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Found 66 results.

Wie wirken Lawinen auf die Natur?

Obwohl Lawinenbahnen nur einen relativ kleinen Anteil an der Landschaft haben, beeinflussen sie die Vielfalt und Dynamik von Gebirgslandschaften. Weil die Zahl der Lawinenverbauungen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen hat, ist zu befürchten, dass das Unterdrücken von Lawinen die Strukturen von Gebirgslandschaften in den Europäischen Alpen stark verändern kann. In einem Projekt der Eidg. Forschungsanstalt WSL wurde über mehrere Jahre die Wirkung von Lawinen auf beziehungsweise die Bedeutung ausbleibender Lawinen für die Biodiversität, die Waldstrukturen und die Landschaftsmuster untersucht. Die Zerstörungskraft der Lawinen weist für die Natur auch positive Aspekte auf. Sie schafft Standortbedingungen, die einer ganzen Reihe von Pflanzen überhaupt erst das Überleben ermöglichen. Grosse, dominierende Bäume werden von Lawinen umgeknickt. Als Folge erreicht in Lawinenzügen viel mehr Licht den Boden als im angrenzenden Wald. Auch Wasser und Nährstoffe sind reichlicher vorhanden. Und die mechanische Belastung durch die Lawinen ist für kleine Pflanzen gering: Die Schneedecke schützt sie, oder sie sind (noch) elastisch genug, um sich den Schneemassen zu beugen. Je häufiger in einem Lawinenzug die Lawinen niedergehen, desto artenreicher und diverser ist die Vegetation. Lawinenzüge, in denen jährlich Lawinen zu Tale stürzen, beherbergen rund dreimal mehr Arten als der angrenzende Wald. Erstaunlicherweise profitieren nicht nur Pionierpflanzen. Diese sind nur dann stark vertreten, wenn in den letzten Jahren Wald zerstört wurde. In den anderen Lawinenzügen fühlen sich konkurrenzstarke, mehrjährige Pflanzen wohl. Das zeigt, dass trotz häufiger Störungen relativ stabile Verhältnisse herrschen. Da die mechanische Belastung im Zentrum der Lawinenzüge größer ist, da kleinere Niedergänge nicht den ganzen Lawinenzug betreffen und da an den einen Stellen Schnee mitgerissen, an anderen abgelagert wird, herrschen auf engem Raum unterschiedlichste Umweltbedingungen. Die bio logische Vielfalt ist entsprechend groß. Viele verschiedene Arten und Gesellschaften finden passende Lebensbedingungen: die typische Lawinenpflanze gibt es nicht. Die Anzahl Pflanzenarten in verbauten und unverbauten Lawinenzügen ist zwar gleich groß, hingegen unterscheidet sich deren Artenzusammensetzung: In verbauten Lawinenzügen deuten die ökologischen Zeigerwerte der Pflanzen auf eine geringere Vielfalt von Kleinlebensräumen hin. Zudem ist die Anzahl alpiner Arten dort kleiner als in unverbauten Lawinenzügen. Die Unterdrückung von Lawinen beeinflusst zudem die Landschaftsstruktur. Ein Vergleich zwischen den Jahren 1950 und 2000 in der Landschaft Davos zeigt, dass der Wald ohne Lawinen zunimmt und die Waldstruktur homogener wird. Dies dürfte einerseits auf die veränderte Landnutzung, andererseits auch auf die veränderte Lawinenaktivität zurückzuführen sein. In Zukunft werden offene Waldhabitate in Bergregionen durch Klimaerwärmung und Nutzungswandel vermutlich weiter zurückgehen.

