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Assessing a multi-method approach for dryland soil salinization with respect to climate change and global warming - The example of the Bajestan region (NE Iran)

Dryland soil salinization strongly affects soil properties, with severe consequences for regional ecology, agriculture and the aeolian dust dynamics. Given its climate-sensitivity it forms a serious environmental hazard, and to cope with this challenge during current global warming it needs to be better understood. The Bajestan Playa in the strongly salinization-affected Iranian drylands hosts several protected areas and forms an important regional dust source. Hence, soil salinization in this region affects local and regional ecosystems and societies, but was not systematically studied yet. Using an unprecedented comprehensive approach we systematically monitored regional soil salinity 1992-2021 using remote sensing as well as on-site field and laboratory measurements, and linked these with regional and global climatic data to understand (i) the spatio-temporal soil salinity dynamics, (ii) the impact of regional and global climate changes, and (iii) the potential of our approach for further soil salinity studies. Our annual time resolution over three decades provided significantly deeper and unprecedented insights into soil salinization: Both regional annual precipitation and temperature control soil salinity, but the latter responds to precipitation with time lags of up to two years and to higher temperatures without any time lag. This probably reflects the transport time of leached soluble salts from their sources following humid years. No systematic soil salinity changes were observed within the playa basin, but outside the basin soil salinity systematically increased. Whereas regional precipitation did not show a systematic trend during the last decades, regional temperature increased and was mostly correlated with the increasing GLOTI, POL and TSA climatic indices. Hence, given ongoing global warming a further increase of regional soil salinization should be expected, with serious consequences for saline dust emissions, the regional protected areas and climate-related migrations. Altogether, our multi-disciplinary pioneer study demonstrates a high future application potential also for other salinity-affected drylands, forming a base to deal with the consequences of ongoing global climate change. Quelle: ScienceDirect

Europäisches Bodengesundheitsgesetz

Bereits im November 2021 stellte die EU-Kommission die Bodenstrategie 2030 vor. Ziel ist eine gute Bodengesundheit bis 2050. Ein wichtiger Baustein: der Netto-Null-Flächenverbrauch bis 2050. Die Herausforderungen sind gewaltig – der Nutzen aber auch. Eine Milliarde Tonnen Boden erodieren jährlich in Europa, 60% bis 70% der Böden in der EU sind nicht gesund, mehr als 400 km² netto werden jährlich in Siedlungs- und Verkehrsflächen umgewandelt. Die Gefahr der Wüstenbildung in Europa steigt. Die Auswirkungen für die Umwelt und Menschen sind enorm, denn der Boden beherbergt 25% der gesamten biologischen Vielfalt, ist zentraler CO2-Speicher und das Fundament unserer Ernährung. Ein zentraler Baustein der Bodenstrategie und zur Erreichung der Klimaziele ist der „Netto-Null-Flächenverbrauch“ bis 2050. Hierzu sollen die Mitgliedsstaaten bis zum kommenden Jahr Ziele zur Verringerung des Netto-Flächenverbrauchs bis 2030 auf allen Ebenen festlegen (national, regional, lokal) und über ihre Fortschritte berichten. Um zu einheitlichen Aussagen zu kommen, kündigte die EU-Kommission an, den „Netto-Flächenverbrauch“ im Rahmen des für 2023 vorgesehenen Bodengesundheitsgesetzes zu definieren. Zugleich kündigte die Kommission an, weitere Möglichkeiten der Überwachung und Meldung der Fortschritte sowie eine Berichtspflicht zu prüfen. Darüber hinaus sollen Behörden und Privatunternehmen Leitlinien, gute Beispiele und Verfahren zur Reduzierung der Bodenversiegelung bereitgestellt werden. Mit dem Ziel einer wirksamen Reduzierung des Flächenverbrauchs soll eine „Flächenverbrauchshierarchie“ zur Steigerung der zirkulären Landnutzung implementiert werden. Diese folgt dem Ansatz “Vermeiden – Wiederverwenden – Minimieren – Ausgleichen“. So sollen zunächst zusätzlicher Landverbrauch und Bodenversiegelung vermieden werden. Ist das nicht möglich, sollen bereits baulich vorgenutzte Flächen wiederverwendet werden. Sollte auch eine Wiederverwendung nicht möglich sein, soll bei baulichen Flächeninanspruchnahme der Fokus auf Flächen liegen, die sich bereits in einem ungünstigen Zustand befinden. Damit sollen auf besonders wertvolle Böden eine Bebauung vermieden werden. Als letztes Mittel sollte der Verlust durch Ausgleichsmaßnahmen minimiert werden bspw. durch Versickerungsflächen vor Ort oder Gebäudebegrünungen. Eine öffentliche Konsultation des Bodengesundheitsgesetzes ist noch für dieses Jahr vorgesehen.

