Herr Alvin Lebender, Hofwiesenweg 12, 90562 Kalchreuth hat beim Landratsamt Erlangen-Höchstadt die wasserrechtliche Genehmigung zur Errichtung eines Weihers mit Einleitung von Drainagewasser in den Kreuzweihergraben auf den Grundstücken mit den Fl.-Nrn. 122 und 122/4, Gemarkung Röckenhof beantragt. Der auf den Grundstücken mit den Fl.-Nrn. 122 und 122/4, Gemarkung Röckenhof geplante Weiher wird als offenes Erdbecken mit natürlicher, dichter Sohle und einem Mönch zur Wasserstandsregulierung mit einer Fläche von ca. 300 m² errichtet. Der Weiher soll zur Fischzucht genutzt werden. Die dauerhafte Speisung des Weihers soll über die Zuleitung des Wassers aus den bestehenden östlichen Dränagen erfolgen. Der Drainagenzufluss schwankt jahreszeitlich bedingt von ca. 0,1 – 15 l/s. Der bestehende Drainagenablauf zum Kreuzweihergraben wird außer Betrieb genommen und als Notüberlauf genutzt. Zur jährlichen Befüllung des Weihers (z. B. nach dem Abfischen) soll eine zeitlich befristete Wasserentnahme aus dem Kreuzweihergraben erfolgen. Der Ablauf und der Wasserstand im Teich wird durch einen Mönch reguliert. Die Wassertiefe im Teich beträgt maximal 1,30 m. Der Ablauf am Mönch erfolgt über eine Rohrleitung DN 150, die in den Kreuzweihergraben eingeleitet wird. Der Auslauf in den Graben wird mit einer Froschklappe versehen.
Der Vorhabensträger plant bei Hörgenbach, Markt Markt Indersdorf, eine Bewässerungsanlage für die Frostberegnung von Christbaumkulturen und untergeordnet auch zur Bewässerung v. a. junger Pflanzen während trockener Phasen im Frühjahr und Sommer. Das Vorhaben umfasst: - Wassergewinnung (Sickerwasser, Uferfiltrat, ersatzweise Flusswasser aus der Glonn) - Speicherbecken (Bewässerungsteich) - Wasserleitungsnetz (Zuleitung zum Speicherbecken, Verteiler) - Christbaumkulturen Die Wassergewinnung soll südlich von Hörgenbach am Rand der Talaue der Glonn auf dem Grundstück Fl.-Nr. 319, Gemarkung Hirtlbach, Markt Markt Indersdorf, erfolgen. Das Speicherbecken ist auf einer Anhöhe (Fl.-Nr. 89, Gemarkung Hirtlbach, Markt Markt Indersdorf) östlich von Hörgenbach geplant. Die Bewässerungsflächen (Christbaumkulturen auf Fl.-Nr. 84, 89, 114, 119, 122, Gemarkung Hirtlbach, Markt Markt Indersdorf) befinden sich nördlich und östlich von Hörgenbach. Die Wassergewinnung soll gem. wasserrechtlichem Antrag vom 26.01.2021 nach Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt München in 3 Stufen erfolgen: 1. Sammlung von Drainagewasser 2. Förderung aus einem Flach- / Uferfiltratbrunnen nahe des Glonnufers 3. Ergänzende Verwendung von Flusswasser aus der Glonn, Entnahme nur bei Hochwasser (= oberhalb des Mittelwasserstandes) (Ausgleich eines Defizits zu 1. und 2.) Das geplante Wasserspeicherbecken auf Fl.-Nr. 89, Gemarkung Hirtlbach, Markt Markt Indersdorf, umfasst ein Füllvolumen von ca. 36.000 m³ (Bruttovolumen inkl. 50 cm Freibord: ca. 40.000 m³). Durch das Becken wird eine Fläche von insg. 16.274 m² überbaut.
