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Sickerwasserfassung und Abwasserbehandlung zur Reduzierung der Gewässerbelastung an einem ehemaligen Haldenstandort der Kali-Chemie AG in Stolberg

In einem Werk der 'Chemischen Fabrik Rhenania' (ab 1928 Kali-Chemie AG) wurden am Stolberger/Rhld. Standort von 1852 bis 1944 in der Hauptsache Soda und später weitere Produkte wie Ätznatron, Chlorkalk und Düngemittel hergestellt. Die Produktionsrückstände gelangten neben Bauschutt und Schlacken auf eine Halde. Die so genannte Halde Kali-Chemie bzw. Rhenania-Halde nimmt bei einer Schütthöhe von bis zu 40 m eine Fläche von ca. 7,5 ha ein. Das Volumen wird auf 2,6 Mio m3 geschätzt. Die Rhenania-Halde besteht überwiegend aus Calciumsulfid (CaS), einem Abfallprodukt der hier bis 1922 bestehenden Sodaproduktion sowie aus Kalk. Niederschläge, die auf die Halde fallen und dort versickern, lösen das Calciumsulfid. Das Sickerwasser tritt auf einer Strecke von rund 170 m am nördlichen Haldenfuß aus. Bis etwa 1980 wurden dort Spitzenwerte bis 15.000 mg/l an Sulfid- bzw. Schwefelwasserstoff gemessen. In den letzten Jahren erreichten die gemessenen Maximalwerte rund 4.000 mg/l. Die ursprüngliche Sickerwasserfassung am nördlichen Haldenfuß wurde in 2009 als unterirdischer Drainagegraben ausgebaut. Damit wurde zum einem eine Möglichkeit der homogenisierten und sedimentfreien Entnahme des Sickerwassers für die spätere Abwasseraufbereitung geschaffen. Außerdem konnte die Geruchsproblematik der Schwefelwasserstoffgase nahezu unterbunden werden. Die Entwicklung einer für den Standort optimalen Sickerwasserbehandlungsanlage bedeutet die integrierte Betrachtung aller technischen, wirtschaftlichen, ökologischen, betrieblichen und genehmigungsrechtlichen Aspekte. Ferner waren die Auswirkungen auf den technischen Betrieb einer Anlage abzuschätzen, die durch die Reduzierung der Sickerwassermengen innerhalb der nächsten 20 Jahre zu erwarten sind. Die Reduzierung der Sickerwassermenge erfolgt durch die Umsetzung eines Bepflanzungskonzeptes, mit dem insbesondere in den Wintermonaten durch die Anpflanzung von Nadelgehölz die Verdunstungsrate deutlich erhöht wird. Die verfahrenstechnische Prozessauswahl erfolgte durch chemisch-mathematische Modellierung, Laborversuche, halbtechnische Versuche und einem Variantenvergleich. Durch einen kontinuierlichen Laborversuch wurde letztendlich nachgewiesen, dass das ausgewählte biologische Aufbereitungsverfahren der Firma Paques, Balk (NL), das 'Thiopaq®'-Verfaren, als technisch und wirtschaftlich am besten geeignetes Verfahren anzusehen ist. Für die konkret anfallenden Sickerwässer waren zusätzlich umfangreiche Entwicklungsarbeiten nötig. Mit dem vorliegenden Kenntnisstand ist sichergestellt, dass eine Aufbereitung der Sickerwässer unter Berücksichtigung aller oben genannten Aspekte praktikabel ist.

Chargenweise Vorbehandlung der konzentrierten Produktionsabwaesser von 70 qbm und 1000 kg CSB-Fracht/taeglich

Es ist eine Behandlungsanlage fuer max. 70 qbm stark verschmutzter Produktionsabwasser pro Tag zu planen und zu bauen. Eine gemeinsame Reinigung dieser Abwaesser, die aus vielen verschiedenen Produktionsprozessen stammen, ist nicht moeglich. Deshalb ist es erforderlich, diese Abwaesser entsprechend den Inhaltsstoffen getrennt zu sammeln und in geeigneten Stufen zu reinigen, bevor sie ueber ein Ausgleichsbecken in die Kanalisation abgelassen werden. Die Behandlung fuer jedes Abwasser muss entwickelt und erprobt werden. Die Anlage dieser Problemabwasser ist flexibel und moeglichst universell auszulegen, so dass auch zukuenftige Produktionsabwaesser gereinigt werden koennen. Die haeufigsten Methoden sind: Oxidation mit H2O2 oder Chlorkalk, Extraktion mit Loesungsmitteln, Faellung oder Flockung mit Kalk, Soda oder Flockungsmittel sowie eine Methode zum biologischen Abbau einer formathaltigen Eiweissloesung.