Physiologische Reaktionen von Bäumen auf den Klimawandel - Davos

Im Davoser Seehornwald werden seit zwei Jahrzehnten klimatische und physiologische Messungen unter Feldbedingungen aufgezeichnet. Für eine Periode von etwa 10 Jahren existiert eine fast lückenlose Aufzeichnung von Gasaustauschraten des Bestandes (Eddy-Covariance) sowie von einzelnen Bäumen und Zweigen. Kontinuierliche Messungen von Stammradien und Wasserflussraten im Stamm haben eine ebensolange Messgeschichte und ermöglichen einen detaillierten Einblick in den Wasserhaushalt der Seehornwald-Bäume. Wir nutzen diese von Rudolf Häsler angelegte und weltweit wohl einzigartige Datenbasis, um die Reaktion von Fichten (Picea abies) auf klimatische Veränderungen zu untersuchen.

Polleninformationsdienst in der Schweiz

An 7 Messtellen in der Schweiz werden waehrend der Vegetationsperiode die Inhalte von 1 m an Pollen und Pilzsporen gemessen. Die Messtellen sind in chronologischer Reihenfolge aufgefuehrt: Basel, seit 1969, Davos seit 1972, Genf seit 1978 (bezahlt von Prof. Dr.med. G.Boehm), Neuenburg seit 1979 (?), Zuerich seit 1981, Lugano seit 1983 und Samedan seit 1983. Fuer Neuchatel und Lugano hat die Projektleiterin Biologen ausgebildet. Diese teilen woechentlich die Resultate der letzten beiden untersuchten Tage mit. Die uebrigen Messtellen werden in Basel ausgewertet. Dafuer muss woechentlich die 'Trommel' der Burkard-Pollen- und Sporenfalle hin- und hergeschickt werden. Die Informationen werden monatlich den Aerzten, woechentlich Zeitungen, Radio, Nr.162 des Telefons mitgeteilt als Hilfe fuer Heufieberpatienten. Auch die Pilzsporen der Luft werden erfasst. (Ca. 20 versch. Arten.) Dabei werden auch Emissionen von Industrie und Verbrennungsanlagen untersucht. Prof. Boehm untersucht diese in einem Extra-Projekt. Der Informationsdienst soll Heuschnupfenpatienten orientieren.

Model Output Statistics for DAVOS (06784)

DWD’s fully automatic MOSMIX product optimizes and interprets the forecast calculations of the NWP models ICON (DWD) and IFS (ECMWF), combines these and calculates statistically optimized weather forecasts in terms of point forecasts (PFCs). Thus, statistically corrected, updated forecasts for the next ten days are calculated for about 5400 locations around the world. Most forecasting locations are spread over Germany and Europe. MOSMIX forecasts (PFCs) include nearly all common meteorological parameters measured by weather stations. For further information please refer to: [in German: https://www.dwd.de/DE/leistungen/met_verfahren_mosmix/met_verfahren_mosmix.html ] [in English: https://www.dwd.de/EN/ourservices/met_application_mosmix/met_application_mosmix.html ]

Luftpollen-Untersuchung in der Innerschweiz und (stichprobenweise) Feststellung von Luftverschmutzung in Luzern

Die Untersuchungen in Luzern sollten zunaechst eine Luecke zwischen den zwoelf anderen in der Schweiz vorhandenen Messstellen fuer Luftpollen schliessen; da gerade in der Innerschweiz keine entsprechende Station existierte. Die Fangstreifen wurden jeweils in Basel durch Dr. R. M . Leuschner ausgewertet. Zeitweilig konnte ausserdem eine staerkere Verschmutzung der Luft durch recht dunkle Streifen auf den Tagespraeparaten festgestellt werden. Die Art der Tagespraeparate erlaubt solche 'Schmutzstreifen' auf ca. 2 Stunden genau einzuordnen, da sich das Sammelgeraet pro Stunde um 2 mm weiterbewegt und ein Tagespraeparat somit 48 mm lang ist. Aehnliche 'Schmutzstreifen' wurden auch in frueheren Praeparaten von Basel registriert und mit wesentlich saubereren Fangstreifen von Davos verglichen. Hierfuer wird die Literatur zitiert.

