Magdeburg. Anlässlich der heutigen Vorstellung des Strategiepapieres „Vision für Landwirtschaft und Ernährung“ durch EU-Agrarkommissar Christophe Hansen äußert sich Sachsen-Anhalts Wirtschafts- und Landwirtschaftsminister Sven Schulze positiv, fordert jedoch zugleich eine konsequente Umsetzung der angekündigten Maßnahmen sowie eine gerechtere Verteilung der Agrarfördermittel. „Die neue Vision der EU-Kommission stellt die Wettbewerbsfähigkeit unserer Landwirte in den Fokus und erkennt die Landwirtschaft als strategischen Sektor an. Das ist ein wichtiges Signal für unsere Betriebe in Sachsen-Anhalt und ganz Europa“, so Minister Sven Schulze. Ernährungssouveränität als Ziel Ein zentraler Punkt des Strategiepapieres ist die Stärkung der Ernährungssouveränität. Minister Sven Schulze begrüßt diesen Ansatz ausdrücklich: „Europa muss bei der Lebensmittelversorgung unabhängiger werden. Eine starke, eigenständige Landwirtschaft sichert unsere Versorgung und stärkt unsere Betriebe.“ Minister Sven Schulze unterstützt zudem die Pläne, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ab 2028 weiterzuentwickeln. Ziel sei es, die Landwirtschaft so auszurichten, dass sie aktiv zur Ernährungssicherheit, zur wirtschaftlichen Stabilität der Branche sowie zum Umwelt- und Klimaschutz beiträgt. „Dabei muss jedoch die Balance zwischen klaren Regeln und gezielten Anreizen stimmen“, so Minister Sven Schulze. Weniger Bürokratie, mehr Praxisbezug Minister Sven Schulze fordert eine konsequente und praxisnahe Umsetzung der angekündigten Vereinfachungen. „Unsere Landwirte brauchen klare, verständliche Regeln und weniger bürokratischen Aufwand. Sie sollen sich auf ihre Arbeit auf dem Feld und im Stall konzentrieren können – nicht auf komplizierte Formulare und Verwaltungsaufgaben“, betont Minister Sven Schulze. Er betont, dass die geplanten Schritte zur Vereinfachung der GAP und zur Entbürokratisierung für die Landwirte in der täglichen Arbeit spürbar werden müssen. „Es reicht nicht, nur Ankündigungen zu machen. Die Vereinfachungen müssen in der Praxis ankommen und unsere Betriebe wirklich entlasten“, fordert Minister Sven Schulze. Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Unterstützung für Junglandwirte Minister Sven Schulze lobt auch die Pläne der EU-Kommission, die europäische Landwirtschaft im internationalen Handel zu stärken und fairen sowie nachhaltigen Wettbewerb zu fördern. „Unsere Landwirte stehen im globalen Wettbewerb. Es ist gut, dass die EU auf gleiche Standards für europäische und importierte Produkte setzt“, betont Minister Sven Schulze. Besonders positiv bewertet Minister Sven Schulze die Strategien zur Förderung des Generationswechsels und zur Unterstützung junger Landwirte. „Junge Menschen müssen in der Landwirtschaft lohnende Perspektiven sehen. Sie sind die Zukunft der Branche und sichern die langfristige Versorgung mit Lebensmitteln. Dafür sind gezielte Förderprogramme notwendig, die den Einstieg erleichtern und Innovationen fördern“, erklärt Minister Sven Schulze. Technologischer Fortschritt als Chance Um diese Zukunftsperspektiven weiter zu stärken, setzt Minister Sven Schulze auf technologische Innovation. Er sieht in der digitalen Transformation, in Künstlicher Intelligenz (KI) und in neuen Züchtungstechniken wichtige Schlüsseltechnologien, um die Landwirtschaft leistungsfähiger und nachhaltiger zu gestalten. „Innovation ist der Schlüssel, um die Produktivität zu steigern und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Mit modernen Technologien können wir effizienter wirtschaften und auf die Herausforderungen der Zukunft reagieren“, erklärt Minister Sven Schulze. Kritik an Bevorzugung kleiner Betriebe Neben vielen positiven Impulse im Strategiepapier, äußert Minister Sven Schulze aber auch Kritik. Besonders die geplante gezielte Förderung kleiner und mittlerer Betriebe sowie die vorgesehene Degression bei den Direktzahlungen bewertet er kritisch. „Aber alle Betriebe – unabhängig von ihrer Größe – leisten einen wesentlichen Beitrag zur Ernährungssicherung und müssen gleichwertig gefördert werden. Die geplante Degression ist ein falsches Signal und benachteiligt größere Betriebe, die gerade in Ostdeutschland wichtige Arbeitgeber und Stabilitätsanker in ländlichen Regionen sind“, betont Minister Sven Schulze. Appell für eine ausgewogene und praxisnahe Agrarpolitik Minister Sven Schulze appelliert an die EU-Kommission, eine ausgewogene und praxisnahe Agrarpolitik zu gestalten. „Die Vision der Kommission geht in die richtige Richtung, aber es bleibt noch viel zu tun. Wichtig ist, dass unsere Landwirte eine wirtschaftliche Perspektive behalten, die Bürokratie abgebaut wird und alle Betriebe – unabhängig von ihrer Größe – fair behandelt werden. Jeder Hektar zählt!“ Gute Zusammenarbeit mit der EU-Kommission Minister Sven Schulze hebt die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit EU-Agrarkommissar Christophe Hansen hervor. „Wir stehen in einem vertrauensvollen Dialog auf Augenhöhe. Ich schätze die klare Vision und die lösungsorientierte Herangehensweise von Christophe Hansen“, erklärt Minister Sven Schulze. Bereits im Februar hatte Minister Sven Schulze bei einem Treffen mit EU-Agrarkommissar Hansen und Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus die Interessen und Anliegen der ostdeutschen Bundesländer zur GAP ab 2028 deutlich gemacht. Dabei setzte er sich insbesondere für eine gerechte Förderung und den Abbau von Bürokratie ein. „Dieser Austausch ist wichtig, um unsere Positionen frühzeitig einzubringen und gemeinsam an einer zukunftsorientierten Agrarpolitik zu arbeiten“, betont Minister Sven Schulze abschließend.
