Das Projekt "Mesoskaliges Netzwerk zur Überwachung von Treibhausgas- und Schadstoffemissionen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität München, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik , Lehrstuhl für Erneuerbare und Nachhaltige Energiesysteme durchgeführt. Aktuelle wissenschaftliche Studien legen nahe, dass die aktuelle Erderwärmung durch Treibhausgasemissionen hervorgerufen wird, die vom Menschen verursacht sind. Um gegen diese Entwicklung geeignete Maßnahmen ergreifen zu können bzw. um zu überprüfen, ob solche Maßnahmen von Erfolg gekrönt sind, ist es notwendig, die Schadstoffkonzentrationen inklusive der zugehörigen Emissionsquellen genau zu kennen. Diese Informationen sind bisher jedoch sehr lückenhaft und beruhen auf sogenannten 'bottom-up' Berechnungen. Da diese Kalkulationen nicht auf direkten Messungen beruhen, weisen sie große Ungenauigkeiten auf und sind außerdem nicht in der Lage, bisher unbekannte Emissionsquellen zu identifizieren. In dem hier vorgestellten Projekt soll ein mesoskaliges Netzwerk für die Überwachung von Luftschadstoffen wie CO2, CH4, CO, NO2 und O3 aufgebaut werden, das auf dem neuartigen Konzept der differentiellen Säulenmessung beruht. Bei diesem Ansatz wird die Differenz zwischen den Luftsäulen luv- und leewärts einer Stadt gebildet. Diese Differenz ist proportional zu den emittierten Schadstoffen und somit eine Maßzahl für die Emissionen, welche in der Stadt generiert werden.Mithilfe dieser Methode wird es in Zukunft möglich sein, städtische Emissionen über lange Zeiträume hinweg zu überwachen. Damit können neue Informationen über die Generierung und Umverteilung von Luftschadstoffen gewonnen werden. Wir werden u.a. folgende zentrale Fragen beantworten: Wie verhält sich der tatsächliche Trend der CO2, CH4 und NO2 Emissionen in München über mehrere Jahre? Wo sind die Emissions-Hotspots? Wie akkurat sind die bisherigen 'bottom-up' Abschätzungen? Wie effektiv sind die Maßnahmen zur Emissionsreduzierung tatsächlich? Sind vor allem für Methan weitere Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen notwendig? Zu diesem Zweck werden wir ein vollautomatisiertes Messnetzwerk aufbauen und passende Methoden zur Modellierung entwickeln, welche u.a. auf STILT (Stochastic Time-Inverted Lagrangian Transport) und CFD (Computational Fluid Dynamics) basieren. Mithilfe der Modellierungsresultate werden wir eine Strategie entwerfen, wie städtische Netzwerke zur Überwachung von Luftschadstoffen aufgebaut werden müssen, um repräsentative Ergebnisse zu erhalten. Außerdem können mit den so gewonnenen städtischen Emissionszahlen z.B. dem Stadtreferat, den Stadtwerken München oder der Bayerischen Staatsregierung Möglichkeiten zur Beurteilung der Effektivität der angewandten Klimaschutzmaßnahmen an die Hand gegeben werden. Das hier vorgestellte Messnetzwerk dient somit als Prototyp, um die grundlegenden Fragen zum Aufbau eines solchen Sensornetzwerks zu klären, damit objektive Aussagen zu städtischen Emissionen möglich werden. Dieses Projekt ist weltweit einmalig und wird zukunftsweisende Ergebnisse liefern.
Das Projekt "Datenstandards für Ressourcen-Optimierte Produktions- und Serviceprozesse (in Gebäuden und Quartieren)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Drees & Sommer Projektmanagement und bautechnische Beratung GmbH Hamburg durchgeführt. Diese Arbeit soll die Durchgängigkeit der Daten mittels einheitlicher Codierung im Planungs-, Produktions-, Logistik-, Montage-, Betriebs- und Rückbauprozess erzeugen. Hierzu wird ein vereinheitlichter IOT-Standard für Bauelemente und Bauprodukte angestrebt, der sowohl für passive (on demand) als auch aktive (self inition) Komponenten dient. Die Möglichkeiten der Ressourcenoptimierung in Materialität, CO2, Arbeitszeit sowie Ermöglichung erweiterter Prozesse im Monitoring und Steuerung von Gebäuden und Quartieren mithilfe der Digitalisierung sind Auslöser und Ziel zugleich.
