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Peru ruft Notstand wegen Quecksilber-Verschmutzung aus

Die peruanische Regierung hat in der Amazonasregion Madre de Dios einen Notstand ausgerufen. Bei Anwohnern seien erhöhte Quecksilberkonzentrationen nachgewiesen worden, 41 Prozent der regionalen Bevölkerung sind laut Umweltministerium betroffen. Die Verschmutzung gehe auf illegalen Bergbau zurück. In der Grenzregion zu Brasilien und Bolivien gibt es zahlreiche illegale Goldminen. Die Bergarbeiter verwenden das hochgiftige Quecksilber, um Gold aus Gestein zu lösen. Quecksilber verseuche das Wasser, die Luft und Erdablagerungen, heißt es in einem Bericht der Regierung. Der Notstand gilt zunächst für 60 Tage. Der illegale Bergbau ist in Peru seit Jahren ein Problem und gilt als eine Hauptursache für die Abholzung des Regenwalds. Nach Schätzungen des Umweltministeriums gibt es mehr als 70.000 informelle Bergarbeiter.

Eva Bell: Neue LUBW-Präsidentin nimmt ihr Amt auf

„Ich freue mich, eine so relevante und gut aufgestellte Institution wie die LUBW zu leiten und sie durch den Prozess der strategischen Neuaufstellung zu führen“, so die neue LUBW-Präsidentin Eva Bell. Bell wurde zum 1. September 2017 vom baden-württembergischen Umweltminister Franz Untersteller zur neuen Präsidentin der LUBW bestellt. Die selbstständige Landesanstalt hat im Jahr 2015 mit dem Strategieprozess „LUBW 2020“ eine Neuausrichtung begonnen. Rund 550 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker sowie Labor- und Verwaltungsfachkräfte setzen in der LUBW ihr Fachwissen dafür ein, Lösungen für immer komplexere Umweltprobleme zu erarbeiten. Für die zukunftsweisende Aufgabe bringt Bell das notwendige Know-how mit. Zuletzt war sie in Berlin als geschäftsführender Vorstand der Verbraucherzentrale tätig. Zuvor hatte die in Essen geborene Ernährungswissenschaftlerin viele Jahre in den Verbraucherzentralen von Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Berlin gearbeitet. Von 2003 bis 2012 war Eva Bell wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Internationale Erfahrung sammelte sie Anfang des Jahrtausends für die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (gtz) als Gutachterin in Chile und Bolivien. „Aktuelle und valide Informationen über den Zustand der Umwelt sind eine unerlässliche Grundlage für umweltpolitische Maßnahmen und Entscheidungen“, so die LUBW-Präsidentin. „Das große Interesse der Fachverwaltung sowie von Bürgerinnen und Bürgern an datenbasierten Informationen bedienen wir über unsere Online-Dienste wie den Daten- und Kartendienst der LUBW, das Umweltportal Baden-Württemberg und unsere Themenseiten im Internet“, so Bell. Auch zahlreiche Informationen anderer baden-württembergischer Behörden fließen in die Fachinformationssysteme ein und stehen so zentral auf den LUBW-Webseiten zum Abruf bereit.