Internationaler Bodenschutz

Internationaler Bodenschutz Hintergrund Die weltweit steigende Nachfrage nach nachwachsenden Rohstoffen und nach Fleisch, sowie das anhaltende Bevölkerungswachstum führen dazu, dass die Nachfrage nach fruchtbaren Böden steigt. Gleichzeitig gehen fruchtbare und gesunde Böden aufgrund von Degradationsprozessen wie ⁠ Erosion ⁠, Versalzung und Kontamination verloren. Schätzungen zufolge sind bereits 20-25% der Böden weltweit degradiert, d.h. in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Bodendegradation ist ein fortschreitender Prozess der mit jedem Jahr weitere 5-10 Millionen Hektar zusätzlich betrifft (Vergleich: Österreich hat eine Fläche von 8,4 Millionen Hektar). Die weltweite Bodendegradation gefährdet somit auf lange Sicht die globale Ernährungssicherung und entzieht insbesondere ländlichen Regionen eine ihrer wichtigsten Grundlagen für Einkommen und wirtschaftliche Entwicklung. Die Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) gibt an, dass bereits heute 1,5 Mrd. Menschen und somit mehr als ein Fünftel der Weltbevölkerung direkt von Bodendegradation betroffen sind. Bodendegradation ist dabei ein globales Phänomen. Bereits 2011 hat daher das Umweltbundesamt zusammen mit internationalen Institutionen wie dem Sekretariat der ⁠ UN ⁠-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD), dem Umweltprogramm der UN (⁠ UNEP ⁠) und dem International Food Policy Research Institute (IFPRI) in einem Call for Action einen global koordinierten Ansatz zum Schutz der Böden gefordert. Die Rio+20 Konferenz und das Konzept einer „Land Degradation Neutral World“ Auf der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung in Rio der Janeiro 2012 ( Rio+20 Konferenz ) haben die Staats- und Regie­rungschefs zugesagt, eine „land degra­dation neutral world“ anzustreben. Dies beinhal­tet auch eine Welt ohne Nettobodenverlust. Unterm Strich sollen sich also zukünftig Boden­verlust etwa durch ⁠ Erosion ⁠, Versiegelung und andere Formen der Bodendegradation und Bodenwiederherstellung die Waage halten. Da Bodendegradation nicht gänzlich verhindert werden kann, muss sie zumindest minimiert und nicht vermeidbare Bodendegradation muss durch Wiederherstellungs- und Sanierungsmaß­nahmen ausgeglichen werden (siehe Abbildung). Diese Absichtserklärung gilt es nun auf globaler, regionaler und nationaler Ebene umzusetzen. Der Verlust von Böden durch Bodendegradation muss minimiert und nicht vermeidbare Bodendegradation muss durch Wiederherstellungsmaßnahmen ausgeglichen werden. Die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) Die globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SDGs) sind wie das Konzept der “Welt ohne Nettobodenverlust“ ein Ergebnis der Rio+20-Konferenz im Jahr 2012. Mit ihrer Hilfe soll die weltweite Entwicklung sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltig gestaltet werden. Dabei setzt sich insbesondere Ziel 15 „Leben an Land“ für eine nachhaltige Nutzung von Böden und eine Umkehr von Landdegradation ein: „Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen“. Das Umweltbundesamt unterstützt den Umsetzungsprozess der bodenbezogenen SDGs gezielt mit Forschungsaktivitäten. Im Rahmen von Sachverständigengutachten wurde untersucht, welche grundsätzlichen Möglichkeiten bestehen, Bodendegradation auf globaler Ebene messbar zu machen und die Bedeutung des organisch gebundenen Kohlenstoffs und sein Potenzial als Indikator für Land- und Bodendegradation beleuchtet. Aktuell werden in einem weiteren Forschungsprojekt Handlungsempfehlungen zur Umsetzung des SDG-Unterziels „Erreichen einer landdegradationsneutralen Welt“ in Deutschland und auf globaler Ebene erarbeitet. Monitoring und Bewertung Informationen bilden die Basis für politische Entscheidungen. Wichtig sind insbesondere Informationen zu Trends und Treibern der Bodendegradation. Dies ist jedoch mit vielfältigen Hindernissen behaftet. Hinzu kommt, dass die Definition von Bodendegradation häufig im Auge des Betrachters liegt. Hier gilt es praktikable und aussagekräftige Lösungen zu finden. Rechtliche Steuerung Die Umsetzung des internationalen Bodenschutzes, insbesondere des Ziels einer „Land Degradation Neutral World“, bedarf rechtlicher Instrumente – auf nationaler wie internationaler Ebene. Hinreichende völkerrechtliche Vorgaben fehlen bislang. Auch für die Umsetzung auf nationaler Ebene müssen Vorschläge („best practices“) erarbeitet werden. Bitte weiterlesen .

