als Berge aus der Landschaft heraus. Ihre Höhe wechselt zwischen etwa 250 bis 314 m über NN. Der Muschelkalkrücken des Huy hebt sich nicht nur durch sein Relief, sondern auch durch seine nahezu geschlossene Bewaldung aus der umgebenden Ackerlandschaft heraus. Prägend sind die Buchenwälder, die aber teilweise von nicht standortsgerechten forstlichen Laub- und Nadelwaldbeständen durchsetzt sind. Insbesondere im Bereich exponierter Kuppen und Hänge haben sich Niederwälder und Mittelwälder erhalten. Sie weisen deutlich auf den Übergang zu wärmebegünstigten Standorten hin. Das LSG erfaßt neben den bewaldeten Hochlagen auch umliegende, ackerbaulich genutzte Hangflächen, die durch Halbtrocken- und Trockenrasen, zahlreiche Streuobstwiesen und ein gehölzgesäumtes Wegenetz reich strukturiert sind. Insbesondere an den südexponierten Hängen wurden die Wälder gerodet. Hier breiten sich von den Waldrändern Magerrasen mit Streuobstwiesen und Schafhutungen aus. Einen landschaftlich eigenständigen Komplex bildet der Paulskopf, der ganz im Osten des Gebietes liegt. Als ehemals militärisch genutzte Bereich wird er von gebüschdurchsetzten Magerrasen und umgebenden Niederwäldern bestimmt. Das Nordharzvorland gehört zum Altsiedelgebiet der Börden. Erste entscheidende Eingriffe in die Naturlandschaft nahmen die Ackerbauern der Jungsteinzeit vor. Die fruchtbaren Lößböden sind seit Jahrtausenden hochgeschätzte, begehrte und fortlaufend in Kultur genommene Ackerflächen. Die bewaldeten Höhen dienten den am Fuße des Huy siedelnden Ackerbauern in Zeiten der Gefahr als Zufluchtsstätte. So befand sich bei Röderhof eine Befestigung der Früheisenzeit, die vermutlich den Bewohnern der Siedlungen der Hausumenkultur bei Schwanebeck, Eilsdorf, Groß Quenstedt und Halberstadt Zuflucht gab. Im Huy blieben die Wälder erhalten, da in dem stärker reliefierten Gelände der Ackerbau kaum möglich war und zum anderem die Waldgebiete seit dem Mittelalter als Bannforste galten. Das Recht des Wildbanns, die Hohe Jagd, wurde Bischof Arnulph von Halberstadt mit einer Urkunde vom 24. April 997 durch Kaiser Otto III. im Huy, im Hakel, im Fallstein und in anderen Waldgebieten verliehen. Fortan hatte der Huy Bedeutung für die Jagd und die Holznutzung. Unter diesen Zielstellungen blieben weitgehend naturnahe Wälder aus Trauben-Eiche, Rot-Buche und Winter-Linde mit zahlreichen begleitenden Baumarten bis zum heutigen Tage erhalten. Die südexponierten Hänge des Unteren Muschelkalks, so an der Sargstedter Warte, wurden im Mittelalter für den Weinbau genutzt. Der historische Weinbau war im Harzvorland und anderswo in früheren Jahrhunderten weit verbreitet. Erst mit der Verbesserung des Handels und des Aufkommens von anderen Getränken ging der Weinanbau an den nicht optimalen Standorten zurück. Nach Aufgabe der Rebkulturen traten Hutungen und Streuobstflächen an deren Stelle. Der Huy wurde durch den Abbau von Rohstoffen, sowohl im obertägigen Steinbruch als auch im Tiefbau, nachhaltig beeinflußt. Wegen ihrer Festigkeit und Reinheit und wegen ihres Kalkgehaltes wurden die Schaumkalkbänke des Unteren Muschelkalks im Huy in großen Steinbrüchen abgebaut und dienten nicht nur als Bau- und Werkstein, sondern fanden auch in den Zuckerfabriken zur Verarbeitung des Rübensaftes Verwendung. Bei Röderhof wurden kleinere Gipslager des Oberen Buntsandsteins (Röt) abgebaut. Als Pflaster- und Bausteine sowie auch als Schotter wurden die Rogensteine des Unteren Buntsandsteins sehr geschätzt und in großen Steinbrüchen bei Röderhof gewonnen. Die Bergwerke Wilhelmshall und Mönchhai förderten zwischen 1890 und 1926 Kali- und Steinsalze. Der Huy (314 m über NN) ist wie der Hakel (241 m über NN) und der Große Fallstein (288 m über NN) ein großer weitgespannter Muschelkalkrücken, der als Breitsattel im Sinne der Salztektonik aufzufassen ist. Der Muschelkalkrücken, der als Breitsattel im Sinne der Salztektonik aufzufassen ist. Der Muschelkalkrücken, besonders seine steilere Südkante mit Paulsberg, Weinberg und Vorberg, gehört zur Schichtstufe des Unteren Muschelkalks. Mittlerer und Oberer Muschelkalk treten ebenfalls auf. Der Breitsattel weist eine Störungszone auf seinem Scheitel auf. Im Zentrum der Scheitelzone des Huys sind die Schichten so emporgepreßt, daß die Abtragung den Buntsandstein freigelegt hat. Der hier liegende Herrenberg (262 m über NN) wird aus Sandsteinen, Rogensteinen und Schluffsteinen des Unteren und Mittleren Buntsandsteins aufgebaut. Hier hatten früher Kalischächte das ebenfalls emporgepreßte Kalisalz in zirka 350 m Tiefe erreicht. Die Störungszone im Scheitel des Huys ist an seinem Ostende als Grabenbruch ausgebildet, dem in der Landschaft eine Senke entspricht. In der Senke treten Röt-Tonsteine und Mergelsteine mit Gipseinschaltungen zu Tage. Die Gipsgesteine wurden früher abgebaut, wovon zahlreiche Pingen nördlich des Vogelbergs (302 m über NN) zeugen. Während der Eiszeit hatte das Inlandeis den Huy überschritten, wie es die Gletschertöpfe auf dem Hardelsberg südlich Huy-Neinstedt dokumentieren. Im Bereich der Rötgipsvorkommen (Oberer Buntsandstein) östlich von Mönchhai ist es örtlich zu oberflächennahen Gesteinsauslaugungen mit nachfolgenden Erdfällen gekommen. Derartige Karstvorgänge gibt es auch im Verbreitungsgebiet des Oberen und Mittleren Muschelkalks. Der Huy bildet eine eigene, durch Lessivés und Pararendzinen geprägte Bodenlandschaft über Kalkstein in der Umgebung des tschernosembetonten Dardesheimer Löß-Hügellandes. Das Substratprofil verändert sich mit abnehmender Lößmächtigkeit von den Rändern der Erhebung zur Kammlage und dem teilweise steileren Südhang. In den unteren Waldrandlagen kommen humose Parabraunerden bis Tschernosem-Parabraunerden aus Löß über Lehm-Fließerden mit Kalkskelett vor. Hangaufwärts werden sie von Fahlerden bis Parabraunerden aus Löß über Fließerden und Gesteinsschutt aus Muschelkalk und aus Sandlöß über skeletthaltigem buntsandsteinbürtigem Hangsand abgelöst. Inselhaft kommen Pararendzinen bis Braunerden und Parabraunerden aus geringmächtigem Löß und skeletthaltigem Lehm über tonigem Untergrund (Letten, Ton- und Schluffsteine) vor. Auf dem Kamm und auf dem Südhang dominieren Rendzinen bis Pararendzinen, auch Mullrendzinen, aus skeletthaltigem Löß über Kalksteinschutt. In den Rinnen und Senken sind Kolluvialböden entwickelt. Hydrologisch bestimmt die hohe Durchlässigkeit des Muschelkalks das Gebiet. Er bildet in zwei getrennten Schichten den Hauptgrundwasserleiter. Als Folge der tektonischen Trennung in einen Nord- und einen Südflügel bestehen zwei Grundwasserscheiden, die