Mit einem eindrucksvollen Messemix präsentiert sich Sachsen-Anhalt vom 17. bis 26. Januar 2025 auf der Grünen Woche in Berlin. Ein Besuch der Länderhalle 23b steht im Zeichen zukunftsweisender Landwirtschaft, fokussierter Wissenschaft und Genussmomenten voller Heimatliebe. Gäste können sich auf ein vielfältiges Programm freuen: Von regionalen Spezialitäten bis hin zu Leuchtturm-Projekten aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft bietet das Bundesland höchsten Unterhaltungswert. An den Ständen zeigt sich hautnah, wie die Branche die Herausforderungen einer Welt im stetigen Wandel meistert und gleichzeitig seine Traditionen bewahrt. Haben Sie schon einmal Schnecken probiert? Dann nichts wie auf zur Grünen Woche! Schneckenpastete als Feinkost präsentiert die Altmärker Schneckenfarm, die sich durch ein Forschungsprojekt mit der Hochschule Anhalt entwickelte. Darüber hinaus zeigen Sachsen-Anhalts Lebensmittelerzeuger zur Grünen Woche die wohl größte Speisekarte Sachsen-Anhalts. Das Comeback der Mini-Filinchen aus Weißenfels, die spritzige Limonade „Harzer Kräuterhexe“ und eine Vielzahl weiterer, nicht selten preisgekrönter Produkte lassen Genießerherzen höherschlagen. Auf der Grünen Woche können die Gäste Sachsen-Anhalt nicht nur genießen, sondern auch erleben. Ob die Region Altmark, der Harz, Elbe-Börde-Heide, Saale-Unstrut oder die Welterberegion Anhalt-Dessau-Wittenberg: Sie alle haben ihren großen Auftritt. Der Harz präsentiert sich so faszinierend wie kontrastreich: atemberaubende Natur, reiche Kultur und Spezialitäten wie die Rostbratwurst „Harzer Griller“ laden ein zur Auszeit in den Bergen. Der Sachsen-Anhalt-Tag und der Tag der Landwirtschaft ergänzen die Höhepunkte. Ein für Land und Leute maßgeschneidertes Bühnenprogramm macht die Halle traditionell zum Gute-Laune-Magneten. Innovation und Zukunftsgeist präsentieren die Forschungsreinrichtungen des Landes: Im Masterstudiengang Medien- und Spielekonzeption der Hochschule Harz entstanden, bringt das Spiel „Ominous Stew“ Spaß in die Welt der Gastronomie: Spieler werden zu Restaurantbesitzern und punkten mit Gerichten, die perfekt auf Gäste abgestimmt sind. Die Hochschule Anhalt zeigt mit ihrem Forschungsvorhaben „Transform“ beispielhaft, wie digitale Technologien die Landwirtschaft zukunftsfähig machen: von smarter Bewässerung bis zur Förderung der Artenvielfalt ist Wissenstransfer live zu erleben. Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff: „Die Grüne Woche bietet Sachsen-Anhalt eine einzigartige Bühne, um unsere Innovationskraft, unsere kulinarischen Schätze und unsere starke Verankerung in Tradition und Moderne zu präsentieren. Unsere Produzenten, Forscher und kreativen Köpfe zeigen, wie wir den Herausforderungen der Zukunft begegnen. Ich lade alle Messegäste herzlich ein, unser Sachsen-Anhalt mit allen Sinnen zu entdecken.“ Landwirtschaftsminister Sven Schulze ergänzt: „Unsere Direktvermarkter zeigen, wie viel Herz und Ideen in Sachsen-Anhalt stecken. Mit ihrer Kreativität und Leidenschaft bringen sie kulinarische Vielfalt auf den Tisch, die weit über unsere Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Auf der Grünen Woche präsentieren wir diese besonderen Produkte und beweisen, dass wir in Sachen Genuss im Wettbewerb ganz vorne mitspielen können – mit regionalen Akzenten, die uns einzigartig machen. Ein herzliches Dankeschön an alle, die mit ihrem Einsatz unser Land bereichern!“ Die Grüne Woche findet 2025 zum 89. Mal statt. Gegründet 1926, ist sie einzigartig als internationale Leitmesse für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Um lange Warteschlangen zu vermeiden, wird der Ticketkauf vorab über den Ticketshop empfohlen. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Aktionstage Sachsen-Anhalt-Halle 23b: Sa. 18.01.2025: Regionaltag: Altmark Mo. 20.01.2025: Sachsen-Anhalt-Tag (Überreichung Bio-Regionalpreis, Länderabend) Di. 21.01.2025: Regionaltag: Elbe-Börde-Heide Mi. 22.01.2025: Regionaltag: Harz & Mansfeld-Südharz Do. 23.01.2025: Regionaltag: Saale-Unstrut Fr. 24.01.2025: Tag der Landwirtschaft Sa. 25.01.2025: Regionaltag: Welterberegion Anhalt-Dessau-Wittenberg Der Auftritt Sachsen-Anhalts auf der Grünen Woche wird von der Agrarmarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH organisiert und vom Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten Sachsen-Anhalt unterstützt.
