Das Projekt "Teilvorhaben des Karlsruher Institut für Technologie (KIT): CF06_2.12" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für Kolbenmaschinen durchgeführt. Das CAMPFIRE-Umsetzungsprojekt bündelt Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für die Umsetzung der gesamten Transportkette für grünes NH3 am Standort Energiehafen Rostock-Poppendorf in der Region Nord-Ost. Ziel ist die Eröffnung der Vorteile des wirtschaftlichen Wasserstoffträgers Ammoniak. Neben Logistikstrukturen für den Ammoniak-Import und den Betrieb von Schiffen werden Lösungen für die Versorgungs-sicherheit durch regionale Erzeugung und Speicherung, dynamische Wandlungstechnologien für stationäre und mobile Energieversorgung sowie Versorgung von Tankstellen und Leitungen entwickelt. Des Weiteren werden sichere Lösungen für die wirtschaftliche Distribution von Ammoniak im industriellen Umfeld erschaffen. Im Rahmen des Teilvorhabens CF08-2.2 erfolgt die Auslegung des Brennverfahrens für kombinierte Nutzung von Ammoniak und Wasserstoff im Motor eines Fährschiffes. Neben den klassischen Fragestellungen bei einer Brennverfahrensentwicklung, Verdichtungsverhältnis, Luftüberschuss und Zündzeitpunkt für eine wirkungsgradoptimale und schadstoffminimale Energieumsetzung, sind in diesem Fall zusätzliche Parameter zu beachten. Einblasventile, bzw. Injektoren müssen ausgewählt und zielführend positioniert werden. Das Mischungsverhältnis der beiden Brennstoffe zur Luft muss systematisch festgelegt werden. Für diese Arbeiten wird ein Einzylinderforschungsaggregat der Firma Liebherr mit einem marinemotorentypischen Hubvolumen zur Verfügung gestellt. Die für den Betrieb mit Ammoniak und Wasserstoff zusätzlich benötigte Technik wird adaptiert. Nach erfolgreichem Aufbau und Inbetriebnahme des Einzylinderaggregates erfolgt eine ausführliche Untersuchung und Optimierung der im Betrieb der Fähre benötigten Betriebspunkte. Alle diese Arbeiten am Einzylindermotor sind wichtige, neue Eingangsdaten und Vorarbeiten, die im späteren Projektverlauf am COIL auf den Vollmotor übertragen werden, der in einem Folgevorhaben in das Fährschiff eingebaut werden soll.
Das Projekt "Teilvorhaben der Jenbacher GmbH: TV CF012_1.1 Containerbasierte Cracker-Gasmotor BHKW für remote off-grid" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Jenbacher GmbH durchgeführt. Das CAMPFIRE-Umsetzungsprojekt bündelt Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für die Umsetzung der gesamten Transportkette für grünes NH3 am Standort Energiehafen Rostock-Poppendorf in der Region Nord-Ost. Ziel ist die Eröffnung der Vorteile des wirtschaftlichen Wasserstoffträgers Ammoniak. Neben Logistikstrukturen für den Ammoniak-Import und den Betrieb von Schiffen werden Lösungen für die Versorgungssicherheit durch regionale Erzeugung und Speicherung, dynamische Wandlungstechnologien für stationäre und mobile Energieversorgung sowie Versorgung von Tankstellen und Leitungen entwickelt. Des Weiteren werden sichere Lösungen für die wirtschaftliche Distribution von Ammoniak im industriellen Umfeld erschaffen. Das Teilvorhaben (CF12-1.1) der Jenbacher GmbH fokussiert auf die Entwicklung einer containerbasierten NH3- BHKW Anlage für eine stationäre ('remote off-grid') Anwendung im Megawatt-Leistungsbereich. Nach der erfolgreichen Entwicklung eines NH3 Brennverfahrens, wird dies auf einen Vollmotor übertragen und am Standort Yara an einem 1MW Motor demonstriert . Der NH3 Motor wird zusammen mit einem integrierten NH3-Cracker und geeigneter Abgasnachbehandlung am Standort Yara in Rostock aufgebaut. In den rund 400 Stunden Motorbetrieb wird die Anlage soweit entwickelt, dass das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten Aussagen über das Design einer zukünftigen kommerziellen Anlage zulässt. Entscheidend ist es Erkenntnisse über das Betriebs- und Emissionsverhalten an einer für Industrieanwendungen relevanten Demonstrationsanlage (Megawattbereich) für weitere Anlagen zu gewinnen.