etwa dem Verlauf der geomorphologisch ausgeprägten Schichtrippe des Unteren beziehungsweise Oberen Muschelkalks folgen. Diese Kluftwasserleiter sind zum Liegenden hin, also zum Sattelkern, durch die Tonsandsteine des Oberen Buntsandsteins isoliert. Die Mergelsteine des Oberen Muschelkalks schließen den Grundwasserstauer schüsselartig ab, so daß es praktisch durch das Überlaufen der Grundwasseransammlung im Kalkstein zu Quellaustritten kommt. Im Bereich des Herrenberges bildet in einer Quellmulde der Jürgenbrunnen eine solche Quelle, die in einen Stauweiher mündet. Besonders augenfällig ist diese natürliche Erscheinung im Osthuy, zumal dort das Grundwasserdargebot im Speicher nur einer untergeordneten Nutzung unterliegt. Quellen mit erheblicher Schüttung gibt es weiterhin in Röderhof, Huy-Neinstedt, Wilhelmshall, Dardesheim und Badersleben. Diese Quellen, wie auch die im Grundwasserspeicher angelegten Brunnen, werden für die Trink- und Brauchwasserversorgung der Huy-Randgemeinden genutzt. Durch die stärkere Heraushebung des Huy-Südflügels stehen westlich von Schwanebeck in geringem Maße auch wasserleitende mittlere Buntsandsteinschichten oberflächig an. Aufgrund ihrer tektonischen Positionierung ist jedoch mit keiner nennenswerten Grundwasserbewegung zu rechnen. Bei Schwanebeck wurden in etwa 550 m Tiefe Thermalwässer mit einer Temperatur von 22,5°C angetroffen, die fossilen Ursprungs sein dürften. In den nördlich bis östlich, also im Lee des Harzes, gelegenen Vorländern wirkt sich der Regenschatten des Harzes deutlich aus. Von Westen nach Osten nehmen die Niederschläge deutlich ab und die Temperaturen zu. In der Kette der Muschelkalkrücken ist deshalb der Große Fallstein durch subatlantisch geprägtes Klima gekennzeichnet, das sich über den Huy bis hin zum Hakel in ein subkontinental geprägtes Klima ändert. Die Niederschläge sinken von Westen nach Osten in den drei Gebieten von 600 mm bis auf 475 mm. Der Huy weist eine mittlere Jahrestemperatur von 8,0°C bei einer mittleren jährlichen Schwankung von 17,0°C auf. Die Monatsmittel der Lufttemperatur liegen im Januar bei 0,0°C und im Juli bei 17,0°C. Der Huy weist eine artenreiche Flora auf, die von den Wäldern über die Wiesen und Magerrasen sehr abwechslungsreich ist. Bemerkenswert ist der Orchideenreichtum des Gebietes. In den Wäldern des Huy dominieren von Natur aus die Buchen. Über den Muschelkalkstandorten stocken reichere Waldmeister- und Perlgras-Buchenwälder, während auf den versauerten Buntsandsteinen Hainsimsen-Buchenwälder vorkommen. Die Nordhänge werden vom Bingelkraut-Buchenwald bestanden. Auf südexponierten Standorten wechselt der Buchenwald in einen Eichen-Hainbuchenwald, der an den Waldrändern in einen xerothermen Wucherblumen-Eichenbuschwald übergeht. In den Gründchen sind Ahorn-Eschenwälder entwickelt. In den Wäldern erscheinen als bemerkenswerte Frühjahrsblüher Märzenbecher, Wiesen-Schlüsselblume, Seidelbast, Leberblümchen und Maiglöckchen. Im Sommer blühen Türkenbund-Lilie, an frisch-feuchten Standorten Wolfs-Eisenhut und an trocken-warmen Standorten Großblütiger Fingerhut und Diptam. In Steinbrüchen wurden die Wintergrünarten Einseitswendiges Birngrün, Rundblättriges und Kleines Wintergrün sowie Keulenbärlapp nachgewiesen. Auch für den Königsfarn gibt es einen Nachweis an einem sicher nicht primären Standort. Die Wiesen des Gebietes sind Standorte der Akelei. Auf den Triften trifft man auf Fransen-Enzian, Deutschen Enzian, Echtes Federgras, Wiesen-Kuhschelle und Frühlings-Adonisröschen. Bemerkenswert ist der Orchideenreichtum des Huy. 16 Arten kommen vor, darunter so häufige wie Breitblättrige Sitter, Schwarzrote Sitter, Geflecktes Knabenkraut, Bräunliche Nestwurz und Großes Zweiblatt. Der Huy weist eine hohe Siedlungsdichte an Greifvögeln auf, die insbesondere auf den Südhängen und in den Waldrandlagen horsten. Rotmilan und Mäusebussard brüten am häufigsten, daneben kommen Habicht, Wespenbussard, Waldohreule und Waldkauz vor. Weitere bemerkenswerte Brutvögel sind Hohltaube, Turteltaube, Schwarzspecht, Mittelspecht, Wendehals und Pirol. Von den Kriechtieren des Gebietes wurden die Ringelnatter, Kreuzotter, Zauneidechse und Blindschleiche, von den Lurchen Erdkröte, der Teichfrosch und der Grasfrosch nachgewiesen. Ein Hauptziel für die Entwicklung des Huy besteht in der Vergrößerung der Waldfläche. Dadurch soll erreicht werden, daß das subatlantisch-subkontinentale Florengefälle kontinuierlicher sichtbar wird. In den Huy-Waldkomplexen muß angestrebt werden, die naturnahen Waldgesellschaften im Rahmen der forstlichen Bewirtschaftung zu erhalten oder gezielt naturnah zu entwickeln. Standortsfremde Bestockungen sind in standortsgerechte Bestände aus einheimischen Baumarten zu überführen. Neben den Zielen zur Sicherung und Verbreitung naturnaher Wälder spielt die Fortführung historischer Betriebsformen, wie der Mittel- und Niederwaldbewirtschaftung eine wesentliche Rolle. Die als Mittelwälder genutzten Eichen-Hainbuchenwälder weisen eine hohe floristische Vielfalt auf, die auf diesem Wege in ihrem Fortbestand geschützt werden soll. Niederwälder erstrecken sich vor allem kleinflächig an den steilen Muschelkalkschichtstufen in südlicher Exposition. Es sind Waldtypen mit einem hohen Anteil wärme- und lichtliebender Arten, die nur durch die Fortsetzung der Niederwaldbewirtschaftung erhalten werden können. Gebunden an diese feldahornreichen Trockenwälder sind die Vorkommen seltener Baumarten wie Speierling und Wildobstarten, die nur durch weitere Niederwaldbewirtschaftung erhalten werden können. Die südexponierten Waldränder sollen von naturschutzbedeutsamen Trockensäumen begleitet werden. Es ist Sorge zu tragen, daß diese Säume nicht von Gehölzen überwachsen werden. An die Säume sollen sich Trocken- und Magerrasen anschließen. Ihre Nutzung als Schafweide trägt dazu bei, diese Flächen gehölzfrei zu halten und somit in ihre reiche floristischen Zusammensetzung zu bewahren. Bei den spezifischen naturkundlichen und naturschutzfachlichen Exkursionen kann die Problematik der Sicherung von Gebieten und Artvorkommen im Zusammenhang mit der Flächennutzung erläutert werden. In Zusammenhang mit dem Harz und den Sehenswürdigkeiten in den Vorharzstädten soll der Huy als Erholungslandschaft entwickelt werden. Dazu sind Wegesysteme als Wanderrouten entsprechend zu unterhalten. Die Sehenswürdigkeiten, insbesondere die geologischen Naturdenkmale, sind zu sichern und den Besuchern zu erschließen. Zentraler Punkt für einen landschaftsgebundenen Tourismus ist die Huysburg. Von historischen Punkten mit ihren