Welche Weichen müssen gestellt werden, damit die Landwirtschaft zukunftsfähig bleibt? Wie lassen sich wirtschaftliche Stabilität und ökologische Verantwortung verbinden? Und welche Lösungen sind nötig, um den aktuellen Herausforderungen auf Landes-, Bundes- und Europaebene gerecht zu werden? Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsminister Sven Schulze hat beim heutigen Pressedialog in Berlin einen Überblick über die drängendsten agrarpolitischen Themen für das Jahr 2025 gegeben. Mit klaren Ansätzen und Forderungen zeigt er auf, wie aus Sicht des Landes Sachsen-Anhalt die Landwirtschaft gestärkt und zukunftsfähig gestaltet werden kann. 1. Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ist zentral für die Zukunft der Landwirtschaft und ländlicher Räume. Ziel ist es, Klimaschutz, Biodiversität und Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen, ohne die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu gefährden. Forderungen für die GAP nach 2027/2028 Minister Sven Schulze: „ Die GAP muss eine finanziell gesicherte, unbürokratische und wirtschaftlich tragfähige Agrarpolitik bieten, die alle Betriebsgrößen berücksichtigt und gleichzeitig Klimaschutz, Biodiversität sowie Lebensmittelsicherheit in den Fokus rückt.“ 2. Forderungen an die EU-Politik 2.1 Umgang mit dem Wolf 2.2 EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) 2.3 EU-Wiederherstellungsverordnung (NRL) Minister Sven Schulze: „ Wir fordern praxisnahe, gerechte und wirtschaftlich tragfähige Lösungen auf EU-Ebene. Unser Ziel ist eine Politik, die Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialinteressen in Einklang bringt.“ 3. Bürokratieabbau in der Landwirtschaft Herausforderungen Forderungen: Schnelle und spürbare Maßnahmen: Praxisgerechte Reformen: Verbindliche Umsetzung: Minister Sven Schulze: „ Wir fordern einen energischen Bürokratieabbau, um unsere Landwirte effektiv zu entlasten und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.“ 4. Schwerpunkte der Agrarpolitik im Bund 4.1 Düngegesetz und Monitoringverordnung 4.2 Pflanzenschutz 4.3 SBR-Krankheit in Zuckerrüben und Kartoffeln 4.4 Umweltbundesamt (UBA) und Pflanzenschutzmittel 4.5 Tierhaltungskennzeichnungsgesetz (TierHaltKennzG) Minister Sven Schulze: „Wir fordern eine praxisorientierte und wissenschaftlich fundierte Agrarpolitik, die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit gleichermaßen stärkt. Bürokratieabbau, Förderung von Innovationen und der Schutz landwirtschaftlicher Interessen stehen im Mittelpunkt.“ 5. Agrardiesel und Biokraftstoffe Herausforderungen: Forderungen Minister Sven Schulze: „Eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft braucht die Rückkehr zur Agrardieselrückvergütung, kombiniert mit gezielter Förderung nachhaltiger Technologien. Nur so lassen sich Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz gleichermaßen sichern.“ 6. Zukunftsthemen der Agrarpolitik 6.1 Digitalisierung in der Landwirtschaft 6.2 Förderung des Generationswechsels Minister Sven Schulze: „Die Zukunft der Agrarpolitik liegt in der Förderung von Innovationen und der Unterstützung der nächsten Generation. Digitalisierung und Generationswechsel sind zentrale Hebel, um eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Landwirtschaft zu sichern. Die Landwirtschaft der Zukunft ist digital, nachhaltig und in den Händen junger Talente – diese Transformation gestalten wir aktiv!“
Organisationsplan Minister Sven Schulze Leitungsstab (LS) Vera Auerbach Persönlicher Referent 4207 Felix Theuerkauf 4761 Vorzimmer Anke Heine 4280/4260 Brita Gebauer 4408 Zuständige Behörde EGFL/ELER gem. VO (EU) Nr. 908/2014 Ministerbüro (MB), Kabinett, Landtag, Bundesrat (KLB) Vera Auerbach Stabsstelle Silicon Junction 4207 Dr. Alexander Goebel Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation (ÖK) 4220 Tanja Andrys 4436 Stabsstelle Wirtschaftspolitik Pressesprecherin Sandra Schulze 4286 4275 Annette Dölle Stephanie Gläser 4224 Stefanie PötzschGert Zender Stabsstelle Agrar- und Forst- politik, AMK-Koordinierung Lena Kathe - Ressort CIO -- Amtschef - Persönliche Referentin Julian Schache 4398Maren Sens 4219 Vorzimmer Heike Timm 4351/4377Vorzimmer Helmtraud Papmeyer 4310/4455 Informationssicherheits- beauftragte Gleichstellungsbeauftragte Staatssekretär Persönlicher Referent 4220 Tanja Andrys Staatssekretärin 4240 Landesvertretung Brüssel Sabine Hildebrandt +32 27410918 Abteilung 1Abteilung 2Abteilung 3Abteilung 4Abteilung 5* Zentrale DiensteWirtschaftsförderung, Innovation, Industrie und AußenwirtschaftWirtschaftspolitik, Tourismus, WirtschaftsordnungLandwirtschaft, Forsten, Agrarmärkte, Veterinärwesen und LebensmittelsicherheitLändlicher Raum, Agrarpolitik; Zahlstelle für EGFL und ELER, IRD / Leitung der Zahlstelle Dr. Andreas TyrpeVolker Rost N.N. 4291 Andreas Höfflin 4297 N.N. 4262 4333 1806 Referat 11Referat 21Referat 31Referat 41Referat 51 Organisation, Innerer DienstInstrumente der Unternehmens- finanzierung, Existenzgründungen, Start-ups, BeihilfeWirtschaftspolitik, Energiefragen