Bis in die 1870er Jahre erfolgte die Ableitung der Haus- und Straßenabwässer Berlins über eine primitive Rinnsteinentwässerung. Nach jahrelangem Streit über das zu wählende Verfahren der Stadtentwässerung und Abwasserbeseitigung hatte sich das Verrieseln von Abwässern bei gleichzeitiger landwirtschaftlicher Nutzung der Flächen als günstigste Form der Abwasserentsorgung durchgesetzt. Insgesamt wurden 20 offizielle Rieselfeldbezirke und zwei Rieselfeldkleinstandorte mit einer für die Abwasserverrieselung hergerichteten (aptierten) Fläche von etwa 12.500 ha eingerichtet. Die hierzu benötigten Flächen wurden von der Stadt Berlin angekauft und befinden sich größtenteils auch heute noch in ihrem Besitz. Mit dem Ausbau der Klärwerke Berlins wurde der größere Teil der Rieselflächen bis Mitte der 1980er Jahre aus der Nutzung genommen. Im Stadtgebiet Berlins wurden Ende der 1980er Jahre große Flächen in Marzahn, Hellersdorf und Hohenschönhausen bebaut bzw. wie in der Umgebung des Bucher Forstes aufgeforstet . Die letzten Rieselfelder in ursprünglicher Nutzung wurden bis 1998 stillgelegt. Bis 2010 wurden auf den Flächen des Rieselfeldes Karolinenhöhe , Ortsteil Gatow, noch Elutionsstudien (umweltchemische Untersuchung zum Lösen von adsorbierten Stoffen) zur Verbringung von Klarwasser durch die Berliner Wasserbetriebe durchgeführt. Viele der ehemaligen Rieselfeldflächen werden heute land- und forstwirtschaftlich genutzt. In Rieselfeldböden werden neben Nährstoffen auch die im Abwasser befindlichen Schadstoffe angereichert. Dies führt bei den aufgegebenen Flächen vielerorts zu Beeinträchtigungen der derzeitigen Nutzung und hat aufgrund der Größe der betroffenen Flächen weitreichende Konsequenzen für den Naturhaushalt. Die ehemaligen Rieselfelder bleiben auch zukünftig weiterhin wichtige Räume für die Stadtentwicklung. Es wurden bereits vielfältige, zum Teil konkurrierende Konzepte zur Nutzung der verbliebenen Flächen für den Wohnungsbau, für Gewerbeansiedlungen, als Erholungsraum oder für Grundwasseranreicherungen diskutiert. In Anbetracht der Kenntnisse über die spezifischen Belastungen der Rieselfeldböden bilden Informationen über Lage und Flächenausdehnung ehemaliger Rieselfelder eine sehr wichtige Planungsgrundlage zur Bewertung der Schutzwürdigkeit der Böden und zur Vermeidung zukünftiger Nutzungskonflikte. Die Einrichtung der Rieselfelder erfolgte nach einem Entwässerungsentwurf von James Hobrecht, der 1869 vom Magistrat Berlin für die Leitung des Berliner Latrinenwesens gewonnen wurde. Hobrecht teilte die gesamte Stadtfläche in 12 Gebiete, sogenannte Radialsysteme auf. In jedem Radialsystem war ein Pumpwerk vorgesehen, dem die Abwässer, die sich aus häuslichem, gewerblichem und industriellem Schmutzwasser und aus Niederschlagswasser zusammensetzten, durch Gefälleleitungen zuflossen. Vom Pumpwerk aus wurden die Abwässer mittels Druckrohren zu außerhalb der Stadt liegenden Rieselfeldern verbracht. Ein Teil der Rieselfelder wurde zusätzlich von Direktzuleitern beschickt. Aus der Druckleitung, die das Abwasser von den Pumpwerken zu den Rieselfeldern führte, gelangte es zunächst in Absetzbecken , die als Beton- oder Erdbecken ausgebildet waren. Beim Strömen des Wassers durch die Becken setzte sich der größte Teil der Sinkstoffe am Boden ab, und Tauchwände hielten vorhandene Schwimmstoffe zurück. Die in den Absetzbecken abgelagerten Sedimente wurden regelmäßig ausgeräumt und auf speziellen Schlammtrockenplätzen entwässert. In früheren Jahren fand der entwässerte Schlamm als Bodenverbesserungsmittel in der Landwirtschaft und im Gartenbau Verwendung. Auch das Grabensystem eines Rieselfeldes wurde regelmäßig gereinigt, wobei die entfernten Sedimente in der Regel direkt am Grabenrand abgelagert wurden. Nachdem das Abwasser die Absetzanlage passiert hatte, d. h. mechanisch gereinigt wurde, floss es über Zuführungen durch natürliches Gefälle auf die Rieselstücke. Die natürliche Oberflächengestalt des für