Ausflugsgaststätten aus, so insbesondere von der Sargstedter Warte, hat man weite Blicke in das südlich vorgelagerte Harzvorland. Von Dingelstedt zur Huysburg Von Dingelstedt aus führt der Weg über Kirschberg und Rotberg zum Röderhofer Teich und von dort weiter zur Huysburg. Den Rückweg wählt man vorbei an der alten Gipshütte und an der Daneilshöhle. Die Huysburg wurde als Benediktinerkloster im Jahre 1084 gegründet. Die heute noch existierende Kirche entstand zwischen 1084 - 1121, ihr Chor ist nach 1107 verlängert worden. Im 18. Jahrhundert erfuhr die dreischiffige Basilika einen barocken Umbau, nachdem schon 1487 das westliche Turmpaar errichtet worden war. In dessen Unterbau ist die Westbasis einbezogen worden. Bemerkenswert ist der 1777 bis 1787 umgestaltete Hochaltar aus dem zweiten Viertel des 18 Jahrhundert, ein geschwungener Säulenaufbau mit einem Gemälde der Himmelfahrt Mariae. Die zwei Seitenaltäre mit Heiligenfiguren aus dem Jahre 1793 werden von prächtig geschnitzten Chorschranken begleitet. Die Orgel mit barocker Empore und die Kanzel entstammen der Zeit um 1767. Von den Klostergebäuden blieben Teile des Kreuzgang-Nordflügels und der zweigeschossige Südflügel erhalten, worin sich reiche Kapitelle befinden. An der Südseite des Klosterhofes steht der Barockbau der Abtei von 1745 mit gemalten Tapeten im Treppenhaus und dem sogenannten Kaisersaal. Zur Sargstedter Warte und zu den Gletschertöpfen Von Huy-Neinstedt gelangt man zu den südlich unterhalb des Hardelsbergs in einem Steinbruch gelegenen Gletschertöpfen. Von hier kann eine Wanderung über Siebertsplatz und Buchenberg zur Sargstedter Warte begonnen werden. Die Wanderung kann in Sargstedt enden oder zurück nach Huy-Neinstedt führen, wobei auch der Weg über die Stromatolithen-Gruppe zwischen Wilhelmshall und Mönchhai empfohlen wird. Daneilshöhle Ein Kilometer westlich Röderhof am Brückweg befindet sich in einer Felswand aus Mittlerem Buntsandstein die aus drei miteinander verbundenen Hohlräumen bestehende Daneilshöhle. Der mittlere Raum, den man durch den Haupteingang betritt, hat eine Grundfläche von 3,5 x 7 m und eine Höhe von 3 m. Der rechte Nebenraum liegt 0,5 m tiefer und ist wenig schmaler und kürzer als der Mittelraum. Von ihm führt eine ovale, etwa mannshohe Öffnung durch die 2,6 m dicke Felswand nach außen. Der linke Nebenraum ist mit einer Grundfläche von 2 x 3 m wesentlich kleiner. In seiner Außenwand befindet sich eine größere fensterartige Öffnung, die im Laufe der Jahre durch Oberflächenwasser und Abnutzung beim Durchklettern stark aufgeweitet wurde. Die Entstehung der Höhle geht ursprünglich auf Auswaschungen des Buntsandsteins während der Eiszeit zurück. In allen drei Räumen ist aber eine Bearbeitung der Wände durch Menschenhand deutlich zu erkennen; die Seitenwände der beiden großen Räume sind lotrecht, und an beiden Ausgängen sieht man noch die Auflagen der Verschlußbänder und die seitlich eingearbeiteten Löcher für den Verschlußriegel. Die Bearbeitung und Bewohnbarmachung mag im frühen Mittelalter erfolgt sein, als sie Einsiedlern und später Wegelagerern als Unterschlupf diente. So berichtet die Sage von einem Räuber Daniel, der hier hauste und die Gegend unsicher machte. Gletschertöpfe Beim Abbau von Kalksteinen in einem Steinbruch am Hardelsberg südlich von Huy-Neinstedt wurden im Oktober 1910 Hohlräume in dem anstehenden Gestein freigelegt, die mit kugeligen Steinen und feinem Schutt angefüllt waren. Von den glattgeschliffenen Wänden der flußbettartigen Mulde führten zwei Rinnen zu zylindrisch ausgewaschenen Kesseln, die ebenfalls voll von runden Steinen lagen. Fachleute erkannten in den Vertiefungen eiszeitliche Gletscherstrudel, die folgendermaßen entstanden sind: Das Tauwasser der Gletscher rann in Rissen und Spalten bis auf den felsigen Grund und nahm dabei die im Eis verpackten Steine und Sande mit. Es schliff mit Hilfe des mitgeführten Materials in jahrhundertelanger Arbeit jene Kessel in den harten Kalkstein, dabei rundete sich das Schleifmaterial ab. Der größere der beiden Kessel ist zur Hälfte in seiner ganzen Tiefe von 2,4 m erhalten, seine größte Weite betrug etwa 2 m. Von dem kleineren dagegen ist nur noch eine flache Mulde von 1,2 m Länge und 0,8 m Breite vorhanden. Die ursprünglich gut sichtbare glatte Fläche des Einflußspaltes ist durch Witterungseinflüsse zerstört. Dagegen ist der horizontale Teil des Flußbettes, der in den 1940er Jahren im Interesse seiner Erhaltung mehrfach geteert wurde, noch gut zu erkennen. Diese Gletschertöpfe sind die einzigen dieser Art, die am Ort ihrer Entstehung verblieben sind und hier als Naturdenkmal geschützt werden. Ähnliche Gebilde aus den Kalkbrüchen bei Rüdersdorf und aus den Quarzitsteinbrüchen bei Gommern wurden in Museen umgesetzt. Stromatolithen-Gruppe In den rogensteinführenden Schichten des Unteren Buntsandsteins, die im Huy zwischen Wilhelmshall und Mönchhai zu Tage treten und in mehreren Steinbrüchen am Reinberg bei Wilhelmshall aufgeschlossen sind, kommen Steingebilde von eigenartiger Gestalt vor. Sie gleichen auf der Spitze stehenden Kegeln von etwa 1 m Höhe, deren Grundflächen stark gewölbt sind. Beim Herausbrechen des Gesteins zerfallen die Steinkegel in schalenartige Schichten, die im Volksmund als Schalen- oder Napfsteine bezeichnet werden. Diese findet man in den Huydörfern als Brunnentröge wieder. Das verhältnismäßig harte Gesteinsmaterial fand Verwendung bei der Befestigung der Holzabfuhrwege. Die Geologen bezeichnen diese Steingebilde als Stromatolithen, das heißt Geschwulststeine. Über ihre Entstehung sind verschiedene Ansichten geäußert worden, so wurden sie etwa als versteinerte Algenkolonien gedeutet, die sich in den flachen Lagunengewässern der wüstenartigen Buntsandsteinlandschaft entwickelten. Diese Wachstumsschwankungen der pflanzlichen Gebilde spiegeln sich in den schalenartigen Ansätzen wieder. Die Kolonie wuchs bei zunehmendem Wasserstand nach oben und nach der Seite, so daß sich die Kegelform ausbildeten. Im Jahre 1955 wurde in einem der Steinbrüche eine große, eng geschlossene Gruppe von Stromatolithen freigelegt, die seitdem als Naturdenkmal erhalten werden. veröffentlicht in: Die Landschaftsschutzgebiete Sachsen-Anhalts © 2000, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, ISSN 3-00-006057-X Die Natur- und Landschaftsschutzgebiete Sachsen-Anhalts - Ergänzungsband © 2003, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, ISBN 3-00-012241-9 Letzte Aktualisierung: 18.11.2025

LSG Spitzberg Gebietsbeschreibung Landschafts- und Nutzungsgeschichte Geologische Entstehung, Boden, Hydrographie, Klima Pflanzen- und Tierwelt Entwicklungsziele Exkursionsvorschläge

