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EU und SDGs: Fortschritte und Handlungsbedarfe

Überblick über die Fortschritte der EU-28 bei der Erreichung der SDGs in den letzten 5 Jahren. Quelle: Eurostat (2019), S.3. Die Europäischen Union (EU) hat sich zum Ziel gesetzt, eine umweltfreundliche und integrative Wirtschaft anzustreben und die Messlatte für den Übergang zur Nachhaltigkeit hoch zu legen. Die Welt steht vor vielen immer dringender werdenden Herausforderungen. Die wichtigste Herausforderung für die Nachhaltigkeit in der EU für das kommende Jahrzehnt besteht nach eigener Auffassung darin, die wirtschaftliche Entwicklung von der Umweltzerstörung abzukoppeln und die verbleibenden sozialen Ungleichheiten zu überwinden. Aus diesem Grund sind die EU und ihre Mitgliedstaaten entschlossen, die Agenda 2030 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung und ihre 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) in Europa und auf der ganzen Welt umzusetzen, nachdem die SDGs in den Mittelpunkt der internationalen Zusammenarbeit der EU gerückt sind. Es wird als eine gemeinsame Verantwortung verstanden, die Gesellschaften auf einen nachhaltigen Weg zu bringen. Der Reflexionsbericht beton, dass Handlungsbedarf auf allen Ebenen besteht. EU-Institutionen, Mitgliedstaaten und Regionen müssen an Bord sein. Städte, Gemeinden und ländliche Räume sollten zu Motoren des Wandels werden. Bürger*innen, Unternehmen, Sozialeinrichtungen und die Forschungs- und Wissensgemeinschaft müssen sich zusammenschließen. Überblick über die Fortschritte der EU-28 bei der Erreichung der SDGs in den letzten 5 Jahren Die SDGs sind der globale Plan zu einer besseren Welt. Sie geben die Richtung vor, bieten eine langfristige Perspektive und helfen, eine nachhaltige Welt zu erreichen, in der das Wohlergehen des Menschen und ein gesunder Planet im Mittelpunkt stehen. Wie im Reflexionspapier „Auf dem Weg zu einem nachhaltigen Europa bis 2030“ dargelegt, überwacht die EU die Fortschritte auf dem Weg zu den SDGs. In den letzten fünf Jahren hat die EU offensichtliche Fortschritte in Bezug auf nahezu alle Ziele erzielt – um diese jedoch wirklich umzusetzen, muss sie ihre Anstrengungen jedoch weiter verstärken. Mit Bezug auf das Nachhaltigkeitsziel SDG 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ werden im Status quo des Reflexionsberichts folgende Trends genannt: Die Recyclingquote der Siedlungsabfälle stieg von 2007 bis 2016 insgesamt um 11,0%. Die Wohnqualität in der EU hat sich in den letzten sechs Jahren verbessert. Der Anteil der EU-Bürger mit Grunddefiziten an der Wohnsituation verringerte sich zwischen 2007 und 2017 um 4,8% auf 13,1%. In Städten lebende Menschen hatten einen leichteren Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln, wobei nur 9,7% von ihnen einen hohen oder sehr hohen Schwierigkeitsgrad aufwiesen, verglichen mit 37,4% in ländlichen Gebieten. Es bestehen nach wie vor erhebliche Luftverschmutzungsherde, obwohl die Luftverschmutzung durch Feinstaub zwischen 2010 und 2015 um fast 20% abgenommen hat. Die künstliche Landbedeckung pro Kopf ist zwischen 2009 und 2015 um 6% gestiegen. Da Europa einer der am stärksten urbanisierte Kontinente der Welt ist, müssen weitere Anstrengungen unternommen werden, um die Bodendegradation zu stoppen. Die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften, die an den Aktionsplänen des Europäischen Konvents der Bürgermeister beteiligt sind, haben eine Verringerung der Treibhausgasemissionen um 23% erreicht, den Endenergieverbrauch um 18% gesenkt und darauf hingearbeitet, den Anteil der lokalen Energieerzeugung bis 2020 auf 19% des Energieverbrauchs zu steigern. Große Verbesserungschancen werden auf den Feldern gesellschaftlichen Engagements und partizipativer Politik (z. B. kooperative Stadtverwaltung, Multi-Stakeholder-Plattformen), Pläne für nachhaltige urbane Mobilität, soziale Verantwortung von Unternehmen / verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln, Crowdfunding und andere Formen innovativer Finanzierung, Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Neue