Das Projekt "Forschergruppe FOR 2401: Optimierungsbasierte Multiskalenregelung motorischer Niedertemperatur-Brennverfahren" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von RWTH Aachen University, Lehrstuhl und Institut für Regelungstechnik durchgeführt. Die ökonomische und ökologische Energiebereitstellung stellt eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung dar. Diese wird durch die steigenden Umweltbelastungen bei gleichzeitig wachsendem weltweitem Energiebedarf und zunehmender Ressourcenverknappung bedingt. Für mobile Antriebe nimmt insbesondere die Verminderung des bei der motorischen Verbrennung entstehenden Treibhausgases CO2 sowie der Schadstoffemissionen ein wichtiges Ziel ein. Dies sind zum Beispiel Stickoxide (NOx), Kohlenmonoxid (CO), unverbrannte Kohlenwasserstoffe (uHC) und Ruß, die erheblich zur städtischen und regionalen Luftverschmutzung beitragen. Zur Realisierung von hohen Wirkungsgraden bei gleichzeitig niedrigen Schadstoffemissionen untersucht die FOR2401 die zukunftsträchtige Niedertemperaturverbrennung (NTV). Die NTV kann sowohl auf Ottomotoren (Gasoline Controlled Auto Ignition, GCAI) als auch auf Dieselmotoren (Premiexed Charge Compression Igniton) angewendet werden und zeichnet sich als ein Brennverfahren aus, welches das Potential bietet, bereits innermotorisch die Emissionen deutlich zu reduzieren. Die Komplexität der Prozessführung ist einer der wesentlichen Gründe, welcher die technische Anwendung der NTV aktuell verhindert. Der Ablauf der NTV wird maßgeblich von lokalen thermodynamischen Zuständen und strömungsmechanischen Effekten bestimmt. Die Zeitskalen der hierbei auftretenden Abläufe sind kleiner als die des Verbrennungszyklus und können deshalb nicht mit einer dem Stand der Forschung entsprechenden zyklusbasierten Regelung beeinflusst werden. Um eine hinsichtlich Stabilität, Wirkungsgrad und Schadstoffemissionen verbesserte Prozessführung zu ermöglichen, werden im Rahmen der Forschergruppe Multiskalenregelungskonzepte untersucht, welche Neuland darstellen. Zur erfolgreichen Realisierung der Multiskalenregelung müssen grundlegende Forschungsfragen aus den Disziplinen Chemie, Verbrennungstechnik, Motorenforschung, Regelungstechnik und Numerik geklärt werden. Aus diesem Grund setzt die Forschergruppe auf einen stark vernetzten, interdisziplinären Ansatz. Innerhalb der FOR2401 soll ein detailliertes physikalisch-chemisches Prozessverständnis der NTV und der zugehörigen Beeinflussungsmöglichkeiten entwickelt werden, wodurch eine Beschreibung in Form von mathematischen Modellen ermöglicht wird. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen werden maßgeschneiderte regelungstechnische Methoden entwickelt, die auf Echtzeitoptimierung basieren und die Kontrolle auf einer kleineren als der aktuell möglichen Zeitskala erlauben. Die Forschung erfolgt im engen Schulterschluss zwischen Natur- und Ingenieurswissenschaftler/innen der Universität Bielefeld, der Universität Freiburg und der RWTH Aachen University.