Verminderung der Schadstoffemissionen bei der Produktion von Umschmelzaluminium-Legierungen

Die Filteranlage zur Reinigung der Abgase eines Abschmelzofens mit besonders grosser Ofenoeffnung fuer die Produktion von Aluminiumlegierungen zweiter Schmelzung soll auf das Trockensorptionsverfahren mit Gewebefilter umgeruestet werden, um die Abgase nahezu vollstaendig erfassen und reinigen zu koennen. Zur Verminderung der gasfoermigen Emissionen an Chlor- und Fluorverbindungen sowie SO2 wird dem Abgas Kalkhydrat als Additiv zudosiert. Gleichzeitig soll die Stoeranfaelligkeit des Abscheidesystems durch die Moeglichkeit der Abschaltung einzelner Sektionen zu Wartungszwecken vermindert werden.

Informationen zur chemischen Verbindung: Trichlormethin

Die verlinkte Webseite enthält Informationen der Website chemikalieninfo.de des Umweltbundesamtes zur chemischen Verbindung Trichlormethin.<br> Stoffart: Einzelinhaltsstoff.<br> Farbe: farblos. Es gelten folgende Umweltgefahren: Sonstige Umweltgefahren Text: Forsetzung: SEßHAFTIGKEIT: seßhaft STABILITÄT, LAGERUNG: - Kristalline Ausfällung bei Lagerung; selbst in hermetisch verschlossenen Gefäßen erfolgt unter Gelb- bis Braunfärbung langsame Dimerisierung zu N,N,N'',N''-Tetrakis-(2-chlorethyl)- piperazindiiumdichlorid (kristalline Ausfällung); - Für Munitionierung ausreichend stabil; - Nicht beständig gegenüber Wärme und Licht; Bei Temperaturen oberhalb 50 °C Dimerisation ; - Zersetzung beginnt oberhalb 100 °C und ist beim Siedepunkt vollständig; - In polaren Lösungsmitteln nicht stabil ; - Lösungen in Aceton oder Ether sind mehrere Tage beständig, ohne erkennbare Zersetzungs- erscheinungen; - Stabilisatoren: unpolare Lösungsmittel: z.B. Benzol, Dioxan, Hexan, Tetrachlorkohlenstoff SCHUTZMAßNAHMEN UND DEKONTAMINATION: - Zur Gelände-, Geräte- und Materialentgiftung wird Chlorkalk, dem Salzsäure bzw. Natriumhydrogensulfat zugesetzt wird, verwendet. - Zur Entgiftung von Glas- und Porzellangeräten: Salpetersäure, Chromschwefelsäure. - In alkoholischen Natriumsulfid-Lösungen wird es zu ungiftigen Verbindungen umgesetzt. Zitat: Bestandsaufnahme von Rüstungsaltlastverdachtsstandorten in der Bundesrepublik Deutschland - Band 3: Kampfstofflexikon Sonstige Umweltgefahren Text: Sehr gefährlicher Wasserschadstoff. Gelöste Substanz wird in Wasser langsam hydrolysiert, dabei pH-Wert-Senkung. Die teilhydrolysierten Zwischenprodukte bis hin zum Bis-(2-hydroxyethyl)aziridiniumchlorid sind gleichfalls toxisch. Man darf erwarten, daß N-Yperit innerhalb weniger Wochen zu ungiftigen Produkten hydrolysiert. Ungelöste Substanz am Boden von Gewässern unterliegt im wesentlichen nur dem Dimerisierungsprozeß und kann lange wirksam bleiben. N-Yperit-Dämpfe werden in der Luft durch Feuchtigkeit, Sauerstoff und Sonnenlicht langsam entgiftet. Zitat: Stoffdatenblätter Sonstige Umweltgefahren Text: HYDROLYSEEIGENSCHAFTEN: - Beschleunigung der Hydrolyse durch Alkalien; - In wäßriger Lösung stellt sich innerhalb von 30 bis 60 Minuten ein Gleichgewicht zwischen 2,2''-Dichlordiethyl-N-methylamin und 1-Methyl-1-(2-chlorethyl)-aziridiniumchlorid ein; - Teilhydrolysierte Zwischenprodukte sind ebenfalls toxisch; - Es ist zu erwarten, daß