Technologien, emissionsarme Gebäude, städtische Landwirtschaft, städtische Grünflächen gesehen. Risiken und negative Einflussfaktoren seien vor allem die Umweltzerstörung und der Klimawandel, Umweltverschmutzung, alternde Gesellschaften, Kriminalität und Sicherheitsbedrohungen, Betrug und Korruption, soziale Ungleichheiten, steigende Immobilienpreise. Bezogen auf das Nachhaltigkeitsziel SDG 15 „Leben an Land und Biodiversität“ nennt der Reflexionsberichts folgende Trends: Die Anzahl der im Rahmen des „Natura 2000“ -Netzwerks geschützten Gebiete sowie die für diese Gebiete ergriffenen Erhaltungsmaßnahmen, die inzwischen für fast 70% gemeldet wurden (2018), sind gestiegen. Im Jahr 2017 hatte die EU über 790 000 km2 terrestrische Lebensräume geschützt, die 18,2% der Landfläche der EU bedeckten. Zu den Mitgliedstaaten mit dem höchsten Anteil an Schutzgebieten zählen Slowenien (37,9%), Kroatien (36,6%) und Bulgarien (34,5%). Der EU-Naturschutzbericht über den Erhaltungszustand von Arten und Lebensräumen zeigt, dass sich 2012 nur 23% der bewerteten Arten und 16% der bewerteten Lebensräume in einem „günstigen“ Zustand und nur 52% der Vogelarten in einem „sicheren“ Zustand befanden. Der Verlust der biologischen Vielfalt und die Verschlechterung der Ökosystemleistungen in der EU setzen sich fort. Im Jahr 2015 bedeckten Wälder 41,9% der gesamten Landfläche der EU. Der Anteil der EU-Wälder an der Gesamtfläche stieg zwischen 2009 und 2015 leicht um 2,6%. Der Umweltbericht 2015 der Europäischen Umweltagentur hob den schlechten Zustand der Böden in Europa hervor. Die Bemühungen zur Eindämmung der Bodenerosion durch Wasser haben zu einigen positiven Ergebnissen geführt. Trotz der Bemühungen, die Bodenversiegelung einzuschränken, hat sich die Umwandlung von Land in künstliche Flächen in der EU im Laufe der Jahre beschleunigt, wobei das Wachstum von 2012 bis 2015 etwa 6% über dem von 2009 bis 2012 liegt. Darüber hinaus weisen 45% der EU-Landwirtschaftsfläche einen hinsichtlich des organischen Gehalts schlechten Boden auf (der sich auf die Bodenfruchtbarkeit und die biologische Vielfalt auswirkt). Sollte die Landnutzung wie gehabt fortgeführt werden, sagen die aktuellen globalen und europäischen Bewertungen anhaltende Trends zum Verlust der biologischen Vielfalt und zur Verschlechterung von Land und Ökosystem mit nachteiligen Folgen für die Ökosystemleistungen (Lebensmittel, Wasser, Ressourcen, Energie usw.), wodurch die Wirtschaftsleistung und das Wohlergehen Europas gefährdet werden. Die Umsetzungsbemühungen in Bezug auf das EU-Naturschutzrecht müssen erheblich verstärkt werden, um sicherzustellen, dass die EU bis 2030 den Erhaltungszustand für Arten und Lebensräume verbessert. Chancen und Pushfaktoren werden gesehen in Verhaltensänderungen, gesellschaftlichem Engagement und partizipativer Politik, im Druck der Gesellschaft auf nachhaltige Produktionsketten (Agrarökologie, ökologischer Landbau), soziale Verantwortung der Unternehmen / verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln, Crowdfunding und andere Formen innovativer Finanzierung, nachhaltiges Finanzieren, öffentlich-private Partnerschaften, umweltfreundliche Beschaffung usw., im Einsatz naturbasierter Lösungen, reformierte Besteuerung (z. B. Besteuerung von Ressourcennutzung und Umweltverschmutzung), Bildung, künstliche Intelligenz und neue Technologien, Forschung und Innovation, kollaborative und zirkuläre kohlenstoffarme Wirtschaft. Als Risiken werden auch für dieses Ziel die Umweltzerstörung und der Klimawandel genannt. Weitere Hemmnisfaktoren sind Umweltskepsis und damit verbundene politische Wendungen, Kurzfristigkeit im Handeln, Widerstand gegen Veränderungen im Lebensmittelproduktionssystem, geringe öffentliche und private Investitionen. Weitere Infos finden Sie im Fact Sheet hier und Reflexionspapier: „Towards a Sustainable Europe by 2030“ verlinkt hier . sowie im Eurostat (2019) Bericht: “Sustainable development in the European Union – Monitoring report on progress towards the SDGs in an EU context – 2019 Edition” hier . Aus diesem stammt auch unsere Abbildung.

