Hauptaufgabe der ökosystemaren Umweltbeobachtung (ÖUB) in den Brandenburger Biosphärenreservaten (BR) ist die ganzheitliche langfristige Erhaltung, Dokumentation und Bewertung des Zustandes regionaltypischer Ökosysteme auf repräsentativen Probeflächen. Die Daten dienen der Beurteilung der Entwicklung der ausgewählten Ökosystemtypen sowie der Referenz für Forschungs- und Monitoringprojekten. Dazu ist die ÖUB medienübergreifend ausgelegt und beinhaltet sowohl die Beobachtung verschiedener Schutzgüter und landschaftsökologischen Parameter als auch Aussagen zu naturschutzfachlichen Zielen. Im Rahmen einer arbeitsteiligen Umweltbeobachtung sowohl zwischen den drei Biosphärenreservaten Brandenburgs als auch deutschlandweit wurde unter Berücksichtigung der jeweiligen Besonderheiten der BR die Verteilung der Dauerbeobachtungsflächen auf Gebiete und zu beobachtende Ökosystemtypen vorgenommen.
Karten zum Monitoring und zu Forschungsaufgaben im Nationalpark Sächsische Schweiz (Dauerbeobachtungsflächen, Fauna, Flora, Offenlöand)
Das Ziel einer naturnahen und nachhaltigen Waldbewirtschaftung besteht in der Erhaltung und Verbesserung von Gesundheit, Wachstum und Stabilität des Waldes. Um die Auswirkungen von Schadstoffeinträgen, Klimaänderungen, Wildschäden und anderen waldschädigenden Faktoren zu erfassen und zu analysieren, kommen verschiedene Waldmonitoringverfahren zur Anwendung: Die Waldzustandserhebung (WZE) zur Beurteilung der Waldgesundheit auf Grundlage des Kronenzustandes im langjährigen Vergleich und die Bodenzustandserhebung (BZE) zur periodischen Erfassung des chemischen Bodenzustandes, der Betrieb und Ausbau von forstlichen Dauerbeobachtungsflächen in repräsentativen sächsischen Waldökosystemen sowie das Kontrollzaunverfahren zur Erfassung von Wildverbiss. Die über diese Monitoringverfahren erhobenen Daten werden in dem im Aufbau befindlichen Fachinformationssystem "Boden-Standort-Umwelt" erfasst und verwaltet. Die Forstliche Umweltkontrolle im Walde erfolgt durch eine standardisierte Erhebung: einerseits durch Stichprobenverfahren auf einem festgelegten Stichprobenraster in Verbindung mit dem Level-I-Programm der Europäischen Union (Wald- und Bodenzustandserfassung); andererseits für Forstliche Dauerbeobachtungsflächen (DBF) im Rahmen der forstlichen Umweltkontrolle auf europäischer Ebene (= Level II der EU).
"Dauerbeobachtungsflächen Offenland"
Informationen zu den forstlichen Dauerbeobachtungsflächen finden Sie unter https://www.wald.sachsen.de/forstliche-dauerbeobachtungsflaechen-6072.html.
Fachkolloquium des LAU Die Rückkehr des Moores - Revitalisierung Jävenitzer Moor Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt | Halle (Saale), Reideburger Str. 47 und Online Veranstaltungsrückblick ansehen Fachkolloquium des LAU Systemoptimierter Mix erneuerbarer Energien Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt | Halle (Saale), Reideburger Str. 47 und Online Fachkolloquium des LAU Luftqualitätsmessungen auf dem höchsten Gipfel Mitteldeutschlands Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt | Halle (Saale), Reideburger Str. 47 und Online Vortragsfolien ansehen Fachkolloquium des LAU Regenwürmer auf Dauerbeobachtungsflächen Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt | Halle (Saale), Reideburger Str. 47 und Online Vortragsfolien ansehen Fachkolloquium des LAU Was kosten uns Klimawandel und Klimaschutz und wie können wir damit umgehen ? Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt | Halle (Saale), Reideburger Str. 47 und Online Vortragsfolien ansehen (PDF-Datei, nicht barrierefrei)