die Verrieselung vorgesehenen Bodens war für die Aufleitung des Abwassers nicht ohne weiteres geeignet. Je nach Oberflächengestaltung wurden die Rieselstücke (Tafeln) entweder als Horizontal- oder Hangstücke in einer Größe von ca. 0,25 ha ausgebildet und mit Wällen umgeben. Die Berieselung geschah in der Weise, dass die Horizontalstücke über umlaufende Verteilungsrinnen ganzflächig überstaut wurden, während bei den Hangstücken das Wasser der oberen Kante zugeführt wurde und von dort aus dem Gefälle folgend herabrieselte. Ursprünglich gab es noch Beetstücke mit Furchenbewässerung, bei denen das Wasser in parallelen Längsgräben von etwa einem Meter Abstand, die untereinander verbunden waren, über die Stücke floss und nur eine Befeuchtung der Pflanzenwurzeln eintrat (vgl. Abb. 1). Im Umfeld der eigentlichen Rieseltafeln befanden sich häufig sogenannte Wildrieselflächen , auf die bei Überlastung der aptierten Flächen über Wildrieselungsschieber unvorbehandeltes Abwasser direkt auf Naturland aufgebracht werden konnte. Bei der Bodenpassage wurden die Inhaltsstoffe des Abwassers zurückgehalten, im humosen Oberboden adsorbiert, sowie chemisch und biologisch umgewandelt. Damit erfolgte auch eine Zufuhr landwirtschaftlich verwertbarer Nährstoffe. Aufgrund der zunächst hohen erzielbaren Erträge wurde die Mehrzahl der Flächen landwirtschaftlich genutzt und durch eigens gegründete Rieselgüter bewirtschaftet. Dabei erfolgte zumeist eine Mischnutzung von Grünland und Ackerkulturen. Zur schnelleren Abführung des gefilterten und gereinigten Wassers sowie zur Wiederbelüftung und Belebung des Bodens wurden die berieselten Flächen meist schon bei der Herrichtung in gleichmäßigen Abständen mit Dränrohren durchzogen. Die Ableitung des Dränwassers erfolgte über Sammeldräns in Entwässerungsgräben zu den Vorflutern. Ein Teil des Sickerwassers gelangte nach der Bodenpassage ins Grundwasser. Im Normalbetrieb wurden die Flächen überstaut. Anschließend wurde abgewartet, bis das Wasser versickerte und der Boden wieder durchlüftet wurde. Erst danach wurde mit dem nächsten Überstau begonnen. Die Berieselungsrhythmen richteten sich zudem nach den Wachstumsperioden der landwirtschaftlichen Kulturen. So waren für Grünland jährlich 4 – 8 Berieselungen mit Beaufschlagungsmengen von 2.000 – 4.000 mm möglich, während Flächen, die für den Anbau von Wintergetreide genutzt wurden, nur einmal jährlich mit 100 – 500 mm Abwasser beschickt werden konnten. Durch die Überbeanspruchung der Rieselfelder aufgrund zunehmender Abwassermengen, einer Intensivierung der landwirtschaftlichen Produktion und Stilllegungen von Rieselfeldflächen wurden in einigen Bereichen sogenannte Intensivfilterflächen angelegt, die dauerhaft überstaut und zu diesem Zweck eigens mit erhöhten Wällen umgeben wurden. Hier wurde nur eine ungenügende Reinigungsleistung erzielt, da aerobe Abbauprozesse nicht stattfinden konnten. Diese Flächen wurden nicht landwirtschaftlich genutzt. Mit der Aufgabe der Rieselfeldnutzung erfolgte in vielen Fällen eine weitgehende Einebnung der Rieselfeldstrukturen . Gräben und Tafeln wurden mit dem im Bereich der Wälle aufgeschütteten Material verfüllt. Neben den Nährstoffen wurden bei der Bodenpassage auch die im Abwasser befindlichen Schadstoffe zurückgehalten. Die beaufschlagten Böden wurden daher flächendeckend in zum Teil erheblichem Maße mit Schwermetallen belastet. Dies führte zu Beeinträchtigungen der Nutzbarkeit der Böden, da sich die im Boden befindlichen Schwermetalle in den angebauten Nahrungspflanzen anreichern können. Die ermittelten Belastungen können lokal so hoch sein, dass gesundheitliche Risiken bei direktem Bodenkontakt nicht auszuschließen sind. Dies ist beispielsweise dann relevant, wenn auf ehemaligem Rieselland empfindliche Nachnutzungen (z. B. Kinderspielplätze) vorgesehen sind. Insgesamt ist davon auszugehen, dass die Schadstofffracht der verrieselten Abwässer durch die zunehmende Verwendung von