API src

Found 32 results.

Related terms

Pollen and environmental reconstruction, Holocene dynamics of tropical rainforest, climate, fire, human impact and land use in Sulawesi and Sumatra, Indonesia

The present-day configuration of Indonesia and SE Asia is the results of a long history of tectonic movements, volcanisms and global eustatic sea-level changes. Not indifferent to these dynamics, fauna and flora have been evolving and dispersing following a complicate pattern of continent-sea changes to form what are today defined as Sundaland and Wallacea biogeographical regions. The modern intraannual climate of Indonesia is generally described as tropical, seasonally wet with seasonal reversals of prevailing low-level winds (Asian-Australian monsoon). However at the interannual scale a range of influences operating over varying time scales affect the local climate in respect of temporal and spatial distribution of rainfall. Vegetation generally reflects climate and to simplify it is possible to distinguish three main ecological elements in the flora of Malaysia: everwet tropical, seasonally dry tropical (monsoon) and montane. Within those major ecological groups, a wide range of specific local conditions caused a complex biogeography which has and still attract the attention of botanists and biogeographers worldwide. Being one of the richest regions in the Worlds in terms of species endemism and biodiversity, Indonesia has recently gone through intensive transformation of previously rural/natural lands for intensive agriculture (oil palm, rubber, cocoa plantations and rice fields). Climate change represents an additional stress. Projected climate changes in the region include strengthening of monsoon circulation and increase in the frequency and magnitude of extreme rainfall and drought events. The ecological consequences of these scenarios are hard to predict. Within the context of sustainable management of conservation areas and agro-landscapes, Holocene palaeoecological and palynological studies provide a valuable contribution by showing how the natural vegetation present at the location has changed as a consequence of climate variability in the long-term (e.g. the Mid-Holocene moisture maximum, the modern ENSO onset, Little Ice Age etc.). The final aim of my PhD research is to compare the Holocene history of Jambi province and Central Sulawesi. In particular: - Reconstructing past vegetation, plant diversity and climate dynamics in the two study areas Jambi (Sumatra) and Lore Lindu National Park (Sulawesi) - Comparing the ecological responses of lowland monsoon swampy rainforest (Sumatra) and everwet montane rainforests (Sulawesi) to environmental variability (vulnerability/resilience) - Investigating the history of human impact on the landscape (shifting cultivation, slash and burn, crop cultivation, rubber and palm oil plantation) - Assessing the impact and role of droughts (El Niño) and fires - Adding a historical perspective to the evaluation of current and future changes.

Schutzgebietsmanagement zur Bewahrung der letzten intakten Regenwälder Zentralafrikas

Die Regenwälder des Kongobeckens erstrecken sich über mehrere Länder in Zentralafrika und bilden das zweitgrößte tropische Regenwaldgebiet der Welt. Seit Jahrtausenden bewohnen indigene Völker (Pygmäen) diese Wälder und stehen in engem Kontakt mit den Bantu-Völkern. Kolonialmächte nutzten bestehende Handelsrouten zur Ausbeutung der Wälder und siedelten die Einheimischen entlang von Straßen um. Die Holzindustrie begann im frühen 20. Jahrhundert und führte zu erheblichen Umwelt- und Sozialauswirkungen. Schutzgebiete wurden eingerichtet, um die Biodiversität zu erhalten, aber der Druck durch menschliche Aktivitäten nimmt zu. Das Sangha-Trinational (TNS) ist ein grenzüberschreitendes Schutzgebiet. Es wurde 2021 von der United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO) als Welterbestätte anerkannt und beherbergt viele Arten, darunter Waldelefanten (Loxodonta cyclotis) und westliche Flachlandgorillas (Gorilla gorilla). Das TNS fördert den Ökotourismus und stärkt die kulturelle Identität der Einheimischen. Trotz dieser Erfolge bedrohen illegale Jagd und Holzfällerei die Wildtierpopulationen und die Lebensgrundlagen der lokalen Gemeinschaften. Erfolgreiche Schutzgebiete erfordern effektive Überwachung, lokale Beteiligung, ausreichende Finanzierung und angemessene rechtliche Rahmenbedingungen. Das TNS, unterstützt von internationalen Organisationen, ist eines der bestverwalteten Gebiete im Kongobecken. Dennoch stellen illegale Jagd und Holzfällerei eine Bedrohung dar. Trotz erfolgreicher Schutzmaßnahmen, Tourismus und existierendem Treuhandfonds bleibt die Finanzierung schwierig. Die Wälder im Kongobecken, insbesondere im TNS, stehen vor erheblichen Herausforderungen: zunehmende Randdegradation, Brandrodung, Holzfällerei, Klimawandel, illegale Bergbauaktivitäten und Mensch-Wildtier-Konflikte. Langfristige Maßnahmen, Schutz- und Klimaschutzstrategien sowie nachhaltige Finanzierungsmechanismen sind entscheidend, um ökologische Werte zu bewahren und Konflikte zu minimieren.