Das Projekt "Teilvorhaben soziologische Arbeiten" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ, Department Stadt- und Umweltsoziologie durchgeführt. Das DigiMon-Projekt will ein integriertes Frühwarnsystem für geologische CO2-Speicher im Rahmen der Carbon Capture and Storage (CCS)-Technologie entwickeln und verifizieren, indem es bewährte und neuartige Messtechnologien integriert. Durch die Kombination von faseroptischen Sensoren, bewährter Ethernet-basierter digitaler Erfassung und einer webbasierten Echtzeit-Software will das DigiMon-Projekt die Kosten für eine integrierte Reservoir- und Umweltüberwachung signifikant senken, die Akzeptanz und das Verständnis in der Öffentlichkeit fördern und die Zeit bis zur Markteinführung drastisch verkürzen. Die sozialwissenschaftliche Expertise am UFZ wird die im Arbeitspaket abgelegte Forschung zu Partizipationsprozessen und öffentlicher Unterstützung für die Entwicklung und den Einsatz von CO2-Speicherprojekten in Kooperation mit verschiedenen Praxispartnern maßgeblich unterstützen. Das UFZ ist an allen Aufgaben innerhalb von WP 3 mit mindestens 2 Personenmonaten beteiligt. Für Task 3.2.2 'Develop monitoring criteria and indicators' hat es die Projektleitung übernommen, da hier auf die besondere Expertise der sozialwissenschaftlichen Begleitforschung des UFZ zurückgegriffen wird.
Das Projekt "Teilvorhaben: geotomographische Arbeiten" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Geotomographie GmbH durchgeführt. Das DigiMon-Projekt will ein integriertes Frühwarnsystem für geologische CO2-Speicher im Rahmen der Carbon Capture and Storage (CCS)-Technologie entwickeln und verifizieren, indem es bereits bewährte und weniger entwickelte Sensoren und Systemkomponenten zu einem ganzheitlichen, integrierten Überwachungssystem kombiniert und dadurch der jeweilige Technology Readiness Level (TRL) für das Gesamtsystem als auch Systemkomponenten angehoben werden. Dabei wird DigiMon auch den rechtlichen Rahmen für die CCS-Technologie analysieren und 'Best Practices' für regulatorische Instrumente ermitteln, die die Sicherheit von CO2-Speicherprojekten gewährleisten können. Im DigiMon-Projekt wollen wir die technologischen Herausforderungen besser mit den sozialen Faktoren verknüpfen, die bestimmen, inwieweit CO2-Speicherprojekte in ihr gesellschaftliches Umfeld passen werden. Das DigiMon-Konzept wird deshalb auch im Kontext rechtlicher und regulatorischer Rahmenbedingungen bewertet werden. Außerdem wird auf die Möglichkeiten zur Einwilligung der Öffentlichkeit auf die Technologie eingegangen, um Vertrauen aufzubauen. Es ist geplant, das DigiMon-Projekt mit der Europäischen Technologieplattform für emissionsfreie fossile Kraftwerke (ZEP) zu verbinden.