Haushaltschemikalien, Waschmitteln sowie die Zunahme des gewerblichen Abwasseranteils im Laufe der Betriebsdauer der Rieselfelder stetig zunahm. Hinzu kam die steigende Belastung mit den durch die Mischwasserkanalisation zugeführten Straßenabwässern. Aufgrund der Abwasserzusammensetzung ist im Zuge der Rieselfeldnutzungen neben Schwermetallen auch mit einer relevanten Belastung der Böden mit organischen Schadstoffen zu rechnen. Innerhalb der ehemaligen Rieselfelder bestehen in Abhängigkeit von der Menge der aufgebrachten Abwässer erhebliche Gradienten in der Schadstoffbelastung der Böden. Entscheidend hierfür sind die Betriebsdauer, die Art der Nutzung sowie die Menge der jährlich aufgebrachten Abwässer. Besonders hohe Belastungen sind hier vor allem im Bereich der ehemaligen Intensivfilterflächen zu erwarten. Zusätzliche Abstufungen ergeben sich aus den betriebstechnischen Abläufen, so dass Rieseltafeln in der Nähe der Absetzbecken in der Regel stärker belastet sind als weiter entfernte Bereiche. Im Bereich der Absetzbecken und Schlammtrockenplätze ist immer dann mit besonders hohen Belastungen zu rechnen, wenn die Flächen keine Abdichtung aufweisen. Nach Einstellung des Rieselfeldbetriebs wurden die aufgegebenen Flächen zumeist weitgehend eingeebnet und umgepflügt. Hierdurch erfolgte eine Durchmischung von Böden mit unterschiedlicher Belastung. Zudem wurde belastetes Bodenmaterial in tiefere Bodenschichten eingebracht. Bei der Bodenpassage wurden nicht alle Inhaltsstoffe des Abwassers zurückgehalten. So zeigten sich in den Rieselfeldabläufen erhebliche Konzentrationen von Stickstoff- und Phosphatverbindungen , die die aufnehmenden Vorfluter belasteten. Im Stadtgebiet waren hiervon insbesondere Panke/Nordgraben, Tegeler Fließ, Wuhle, Unterhavel und Rudower Fließ betroffen. Die Stilllegung der Rieselfelder hat hier in der Vergangenheit bereits zu einer Verbesserung der Wasserqualität geführt. Neben der Belastung von Oberflächenwasser ist ein Transfer von Stickstoffverbindungen und organischen Schadstoffen ins Grundwasser nachgewiesen (u.a. Liese et al. 2004). Schwermetalle werden dagegen weitgehend im Oberboden zurückgehalten. Auch die Aufgabe der intensiven Rieselfeldnutzung hat vielfältige Auswirkungen auf das Ökosystem: Die während des Rieselfeldbetriebs akkumulierten Nähr- und Schadstoffe sind im Wesentlichen in der organischen Substanz des Bodens gebunden. Bei aufgegebenen Rieselfeldern ist infolge des veränderten Wasserhaushalts und chemischen Bodenzustands mit einem Abbau der organischen Substanz und mit einer Abnahme des Bindungsvermögens zu rechnen. Dabei können die gebundenen Nähr- bzw. Schadstoffverbindungen mit sinkendem pH-Wert remobilisiert und ins Grundwasser bzw. in die angrenzenden Vorfluter ausgewaschen werden. Die Aufgabe der Rieselfelder hatte zudem erhebliche Konsequenzen für den Gebietswasserhaushalt . So wurde an Pegeln im Bereich der südlichen Rieselfelder ein deutliches Fallen des Grundwasserspiegels registriert. Dies hatte unmittelbare Konsequenzen für die jeweilige Vegetation bzw. für das Ertragspotential der landwirtschaftlichen Nutzflächen. Zudem hatte die Einstellung der Verrieselung eine Verringerung des Grundwasserdargebots des Ballungsraums Berlin zur Folge. Nach Aufgabe der nördlichen Rieselfelder traten Probleme mit der Wasserführung von Panke und Tegeler Fließ auf, die vorher ihr Wasser zum Teil aus Rieselfeldabläufen erhielten. Um die negativen Folgen zu mindern, die sich durch die Einstellung des Rieselfeldbetriebes ergaben, wurden verschiedene Konzepte diskutiert und erprobt. Mögliche Maßnahmen sind z. B.: die Erhaltung der Bindungsstärke des Bodens durch Zufuhr von organischer Substanz bzw. Kalk zur Stabilisierung des pH-Wertes, der Schadstoffentzug durch Pflanzen mit hoher Biomasseproduktion und die Wiedervernässung bzw. Weiterberieselung mit gereinigten Klärwerksabläufen mit dem Ziel der Grundwasseranreicherung und der Unterbindung des Abbaus organischer Substanz.
