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s/coccinelidae/Coccinellidae/gi

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Erarbeitung von Strategien zu Erhalt und Verbesserung der Ertragsstabilität und der Nutzung funktioneller Biodiversität sowie der Reduktion des Pflanzenschutzaufwandes im Ökologischen Tafelapfelanbau

Ziel des Projekts ist es, die bestehenden Schwachstellen des Anbausystems im ökologischen Tafelapfelanbau gezielt zu bearbeiten und Kombinationsstrategien zu entwickeln, die sowohl die Ertragsstabilität verbessern als auch zu einer Reduktion des Pflanzenschutzmitteleinsatzes und/oder zu einer Erhöhung der Biodiversität in den Obstanlagen führen. Ausgearbeitet werden soll eine sinnvolle Reduktion der Anwendungen mit Apfelwicklergranuloviren (CpGV) mit Schwerpunkt auf dem Spätsommer in Kombination mit einer Reduktion der Fungizidbehandlungen und dem Test neuer Isolate und Virustypen zur Optimierung des Virulenzmanagements. In enger Verzahnung mit den Arbeiten zum Apfelwickler soll für den Spätsommer eine langfristig tragfähige Gesamtstrategie zur Reduktion der Pflanzenschutzanwendungen mit Schwerpunkt Kupferminimierung unter engem Einbezug der Praxis entwickelt werden. Als Baustein für die Regulierung der Blutlaus sollen Strategien für eine gezielte Förderung von bereits früh aktiven Marienkäfern und Schwebfliegen durch Vegetationsmanagementsmaßnahmen erarbeitet werden. Der Einfluss des Vegetationsmanagements in der Fahrgasse auf Fruchtschäden durch Baumwanzen in Sachsen soll untersucht werden.

Erarbeitung von Strategien zu Erhalt und Verbesserung der Ertragsstabilität und der Nutzung funktioneller Biodiversität sowie der Reduktion des Pflanzenschutzaufwandes im Ökologischen Tafelapfelanbau, Erarbeitung von Strategien zu Erhalt und Verbesserung der Ertragsstabilität und der Nutzung funktioneller Biodiversität sowie der Reduktion des Pflanzenschutzaufwandes im Ökologischen Tafelapfelanbau

Ziel des Projekts ist es, die bestehenden Schwachstellen des Anbausystems im ökologischen Tafelapfelanbau gezielt zu bearbeiten und Kombinationsstrategien zu entwickeln, die sowohl die Ertragsstabilität verbessern als auch zu einer Reduktion des Pflanzenschutzmitteleinsatzes und/oder zu einer Erhöhung der Biodiversität in den Obstanlagen führen. Ausgearbeitet werden soll eine sinnvolle Reduktion der Anwendungen mit Apfelwicklergranuloviren (CpGV) mit Schwerpunkt auf dem Spätsommer in Kombination mit einer Reduktion der Fungizidbehandlungen und dem Test neuer Isolate und Virustypen zur Optimierung des Virulenzmanagements. In enger Verzahnung mit den Arbeiten zum Apfelwickler soll für den Spätsommer eine langfristig tragfähige Gesamtstrategie zur Reduktion der Pflanzenschutzanwendungen mit Schwerpunkt Kupferminimierung unter engem Einbezug der Praxis entwickelt werden. Als Baustein für die Regulierung der Blutlaus sollen Strategien für eine gezielte Förderung von bereits früh aktiven Marienkäfern und Schwebfliegen durch Vegetationsmanagementsmaßnahmen erarbeitet werden. Der Einfluss des Vegetationsmanagements in der Fahrgasse auf Fruchtschäden durch Baumwanzen in Sachsen soll untersucht werden.