Seit 1998 ist der vorsorgende Bodenschutz im § 7 und § 21 (3) Bundes-Bodenschutzgesetz, BBodSchG, festgeschrieben. Das Ausführungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt zum Bundes-Bodenschutzgesetz, BodSchAG LSA, regelt in § 10 die Bodenbeobachtung. Mit der Einrichtung eines Bodenbeobachtungssystems werden diese Ziele verfolgt: Erfassung der aktuellen Eigenschaften und Belastungen ausgewählter Böden, Langfristige Ermittlung von Bodenveränderungen durch regelmäßige Wiederholungsuntersuchungen, Schaffung einer Datengrundlage für Entscheidungen in der Landesplanung, Ableitung der Empfindlichkeit von Böden, Festlegung von Referenzflächen für regionale Belastungen. Wesentlicher Bestandteil des Bodenbeobachtungssystems ist das Netz von Boden- Dauerbeobachtungsflächen (BDF), das in allen Bundesländern in ähnlicher Weise besteht. Weiterer Gegenstand der Bodenbeobachtung sind ausgewählte Flussauen Sachsen-Anhalts. Die bestehenden Bodenbeobachtungssysteme bilden die Datengrundlage für landesweite Auswertungen. Für die seit 2004 untersuchten persistenten organischen Schadstoffe auf den Boden-Dauerbeobachtungsflächen wurden Hintergrundwerte abgeleitet. Einrichtung und Betrieb der BDF erfolgt in Zusammenarbeit der für Umweltschutz, Geologie, Landwirtschaft und Forstwesen zuständigen Landesfachbehörden. -> weiterlesen Für die Bodenbeobachtung in den Flussauen Sachsen-Anhalts wurden bis zum Jahr 2000 Untersuchungsprogramme aufgelegt, seitdem erfolgen weitere Untersuchungen anlassbezogen, z.B. nach Hochwasserereignissen. -> weiterlesen Hintergrundwerte beschreiben den stofflichen Ist-Zustand der ubiquitär belasteten Böden und bilden somit Vergleichswerte für verschiedene Fragestellungen des stofflichen Bodenschutzes. -> weiterlesen letzte Aktualisierung: 01.04.2020
Das Monitoring vegetationskundlicher Dauerflächen „DF“ ist das geeignete Werkzeug um verlässliche Aussagen über Veränderungen von Lebensräumen mit deren Flora und Vegetation zu erlangen. 2006 wurden zwei von der Nds. Wattenmeer-Stiftung finanzierte Projekte erfolgreich abgeschlossen, welche die Grundlage für ein zukünftiges zielgerichtetes vegetationskundliches Dauerflächen-Monitoring bilden. Das erste dieser Projekte, das sich mit den Dauerflächen auf den Ostfriesischen Inseln befasst, wurde von Dr. Jörg Petersen – nature-consult - bearbeitet. Das zweite Projekt erstreckt sich auf das Küstenvorland und wurde ergänzend zum 1. Teilprojekt von Frau Sabine Arens bearbeitet. Ein Schwerpunkt dieser beiden Projekte war es, das über verschiedene Institutionen und Personen verteilte und teilweise schwer zugängliche Wissen über bereits vorhandene DF zu sichern und nutzbar zu machen.
Die Biodiversität im Boden beeinflusst die Fruchtbarkeit und Struktur des Bodens sowie die Verfügbarkeit von Wasser und Nährstoffen für Pflanzen und andere Organismen. Das Monitoring der Bodenbiodiversität kann dazu beitragen, Umweltprobleme frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Mit neuen genetischen Methoden lassen sich dabei Kosten einsparen, einen höheren Grad der Standardisierung erreichen und neue Organismen-Arten bestimmen. Die Erfassung der Umwelt- DNA (eDNA) hat aber auch Grenzen und sollte für wichtige Organismengruppen weiterhin mit der klassischen morphologischen Taxonomie kombiniert werden. Der vorliegende Bericht stellt ein methodisches Grundwerk dafür dar. Veröffentlicht in Texte | 142/2023.
Wiederholungen von Vegetationserhebungen sind wichtig, um zeitliche Veränderungen der biologischen Vielfalt und der Umweltbedingungen zu erfassen. Vegetationserhebungen sind jedoch anfällig für verschiedene Fehlerquellen. Diese gilt es zu minimieren und alternative Ansätze für die Analyse der Daten zu finden. Anhand eines Datensatzes von 224 doppelt erhobenen Dauerflächen in der Schweiz untersuchten wir die häufigste Fehlerquelle bei Vegetationserhebungen: die Unterschiede zwischen den Bearbeitenden. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Artenlisten von Untersuchungsflächen, die am selben Tag von verschiedenen Bearbeitenden erstellt wurden, voneinander abweichen (28,5 % Unterschied) - hauptsächlich weil Arten mit geringer Häufigkeit von jeweils einem der beiden Bearbeitenden übersehen wurden. Wir konnten zeigen, dass sich der Fehler durch Aggregierungen bestimmter Einträge in den ursprünglichen Artenlisten (z.B. Unterarten auf Artniveau zusammenfassen oder Arten zu Aggregaten zuordnen) reduzieren lässt und dass mittlere ökologische Zeigerwerte robust gegenüber Unterschieden zwischen Bearbeitenden sind. Mittels der genannten Aggregierungen in den Artenlisten und durch Verwendung mittlerer Zeigerwerte können somit zeitliche Veränderungen der Vegetation und von Umweltbedingungen verlässlich erfasst werden.
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