Der Freistaat Bayern, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Traunstein, beabsichtigt, an der Alz (Gewässer Erster Ordnung) im Bereich der Stadt Trostberg einen Hochwasserschutz für die Ortsteile Pechlerau und Saliterau vor einem Hochwasserabfluss von 725 m³/s herzustellen. Dieser entspricht einer Jährlichkeit von 100 Jahren (HQ100) einschließlich 15 % Klimazuschlag. Derzeit ist der Ortsteil Pechlerau bei einem HQ100 der Alz größtenteils überschwemmt; ebenso ist die Zufahrt auf Höhe der Bahnbrücke überflutet. Im Ortsteil Saliterau sind die Bebauung zwischen den Brücken der B299 und der Bahn, die Schrebergärten sowie das Gewerbegebiet entlang der Saliteraustraße einschließlich Bauhof der Stadt Trostberg und Freiwilliger Feuerwehr von den Überschwemmungen betroffen. Das Vorhaben umfasst eine beidseitige Vorlandabsenkung zwischen der Alzbrücke Nord und der Bahnbrücke, die linksseitige Aufweitung der Alz um 8 m zwischen Fkm 41+000 bis Fkm 40+400, sechs Buhnen zur Strömungslenkung, Hochwasserschutzwände entlang der Siedlungsflächen sowie ein Binnenentwässerungssystem zur Ableitung von Niederschlags- und Dränagewasser.
Die Teichanlage auf den Grundstücken Fl.Nrn. 83 und 778 der Gemarkung Selingstadt, bestehend aus 5 Einzelteichen mit einer Gesamtwasserfläche von etwa 2.600 m², besitzt eine wasserrechtliche Gestattung vom 24.07.2001. Die Speisung der Teiche erfolgt durch Hang- und Drainagewasser (Grundwasser) aus dem Überlauf aus Teich Nr. 1. Nach Angaben des Antragstellers wurde der nördlichste Teich der Anlage mit einer Wasserfläche von ca. 235 m² (Teich Nr. 5 gemäß Bescheid vom 24.07.2001) mangels Wasserdargebot Anfang 2020 bereits vollständig verfüllt. Aus dem genannten Grund soll der Teich Nr. 4 (Wasserfläche ca. 800 m²) weiter verkleinert werden. Mit der seitlichen Verfüllung wurde bereits begonnen. Das Verfüllvolumen für Teich Nr. 4 beträgt insgesamt ca. 300 m³, die neue Teichfläche ca. 500 m². Der Antragsteller beantragt (nachträglich) die wasserrechtliche Gestattung für die vollständige Verfüllung des Teiches Nr. 5 und die Teilverfüllung des Teiches Nr. 4. Als ökologischer Ausgleich für den Eingriff in Natur und Landschaft ist die ehemalige Teichfläche Nr. 5 wieder in einen Laubwaldbestand umzuwandeln. Das für die Teichverfüllung verwendete Material wurde einer Analytik unterzogen. Aus Gründen des Artenschutzrechtes (Fund von Hybrid Teichfröschen im Teich Nr. 4 gemäß artenschutzrechtliche Bewertung vom 24.05.2021) darf der Teich 4 erst im Zeitraum von September bis Oktober entleert und verfüllt werden.