Blattläuse

<p>Blattläuse: Unbeliebte Gartenbesucher</p><p>So bekämpfen Sie Blattläuse ohne Chemie</p><p><ul><li>Gestalten Sie Ihren Garten naturnah, um Fressfeinde anzulocken.</li><li>Wählen Sie Pflanzensorten, die bei Blattläusen unbeliebt sind.</li><li>Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig, damit sich Läuse nicht massenhaft vermehren.</li><li>Tolerieren Sie einen geringfügigen Befall.</li><li>Entfernen Sie Blattläuse notfalls per Wasserstrahl.</li></ul></p><p>Gewusst wie</p><p>Blattläuse (<em>Aphidina</em>) zählen zu den bekanntesten Schädlingen im Garten. Allein in Mitteleuropa sind rund 850 Blattlausarten bekannt. Sie stechen die Pflanzen an und saugen den zuckerhaltigen Pflanzensaft. Meist ist der Befall harmlos und kann toleriert werden. Insbesondere an Ziergehölzen sind Blattläuse nur ein optisches Problem. Wenn sie jedoch über einen längeren Zeitraum in großer Zahl an einer Pflanze saugen, schwächen sie diese. Die zuckerhaltigen Ausscheidungen der Blattläuse, der sogenannte Honigtau, sind außerdem ein idealer Nährboden für Rußtaupilze. Diese Pilze bilden einen schwarzen Belag, wodurch die Photosyntheseleistung der Pflanze sinkt. In einzelnen Fällen können Blattläuse auch Viruskrankheiten übertragen. Sie geben zum Beispiel Tabakmosaikviren an Tomaten, Gurken und Paprika sowie das Scharkavirus an Steinobst weiter. Gegen Viren gibt es keine ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/p?tag=Pflanzenschutzmittel#alphabar">Pflanzenschutzmittel</a>⁠.</p><p><strong>Blattläuse in der Nahrungskette:</strong> Viele Vogelarten, Spinnen und Insekten ernähren sich von Blattläusen und deren Ausscheidungen. Insbesondere der Marienkäfer ist ein fleißiger Blattlausräuber. Ein ausgewachsener Käfer vertilgt in seinem etwa einjährigen Leben bis zu 5.000 Blattläuse. Die Käfer werden durch bestimmte Düfte (Pheromone) angelockt, welche befallene Pflanzen abgeben. Die Weibchen legen ihre Eier in die Blattlauskolonie und nach wenigen Tagen schlüpfen die ersten Larven, welche umgehend mit der Vertilgung der Blattläuse beginnen. Damit Marienkäfer nach ihrer Winterruhe gute Startbedingungen haben, brauchen sie schnell Nahrung. Diese besteht im Frühjahr, neben Blattläusen, auch aus Pollen von Rosengewächsen. Deshalb sollten Sie insbesondere im Frühjahr auf Insektizide verzichten, wenn Ihre Rosen von Blattläusen befallen sind. Die Rosen überstehen den Befall und blühen trotzdem. Marienkäfer und Meisenbrut danken es Ihnen.</p><p><strong>Locken Sie Fressfeinde an:</strong> Gestalten Sie Ihren Garten abwechslungsreich und naturnah und errichten Sie Versteck- und Nistmöglichkeiten für Blattlaus-Räuber.</p><p><strong>Sortenwahl:</strong> Es gibt einige Pflanzensorten, die gegen den Befall von Blattläusen resistent bzw. weniger anfällig sind. Allerdings wurden in Versuchen regionale Unterschiede nachgewiesen. In einigen Regionen Deutschlands sind zudem in den letzten Jahren die Blattlausresistenzen zusammengebrochen. Die Sauger befallen nun also auch Sorten, die sie vorher verschmäht haben. Informieren Sie sich zu passenden Sorten in Fachmedien und lassen Sie sich im Fachhandel (z.B. Gärtnereien, Baumschulen) dazu beraten.</p><p><strong>Übrigens:</strong> Pflanzen mit einer intensiven grünen Farbe haben eine hohe Anziehungskraft auf Blattläuse. In einzelnen Kulturen kann es daher auch hilfreich sein, auf Sorten mit anderer Blattfarbe zurückzugreifen, z.B. rotblättriger Salat statt grünblättriger.</p><p><strong>Blattläuse im Gewächshaus:</strong> Im Gewächshaus ist es möglich, gezielt Nützlinge aus dem Fachhandel gegen Blattläuse auszubringen. Da die Tiere unter Umständen aus dem Gewächshaus entweichen können, sollten Sie nur einheimische Arten und Unterarten verwenden. Das ist sehr wichtig, damit natürlich vorkommende Arten nicht beeinträchtigt oder verdrängt werden. Kaufen Sie z.B. nur heimische Marienkäferarten wie den Zweipunkt (<em>Adalia bipunctata</em>) oder den Siebenpunkt (<em>Coccinella septempunctata</em>). Kaufen Sie keine Asiatischen Marienkäfer (<em>Harmonia axyridis</em>, auch Harlekin-Marienkäfer) und keine Australischen Marienkäfer (<em>Cryptolaemus montrouzieri</em>). Mehr dazu lesen Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/nuetzlinge-im-garten#kommerzieller-einsatz-von-nutzlingen-im-gewachshaus-und-garten">HIER</a>.</p><p><strong>Blattläuse meiden starke Pflanzen:</strong>&nbsp;Achten Sie schon beim Kauf eines Gewächses darauf, dass es zu den Standortverhältnissen in Ihrem Garten passt. Kümmernde Pflanzen sind ein gefundenes Fressen für Blattläuse. Dasselbe gilt für überdüngte Pflanzen, weil sie ein weiches Gewebe haben.