Eine Analyse des europäischen und nationalen Produktzulassungsrechts für Human- und Tierarzneimittel sowie des Chemikalien-, Wasser- und Düngemittelrechts im Hinblick auf die Handhabung der von Arzneimitteln ausgehenden Umweltgefährdungen. Die Forscherin untersucht in der Doktorarbeit, wie die bestehenden europäischen und nationalen Rechtssysteme Arzneimittel-, Chemikalien-, Gewässerschutz-, Düngemittel- und Agrarrecht darauf reagieren, wenn bei normaler Verwendung gefährliche Arzneistoffe in die Umwelt gelangen. Auch das Zusammenspiel dieser unterschiedlichen Rechtsgebiete wird betrachtet: Regelungslücken wurden identifiziert, Koordinationsmöglichkeiten der beteiligten Behörden untersucht und Möglichkeiten der Übertragbarkeit der unterschiedlichen Rechtsmaßstäbe ermittelt. In einem zweiten Schritt hat die Wissenschaftlerin eine Vielzahl von Vorschlägen entwickelt, wie die derzeitige Rechts- und Vollzugspraxis verbessert werden kann. Die Komplexität der Materie erfordert dabei integrative Konzepte, die verschiedene Maßnahmen aus unterschiedlichen rechtlichen und gesellschaftspolitischen Bereichen miteinander kombinieren.
Das Forschungsvorhaben verfolgt das Ziel, Verbesserungsvorschlaege fuer die rechtlichen Regelungen zu entwickeln, die das - vielfach als problematisch angesehene - Verhaeltnis von Bodenschutz und Landwirtschaft bestimmen. In die Bewertung der Problemloesungskapazitaet des geltenden Rechts sollen vergleichend der Professorenentwurf zum UGB-BT und das gerade beschlossene Bundesbodenschutzgesetz einfliessen.