Anrede,ich freue mich, dass wir heute zur Einbringung eines Gesetzentwurfes zur Beschleunigung von Planfeststellungs- und Plangenehmigungsverfahren und zur Verbesserung der Verteidigung im Hochwasserschutz kommen.Uns allen ist noch präsent das Hochwasser im Juni 2013 mit seinen verheerenden Folgen und seiner immensen Schadensbilanz. Seit 2002 haben wir Hochwasserschäden in der Größenordnung von ca. 5 Milliarden Euro zu verzeichnen.Wir arbeiten engagiert daran, den Hochwasserschutz in Sachsen-Anhalt zu verbessern. Inzwischen sind mehr als 55 Prozent unserer Deiche den DIN-Normen entsprechend. Wir arbeiten an der Bereitstellung von Retentionsräumen und Poldern. Bis Ende des Jahres werden wir Entscheidungsvorschläge unterbreiten, wo wir zusätzlich Retentionsflächen schaffen wollen.Der eingeschlagene Weg ist richtig, aber wir wünschen uns schnellere Maßnahmen. Schnellere Maßnahmen, um Hochwasserschutz zügiger verbessern zu können. Der landespolitische Spielraum ist hier begrenzt, aber die Landesregierung ist gewillt, diesen Spielraum zu nutzen und unterbreitet aus diesem Grunde den heute vorliegenden Gesetzesentwurf.Der Gesetzentwurf beinhaltet Regelungen, die den präventiven Hochwasserschutz weiter verbessern werden. Hierzu zählen zunächst die Verkürzung von Verfahrensdauern bei Planfeststellungs- und Plangenehmigungsverfahren. Dabei sollen die notwendigen Beteiligungsrechte und insbesondere naturschutzfachliche Voraussetzungen selbstverständlich beachtet werden. Zwar entspricht unsere Verfahrensdauer durchaus dem Bundesdurchschnitt, aber eine Verkürzung der Verfahrensdauern, ich glaube, da stimmen Sie mir alle zu, ist wünschenswert.Bürgerinnen und Bürgern, die von Hochwassergefahren bedroht sind, möchten wir nicht länger unnötig lange Verfahren zumuten. Deshalb haben wir folgende Punkte im Gesetzgebungspaket vorgesehen:1. Eine Verfahrensbeschleunigung dadurch, dass DIN-gerechte Sanierungsmaßnahmen an Deichen auf der vorhandenen Trasse - auch, wenn sich der Trassenverlauf nur geringfügig ändert - keiner Planfeststellung und Plangenehmigung bedürfen.2. Künftig sollen bereits im Planfeststellungsverfahren für Flutungspolder Regelungen für den Ausgleich der Flächeninanspruchnahme getroffen werden.3. Der Gesetzentwurf sieht mit einer vorzeitigen Besitzeinweisung oder Veränderungssperre eine Anpassung der Rechtslage beispielsweise zum Straßenbaurecht vor, wobei natürlich oberstes Ziel eine einvernehmliche Lösung mit bisherigen Flächeneigentümern bleibt.4. Flankiert werden sollen die Regelungen durch eine engere Verzahnung der Zusammen-arbeit der Wasser- und der Feuerwehren.5. Wir wollen erleichterte Möglichkeiten schaffen zur Ableitung von Oberflächen- und Dränagewasser in der kommunalen Kanalisation.6. Wir haben eine Optionsmöglichkeit aufgenommen zur Verlängerung der Geltungsdauer vonim Planfeststellungs- und Plangenehmigungsbeschlüssen. Zudem wird mit dem Ge-setzentwurf eine Vorgabe des Landesverfassungsgerichtes zur Anpassung der Umlage von Gewässerunterhaltungskosten umgesetzt, wonach auch die entstehenden Verwal-tungskosten umlagefähig sein müssen.Neben den vorgenannten Änderungen im Wassergesetz tritt eine korrespondierende Regelung im Naturschutzgesetz des Landes. Das Talsperrenbetriebsgesetz soll eine Anpassung zum Zweck einer besseren Bewirtschaftung von hochwasserschutzrelevanten Wasserspeicheranlagen erfahren.Sachsen-Anhalt hat seit der Flut 2002 im Hochwasserschutz viel geleistet. Wir wollen mit Hilfe einer novellierten gesetzlichen Situation unser Tempo weiter steigern und Hochwasserschutz für unsere Bürgerinnen und Bürger schneller sicherstellen. Impressum:Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energiedes Landes Sachsen-AnhaltPressestelleLeipziger Str. 5839112 MagdeburgTel: (0391) 567-1950Fax: (0391) 567-1964Mail: pr@mule.sachsen-anhalt.de
The present laboratory study tests the hypothesis that straw-bark mulch bioreactors are capable of concurrently retaining nitrate (NO3-) and the herbicides atrazine or bentazone at short hydraulic residence times (HRT). In a 1 year column experiment at HRT of ~4 h three organiccarbon sources, straw of common wheat (Triticum aestivumL.), bark mulch of pine tree (Pinus sp.) and a mixture of both materials, showed high reduction of continuously dosed NO3-(100 mg L-1) with average denitrification rates of 23.4 g-N d-1 m-3, 8.4 g-N d-1 m-3and 20.5 g-N d-1 m-3, respectively. Under denitrifying conditions, fast and substantial retention of continuously dosed atrazine (20 ìg L-1) was observed with estimated dissipation times (DT50) between 0.12 and 0.49 days in the straw-bark mulch bioreactor. In parallel batch experiments, it could be confirmed that atrazine retention is based on adsorption to bark mulch and on degradation processes supplied by the organic materials as continual sources of carbon. In contrast, bentazone was not significantly reduced under the experimental