Das LSG liegt nordwestlich von Roßlau und erfasst den Spitzberg mit seinen allseitig sanft geneigt abfallenden Hängen. Unter Ausgliederung der Ortslagen von Tornau und Streetz wird das Gebiet im Osten durch die Kreisstraße von Roßlau über Streetz nach Natho, im Südwesten durch die Bundesstraße B 184 zwischen Tornau und Jütrichau und im Norden durch den Waldrand des Spitzberges abgegrenzt. Das LSG liegt am südwestlichen Rand der Landschaftseinheit Roßlau-Wittenberger Vorfläming und grenzt unmittelbar an das Zerbster Ackerland an. Der Spitzberg oder auch Schlossberg ist das südwestlichste Glied einer Stauchendmoränenkette, die sich über den Möllelberg nach Nordosten fortsetzt und zusammen als Streetzer Berge bezeichnet wird. Der Spitzberg erreicht die beachtliche Höhe von 111 m ü. NN und überragt damit das südlich liegende Elbetal um 55 m. Morphologisch und infolge seiner geschlossenen Waldbedeckung prägt das Gebiet den Südrand des Roßlau-Wittenberger Vorflämings zwischen Roßlau und Zerbst. Das LSG „Spitzberg“ ist eine Landschaft, die durch Kiefernforsten geprägt wird. Kleinere Laubwaldflächen, insbesondere entlang der Kreisstraße zwischen Roßlau und Streetz sowie im Westen des Gebietes, unterbrechen die gleichförmigen Bestände. Ackerflächen treten nur bei Streetz auf. Hauptwege werden von Alleen begleitet, so die von Roßlau auf den Spitzberg führende Schlossallee. Den landschaftlichen Reiz des Gebietes bestimmen unterschiedlichste Oberflächenformen, die im Bereich der „Bergkuppe” auch als steilere Hänge ausbildet sind. Auf dem Spitzberg befinden sich bauliche Anlagen, die ursprünglich auf ein kleines Jagdhaus des Köthener Herzogshauses zurückgehen. Das Haus wurde Ende des 18. Jh. errichtet. Sein Erbauer ist unbekannt. Überliefert wurde nur, dass es nach den französischen Kriegen zu Beginn des 19. Jh. unbewohnt war und stark gelitten hat. Um 1830 wurde es wieder aufgebaut. Das Jagdhaus wurde in Gestalt eines Aussichtsturmes angelegt, von dem man über die Waldbestände hinweg weite Sichten auf die Umgebung und bis zum Petersberg und zu den Türmen von Magdeburg hat. Weiterhin entstanden früher in größerem Umfang forstliche Einrichtungen, die heute u. a. als Waldschulheim der „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“ genutzt werden. Das LSG „Spitzberg“ gehört aufgrund seiner morphologischen Bedingungen, der geringen Wertigkeit seiner Böden und der jagdlichen Interessen des anhaltischen Herzogs- bzw. Fürstenhauses von Anhalt-Köthen zu den Gebieten, in denen sich im Vorfläming flächig Wälder erhalten konnten. Die ursprünglichen Laubwälder mussten jedoch den Kiefernforsten weichen. Reste dieser Laubwälder beschreibt HESSE noch unter Hinweis auf Buchenvorkommen, die allerdings schon zu Beginn des 20. Jh. eingeschlagen wurden. Kleinere eichenreiche Bestände konnten sich jedoch erhalten bzw. wurden forstlich standortgerecht neu angelegt. Wie an anderen Moränenkuppen entlang des wärmebegünstigten Elbetals auch, wurde früher an der Südseite des Spitzberges Wein angebaut. Dieser damals verbreitete Weinbau im Fläming ist nahezu vollständig zum Erliegen gekommen und besteht heute nur noch auf den Jessener Bergen fort (vgl. LSG „Arnsdorfer-Jessener-Schweinitzer Berge“). Das Gebiet des Spitzberges ist Teil der saaleglazialen Stauchendmoräne, die zu den Streetzer Bergen gehört. Der das Gebiet prägende, von Südwest nach Nordost streichende Moränenzug besteht aus Hochflächenbildungen. Das sind gestauchte, sandige bis tonige Geschiebemergel, die teilweise von Sanden überlagert werden. Nach Südosten in Richtung Rosseltal werden die Geschiebemergel von immer mächtigeren glazifluviatilen Sanden bedeckt, so dass der Geschiebemergel nur noch an wenigen Stellen zu Tage tritt. Selten sind auch weichselglaziale Dünensande aufgeweht worden. Dieses LSG gehört bodengeographisch zum Wittenberg-Roßlauer Vorfläming, einer Bodenlandschaft der Sander, sandigen Platten und sandigen Endmoränen. Im Schutzgebiet überwiegen Sand-Böden, die im Einzelnen aus Geschiebedecksand über Schmelzwassersand bestehen und bereichsweise eine weitere Decke aus Flugsand aufweisen. Der Flugsand verschlechtert die Bodeneigenschaften, da erselbst nährstoffarm und sauer ist. Entsprechend variieren die Sandböden von podsoligen Braunerden bis hin zu Braunerde-Podsolen. Im Bereich der Endmoräne sind diese Böden stellenweise stark kiesig. Im Umfeld der Endmoräne lagert Geschiebemergel in unterschiedlichen Tiefenlagen. Er ist in den oberen 1,5 bis 2 m seiner Mächtigkeit durch Bodenbildung überprägt und entkalkt. Dort, wo der Geschiebemergel in geringerer Tiefe ansteht, finden sich Braunerde-Fahlerden aus lehmigem Geschiebedecksand über sandigem Lehm, bei tiefer als 1 m anstehendem Geschiebemergel bzw. bei Überlagerung des Geschiebelehms durch Schmelzwassersand sind lehmunterlagerte Sand-Böden ausgebildet, die einen verbesserten Bodenwasserhaushalt und eine bessere Nährstoffbevorratung als die „normalen“ Sand-Böden aufweisen. Regosole aus Dünensand sind selten. In den wenigen, randlich gelegenen breiten Bachtälern sind Gleye bis Anmoorgleye anzutreffen, die deren Niederungscharakter unterstreichen. Im LSG „Spitzberg“ bestehen bis auf Kleingewässer keine größeren offenen Gewässer, kleine Fließgewässer berühren das Gebiet randlich. Die Quellhorizonte liegen erst am Fuße des Berges und speisen hier kleinere Gewässer, die in Niederungen eingebettet sind. Klimatisch bildet das Gebiet einen Übergang vom wärmegetönten Elbetal zum deutlich kühleren und niederschlagsreicheren Vorfläming bzw. Hohen Fläming. Der mittlere Jahresniederschlag erreicht 560 bis 570 mm bei Jahresdurchschnitttemperaturen von 8,5 °C. Der Spitzberg selbst ist aufgrund seiner exponierten Lage zum Elbetal in seinen tieferen, süd-exponierten Bereichen niederschlagsärmer und wärmer, jedoch im Bereich der aufragenden Bergkuppe niederschlagsreicher (580–600 mm/Jahr) als die Umgebung. Das Gebiet wäre flächig von lindenreichem Eichen-Hainbuchenwald als Potentiell Natürliche Vegetation bestanden. Dabei nehmen die tiefer gelegenen, etwas nährstoffreicheren Standorte den Knäulgras-Linden-Hainbuchenwald und die stärker hängigen Bereiche den Wachtelweizen-Linden-Hainbuchenwald ein. Die niederschlagsreichere Bergkuppe hingegen würde von Waldmeister-Buchenwald bestanden sein. Diese Waldverhältnisse lassen sich gegenwärtig gut in der natürlichen Verjüngung erkennen. So sind sowohl Rotbuche im Bereich der Bergkuppe als auch Stiel-Eiche, Hainbuche und Winter-Linde