Amtseinführung der neuen LUBW-Präsidentin

null Amtseinführung der neuen LUBW-Präsidentin GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG DER LUBW LANDESANSTALT FÜR UMWELT, MESSUNGEN UND NATURSCHUTZ BADEN-WÜRTTEMBERG UND DES MINISTERIUMS FÜR UMWELT, KLIMA UND ENERGIEWIRTSCHAFT BADEN-WÜRTTEMBERG Umweltminister Franz Untersteller hat heute (16.10.) in Karlsruhe Eva Bell in ihr Amt als neue Präsidentin der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg eingeführt. Die in Essen geborene 53-jährige Ernährungswissenschaftlerin folgt Margareta Barth nach, die die LUBW von 1997 bis Juni 2017 geleitet hatte. „Die rechtlich unabhängige LUBW hat sich als hochkompetente und objektive Fachbehörde für Fragen des Umwelt- und Naturschutzes, des technischen Arbeitsschutzes, des Strahlenschutzes oder der Produktsicherheit über die Grenzen Baden-Württembergs hinaus einen Namen gemacht“, betonte Umweltminister Untersteller. Von ihrer umfassenden Expertise profitierten Ministerien, Regierungspräsidien, Landratsämter sowie die Städte und Gemeinden, aber auch die Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg, so Untersteller. „Ich bin davon überzeugt, dass die LUBW unter Eva Bell ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen wird.“ Die neue LUBW-Präsidentin Eva Bell bedankte sich in ihrer Ansprache für das ihr entgegengebrachte Vertrauen und betonte dabei die große Bedeutung detaillierter Umweltdaten: „Aktuelle und valide Informationen über den Zustand der Umwelt sind unerlässliche Grundlagen für umweltpolitische Maßnahmen und Entscheidungen.“ Mit landesweiten Messnetzen und Kartierungen schaffe die LUBW eine solide Datenbasis, um die Entwicklung der Umweltqualität in Baden-Württemberg zu bewerten. Für Bell sind die Aufarbeitung der Industrialisierung und der Einsatz für eine intakte Umwelt, für eine geschützte Natur und für eine nachhaltige Entwicklung wichtige gesellschaftliche Aufgaben. In den letzten Jahren sei viel erreicht worden, aber es zeichneten sich bereits neue Herausforderungen ab. In ihrer Ansprache nannte Bell als die drei Kernherausforderungen: Der Anteil Baden-Württembergs an der globalen Entwicklung, die Anpassung an den Klimawandel und die Digitalisierung. „Diese Megatrends bestimmen die Zukunft und die Aufgaben der LUBW.“ Die LUBW sei Teil des Risikomanagements der Landesregierung, das Kompetenzzentrum für Baden-Württemberg in Umweltfragen und ein erfolgskritischer Faktor für den Vollzug, sagte Eva Bell weiter. „Öffentliche Gelder sind bei der LUBW gut angelegt“, so Bell. Sie baue darauf, dass der geplante Stellenzuwachs in der Umweltverwaltung die LUBW für die Zukunftsaufgaben noch weiter stärke. Eva Bell hat viele Jahre in den Verbraucherzentralen von Rheinland-Pfalz, Thüringen und Nordrhein-Westfalen gearbeitet, zuletzt als geschäftsführender Vorstand in Berlin. Von 2003 – 2012 war Eva Bell wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Internationale Erfahrung hat sie Anfang des Jahrtausends für die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit als Gutachterin in Chile und Bolivien gesammelt. Die studierte Ernährungswissenschaftlerin hat zusätzlich mit ihrem Zusatzstudium „Wirtschafts- und Arbeitsrecht“ eine fundierte Basis für ihren Werdegang gelegt. Eva Bell ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Kindern. Weitere Informationen zur Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz auf deren Homepage unter www.lubw.baden-wuerttemberg.de .

Bedrohter See des Jahres 2012: Titicaca See in Peru und Bolivien

Seit 2004 ernennt der Global Nature Fund am 2. Februar 2012 jedes Jahr einen Bedrohten See des Jahres. 2012 wurde der Titicaca See nominiert. Der Titicaca See ist der größte Trinkwassersee in Südamerika und das höchste, kommerziell schiffbare Gewässer weltweit. In der kargen Hochebene der Anden, dem Altiplano in Peru und Bolivien, war und ist der Titicaca See als Trinkwasser- und Nahrungsquelle, v.a. durch seinen Fischreichtum, für die umliegende Bevölkerung von existentieller Bedeutung. Heute leben im Einzugsgebiet des Titicaca Sees ca. 2 Millionen Menschen. Dies hat eine starke Inanspruchnahme aller Ressourcen des Sees und seiner Uferzonen sowie der angrenzenden Landflächen zur Folge. In den vergangenen Jahrzehnten setzte man auf die Selbstreinigungskraft des Sees, weshalb die Klärung der anfallenden Abwässer im Einzugsgebiet nur unzureichend durchgeführt wurde. Heutzutage sind die gravierenden Folgen dieser Versäumnisse vielerorts zu sehen, die zusammen mit der massiven Übernutzung den stark bedrohten Zustand des Sees begründen und auch die zukünftige Bereitstellung der Lebensgrundlagen für viele Menschen und Tiere gefährden.

Wasser Resolution der UN

Die Vereinten Nationen haben den Anspruch auf sauberes Wasser in die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte am 28. Juli 2010 aufgenommen. Damit ist der Zugang zu sauberem Wasser jetzt ein Menschenrecht. In der Vollversammlung der 192 Mitgliedsstaaten, von denen 163 anwesend waren, wurde eine entsprechende Resolution mit der Mehrheit von 122 Stimmen angenommen. Bolivien hatte den Vorschlag vorgelegt, der von 33 anderen Staaten unterstützt wurde. 41 Staaten enthielten sich bei der Abstimmung.

