s/cryptosporidien/Kryptosporidien/gi
Background<BR>During weeks 32-33, 2013, 24 cases of cryptosporidiosis were notified in the city of Halle (annual mean 2008-2012: 9 cases). We investigated the outbreak to identify the source and recommend control measures, considering that between weeks 23-25 the river Saale which flows through the city centre overflowed the floodplain, parts of the city centre and damaged sewage systems. <BR>Methods<BR>We defined a case as a resident of Halle with gastroenteritis, Cryptosporidium-positive stool and disease onset weeks 27 through 47. In a case-control study among kindergarten children, we compared cases and controls regarding environmental exposure, use of swimming pools, zoo visits and tap water consumption 14 days pre-onset or a corresponding 14-days-period (controls) and adjusted for residence. Stool specimens were tested by microscopy and PCR, and Cryptosporidium DNA was sequenced. Samples from public water system, swimming pools and river Saale were examined for Cryptosporidium oocysts (microscopy and PCR). <BR>Results<BR>Overall, 167 cases were detected, 40/167 (24%) were classified as secondary cases. First disease onsets occurred during week 29, numbers peaked in week 34 and started to decrease in week 36. Median age was 8 years (range: 0-77). Compared to controls (n = 61), cases (n = 20) were more likely to report visits to previously flooded areas (OR:?4.9; 95%-CI:?1.4-18) and the zoo (OR:?2.6; 95%-CI:?0.9-7.6). In multivariable analysis visits to the floodplain remained the sole risk factor (OR:?5.5; 95%-CI:?1.4-22). Only C.hominis of a single genotype (IbA9G2) was detected in stools. Oocysts were detected in samples from the river, two local lakes and three public swimming pools by microscopy, but not in the public water supply. <BR>Conclusions<BR>Evidence suggests that activities in the dried out floodplain led to infection among children. Secondary transmissions may be involved. Consequently, authorities recommended to avoid playing, swimming and having picnics in the flood-affected area. Health authorities should consider the potential health risks of long-term surviving parasites persisting on flooded grounds and in open waters even several weeks after the flooding and of bathing places close to sewage spill-overs. Preventive measures comprise water sampling (involving parasites), information of the public and prolonged closures of potentially contaminated sites.<BR>Quelle: http://www.biomedcentral.com<BR>
Wasserbürtige Krankheitserreger können über den Wasserpfad Erkrankungen beim Menschen verursachen. Dies geschieht zum Beispiel durch orale Aufnahme von oder direkten Kontakt mit erregerhaltigem Wasser oder durch Inhalation erregerhaltiger Aerosole. Die meisten wasserassoziierten Infektionskrankheiten werden durch Bakterien oder Viren fäkalen Ursprungs hervorgerufen. Es kann aber auch durch Mikroorganismen, die natürlich in der Umwelt vorkommen, also nicht-fäkalen Ursprungs sind, zu wasserbezogenen Erkrankungen des Menschen kommen, wie beispielsweise durch Legionellen. Hygienisch-relevante Mikroorganismen in Abwässern Durch die Einleitung von behandeltem oder unbehandeltem kommunalen Abwasser aus Kläranlagen und Mischwasserentlastungen können humanpathogene Krankheitserreger in Fließgewässer gelangen. Die konventionelle mechanisch-biologische