der Wirtschaft, StatistikGrundsatzangelegenheiten der Jagd- und Fischereipolitik, Fischerei, Forst-, Fischerei- und JagdrechtAgrarpolitik, Fördermaßnahmen zur Entwicklung des ländlichen Raumes, Agrarmarketing, Koordinierung ELER/ESF Stv. AL 3 Dr. Frank Danek Elisabeth Erasmi 4371 Klaus-Henning Damm 4394 4264 Projektgruppe Strukturwandel in der BraunkohleregionWalter Schmidt Markus Rensch 4202 3243 . Referat 12Referat 22Referat 32Referat 42Referat 52 PersonalRegionale Innovationsstrategie, Innovations- und Transferpolitik und Innovationsförderung, Digitale Wirtschaft, ClusterthemenAltlasten, Umweltfragen der Wirtschaft, Standort- und FlächenpolitikPflanzliche Erzeugung, Bio- und Gen- technik, Agrarökonomie/ Beratung, Digitalisierung in der Landwirtschaft, Ernährungssicherstellung, Garten-, Obst- und WeinbauFlurneuordnung, LEADER und andere Aufgaben der ländlichen Entwicklung, ländliches Flächenmanagement, Bodenmarkt Kerstin Heitmann m.d.W.d.G.b. 4725Reno PaulErhard OstermannStv. AL 4 Annette von Sayn-WittgensteinUlf Wöckener Referat 13Referat 23Referat 33Referat 43Referat 53 Haushalt, Finanzplanung, Finanzcontrolling,Regionale Wirtschaftsförderung, Branchendialoge, Industriebetreuung, IndustrieansiedlungWettbewerbsrecht, Bankwesen, Landeskartellbehörde, Wirtschafts- und Gewerberecht, Handwerk, KammeraufsichtTierische Erzeugung, Pflanzliche und Tierische Märkte, Technik und Bauwesen, Imkerei, Berufliche BildungEU-Zahlstellenreferat für die Agrarfonds EGFL und ELER, Beihilfeangelegenheiten 4265 Strukturfonds 4403 4311 Stv. AL 5 Stv. AL 1 Silke Bartsch 1823 4401 Matthias Bönecke 4295 Lutz Jäger Referat 14Referat 24Referat 34 Justitiariat, Öffentliches Auftragswesen, VersicherungenAußenwirtschaft, Europäische Angelegenheiten, Entwicklungs- zusammenarbeitTourismus, Standortmarketing 4478 Kerstin Petsch 4288 Stephan Hähnlein 1740 Leiter der Zahlstelle Referat 44Referat 54 Lebensmittelsicherheit, Bedarfsgegenstände, Gesundheits- bezogener VerbraucherschutzDirektzahlungen im InVeKoS/ Konditionalität Gabriele JohnHartmut Fritsche Stv. AL 2 Bettina Walter 4736 Catrin Gutowsky Referat 15 Bürokommunikation, IT-Service, Intranet Jörg Meyer 4210 4452 Elmar Heisterkamp 4246 4700 1856 Referat 35Referat 45Referat 55 Bergbau, Geologie, Rohstoff- sicherung, Mess- und Eichwesen,Veterinärwesen, Tierseuchenbekämpfung, Tierschutz, Tierarzneimittel, TierschutzbeauftragterIT-Koordinierung in der Zahlstelle / Zahlstellenumsetzung der Flächen- maßnahmen im ländlichen Raum Frank RannebergN.N.Christian Löblich 4453 3475 Tierschutzbeauftragter Dr. Marco König 4211 Referat 16Referat 36Referat 46Referat 56 Digitalisierungskoordination EVA, OZG und FIMKreativwirtschaft, Handel, DienstleistungenBiodiversität, Nachhaltigkeit, Klimaschutz in der LandwirtschaftAgrarumwelt- und Klimamaßnahmen, Ausgleichszahlungen, ökologischer Landbau, Allgemeine und Rechts- angelegenheiten der Abteilung Annette ZietlowAnke Busse Chief Digital Officer (CDO) Norbert Lühe Sylke Schünemann 4290 Behördliche Datenschutzbeauftragte Ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte Hauptpersonalrat Personalrat Hauptschwerbehindertenvertretung Schwerbehindertenvertretung 4261 4454 4770 1819 4360 4360 4484 4491 Referat 47* 1819 Interner Revisionsdienst (IRD) Wald- und Holzwirtschaft, Forstpolitik, Landesforstbetrieb, Forstliche Förderung N.N. Rainer Kloß 3472 Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt Hasselbachstraße 4, 39104 Magdeburg Postfach 391144, 39135 Magdeburg Telefon 0391/567-0 Telefax 0391/615072 poststelle@mw.sachsen-anhalt.de www.mwl.sachsen-anhalt.de intranet.mw.lsa-net.de * Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt Leipziger Straße 58, 39112 Magdeburg Stand - 01. Januar 2025
Die zunehmende Digitalisierung in allen Lebensbereichen spiegelt sich auch in der Landwirtschaft wider. Neben wirtschaftlichen Vorteilen werden hier auch ökologische Chancen erwartet, insbesondere im Bereich Pflanzenschutz. Ziel der vorliegenden Studie ist es, die vielfältigen Innovationen in der Landwirtschaft aus Umweltsicht zu beleuchten. Ausgehend vom Green Deal der Europäischen Kommission und seinem zentralen Element der Farm-to-fork-Strategie mit einem dort festgeschriebenen Reduktionsziel von 50 Prozent an Pflanzenschutzmitteln, soll überprüft werden, ob die Innovationen zu diesem Ziel beitragen. Da eine reine Reduktion nicht zwangsläufig ein geringeres Umweltrisiko von Pflanzenschutzmitteln bedeutet, wird auch der Frage nachgegangen, welche Chancen, aber auch mögliche Risiken die Innovationen insgesamt für einen ökologisch nachhaltigeren Pflanzenschutz bergen.
Die Methoden des Pflanzenschutzes entwickeln sich ständig weiter. Neue Methoden werden unter anderem durch die jüngsten Fortschritte in der Digitalisierung und in der Molekularbiologie entwickelt. In dieser Stellungnahme werden diese neuen Methoden beschrieben und die möglichen Chancen und Risiken ihrer Anwendung im Sinne des integrierten Pflanzenschutzes für die Umwelt diskutiert.