</p><p><strong>Mit Handarbeit gegen Lausbefall:</strong></p><p>⁠<strong>Blattlausarten in Obstgehölzen, im Gemüsebau und an Zierpflanzen: </strong>Oft treten an einer Pflanze mehrere unterschiedliche Blattlausarten auf. Zur Orientierung erhalten Sie in der Bildergalerie einen Überblick über wichtige Blattlausarten sowie einige artspezifische Tipps. Für Hobbygärtner*innen ist es allerdings nicht zwingend notwendig, die einzelnen Arten unterscheiden zu können. Die vorbeugenden Maßnahmen und die allgemeinen Strategien zur Befallsminderung treffen weitgehend auf alle Arten gleichermaßen zu.</p><p>Die Grüne Pfirsichblattlaus ist im Frühjahr vorwiegend auf Pfirsichbäumen anzutreffen und wechselt im Sommer auf Gemüsepflanzen. Sie ist vor allem als Virusüberträger von Bedeutung.</p><p>Bei einem starken Befall mit der Schwarzen Mehligen Apfelblattlaus wachsen Triebe verkrümmt, Blätter fallen vorzeitig ab und befallene Früchte bleiben klein. Im Hobbygarten kann ein Befall meist toleriert werden.</p><p>Ein Befall mit Apfelfaltenläusen ist leicht zu erkennen: Die Ränder der Apfelblätter erscheinen faltenartig aufgeworfen und sind leuchtend rot gefärbt. Dem Baum schaden die meist blaugrau gefärbten Blattläuse aber in der Regel kaum, eine Bekämpfung ist daher nicht notwendig</p><p>Die Grüne Apfelblattlaus ist vorwiegend an jungen Bäumen anzutreffen, insbesondere, wenn sie zu viel gedüngt wurden. Eine Bekämpfung ist im Hobbygarten nicht notwendig. Befallene Blätter können abgepflückt, stark befallene Triebspitzen abgeschnitten und über den Kompost oder Biomüll entsorgt werden.</p><p>Die Apfelgraslaus ist vorwiegend an alten Bäumen anzutreffen, meist schon zu Saisonbeginn in größerer Zahl. Sie sollte geschont werden, da sie den Fressfeinden zahlreicher Blattlausarten als erste Nahrung dient und ihnen somit hilft, sich rasch zu vermehren.</p><p>Schwarze Kirschenblattläuse sitzen an den Blattunterseiten insbesondere der Triebspitzen und verursachen gekräuselte und eingerollte Blätter. Kontrollieren Sie die Gehölze im Frühjahr, noch ehe sich die Blütenknospen öffnen, regelmäßig auf einen Befall.</p><p>Die Große Rosenblattlaus muss in der Regel nicht bekämpft werden. Die etwa vier Millimeter großen grünen Blattläuse werden durch Nützlinge meist gut in Schach gehalten. Notfalls können Sie diese auch mit einem harten Wasserstrahl abspritzen oder mit den Fingern abstreifen.</p><p>Die Blutlaus verbirgt sich ähnlich wie die Wolllaus unter weißen Wachsfäden. Beim Zerdrücken tritt die namensgebende blutrote Flüssigkeit aus. In der Regel genügt es, Blutlauskolonien an der Rinde abzubürsten, den Rest erledigen Nützlinge wie die Blutlauszehrwespe (Aphelinus mali).</p><p>Bohnenkraut schreckt die Schwarze Bohnenblattlaus ab. Auch auf der Fensterbank oder im Gewächshaus vorgezogene Pflanzen werden seltener befallen. Eine gleichmäßige Wasserversorgung erhöht die Widerstandskraft der Pflanzen.</p><p>An Salat können verschiedene Blattlausarten auftreten, besonders häufig jedoch die Grüne Salatblattlaus. Bevorzugen Sie beim Salatanbau resistente Sorten.</p><p>Wenn Möhren kümmern und in den Möhrenreihen viele Ameisen vorkommen, dann sollten Sie probeweise den Wurzelhals einiger Pflanzen (der Bereich, in dem das Möhrengrün ansetzt) freilegen. Es kann ein Befall der Möhrenwurzellaus vorliegen. Regelmäßiges Gießen in Trockenperioden hilft vorbeugend.</p><p>Die Grüne Gurkenblattlaus ist die häufigste Blattlausart an Gurken und kann bei starkem Befall zu Wachstumsstockungen oder gar zum Absterben der Pflanze führen. Regelmäßige Kontrolle hilft, den Befall frühzeitig zu erkennen, bevor sich die Blattläuse massenhaft vermehren.</p><p>Trotz ihres Namens kann die Grüne Erbsenblattlaus auch rötlich gefärbt sein. Befallene Triebe und Erbsenschoten können verkrüppeln. Eine weite Fruchtfolge und ein nützlingsfreundlicher Garten sind die besten Gegenmaßnahmen.</p><p>Die Mehlige Kohlblattlaus kann Wachstumsstockungen verursachen. Bei Blumenkohl wird der essbare Blütenstand mitunter gar nicht erst gebildet oder durch Rußtaupilze verunreinigt. Da sich gerade zwischen den Blumenkohlblättern auch viele Nützlinge verbergen, sollten Sie auf Pflanzenschutzmittel verzichten.</p><p><strong>⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/p?tag=Pflanzenschutzmittel#alphabar">Pflanzenschutzmittel</a>⁠</strong><strong>⁠</strong><strong> nur im Notfall:</strong>&nbsp;Damit eine Bekämpfung von Blattläusen mit Pflanzenschutzmitteln erfolgreich ist, müssen die Spritzungen genau zum richtigen Zeitpunkt erfolgen. Häufig sind mehrere Spritzungen innerhalb weniger Wochen notwendig, bei denen sämtliche Pflanzenteile benetzt werden müssen. Trotzdem entwischen manche Läuse, die sich an den Triebspitzen, an Blattunterseiten und Wurzeln verstecken. Einige Pflanzenschutzmittel schaden auch Nützlingen. Wer sie trotzdem verwendet, gefährdet das Gleichgewicht zwischen Schädlingen und ihren natürlichen Feinden. Wer Blattläuse mit Pflanzenschutzmitteln bekämpfen will, muss sich deshalb vorher genau informieren.</p>