Aufwendungen, Ressourcen, Kosten und Nutzen einer Europäischen Bodenschutzrichtlinie und die Ausgestaltung der nationalen Umsetzung in Deutschland

Ziel des Vorhabens soll es sein, die mit der Einführung der sich in Diskussion befindlichen Europäischen Bodenrahmenrichtlinie (BRRL) sich verändernden Vollzugsaufgaben im Bereich des vor- wie auch nachsorgenden Bodenschutzes zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten. Daraus abgeleitet ist eine Aufwands- und Kostenzuordnung aller Beteiligten zu erstellen und aufgabenkonkret einer Kostenschätzung zu unterziehen. Diese Aufstellung soll mit den bereits im Vollzug etablierten Kosten und Aufwendungen gegenüber gestellt und abgeglichen werden. Parallel ist zu ermitteln, welche aufwands- und kostenentlastenden Effekte durch die Umsetzung der RiLi ausgelöst werden bzw. wo es zu einer Verschiebung in der Leistungserbringung kommen wird. Hinzu kommen harmonisierte Berichtspflichten an die Europäische Kommission und andere Aufgaben, z.B. der Bodenzustandsbericht, die bislang nicht oder nicht regelmäßig zu erbringen sind, die gleichfalls zu erfassen und zu bewerten sind. Es ist zu erwarten, dass die mit einer BRRL verbundenen Aufgaben Aufwand und Kosten verursachen, die bislang noch nicht ausreichend konkretisiert und bemessen wurden. Somit liefert das Vorhaben auch einen wesentlichen Input zur nationalen Umsetzung Europäischen Bodenschutzrechts im Hinblick auf die erforderlichen Folgekosten, die sowohl rechtliche, administrative als auch fachliche Aspekte des Bodenschutzes im Sinne einer umweltökonomischen Gesamtrechnung zu betrachten hat. Methodisch halten wir es für folgerichtig, sich an Modellen zu orientieren, die im Zusammenhang mit der Gesetzesfolgenabschätzung zu Anwendung kommen. Dies sollte auch unter Einbeziehung externer Umweltkosten erfolgen.