Forschergruppe (FOR) 2358: Mountain Exile Hypothesis - How humans benefited from and re-shaped African high altitude ecosystems during Quarternary climatic changes, Teilprojekt: Anthrosole der Bale Mountains - Archive für die Rekonstruktion der Besiedlungs-Chronologie und -Intensität sowie Interaktionen mit Feuer und der Zerstörung der Erica-Vegetation auf dem Sanetti-Plateau

In Projekt P2 werden wir die Chrolonolgie und Intensität der menschlichen Besiedelung der Bale-Mountains untersuchen und deren Auswirkungen auf die Entwaldung des Sanetti-Plateaus durch Feuer. Um diese Zusammenhänge zu untersuchen, werden wir uns auf folgende Punkte konzentrieren:1. In Zusammenarbeit mit Projekt P1 (Archäologie) werden wir Chronologie (mittels Radio-Kohlenstoff- und Optisch stimulierter Lumineszenz-Datierungen) und Art und Intensität der menschlichen Besiedelung untersuchen. Hierzu dienen Anthrosole unter Felsvorsprüngen und Höhlen als Archive und molekulare Marker als Landnutzungs-Indikatoren, wie z.B. Phosphor-Mapping (Birk et al. 2007), Benzolpolycarbonsäuren (Glaser et al. 1998) und Sterole und Gallensäuren als Fäkalbiomarker (Birk et al. 2012). 2. In Zusammenarbeit mit den Projekten P3 (Basis-Umweltdaten-Erhebung) und P7 (Erd-Käfer) werden wir typische Standortseigenschaften (Böden und Topographie) erhoben. Diese Daten erlauben uns die Rekonstruktion der ehemaligen Erica-Ausbreitung sowie von gegenwärtigen reellen und potenziellen Erica-Standorten. 3. Mit der gleichen Intension werden wir potenzielle molekulare Erica-Marker untersuchen wie z.B. Cutin und Suberin (Spielvogel et al. 2014), CuO lignin und Monosaccharide (Spielvogel et al. 2007; Eder et al. 2010), Phytolithe (Iriarte et al. 2010), n-Alkane, Stabilisotopen-Signaturen (Glaser und Zech 2005).Sollten keine Erica-spezifischen Biomarker gefunden werden, wenden wir Metabolomics-Techniken an, um zwischen Erica und Gras-Vegetation im Boden zu unterscheiden.4. Um mögliche Interaktionen zwischen der menschlichen Besiedelung und der zeitlichen und räumlichen Dynamik der Erica-Vegetation zu identifizieren, werden Sedimente von konkaven glazialen Ablagerungen auf dem Sanetti-Plateau mit den oben beschriebenen molekularen Markern untersucht. Wir gehen davon aus, dass die Chronologie und Intensität von Feuer die Dynamik der Erica-Vegetation bestimmt. In Zusammenarbeit mit P4 (Paleoökologie, Pollen) und P5 (Paleoclimatologie, 18O-Zucker) werden wir identifizieren, ob das Brennen der Erica-Standorte mehr durch die menschliche Besiedelung oder durch paläoklimatische Fluktuationen bestimmt wird.

Teilprojekt 2 Systemanalyse, Teilprojekt 1 Meta-Analyse und Stakeholder Kommunikation