sowie chemisch-physikalische Abwasserbehandlung, welche in kommunalen Kläranlagen erfolgt, verringert zwar die Konzentration von in Rohabwasser (unbehandeltes Abwasser) vorkommenden hygienisch-relevanten Mikroorganismen – wie parasitische Protozoen (wie Kryptosporidien und Giardien), Bakterien fäkalen Ursprungs (wie Escherichia coli und Enterokokken) sowie human-pathogene enterale Viren (wie Noroviren, Rotaviren, Enteroviren) – erheblich, führt aber nicht zu deren vollständigen Entfernung. Daher können humanhygienisch-relevante Mikroorganismen auch nach Behandlung des Abwassers in einer kommunalen Kläranlage an deren Ablauf ins Gewässer enthalten sein. Unbehandeltes Abwasser kann zudem bei erhöhten Niederschlägen durch Abschläge aus der Mischkanalisation in Gewässer gelangen. In der Mischkanalisation (Mischsystem) wird das Schmutzwasser (wie häusliches Abwasser aus Toiletten) und das Niederschlagswasser gemeinsam in einer Kanalisation abgeleitet. Fallen in kurzer Zeit große Mengen an Niederschlagswasser an, kann dies eine hydraulische Entlastung der Kanalisation erforderlich machen. Mit solchen Mischwasserentlastungen (Mischwasserabschlägen) werden in menschlichen Fäkalien enthaltene Mikroorganismen – wenn auch durch das Niederschlagswasser in ihrer Konzentration verdünnt – ins Gewässer eingeleitet. Mit den genannten Abwassereinleitungen können auch klinisch-relevante antibiotikaresistente Bakterien in Fließgewässer gelangen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Enterobakterien (wie Escherichia coli ) mit Resistenzen gegen mehrere Antibiotikagruppen, die im Falle einer Infektion mit diesen Bakterien die verfügbaren Therapieoptionen stark einschränken. In warmen Abwässern, vorwiegend aus Industriebetrieben (wie Brauereien, Betrieben der Fleischwirtschaft oder der Zuckerherstellung sowie der Papierherstellung), können hingegen hohe Konzentrationen humanpathogener Legionellen vorkommen. Medizinische Illustration von ESBL-produzierenden Enterobakterien, Illustration: A. Eckert/D. Higgins, CDC Medizinische Illustration von Carbapenem-resistenten Enterobakterien, Illustration: S. Rossow, CDC Computergeneriertes Bild von Legionella pneumophilia, Illustration D. Higgins, CDC
Das Projekt "Nachweistechnik fuer Cryptosporidien in Wasserproben (PCR) und Epidemiologie der Cryptosporidiose" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Tübingen, Hygiene-Institut, Abteilung Allgemeine Hygiene und Umwelthygiene durchgeführt. Es wurde ein Nachweisverfahren entwickelt, das es ermoeglicht, durch Kombination eines Verdaus freier DNA u. einer in-vitro-Exzystierung mit einem anschliessenden Nachweis von Cryptosporidien-DNA mit Hilfe der PCR einen selektiven Nachweis lebender Cryptosporidien-Oozysten zu fuehren. Dieses Verfahren soll fuer den Nachweis von Cryptosporidien in Wasserproben tauglich gemacht werden. Im epidemiologischen Bereich wurde mittels einer Fall-Kontroll-Studie ermittelt, dass bei sporadischen Erkrankungen immunkompetenter Kinder in der Umgebung Tuebingens eine statistisch signifikante Assoziation der Erkrankung mit Rohmilchkonsum und Kontakt zu Huftieren vorliegt. Diese Faktoren waren allerdings nicht voneinander zu trennen, da die Fallzahl zu gering war. Die Untersuchung soll noch ausgeweitet werden, um eventuell auch trinkwasserbedingte Ausbrueche erkennen zu koennen.