Stellenangebot Die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt (LLG) schreibt die Besetzung der Stelle Versuchstechniker / Ausbilder (m/w/d) Landtechnik zum nächstmöglichen Zeitpunkt unbefristet in Vollzeit am Dienstort Iden aus. Der in Rede stehende Arbeitsplatz ist innerhalb der LLG wie folgt organisatorisch zugeordnet: Abteilung 3 Dezernat 35 Zentrum für Tierhaltung und Technik Technik und Bau Die Einstellung in den Landesdienst erfolgt bei Vorliegen der haushaltsrechtlichen Vorausset- zungen und richtet sich bei Beschäftigten (m/w/d) nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Die auf dem Arbeitsplatz wahrzunehmenden Tätigkeiten sind nach Entgeltgruppe 11 TV-L bewertet. Aufgaben: Planung, Durchführung und Auswertung praxisorientierter Versuche im Bereich der Land- technik im Marktfruchtbau, Precision Farming und Digitalisierung in der Landwirtschaft, ins- besondere der Beurteilung und Weiterentwicklung von Maschinen und Geräten, Entwicklung von Methoden zur Erprobung von landwirtschaftlicher Verfahrenstechnik mit dem Schwer- punkt zum Einsatz im Fachbereich, Durchführung von Langzeitversuchen, sowie die Aus- wertung und Aufbereitung der Daten Aus- und Fortbildung im Fachschwerpunkt einschließlich Aufbereitung der Lehr- und Stun- denpläne im Fachgebiet, Koordination und Umsetzung mit den Fachgebieten, dem Lehramt sowie die Erstellung und Weiterentwicklung von Lehrgangsinhalten für die Überbetriebliche Ausbildung Vorbereitung und Durchführung von Fachvorträgen und Gruppenberatungen sowie Beant- wortung von Fachfragen zum Themengebiet Mitwirkung bei der Öffentlichkeitsarbeit, hier insbesondere Zusammenfassung und Veran- schaulichung von Ergebnissen und Informationen, sowie Verfassen von Fachartikeln zum Themengebiet zwingende Voraussetzungen: abgeschlossenes Hochschulstudium (Bachelor oder Diplom (FH)) der Landwirtschaft, Agrar- technik oder Ingenieurwissenschaften mit Vertiefungsrichtung Maschinenbau oder einer den Aufgaben entsprechenden, vergleichbaren Qualifikation Eine Bewerbung ist auch möglich, wenn Sie nicht über den geforderten Studienabschluss verfügen, aber z. B. eine Aufstiegsfortbildung als Meister (m/w/d) (Mechaniker (m/w/d), Land- und Baumaschinenmechatroniker (m/w/d)) absolviert haben und die Aufgaben auf- grund dieser Fortbildung und nachgewiesener Berufserfahrung wahrnehmen könnten. Be- achten Sie bitte in diesem Fall den unter „Unser Angebot an Sie“ stehenden Hinweis*. nachgewiesene Fahrerlaubnis der Klasse B, L/T und erklärte Bereitschaft zum Führen von Dienst-Kfz und zur Durchführung von Dienstreisen sehr gute Deutschkenntnisse auf muttersprachlichem Niveau/C2 wünschenswerte Voraussetzungen: Ausbildereignung gem. Ausbildereignungsverordnung landtechnische Kenntnisse Interesse an modernen Technologien und Einsatz digitaler Komponenten in der Landwirtschaft Bewerbungen schwerbehinderter Menschen und diesen gleichgestellten Personen sind ausdrücklich gewünscht und werden nach Maßgabe des SGB IX bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt. Ein Nachweis über die Schwerbehinderung oder Gleichstellung ist beizufügen. Frauen werden im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen gefördert. Qualifizierte Frauen wer- den daher ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Ansprechpartner/innen: Herr Dr. Hermann Frau Müller Frau Brömme Abteilungsleiter 1 Personaldezernat Personaldezernat 03471/334-102 03471/334-125 03471/334-103 Unser Angebot an Sie: Wir bieten eine interessante, anspruchsvolle und unbefristete Tätigkeit mit • einer regelmäßigen Arbeitszeit in Form von Gleitzeit • einem regelmäßigen Urlaubsanspruch von 30 Tagen sowie • individuellen und umfassenden Weiterbildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten. • *Bei Bewerbern (m/w/d) ohne den geforderten Hochschulabschluss erfolgt die Eingruppierung - gemäß TV-L - in der Regel eine Entgeltgruppe niedriger. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann bewerben Sie sich bitte bis zum 16.08.2024 über unser Online-Bewerbungssystem. Der Link zum Online-Bewerbungssystem lautet: www.interamt.de Stellenangebots-ID 1174129, Kennung VT-35.01-2 Der LLG liegt der nachhaltige Umgang mit Ressourcen besonders am Herzen. Wir arbeiten des- halb mit Interamt.de, dem Stellenportal für den öffentlichen Dienst. Dort können Sie sich über den Button „Online bewerben“ direkt auf unsere Stellenausschreibung bewerben. Bitte sehen Sie von Bewerbungen in anderer Form als über das Internetportal Interamt ab. Diese Bewer- bungen werden nicht berücksichtigt und nicht zurückgeschickt. Über den Komfort und die Vorteile einer Online-Bewerbung erhalten Sie genauere Informationen, wenn Sie den Button "Online bewerben" anklicken. Nähere Informationen zur Registrierung ent- nehmen Sie bitte dem dort eingestellten Hinweis-Text. Füllen Sie dort den Bewerbungsbogen vollständig aus und laden folgende Anlagen als pdf-Dokument hoch: • • • • • • Tabellarischer Lebenslauf Zeugnis(se) Berufs- bzw. Studienabschluss (einschließlich Fächer- und Notenübersicht) Arbeitszeugnisse und ggf. sonstige Zertifikate ggf. Sprachzertifikat ggf. Nachweis über eine Schwerbehinderung bzw. Gleichstellung ggf. schriftliche Einverständniserklärung zur Einsichtnahme in die Personalakte (betrifft Be- schäftigte des öffentlichen Dienstes (Land Sachsen-Anhalt)) • ausländische Bildungsabschlüsse mit entsprechendem Nachweis über die Gleichwertigkeit gem. Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) unter www.kmk.org/zab. Die Bewerbungsunterlagen werden ausschließlich zum Zwecke des Auswahlverfahrens verwen- det und nach Abschluss des Auswahlverfahrens unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen vernichtet. Kosten, insbesondere Reisekosten, die aus Anlass Ihrer Bewerbung entstehen, werden von der LLG nicht erstattet. Weitere Informationen über die LLG finden Sie unter: https://llg.sachsen-anhalt.de/service/stel- lenausschreibungen-ausbildungsplatzangebote/ Bitte beachten Sie folgende Hinweise: Datenschutzhinweise für Bewerberinnen/ Bewerber gem. Art. 13 DSGVO zur Datenverarbeitung im Bewerbungsverfahren Die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (im Folgenden: LLG) möchte Sie darüber informieren, welche personenbezogenen Daten erhoben werden, bei wem sie erhoben werden und wofür diese Daten verwendet werden. Außerdem werden Sie über Ihre Rechte in Daten- schutzfragen in Kenntnis gesetzt, auch an wen Sie sich diesbezüglich wenden können. 1. Verantwortlicher, Datenschutzbeauftragter und Aufsichtsbehörde Verantwortlicher für die Datenverarbeitung im Sinne der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) vertreten durch den Präsidenten, Herrn Prof. Dr. Falko Holz Strenzfelder Allee 22 06406 Bernburg Deutschland Tel.: 03471/334-0 E-Mail: personalstelle@llg.mule.sachsen-anhalt.de Website: www.llg.sachsen-anhalt.de
Biodiversität fördern durch digitale Landwirtschaft: Welchen Beitrag leisten KI und Co?