Abschlussveranstaltungen zum Internationalen Jahr des Bodens 2015

<p>Mit einer Abschlussveranstaltung, zu der das Bundesumweltministerium und das Bundesentwicklungsministerium gemeinsam mit dem Umweltbundesamt und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit nach Berlin eingeladen hatten, wurde das Internationale Jahr des Bodens 2015 feierlich beendet.</p><p>Unter dem Titel „Lebensgrundlage Boden“ diskutierten Experten und Politiker über alte und neue Aufgaben und Herausforderungen beim Bodenschutz.</p><p>Das Jahr 2015 ist das Internationale Jahr des Bodens. Im September 2015 haben die Staats- und Regierungschefs auf der ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UN#alphabar">UN</a>⁠-Vollversammlung die Globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) beschlossen. In drei der Ziele wird der Boden explizit als Schutzziel genannt. Das wichtigste Ziel ist, bis 2030 eine ausgeglichene Bilanz zwischen Bodendegradation und Wiederherstellung zu erreichen. Die Fruchtbarkeit unserer Böden nimmt weiter ab und auch hierzulande werden immer noch mehr als 70 Hektar Fläche pro Tag in Siedlungs- und Verkehrsfläche umgewandelt. Hier muss Deutschland verstärkt gegensteuern.</p><p>In drei Eingangsvorträgen verdeutlichten und diskutierten die Keynotespeaker William Rees, Andrea Vettori und Alois Heißenhuber die weltweite, europäische und die nationale Situation des Bodens und machten auf die Bodengefährdungen und Herausforderungen für Politik und Gesellschaft aufmerksam. Die Präsentationen finden Sie rechts unter den Links.<br><br>Derzeit gehen jährlich etwa 10 Millionen Hektar Ackerfläche weltweit verloren. Ein Viertel der globalen Bodenfläche enthält heute schon deutlich weniger Humus und Nährstoffe als vor 25 Jahren oder lässt sich gar nicht mehr als Ackerland nutzen. Wesentliche Ursachen sind die Landgewinnung durch Abholzung, Brandrodung und Umbruch und eine intensive, nicht standortangepasste Landwirtschaft.</p><p>Das Globale Nachhaltigkeitsziel, Bodendegradation weltweit einzudämmen, ist die logische Konsequenz, auf die Gefahr der abnehmenden Bodenfruchtbarkeit zu reagieren.</p><p>Fruchtbare und gesunde Böden sind die Voraussetzung für unsere Nahrungsmittelversorgung. Bodendegradation ist somit auch eine Ursache für Hunger und Unterernährung – und damit auch für Konflikte und Migration.</p><p>„Ein besserer Bodenschutz, Verhinderung von ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/e?tag=Erosion#alphabar">Erosion</a>⁠ und Verwüstung, ein gerechter Zugang zu Landrechten und zu Märkten, eine bessere Entwicklung des ländlichen Raumes insbesondere in Entwicklungsländern sind Beiträge für die Beseitigung von Fluchtursachen der Menschen aus diesen Teilen der Welt“, unterstrich Stefan Schmitz, Sonderbeauftragter der Sonderinitiative <a href="http://www.bmz.de/de/was_wir_machen/themen/les/ernaehrung/fachleute/sonderinitiative_einewelt_ohne_hunger/">„EINE WELT ohne Hunger“</a> des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/b?tag=BMZ#alphabar">BMZ</a>⁠). Die Initiative leistet einen signifikanten Beitrag zur Verbesserung der globalen Ernährungssituation – u.a. mit dem wichtigen Handlungsfeld Schutz und Rehabilitierung von landwirtschaftlich genutzten Böden für Ernährungssicherheit.&nbsp;</p><p>Dass nicht nur weltweit, sondern auch bei uns noch einiges getan werden muss, darüber waren sich Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wissenschaft einig.</p><p>Wenn Deutschland bei der Umsetzung der bodenbezogenen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) wie angekündigt eine Vorreiterrolle einnehmen möchte, muss die Politik hier klare Zeichen setzen und dem Bodenschutz stärkeres Gewicht verleihen. <br>&nbsp;„Ein wichtiger Schritt ist dabei die Überarbeitung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie“ so Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Deutschland als Importeur von Futtermitteln (z.B. Soja) und Rohstoffen für erneuerbare Energien (z.B. Palmöl) nutzt Böden in anderen Teilen der Welt. Damit ist auch unser Handeln im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit und Handelspolitik gefragt – denn auch für die nachhaltige Nutzung der Böden in anderen Ländern, aus denen wir Konsumgüter exportieren, stehen wir in der Verantwortung.<br>Zu weiteren konkreten Zielen, Maßnahmen und Herausforderungen wurden im zweiten Teil der Veranstaltung die Politiker der Fraktionen des Bundestags befragt: Welchen globalen Fußabdruck hinterlassen wir mit unserer Wirtschaftsweise? Wie können wir unsere Bodennutzung so gestalten, dass sie den Nachhaltigkeitszielen entspricht, welche Voraussetzungen sind dafür zu schaffen und wie gedenken die Parteien diese Anforderungen umzusetzen?</p><p>Schließlich waren sich die Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Politik einig: „Damit der Bodenverlust gestoppt werden kann und der Zugang zu Land fair bleibt, muss die Politik klare Zeichen setzen. Dazu gehört auch, die Nachhaltigkeitsziele mit messbaren Indikatoren und Methoden zu versehen.“ Notwendig dazu sind die Darstellung des Zustands der Böden und des Trends seiner Veränderungen. Der vom UBA vorgelegte <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/bodenzustand-in-deutschland">Bodenzustandsbericht</a> ist dafür eine geeignete Zusammenstellung für Deutschland. Danach kommt es aber auf die Maßnahmen an, die zur Zielerreichung führen sollen. Unsere eigene Bodennutzung muss sich an den Globalen Nachhaltigkeitszielen messen lassen.<br><br>Die Veranstaltung im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit in Berlin war ausgebucht.</p><p>Die Resonanz zeigte: Der Boden geht uns alle an. Das internationale Jahr des Bodens ist zwar zu Ende, die Arbeiten am Bodenschutz jedoch müssen weitergehen.</p>