Attraktivität von Blühstreifen für Honigbienen, Wildbienen und Nützlinge landwirtschaftlicher Kulturpflanzen

Blühstreifen sind Lebensraum für Nützlinge wie z.B. Marienkäfer, Schwebfliegen und Schlupfwespen, die von dort aus die Kulturpflanzenbestände besiedeln und Schädlinge wie z.B. Blattläuse vertilgen. Blühstreifen stellen aber auch für Honigbienen, Wildbienen, Hummeln und weitere Bestäuber wertvolle Pollen- und Nektarquellen dar, insbesondere dann, wenn sie über einen längeren Zeitraum blühen und so Trachtlücken füllen. Zunächst soll ein qualifizierter Überblick über am Markt angebotene Blühstreifenmischungen erstellt werden. Im praktischen Teil werden dann verschiedene Blühstreifenmischungen an drei verschiedenen Standorten (Soester Börde, Münsterland, Haarstrang) angesät. Der Insektenflug wird dort kameragestützt in einem definierten Raster dokumentiert. Durch Kescherfänge und Bodenfallen sowie Begehungen werden Nützlinge wie Marienkäfer, Schwebfliegen, Schlupfwespen, Laufkäfer und Webspinnen erfasst. Die so erfassten Daten sollen Informationen geben, welche Mischungen für Bestäuber und Nützlinge attraktiv sind. Pflanzen oder Pflanzengruppen, die die Attraktivität von Blühmischungen verbessern, Trachtlücken füllen und Lebensraum für Nützlinge bieten, können so in zukünftigen Mischungen besser berücksichtigt werden. Aus diesen Erkenntnissen können Empfehlungen für die Zusammensetzung von nützlingsfördernden und bestäuberfreundlichen Blühstreifenmischungen abgeleitet werden.

Feldbuch zum Entdeckerkalender 2023

[Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] Feldbuch Erkennst du mich? Das Feldbuch Man kann nur schützen, was man kennt. Es gibt immer weniger Expertinnen und Experten, die all unsere heimischen Arten kennen. Gemeinsam mit euch möchten wir das ändern! In diesem Feldbuch stellen wir euch elf verschiedene Tiergruppen vor und geben viele Tipps für ihre Bestimmung. Weltweit nimmt die Artenvielfalt ab, auch bei uns in Deutschland. Das hat viele verschie- dene Gründe. Die Lage wird dadurch verschärft, dass sich immer weniger Menschen mit den Tier- und Pflanzenarten auskennen. Wenn ich nicht weiß, was um mich herum lebt, merke ich auch nicht, wenn etwas fehlt. Oder was getan werden muss, um eine ver- schwindende Art zu retten. Artenkenntnis ist ein wichtiger Schritt für den Naturschutz! Viele der im Feldbuch gezeigten Arten hast du schon einmal gesehen. Alle leben ganz in unserer Nähe. Hier kannst du mehr über die Arten erfahren. Und sobald du eine Art ent- deckt hast, kannst du sie auf der entsprechenden Seite im Feldbuch ankreuzen und alle wichtigen Daten eintragen. Also, pack dein Feldbuch ein und ab nach draußen! • 5–8 mm • 7 Punkte auf rotem Grund kt- un fer kä Sieb M a ri e n p en Coccinella septempunctata 1 Anzahl: ................... 5.3.2023 Datum: ............................... Pappelallee 44, 10437 Berlin Ort: ................................................................... Für die Dokumentation sind diese 5 W-Fragen wichtig: Wer? Wann? Wie viele? Welche Art? Wo? Der ArtenFinder Du hast Tiere entdeckt und hier im Feldbuch eingetragen? Super! Schick jetzt noch eine Meldung an den ArtenFinder. Hier kannst du dir auch beim Bestimmen helfen lassen und sehen, welche Arten andere schon an derselben Stelle entdeckt haben. Der ArtenFinder ist ein Citizen-Science-Projekt. Über die Webseite oder App können ent- deckte Tier- und Pflanzenarten ganz einfach gemeldet werden – von interessierten Laien ebenso wie von erfahrenen Artenkenner:innen. Das Tolle: Deine Meldungen werden geprüft und dann konkret im Naturschutz oder in der Wissenschaft genutzt. Der ArtenFinder ist bundesweit nutzbar. In Berlin und Rheinland-Pfalz ist er als Projekt ansässig. Die ArtenFinder-Teams beider Bundesländer kooperieren miteinander und freuen sich auf deine Eintragungen. berlin.artenfinder.net rlp.artenfinder.net Je mehr Informationen du eingibst, umso besser können die Fachleute deine Entdeckung prüfen: • Fotos, am besten mit den relevanten Merkmalen • Tonaufnahmen Siebenp unkt-M • Fotos vom Lebensraum • Weitere Informationen im Kommentarfeld wie Merkmale, die du nicht fotografieren konntest, Uhrzeit, Verhalten des Tiers oder andere Umstände ? arienkä fer 1 5.3.202 2 Du konntest ein Tier nicht bestimmen? Wenn du Fotos oder Tonaufnahmen hast, helfen wir dir. Melde das Tier einfach als „Unbekannte Art“. Das hilft dir beim Forschen: Fernglas, Becherlupe oder Schraubglas und Lupe, Kamera, Smartphone. Das hilft dir beim Bestimmen: Das Feldbuch, andere Bestimmungsbücher, Webseiten, Apps. Hier haben wir einige Tipps für dich zusammengestellt: Berlin Rheinland-Pfalz Forschen, entdecken, melden! Hast du einmal angefangen, findest du überall immer mehr Arten ... Systematik Die Erfassung aller Informationen zu den Lebewesen nennt man Systematik. Dazu gehört zum einen die Einteilung (Taxonomie) der Lebewesen, wie zum Beispiel in der Darstellung unten im Stammbaum. Zur Systematik gehört auch die Benennung der Lebewesen (Nomenklatur) und ihre Bestimmung (Identifikation). Lebewesen Domäne UrbakterienKomplexe LebewesenBakterien PflanzenTierePilze mit Zellkern, „Eukaryoten“ „Achaeen“ Reich Stamm Unterstamm Klasse Wirbeltiere Amphibien Vögel Reptilien Ordnung Unterordnung Familie Kröten Säugetiere Schlangen Rabenvögel Entenvögel Weichtiere Gliederfüßer Nagetiere Spinnentiere Insekten Käfer Schmetterlinge Marienkäfer Gattung Libellen Echte Bienen Heuschrecken Webspinnen Echte Radnetzspinnen Hummeln Es gibt sehr, sehr viele Lebewesen auf der Erde: Man schätzt 10–80 Millionen Arten! Viele Arten sind noch gar nicht entdeckt. Wir zeigen im Stammbaum oben nur die 11 Artengruppen (Ordnungen, Familien oder Gattung), die im Feldbuch vorkommen, und haben die Darstellung vereinfacht. Die Grundlagen für die heute geltende Einteilung schuf der schwedische Naturforscher Carl von Linné (1707–1778). Auch die wissenschaftliche, stets lateinische Benennung der Arten geht auf ihn zurück. Der erste Namensteil bezeichnet die Gattung, der zweite ist das Beiwort für die Art. Beispiel: Dunkle Erdhummel, lateinisch: Bombus terrestris Bombus bedeutet: dumpfer Ton, Brummen, Summen Im Feldbuch steht neben dem terrestris bedeutet: zur Erde gehörig, irdisch deutschen Namen immer auch der wissenschaftliche Name. Schrittweise bestimmen Je näher man ein Tier bestimmen kann, umso besser. Jeder Schritt ist ein Erfolg: Level 1: Ich erkenne, es ist ein Insekt (6 Beine). Level 2: Ich erkenne, es ist ein Falter (beschuppte Flügel, Rüssel). Level 3: Ich erkenne, es ist ein Nachtfalter (fadenförmige Fühler). Level 4: Ich bestimme den Nachtfalter anhand von Bildern. Diese Zeichen bedeuten: ♂ Männchen und ♀ Weibchen. Verwechslungsarten Herausforderungen beim Bestimmen, Teil 1: Manche Tiere sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Im Feldbuch haben wir sie mit Doppelpfeilen markiert und machen dich auf die kleinen, entscheidenden Unterschiede aufmerksam. Vergleiche die Tiere und präge dir die Unterschiede ein. Mit etwas Übung wirst du sie leichter unterscheiden können. i be • 60 cm • zutraulich I v V weiß eH aare Myocastor coypus Anzahl: ................... r B Nu tria • nachtaktiv • groß: 100 cm • scheu Castor fiber Anzahl: ................... Datum: ............................... Datum: ............................... f la ch e Ort: ................................................................... Ort: ................................................................... r R u de ch w a nz • Tiere, die Laute von sich geben, kann man auch danach unterscheiden. Höre dir hier die Laute vieler Tiere an: www.tierstimmenarchiv.de • Manche Verwechslungsarten leben in ganz verschiedenen Lebensräumen oder zu unterschiedlichen Jahreszeiten. Schau dir dazu beim ArtenFinder die Karten und die Übersicht zur Häufigkeit der Meldungen im Jahresverlauf an. Überprüfe, ob deine Entdeckung wahrscheinlich ist. Beispiele: Wildkaninchen leben im Westen von Berlin, Feldhasen eher im Osten. Feldhas e hen ninc ka Wi ld In Ostberlin gibt es zwischen den Hoch- häusern viele Wiesen, die jahrzehntelang nicht gedüngt wurden. Auf diesen artenrei- chen Magerwiesen finden die Feldhasen ihre Nahrung: Wildblumen und -kräuter. Der Rostfarbige Dickkopffalter fliegt früher im Jahr als der Komma-Dickkopffalter. Rostfarbiger Dickkopffalter a- mm opffalte o r k K ck Di Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez rs Was noch hilft:

Neuerstellung von Videoportraits der wichtigsten Nützlinge und ihre Förderung im Ackerbau für das Internetportal https://pflanzenschutz.oekolandbau.de

Entdeckerheft - Auf dem Acker ist was los

[Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] Dieses Heft gehört: Acker Ein Entdeckerheft über Artenvielfalt in der Landwirtschaft ist was los ... Hey Feldhamster, willst du den Bau mit Mohn dekorieren? Nein, den futtern meine Kinder. e iel verschiedene Räts Expe el, rime Spie nte, le V Auf dem einstadt? rf oder in einer Kl Do m ne ei wa die Hälfte in du t Wohns cht weit. Denn et ni t m im st be r ke Ac enn du in Da ist der nächste kern. Aber auch w Äc s au t eh st be zu tun – hlands endwie mit Äckern der Fläche Deutsc irg g di än st du st nst, ha der Großstadt woh etwas isst ... des Mal, wenn du je st fa zum Beispiel 2. Bestimmt hast du bei Aufgabe 1 auch Sachen aus Getreide gefunden. Welche Arten von Getreide hast du entdeckt? Male oder schreibe. Tipp: Auf Verpackungen steht meist eine Zutatenliste. Hafer- flocken 1. Finde die Paare! Dann erweitere das Spiel: Male oder schreibe Produkte und Zutaten dazu, die von Acker oder Weide stammen. Suche in Küche und Kammer. Frage deine Freund*innen, ob sie alle Paare finden können. 3. Ordne die Getreidearten den Bildern zu. b = Weizen („dicke Ähren“) = Reis („Perlenketten“) So ein Durcheinander! Hilf mir beim Sortieren! 3 = Roggen („schimmert blau“) = Hafer („hängende Glöckchen“) 10 = Reis wächst nicht bei uns, sondern vorwiegend in Asien. a b c d e Getreide e Gummibärch n Kuh n riesigen Backentaschen in Feldhamster tragen Nahrung in ihre ern“. Von September bis März den Bau. Das nennt man auch „hamst sich von ihrem großen Vorrat. halten sie Winterruhe und ernähren Brö tche n Joghurt Zuckerrübe Ui, der Weize spr n ießt! Wie n asst i viel p ntaschen? lein Backe deine re es mit k e Probi hnittenen e g sc n oder e Gurk en. ö M hr 4. Kannst du mit vollen Backen ein Lied singen? Pfeifen? Einen Zungenbrecher aufsagen? Wenn andere es erkennen und verstehen, gibt es einen Punkt. Geht auch mit zwei Teams. rasen Auf dem Rasen rasselnd en m at , e s n Ha . durch die Nasen . i.. hih i H Zwischen zwei Zwetschgen- zweigen sitzen zwei zwitschernde Schwalben. rn. n und Baue sorgen Bäuerinne el itt m ns be Le re Für unse Landwirtin. er Landwirt oder Heute sagt man eh n will, braucht: Wer etwas anbaue Weiz ins B enkörne Blum eet ode r Körn entopf r den streu er er und nten, tro en. im M ckn Meh örser zu en l ma len. Sonne, WAsser, Erde 5. Zum Wachsen brauchen Pflanzen Sonnenlicht. Jede Pflanzenart braucht unterschiedlich viel. Wo hast du diese Pflanzen gesehen? Welche beiden brauchen ... Backe doch em Brot mit dein . eigenen Mehl 12 ... viel Sonne: ... wenig Sonne: b Feld-forschung 8. Untersuche einen Acker vom Feldweg aus. Vergleiche die Ergebnisse zu verschiedenen Jahreszeiten und bei unterschiedlichem Wetter. Datum des Besuchs: _________________ Jahreszeit: ____________________________ Wetter: _______________________________ Uhrzeit: _______________________________ Was wird auf dem Acker angebaut: ___________________________________________ Wie groß sind diese Pflanzen? ________________________________________________ Entdeckt! Tiere oder ihre Spuren: c Sammle Zeic h u Fundstücke n ngen, Fotos, u einer Acker-Snd Notizen in chatzkiste. Auf den nächsten Seiten siehst du, wen du entdecken kannst. Säugetiere: _____________________________________________________________________ Insekten: _______________________________________________________________________ Spinnen: _______________________________________________________________________ Braunes Matsch- wasser oben rein. 6. Wenn es regnet, versickert das Wasser im Boden. Natürlicher Schmutz bleibt im Boden hängen. Was sich ganz unten sammelt, ist sauberes Grundwasser. Es wird geprüft und kann als Leitungswasser getrunken werden. Wie viele Wasserhähne gibt es in deiner Wohnung? ________________ er: rfilt astik- e s s Wa iner Pl iden, hne l en e Bod he absc Decke n c . e s n fla h in d efülle c b o , L ren boh KKiieess EErrd dee Sa d Sand Ein Stück Stoff oder Küchenpapier Ton ode r Hu 14 Vögel: __________________________________________________________________________ Regenwürmer: __________________________________________________________________ Wachsen auch wilde Pflanzen auf dem Acker?   Ja   Nein Erkennst du, welche? __________________________________________________________ Besuche einen Bauernhof und erfahre mehr über die Arbeit dort. 7. Fruchtbare Erde enthält: mus Schnecken: _____________________________________________________________________ Lehm e Humus wird von Regenwürmern und anderen winzigen Tierchen produziert. Er besteht aus zersetzten Pflanzen. ----> Die können auch ganz klein sein (Kies) oder winzig (Sand). Samen braucht man auch! Klugscheißer! Fü etwa lle s Erd ein Sc hraub e in g Wass er. S las mit Lange chütteln. Erken warten. nst Schic du drei hten? Faaaaauch Seh’ ich Boah, entspann dich! Fuchs? in e e wi vielleicht aus ! lt er sich auf die Hinter- Fühlt sich ein Hamster bedroht, stel weißen Pfoten sieht dann beine. Sein schwarzer Bauch mit den s gefährlichen Tieres! aus wie das aufgerissene Maul eine Alles hängt zusammen... der Erde. 11. Der Baum nimmt Nährstoffe aus den Boden Im Herbst fallen seine Blätter auf rbeiten sie zu und die Lebewesen im Boden vera ist ein frischer, nährstoffreicher Erde. Es 4 f . 9. So viele Verbindungen! Die meisten Pfeile bedeuten: ist Nahrung für Welche drei Pfeile bedeuten: produziert ? Markiere sie rot. Fliege Feldlerche Zeichne weitere Tiere, Pflanzen und Pfeile ein. Male alles bunt aus. Blüte Frucht Marienkäfer Fuchs 7 Näh Rotmilan ffe Zerkleinerer Laub Biene to rs Mensch Zersetzer Fliegenlarve Wildblume Blattlaus Rebhuhn Gras Köttel Verwelkte Blüte Weizen Feldmaus Humus Regenwurm Maulwurf Feldhamster W z 15 Scho n seit Jahre 15.00 0 n betr eiben Mens die chen Acker bau! Mikroorganismen , kann man Wenn man die Ernte vom Acker holt dem Feld auf stattdessen andere Pflanzenreste etwas zum verteilen, damit die Bodentierchen nächsten Fressen haben. Dadurch ist auch im kann Jahr die Erde nährstoffreich und man e Ernte gut und n aue immer wieder etwas anb g“. alti chh haben. Das nennt man „na 10. Die Tiere und Pflanzen im Bild oben erfüllen noch andere wichtige Aufgaben. a) Welche 5 machen den Boden locker? __________________________________________ en lass b) Welche 3 fressen „Schädlinge“ (Tiere, die der Ernte schaden)? fen of _________________________________________________________________________________ ________________________________________________________________________________ c) Welche 2 bestäuben Blüten? __________________________________________________ Sei lieb zu uns! rde, chte E u e f e l l Fü nzen- nd Pfla ten in u d n a S h n Schic reste i s Glas. Ein ße us ein gro enwürmer a g e s paar R n dazu. Wa te r a G dem ss die du? La inem siehst he er nac Würm er frei. ed Tag wi mit l CO . So eichert vie 2 icht nur n r Humus sp e würm wir Regen auch machen dern helfen son , e d r E a l. m e d i pr Klimawan gegen den Voll cool! >>> nicht mehr uf ig >> 12. Schaue vom Feldweg aus. Kreuze an, was du entdeckt hast. Male oder schreibe dazu, was fehlt. 179 098–1 1 ingen Ich habe Wissen über Heilkräuter in die Medizin gebracht. Bis heute basieren viele unserer Medikamente auf Wirkstoffen aus Pflanzen. Was kannst du hören? Vögel? Den Fuchs? Wind? Weg mit Pflanzen von B >>> sehr häufig h ä uf ig Baum H eck e Hilde rd ga >>> nicht mehr so Reh > Mäusebussard Mehlschwalben Ich bin versteckt! Weißt du, warum? ufig so hä Sie fliegt auf der Stelle, hoch im Him- mel und singt ohne Pause. Brütet auf den Feldern am Boden. Frisst viele Insekten. Sie braucht: freie Stellen zum Brüten, Insekten. hä n e z n a l Pf d n u e r entdecke Tie Feldsperling >>> recht häufig Ro htelh alm >>> recht hä Ackerschac >>> rech ufig Kamille t häufig Es blüht im Mai und Juni. Die Wurzel geht tief in den Boden. So übersteht es auch Trockenheit. Es braucht: locker gepflanztes Getreide. >>> nur noch sehr selten >>> insch häu web fliege fig >>> nicht mehr so häufig Ko rnb >>> lume hä u fig h >>> rec ch s tfu äufig Dieser Schmetterling fliegt von Juni bis August von Blüte zu Blüte. Die Raupen ernähren sich von Gräsern. Er braucht: Wildblumen und Gräser. el umm Ackerh ht häufig > >> Ha Wa s k riec annst h e Jede n? B du lu Und duftet men? and das e Die Getreid rs. Erd e? e? M o hn >>> häufig >>> n ur n och Findest du drei weiße Mäuse? Male sie an! uh n Rebh och ur n ten >>> nsehr sel Viel Tie e sich re vers . Ka teck n Spu ren nst du en entd ihre Suc h do ecken? mal ch ! Deutscher Sandlauf k >>> nu äfer r noc sehr s h elten Er ist bis zu 80 km/h schnell und kann Haken schlagen. Die Hasen- kinder sitzen in Mulden am Boden. Er braucht: Verstecke, Wildkräuter. sel te n

Umweltschutz im Alltag: Wintergäste im Garten – Vögel, Igel und Co.

[Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] WINTERQUARTIERE SCHAFFEN Der Winter naht und viele Tiere begeben sich in Win- terschlaf oder Winterruhe und schützen sich so vor Kälte und Nahrungsmangel. Doch nicht alle Tiere können sich gut vor der Kälte schützen. Wenn Sie einen Garten haben, sollten Sie beim Win- tereinbruch auch an die kleinen Gartenbewohner denken und ihnen einen schützenden Platz bieten. Einen akkurat getrimmten Rasen oder eine kurz ge- schnittene Hecke braucht es dafür nicht – im Gegen- teil: Igel, Wildbienen und Schmetterlinge lieben einen nicht allzu sehr gepflegten Garten mit Wildwuchs, vielen Blättern und Ästen, Hohlräumen in Baumstäm- men und abgestorbenes Pflanzenmaterial. Auch Sie haben direkten Nutzen: als natürliche Be- stäuber und Fressfeinde vieler Schädlinge zu den für uns nützlichen Arten gehören. Mit vielen Naturele- menten wie Hecke, Teich, Obstbaum, Steinmauer, Wiese oder Komposthaufen locken Sie sie in Ihren Garten. Zum Schutz der Tiere verzichten Sie bitte auf: Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz Kaiser-Friedrich-Str. 1, 55116 Mainz Telefon: 06131 16-0 Unsere Kooperationspartner ■■ Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz ■■ Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ■■ Bund Umwelt- und Naturschutz (BUND) ■■ DWA, Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/ Saarland ■■ Bioland Rheinland-Pfalz/Saarland e. V. ■■ Handwerkskammern Rheinland-Pfalz ■■ Energieagentur Rheinland-Pfalz ■■ Gartenakademie Rheinland-Pfalz ■■ Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz ■■ Landesforsten Rheinland-Pfalz ■■ SGD Nord und SGD Süd ■■ Landesuntersuchungsamt Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de ■■ Laubsauger, da sie auch Tiere einsaugen können. ■■ Laubbläser, denn sie können den Boden schädigen. Dies führt zu einer Verschlechterung der Nähr- stoffversorgung der Erde und der Boden trocknet schneller aus. Dadurch verlieren Würmer, Kleinsäu- ger und Insekten ihre Nahrung. ■■ Mineraldünger und chemische Bekämpfungsmittel, sie beeinträchtigen auch die kleinen Gartentiere. Transportieren Sie das störende Laub lieber in eine ruhige Ecke des Gartens und schaffen Sie dort mit Holz und Zweigen ein Winterquartier für Tiere. Impressum „Umweltschutz im Alltag“ ist eine Initiative des rhein- land-pfälzischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten für einen effizienten und nach- haltigen Umweltschutz. Redaktion: Sell, LfU Fotos: Pixabay © Landesamt für Umwelt (LfU); November 2019 UMWELTSCHUTZ IM ALLTAG WINTERGÄSTE IM GARTEN – VÖGEL, IGEL UND CO. WINTERQUARTIERE FÜR IGELVÖGEL UND SCHMETTERLINGEWILDBIENEN UND MARIENKÄFER Ab Anfang November und bei anhaltenden Boden- temperaturen um null Grad sind Igel auf der Suche nach Winterquartieren. Damit können Sie den kleinen Säugern in Ihrem Garten beim Überwintern helfen:VögelWildbienen bzw. Solitärbienen (ohne Staat) überwin- tern als Biene oder als Bienenpuppe im Kokon. Sie suchen sich vor allem hohle Pflanzenstängel und hohle Äste, manche überwintern auch im Boden. Insekten- nisthilfen, Trockenmauern, Kräuterspiralen oder Stein- haufen können geeigneten Schutz bieten. ■■ Mit einem Laubhaufen aus Laubresten und Blättern lassen sich mit wenig Auf- wand den kleinen Tieren ein gemütliches Plätzchen schaffen. Auch ein Reisig- haufen eignet sich als Quartier. Achten Sie darauf, dass ein Bereich des Haufens vor Durchnässung und Zugluft geschützt ist, z. B. durch Einarbeitung eines breiten Brettes auf zwei großen Steinen. Wichtig: Sobald der „Haufen“ bewohnt ist, dürfen Sie ihn nicht mehr umsetzen. Ihren Winterschlaf halten die Tiere meist von Mitte November bis in den April hinein. ■■ Igelhäuser können Sie aus Holz, Ziegelsteinen oder Karton leicht selbst bauen, die ins geschützte Gar- tenhaus kommen. Befüllen Sie es innen mit etwas Stroh oder Laub und stellen sie es auf Zeitungen oder Holz. Es sollte geschlossen sein und eine klei- ne Öffnung als Ein- und Ausgang haben (10 x 10 cm). Alternativen gibt es auch im Handel zu kaufen. ■■ Igel und auch andere Tiere profitieren von regelmä- ßig befüllten Vogeltränken oder Gartenteichen. ■■ Wichtig ist, dass die Igel draußen bleiben und nicht mit ins Haus genommen werden. Nur mutterlose, unselbständige Jungtiere, verletzte und kranke Igel, sowie Tiere, die bei Frost angetroffen werden, dürfen in menschliche Obhut. Bitte infor- mieren Sie sich bei Igelstationen oder Tierärzten. ■■ Viele heimische Singvögel bleiben im Winter bei uns und nisten in Gebüschen und Hecken. Futter finden sie in Form von Samenständen an Kräutern, Stauden, Hecken und Bäumen. Sie nutzen aber auch Beeren und Früchte und Insekten. Mit wenig Auf- wand können auch Sie ihnen helfen. ■■ Tipp: Nistkästen Vogelhäuschen sind ein guter Platz, wenn sie frei von Schnee sind und Schutz bieten. ■■ Platzieren Sie geeignetes Futter geschützt und in sicherer Entfernung von Katzen. Futtersilos können aus alten Blumenkästen leicht selbst gebaut werden. Schmetterlinge ■■ Nur wenige Tiere fliegen in die Wärme, wie z. B. der Distelfalter. Die meisten Arten halten einen Winter- schlaf, u. a. in Dachstühlen, Geräteschuppen oder Kellern. Sie überwintern als Falter (z. B. Zitronenfal- ter), Ei (Nierenfleck-Zipfelfalter), Puppe (Landkärt- chen) oder Raupe (Schachbrett). ■■ Als Raupe überwintern sie unter Baumrinde oder im Boden, lassen Sie ihn daher bedeckt, z. B. mit Laub oder Bodendeckern. Fördern Sie heimische Raupen- futterpflanzen wie Weiden, Eichen und Wildkräuter. ■■ Puppen hängen vorrangig an Pflanzen. Tipp: Mähen Sie die Wiesen im Herbst nicht oder lassen Sie ungemähte Teile und Ränder stehen und schneiden Sie Stauden und Gräser erst im späten Frühjahr ab. ■■ Für Falter öffnen Sie im Herbst einen kleinen Fenster- oder Türspalt des Gartenhauses. Dies wiederholen Sie im Frühjahr, um sie wieder herauszulassen. ■■ Tipp: Lassen Sie Bodenstellen offen und belassen Sie Altholz, Pflanzenstängel und andere oberirdische Hohlräume im Garten. Da die Bienen im Frühjahr schlüpfen, sollten Sie Stauden und vorjährige Ge- hölzteile erst im Mai zurückschneiden und Wiesen am besten abschnittsweise erst ab Juni mähen. ■■ Hummeln: Lediglich die neuen Königinnen aus der aktuellen Brutgeneration überleben den Herbst. Sie verpaaren sich noch und überwintern starr und gut versteckt in Ritzen, Totholz, Laub oder im Boden. Daher sollten diese Strukturen im Garten verbleiben. Frühblüher aus Blumenzwiebeln oder Weidenkätz- chen bieten sich als erste Futterquelle im zeitigen Frühjahr für Hummeln nach der Winterpause an. Marienkäfer verbringen den Winter schlafend an gut geschützten Orten wie Hohlräumen, Mauerritzen und Dachsparren. Auch im Garten können Marienkäfer überwintern, z. B. tief in Laubhau- fen oder sie sitzen hinter loser Rin- de oder in Gartenhäuschen. ■■ Tipp: Wenn Sie schlafende Marienkäfer im eigenen Haus antreffen, lassen Sie sie bis zum Frühjahr am Fundort. Durch den Transport in wärmere Räume würden sie zu schnell ihre Energiereserven verbrauchen und sterben. Sie verschwinden von selbst. Weitere Informationen finden Sie auf www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de