69 Marco Wiebach, Katrin Marx Die GeoBox-Infrastruktur – öffentliche Daten für die Landwirtschaft LSA VERM 1/2024 Die GeoBox-Infrastruktur – öffentliche Daten für die Landwirtschaft Von Marco Wiebach und Katrin Marx, Magdeburg Zusammenfassung Sachsen-Anhalt ist Ende 2022 der Mehrländervereinbarung zur GeoBox- Infrastruktur beigetreten. Diese ermöglicht es landwirtschaftlichen Betrieben, herstellerunabhängig und strategisch die für den Betrieb relevanten digitalen Daten der öffentlichen Verwaltung mit weiteren Akteuren auszutauschen. Dabei behält der Landwirtschaftsbetrieb stets die Hoheit über die eigenen Daten. Das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten (MWL) leistet durch die kostenfreie Bereitstellung der GeoBox-Infrastruktur einen Beitrag zur Förderung der Resilienz landwirtschaftlicher Betriebe und unterstützt diese bei der erfolgreichen Bewältigung aktueller Herausforderungen. 1 Landwirtschaft im 21. Jahrhundert – Anspruch vs. Wirklichkeit Die Landwirtschaft der Zukunft soll neben der Ernährungssicherstellung zahlreiche weitere wesentliche Aufgaben erfüllen. Die gesellschaftlichen und die teilweise dar- aus resultierenden politischen Anforderungen setzen innovative, flexible und zielge- richtete Lösungen voraus. So sind in den letzten Jahren unter anderem die Anforderungen an Umweltleistungen bzw. Umweltschutz, Tierhaltungsstandards oder die Rückverfolgbarkeit landwirtschaftlicher Produkte enorm gestiegen. Den- noch werden diese zusätzlich erbrachten Leistungen auf der anderen Seite nur sel- ten oder gar nicht auskömmlich monetarisiert. Darüber hinaus wird von einem Großteil der Gesellschaft eine kleinstrukturierte Landwirtschaft erwartet. Auf eu- ropäischer Ebene werden diese Strukturstandards entsprechend gefordert und fi- nanziell unterstützt. Dies lässt sich jedoch mit einer ökonomischen Wirtschaftsweise, bei der bspw. die Erzielung von Skaleneffekten oder die Erhöhung der Schlagkraft entscheidende Bestimmungsfaktoren sein können, nur selten über- einbringen. 1.1 Status Quo der landwirtschaftlichen Erzeugung In diesem schwierigen Umfeld muss die Landwirtschaft eine zentrale Forderung stets erfüllen: Gesunde Lebensmittel in ausreichender Menge zu produzieren. Eine stetig wachsende Weltbevölkerung mit sicherer und gesunder Nahrung zu versor- gen, gehört zu den drängenden Herausforderungen unserer Zeit [Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung 2023]. Der Landwirtschaftsbetrieb ist das zentrale Element im Ernährungssystem. Sich in diesem Spannungsfeld sowohl ökonomisch als auch gesellschaftlich erfolgreich zu positionieren, wird für landwirtschaftliche Be- triebe zunehmend schwieriger. Dabei ist die Verantwortung eines landwirtschaftlichen Betriebes allein unter Ernäh- rungsaspekten historisch kontinuierlich gewachsen. Ernährte eine Landwirtin / ein Landwirt 1960 noch etwa 17 Menschen, so waren es 2021 bereits 139 Menschen (vgl. Abb. 1). Die Tendenz ist weiter steigend. Die Ernährungssicherung ist zentrale Aufgabe der Landwirtschaft. LSA VERM 1/2024 Marco Wiebach, Katrin Marx Die GeoBox-Infrastruktur – öffentliche Daten für die Landwirtschaft 70 Abb. 1: Versorgungsleistung der Landwirtschaft: Quelle: Bundesinformationszentrum Landwirtschaft 2023 Landwirtschaftliche Rund 255.000 landwirtschaftliche Betriebe bewirtschaften ca. 50 Prozent der Ge- Strukturen in samtfläche Deutschlands [Statistisches Bundesamt 2024]. Die landwirtschaftliche Deutschland Bewirtschaftung ist bundesweit agrarstrukturell sehr inhomogen ausgeprägt. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick sowohl über die jeweilige bewirtschaftete landwirtschaftliche Nutzfläche als auch über die Anzahl der landwirtschaftlichen Be- triebe im bundesdeutschen Vergleich. Tab. 1: Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe und bewirtschafteter Fläche nach Bundesland Quelle: Statistisches Bundesamt Stand März 2024 277 ha bewirtschaftete der durchschnittliche Betrieb in Sachsen- Anhalt. In Sachsen-Anhalt bewirtschaften 4.150 Betriebe eine landwirtschaftlich genutzte Fläche von knapp 1.152.100 ha [Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt 2024]. Die hieraus resultierende durchschnittliche Betriebsgröße von rund 277 ha liegt deut- lich über dem Bundesdurchschnitt von rund 65 ha/Betrieb. Der fortschreitende Strukturwandel in der Landwirtschaft wird selbst in einem agrarstrukturell vorteil- haft aufgestellten Bundesland offenkundig. So stellten, agrarstatistisch betrachtet, zwischen 2020 und 2023 insgesamt 194 (bzw. rd. 5 %) landwirtschaftliche Betriebe in Sachsen-Anhalt die Bewirtschaftung ein. 71 Marco Wiebach, Katrin Marx Die GeoBox-Infrastruktur – öffentliche Daten für die Landwirtschaft LSA VERM 1/2024 Zudem sieht sich die Landwirtschaft verstärkt mit dem Verlust ihrer Produktions- grundlage konfrontiert. Jeden Tag werden deutschlandweit durchschnittlich 111 ha landwirtschaftliche Nutzfläche in Siedlungs- und Verkehrsflächen umgewandelt oder bspw. für Freiflächen-Photovoltaik aus der Produktion genommen. Gemessen an der erwähnten durchschnittlichen Betriebsgröße von 65 ha, verliert der Sektor rein rech- nerisch somit täglich fast zwei landwirtschaftliche Betriebe. Es wird eine der zentralen Herausforderungen der Zukunft sein, unter diesen sich erschwerenden Umständen eine wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, von der bereits heute rd. 735 Mio. Menschen und damit ca. 9 % an Hunger leiden [Statistisches Bundesamt 2023]. Das aufgezeigte Spannungsverhältnis lässt sich noch um zahlreiche weitere komple- Komplexe xe Fragestellungen erweitern, die sich u. a. aus den Folgen des Klimawandels, inter- Fragestellungen der nationalen Vereinbarungen, gesetzlichen Vorgaben oder gesellschaftlichen Landwirtschaft Erwartungen ergeben. Um unter diesen vielfältig schwierigen Bedingungen auch zu- künftig erfolgreich wirtschaften zu können, ist eine umfassende Transformation des Agrarsektors hin zu einer zukunftsfähigen, den ökonomischen und ökologischen Herausforderungen angepassten Landwirtschaft notwendig. Innovationen leisten hierzu einen wichtigen Beitrag und werden insbesondere über den Einsatz smarter und digitaler Technologien in die Landwirtschaft getragen. Da digitale Tools mit zunehmender Betriebsgröße vermehrt zum Einsatz kommen [Rohleder et al. 2020], sind Sachsen-Anhalts Betriebe deutschlandweit einer der Vorreiter in Sachen Digitalisierung in der Landwirtschaft. So werden in Sachsen-An- halt bereits seit vielen Jahren Lenk- und Fahrassistenzsysteme, vernetzte (Boden-)Sen- soren, intelligentes Datenmanagement, drohnenbasierte Bilderkennungssysteme, GPS- bzw. Sensorgesteuerte Agrarrobotik und Tiergesundheitssensoren verwendet [Kliem et al 2022]. Die Landwirtschaftsbetriebe im Land sind häufig sogar „Early Adopter“ bei der Implementierung neuer digitaler Werkzeuge. 1.2 Smarte und digitale Technologien leisten einen wichtigen Beitrag. Einsatz digitaler und smarter Technologien in der Landwirtschaft Ungeachtet der Struktur und Betriebsgröße erscheinen verschiedene digitale Lö- sungen geeignet, eine zukunftsfähige Landwirtschaft aktiv mitzugestalten. Die Exper- tenkommission Forschung und Innovation (EFI) analysiert in ihrem Jahresgutachten 2024 unter anderem die Transformationspotentiale der deutschen Landwirtschaft. Dabei werden in dem Gutachten Umfrageergebnisse wie bspw. die Nutzung digita- ler und smarter Technologien in der Landwirtschaft vorgestellt. Die Umfrage der Expertenkommission im Zeitraum Mai bis Juni 2023 erfolgte in Form einer Online- befragung von 168 Personen landwirtschaftlicher Betriebe und Lohnunternehmen. Die Auswertung bestätigt, dass bereits jetzt eine Vielzahl an digitalen und smarten Technologien in der Agrarbranche genutzt werden. Die weitere Analyse ergab, dass die Landwirtinnen und Landwirte vor allem Farm- management- und Informationssysteme (FMIS), Entscheidungsunterstützungssyste- me sowie digitale Technologien, welche in Landmaschinen integriert sind, nutzen. Das Ergebnis der Erhebung zeigt auch, dass etwa jeder dritte Betrieb digitale Infor- mationsplattformen und jeder vierte Betrieb Drohnen einsetzt. Feldrobotik spielte zuletzt eine eher untergeordnete Rolle, wird von den Betrieben jedoch zunehmend geplant bzw. nachgefragt. Hier sind die momentan noch sehr hohen Anschaffungs- kosten sowie rechtliche Unsicherheiten insbesondere bei der Verkehrssicherheit ei- ne Hürde für den Erwerb. Das weitaus größte Hemmnis für den praktischen Einsatz Etwa jeder dritte Betrieb nutzt digitale Informationsplatt- formen und jeder vierte Betrieb setzt bereits Drohnen ein.
Stellenangebot Die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt (LLG) schreibt die Besetzung der Stelle Versuchstechniker / Ausbilder (m/w/d) Landtechnik zum nächstmöglichen Zeitpunkt unbefristet in Vollzeit am Dienstort Iden aus. Der in Rede stehende Arbeitsplatz ist innerhalb der LLG wie folgt organisatorisch zugeordnet: Abteilung 3 Dezernat 35 Zentrum für Tierhaltung und Technik Technik und Bau Die Einstellung in den Landesdienst erfolgt bei Vorliegen der haushaltsrechtlichen Vorausset- zungen und richtet sich bei Beschäftigten (m/w/d) nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Die auf dem Arbeitsplatz wahrzunehmenden Tätigkeiten sind nach Entgeltgruppe 11 TV-L bewertet. Aufgaben: Planung, Durchführung und Auswertung praxisorientierter Versuche im Bereich der Land- technik im Marktfruchtbau, Precision Farming und Digitalisierung in der Landwirtschaft, ins- besondere der Beurteilung und Weiterentwicklung von Maschinen und Geräten, Entwicklung von Methoden zur Erprobung von landwirtschaftlicher Verfahrenstechnik mit dem Schwer- punkt zum Einsatz im Fachbereich, Durchführung von Langzeitversuchen, sowie die Aus- wertung und Aufbereitung der Daten Aus- und Fortbildung im Fachschwerpunkt einschließlich Aufbereitung der Lehr- und Stun- denpläne im Fachgebiet, Koordination und Umsetzung mit den Fachgebieten, dem Lehramt sowie die Erstellung und Weiterentwicklung von Lehrgangsinhalten für die Überbetriebliche Ausbildung Vorbereitung und Durchführung von Fachvorträgen und Gruppenberatungen sowie Beant- wortung von Fachfragen zum Themengebiet Mitwirkung bei der Öffentlichkeitsarbeit, hier insbesondere Zusammenfassung und Veran- schaulichung von Ergebnissen und Informationen, sowie Verfassen von Fachartikeln zum Themengebiet zwingende Voraussetzungen: abgeschlossenes landwirtschaftliches Hochschulstudium (Bachelor oder Diplom (FH)) der Ingenieurwissenschaften mit der Vertiefungsrichtung Maschinenbau / Umwelttechnik oder einer den Aufgaben entsprechenden, vergleichbaren Fachrichtung nachgewiesene Fahrerlaubnis der Klasse B, L/T und erklärte Bereitschaft zum Führen von Dienst-Kfz und zur Durchführung von Dienstreisen sehr gute Deutschkenntnisse auf muttersprachlichem Niveau/C2 wünschenswerte Voraussetzungen: Ausbildereignung