Persönlicher Austausch rund um Kiebitz, Uferschnepfe und Co

Erstmals war es im Rahmen des von der EU und dem Land Niedersachsen sowie weiteren Partnern mit 27 Mio Euro geförderten LIFE IP Projekts möglich, in einem der Projektgebiete am Dümmer in Niedersachsen zu tagen. Während des zweitägigen Treffens am 5. und 6.10.2021 ging es um den aktuellen Stand der im Projekt vorgesehen Maßnahmen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts konnten sich aufgrund der Corona-Situation bisher nur auf digitalem Wege austauschen. „Es ist ein Meilenstein für uns, uns als Projektpartner endlich persönlich treffen zu können!“, freut sich Heinrich Belting, im NLWKN verantwortlich für das LIFE IP Projekt „GrassBirdHabitats“, dem EU-Nachfolgeprojekt des LIFE+ Projekts „Wiesenvögel“. „Nicht nur die Partner aus Niedersachsen, sondern auch die Kolleginnen und Kollegen aus den Niederlanden reisten zahlreich an.“ Erstmals war es im Rahmen des von der EU und dem Land Niedersachsen sowie weiteren Partnern mit 27 Mio Euro geförderten LIFE IP Projekts möglich, in einem der Projektgebiete am Dümmer in Niedersachsen zu tagen. Während des zweitägigen Treffens am 5. und 6.10.2021 ging es um den aktuellen Stand der im Projekt vorgesehen Maßnahmen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts konnten sich aufgrund der Corona-Situation bisher nur auf digitalem Wege austauschen. „Es ist ein Meilenstein für uns, uns als Projektpartner endlich persönlich treffen zu können!“, freut sich Heinrich Belting, im NLWKN verantwortlich für das LIFE IP Projekt „GrassBirdHabitats“, dem EU-Nachfolgeprojekt des LIFE+ Projekts „Wiesenvögel“. „Nicht nur die Partner aus Niedersachsen, sondern auch die Kolleginnen und Kollegen aus den Niederlanden reisten zahlreich an.“ Am ersten Tagungstag drehte sich inhaltlich alles um den Start der Maßnahmen im auf zehn Jahre ausgelegten Projekt. Die Projektpartner Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und das Büro BioConsultOS berichteten, mit welchen Aktionen sie bereits anfangen konnten: Dazu zählen die Entwicklung eines wiesenvogelfreundlichen Businessmodels für Landwirte, das Schaffen von Netzwerken in den Überwinterungsgebieten der Vögel in Afrika sowie das Ausstatten von Uferschnepfen mit Satellitensendern zum Erforschen ihrer Zugwege und der Gefährdungen, die hier auftreten. Die Teilprojekte der niederländischen Partner Provinz Friesland, der landwirtschaftlichen Kooperative Collectief Súdwestkust (SWK), des Naturschutzverbands BondFrieseVogelWachten und der Universität Groningen starteten ebenfalls vielversprechend. Hier wurde beispielsweise mit einem länderübergreifenden Monitoring von Insekten in Wiesenvogelbrutgebieten begonnen. Über fünf Sommermonate fangen die Forscher Insekten mit unterschiedlichen Methoden. Die Auswertung soll Auskunft über den Insektenbestand geben, der den Wiesenvögeln als Nahrungsgrundlage zur Verfügung steht. Darüber hinaus entwickelte die Provinz Friesland in Zusammenarbeit mit Landwirten ein neues Modell zum nachhaltigen Bewirtschaften von Feuchtgrünland und startet Maßnahmen zur Optimierung der Wasserstände in fünf Projektgebieten. Die Doktorandinnen und Doktoranden der Rijksuniversiteit Groningen, Niederlande, sowie ein im NLWKN beschäftigter Doktorand der Universität Oldenburg gaben einen Überblick über die mit dem Projekt verbundenen, aktuellen Forschungsarbeiten. Die Themen reichten von der Erforschung alternativer multifunktionaler Landschaften