sowie Spitz- und Berg-Ahorn in den mittleren und unteren Bereichen anzutreffen. Heute dominieren aber die Kiefernforsten mit Land-Reitgras, Draht-Schmiele und Himbeer ein der Krautschicht. Laubmischwälder stocken fast nur auf nährstoffkräftigeren und frischeren Standorten und repräsentieren die naturnahen Knäulgras-Linden-Hainbuchenwälder. In den Wäldern kommen neben Wald-Knäulgras, Rasen-Schmiele, Wald-Flattergras und Riesen-Schwingel u. a. auch Wald-Veilchen, Frauenfarn, Busch-Windröschen, Echte Nelkenwurz, Vielblütige Weißwurz, Schattenblümchen und Deutsches Geißblatt vor. An Wegrändern und kleineren Blößen sind Magerrasen und Heiden anzutreffen, in denen Sand-Segge, Gemeine Grasnelke, Heide-Nelke, Echtes Labkraut, Zypressen-Wolfsmilch, Echter Thymian, Feld-Beifuß, Berg-Jasione und Wiesen-Wachtelweizen auftreten. Die Tierwelt der Forsten und Wälder weist wenig Besonderheiten auf. In den früheren Jahrzehnten, als infolge Kahlschlagnutzung große offene Freiflächen bestanden, trat regelmäßig die Nachtschwalbe auf, die heute aber nur selten und unregelmäßig nachgewiesen werden kann. Unter den Greifvogelarten ist die Brut des Baumfalken erwähnenswert. Bekannt ist bisher weiterhin das Vorkommen von vier Fledermausarten. Im sachsen-anhaltischen Teil des Flämings befindet sich ein Naturpark in Planung, in dem auch das LSG „Spitzberg“ liegen wird. In Brandenburg existiert bereits der Naturpark „Hoher Fläming“. Die Entwicklungsziele des Landschaftsschutzgebietes sind eng mit dem Aufbau des Naturparks verbunden; insbesondere sind unterschiedlichste Wirtschaftszweige und Nutzungsansprüche, wie die Entwicklung eines naturverträglichen Fremdenverkehrs und Tourismus, der Forst-, Land- und Wasserwirtschaft in Einklang mit dem Naturschutz zu bringen. Dazu soll der Wald im Gebiet erhalten und naturnah entwickelt werden; ebenso die Lebensstätten der Tier- und Pflanzenwelt, vor allem die wenigen Kleingewässer. Magerrasen und Heiden sind zu sichern; die Waldalleen sollen gepflegt und ergänzt werden. Grundsätzlich sind die morphologischen Strukturen der Landschaft zu sichern. Die forstwirtschaftliche Nutzung des Waldes soll in dem Maße erfolgen, dass dieser auf Dauer eine bestmögliche Nutz-, Schutz-, Erholungs- und ökologische Funktion ausüben kann. Dazu sind naturnahe Waldwirtschaft, Förderung des Laubholzanteils an den Bestockungen, Aufbau naturnaher Wälder und die Entwicklung mehrstufiger Waldränder anzustreben. Die Stadt Roßlau Im Bereich der heutigen Stadt Roßlau lag schon in slawischer Zeit in der sumpfigen Niederung am linken Ufer der Rossel, unweit der Mündung in die Elbe, eine Wasserburg. An ihrer Stelle entstand im 12. Jh. eine Burg, vonder wesentliche Teile des Wohnturmes bis heute erhalten blieben. Parallel zur Burg gründeten Siedler von der Küste jenseits der Rossel ein Dorf. Von besonderer Bedeutung für die Entwicklung Roßlaus wurde die Lage am Übergang über die Elbe. 1583 wurde die erste hölzerne Brücke errichtet. In der Schlacht an dieser Dessauer Brücke am 25.04.1626 errang Wallenstein seinen ersten großen Sieg über das protestantische Heer unter ERNST VON MANSFELD. Für die spätere Entwicklung Roßlaus spielten Verwaltungsaufgaben, das Brauereigewerbe und die Elbeschifffahrt eine besondere Rolle. Neben der Wasserburg beherbergt die Stadt Baudenkmale des Spätklassizismus. Der Architekt CHRISTIAN GOTTFRIED HEINRICH BRAND-HAUER errichtete 1822/23 den Haupteingang des Friedhofs in Form ägyptischer Pylone, 1826 ein Brauhaus in der Kleinen Marktstraße 6 und 1832 ein Wohnhaus in der Hauptstraße 10. Die neugotische Marienkirche wurde von CHRISTIAN KONRAD HENGST Hengst 1851 bis 1854 ander Stelle der bis ins Mittelalter zurückführenden Vorgäng erbauten errichtet. Wanderungen Eine Wanderung zum Spitzberg beginnt man in Roßlau und verlässt die Stadt über die Streetzer Allee. Mit Eintritt der Straße in den Wald biegt links die Schlossallee ab, die geradlinig zum Spitzberg führt. Nach Besichtigung des Jagdhauses verfolgt man den Weg nach Streetz in östliche Richtung. Von Streetz kann man über einen Feldweg nach Mühlstedt gelangen. Von hier aus führt am westlichen Rand des Rosseltals ein Weg über Meinsdorf zurück nach Roßlau. veröffentlicht in: Die Natur- und Landschaftsschutzgebiete Sachsen-Anhalts - Ergänzungsband © 2003, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, ISBN 3-00-012241-9 Letzte Aktualisierung: 18.11.2025

Bodenkarte von Niedersachsen 1 : 50 000 (WFS Dienst)

Die BK50 beschreibt die Verbreitung der Böden von Niedersachsen in hoher Auflösung und im aktuellen Wissenstand. Mit der Erstellung konnten zahlreiche Kenntnisse neu gewonnen und alte präzisiert werden. Es ist Anspruch und Ziel, die komplexen Zusammenhänge rund um den Boden für die Fachöffentlichkeit und den Laien fachlich korrekt, verständlich und transparent darzustellen. Die BK50 ist räumlich und inhaltlich eng mit anderen landesweit vorliegenden Kartenwerken bzw. Datenbanken abgestimmt. Ein einheitliches Regelwerk der Erstellung gewährleistet landesweit eine vergleichbare Qualität. Die BK50 hat mit 13.000 Legendeneinheiten und 196.000 Flächen eine große fachliche und räumliche Aussagetiefe. Sie entspricht damit den Ansprüchen an mittelmaßstäbige Bodenkarten. Die BK50 gliedert Niedersachsen in 6 Bodenregionen, 13 Bodengroßlandschaften und weiter in Bodenlandschaften. Diese bodenlandschaftlichen Aggregierungsstufen werden schrittweise maßstabsabhängig eingeblendet. Ab einem Maßstab von 1:128.000 werden auf dem NIBIS Kartenserver die Bodentypen der BK50 und damit die kleinräumigsten Kartiereinheiten angezeigt. Die Karte zeichnet sich u. a. durch eine hohe räumliche Differenzierung von Bodentypen, eine aktualisierte Moorverbreitung mit Berücksichtigung der Vererdungsstufen und Moorfolgeböden von Kulturböden (z. B. Tiefumbruch, Plaggenesch, Spittkulturböden, Marschhufenboden) sowie die Ausweisung kulturhistorisch bedeutsamer Flächen und regionaler Besonderheiten (z. B. Wurten, Deichlinien) aus. Mit der systematischen Anwendung der Deckschichtengliederung werden flachgründige Böden (Rendzinen, Ranker, flache Braunerden und Parabraunerden) genauer und räumlich differenzierter beschrieben. Die Bodenkarte enthält Angaben zur Leitbodenform und vergesellschafteten Bodenformen und ist nutzungsdifferenziert. Mit der Nutzungsdifferenzierung werden die Merkmale, Horizonte und Bodentypen an die jeweiligen Nutzungen angepasst. Betroffen davon sind z. B. die Oberbodenhorizonte, die Humusauflagen unter Wald, die Grundwasserstände und die Angaben zur Vernässung sowie ggf. die Bodenerosion unter Acker.

