Zielstellung: Ziel des Vorhabens ist es, die in GerES VI gewonnenen HBM-Proben der Erwachsenen auf Schadstoffe zu analysieren, die besondere Gesundheitsrelevanz aufweisen und denen die erwachsene Bevölkerung im nennenswerten Maße ausgesetzt ist (wie beispielsweise Metalle, Weichmacher, polyaromatische Kohlenwasserstoffe, Pyrrolidone, umweltrelevante Phenole). Darüber hinaus sollen im Vorhaben Substanzen, für die im Rahmen der BMU/VCI-Kooperation zur Förderung des Human-Biomonitorings analytische Methoden entwickelt wurden, in den HBM-Proben sowohl des aktuellen GerES VI, als auch in den archivierten HBM-Proben von GerES V analysiert werden. Output: Zusammen mit den Ergebnissen der Befragung der teilnehmenden Personen liefern die Analysen der Blut- und Urinproben belastbare, repräsentative Informationen zur Belastung der in Deutschland lebenden Bevölkerung mit zahlreichen gesundheitsrelevanten Substanzen.
Die europäische Initiative HBM4EU hat zum Ziel, die Datenlage zum Human-Biomonitoring in der EU anzugleichen und die gesundheitlichen Folgen der Schadstoffbelastung besser zu verstehen - durch Zusammenführung bereits vorhandener Daten und Durchführung gemeinsamer Studien. So sollen Informationen zum sicheren Chemikalienmanagement gewonnen werden, um die Gesundheit der Europäer zu schützen. Die in der Initiative im Jahr 2018 als prioritär benannten Stoffe sollen im Rahmen des Vorhabens in GerES-Proben und den Umweltprobenbank (UPB)-Proben gemessen werden. Ziel dieses Vorhabens ist die Analyse von GerES-Proben auf Flammschutzmittel und von UPB-Proben auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs) und Cotinin. Dadurch sollen Datenlücken für den europäischen Bereich geschlossen und länderübergreifende Studien und Auswertungen ermöglicht werden.
In Umweltsurveys (US) werden seit mehreren Jahrzehnten repräsentative Daten zur Belastung der Bevölkerung mit Schadstoffen erhoben. Die letzte Datenerhebung endete 2006. Jetzt gilt es den nächsten Survey in Kooperation mit dem RKI vorzubereiten, d.h. eine Pilotphase zur Testung der methodischen Aspekte durchzuführen und erste Einblicke in die Verteilung der Belastungen der Bevölkerung mit chemischen, biologischen und physikalischen Noxen zu erhalten. Durch dieses geplante Teilvorhaben (2) sollen in Urinproben der Probandinnen und Probanden folgende Stoffe qualitätsgesichert bestimmt werden: Creatinin, Cotinin, Quecksilber, Cadmium, Arsen, Metabolite von Phthalaten inkl. DPHP und Hexamoll® DINCH®, Metabolite von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) und Organophosphaten, Parabene. Außerdem sollen die Pyrrolidone NMP und NEP sowie das Benzothiazol 2-MBT bestimmt werden. Damit werden die ersten im Rahmen des BMU/VCI-Projekts zum HBM entwickelten neuen Nachweismethoden für bisher in Spurenbereichen nicht messbare Chemikalien erstmals eingesetzt. BMU hat sich verpflichtet, die Belastung der Bevölkerung mit diesen Chemikalien anhand der neuen Methoden zu untersuchen.
<p>Um die Datenlage zum Human-Biomonitoring in den Mitgliedstaaten der EU anzugleichen und die gesundheitlichen Folgen der Schadstoffbelastung besser zu verstehen, fördert die EU-Kommission das Projekt „European Human Biomonitoring Initiative – HBM4EU“ mit über 74 Millionen Euro. Ziel ist die Zusammenführung bereits vorhandener Daten und die Durchführung gemeinsamer Studien.</p><p>Das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a> hat die Leitung des Konsortiums übernommen - mit 107 Partnern aus 26 vorwiegend europäischen Ländern. HBM4EU legt den Fokus auf die Bildung eines gesamteuropäischen Netzwerks, um die Wissens- und Faktengrundlage für die Umwelt- und Chemikalienpolitik der Union zu verbessern. Empirische Daten und Ergebnisse der Studien sollen in die europäische Umwelt- und Gesundheitspolitik einfließen und sie zielgerichtet verbessern. Das 7. EU-Umweltaktionsprogramm fordert auch ausdrücklich, beim HBM weiterhin koordiniert vorzugehen.</p><p>Seit mehreren Jahren fördert die EU-Kommission Forschungsprojekte zum Aufbau eines einheitlichen Human-Biomonitorings in Europa. Das UBA hat sich an diesen EU-Projekten aktiv beteiligt. Ein Beispiel sind die Projekte <a href="http://www.eu-hbm.info/">COPHES</a> (2009-2012) und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/belastung-des-menschen-ermitteln/human-biomonitoring-in-europa/projekt-democophes">DEMOCOPHES</a> (2011/2012), die erste EU-weite Pilot-Studie mit Messungen von vier exemplarischen Umweltschadstoffen in 17 europäischen Ländern. Dabei wurden die Schadstoffe Quecksilber, Cadmium, Cotinin und Phthalate in Haar- und Urinproben von 6- bis 11-jährigen Kindern und ihren Müttern bestimmt und belastungsrelevante Daten erhoben. Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union stufen einige Phthalate (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/d?tag=DEHP#alphabar">DEHP</a>, DnBP, DiBP und BBP) als fortpflanzungsgefährdend ein. Diese Stoffe dürfen nur noch in Ausnahmefällen mit einer Sondererlaubnis verwendet werden. Gegenwärtig läuft ein Verfahren, das ein vollständiges Verbot der Verwendung dieser Stoffe zum Ziel hat.</p><p>Für das Projekt HBM4EU ist auch die Einbeziehung von Stakeholdern über ein spezielles Forum auf EU-Ebene geplant, um Anregungen für die weitere Arbeit und Prioritätensetzung aufzunehmen. Auch auf nationaler Ebene soll eine Beteiligung von Stakeholdern erfolgen. </p><p>Die Präsidentin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger, nahm am Zeichnungsevent des HBM4EU-Projekts in Brüssel teil. Sie warb unter anderem dafür, Wissen über Quellen und Risiken chemischer Substanzen auf europäischer Ebene zu teilen, um mögliche Gefährdungen durch Chemikalien rechtzeitig zu erkennen. Deutschland kann dazu beitragen: Die Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit, GerES (bisher Umwelt-Survey genannt) ist die größte und umfassendste Studie zur Schadstoffbelastung der Bevölkerung nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. In den einzelnen Erhebungen prüft das Umweltbundesamt regelmäßig, mit welchen potenziell schädlichen Substanzen und Umwelteinflüssen (etwa Chemikalien oder Lärm) die Menschen hierzulande in Berührung kommen und entwickelt auf dieser Basis wirkungsvolle Maßnahmen zur Verringerung der Schadstoffbelastung der Menschen in Deutschland.</p>
In 17 europäischen Ländern startete im August 2011 eine Studie zur Schadstoffbelastung der Menschen – DEMOCOPHES –, an der etwa 4000 Mütter und Kindern aus verschiedenen Ländern der Europäischen Union (EU) teilnehmen werden. Diese einheitliche Untersuchung der Schadstoffbelastung der Menschen hatte die EU in der Vergangenheit in ihrem Aktionsplan Umwelt und Gesundheit gefordert. Den deutschen Studienteil leitet das Umweltbundesamt (UBA). In seinem Auftrag werden bei zufällig ausgewählten Mutter-Kind-Paaren aus Bochum und dem Hochsauerlandkreis (Nordrhein-Westfalen) die Schadstoffe Quecksilber, Cadmium, Cotinin und Phthalate (Weichmacher) gemessen.
Im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramm der EU wurde die konkrete Planung einer Studie für ein EU-weites Human-Biomonitoring (HBM) beantragt (COPHES). Das UBA ist wieder Work-Package-Leader. In 17 EU-Ländern wird jeweils eine HBM-Pilotstudie (DEMOCOPHES) durchgeführt. Die Feldarbeit für den deutschen Teil von DEMOCOPHES umfasst die Rekrutierung, Befragung und Beprobung von 120 Mutter-Kind-Paaren aus einem städtischen und einem ländlichen Umfeld. Die chemische Analytik umfasst neben der Analyse der Gehalte an Cadmium, Cotinin und Phthalatmetaboliten und Creatinin im Urin auch die Bestimmung von Quecksilber in Kopfhaaren. Eine parallele Bestimmung von Quecksilber im Kopfhaar von Frauen und deren Kindern ist bisher noch nicht erfolgt. Die chemische Analytik soll in Absprache mit dem UBA entsprechend der in COPHES zu entwickelnden Vorgaben und Guidelines erfolgen. Wesentliches Ergebnis wird ein Erfahrungsbericht sein, der vom UBA in die internationale Arbeit eingespeist wird.
Im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU wird die konkrete Planung einer Studie für ein EU-weites HBM beantragt (COPHES). Das UBA ist wieder Work-Package-Leader. In 16 EU-Ländern wird jeweils eine HBM-Pilotstudie (DEMOCOPHES) durchgeführt. Die chemische Analytik der Humanproben dieser Pilotstudie umfasst neben der Analyse der Gehalte an Cadmium und Cotinin im Urin und der Bestimmung von Quecksilber in Kopfhaaren auch die Bestimmung von Phthalatmetaboliten im Urin (120 Mutter-Kind-Paare). Eine parallele Bestimmung von Phthalatmetaboliten im Urin von Frauen und deren Kindern ist bisher noch nicht erfolgt. Die Analytik der Phthalatmetabolite im Urin soll in Absprache mit dem UBA entsprechend der in COPHES zu entwickelnden Vorgaben und Guidelines erfolgen. Wesentliches Ergebnis wird ein Erfahrungsbericht sein, der vom UBA in die internationale Arbeit eingespeist wird.