Ziel des Projektverbundes: Innerhalb des Rahmenprogramms 'Forschung für nachhaltige Entwicklungen' (FONA3) wurde vom BMBF eine 12 monatige Vorphase zur Vorbereitung eines F&E Projektes zum Thema 'Kaskaden-Kipppunkte in Wald-Ökosystemen in Madagaskar' (TippForM) gefördert. Ziel von TippForM ist die Entwicklung modellbasierter Entscheidungshilfen für ein verbessertes Ökosystemmanagement in Madagaskar. An der Forschung und Umsetzung sind deutsche und madagassische Universitäten sowie mehrere internationale und madagassische NGOs beteiligt. Hintergrund: Biodiversität bildet die Grundlage der für den Menschen wichtigen Ökosystemdienstleistungen. Aufgrund des rapide ansteigenden Artenverlustes durch Ressourcenübernutzung, Klimawandel und andere anthropogene Einflüsse ist damit nicht nur der Artenreichtum selbst, sondern auch das menschliche Wohlergehen gefährdet. Madagaskar ist ein globaler Biodiversitätshotspot, aber gleichzeitig eines der von Bevölkerungswachstum, Armut und Klimawandel am stärksten betroffenen Länder der Erde. Die Bevölkerung hängt mehrheitlich von Subsistenzwirtschaft und Produkten der Natur ab. Nicht nachhaltige Landnutzugsaktivitäten, u.a. illegaler Holzeinschlag und Brandrodung für Ackerflächen, haben zu einer drastischen Zerstörung und dem Rückgang von Waldflächen geführt. Mit fortschreitendem Waldverlust gehen auch für die Bevölkerung wichtige Waldressourcen und waldabhängige Ökosystemdienstleistungen verloren. Inhalt und Methode: Unter Berücksichtigung globaler, institutioneller und sozioökonomischer Faktoren will TippForM dahingehend zunächst die Dynamik von Landnutzungsveränderungen während der letzten fünf Jahrzehnte und deren Auswirkung auf Artenvielfalt und Ökosystemdienstleistungen in vier Untersuchungsgebieten in Madagaskar untersuchen. Im Fokus stehen dabei die durch Entwaldung und Waldfragmentierung entstandenen Verluste von wichtigen natürlichen Ressourcen und Schlüsselarten (Tiere und Pflanzen) und die dadurch ausgelösten Kaskaden- und Rückkopplungseffekte auf das menschliche Wohlergehen. Um ein Kippen dieses komplexen sozio-ökologischen Systems durch den Verlust kritischer Ökosystemdienstleistungen zu vermeiden bzw. das System zu stabilisieren, braucht es Strategien, welche eine nachhaltige Ressourcen- und Landnutzung unter Einbeziehung unterschiedlicher gesellschaftlicher Interessen gewähren. Mithilfe der Auswertungen von (Langzeit-) Daten und einer partizipativen Szenarienentwicklung sollen im Projekt Indikatoren für Kipppunkte bestimmt und verschiedene Managementstrategien hinsichtlich ihres Potentials sozioökonomische Kipppunkte umzukehren oder zu vermeiden untersucht werden. Verlauf der Vorphase: Die vergleichende Betrachtung von Wechselwirkungen und Dynamiken innerhalb sozio-ökologischer Systeme über mehrere Studienregionen hinweg erfordert ein inter- und transdisziplinäres Forschungsdesign. (Text gekürzt)

Anthropogene Aenderungen des Aerosolgehaltes der Atmosphaere in vor- und fruehgeschichtlicher Zeit

Brandrodungen und Erzverhuettung grossen Stils der vor- und fruehgeschichtlichen Zeit haben vermutlich den Aerosolgehalt der Atmosphaere beeinflusst. Ansteigender Aerosolgehalt fuehrt zu verstaerkter Nebel- und Wolkenbildung und beeinflusst den Waermehaushalt groesserer Landschaften. Es lassen sich die anthropogenen Aenderungen des Aerosolgehaltes der Atmosphaere in vor- und fruehgeschichtlicher Zeit in sogenannten Regenwassermooren bestimmen, deren Wachstum ausschliesslich und direkt von Niederschlag und Luftfeuchte abhaengt. Die zunaechst im Schwarzwald und in Oberbayern durchgefuehrten Arbeiten lehren, dass die Menschen durch die oben genannten Taetigkeiten seit Beginn der Jungsteinzeit Mitteleuropas den Aerosolgehalt der Atmosphaere wiederholt und merklich beeinflusst hatten. Dabei sind damals bestehende regionale Unterschiede sowie Fernwirkungen von intensiv genutzten auf weniger stark beanspruchte Gebiete in der weiteren Umgebung erkennbar. Ziel der Arbeiten ist es, fuer einzelne kulturgeschichtlich wichtige Zeiten regionale Ueberblicke ueber die damaligen Aerosolgehaltsschwankungen in Europa zu gewinnen. Hierzu werden Regenwassermoore in Norwegen, Polen, Nord-, Mittel- und Sueddeutschland sowie in Zentralfrankreich untersucht. Es deutet sich an, dass durch Rodung und Ackerbau seit der mittleren Jungsteinzeit, besonders deutlich aber ab den beginnenden Metallzeiten, die Intensitaet des europaeischen 'Sommermonsuns' deutlich zugenommen hat.