Das Projekt "Vorhaben: Entwicklung eines Oxidationskatalysators zur Methanemissionsreduktion" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Umicore AG & Co. KG durchgeführt. Das Hauptziel des beantragten Gesamtforschungsvorhabens ist die Reduktion der Treibhausgasemissionen maritimer Gasmotoren um 35% durch die Anwendung von Brennverfahrens- und Abgasnachbehandlungskonzepten, basierend auf Technologien, die bis zum Jahr 2030 verfügbar sein werden. Das beantragte Verbundvorhaben 'TEME 2030+' (Technologieevaluation für Marinemotoren zur Erreichung der THG-Ziele 2030 und folgend / Technology Evaluation for Marine Engines for GHG Targets 2030+) befasst sich in einer übergeordneten Zielstellung mit der Technologieentwicklung für zukünftige Marinemotorengenerationen. Dabei werden an einem Einzylinder-Forschungsmotor erstmalig drei grundlegend unterschiedliche Brennverfahren auf ein und derselben Motorplattform im Bereich der mittelschnelllaufenden Viertakt-Dual-Fuel-Motoren erforscht werden. Diese sind das Niederdruck-Gasbrennverfahren, das Mitteldruckdirektinjektions- sowie das Hochdruckdirektinjektions-Gasbrennverfahren. Das Hauptaugenmerk während des Vorhabens liegt auf der signifikanten Senkung der Treibhausgasemissionen (THG) der thematisierten Motorenkategorien, welche zunehmend in den Fokus öffentlich geführter Debatten und der Entwicklungsprozesse der Großmotorenbranche rückt. Gasmotoren haben ein hohes Potential zur Verringerung von CO2-Emissionen. Das gilt für die Verwendung von mittelfristig noch dominierenden fossilen Kraftstoffen und in besonderem Maße für zukünftige regenerativ erzeugte, synthetische Kraftstoffe. Die Nutzung dieses Potentials setzt die strikte Vermeidung von Methanemissionen voraus.
Das Projekt "Entwicklung eines Hybridmotors zwecks verminderter Abgasemission" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Darmstadt, Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Fahrzeugantriebe durchgeführt. Entwicklung neuer Verbrennungsverfahren mit geringem Schadstoffausstoss; Optimierung des Kraftstoffverbrauchs beim Wirbelkammer-Hybridmotor; Untersuchung des Verbrennungsablaufs in der Wirbelkammer durch Probenentnahme; Wirbelkammer als Vergasungszone; Kraftstoffuntersuchung hinsichtlich Schadstoffemission; Ergebnis: wesentliche Verbesserung durch Verwendung von Aethanol oder Methanol als Kraftstoff; Leistungssteigerung durch Aufladung.
Das Projekt "Teilprojekt: Chemische Grundlagen für die Modellentwicklung zur Motorenregelung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Bielefeld, Arbeitsgruppe Physikalische Chemie I durchgeführt. Das Teilprojekt stellt die chemischen Grundlagen für die Forschergruppe bereit. Es widmet sich der Analyse von Speziesprofilen, die für die Entwicklung und kritische Validierung der reaktionskinetischen Modelle für die motorischen Teilprojekte benötigt werden und die dann in die Regelung einfließen. Diese Analysen sollen vornehmlich unter Niedertemperaturbedingungen an den Surrogatbrennstoffen iso-Oktan (für die GCAI-Verbrennung in TP3) und n-Heptan (für die PCCI-Verbrennung in TP4) in einem Strömungsreaktor erfolgen. Mehrere Teilaspekte stehen im Fokus der reaktionskinetischen Untersuchungen. Für die GCAI-Bedingungen steht die Veränderung der Zündwilligkeit unter Wasserzusatz im Vordergrund. Die Effekte variabler Addition von Wasser zu iso-Oktan sollen für ein Parameterfeld bei unterschiedlichen Bedingungen untersucht werden, um die Grundlagen des Wasserzusatzes auf die Reaktionskinetik im Niedertemperaturbereich zu verstehen und in die Modellbildung zu übertragen. Die geplanten Untersuchungen stellen weitgehend Neuland dar. Zur Unterstützung sollen einige Analysen hierzu auch unter den stabilen Bedingungen vorgemischter ebener Niederdruckflammen stattfinden. Für die Modellbildung im Bereich der PCCI-Verbrennung sind detaillierte Untersuchungen der Bildung von Rußvorläuferspezies im Bereich bis zu etwa vier aromatischen Ringen insbesondere unter Niedertemperaturbedingungen geplant. Während die Reaktionen zur Bildung des ersten aromatischen Ringes als sehr gut verstanden gelten können, weist das grundlegende Verständnis der Bildungskinetik in der molekularen Vorläuferphase bis zu etwa 3-4 aromatischen Ringen noch sehr große Lücken auf. Dieser Phase, an die sich die erste Partikelnukleation zum Beispiel über Dimerisierung der mehrkernigen Aromaten anschließt, kommt innerhalb der Reaktionsketten vom Brennstoffmolekül zum Rußkeim eine große Bedeutung zu. Das entsprechende fundamentale Wissen ist für die Modellentwicklung in TP4 von entscheidender Bedeutung. Die Arbeiten sollen daher auch durch die Untersuchung besonders brennstoffreicher Zonen in einer nicht vorgemischten Flamme unterstützt werden. Für beide motorische Verfahren ist es zudem interessant, die Einflüsse der Zumischung von Abgaskomponenten auf die Reaktionskinetik zu verstehen. Anknüpfend an die Untersuchungen zur Wasserbeimischung sind hierzu einige grundlegende Analysen geplant. Zur Erfassung der Spezies als Funktion der Reaktionsbedingungen sollen an allen Versuchsträgern verschiedene Varianten massenspektrometrischer Verfahren eingesetzt werden, mit denen in der Arbeitsgruppe große Erfahrung vorliegt. Als unterstützende Techniken werden Gaschromatographie sowie Laserverfahren zur Temperaturbestimmung eingesetzt.