LSG Salzwedel-Diesdorf Gebietsbeschreibung Landschafts- und Nutzungsgeschichte Geologische Entstehung, Boden, Hydrographie, Klima Pflanzen- und Tierwelt Entwicklungsziele Exkursionsvorschläge Verschiedenes

Das LSG liegt im Nordwesten der Altmark, wenige Kilometer südwestlich von Salzwedel. Es erstreckt sich über zirka 16 km in Ost-West- und etwa 6 bis 8 km in Nord-Süd-Richtung. Das LSG befindet sich überwiegend in der Landschaftseinheit Westliche Altmarkplatten. Lediglich mit seinem westlichsten Viertel greift es auf die Altmarkheiden über. Es umfaßt einen landschaftlich reich gegliederten Ausschnitt der nordwestlichen Altmark mit Höhen um 50 m über NN. An der Ost- und Südgrenze verläuft ein Endmoränenzug, in dem der Schwarze Berg (76 m über NN), der Haidberg (89 m über NN), der Kahnberg (76 m über NN) und der Günthersberg (105 m über NN) markante Anhöhen darstellen. Vom Bismarckturm auf dem Schwarzen Berg hat man einen sehr schönen Fernblick in Richtung Salzwedel. Der Berg ist von Kiefernforsten bestockt, in die auf Lichtungen und an Wegrändern Sandmagerrasen und Heiden eingestreut sind. An seinem Rand befinden sich mit den Teichen einer ehemaligen Ziegelei einige der wenigen Stillgewässer des Gebietes. Südwestlich schließt der 1100 ha große Ferchauer Forst an, der durch einen höheren Laubholzanteil gekennzeichnet ist. Auf einer durch Staunässe beeinflußten Geschiebemergelplatte ist ein Eichen-Hainbuchenwald ausgebildet. Dieser Bereich ist durch das aus drei Einzelflächen bestehende NSG „Ferchauer Forst“ geschützt. Einen zentrales Kernstück des LSG ist das zirka 1800 ha große Bierstedter Holz. Es handelt sich um ein ausgesprochenes Nadelwaldrevier, dessen arme Diluvialsande vorwiegend mit Kiefer bestockt sind. In die Forstflächen sind einzelne kleine Waldmoore eingestreut. Das Gebiet ist durch sein welliges Relief von besonderem Reiz. Die Endmoräne enthält eine Vielzahl von Findlingen, die im Bierstedter Holz zur Anlage von Hünengräbern genutzt wurden. Im Nordosten von Diesdorf liegt der 800 ha große Wohld, der mit seinen gemischten Waldbeständen, Waldwiesen und zahlreichen Quellgebieten zu den schönsten Teilen des Gebietes zählt. Die vereinzelten Wacholdergruppen sind von landschaftsästhetischem Reiz. Das LSG wird zu etwa 30 Prozent von Forsten bedeckt, in denen die Wald-Kiefer mit über 80 Prozent der Bestockung einen hohen Anteil hat. Laubwälder und Mischwälder finden sich nur zu geringem Anteil, zum Beispiel im schon genannten Diesdorfer Wohld und im Ferchauer Forst. Die landwirtschaftlichen Flächen werden überwiegend ackerbaulich genutzt, Grünländer erstrecken sich in den Niederungen von Dumme und Beeke. Die Offenlandschaft wird an einigen Stellen im Westen des Gebietes durch straßenbegleitende Alleen gegliedert. An der Straße von Diesdorf nach Abbendorf befindet sind eine Lindenallee. Eichenalleen wachsen an einem Weg und an der Straße von Diesdorf nach Fahrendorf, zwischen Fahrendorfer Weg und Hirschgatter sowie in der Ortschaft Diesdorf. (1) Zusätzliche Korrekturen: Die reine Waldfläche des Wohld beträgt nur 350 ha. Das Gesamtgebiet, in dem der Wohld liegt, große Ackerflächen einbegriffen, hat eine Größe von ca. 600 ha. Die Lindenallee an der Straße von Diesdorf nach Abbendorf (ND) musste in den 1970er Jahren aus Altersgründen gefällt werden. Die Neupflanzung erfolgte mit Linde und Ahorn. Die ältesten Spuren der Anwesenheit des Menschen gehen in die Mittelsteinzeit zurück und fanden sich bei Abbendorf und Ellenberg sowie randlich bei Kleistau, Kemnitz, Salzwedel und Siedenlangenbeck. Die ältesten und zugleich bedeutendsten Hinterlassenschaften einer jungsteinzeitlichen Kultur sind die Großsteingräber bei Diesdorf und Leetze. Sie wurden von den Gemeinschaften der Alttiefstichkeramikkultur als Grabkammern für die Toten errichtet. Die Großsteingräber bei Diesdorf bilden eine Kette, die von Schadewohl in südöstlicher Richtung bis nach Bornsen zehn Anlagen umfaßt und weiter bis nach Lüdelsen zieht. Die acht Großsteingräber bei Leetze bilden eine Reihe, die in nördlicher Richtung verläuft und sich ursprünglich bis Wallstawe hin fortgesetzt hat. Beide Ketten stehen durch Anlagen bei Lüdelsen, Mehmke, Stöckheim und Bierstedt in Verbindung. Zeitgleiche Siedlungen dieser Kultur bestanden bei Püggen, Wallstawe und Ziethnitz. Was die Verteilung der Funde innerhalb des LSG betrifft, so ist die westlich der Straße Püggen-Wallstawe gelegene Hälfte mit Ausnahme des Gebiets südlich von Diesdorf fast fundfrei, während sie sich östlich davon häufen, wobei sich hier Schwerpunkte bei Püggen, Steinitz und Kuhfelde, das aus allen Perioden Funde liefert, abzeichnen. Gegenüber der jungsteinzeitlichen Besiedlung war jene der Bronzezeit, die sich mehrheitlich über Gräberfelder erschließen läßt, lockerer über das gesamte LSG gestreut. Kontinuität von der Bronze- bis in die Eisenzeit ist bei den Wohnplätzen Vitzke, Wallstawe, Umfelde, Kuhfelde sowie Wiersdorf und Wöpel am Rande des LSG belegt. In Dankensen deutet ein kleiner Bronzehortfund auf bescheidenen Wohlstand der ansässigen Bauern hin. Das Siedlungsbild änderte sich in der Eisenzeit nur unwesentlich und nur im Hinblick auf die Wahl der Wohnplätze. Während der römischen Kaiserzeit fanden sich wieder Siedlungen bei Wallstawe, Ellenberg, Dankensen und Abbendorf, doch war die Besiedlung innerhalb des LSG dünn. Im Gegensatz dazu ballten sich die Siedlungen entlang der B 71 zwischen Püggen und Kuhfelde und bildeten dort eine Siedlungskammer mit Wohnplätzen, Friedhöfen und Produktionsstätten, wobei die Lage an einer alten Handelsstraße für die Ansiedlung ausschlaggebend gewesen sein dürfte. Ein Eisenbarren weist ebenfalls darauf hin, der wahrscheinlich lokalen Schmieden als Rohmaterial gedient hat. Während der jüngeren Kaiserzeit siedelten hier Langobarden, die in der Völkerwanderungszeit zunächst nach Mähren, dann nach Ungarn und schließlich im Jahr 568 nach Italien abwanderten. Während des frühen Mittelalters zählte das Gebiet zum altsächsischen Siedelland, wobei zwei Siedlungen bei Wallstawe und Rohrberg, am Rande des LSG, nachgewiesen sind. Aus der Zeit der slawischen Besiedlung der Altmark stammen zwei Burgwälle: die Niebitzburg bei Wallstawe und die Kathinkenburg bei Siedenlangenbeck. Die meisten Dörfer der Gegend sind in ihrer Anlage Rundlinge. Die Gehöfte liegen um einen runden oder ovalen, nur durch einen einzigen Weg zugänglichen Platz. Im Zuge der deutschen Ostkolonisation des späteren Mittelalters kam es in der Altmark zu einer intensiven Rodungsphase. Innerhalb der großflächigen Wälder entstanden Ansiedlungen und Ackerflächen mit wachsender Ausdehnung. Im 14. Jahrhundert und später während des Dreißigjährigen Krieges wurden viele Ansiedlungen erneut wüst und ehemals ackerbaulich genutzte Flächen wurden aufgegeben. Heute zeugen die charakteristischen Wölbäcker im Ferchauer Forst von der früheren Ackernutzung heutiger Forstflächen. Die Wälder wurden bis in das 18. Jahrhundert zur Waldweide genutzt. Die Weidewirtschaft ließ auch offene, baumfreie Heideflächen entstehen. Die stacheligen Wacholderpflanzen wurden vom Vieh verschmäht und reicherten sich als sogenannte Weideunkräuter an. Im Diesdorfer Wohld, einem Waldgebiet bei Diesdorf, gibt es noch heute Wacholdervorkommen. Mit Einführung einer geregelten Forstwirtschaft im frühen 19. Jahrhundert wurde ein Großteil der waldfreien Flächen mit schnellwüchsigen Nadelhölzern, vor allem Kiefer, aufgeforstet. Zur Markierung der Wege wurden Eichen gepflanzt, von denen heute noch einige als alte Eichenalleen vorhanden sind. Im Landschaftsschutzgebiet stehen