Auswertung der Veränderungen des Bodenzustands für Bodendauerbeobachtungsflächen (BDF) und Validierung räumlicher Trends unter Einbeziehung anderer Messnetze

A) Problemstellung: Deutschland verfügt über ein Netz von ca. 800 Boden- BDF. Die Daten der BDF repräsentieren den Bodenzustand Deutschlands. Die Zustandsdaten werden seit 1986 erhoben, wobei die Anzahl der Wiederholungsbeprobungen je nach Bundesland zwischen 2 und 4 schwankt. Ein erstes Forschungsprojekt (FKZ 201 71 244) hat Mängel in der Vergleichbarkeit der Daten aufgezeigt, die eine lückenlose Zeitreihenauswertung auf Maßstabsebene des Bundes erschwert. B) Handlungsbedarf (BMU; ggf. auch BfS, BfN oder UBA): Die bundesweite Auswertung zu stofflichen und nicht stofflichen Veränderungen des Bodenzustands ermöglicht eine Beurteilung der Wirkung umweltpolitischer Maßnahmen im Bodenschutz und die Fortschreibung etwaiger rechtlicher Regelungen. Weder die Länder noch der Bund haben Auswerteverfahren für die vorhandenen Zeitreihen entwickelt. Für den Bund besteht die Notwendigkeit quantitativ-flächenhafte Aussagen zum Bodenzustand zu treffen und im Bodenzustandsbericht der Bundesregierung darzustellen (Auftrag des BT). In der EU Bodenschutzstrategie ist die Bereitstellung von Daten der Monitoringnetze für eine europaweite Auswertung vorgesehen (Baseline). C) Ziel des Vorhabens: 1) Eine länderübergreifende Vereinheitlichung der Untersuchungsmethoden, die eine einfache Fortschreibung und eine Prüfung der Auswertungsvoraussetzungen ermöglicht. Damit verbunden ist ein Methodenvergleich, der es ermöglicht Methodenwechsel und unterschiedliche Vorgehensweisen in der Auswertung zur berücksichtigen. Für die konkrete Umsetzung dieses Zieles wird der Methoden-Code der BZE (HFA) für die Zwecke der Boden-Dauerbeobachtung erweitert und zusammen mit dem GAFA fortgeschrieben. 2) Aufbauend auf einem aktualisierten, länderübergreifenden Datensatz ist es erforderlich mögliche statistische Zusammenhänge zwischen den Untersuchungsparametern und den Standortdaten zu ermitteln. Mit diesem Ansatz soll der Frage nachgegangen werden, ob es möglich ist Zustandsveränderungen zu prognostizieren und ggf. mit gezielten Untersuchungen nachzuweisen. Damit ist es möglich den Parameterumfang ggf. den realen Gegebenheiten anzupassen und sowohl die Standorte als auch die Parameter hinsichtlich ihrer Indikatoreignung zu beurteilen. Zur Weiterentwicklung der BD ist es notwendig die natürliche Variabilität des Bodens von statistisch signifikanten Trends zu unterscheiden, die in der Folge einer fortwährenden anthropogenen Belastung entstehen können. Auf der Basis dieser Untersuchung soll es möglich sein den Erhebungsaufwand, der eine Funktion der zeitlichen Abstände von Wiederholungsbeprobungen ist, genauer einzugrenzen und ggf. den parameterabhängigen Gegebenheiten anzupassen.