Weltkonferenz der Völker zum Klimawandel und die Rechte der Mutter Erde

Nach dem UN-Weltklimagipfel im Dezember 2009 in Kopenhagen lud der bolivianische Präsident Evo Morales zu einer alternativen Weltkonferenz der Völker über den Klimawandel und die Rechte von Mutter Erde nach Bolivien ein. Die mehrtägige alternative Klimagipfel fand zwischen dem 19. und 22. April 2010 in Cochabamba statt.

Rohstoffkonflikte nachhaltig vermeiden

In Boliviens westlichem Hochland liegen auf ca. 3.600 m Höhe die größten identifizierten Lithiumreserven der Welt. Laut neuester Schätzungen des United States Geological Survey (USGS) verbergen sich hier unter der mit über 10.000 km2 größten Salztonebene der Welt, dem Salar de Uyuni, ca. 6-9 Millionen Tonnen Lithium (Roskill 2008 nach Angerer, Marscheider-Weidemann, Wendl et al. 2009, Jaskula 2010a). Bis jetzt sind diese Reserven nicht erschlossen. Doch die bolivianische Regierung hat am Rande der Salar de Uyuni eine kleine 6-Millionen-US-Dollar-Pilotanlage errichtet und hat große Ambitionen. Veröffentlicht in Texte | 25/2011.

Bedrohter See des Jahres 2007: Pantanal, Brasilien, Paraguay und Bolivien

Die internationale Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) hat das südamerikanische Feuchtgebiet Pantanal zum Bedrohten See des Jahres 2007 ernannt. Der GNF macht damit auf die Zerstörung der Feuchtgebietsflächen durch Monokulturen, intensive Viehwirtschaft, die Gewinnung von Gold und Diamanten sowie die Ethanol-Herstellung aufmerksam.

Rohstoffkonflikte nachhaltig vermeiden

Konfliktkonstellationen und daraus entstehende Risiken zum Thema ‚Rohstoffkonflikte‘ sind vielschichtig und komplex. Dieser vierte Bericht untersucht daher Ansätze verschiedener Akteursgruppen und aus unterschiedlichen Politikfeldern zur Risikominimierung von Rohstoffkonflikten. Dabei baut er auf den die Berichte 1 – 3.4 der Studienserie auf. So wurden im ersten Bericht Konfliktrisiken aus der Perspektive der Konfliktforschung sowie des Ressourcenmanagements identifiziert. Der zweite Bericht gab einen Überblick über die Verfügbarkeit und (relative) Knappheit energetischer und nicht-energetischer Rohstoffe zwischen Angebot und Nachfrage. Drittens wurden die Ergebnisse der ersten zwei Berichte anhand von vier Fallstudien und jeweils vier Szenarien vertieft und veranschaulicht (Berichte 3.1-3.4). Dabei wurden sowohl ‚klassische‘ Rohstoffkonflikte, Kupfer und Kobalt in der Demokratischen Republik Kongo und das Nabucco-Pipeline-Projekt in der Türkei untersucht, als auch potentielle zukünftige Rohstoffkonflikte zu  ithium und Bolivien sowie Seltene Erden und China. Veröffentlicht in Texte | 27/2011.

Zinn

Systemraum: Rohstoffentnahme und Zinnproduktion bis Regionallager Geographischer Bezug: Weltmix Zeitlicher Bezug: 2000 - 2004 Weitere Informationen: Daten zur Technologie beruhen auf angenommenen Mittelwerten Die Bereitstellung von Investionsgütern wird in dem Datensatz nicht berücksichtigt. Allgemeine Informationen zur Förderung und Herstellung: Art der Förderung: 40%Tagebau 40%Offshore 20%Untertage Roherz-Förderung: China 39,9% Indonesien 26,7% Peru 14% Bolivien 6,2% Brasilien 3,9% Rohmetall-Herstellung: China 38% Indonesien 23,8% Peru 11,9% Thailand 8,1% Malaysia 6,8% Abraum: k.A.t/t Fördermenge: 299900t/a Reserven: 6100000t Statische Reichweite: 20,3a

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