Das Projekt "Teilprojekt: Regelung der teilhomogenisierten Verbrennung im Dieselmotor durch vollvariable Einspritzung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen University, Institut für Technische Verbrennung durchgeführt. Um zukünftige Emissionsziele hinsichtlich der Reduzierung von CO2- und Schadstoffemissionen zu erreichen, sind Niedertemperatur-Brennverfahren für den dieselmotorischen Betrieb äußerst vielversprechend, da sie thermodynamische Vorteile hinsichtlich des Wirkungsgrades besitzen und Emissionsvorteile bei Stickoxiden und Ruß realisieren können. Gleichzeitig sind diese Brennverfahren aber deutlich schwieriger zu kontrollieren, da kein unmittelbarer Einfluss auf den Beginn der Verbrennung möglich ist. Zur Nutzung des hohen Potentials bedingen daher die fehlende direkte Kontrolle, eine höhere Neigung zu Instabilität und eine bisher noch nicht erfolgreiche Ausweitung zu höheren Lasten eine intensive Forschung in diesem Bereich. Im Fokus dieses Teilprojekts steht die konsequente Weiterentwicklung des Premixed Charge Compression Ignition (PCCI)-Dieselbrennverfahrens unter Verwendung optimierungsbasierter Regelung. Herkömmliche zyklusintegrale Regelgrößen, wie Mitteldruck und Verbrennungsschwerpunkt, erscheinen für die hier verfolgten Ziele nicht ausreichend und es wird die Hypothese verfolgt, dass die Regelung des vollständigen Brennverlaufs einen stabilen, effizienten und emissionsarmen Betrieb gewährleisten kann. Hierzu werden die Einspritzung und der Brennverlauf als (quasi-)kontinuierliche Stell- und Regelgrößen eingeführt. Ein gewünschter Brennverlauf wird dann mittels optimierungsbasierter Regelung der vollvariablen Einspritzung gestaltet. Die Regelung erfolgt dabei zunächst von Zyklus zu Zyklus, längerfristig wird aber auch eine Multiskalenregelung durch eine zusätzliche innerzyklische Regelkomponente betrachtet. Hieraus ergeben sich zunächst drei Herausforderungen: Eine quantitative Beschreibung der Wirkkette Einspritzung - Brennverlauf - Performance, eine geeignete Parametrisierung der Brennfunktion sowie die Identifikation konkreter zeitvariabler Stellgrößen und darauf basierend die Entwicklung einer variablen Einspritzstrategie. Letztere wird notwendig, um eine dynamische und effektive Aktuierung auch mit einem für die Regelung verkleinerten Parameterraum zu erreichen. Zunächst werden die Einflüsse der Einspritzparameter auf charakteristische Punkte des Brennverlaufs mittels Design of Experiments systematisch quantifiziert. Gleichzeitig werden der Zusammenhang zwischen Brennfunktion und den wichtigen Parametern der Performance, wie zum Beispiel Wirkungsgrad und Emissionen, quantitativ charakterisiert. Zur Erstellung reduzierter physikalisch basierter Modelle werden CFD-Simulationen und Mehrzonenmodelle eingesetzt, mit deren Hilfe Zusammenhänge identifiziert und erklärt sowie Korrelationen oder physikalische Beziehungen abgeleitet werden können. Arbeiten zur detaillierten Kinetik und der Rußbildung werden in Zusammenarbeit mit TP5 durchgeführt. Die Validierung der Regelkonzepte erfolgt einerseits in Kooperation mit TP3 und TP1 durch Model-in-the-Loop-Simulationen und schließlich am Motorprüfstand in Zusammenarbeit mit TP1.