Im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramm der EU wurde die konkrete Planung einer Studie für ein EU-weites Human-Biomonitoring (HBM) beantragt (COPHES). Das UBA ist wieder Work-Package-Leader. In 17 EU-Ländern wird jeweils ein HBM-Pilotstudie (DEMOCOPHES) durchgeführt. Die chemische Analytik dieser Pilotstudie umfasst neben der Analyse der Gehalte an Cotinin und Phthalatmetaboliten im Urin und der Bestimmung von Quecksilber in Kopfhaaren auch die Bestimmung von Cadmium und Creatinin im Urin. (120 Mutter-Kind-Paare). Eine parallele Bestimmung von Cadmium im Urin von Frauen und deren Kindern ist bisher noch nicht erfolgt. Die chemische Analytik soll in Absprache mit dem UBA entsprechend der in COPHES zu entwickelnden Vorgaben und Guidelines erfolgen. Wesentliches Ergebnis wird ein Erfahrungsbericht sein, der vom UBA in die internationale Arbeit eingespeist wird.
Susceptibility to environmental stressors has been described for fetal and early childhood development. However, the possible susceptibility of the prepubertal period, characterized by the orchestration of the organism towards sexual maturation and adulthood has been poorly investigated and exposure data are scarce. In the current study levels of cadmium (Cd), cotinine and creatinine in urine were analyzed in a subsample 216 children from 12 European countries within the DEMOCOPHES project. The children were divided into six age-sex groups: boys (6-8 years, 9-10 years and 11 years old), and girls (6-7 years, 8-9 years, 10-11 years). The number of subjects per group was between 23 and 53. The cut off values were set at 0.1Ţg/L for Cd, and 0.8Ţg/L for cotinine defined according to the highest limit of quantification. The levels of Cd and cotinine were adjusted for creatinine level. In the total subsample group, the median level of Cd was 0.180Ţg/L (range 0.10-0.69Ţg/L), and for cotinine the median wet weight value was 1.50Ţg/L (range 0.80-39.91Ţg/L). There was no significant difference in creatinine and cotinine levels between genders and age groups. There was a significant correlation between levels of cadmium and creatinine in all children of both genders. This shows that even at such low levels the possible effect of cadmium on kidney function was present and measurable. An increase in Cd levels was evident with age. Cadmium levels were significantly different between 6-7 year old girls, 11 year old boys and 10-11 year old girls. As there was a balanced distribution in the number of subjects from countries included in the study, bias due to data clustering was not probable. The impact of low Cd levels on kidney function and gender differences in Cd levels needs further investigation.Copyright © 2014 Elsevier Inc. All rights reserved.<BR>
Passive smoking is a preventable and significant cause of many serious health problems, with children being particularly at risk. In the fifth German Environmental Survey (GerES V), conducted from 2014 to 2017, information reflecting the extent of passive smoke exposure in children and adolescents was collected by interview-based questionnaires and human biomonitoring (HBM) analyses of cotinine in urine from 2260 participants, aged 3-17 years. Based on these population-representative data, we describe current passive smoke exposure stratified by different subgroups and identify specific exposure determinants using multivariate logistic regression. The questionnaire data revealed that 42% of children and adolescents lived with at least one smoker in the household. Quantifiable concentrations of cotinine could be detected in 56% of the participants. The overall median concentration of cotinine was 0.2(micro)g/L, with children and adolescents of low socioeconomic status found to be a group particularly affected by passive smoke with higher cotinine concentrations (median=1.2(micro)g/L). In the multiple analysis, the most significant predictor of cotinine levels derived from the questionnaire was passive smoking at home (odds ratio (OR) 13.07 [95CI: 4.65, 36.70]). However, parental smoking and passive smoking among friends and relatives could also be identified as independent factors influencing elevated cotinine levels. The comparison between the previous cycle GerES IV (2003-2006) on 3-14-year-olds and GerES V shows that tobacco smoke exposure of children decreased significantly. This decrease is likely an effect of extensive non-smoker protection laws being enforced 2007-2008 on federal and state level. This is reflected by a halving of urinary cotinine concentrations. Nevertheless, our results indicate that passive smoke is still a relevant source of harmful pollutants for many children and adolescents in Germany, and thus support the need for further efforts to reduce passive smoke exposure, especially in the private environment. © 2022 The Authors.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 37 |
| Land | 71 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Chemische Verbindung | 1 |
| Daten und Messstellen | 70 |
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 15 |
| Text | 5 |
| unbekannt | 15 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 91 |
| Offen | 16 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 94 |
| Englisch | 84 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Datei | 67 |
| Dokument | 2 |
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| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 94 |
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