Durch den Reaktorunfall in Tschernobyl wurde unter anderem das langlebige radioaktive Isotop Cs-137 freigesetzt und ueber weite Regionen Europas - einschliesslich der norddeutschen Tiefebene - verteilt. Die Verlagerung des Caesiums wird in charakteristischen Boeden Norddeutschlands - Marsch, Moor, Podsol, Pseudogley - verfolgt und die Verfuegbarkeit dieses Nuklides fuer die Pflanze festgestellt. Die Untersuchungen sollen dazu beitragen, die Kenntnisse ueber das Verhalten des Cs in geringen Konzentrationen zu verbessern. Sie sollen ausserdem klaeren helfen, inwieweit Standorteigenschaften - insbesondere hohe Humusgehalte und Kalkgehalt - zur verstaerkten Mobilitaet beitragen. Ergebnisse unmittelbar praktischer Bedeutung koennten in Bezug auf Verbesserung der Vorhersagbarkeit des Cs-Verhaltens in Boeden, auf die Pflanzenverfuegbarkeit des Cs und auf das problem der stark variierenden Angaben zu Transferfaktoren erzielt werden.
Die Messstelle untersucht seit den 1960er Jahren Lebensmittel, Futtermittel und Umweltproben auf Radioaktivität. Bitte wenden Sie sich für Auskünfte zu den Labordaten der Messstelle an das Funktionspostfach landesmessstelleumweltradioaktivitaetfhh@hu.hamburg.de
Darf ich Gemüse aus meinem Garten essen? Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten, besonders Blattgemüse, wie Salate und Spinat, können aufgrund einer vorübergezogenen radioaktiven Wolke (eine unbekannte Menge an) Kontamination aufweisen. Die Kontamination von Gemüse im Garten hängt ab vom Zeitpunkt der Ablagerung und von den abgelagerten radioaktiven Teilchen. Das Radionuklid Jod-131 baut sich aufgrund seiner kurzen Halbwertszeit schnell ab. Langlebige Radionuklide wie Cäsium und Strontium verbleiben viele Jahre in den (gelagerten) Nahrungsmitteln bzw. im Boden. Pflanzen nehmen über die Wurzeln radioaktive Teilchen auf. Diese Aufnahme ist allerdings sehr gering. Eine Gesundheitsgefahr besteht im Folgejahr nach einer radioaktiven Ablagerung nicht mehr. In Gewächshäusern wird das Gemüse nur wenig kontaminiert. Diese sollten bei Durchzug einer radioaktiven Wolke geschlossen werden. Alle im Freiland wachsenden Produkte können bei Durchzug einer radioaktiven Wolke kontaminiert werden. Regen wäscht vorhandene Radionuklide aus der Luft aus. Daher sind alle im Freiland wachsenden landwirtschaftlichen und gärtnerischen Produkte nach einem Regenschauer höher kontaminiert als bei trockenem Wetter. Die zuständigen Behörden veröffentlichen Empfehlungen für Maßnahmen zur Verringerung der Belastung von landwirtschaftlichen und gärtnerischen Produkten. Die zuständigen Behörden veranlassen regelmäßige Messungen in den kontaminierten Gebieten, solange die Gefahr besteht, dass in bestimmten Regionen Grenzwerte für Nahrungsmittel überschritten werden. Diese Messwerte lassen sich prinzipiell bei gleichen Voraussetzungen auch auf den eigenen Garten übertragen.
In vivo-Messung von Personen mit dem Ganzkoerperzaehler.
Ziel: Dekontamination von anfallendem Zaesium in Fluessigkeiten; Verfahren selektiv und als Durchlaufprozess technologisch problemlos; fest, komprimierbar und lagerfaehig; Anwendung besonders in kleinen bis mittleren Massstaeben; Patente erteilt in USA, England, Frankreich; in Deutschland beantragt.
Der radiotoxikologische Status eines betrachteten Oekosystems kann allein aus einer umfassenden Einzelnuklidanalyse abgeleitet werden; hierzu wurden bisher geeignete Verfahren fuer besonders bedenkliche Nuklide (Jod-131/Caesium-137/Zink-65 u.a.) in geeigneter Weise modifiziert und unter praxisnahen Bedingungen am System Flusswasser erprobt; aus dem Nuklidverteilungsmuster koennen Hinweise ueber Herkunft und Alter der Proben erhalten und radiooekologische Auswirkungen geschaetzt werden.
Als erster Arbeitsschritt steht die genaue kartographische Erfassung unter Hilfenahme von Luftbildauswertungen an, darauf aufbauend erfolgt die Erstellung eines Geländemodells für die jeweilige Faxinal, in das im weiteren Arbeitsabschnitt die Erhebungsdaten von Landnutzung, Bodenkarten sowie Vegetationsgesellschaften integriert werden. Den Feldarbeiten sind Laboranalysen zur genaueren Bodenbestimmung, Verteilung der Nährstoffe zwischen Pflanzen und Substrat sowie Datierungsversuche zum geomorphologischen Formenschatz angeschlossen. Die Methoden zur Herleitung der Landschaftsgenese umfassen die optisch stimulierte Lumineszenz zur Verortung von Ursprungsgebieten rezenter sedimentärer Anlagerungen sowie 14C und 137Cs Isotopen-Datierung zur chronologischen Einordnung pedologischer Schichten (so eignet sich Caesium 137 besonders zur Einschätzung des Wirkungsgrads von Bodenerosion). Abschließend wird ein Modell der geoökologischen Entwicklung mit den vorherrschenden Prozessen in den drei Faxinais präsentiert, auf Unterschiede zwischen ihnen sowie auf jeweilige Auswirkungen der anthropogenen Beeinflussung verwiesen.Die wissenschaftliche Zielsetzung erhofft sich neue Erkenntnisse zur holozänen Landschaftsgenese in Südbrasilien, verbunden mit eventuell neuen Anregungen zur Besiedlungsgeschichte bzw. ihren Auswirkungen. Dabei sollen rezente geoökologische Prozesse zwischen naturräumlichen Gegebenheiten und anthropogener Nutzung innerhalb der Faxinais erfasst und anhand von Geländemodellen abgebildet werden. Zusätzlich interessieren Stoffkreisläufe zwischen Boden und Vegetation, so dass gleichzeitig Wissens- und Handlungsgrundlagen für zukünftiges, ökologisch nachhaltiges Wirtschaften erarbeitet werden.
Ziele: Etablierung eines Monitoring-Systems zur Ermittlung der Grundbelastung der Bevoelkerung an Caesium 137 unter Beruecksichtigung regionaler Aspekte und moeglicher Auswirkungen besonderer Ernaehrungsgewohnheiten.
| Origin | Count |
|---|---|
| Bund | 182 |
| Land | 9 |
| Type | Count |
|---|---|
| Chemische Verbindung | 4 |
| Daten und Messstellen | 3 |
| Ereignis | 2 |
| Förderprogramm | 114 |
| Gesetzestext | 2 |
| Text | 45 |
| unbekannt | 22 |
| License | Count |
|---|---|
| geschlossen | 70 |
| offen | 117 |
| unbekannt | 3 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 175 |
| Englisch | 37 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 1 |
| Datei | 2 |
| Dokument | 10 |
| Keine | 155 |
| Webseite | 26 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 140 |
| Lebewesen und Lebensräume | 168 |
| Luft | 105 |
| Mensch und Umwelt | 190 |
| Wasser | 109 |
| Weitere | 164 |