Das Projekt "Teilprojekt: Stabilisierung des GCAI-Brennverfahrens durch die Nutzung innerzyklischer Korrelationen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von RWTH Aachen University, Fakultät 4 Maschinenwesen, Lehrstuhl für Verbrennungskraftmaschinen durchgeführt. GCAI stellt einen vielversprechenden Ansatz zur gleichzeitigen Minimierung von Verbrauch und Emissionsausstoß in Verbrennungsmotoren dar. Die aus der Verbrennungseinleitung über die Reaktionskinetik resultierende Zyklenkopplung führt jedoch zu zwei maßgeblichen ungelösten Herausforderungen, an deren Lösung aktuell stark geforscht wird: Die starke Abhängigkeit der Verbrennungsstabilität von den Randbedingungen sowie die Einschränkung des Kennfeldbereiches. Die Entwicklung innovativer zylinderdruckgeführter Regelungen wird hier als Lösungsansatz angesehen. In TP3 wird die Hypothese verfolgt, dass durch die Kombination von zwei neuartigen Ansätzen die Verbrennungsstabilität maßgeblich verbessert werden kann und somit die bestehenden Herausforderungen adressiert werden können. Durch den Regeleingriff innerhalb eines Verbrennungszyklus wird in Zusammenarbeit mit TP1 eine In-Zyklus-Regelung realisiert. Weiterhin wird in Zusammenarbeit mit TP5 der Einfluss von direkt eingespritztem Wasser als innerzyklische Stellgröße für GCAI untersucht und bewertet. Eine der Kernaufgaben ist die Erstellung eines echtzeitfähigen Verbrennungsmodells für GCAI, welches sowohl die Korrelationen zwischen einzelnen Größen innerhalb eines Zyklus als auch die Effekte von zugesetztem Wasser berücksichtigt. Bestehende Modelle, welche auf stationären Messungen basieren, sollen zur Abbildung der hochdynamischen Effekte innerhalb eines Zyklus und der Wassereinspritzung erweitert werden. Um die benötigte Datenbasis zu schaffen, werden transiente Untersuchungen durch das gezielte Einprägen von Ausreißerzyklen mittels zyklusindividueller Variation der Stellgrößen durchgeführt. Hierfür steht ein Forschungsmotor mit einem vollvariablen Ventiltrieb und einer frei programmierbaren Motorsteuerung zu Verfügung. Die in TP5 untersuchten Grundlagen bezüglich der Zugabe von Wasser und CO2 werden mit den transienten Motorversuchen abgeglichen und zur Erstellung des physikalisch-chemischen Anteils eines Grey-Box-Modells genutzt. Diese Zusammenhänge werden thermodynamisch analysiert, durch den Vergleich mit 1D Ladungswechsel und 3D CFD-Simulationen plausibilisiert und in echtzeitfähige Modelle überführt. Durch die Implementierung des Reglers in der Echtzeithardware können die Potentiale der Stabilisierung von GCAI durch In-Zyklus Eingriffe realisiert werden. In Zusammenarbeit mit TP1 wird der Multiskalenregler entwickelt, welcher mit TP2 auf die Restriktionen der Echtzeitplattform optimiert wird. Dabei ist eine bedarfsgerechte Aufteilung auf die Ressourcen Mikrocontroller und FPGA nötig. Es erfolgt eine funktionale Absicherung durch MiL-Tests und eine Co-Simulation des Reglers mit den zuvor entwickelten Modellen basierend auf einer 1D-Ladungswechselsimulation. Die Verifikation der Echtzeitfunktionalität wird mit einem HiL-Prüfstandsaufbau umgesetzt. Abschließend erfolgt die Überprüfung des Reglers durch Messungen am Motorprüfstand im transienten Betrieb sowie am Kennfeldrand.