es innerhalb einiger Wochen zu ungiftigen Produkten hydrolysiert wird. VERHALTEN IM WASSER; AQUATISCHE TOXIZITÄT: - sehr gefährlicher Wasserschadstoff - Gelöst werden die Stickstoffloste in Gewässern langsam unter pH-Wert Senkung hydrolysiert; - Teilhydrolysierte Zwischenprodukte sind toxisch; Ungelöst am Boden des Gewässers unterliegt es im wesentlichen nur dem Dimerisierungsprozeß und kann lange Zeit wirksam bleiben. - Bei Vergiftung des Grundwassers durch den Inhalt von Kampfstoffgranaten ist ein hydrolytischer Abbau zu erwarten. Da jedoch bei Laborversuchen ein vollständiger Abbau nicht erreicht werden konnte, ist auch eine geringe Belastung des Geländes nicht auszuschließen. VERTEILUNGSKOEFFIZIENTEN: Flüchtigkeit aus Wasser bei 1m Wassertiefe: t1/ 2 = 6 bis 22 d (berechnet) LUFT: Dämpfe werden in der Luft durch Feuchtigkeit, Sauerstoff und Sonnenlicht langsam entgiftet. TOXIZITÄT: Wirkt auf Insekten sterilisierend. ABBAUPRODUKTE: - N,N,N'',N''-Tetrakis-(2-chlorethyl)-piperazindiiumdichlorid, Bis-(2-chlorethyl)- 2''-hydroxyethylammoniumchlorid, 2-Chlorethyl-bis-(2''-hydroxyethyl)-ammoniumchlorid, Tris- (2-hydroxyethyl)-ammoniumchlorid; - Abbauprodukte in Granaten: geringe Mengen Tris-(2-chlorethyl)-amin-hydrochlorid und N,N,N'',N''-Tetrakis-(2-chlorethyl)-piperazoniumdichlorid, das zum Triethanolamin hydrolysiert. GEFAHRENHINWEISE: Kemlerzahl: 66 Sonstige Umweltgefahren Text: VERHALTEN IN DER UMWELT: AUSBREITUNG IN DER UMWELT: Das Mackay-Modell berechnet die Verteilung von N-Lost in Wasser, Boden und Luft zu 69 %, 16 % und 15 %. In dem SESOIL-Modell wurde innerhalb der Simulationszeit von 10 Jahren eine Eindringtiefe von 3 m nicht erreicht; eine Grundwasser- gefährdung ist also bedingt durch die schneller verlaufende Hydrolyse auszuschließen. In der Luft erfolgt langsame Entgiftung durch Feuchtigkeit, Sonnenlicht und Sauerstoff. ABIOTISCHER ABBAU: HYDROLYSE: N-Lost wird nur langsam über mehrere, ebenfalls toxische Zwischenprodukte hydrolysiert. Die Hydrolyse (vgl. ""Transformation und Abbaubarkeit"") zum ungiftigen Endprodukt ist in einem mehrere Wochen umfassenden Zeitraum abgeschlossen, ungelöste Substanz kann jedoch wesentlich länger wirksam bleiben. PHOTOLYSE: N-Lost wird durch Sonnenlicht langsam entgiftet. Photolyse wurde berechnet. BIOAKKUMULATION: BCF = 1189,21 berechnet mit dem berechneten log Pow von 3,12. ÖKOTOXIZITÄT: TERRESTRISCHE ÖKOTOXIZITÄT: Akute Wirkung von N-Lost auf Wildvögel. N-Lost wirkt auf Insekten sterilisierend . AQUATISCHE ÖKOTOXIZITÄT: N-Lost zählt zu den gefährlichen Wasserschadstoffen. Gelöstes N-Lost wird in Wasser langsam hydrolysiert, dabei tritt eine pH-Senkung ein. Die Zwischenprodukte bis hin zum Bis-(2-hydroxyethyl)-aziridiniumchlorid sind gleichfalls toxisch. Man darf erwarten, daß N-Lost innerhalb einiger Wochen zu ungiftigen Produkten hydrolysiert. Ungelöstes N-Lost am Boden des Gewässers unterliegt im wesentlichen nur dem Dimerisierungsprozeß und kann lange Zeit wirksam bleiben. N-Lost Dämpfe werden in der Luft durch Feuchtigkeit, Sauerstoff und Sonnenlicht langsam entgiftet. Zitat: Kriterien zur Beurteilung und Deponierung von kontaminierten Materialien aus Rüstungsaltlasten