Waldzustandsbericht

Der Waldzustandsbericht beinhaltet die Ergebnisse der jährlichen landesweiten Waldzustandserhebung. Der Bericht umfasst Aussagen zum Gesundheitszustand der Baumarten, zum Bodenzustand, zur Entwicklung relevanter abiotischer (z. B. Witterung) und biotischer (z. B. Insekten) Einflussfaktoren im Jahresverlauf sowie zur methodischen Grundlage der Waldzustandserhebung. Jährlich werden an ca. 280 Probepunkten in Sachsen insgesamt ca. 6.800 Bäume begutachtet. Die Ergebnisse dienen der Beurteilung der Stressbelastung der sächsischen Wälder in Kombination mit Untersuchungen des europäischen forstlichen Umweltmonitorings zu atmosphärischen Stoffeinträgen, laufenden Wetterbeobachtungen und Informationen zum aktuellen Insekten- und Pilzbefall. Die Gesamtkoordination der Waldzustandserhebung liegt in Sachsen beim Kompetenzzentrum Wald und Forstwirtschaft des Staatsbetriebes Sachsenforst. Durch regelmäßige Stichprobenerhebungen des Kronenzustandes können Veränderungen erkannt und Risiken bewertet werden. Die Informationen sind eine wichtige Grundlage für forst- und umweltpolitische Entscheidungen zum Schutz und zur Weiterentwicklung der Wälder. Fehlende, vergilbte und vertrocknete Nadeln und Blätter sind sichtbare Reaktionen auf verschiedene Stresssituationen, denen Bäume ausgesetzt sind. Neben ungünstigen Witterungsbedingungen, wie Frost- oder Hitzeperioden, rufen vor allem hohe Konzentrationen bestimmter Stoffe im Boden und in der Atmosphäre derartige Belastungen hervor. Des Weiteren haben der Blattfraß von Schmetterlingsraupen oder der Befall von Borkenkäfern einen wesentlichen Einfluss auf den Anteil gesunder Nadeln oder Blätter.

Waldbodenzustandsinventur

Auswertung der Veränderungen des Bodenzustands für Bodendauerbeobachtungsflächen (BDF) und Validierung räumlicher Trends unter Einbeziehung anderer Messnetze, Auswertung der Daten der Bodendauerbeobachtungsflaechen der Laender zum Zweck bundesweiter harmonisierter Darstellung des Bodenzustandes zur Erfuellung der allgemeinen Berichtspflichten gegenueber der europaeischen Umweltagentur und zur nationalen...

Ziel des Vorhabens ist die bundesweite Zusammenfassung und Auswertung der Daten der Bodendauerbeobachtungsflaechen (BDF) der Laender mit dem Zweck der Erstellung eines Bodenzustandsberichtes. Diese Auswertung wird benoetigt, um a) 2002 den vom Bundestag geforderten Bericht zu Fortschritten im Bodenschutz vorlegen zu koennen, b) weitere Datengrundlagen fuer die Fortschreibung der BBodSchV zu erhalten, c) den Anhang Boden der Verwaltungsvereinbarung zum Datenaustausch zwischen Bund und Laendern, der auf der 24. ACK verabschiedet wurde, gemaess Paragraph 19 BBodSchG umzusetzen. Aufsetzend auf vorangegangenen Arbeiten zur Aktualisierung der Metadatenbasis sollen nun konkrete Datenanfragen an die Laender gestellt werden, Daten zusammengefuehrt und im laenderuebergreifenden Vergleich ausgewertet werden. Das Vorhaben besteht aus folgenden Teilaufgaben: - Eingrenzung der Auswertung und des erforderlichen Parametersatzes auf einen im Rahmen des geplanten Berichtes handhabbaren Umfang, z.B.: Vorraete und Konzentrationen von Schwermetallen und Organika von Daten des Basismessnetzes sowie Flussbetrachtungen auf ausgewaehlten, beispielhaften Standorten; - Anforderung der Daten bei den Laendern; - Absprache von Datenuebergabeformaten; - kontrollierte Eingabe der eingehenden Daten und inhaltliche Fortfuehrung der Datenbank BDF; - Ueberpruefung der Vergleichbarkeit der eingegangenen Datensaetze (Einhaltung der Vorgaben der ad-hoc AG im Einzelnen); - Umrechnung und Harmonisierung im Falle differierender Methoden (z.B. Aufschlussverfahren); - laenderuebergreifende Auswertung; - Darstellung der gewaehlten Teilaspekte in einem mit den Laendern abgestimmten Bericht zur bundesweiten Auswertung von BDF.