Lawinen im Satellitenbild

Der Einsatz der Fernerkundung und Digitalen Gelaendemodelle zur Herstellung von potentiellen Lawinengefahrkarten wird systematisch studiert. Das entwickelte Konzept wird in den Alpen erprobt, um dann auf die Verhaeltnisse im Himalaya uebertragen und eingesetzt werden zu koennen. Erste Ergebnisse von den Testgebieten Beckenried und Davos liegen vor; im Himalaya (Testgebiet Manali) wurden Vegetationsklassifikationen durchgefuehrt.

Präsents des Ministeriums beim World Economic Forum 2020 in Davos

Wie viele Mitarbeiter des Ministeriums haben am World Economic Forum 2020 in Davos teilgenommen oder waren zeitweise dort anwesend. Mit welchen Verkehrsmitteln sind dies Mitarbeiter dort angereist. Welche finanziellen Mitteln hat das Ministerium für An- und Abreise und den Aufenthalt im Einzelnen aufgewandt.

Long-Term Greenhouse Gas Budget of a Subalpine Coniferous Forest

The interest to study impacts of climate change on the terrestrial biosphere, particularly on forests, has been ever increasing over the last decades, since forests are an integral part of the global climate system and at the same time provide many ecosystem services, i.e., direct and indirect benefits for people. However, rather recently the need to quantify a whole suite of greenhouse gases (GHG), namely H2O, CO2, CH4 and N2O, was recognized. In a European effort to establish a unique network of top-level ecosystem GHG flux sites (ESFRI project ICOS; International Carbon Observation System), the main interest for the Swiss participation is focusing on the role of high mountain ecosystems in the continental GHG budget. To maximize synergies with already existing infrastructure and long-term research efforts in the subalpine zone of Switzerland, we propose to extend the on-going CO2, CH4 and H2O vapor flux measurements at Davos, Switzerland and participate in this European effort to establish the ICOS network. Our goal is to establish cutting-edge eddy covariance flux measurements of climatically relevant GHGs. With the R'Equip proposal, we will be able to add a research site to ICOS which is unique in three aspects, in its high elevation location (at 1670 m), in its flux measurement history (since 1997) and in its broad range of on-going auxiliary measurements (soil, vegetation, air pollutants). The study site Davos is a long-term site (since 1997) of the Grassland Sciences group at ETH as well as the designated Swiss primary ecosystem site of ICOS, supported by WSL and EMPA as well as FOEN and SBF. Our research is embedded in the Swiss efforts to assess GHG fluxes and land surface-atmosphere feedbacks (e.g., SwissFluxNet, C2SM, NCCR Climate, CCES-Maiolica) as well as in international efforts (e.g., CarboEurope IP, GHG-Europe, Carbo-Extreme, ICOS, FluxNet), providing relevant background information on GHG budgets of different land use types and thus the basis for post-Kyoto negotiations and sustainable land use. Thus, our objectives are to quantify CO2, H2O vapor, CH4 and N2O fluxes at the ecosystem level continuously using state-of-the art infra-red laser absorption spectrometers, enabling us (1) to test hypotheses on the magnitude of such fluxes of a forest (rarely tested for CH4 and N2O despite first reports on such fluxes and soil N2O sink capacity), (2) to determine forest responses to climatic (extreme) events, and (3) to better understand soil and ecosystem CO2 fluxes for the long-term GHG balance of a subalpine forest to ensure sustainable use of natural resources for climate protection AND wood production.