für den Naturschutz (Luis Barba) über Erfolgsfaktoren bei der Beteiligung von Landwirten am Wiesenvogelschutz (Jean-Yves Duriaux) und die drohende globale Krise bezüglich Boden- und Landdegradation (Clarisse Kraamwinkel). Weitere Vorträge betrafen die Voraussetzungen für die Vernetzung von Lebensräumen für Uferschnepfen als Leitart (Christopher Marlow) sowie deren Reaktion auf Landnutzungsänderungen in Brut- und Nichtbrutgebieten (Taylor Craft). Bei einer Exkursion ins Projektgebiet Dümmer am zweiten Tag informierten sich die Teilnehmenden vor Ort über Best-Practice-Beispiele im Wiesenvogelschutz. Die dortigen Bestände der das Feuchtgrünland bewohnenden Vogelarten Uferschnepfe, Brachvogel, Bekassine und Kiebitz gehören zu den wichtigsten Brutvorkommen im Binnenland und haben seit Beginn der Schutzmaßnahmen stark zugenommen. Heinrich Belting stellte die im Gebiet über Jahrzehnte vorgenommenen erfolgreichen Maßnahmen zum Wiedervernässen der Wiesenflächen und die dafür angelegten Sielbauwerke vor. „Mit den Wassersstauanlagen und windbetriebenen Pumpen sorgen wir im Jahresverlauf für unterschiedlich hohe Wasserstände auf den Dümmer-Wiesen. Die Vögel wählen selbst, welcher Wasserstand ihnen am meisten zusagt.“ Am Dümmer werden 3.000 Hektar Naturschutzflächen durch Landwirte bewirtschaftet. Das Mähen des Grases zur Heuernte und die Beweidung durch Kühe oder Schafe erfolgt in enger Abstimmung mit den Interessen des Naturschutzes und sichert offene Flächen für die brütenden Vögel. Diese Kooperation ist ein wichtiger Garant für den erfolgreichen Wiesenvogelschutz. Aus organisatorischen Gründen konnten die westafrikanischen Partner aus Gambia nicht an der Veranstaltung teilnehmen. Ein ausführlicher Austausch, wie die Zusammenarbeit in den nächsten Jahren intensiviert werden kann, fand eine Woche später im Rahmen der Zugvogeltage im Niedersächsischen Wattenmeer in Wilhelmshaven statt. Durch die bestehende Partnerschaft soll die geplante Ausweisung eines 180.000 Hektar großen Biosphärenreservats unterstützt werden. Mehr zum LIFE IP Projekt „GrassBirdHabitats“ (LIFE19 IPE/DE/000004) Mehr zum LIFE IP Projekt „GrassBirdHabitats“ (LIFE19 IPE/DE/000004) Der Schutz von Wiesenvögeln wie Uferschnepfe, Kiebitz und Brachvogel und deren Lebensräumen stehen im Fokus des von der Europäischen Union im Rahmen des LIFE-Programms geförderten Projekts. Ziel ist es, optimale Brutgebiete zu schaffen und zu verbinden. Hierfür gilt es, die Flächennutzung zu extensivieren und die Wasserstände zu optimieren. Um die Aktivitäten künftig stärker zu vernetzen und Maßnahmen für erfolgreichen Wiesenvogelschutz abzustimmen, wird ein strategisches Schutzkonzept für Wiesenvogellebensräume in Westeuropa entwickelt. In 27 Projektgebieten in Niedersachsen werden wiesenvogelfreundliche Maßnahmen umgesetzt. Das Gesamtbudget des über zehn Jahre laufenden Projekts beträgt rund 27 Millionen Euro, darin 12 Millionen Anteil des Landes Niedersachsen. Das Niedersächsische Umweltministerium als Projektträger hat die Staatliche Vogelschutzwarte im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit der Umsetzung des Projekts beauftragt. Partner in Niedersachsen sind die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und das Büro BioConsultOS. Projektpartner in den Niederlanden sind die Provinz Friesland, die Universität Groningen sowie die landwirtschaftliche Kooperative Collectief Súdwestkust (SWK) und der Naturschutzverband BondFrieseVogelWachten (BFVW).