Übersicht über Indikatoren in der bodenbezogenen Berichterstattung Deutschlands und der EU

Die Gesundheit unserer Böden ist ein wichtiges politisches Ziel, das für viele Politikbereiche hochrelevant ist. Es ist wichtig, über den Bodenzustand und die Erreichung bodenbezogener politischer Ziele berichten zu können, um Handlungsbedarf klar benennen und erfolgreiche Strategien erkennen zu können. Dieser Bericht liefert eine Übersicht über die Indikatoren, mit denen aktuell bundesweit, in den einzelnen Bundesländern oder auch international zum Bodenzustand und seinen Veränderungen berichtet wird, und dokumentiert in Konzeption befindliche Indikatoren und Indikatorideen. Er analysiert aber auch, zu welchen bodenbezogenen politischen Zielen bisher noch nicht berichtet werden kann und in welchen Themenbereichen weiterer Informationsbedarf besteht.

Bodenzustandsbericht Rheinland-Pfalz - Blatt 6015 Mainz

Untersuchung des Oberbodens auf potentiell oekotoxische Bodeninhaltsstoffe (Schwermetalle, org Schadstoffe, Radionuklide, Allgemeine Parameter (Korngroesse, pH, Carbonate, org Kohlenstoff, Naehrstoffe etc). Die Beprobung erfolgt im 1 Quadratkilometer-Raster auf der Flaeche einer Topographischen Karte 1:25000. Ziel ist die Beschreibung der flaechenhaften Bodenbelastung bzw des allgemeinen Bodenzustandes. Die Auswertung erfolgt substrat- oder nutzungsbezogen. Die Ergebnisse werden teilweise kartographisch dargestellt. Das Projekt baut auf das Bodenbelastungskataster Rheinland-Pfalz auf. Jaehrlich soll ein Kartenblatt bearbeitet werden. Neben der Beschreibung der regionalen Situation sollen Hintergrund- und Referenzwerte fuer die bodenbildenden Substrate berechnet werden.

Bodenzustandsbericht Rheinland-Pfalz - Blatt 5911 Kisselbach

Untersuchung des Oberbodens auf potentiell oekotoxische Bodeninhaltsstoffe (Schwermetalle, organische Schadstoffe, Radionuklide, Allgemeine Parameter, Korngroesse, pH, Carbonate, organischer Kohlenstoff, Naehrstoffe etc). Die Beprobung erfolgt im 1 Quadratkilometer-Raster auf der Flaeche einer Topographischen Karte 1:25000. Ziel ist die Beschreibung der flaechenhaften Bodenbelastung bzw. des allgemeinen Bodenzustandes. Die Auswertung erfolgt substrat- oder nutzungsbezogen. Die Ergebnisse werden teilweise kartographisch dargestellt. Das Projekt baut auf das Bodenbelastungskataster Rheinland-Pfalz auf. Jaehrlich soll ein Kartenblatt bearbeitet werden. Neben der Beschreibung der regionalen Situation sollen Hintergrund- und Referenzwerte fuer die bodenbildenden Substrate berechnet werden.

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