Windfield and snowdrift modelling over complex mountainous terrain

The transport of snow by wind is an important factor for avalanche danger as well as ecology and hydrology in mountainous environments. Investigations of airflow and snowdrift are carried out using field data and model. Field experiment for airflow and snow deposition/accumulation studies were held at the Gaudergrat ridge, located near Davos, accumulation and erosion studies. In the summer 2003 a large scale field experiment, Gaudex 2003, took place there in collaboration with the University of Leeds. During this field campaign, more than 30 measurement devices were placed around the Gaudergrat in order to collect airflow data at a very small scale. These data are used to compare and validate the numerical models. The wind field data required to initialise and drive the snow transport model are provided by the meteorological model ARPS. ARPS is developed at the Center for Analysis and Prediction of Storms, at the University of Oklahoma. This model can handle simulations ranging from regional scales down to micro-scales. The numerical forecast component of the ARPS is a three-dimensional, nonhydrostatic compressible model in generalized terrain-following coordinates, using finite differences and can be used in a Large-Eddy Simulations configuration. As transport of snow mostly occurs in the first meters of the atmospheric boundary layer, snowdrift modelling requires high resolution windfields. Consequently ARPS has been adapted for microscales simulations, with a finest horizontal resolution of 25 meters in order to resolve the complex topography. Windfields simulations are higly sensitive to initial and boundary conditions, for this reason ARPS is now coupled to Meteoswiss model aLMo in order to produce initial and boundary conditions for ARPS runs. aLMo outputs have a horizontal resoltion of 7km, thus Arps computations are realised using nesting domains with a decreasing resolution down to 25m. Part of the computations are run at the Swiss National Supercomputing Centre (CSCS).

Wärmere Winter: Wie reagieren die Pflanzen?

Unser Klima wird wärmer - und dies vor allem im Winter. Die Wintertemperaturen sind in den letzten Jahrzehnten vielerorts doppelt so stark angestiegen wie diejenigen im Sommer. Die Schneeschmelze in den Bergen findet deshalb immer früher statt. Können die Pflanzen den verlängerten Sommer für Wachstum nutzen? Verändert sich dadurch die Vegetation? Wir untersuchen, wie sich veränderte Schneedecken-Eigenschaften auf die Pflanzen auswirken. Seit 1980 findet die Ausaperung an der Waldgrenze in Davos fast 3 Wochen früher statt. Für gewisse Standorte bedeutet dies, dass die schneefreie Zeit um einen Viertel länger geworden ist. Wie die Pflanzen darauf reagieren, ist weitgehend unbekannt. In unserer Studie simulieren wir die Klimaveränderung, indem wir die Schneedecke manipulieren. Einerseits entfernen wir während des Winters Schnee, wodurch die Schneedecke weniger gut isoliert und die Pflanzen darunter Frost ausgesetzt sind. Andererseits beschleunigen wir im Frühling die Schneeschmelze. Danach messen wir die Änderungen in Lebenszyklus, Wachstum und Reproduktion der Pflanzen. Unsere Untersuchungen finden einerseits in alpinen Zwergstrauchheiden an der Waldgrenze bei Davos statt, andererseits in den subarktischer Tundra in Alaska. Die Artenzusammensetzung beider Standorte ist sehr ähnlich, aber die winterlichen Temperaturen und Schneedecken unterscheiden sich stark. Einige Resultate: Einerseits hat in den letzten Jahren eine Temperaturerwärmung stattgefunden hat, welche zu früherer Schneeschmelze führte. Andererseits waren die Temperaturen in den ersten Wochen nach Schneeschmelze je tiefer, je früher die Schneeschmelze stattfand, und Fröste waren häufiger. In unseren Untersuchungen führte die frühere Schneeschmelze in einigen Arten zu einem langsameren Lebenszyklus, reduziertem Wachstum, aber mehr Reproduktion. Dies ist wahrscheinlich auf die tiefen Frühlingstemperaturen und Fröste zurückzuführen, die gemessen wurden. Die Blätter von früh ausgeaperten Zwergsträuchern waren kleiner, enthielten weniger Chlorophyll und wurden weniger von Insekten gefressen. Nach dem Abfallen verrotteten diese Blätter schlechter. Der Streuabbau war bei dünner Schneedecke und früher Ausaperung verlangsamt, wahrscheinlich wegen der tiefen Bodentemperaturen. Die Klimaerwärmung führt also einerseits zu früherem Sommeranfang, dies kann aber paradoxerweise für alpine Pflanzen zu einem kühleren Frühlingsklima und vermehrtem Frost führen. Wahrscheinlich konnten gewisse Pflanzenarten deshalb nach früher Schneeschmelze den längeren Sommer nicht nutzen und wuchsen teilweise sogar schlechter. Dieses Projekt wird im Rahmen einer Dissertation am SLF bearbeitet.

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