Mineral Resource Governance in the 21st Century

Resources, including minerals and metals, underpin the world's economies for almost all sectors, providing crucial raw materials for their industrial processes. Despite efforts to decouple economies from resource use towards a circular economy, demand for extractive resources will continue to grow on the back of emerging economies. The report maps existing international governance frameworks and initiatives which have overlapping subsets that focus on delivering the 2030 Global Agenda for Sustainable Development. In this report, the International Resource Panel (IRP) of the UN Environment Programme highlights that the mining sector, if carefully managed, presents enormous opportunities for advancing sustainable development, particularly in low-income countries. As discussed in Chapter 5, extractive industries place large demands on natural resources such as land and water. Its activities can lead to polluting water resources, biodiversity loss and ecosystem destruction including land degradation and desertification. Therefore, there is a need to look at the dynamic relationships between mining, and land and water. This calls for a systems-thinking approach that accounts for the nexus between resources so as to steer policy efforts towards integrated natural resource management along the mining value chain. The report maps existing international governance frameworks and initiatives which have overlapping subsets that focus on delivering the 2030 Global Agenda for Sustainable Development. It presents the practical actions required to improve the international governance architecture for mining to enhance its contribution towards sustainable development. It calls for a new governance framework for the extractive sector referred to as the "Sustainable Development Licence to Operate" which includes consensus-based principles, policy options and best practices that are compatible with the Sustainable Development Goals and other international policy commitments. Minerals and metals underpin national economies, provide crucial raw materials for industrial activities, and are inputs to almost every sector of the global economy. Demand for extractive resources will continue to grow on the back of emerging economies with expanding and increasingly affluent and urban populations and a global transition towards low-carbon but metal-intensive energy production technologies. This is despite efforts to decouple economies from resource use and towards greater recycling. The frequently severe and enduring environmental impacts of mining highlight the need to carefully balance such activities with stewardship of other valuable natural resources and the environment including ecosystems and biodiversity, and the rights of local people and communities. Decision-making in the extractive sector is shaped by a complex array of governance frameworks and initiatives operating along highly globalized mineral value chains. There is an urgent need to coordinate and reform this governance landscape to address enduring challenges such as commodity price volatility, lack of linkages between mining and other economic sectors, inadequate management of environmental impact, and socio- and geopolitical risks of mining. The report maps over 80 existing international governance frameworks and initiatives which focus on delivering overlapping subsets of the 2030 Global Agenda for Sustainable Development, but do not currently operate in a sufficiently coordinated or integrated manner. In this context, the report calls for a new governance framework for the extractive sector referred to as the "Sustainable Development Licence to Operate" and includes consensusbased principles, policy options and best practices that are compatible with the Sustainable Development Goals and other international policy commitments. The report discusses practical actions to improve the international governance architecture for mining to enhance its contribution towards sustainable development. The proposals include reaching an international consensus regarding the normative content and structure of the Sustainable Development Licence to Operate informed by expert inputs from a "Highlevel Panel on Mining for Sustainable Development". It further considers the creation of an International Mineral Agency to share relevant information and data. Governments could also reach bilateral and plurilateral agreements regarding security of supply of raw materials and resource-driven development. Periodical reporting of progress towards sustainable development could be enabled through a Global "State of the Extractive Sector" review or equivalent process. Quelle: Verlagsinformation