Das Projekt "Teilvorhaben der URo: TV CF08_2.3 Numerische und experimentelle Analyse eines NH3-Cracker-Motor-Antriebsystems für Binnenschiffe mit interner Kraft-Wärme-Kopplung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Rostock, Lehrstuhl für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren durchgeführt. Das CAMPFIRE-Umsetzungsprojekt bündelt Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für die Umsetzung der gesamten Transportkette für grünes NH3 am Standort Energiehafen Rostock-Poppendorf in der Region Nord-Ost. Ziel ist die Eröffnung der Vorteile des wirtschaftlichen Wasserstoffträgers Ammoniak. Neben Logistikstrukturen für den Ammoniak-Import und den Betrieb von Schiffen werden Lösungen für die Versorgungs-sicherheit durch regionale Erzeugung und Speicherung, dynamische Wandlungstechnologien für stationäre und mobile Energieversorgung sowie Versorgung von Tankstellen und Leitungen entwickelt. Des Weiteren werden sichere Lösungen für die wirtschaftliche Distribution von Ammoniak im industriellen Umfeld erschaffen. Die Universität Rostock, als Lehrstuhl für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren (URO-LKV) und als Lehrstuhl für Technische Thermodynamik (URO-LTT), nimmt in TV CF08-2 eine wesentliche Rolle in der Planung des Motorenkonzeptes, Entwicklung des Vollmotors, der Kopplung von Motor und Cracker sowie dem Betrieb des Gesamtsystems am COIL ein und führt die Übertragung des am KIT entwickelten Brennverfahrens auf den Vollmotor durch. Darüber hinaus werden Simulationsmodelle erarbeitet mit deren Hilfe sowohl das Betriebsverhalten des Vollmotors als auch das Thermomanagement des Gesamtsystems (Cracker-Motor) abgebildet und optimiert werden kann.
Das Projekt "Vorhaben: Reduzierung der Methanemissionen von Dual-Fuel Motoren durch prädiktive thermodynamische Modelle und Abgasnachbehandlungskonzepte" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Forschungszentrum für Verbrennungsmotoren und Thermodynamik Rostock GmbH durchgeführt. Das Einzelvorhaben beschäftigt sich mit der Entwicklung von experimentellen Testmethoden und thermodynamischen Modellen zur Analyse und Vorhersage des Methanschlupfes von Dual-Fuel Brennverfahren und der Leistungsfähigkeit von Methankatalysatoren. Im Mittelpunkt der Entwicklung modernster thermodynamischer Simulationsmodelle steht ein numerisches Methanschlupfmodell zur Vorhersage der Auswirkungen unterschiedlicher zukünftiger Technologiepakete auf die Emissionen von Methan im Dual-Fuel Betrieb. Das entwickelte Modell wird im geplanten Vorhaben als plug in Softwarepaket für den industriellen Einsatz in branchenüblichen Softwaretools entwickelt. Insbesondere die Interaktion zweier Kraftstoffe, welche sich je nach Gaseinblasekonzept (ND, MD, HD) unterschiedlich partiell mischen und anschließend reaktionskontrolliert zünden und verbrennen, steigern einerseits die Komplexität, andererseits die Notwendigkeit eines solchen Modells. Da die Prozesssimulation im Bereich der Vorentwicklung von Motoren eine sehr große Rolle spielt, ist es essenziell, dass sämtliche motorischen Kenngrößen, darunter auch die Emissionen, korrekt vorhergesagt werden können. Da je nach Brennverfahren und Motorauslegung zukünftig ebenfalls eine nachmotorische Methanreduktion durch Katalysatoren möglich ist, plant die FVTR zusätzlich ihre experimentellen Forschungsanlagen auf die Analyse und Bewertung von Methankatalysatoren zu erweitern und so ein tiefgehendes Verständnis hochmoderner Abgasnachbehandlungskonzepte zur Reduzierung des Methanschlupfes zu erlangen. Somit liegt der Fokus des Forschungsanteils der FVTR klar in der Erarbeitung optimaler inner- und nachmotorischer Strategien zur Reduzierung der Methanemissionen, da diese aus Sicht der FVTR GmbH ein wesentlicher Treiber für Entwicklungsprozesse von Dual-Fuel Marinemotoren in der Zukunft sein werden.
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