conditions. While aging of materials was clearly observed in a reduction of denitrification by 60-70% during the experiment, systems still worked very well until the end of the experiment. The results indicate that the combined use of straw and bark mulch could increase the efficiency of mitigation systems, which are installed to improve the quality of drainage water before its release to surface waters. Further, the addition of these materials has the potential of parallel retention of NO3- and less mobile herbicides like atrazine, even during high flow events, as expected at the outlet of agricultural drainage systems. High removal is expected for mitigation system designed to remain saturated most of the time, whereas bioreactors that run periodically dry are not covered by this study. However, further experiments with the tested materials at technical or field scale under more realistic climate conditions need to be carried out.<BR>© www.sciencedirect.com
Moors are rugged, austere and inaccessible landscapes – neither water nor land. Low bogs are rich in nutrients and form on retentive subsoils, through the silting-up of stagnant waters, as well as on flood plains of water courses. Raised bogs, by comparison, form above the groundwater table and are fed merely by nutrient-poor rainwater. What is a raised bog? What is a raised bog? Raised bogs are, by nature, mostly treeless flat plateaus whose terrain comprises small areas of raised hummocks and lower-lying bog hollows. In individual cases they also feature natural small ponds or pools at their centre. At their periphery and near to the natural water areas there is undergrowth and vegetation, such as purple moor grass (Molinia caerulea), indicative of nutrients and periodically wet conditions. From a geological-pedological point of view, a bog has a peat layer at least 30 cm in thickness and a 30 percent organic substance content by weight in the dry state. The geobotanical definition of a moor, on the other hand, focuses more on the presence of typical marshland vegetation. Intact raised bogs consist 90 percent of water that is oxygen-deficient and extremely acidic. They depend exclusively on rainwater and the nutrients contained within it and are therefore also referred to as ombrotrophic bogs or mires . ombrotrophic bogs mires Raised bogs require a continuous water surplus for their growth. The amount of precipitation must exceed the loss of water resulting from runoff and evaporation. Species of peat moss (Sphagnum) without any roots are able to absorb the few available nutrients through their leaves in order to grow. In their lower region they die off due to increasing exclusion of light. Because of the anaerobic conditions, the dead parts of the moss plants are not broken down, thus binding the carbon and forming peat. This peat formation amounts to only about 1 mm on an annual average and in the long term produces the hour-glass shaped curvature that raised bogs typically have. peat formation A raised bog is made up of various layers. The older and more subjacent a layer, the greater its degree of decomposition. The peat layers are differentiated into older, strongly decomposed black or sapric peat and younger and less decomposed white or fibric peat . raised bog made up of black sapric peat white fibric peat Genesis of a raised bog Genesis of a raised bog The formation of a typical raised bog is a very protracted process that goes on for centuries, if not millennia. Raised bogs in the North German Plain began to form about 3,000 years ago, helped by the Ice Ages . The glacial moulding of the earth’s surface led to the formation of shallow lakes and depressions in impermeable soils. There, mud and not entirely decomposed plant remnants (so-called Mudden [mud / peat deposits]) were able to accumulate. This silting-up process during the Neolithic Age helped pine, alder and birch carrs to form on the swampy subsoil. The plant remnants left over in the process, such as cones, seeds, leaves and bits of wood, form carr or brushwood peat and continue to exist at raised bog sites to this day. Ice Ages lakes depressions Mudden carr brushwood peat Peat moss (Sphagnum) and fen berry (Vaccinium oxycoccus) (picture taken by S. Brosch) The Atlantic climate with its equable temperatures, high atmospheric humidity and substantial precipitation created favourable conditions in the carrs for the growth of peat moss. The peat moss was able to spread increasingly and overgrow the carrs. The bodies of marshland thus created were fed mainly by rainwater. Their growth led to the typical treeless marshland areas made up of small water-filled depressions, referred to as bog hollows , alternating with smaller, drier knolls or so-called hummocks . bog hollows hummocks Significance and functions Significance and functions Bogs are remnants of a primeval landscape and, being a near-natural type of landscape, are