Soil and the SDGs: challenges and need for action

Die Europäische Kommission lädt zur Konferenz „Boden und SDGs: Herausforderungen und Handlungsbedarfe“ ein. Entscheidungsträger*innen aus Politik, Forscherung und Gesellschaft erörtern die Herausforderungen der Boden- und Landdegradation und dringende Handlungsbedarfe zur Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung.

15. BMBF-Forum für Nachhaltigkeit

Im nächsten Jahrzehnt wird die Menschheit die entscheidenden Weichen für die Zukunft stellen müssen, um globale Herausforderungen wie Klimawandel, Verlust an Artenvielfalt, Landdegradierung zu meistern bzw. deren Auswirkungen zu minimieren. Gleichzeitig gilt es, den sozialen Zusammenhalt zu sichern und ein gutes Leben für alle zu ermöglichen. Forschung für nachhaltige Entwicklung liefert dafür innovative Lösungen und fundierte Entscheidungsgrundlagen für zukunftsorientiertes Handeln in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Auf dem 15. Forum für Nachhaltigkeit (FONA) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin wollen wir mit Ihnen diskutieren, wie z.B. Digitalisierung für nachhaltige Entwicklung genutzt werden kann oder wie der Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in praktische Lösungsansätze gelingen kann. Das 15. FONA Forum steht im Zeichen des neuen BMBF-Forschungsrahmenprogramms „Forschung für nachhaltige Entwicklung“ (FONA 4). Ihr Input und ihre Beiträge für die Weiterentwicklung des Rahmenprogramms sind wichtig. Im Fokus steht die neue "Nationale Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt“ des BMBF. Deren Ausgestaltung und Umsetzung soll diskutiert sowie inhaltlich und konzeptionell weiterentwickelt werden. Darüber hinaus bietet das FONA-Forum auch diesmal wieder vielfältige Möglichkeiten zur Vernetzung mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft – für mehr Nachhaltigkeit durch Forschung und für die Praxis. 15. BMBF-Forum für Nachhaltigkeit 13. - 14.05.2019 Hauptstadtrepräsentanz der Telekom Französische Straße 33a-c, 10117 Berlin Quelle für diese Informationen und weitere Hinweise zum Tagungsprogramm finden Sie auf fona.de .