Kleinbauern in Amazonien: Wechselbeziehungen zwischen Ökosystem und Sozialsystem bei Nutzung und Schutz tropischer Regenwaldgebiete, Kleinbauern in Amazonien: Wechselbeziehungen zwischen Oekosystem und Sozialsystem bei Nutzung und Schutz tropischer Regenwaldgebiete

Das empirische Forschungsprojekt konzentriert sich auf die Strategien, mit denen Kleinbauern die Sekundaerwald-Flaechen in der Amazonas-Region Bragantina nord-oestlich von Belem/Para nutzen und schuetzen. Dabei werden mittlere und grosse Betriebe zum Vergleich miteinbezogen. Das Ziel ist, die Einflussfaktoren und Rationalitaet, die den gegenwaertigen Strategien von Schutz und Nutzung zugrundeliegen, soweit zu verstehen, dass Vorschlaege zur Stabilisierung und Verbesserung formuliert werden koennen, die auf den vorhandenen aufbauen. Forst- und landwirtschaftliche Forschungen haben diese Kenntnis als Engpass fuer die Bewertung und Umsetzung der bereits erforschten Potentiale fuer eine nachhaltige Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung identifiziert. Aehnlich wie im beteiligten SHIFT-Projekt von Foelster/Denich in der Region geht es im Kontext der internationalen Forschung darum, den absoluten Massstab 'Primaerwald' fuer die Definition von degradierten Flaechen durch die Analyse des Wertes der Capoeira (Sekundaer- und Tertiaerwald) und die Bestimmung von Grenzen der oekologischen, sozialen und oekonomischen Tragfaehigkeit in dieser Region zu ersetzen. Fuer die Formulierung und Anpassung der grossflaechigen Regenwald-Schutzprogramme (Zonierung) geht es uch darum zu verstehen, wie sich die Nutzungs- und Schutzkonzepte verschiedener Akteure in einem Altkolonisierungsgebiet artikulieren und in das politisch-administrative System uebersetzen bzw. von diesem zur Kenntnis genommen werden. Nach Aufarbeitung des vorhandenen Materials und Absprache mit den anderen beteiligten SHIFT-Projekten in der Region (Foelster/Denich, Universitaet Goettingen) Ende 1994 und Anfang 1995 folgen nun die empirischen Arbeiten Maerz bis November 1995. Die Landwirtschaft im Ostamazonas/Brasilien durchlaeuft einen rapiden Modernisierungsprozess. Die traditionelle Bewirtschaftung durch relativ extensive Brandrodung von Sekundaerwaldflaechen weicht permanenten Nutzungsformen mit der Tendenz zu Arten- und Bodenverarmung. Die Landwirte verfolgen unterschiedliche Strategien im Hinblick auf Brachezeiten, Fruchtfolgen und Mischkulturen sowie Marktintegration, Mechanisierung und Kapitalisierung. Schwerpunkte der Projekte: (1) Modifizierung der Anbausysteme durch verbesserte Nutzung der Sekundaervegetation, - Erarbeitung von Alternativen zur Brandrodungswirtschaft; (2) Analyse der sozio-oekonomischen ??????tion und der Perspektive unter Beruecksichtigung der politischen Bedingungen und Massnahmen; (3) Anwendungsorientierung der Forschung.

VP: SENSE-CARBON - Nutzung von Sentinel Daten zu Kohlenstoffquantifizierung und REDD+Monitoring, Sentinels supporting carbon estimates and REDD+