gem. Ausbildereignungsverordnung landtechnische Kenntnisse Interesse an modernen Technologien und Einsatz digitaler Komponenten in der Landwirtschaft Bewerbungen schwerbehinderter Menschen und diesen gleichgestellten Personen sind ausdrücklich gewünscht und werden nach Maßgabe des SGB IX bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt. Ein Nachweis über die Schwerbehinderung oder Gleichstellung ist beizufügen. Frauen werden im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen gefördert. Qualifizierte Frauen wer- den daher ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Ansprechpartner/innen: Herr Dr. Hermann Frau Müller Frau Brömme Abteilungsleiter 1 Personaldezernat Personaldezernat 03471/334-102 03471/334-125 03471/334-103 Unser Angebot an Sie: Wir bieten eine interessante, anspruchsvolle und unbefristete Tätigkeit mit • einer regelmäßigen Arbeitszeit in Form von Gleitzeit • einem regelmäßigen Urlaubsanspruch von 30 Tagen sowie • individuellen und umfassenden Weiterbildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann bewerben Sie sich bitte bis zum 07.06.2024 über unser Online-Bewerbungssystem. Der Link zum Online-Bewerbungssystem lautet: www.interamt.de (Stellenangebots-ID 1131188, Kennung VT-35.01) Der LLG liegt der nachhaltige Umgang mit Ressourcen besonders am Herzen. Wir arbeiten des- halb mit Interamt.de, dem Stellenportal für den öffentlichen Dienst. Dort können Sie sich über den Button „Online bewerben“ direkt auf unsere Stellenausschreibung bewerben. Bitte sehen Sie von Bewerbungen in anderer Form als über das Internetportal Interamt ab. Diese Bewer- bungen werden nicht berücksichtigt und nicht zurück geschickt. Über den Komfort und die Vorteile einer Online-Bewerbung erhalten Sie genauere Informationen, wenn Sie den Button "Online bewerben" anklicken. Nähere Informationen zur Registrierung ent- nehmen Sie bitte dem dort eingestellten Hinweis-Text. Füllen Sie dort den Bewerbungsbogen vollständig aus und laden folgende Anlagen als pdf-Dokument hoch: • • • • • • Tabellarischer Lebenslauf Zeugnis(se) Berufs- bzw. Studienabschluss (einschließlich Fächer- und Notenübersicht) Arbeitszeugnisse und ggf. sonstige Zertifikate ggf. Sprachzertifikat ggf. Nachweis über eine Schwerbehinderung bzw. Gleichstellung ggf. schriftliche Einverständniserklärung zur Einsichtnahme in die Personalakte (betrifft Be- schäftigte des öffentlichen Dienstes (Land Sachsen-Anhalt)) • ausländische Bildungsabschlüsse mit entsprechendem Nachweis über die Gleichwertigkeit gem. Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) unter www.kmk.org/zab. Die Bewerbungsunterlagen werden ausschließlich zum Zwecke des Auswahlverfahrens verwen- det und nach Abschluss des Auswahlverfahrens unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen vernichtet. Kosten, insbesondere Reisekosten, die aus Anlass Ihrer Bewerbung entstehen, werden von der LLG nicht erstattet. Weitere Informationen über die LLG finden Sie unter: https://llg.sachsen-anhalt.de/service/stel- lenausschreibungen-ausbildungsplatzangebote/ Bitte beachten Sie folgende Hinweise: Datenschutzhinweise für Bewerberinnen/ Bewerber gem. Art. 13 DSGVO zur Datenverarbeitung im Bewerbungsverfahren Die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (im Folgenden: LLG) möchte Sie darüber informieren, welche personenbezogenen Daten erhoben werden, bei wem sie erhoben werden und wofür diese Daten verwendet werden. Außerdem werden Sie über Ihre Rechte in Daten- schutzfragen in Kenntnis gesetzt, auch an wen Sie sich diesbezüglich wenden können. 1. Verantwortlicher, Datenschutzbeauftragter und Aufsichtsbehörde Verantwortlicher für die Datenverarbeitung im Sinne der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) vertreten durch den Präsidenten, Herrn Prof. Dr. Falko Holz Strenzfelder Allee 22 06406 Bernburg Deutschland Tel.: 03471/334-0 E-Mail: personalstelle@llg.mule.sachsen-anhalt.de Website: www.llg.sachsen-anhalt.de Fragen in datenschutzrechtlichen Angelegenheiten können Sie an die LLG und den Daten- schutzbeauftragten der LLG richten. Die entsprechenden Kontaktdaten für den Datenschutzbeauftragten lauten: Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Roland Krause Strenzfelder Allee 22 06406 Bernburg Tel.: 03471/334-150 E-Mail: Roland.Krause@llg.mule.sachsen-anhalt.de Zudem besteht für Sie ein Beschwerderecht bei der Aufsichtsbehörde. Aufsichtsbehörde ist der Landesbeauftragte für den Datenschutz Sachsen-Anhalt, Otto-von-Guericke-Straße 34a, 39104 Magdeburg. 2. Erhebung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten Bei der Online-Bewerbung und bei der Übersendung von Bewerbungsunterlagen per Post oder per E-Mail werden die folgenden für das Bewerbungsverfahren erforderlichen Daten gemäß Art. 6 Abs. 1 Buchst. b) DSGVO elektronisch erfasst und gespeichert: • Personendaten (Name, Vorname, Anschrift, Geburtsdatum) • Kommunikationsdaten (Telefonnr., Mobilfunknummer, E-Mail-Adresse) • Behinderung/Gleichstellung • Daten zur Ausbildung und Weiterbildung • Daten zum bisherigen beruflichen Werdegang, Ausbildungs- und Arbeitszeugnisse • Angaben zu sonstigen Qualifikationen • Datum der Bewerbung Bei einer Bewerbung per E-Mail werden auch die mitgesandten Unterlagen gespeichert. Infor- mationen über eine Schwerbehinderung werden im Rahmen des Art. 9 Abs. 2 Buchst. b) DSGVO in Verbindung mit § 164 SGB IX erhoben und verarbeitet.
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