Grundwassermessstellen dienen der Überwachung des Grundwassers. Dieser Datensatz enthält die Messdaten der Messstelle WENAU BR. 3 Rohw. in Nordrhein-Westfalen. Horizont: Oberdevon Wasserart: reines Grundwasser
Grundwassermessstellen dienen der Überwachung des Grundwassers. Dieser Datensatz enthält die Messdaten der Messstelle Brunnen Olbrück in Nordrhein-Westfalen. Horizont: Mitteldevon Wasserart: reines Grundwasser
Grundwassermessstellen dienen der Überwachung des Grundwassers. Dieser Datensatz enthält die Messdaten der Messstelle Brunnen Seidenbach in Nordrhein-Westfalen. Horizont: Mitteldevon Wasserart: reines Grundwasser
Grundwassermessstellen dienen der Überwachung des Grundwassers. Dieser Datensatz enthält die Messdaten der Messstelle SCHMITHOF Brunnen in Nordrhein-Westfalen. Horizont: Oberdevon Wasserart: reines Grundwasser
Grundwassermessstellen dienen der Überwachung des Grundwassers. Dieser Datensatz enthält die Messdaten der Messstelle BRANDENBURG_Brunnen in Nordrhein-Westfalen. Horizont: Unterkarbon Wasserart: reines Grundwasser
Grundwassermessstellen dienen der Überwachung des Grundwassers. Dieser Datensatz enthält die Messdaten der Messstelle EICHER STOLLEN in Nordrhein-Westfalen. Horizont: Unterkarbon Leiter: Karbon,kalkig Wasserart: reines Grundwasser
Das Projekt "Epidemiologie der Parasiten Giardia, Cryptosporidium und Entamoeba - Der Abwasserkontext" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Hamburg, Institut für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz B-2 durchgeführt. Die Ursachenermittlung der Verbreitung dreier wichtiger Parasiten Cryptosporidium spp., Giardia duodenalis und Entamoeba histolytica im Elbe- und Rheineinzugsgebiet schreiten zügig voran. Trotz großer Anstrengungen in der Wasserhygiene, stellen wasserbürtige Übertragungen dieser lebensbedrohlichen Mikroorganismen immer noch ein ernsthaftes Risiko für bestimmte Bevölkerungsgruppen dar. In der aktuellen Studie wurden molekularbiologisch bislang 97 Muscheln von Dreissena polymorpha und Corbicula fluminea auf parasitäre Protozoen untersucht. Hierbei wurden in den Muscheln Cryptosporidium spp. 53%, E. histolytica 30% und Giardia spp.48% festgestellt. Das beweist, dass ein Zusammenhang zwischen Kläranlageneinleitungen in Oberflächengewässer, der Bioakkumulation von Parasitenstadien in Muscheln und deren weitere Verbreitung über den Wasserweg besteht. Die Folgestudie legt einen Fokus auf diese Kausalzusammenhänge. Die Forschung bietet nur teilweise Antworten darauf, wie stark Kläranlagen zur mikrobiellen Verschmutzung von Oberflächengewässern beitragen. Die Hygieneüberwachung von abwasserbeeinträchtigten Gewässern zur Vermeidung von Epidemien sollte vorangetrieben werden. Biomonitore scheinen hierfür ein guter Lösungsansatz. Die Studie verfolgt zwei Hauptziele:1) Die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Kläranlagenablauf, Vorkommen, Prävalenz und Verbreitung der Erreger in der Umwelt soll einen weitgehenden Einblick in die Epidemiologie dieser Parasiten geben. 2) Die Rolle diverser Umweltparameter auf die Transmissionsdynamik der Erreger soll untersucht werden. Mögliche Effekte verschiedener abiotischen Faktoren wie Temperatur, Nährstoffdargebot und Salinität auf die Muschel-Parasiten-Interaktion und letztendliche Übertragung der Pathogene sollen in die Untersuchung mit einbezogen werden, da sie vermutlich den Ausbruch von Krankheiten beeinflussen können. Die erste Untersuchungsphase dieses Projekts beschränkte sich auf das Rheineinzugsgebiet. Die Reproduzierbarkeit soll im Folgeprojekt an der Elbe verifiziert und validiert werden. Hieraus resultieren für den zweiten Projektabschnitt ein intensives Probenahmeprogramm an der Elbe und eine Auswertung der chemischen-physikalischen Untersuchungsergebnisse der Kläranlagen Hamburgs. Die Studie wird in erheblichem Maße zum Gesamtverständnis der Epidemiologie der drei Pathogenen beitragen. Sie wird klären, wie die Erreger in die Umwelt gelangen, sich dort ausbreiten, persistieren und übertragen werden. Sie soll Hinweise darauf geben, wie sich Protozoenerkrankungen im Individuum, in der Population oder innerhalb Lebensgemeinschaft entwickeln. Muscheln stellen geeignete Werkzeuge für Hygieneüberwachung dar. Die Studie ist zudem für Gesundheits- und Umweltbehörden relevant, da diese die Qualitätsziele für Oberflächengewässer zum Schutz der Bevölkerung festlegen.
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