oberflächennah überwiegend bindige Sedimente der Grundmoräne der Saalevereisung/Warthestadium an. Holozäne weichselkaltzeitliche fluviatile Sedimente findet man nur in den Bachniederungen. Lokal erreichen auch glazifluviatile Sedimente, das heißt Sande und Kiese des Warthestadiums der Saalekaltzeit die Geländeoberfläche. Der Salzstock Peckensen quert das LSG in Nord-Süd-Richtung, aktuelle Senkungen beweisen dies. Das Landschaftsschutzgebiet gehört in die Bodenlandschaften der lehmigen Grundmoränenplatten, das heißt über einer Grundmoräne aus der Saalekaltzeit lagern sandige bis sandiglehmige Substrate. Diese sind in der Weichselkaltzeit abgelagert worden. Entsprechend diesem Profilaufbau finden sich hier in mehr oder weniger großer Verbreitung Braunerden/Fahlerden aus sandig-lehmigem Geschiebedecksand über Geschiebelehm und Pseudogley-Braunerden bis Pseudogley-Fahlerden. Diese Böden sind überwiegend Ackerstandorte. An den Waldstandorten sind Braunerdepodsole und Podsole anzutreffen. Die vorkommenden Gleye aus sandiglehmigem Geschiebedecksand über Geschiebemergel sind ein Hinweis auf Senkungsbewegung über dem Salzstock. Das LSG wird durch saaleeiszeitliche Schmelzwasserabflußbahnen begrenzt und teilweise auch durchzogen. Dies sind im Osten die Niederung der Jeetze und im Norden die der Dumme. Die Platten des im Südosten gelegenen Endmoränenzuges sind sanft nach Norden geneigt, so daß das Gebiet überwiegend dorthin, zur Dumme, entwässert. Nur ein kleinerer Teil im Osten entwässert zur Jeetze. Die Dumme tritt bei Dähre in das Schutzgebiet ein und nimmt hier das Wasser verschiedener Quellgebiete am Ostrand der Altmarkheiden auf. Auf der Linie Dankensen-Peckensen-Wallstawe durchfließt die Beeke, ein Nebenbach der Dumme, das LSG von Süd nach Nord. Das Klima wird durch den Übergang von den atlantisch geprägten Altmarkheiden zu dem stärker subkontinental getönten Klima auf den Altmarkplatten geprägt. Während die mittleren jährlichen Niederschläge im Westen bei 600 bis 650 mm liegen, fallen sie nach Osten auf 550 bis 600 mm ab. Bei Steinitz wird eine Niederschlagshöhe von 550 mm unterschritten. Das Jahresmittel der Lufttemperatur beträgt 8,1 bis 8,5 °C. Die potentiell natürliche Vegetation des LSG wird auf armen Podsol-Braunerden und Sand-Rosterden durch Drahtschmielen-Buchenwälder und Flattergras-Buchenwälder geprägt. Auf den reicheren Tieflehm-Braunerden und Fahlerden könnten auch Übergänge zu Waldmeister-Buchenwald vorkommen. Reichere grund- und stauwasserbeeinflußte Standorte wären von Waldziest-Eichen-Hainbuchenwald und ärmere von Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwald bestockt. Auf grundwassernahen Schmelzwassersanden der Beekeniederung wären auch Pfeifengras-Eichenwälder entwickelt. In den Niederungen würden in Bachnähe Erlen-Eschenwälder dominieren, in die auf den Niedermoorböden an Beeke und Dumme auch Erlenbruchwälder eingestreut wären. In der aktuellen Vegetation dominieren heute Kiefernforste. Laubwald findet sich zu geringem Flächenanteil in den Waldgebieten des Wohld und des Ferchauer Forstes. Die Rot-Buche ist nur untergeordnet vorhanden. Gut untersucht ist die Vegetation des Naturschutzgebietes „Ferchauer Forst“, ehemals Stiftswald für das Joachimsthalsche Gymnasium zu Templin. Die vorherrschende Waldgesellschaft ist hier ein bodensaurer, artenarmer Stieleichen-Hainbuchenwald in der Untergesellschaft mit Frauenmoos (Stellario-Carpinetum polytrichietosum). In der Baumschicht überwiegt die Stiel-Eiche, gefolgt von Hainbuche und Rot-Buche. Auf Teilflächen bildet die Hainbuche eine geschlossene zweite Baumschicht. Eine Strauchschicht ist in der Regel nur spärlich vorhanden und besteht vorwiegend aus Faulbaum, stellenweise auch aus Naturverjüngung von Rot-Buche und Hainbuche. Als Besonderheit und Zeiger des atlantischen Klimaeinflusses sind die bis zu mehreren Meter hohen Stechpalmen anzusehen. In der Krautschicht sind insbesondere Wald-Flattergras, Waldmeister und Schlängel-Schmiele zu nennen. Das Deutsche Geißblatt weist wie die Stechpalme auf die atlantische Klimatönung hin. In den verbreiteten Kiefernforsten sind auf sandigen Standorten, insbesondere im Bierstedter Holz, auf Lichtungen und an Wegrändern Sandpionierfluren mit Silbergras und Heiden mit Heidekraut eingestreut. Die kleinflächigen Waldmoore enthalten Scheidiges Wollgras, Glockenheide und Keulen-Bärlapp. In den Wäldern des Schwarzen Berges wurde auch Rundblättriges Wintergrün nachgewiesen. Einzelne bemerkenswerte Bäume wurden als Naturdenkmale ausgewiesen. Einige dürften ein Alter von weit über 200 Jahren haben. In der Nähe einer wüst gewordenen Dorfstelle beim Forsthaus findet sich die „Ingriedeiche“, die sicher noch wesentlich älter als 400 Jahre ist. Der Wohld ist ein reich strukturierter Laubwald auf mineralischen Naßstandorten. Stiel-Eiche und Rot-Buche stocken großflächig. Reichere Standortsverhältnisse in dem Gebiet des Diesdorfer Wohld’s spiegeln sich in einer artenreichen Krautschicht unter anderem. mit Hoher Schlüsselblume und Aronstab wider. Ein Charakteristikum des Diesdorfer Wohld’s sind die Vorkommen des schon erwähnten Wacholders. Faunistische Besonderheiten im Wohld sind die Vorkommen von Feuersalamander, Bergmolch sowie von Berg- und Zauneidechse. Während die Nadelforsten mit Trauerschnäpper, Kohlmeise und Buchfink von einer artenarmen Fauna geprägt werden, konnten beispielsweise mehr als 30 Brutvogelarten in den Laubwäldern des Ferchauer Forstes nachgewiesen werden. Hervorzuheben ist die hohe Dichte der Höhlenbrüter Hohltaube, Buntspecht und Star. Wespenbussard und Kolkrabe sind bemerkenswerte Arten. Im LSG brüten auch Rot- und Schwarzmilan, Schwarz- und Grünspecht, Habicht, Pirol und Eisvogel. Wildarten des Gebietes sind Schwarz-, Rot-, Dam- und Rehwild. In den Ackerbaugebieten kommen Feldhase und Fasan hinzu. Bei Leetze befindet sich ein Überwinterungskeller für Fledermäuse, der als dauerhaftes Quartier große Bedeutung für den Schutz dieser Arten im Altmarkkreis Salzwedel hat. Nachgewiesene Reptilienarten sind Ringelnatter, Zaun- und Waldeidechse. Aufgrund der Armut an Stillgewässern sind die Amphibien nur spärlich vertreten, nachgewiesen wurde unter anderem der Laubfrosch. In der Dumme und den Nebenbächen kommt die Bachforelle vor. Das LSG soll in erster Linie der Erhaltung der großflächigen Wälder im Bereich des landschaftlich reizvollen Endmoränenzuges zwischen Diesdorf und Salzwedel dienen. Mit den Wäldern werden beliebte Naherholungsgebiete, ein charakteristischer Ausschnitt der Altmark im Übergang der Altmarkplatten zu den Altmarkheiden und wertvolle Lebensräume wildlebender Pflanzen- und Tierarten gesichert. Die Forste müßten langfristig in naturnahe Wälder umgebaut werden, in denen vor allem die Rot-Buche dominieren sollte. Die Nutzung sollte durch Einzelstammentnahme erfolgen. Im Bereich der Waldränder wären Waldmäntel aus standortgerechten Straucharten zu entwickeln. Lichtungen innerhalb der Wälder, die als Grünland oder kleinflächige Äcker genutzt werden, und die historischen Wölbäcker unter Wald sind zu erhalten. Alteichen sind als wertvolle Lebensräume einer artenreichen Insektenfauna zu schützen und nicht zu nutzen. Zum Schutz vor Wildverbiß müssen die Vorkommen der Stechpalme zum Teil eingezäunt werden. Im Bereich der Quellen und Bachtälchen des Diesdorfer Wohld sollte eine schonende Bewirtschaftung erfolgen. Die Kleingewässer und Feuchtstandorte im Ferchauer Forst und im Bierstedter Holz sind zu erhalten, ebenso die noch naturnah erhaltenen Fließstrecken der Dumme und der Beeke. Langfristig wären die ausgebauten Fließgewässer