Das Projekt "Übereinkommen von Paris: Entwicklung von Maßnahmen und Aktivitäten für einen klimaverträglichen Flug- und Seeverkehr" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Öko-Institut. Institut für angewandte Ökologie e.V. durchgeführt. a) Das prognostizierte Wachstum des Luft- und Seeverkehrs droht die globalen und nationalen Anstrengungen zur Erreichung der in Paris vereinbarten Klimaschutzziele zu konterkarieren. Der Anteil beider Sektoren an den globalen CO2-Emissionen könnte ohne weitere sektorspezifische Maßnahmen bis 2050 auf fast 40 Prozent ansteigen. Die bislang beschlossenen Maßnahmen wie der CO2-Grenzwert für Flugzeuge und die globale marktbasierte Maßnahme für den internationalen Luftverkehr (CORSIA) bzw. der Energieeffizienzindex und das CO2-Monitoring im Seeverkehr sind wichtige Fortschritte, jedoch für das Erreichen der globalen Klimaschutzziele unzureichend. Das BMUB ist deshalb stärker denn je gefordert, sich aktiv in die europäischen und internationalen Prozesse (v.a. UNFCCC, ICAO, IMO) einzubringen, um so bald wie möglich ambitionierte Strategien und Maßnahmen zur Schließung des Emission-Gap' im Luft- und Seeverkehr auf den Weg zu bringen. Mit dem Vorhaben soll das BMUB in der Ausarbeitung, Weiterentwicklung, Bewertung sowie Umsetzung der Strategien/Maßnahmen gezielt unterstützt werden und die EU- und internationalen Prozesse durch den Forschungsnehmer begleitet werden. Bestehende Maßnahmen (z.B. MRV-VO Seeverkehr, CORSIA Luftverkehr) müssen zudem umgesetzt und weiterentwickelt werden. Das vorgeschlagene Vorhaben soll sich darüber hinaus auch mit der Berechnung und Adressierung der sonstigen Klimawirkungen im Luft- und Seeverkehr befassen, da die existierenden Verhandlungsstränge nur die CO2-Emissionen erfassen. Eine Roadmap zur Entwicklung und Anwendung alternativer Antriebe und Kraftstoffe wird in einem separaten Forschungsvorhaben, mit dem eine enge Abstimmung vorgesehen ist, erarbeitet. b) Ausarbeitung, Weiterentwicklung, Bewertung und Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen und Strategien sowie eine Themenkonferenz zum Klimaschutz im Luft- und Seeverkehr und gegebenenfalls einer weiteren Stakeholderkonferenz zum Klimaschutz im Seeverkehr. .
Das Projekt "Integrated Carbon Oberservation System (ICOS) (Cluster TU-Dresden)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Dresden, Bereich Bau und Umwelt, Fachrichtung Hydrowissenschaften , Institut für Hydrologie und Meteorologie, Professur für Meteorologie durchgeführt.
Das Projekt "Monitoring der Verwendung von Holzprodukten im Bausektor und Bestimmung der Potenziale für CO2-Bindung (KlimaBau)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von INFRO e.K. durchgeführt. Der Baubereich ist der größte Verwendungssektor für Holzprodukte. Somit kommt ihm auch für die CO2-Bindung in Holzprodukten eine vorrangige Bedeutung zu. Der Baubereich gliedert sich in zahlreiche Gewerke. Zudem ist die Holzverwendung nach Gewerken sehr unterschiedlich. Damit ist die Verwendungsstruktur von Holz im Baubereich eine wichtige Entscheidungsgrundlage zur richtigen Weichenstellung für eine erhöhte CO2-Bindung für die Akteure in Politik und Wirtschaft. Mit dem Projekt 'KlimaBau' soll eine empirische Grundlage für die Klimawirkungen der Holzverwendung im Baubereich geschaffen werden. Hierzu wird die Holzverwendung in den Bereichen Neubau und Modernisierung und in den Sektoren Wohnungsbau und Nichtwohnbau erfasst. Die Problematik der Erhebung komplexer, technischer Planungsdaten soll durch die Erfassung von Baubeschreibungen und Leistungsbeschreibungen von Bauvorhaben überwunden werden. Die vorhandene große Zahl an Datensätzen zum Neubau aus dem Projekt 'Holzverwendung im Baubereich' (550 Neubauvorhaben) bildet einen soliden Grundstock, der dauerhaft erhalten und aktualisiert werden soll. 200 weitere Neubauvorhaben werden über Leistungsbeschreibungen von Architekten ergänzt. Zugleich wird damit die Qualität des Rohdatensatzes sukzessiv erhöht. Zur Bestimmung der Holzverwendung in der Wohnungsmodernisierung (ca. 50% der Holzverwendung) werden mit einem Mailpanel 10.000 Haushalte befragt. In der Modernisierung des Nichtwohnbaus (unter 10% der Holzverwendung) wird ein Modell auf der Grundlage von Indikatoren (z.B. Wägungsschema Baupreisindizes, Neubau Nichtwohnbau, erfasste Bauobjekte) entwickelt, das dieses schwer erfassbare, aber kleine Marktsegment mit hinreichender Genauigkeit einschätzt. Über die Einbeziehung von kontinuierlichen Baumarktentwicklungen (Bauvolumen, Bautätigkeit) werden die empirischen Daten fortgeschrieben. So ergänzen sich Baustatistik und kontinuierliche Erfassung der Holzverwendungsstruktur (direkte CO2-Bindung), für deren Bestimmung jährlich neue Dokumentationen von Bauvorhaben hinzukommen und alte ausgeschieden werden. Die entwickelte Methode ergänzt die Life-Cycle-Analysis für einzelne Produkte, indem es ein vollständiges Bild aller Holznutzungen im Baubereich liefert. Es könnte sich als wegweisend für andere Länder erweisen oder ein Vorläufer für eine komplette Erfassung aller im Baukörper gebundenen Materialien sein.