Informationen zur chemischen Verbindung: Nitrogen mustard

Die verlinkte Webseite enthält Informationen der Website chemikalieninfo.de des Umweltbundesamtes zur chemischen Verbindung Nitrogen mustard.<br> Stoffart: Einzelinhaltsstoff.<br> Farbe: farblos - gelb. Es gelten folgende Umweltgefahren: Sonstige Umweltgefahren Text: Forsetzung: - Zur Entgiftung von Glas- und Porzellangeräten: Salpetersäure, Chromschwefelsäure. Zitat: Bestandsaufnahme von Rüstungsaltlastverdachtsstandorten in der Bundesrepublik Deutschland - Band 3: Kampfstofflexikon Sonstige Umweltgefahren Text: WASSERLÖSLICHKEIT: Bildet mit Säuren Salze, die leicht wasserlöslich sind. HYDROLYSEEIGENSCHAFTEN: - Beschleunigung der Hydrolyse durch Alkalien; - In wäßriger Lösung stellt sich innerhalb von 30 bis 60 Minuten ein Gleichgewicht zwischen 2,2''-Dichlordiethyl-N-methylamin und 1-Methyl-1-(2-chlorethyl)-aziridiniumchlorid ein; - Teilhydrolysierte Zwischenprodukte sind ebenfalls toxisch; - Es ist zu erwarten, daß es innerhalb einiger Wochen zu ungiftigen Produkten hydrolysiert wird. VERHALTEN IM WASSER; AQUATISCHE TOXIZITÄT: - sehr gefährlicher Wasserschadstoff - Gelöst werden die Stickstoffloste in Gewässern langsam unter pH-Wert Senkung hydrolysiert; - Ungelöst am Boden des Gewässers unterliegen die Stickstoffloste im wesentlichen nur dem Dimerisierungsprozeß. - Die Zwischenprodukte der Hydrolyse sind toxisch. VERTEILUNGSKOEFFIZIENTEN: Flüchtigkeit aus Wasser bei 1m Wassertiefe: t1/ 2 = 13 d LUFT: Dämpfe werden in der Luft durch Feuchtigkeit, Sauerstoff und Sonnenlicht langsam entgiftet. ABBAUPRODUKTE: N'',N''-Dimethyl-N,N''-bis-(2-chlorethyl)-piperazindiiumdichlorid, 2- Chlorethyl-2''-hydroxyethylmethylammoniumchlorid, Bis-(2-hydroxyethyl)-methylammoniumchlorid GEFAHRENHINWEISE: Kemlerzahl: 66 SEßHAFTIGKEIT: seßhaft STABILITÄT, LAGERUNG: - Ist trocken weitgehend stabil. - Unter Normalbedingungen auch bei Ausschluß von Licht, Luft und Feuchtigkeit nicht stabil; - Instabil bei Lagerung; - Dimerisiert innerhalb weniger Stunden zu 1,4-Dimethyl-1,4-bis-(2-chlorethyl)-piperazindiium-dichlorid; - In unpolaren Lösungsmitteln (z.B. Benzol, Pentan, Chloroform, CCl4, Dioxan) ziemlich beständig; - Stabilisatoren: unpolare Lösungsmittel: z.B. Benzol, Pentan, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Dioxan SCHUTZMAßNAHMEN UND DEKONTAMINATION: - Zur Gelände-, Geräte- und Materialentgiftung wird Chlorkalk, dem Salzsäure bzw. Natriumhydrogensulfat zugesetzt wird, verwendet.

Informationen zur chemischen Verbindung: Bis-(2-chlorethyl)-ethylamin

Die verlinkte Webseite enthält Informationen der Website chemikalieninfo.de des Umweltbundesamtes zur chemischen Verbindung Bis-(2-chlorethyl)-ethylamin.<br> Stoffart: Einzelinhaltsstoff.<br> Farbe: farblos. Es gelten folgende Umweltgefahren: Sonstige Umweltgefahren Text: VERHALTEN IM WASSER; AQUATISCHE TOXIZITÄT: - sehr gefährlicher Wasserschadstoff - Gelöst werden die Stickstoffloste in Gewässern langsam unter pH-Wert Senkung hydrolysiert; - Ungelöst am Boden des Gewässers unterliegen die Stickstoffloste im wesentlichen nur dem Dimerisierungsprozeß. GEFAHRENHINWEISE: Kemlerzahl: 66 SEßHAFTIGKEIT: seßhaft STABILITÄT, LAGERUNG: - Zur Munitionierung ausreichend stabil. - Stabilisatoren: keine SCHUTZMAßNAHMEN UND DEKONTAMINATION: - Zur Gelände-, Geräte- und Materialentgiftung wird Chlorkalk, dem Salzsäure bzw. Natriumhydrogensulfat zugesetzt wird, verwendet. - Zur Entgiftung von Glas- und Porzellangeräten: Salpetersäure, Chromschwefelsäure. Zitat: Bestandsaufnahme von Rüstungsaltlastverdachtsstandorten in der Bundesrepublik Deutschland - Band 3: Kampfstofflexikon

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