Strategien zur Regulierung der Kohlmottenschildlaus und Integration in gemüsebauliche Anbauverfahren^Kohlmottenschildlaus^Integrierte Bekämpfung der Kohlmottenschildlaus an Gemüsekohlarten^Förderung der funktionellen Biodiversität im Kohlanbau zur Förderung von natürlichen Regulationsprozessen, Neue Ansätze zur Bekämpfung der Kohlmottenschildlaus (Aleyrodes proletella) einem Problemschädling im Kohlanbau

Käfer - Begleittext

[Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] Poster „Käfer in Rheinland-Pfalz“ INFORMATION Die weltweit artenreichste Ordnung der Insekten sind die Käfer, außer in der Antarktis sind sie überall verbreitet. Allein in Mitteleuropa sind ca. 8.000 Arten beschrieben, die in vielfältigsten Erscheinungen auftreten und somit gut an ihren jeweiligen Lebensraum angepasst sind. Der Körper gliedert sich wie bei allen Insekten in Kopf (Caput), Brust (Thorax) und Hinterleib (Abdomen). Ihr Außenskelett besteht meist aus einer festen Chitinhülle, Ausnahmen bilden die Weichkäfer und die Zipfelkäfer. Neben Zellulose ist Chitin eines der am weitesten verbreiteten Polysaccharide (Mehrfachzucker) der Welt. Käfer besitzen zwei Flügelpaare, von denen die Elytren (verstärkte Deckflügel) meist den ganzen Hinterleib bedecken und die zarten Hinterflügel schützen. Einige wenige Käferarten sind allerdings flugunfähig. Bei manchen Arten ist nur ein Geschlecht flugunfähig. Dies tritt beim bekannten Kleinen Glühwürmchen (Lamprohiza splendidula) auf. Das Weibchen sitzt flugunfähig im Gras und lockt durch Leuchtsignale das umherfliegende Männchen an. Dafür findet in speziellen Zellen der Leuchtorgane eine chemische Reaktion statt, die ein weißes Licht erzeugt. Wieso allerdings nicht nur die Weibchen, sondern schon die Larven und auch die Männchen leuchten, ist derzeit noch ein Geheimnis dieser Art. Während bei einer herkömmlichen Glühbirne bis zu 95 % der Energie in Form von Wärme verloren gehen, verliert das Glühwürmchen bei der Lichterzeugung gerade einmal 5 % an Energie. Alle Käfer besitzen Mundwerkzeuge (Mandibeln = Oberkiefer), die vorrangig zur Zerkleinerung der Nahrung dienen. Viele Arten verwenden diese aber auch zur Verteidigung, zum Kampf mit Rivalen oder zur Jagd. Das Nahrungsspektrum von Käfern ist oftmals artspezifisch. Viele Arten sind Pflanzenfresser, einige davon stark spezialisiert. Andere Arten leben räuberisch und injizieren ihrer Beute Verdauungssaft, um sie danach auszusaugen. Auf Raupen und Puppen von Schmetterlingen und Blattwespen ist der Große Puppenräuber (Calosoma sycophanta) spezialisiert. Diese Laufkäferart kann in einer Saison bis zu 400 Raupen und Puppen fressen. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurde er zur Schädlingsbekämpfung in Nordamerika und Java eingesetzt. Im Gegensatz zu anderen Arten vollzieht sich die Larvenentwicklung sehr schnell und geschieht innerhalb von 2 bis 4 Wochen. Der ausgewachsene Käfer lebt dafür mit 2 bis 4 Jahren sehr lange. Er überwintert eingegraben in der Erde. Käfer durchleben in ihrer Entwicklung eine echte Metamorphose (Verwandlung). Nach der Paarung legt das Weibchen Eier ab, aus denen die Larven schlüpfen. Diese sehen den späteren erwachsenen (adulten) Tieren nicht ähnlich. Die Entwicklungszeit der Larven erstreckt sich von wenigen Tagen bis zu mehreren Jahren. Während dieser Zeit müssen sie sich mehrfach häuten, um wachsen zu können. Danach verpuppen sich die Larven – in dieser Phase nehmen sie das Erscheinungsbild der erwachsenen Käfer an. Als adulte Tiere häuten sie sich nicht mehr und können somit nicht mehr wachsen. Die erwachsenen Käfer werden meist nicht älter als einige Wochen – in dieser Zeit pflanzen sie sich fort. Häufig sind auch die Käferlarven Nahrungsspezialisten. Daher ist der Ort der Eiablage und damit der Ort, an der die Larve aufwächst, von großer Bedeutung. Die Weibchen des Hirschkäfers (Lucanus cervus) suchen sich zur Eiablage morsches Holz in der Erde. Der größte Käfer Mitteleuropas lebt dann bis zu sechs Jahre als Larve im Totholz von Wurzeln, Stümpfen und Stämmen. Die adulten Männchen erreichen eine Größe von bis zu 7,5 cm. Sie besitzen auch das besonders auffallende und namensgebende „Geweih“, das aus den vergrößerten Mandibeln der Tiere besteht. Die erwachsenen Käfer leben meist von Mitte Mai bis Anfang August an der Erdoberfläche. Hirschkäfer sind durch den Rückgang geeigneter Lebensräume und durch immer weniger Totholz gefährdet. Wir sind auf der Suche nach diesen imposanten und dämmerungsaktiven Käfern, bitte helfen Sie uns dabei. Mehr Informationen erhalten Sie auf www.hirschkaeferpirsch.de. Eine Art, deren Weibchen mit weiblichen Hirschkäfern verwechselt werden können, ist der Nashornkäfer (Oryctes nasicornis). Er kann 2,5 bis 4,5 cm groß werden. Der männliche Nashornkäfer trägt am Kopf ein nach hinten gebogenes Horn. Das Weibchen besitzt dagegen am Kopf eine Delle. Nashornkäferlarven können Holzmaterial aufschließen und verdauen und sind daher ideale Helfer im Kompost. Sie können, ähnlich den Hirschkäferlarven, bis zu 12 cm groß werden und verschmähen trotz ihrer Verwandtschaft mit dem Maikäfer lebendes Pflanzenmaterial. Für das zeitgleiche Auftreten und Schwärmen in größerer Zahl ist der Feld- Maikäfer (Melolontha melolontha) bekannt. Diese Blatthornkäferart fällt durch seine gefächerten Fühler auf, die zum Riechen dienen. Wie bei vielen Arten haben die Männchen größere Fühler, mit denen sie aktiv nach den Weibchen suchen, um sich mit ihnen zu paaren. Der weibliche Feld-Maikäfer besitzt dafür stärker ausgebildete Vorder- beine, um sich zur Eiablage 10 bis 40 cm unter die Erde zu graben. Ungefähr alle vier Jahre sind so genannte „Maikäferjahre“. Dabei treten die Maikäfer in besonders großer Zahl auf, da ihre Entwicklung synchron (zeitlich aufeinander abgestimmt) erfolgt. Bei früheren Massenaufkommen verursachten die Larven massive Schäden in der Landwirtschaft, die adulten Käfer fraßen zum Teil ganze Laubwälder