Das Projekt "A New Approach to Quantitative CO2 Injection Monitoring with Geoelectrical Methods" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität (TU) Bergakademie Freiberg, Institut für Geophysik und Geoinformatik durchgeführt.
Das Projekt "KSI: Entwicklung und Verbreitung eines Standardsystems zur THG-Bilanzierung von KMUs" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von KlimAktiv gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung des Klimaschutzes mbH durchgeführt. Im Rahmen des Projektes CO2-Rechner PRO für Unternehmen wurde ein System entwickelt und verbreitet, welches eine standardisierte Treibhausgas-Bilanzierung von produzierenden und nicht-produzierenden KMUs erlaubt. Ziel war es mit einem einheitlichen Standardsystem eine bessere Vergleichbarkeit der CO2-Bilanzierung von KMUs zu gewährleisten. Auf dieser Grundlage werden klimaschutzbezogene Kennzahlen zur Bewertung der unternehmensspezifischen Performance transparenter und vergleichbarer sowie die Ableitung branchenspezifischer Benchmarks zukünftig erleichtert. Der Aufbau des Systems gibt KMUs die Möglichkeit, ihre THG-Bilanzierung auf kostengünstige und transparente Weise durchzuführen. Auf der Grundlage einer wissenschaftlich fundierten und praxisorientierten Vorgehensweise wurde eine Software zur THG-Bilanzierung bereitgestellt. Eine Schlüsselrolle kam dabei dem Aufbau eines Kompetenznetzwerks aus Wissenschaftlern und Praktikern zu, die einerseits die Entwicklung des Software-Systems begleiteten und andererseits als Multiplikatoren für eine weite Verbreitung des Systems fungieren. *Etablierung eines Kompetenznetzwerkes von Beratern, Prüfgesellschaften und sonstigen Dienstleistern rund um die Themen Energieeinsparung, -effizienz, CO2-Bilanzierung und CO2-Ausgleich *Anknüpfung an bestehende Netzwerke und Initiativen im Bereich Klimaschutz für KMUs *Weiterentwicklung der bestehenden Softwarelösung CO2-Rechner mit einem Kompetenznetzwerk zu einem Standardsystems zur THG-Bilanzierung *Systemverbreitung durch das Kompetenznetzwerk.
Das Projekt "Erstellung einer Gesamtbilanz CO2-Monitoring und -Evaluierung für das Hamburger Klimaschutzkonzept" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH durchgeführt. Die Freie und Hansestadt Hamburg hat 2007 ein Klimaschutzkonzept mit dem Ziel, die CO2-Emissionen bis 2012 um 2 Millionen Tonnen gegenüber 2007 zu senken, in Kraft gesetzt. Dieses Ziel soll durch die Kombination von städtischen Maßnahmen, Maßnahmen des Bundes und der EU, durch Anstrengungen der Hamburger Industrie, Bildungsmaßnahmen und technischen Fortschritt erreicht werden. Die städtischen Maßnahmen decken hierbei eine Vielzahl verschiedener Handlungsfelder ab. Um die Effektivität des Klimaschutzkonzeptes - insbesondere im Hinblick auf die erreichte Emissionsminderung - evaluieren zu können, hat das Wuppertal Institut 2009 ein Monitoringkonzept entwickelt. Nunmehr dient dieses Projekt der Erstellung einer Gesamtbilanz des Hamburger Klimaschutzkonzeptes. Dafür werden insbesondere die durch Maßnahmen der Stadt, aber auch durch Politikinstrumente des Bundes und der EU erreichten Emissionsminderungen quantifiziert und zusammengestellt. Dieses Projekt führt das Wuppertal Institut gemeinsam mit dem Öko-Institut durch.
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Bund | 16 |
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