a) Im Kontext der öffentlichen Diskussion über das Leitbild 'Digitaler Staat' wird zunehmend eine erweiterte Perspektivität von digitaler Verwaltungsmodernisierung eingenommen, die weit über bisherige Verständnisse einer digital-technologischen Modernisierung von Verwaltungshandeln hinausgehen (Bundesregierung 2014). Hierbei geht es um ein übergreifendes, systemisches 'Change-Management' von 'Staatlichkeit' und 'Verwaltung' im Sinne eines tiefgreifenden Struktur- und Kulturwandels (Verwaltung 4.0), also um eine konstitutiv grundlegende Transformation und Neuverortung von Verwaltung selbst (Behörden-Spiegel 2019; Behörden-Spiegel 2020). Diese erweiterte Perspektive einer digitalen Verwaltungsmodernisierung für die Umweltverwaltung kommt bisher nur sehr begrenzt zum Tragen und konzentriert sich vor allem auf die durch das Online-Zugangsgesetz (OZG) und dem E-Government-Gesetz (EGovG) definierten Handlungsbereiche. Eine übergreifende Langfriststrategie sowie Herangehensweise für ein 'Change-Management der Umweltverwaltung' im Sinne einer umfassenden, systemischen Organisationsentwicklung fehlt bisher. Auch die im März 2020 vorgestellte Umweltpolitische Digitalagenda des BMU geht nur implizit auf diese Herausforderungen einer tiefgreifenden Verwaltungsmodernisierung der Umweltpolitik ein (BMU 2020). Übergreifendes Ziel des Vorhabens 'E-Government weiterdenken' ist es, im Kontext der Leitbild-Diskussion 'Digitaler Staat' tragfähige Grundlagen und Erfahrungswerte für die Transformation der Umweltverwaltung am Beispiel des UBA zu schaffen. b) Das Vorhaben fokussiert auf den Aufbau und die Realisierung eines umfangreichen Organisationsentwicklungsprozesses 'Umweltverwaltung 4.0' (Strategiebildung, Change-Management-Ertüchtigung, Evaluierung/Weiterentwicklung digitales Dienstleistungsprofil, Konzipierung und Erprobung digitaler E-Government-Labs, Konzipierung und Erprobung eines 'Digital Readiness-Checks', Identifizierung normativer Leitplanken).