kahl. Durch Absammeln oder später durch Pestizideinsatz wurden sie massiv bekämpft. Heute sind Feld-Maikäfer selten geworden, regional erholen sich die Bestände allerdings wieder. Eine weitere, besondere Anpassung an den Lebensraum zeigt der Gelbrandkäfer (Dytiscus marginalis). Diese Schwimmkäferart lebt im Wasser, kann aber dort nicht atmen. Mit dem Hinterleib wird Luft an der Wasseroberfläche geholt und diese unter die Flügel gepresst. Von dort gelangt sie durch die Atemöffnungen in die Tracheen (Atmungsorgane). Der Käfer kann dadurch etwa 30 Minuten unter Wasser bleiben. Gelbrandkäfer leben räuberisch und erbeuten Wasserinsekten, Kaulquappen, kleine Fische oder ernähren sich von Aas. Sie machen gerade als Larven auch nicht vor eigenen Artgenossen halt. Auf Nachtschattengewächse – vor allem auf Kartoffelpflanzen – ist der Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata) spezialisiert. Ursprünglich stammt dieser Pflanzenschädling aus Nordamerika, wurde allerdings mit der Kartoffel auf der ganzen Welt verbreitet. Ein Weibchen legt bis zu 1200 Eier. Aufgrund der raschen Entwicklung sind in einem Jahr 2 bis 3 Generationen möglich. Durch den Fraß an der Kartoffelpflanze entstanden früher große Ernteausfälle. Der Fraß eines einzelnen Kartoffelkäfers an einer Kartoffelpflanze führt zu einer verhängnisvollen Kettenreaktion. Die angefressene Pflanze gibt verschiedene Duftstoffe ab, die von weiter entfernten Kartoffelkäfern über die Fühler wahrgenommen werden können. Dadurch werden erst vermehrt Kartoffelkäfer auf das Feld gelockt. Mit 4 bis 7,5 mm ist der Eichelbohrer (Curculio glandium) ein recht kleiner Vertreter der Rüsselkäfer. Nach der Paarung bohrt das Weibchen mit dem Rüssel ein Loch in eine unreife, noch am Baum hängende Eichel und legt dort 2 bis 3 Eier ab. Die geschlüpften Larven fressen die Eichel von innen auf. Wenn im Herbst die beschädigte Eichel vom Baum fällt, gelangen die Larven auf den Boden und graben sich zum Überwintern bis in eine Tiefe von ca. 25 cm ein. Der ausgewachsene Eichenwidderbock (Plagionotus arcuatus) – auch Wespenbock genannt – imitiert das Aussehen einer Wespe und tarnt sich somit vor Fressfeinden. Dieses Verhalten wird als Mimikry bezeichnet. Die Eier werden bevorzugt unter der Rinde von kranken oder toten Eichen abgelegt. Nach dem Schlupf fressen die Larven Gänge von ein bis zwei Metern Länge in das Bastholz. Der durch den Wespenbock verursachte Baumschaden bezieht sich nur auf die wirtschaftliche Verwertung der Bäume. Ökologisch betrachtet, ist der Wespenbock kein Schädling, denn als Bruthölzer nutzt er nur tote oder kranke Bäume. Als „der Leichenbestatter der Kleintierwelt“ kann der Gemeine Totengräber (Necrophorus vespilloides) bezeichnet werden, der zudem eine besondere Brutpflege betreibt. Von Verwesungsgeruch angezogen, vollführt diese Aaskäferart einen Tanz, der Duftstoffe freisetzt und andere Totengräber anlockt. Nach einem gemeinsamen Leichenschmaus nehmen Männchen und Weibchen über ihre Fühler Kontakt auf und vollziehen die Paarung. Unmittelbar danach entbrennt ein Kampf um den Tierkadaver, bei dem am Ende nur ein Paar überlebt oder verbleiben darf. Nun graben die Partner den Kadaver in mühevoller Arbeit ein und das Weibchen legt 10 bis 20 Eier ab. Mit der bis zum Schlupf vom Weibchen vorbereiteten Flüssignahrung werden die Larven anfangs gefüttert. Später saugen diese eigenständig den Kadaver aus. Nach einer Woche Brutpflege verpuppen sich die Larven und schlüpfen noch im selben Jahr als ausgewachsene Käfer. Als aggressiven Räuber der Trockenrasen, Heiden und Offenlandflächen kann man den Feld-Sandläufer (Cicindela campestris) bezeichnen. Die Art ist sehr flink und besitzt gut entwickelte Augen. Von den hübsch metallisch- glänzenden Käfern werden Spinnen sowie andere Insekten (z:B. Ameisen) erbeutet. Die Larven leben in Sand- bzw. Erdlöchern und können sich zum Beutefang aus diesen herauskatapultieren. Die englische Bezeichnung „green tiger beetle“ (grüner Tigerkäfer) beschreibt daher ihr Verhalten wesentlich angemessener. Diese Art ist deutschlandweit „besonders geschützt“, der Lebensraum ist rückläufig. Der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) ist der wohl bekannteste Marienkäfer in Deutschland. Er ernährt sich von Blattläusen und ist daher in Gärten ein gern gesehener Gast. Diese Art wird oftmals zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Allein als Larve frisst der Marienkäfer etwa 400 Blattläuse. In den letzten Jahren wird im Herbst in der Presse von Massenvorkommen von Marienkäfern an Häusern berichtet. Dabei handelt es sich um den Asiatischen Marienkäfer (Harmonia axyridis), der auf der Suche nach Überwinterungsplätzen solche Ansammlungen bildet und hierzu über Duftstoffe kommuniziert. Zur Schädlingsbekämpfung in Gewächshäusern aus Asien eingeführt, breitet sich diese Art immer mehr aus. Es ist zu befürchten, dass auf Dauer einige der einheimischen Marienkäferarten verdrängt werden könnten. Die asiatische Art macht im Gegensatz zu unseren heimischen Vertretern auch nicht vor anderen Marienkäfern und deren Larven halt. Literatur: Harde, K. W. und Severa, F. (2009): Der Kosmos Käferführer- Die Käfer Mitteleuropas; Stuttgart; Franck-Kosmos Verlag; 6. Auflage. http://www.insektenbox.de/fibel/hol/kaefer.htm http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/puppenraeuber.html http://www.gartenakademie.rlp.de/Internet/global/themen.nsf/0/c10c4a39c80345f8c12570c00 043a88c?OpenDocument http://www.natur-lexikon.com/Texte/MZ/002/00155-Kartoffelkaefer/mz00155- Kartoffelkaefer.html http://www.natur-lexikon.com/Texte/MZ/001/00078-Totengraeber/MZ00078- Totengraeber.html Die Käfer wurden von Ernst Blum abfotografiert und stammen aus den Sammlungen des Pfalzmuseums für Naturkunde – POLLICHIA-Museum, Bad Dürkheim; Manfred Persohn | Joachim Hillger | Ernst Blum. Wir bedanken uns herzlich für die Unterstützung

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