Narrative und Diskurse in der Umweltpolitik: Möglichkeiten und Grenzen ihrer strategischen Nutzung

Themen wie ⁠ Klimawandel ⁠, Biodiversitätsverlust oder Wüstenbildung sind keine objektiv gegebenen Phänomene. Der Diskurs darüber ist von Machtbeziehungen sowie widerstreitenden Perspektiven und Interpretationen geprägt. Diese bestimmen in komplexer Weise, wie Umweltprobleme gesellschaftlich verstanden und politisch adressiert werden. Dieser Bericht verfolgt drei Ziele: 1) Zentrale Konzepte der sprachsensitiven und diskursiven Ansätze zu klären, 2) wichtige Funktionen von Narrativen im politischen Prozess und sechs Hypothesen zu ihren Erfolgsbedingungen darzustellen und 3) anhand der zwei Fallbeispiele ‚ökologischen Modernisierung‘ und ‚Gutes Lebens‘ aufzuzeigen, wie Narrative als Kommunikationsinstrumente der Umweltpolitik eingesetzt wurden und welche Schlussfolgerungen daraus zu ziehen sind. Veröffentlicht in Texte | 86/2017.

Narrative und Diskurse in der Umweltpolitik: Möglichkeiten und Grenzen ihrer strategischen Nutzung

Umweltprobleme sind nicht einfach objektiv gegebene Phänomene, die mittels rational ausgewählter Instrumente effektiv gelöst werden können. Themen wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Entwaldung, Wüstenbildung und ähnliches sind von Machtbeziehungen aber auch von widerstreitenden Perspektiven und Interpretationen geprägt, die noch dazu hochgradig kontextabhängig sind. Diese Perspektiven und Interpretationen bestimmen in komplexer Weise, wie Umweltprobleme gesellschaftlich verstanden und politisch adressiert werden. Vor dem Hintergrund dieser Einsicht haben in den letzten drei Jahrzehnten sprachsensitive und diskursive Ansätze in der Analyse umweltpolitischer Problemlagen stark an Bedeutung gewonnen, und dies quer über verschiedene sozialwissenschaftliche Disziplinen hinweg, von der Soziologie über die Politische Ökologie bis zur Politikfeldanalyse. Weitgehend auf eine Literaturanalyse von Studien zur Rolle von Diskursen und Narrativen in der Umweltpolitik gestützt, verfolgt dieser Bericht drei miteinander verknüpfte Ziele: Erstens werden zentrale Konzepte, wie sie in sprachsensitiven und diskursiven Theorieansätzen wie auch in empirischen Studien zu Umweltdiskursen verwendet werden, einer begrifflichen Klärung zugeführt, wobei besonderes Augenmerk auf die beiden Schlüsselkonzepte 'Diskurs' und 'Narrativ' gelegt wird. Zweitens werden wichtige Funktionen, die Narrative im politischen Prozess erfüllen können, darstellt und sechs Hypothesen zu den Erfolgsbedingungen umweltpolitischer Narrative präsentiert und mit Beispielen bebildert. Drittens wird anhand von zwei Fallbeispielen, den Konzepten der 'ökologischen Modernisierung' und des 'Guten Lebens' und den darin eingeschriebenen Narrativen, aufgezeigt, wie Narrative als Kommunikationsinstrumente der Umweltpolitik eingesetzt wurden und welche praktischen Schlussfolgerungen sich daraus ziehen lassen. Aufbauend auf die vorhergehenden Analysen wird abschließend eine sogenannte 'umweltpolitische Diskurslandkarte' als praktisches Instrument zur Einschätzung der Anschlussfähigkeit von Diskursen und Narrativen vorgestellt. Insgesamt liefert der Bericht damit praktische Impulse für die Reflexion und Entwicklung politischer Strategien zur erfolgreichen umweltpolitischen Kommunikation. Quelle: Forschungsbericht

UN-Konferenz Rio plus 20

Vom 20. bis 22. Juni 2012 fand die UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro statt – kurz "Rio plus 20". Das Treffen ist symbolträchtig, denn es fand am selben Ort statt, an dem der Weltgipfel vor zwanzig Jahren Maßstäbe für eine globale Politik zum Schutz von Klima und Umwelt gesetzt hat. 1992 bekannten sich die internationale Staatengemeinschaft erstmals zum Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung und verabschiedeten das Aktionsprogramm "Agenda 21". Gleichzeitig wurden die Rio-Erklärung und die UN-Konventionen zu Klima, biologischer Vielfalt und zur Wüstenbekämpfung beschlossen.

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