wieder zu renaturieren. Im Wohld sollten durch Freistellen die Wacholdervorkommen gefördert werden. Die Weiterentwicklung eines naturverträglichen Tourismus geschieht unter Schonung ökologisch sensibler Bereiche. Dabei sind insbesondere die schon bestehenden Ausflugsziele Niephagen und Diesdorf als Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren in die umgebenden Wälder zu entwickeln. Die Anlage von Radwegen und die Einrichtung von Naturlehrpfaden bieten sich an. Diesdorf und Diesdorfer Wohld In Diesdorf stellt die romanische Stiftskirche ein sehenswertes Ausflugsziel dar. Vom Diesdorfer Zentrum geht es zur Peripherie des Ortes, wo das Freilichtmuseum einen Einblick in das alte bäuerliche Leben der Altmark bietet. Von hier aus läßt sich das abwechslungsreiche Waldgebiet des Wohld erwandern. Der Weg führt nach Nordosten Richtung Fahrendorf, vorbei an einer prachtvollen Eichenallee, die seit 1934 als Naturdenkmal geschützt ist. Über parallel verlaufende Waldwege läßt sich ein Rückweg nach Diesdorf finden. Bierstedter Holz Ausgangspunkt ist der Ort Hohenlangenbeck, der in seiner Anlage vermutlich auf einen slawischen Rundling zurückzuführen ist. Von Hohenlangenbeck geht es in westlicher Richtung in das Bierstedter Holz. In dem großflächigen Waldgebiet lassen sich unterschiedliche Routen begehen. Bei Wötz zieht ein Hünengrab aus vorgeschichtlicher Zeit die Aufmerksamkeit auf sich. Botanisch interessant sind die kleinen Waldmoore mit Vorkommen von Scheidigem Wollgras und Keulen-Bärlapp. Ferchauer Forst Von Niephagen geht es in östliche Richtung in den Ferchauer Forst. Nach etwa 2 km liegt linkerhand das westlichste Teilgebiet des Naturschutzgebietes „Ferchauer Forst“. In den Eichen-Hainbuchenbeständen sind im Frühjahr eine Vielzahl an Vogelarten, zum Beispiel Hohltaube, Schwarzspecht oder Buntspecht, anzutreffen. Weitere 2 km östlich liegt die zweite Teilfläche des NSG. Das landeskundlich geschulte Auge kann in den Wäldern das charakteristische Relief der Wölbäcker entdecken, Zeugen früheren Ackerbaus auf diesen Flächen. Von der kleinen Ansiedlung Ferchau aus geht es in nördliche Richtung nach Eversdorf. In der Anlage dieses Dorfes lassen sich noch Spuren eines alten Rundlings aus slawischer Zeit entdecken. Diesdorf Die sachsen-anhaltische „Straße der Romanik“ durchzieht das Gebiet auf der Strecke Diesdorf-Salzwedel, um auf die mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten in diesen Orten aufmerksam zu machen. Kulturgeschichtliche Besonderheiten sind innerhalb des LSG insbesondere in Diesdorf vorhanden. Hier wurde im Jahre 1160 durch Graf Hermann von Warpke-Lüchow ein Augustiner-Chorfrauenstift als Hauskloster und Grablege für seine Familie gegründet. Das anfangs auch mit der Heidenmission betraute Stift war im ausgehenden Mittelalter das reichste der Altmark. Von diesem Stift Marienwerder ist im wesentlichen die große dreischiffige Backsteinbasilika erhalten, vorzüglich in der Klarheit ihres Grund- und Aufrisses, zudem der erste umfassend gewölbte Bau in der Altmark (Kreuzgratgewölbe). Veränderungen gegenüber der Architektur des frühen 13. Jahrhunderts sind die Stiftsdamenempore im nördlichen Querhaus, später erweitert in das nördliche Seitenschiff hinein, und die 1872 hergestellten Obergeschosse des Westturmes, mit dem eine umfassende Wiederherstellung des Baus ihren Abschluß fand. Der Kirche fehlt seit dieser Renovierung ihre nachmittelalterliche Ausstattung. Vorhanden sind eine spätgotische Triumphkreuzgruppe und der Schrein eines heiligen Grabes; die Grabkapelle ist im nördlichen Seitenschiff eingebaut. Die Grabplatte trägt die Ritzfigur eines Grafen von Lüchow aus der Familie der Stifter. Das Freilichtmuseum Diesdorf wurde vom Landarzt Dr. Georg Schulze (1866 bis 1955) gegründet und in den letzten Jahren beträchtlich erweitert. Es gibt einen anschaulichen und umfassenden Eindruck von der ländlichen Arbeits- und Wohnkultur der Altmark im 18./19. Jahrhundert. Der bis in das 19. Jahrhundert verbreitete Typ des niedersächsischen Hallenhauses wird am Beispiel des Flettdielenhauses aus dem Jahre 1787 demonstriert. Das dreischiffige Haus wird durch ein Tor von der Giebelseite her betreten. Rechts und links der geräumigen Diele befinden sich Boxen für das Vieh, darüber Bergeraum für Heu und Stroh. An der Stirnseite der Diele steht ein großer Herd. Die Wohnräume beschränken sich auf kleine Kammern hinter dieser Allzweckdiele. Dieser alte Typ des Bauernhauses, der im Raum Salzwedel noch in mehreren Dörfern zu finden ist, verschwand zumeist mit dem Einzug der modernen Landwirtschaft im 19. Jahrhundert. Weitere Gebäude, unter anderem eine Bockwindmühle, wurden aus verschiedenen Orten der Altmark nach hier versetzt und vervollständigen das bäuerliche Ensemble. Salzwedel Unweit der Grenzen des LSG liegt im Nordosten die Stadt Salzwedel. An der Gabelung alter Fernstraßen, die hier die Niederung der Jeetze überqueren, entstand eine Siedlung unter dem Schutz einer Burg der Markgrafen der Nordmark. Sie wurde erstmals im Jahre 1112 in einer Urkunde genannt. Die Marktsiedlung, die im Bereich des heutigen Holzmarktes vermutet wird, erweiterte sich im 12. Jahrhundert zur Altstadt mit der Pfarrkirche St. Marien. 1233 besaß Salzwedel bereits das volle Stadtrecht. Für die nordöstlich gelegene, durch großzügigere Straßenführung bereits als Erweiterung ausgewiesene Neustadt ist das Jahr 1247 als Gründungsjahr belegt. Gut befestigt, blühte die Handels- und Handwerkstadt im Spätmittelalter auf. Sie wurde bereits 1263 Mitglied der Hanse, und 1314 erwarb sie das Münzrecht. Beide große Pfarrkirchen konnten im 14. und 15. Jahrhundert beachtlich erweitert werden. Ein beträchtlicher Bestand älterer Baudenkmale blieb bis in die heutige Zeit erhalten. Die mittelalterlichen Bauten wurden in der Regel aus Backstein, Gebäude aus dem 17. und 18. Jahrhundert im Fachwerkstil mit Backsteinausmauerungen errichtet. Sehenswürdigkeiten in Salzwedel sind die Ruine der Burg, die Pfarrkirche St. Marien, die St. Lorenz-Kirche, die Mönchskirche, die Pfarrkirche St. Katharinen, die ehemalige Hospitalkirche zum Heiligen Geist, das ehemalige altstädtische Rathaus, die Stadtbefestigung sowie das Johann-Friedrich-Danneil-Museum. Sehenswert ist vor allem auch der geschlossene, spätmittelalterliche Bestand an Wohnhäusern. veröffentlicht in: Die Landschaftsschutzgebiete Sachsen-Anhalts © 2000, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, ISSN 3-00-006057-X (1) Die Natur- und Landschaftsschutzgebiete Sachsen-Anhalts - Ergänzungsband © 2003, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, ISBN 3-00-012241-9 Letzte Aktualisierung: 18.11.2025

Boden-Dauerbeobachtungsflächen (ST-BIS-01)

Die digitale Karte ''Lage der Boden-Dauerbeobachtungsflächen (BDF) in den Bodenlandschaften'' zeigt die Lage der in Sachsen-Anhalt eingerichteten Boden-Dauerbeobachtungsflächen (BDF). Dargestellt ist das Kilometerquadrat, in dem die jeweilige BDF liegt. Das Boden-Dauerbeobachtungsprogramm dient der Beobachtung von Veränderungen der physikalischen, chemischen und biologischen Beschaffenheit von Böden. Das Land Sachsen-Anhalt besitzt 70 BDF, die nach Landschafts-, Boden-, Nutzungs- und Belastungsrepräsentanz seit 1990 eingerichtet wurden. Die Kernfläche der BDF ist 50 x 50 m groß, in die betriebsübliche Nutzung der umliegenden Fläche integriert und wird in Abständen von mehreren Jahren erneut untersucht. Die Dokumentation der Untersuchungsergebnisse befindet sich bei den am Bodenbeobachtungssystem des Landes beteiligten Behörden.

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