Die großflächige Abholzung tropischer Wälder führt zu massiven Kohlenstoffemissionen, mit einer Reihe negativer Auswirkungen auf Biodiviersität und Ökosystemleistungen. Verbessertes Landmanagement, etwa durch nachhaltige Landnutzungs-intensivierung auf schon in Nutzung befindlichen Flächen und Vermeidung von Brandrodung, bietet insofern ein großes Potenzial bei der Vermeidung von Klimawandel und Ökosystemdegradation. Fernerkundungssatelliten stellen die einzige Möglichkeit dar, diese Landnutzungsprozesse großräumig zu erfassen und zu quantifizieren. Satellitenfernerkundung ist daher ein unverzichtbares Mittel zur Evaluierung klimaschutzrelevanter Maßnahmen, insbesondere im Rahmen von REDD+ (Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation). Die hohe zeitliche Dynamik tropischer Ökosysteme und ihre häufige Wolkenbedeckung stellen große Herausforderungen für die Fernerkundung dar. Copernicus und die Sentinel-Satelliten bieten hier eine einzigartige Möglichkeit die Vorteile optischer und Radar-basierter Sensoren miteinander zu verbinden und somit ein großflächiges Monitoring in tropischen Regionen zu verbessern. Das SenseCarbon-Projekt untersucht, wie sich Zeitserien optischer und radar-basierter, Sentinel-ähnlicher Sensoren ergänzen und zur besseren Charakterisierung von Landnutzungsprozessen eingesetzt werden können. Ziel ist die Entwicklung von Methoden zur automatisierten, großräumigen Erfassung und Kartierung klimawirksamer Landnutzungsprozesse im brasilianischen Amazonas. Zu entwickelnde Methoden sind hoch automatisiert und skalierbar. Endprodukte des SenseCarbon-Projekts umfassen großräumige Karten, wie z.B.: Wolkenfreie Bildkomposite als Grundlage für weitere Verarbeitungsschritte - Zeitpunkt und Art der Entwaldung - Statistische Analyse von Landnutzung und Landbedeckung für verschiedene Jahre - Kurzfristige Prozesse, z.B. Feuerereignisse oder maschinelle Bodenbearbeitung - Langfristige Tendenzen, insb. Zu- oder Abnahme der Vegetationsbedeckung und Nutzungsintensivierung auf entwaldeten Flächen. Anwendungspotenzial: - Abschätzung des Alters und der Biomasse von Sekundärwäldern - Rekonstruktion historischer Landnutzungen und Entwaldungsdynamiken - Abschätzung von Nachbarschaftseffekten, z.B. infolge zunehmender Fragmentierung natürlicher Vegetation (Edge-Effect) - Abschätzung der vertikalen Landnutzungsintensität und ihrer räumlich-temporalen Variabilität - Monitoring von Schutzmaßnahmen - Evaluierung der Eignung von multispektralen und SAR-Systemen zur großräumigen Kartierung (sub-) tropischer Landnutzung. Wer sind potenzielle Nutzer auch anderer Branchen? - Umweltwissenschaftler/innen (allgemein), insbesondere Klimawissenschaftler/innen - Sozialwissenschaftler/innen und Agrarökonomen/innen - Umweltschutzorganisationen - NGOs mit Schwerpunkt ländliche Entwicklung im Amazonas.

Teilvorhaben: Untersuchung von Stakeholder Prozessen und kulturellen Werten, Teilvorhaben: Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit / Strategien für eine nachhaltigere Weidewirtschaft

Weltweit gehen jährlich 10 Millionen Hektar Ackerfläche verloren

Das Internationale Jahr des Bodens ist vorbei – der Bodenschutz aber längst nicht am Ziel: Weltweit gehen jährlich etwa 10 Millionen Hektar Ackerfläche verloren – eine Fläche von rund 14 Millionen Fußballfeldern. Ein Viertel der globalen Bodenfläche enthält heute schon deutlich weniger Humus und Nährstoffe als vor 25 Jahren oder lässt sich gar nicht mehr als Ackerland nutzen. Wesentliche Ursachen sind die Landgewinnung durch Abholzung, Brandrodung, Umbruch und eine intensive, nicht standortangepasste Landwirtschaft. „Fruchtbare und gesunde Böden sind die Voraussetzung für unsere Nahrungsmittelversorgung. Die Bodendegradation ist eine Ursache für Hunger und Unterernährung – und damit auch für Konflikte und Migration“, sagte Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes (UBA) anlässlich des Weltbodentags.

Bedrohter See des Jahres 2008: Mahakam-Feuchtgebiet in Indonesien

Die internationale Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) ernennt das Mahakam-Feuchtgebiet im indonesischen Teil der Insel Borneo zum Bedrohten See des Jahres 2008. Zusammen mit der Partnerorganisation Conservation Foundation for Rare Aquatic Species of Indonesia (RASI) möchte der GNF hierbei auf die drastische Entwaldung durch Brandrodung und Holzeinschlag innerhalb des Feuchtgebietes hinweisen.

1 2 3 4