unique in today’s densely populated cultural landscape. Raised bogs lie like sponges in an elevated position in the landscape and offer an impressive show of nature all year round. remnants of a primeval landscape Raised bogs are irreplaceable as wetland habitats and sanctuaries for many species of fauna and flora. Certain groups of fauna species such as snails, mussels or fish, on the other hand, are totally absent. The wet, nutrient-poor and acidic environment has enabled a biocenosis of closely interdependent flora and fauna communities to develop. These highly specialised communities include numerous, particularly endangered species worthy of protection. In some cases, the name of these species already indicates their close association with the marshland habitat, such as bog asphodel (Narthecium ossifragum), moor frog (Rana arvalis) or cranberry blue (Plebejus optilete). species of fauna and flora. Fen berries (Vaccinium oxycoccus) on hummocks (picture taken by C. Stahl) The dietary habits of the larva of the cranberry fritillary (Boloria aquilonaris) underline this dependence, it being able, as a species characteristic of ombrotrophic mires, to develop only on the fenberry (Vaccinium oxycoccus). cranberry fritillary Round-leaved sundew (Drosera rotundifolia) (picture taken by S. Brosch) The sundew, a representative flora species, has developed a sophisticated technique as a carnivorous plant . With its sticky leaves it traps insects and consumes them to obtain a sufficient amount of nutrients. The subarctic darner (Aeshna subarctica), a dragonfly, lays its eggs in floating peat moss and in other parts of plants living in bog hollows and water holes. The acidic nutrient-poor water contains only a limited food supply (mites, fleas) for the larvae, meaning that it can take two to three years for them to develop into fully fledged dragonflies. carnivorous plant subarctic darner Raised bogs usually have a paucity of mammals. But, unlike the extensively utilised cultural landscape, they do have a substitute function, also offering a sanctuary for species that are not necessarily dependent on a raised bog environment. Ground-breeding birds, such as the highly endangered common snipe (Gallinago gallinago), a wet meadow species, also find good conditions there. Near-natural bogs stabilise the landscape’s hydrologic balance. In conditions of extreme rainfall they have a regulatory effect on water runoff, thus having an influence, in regard to water protection, on high water and erosion. They also serve as a buffer and filter by retaining substances dissolved in the water. water protection, Intact bogs store carbon, as they absorb carbon dioxide (CO 2 ) during growth and bind it in the peat over the long term. They are natural climate protectors , acting as ‘sinks’ for climate-relevant gas. natural climate protectors Because they began to develop thousands of years ago, and on account of the preservative conditions and the resistance of their layers, Bogs serve as archives of natural and cultural history . Bog vegetation developments (retraceable by means of pollen diagrams) and embedded animal and plant remains make it possible to reconstruct our environment far back into the past. archives of natural and cultural history History of utilisation History of utilisation Original raised bogs were long deemed by people to be wasteland and hostile and dangerous environments. The marshland areas were drained extensively so as to develop and utilise them for agricultural purposes, for fuel extraction (sapric peat), or as a source of substrates for horticulture (e.g. potting soil comprising fibric peat). Water drainage causes peat moss to stop growing, leaving behind huge peat deposits that would be extracted manually by farmers and also, in some areas, on a large-scale industrial basis. To cultivate for agricultural use (farming and grassland), drainage and ploughing was carried out and a subjacent layer of sand, manure and lime added. Situation today Situation today Nearly 95 percent of all German bogs are considered to be degraded. Bog cultivation was practiced into the 1970s, causing the ones in Lower Saxony to almost disappear entirely. Today, raised bogs and low bogsaccount for approximately 9 percent of the land area there. Almost 70 percent of Germany’s raised bogs are, moreover, located in Lower Saxony. Raised bogs react sensitively to change. Drainage and nutrient enrichment , in particular, have far-reaching consequences, causing the bogs to lose their above-outlined ecosystem functions where nature conservation, biodiversity, hydrologic balance, water quality and climate protection are concerned. Drainage nutrient enrichment What has come about over millennia and has, to a large part, been destroyed by man in a relatively short period, needs the right stimuli and a lot of time for regeneration. The aim of such regeneration is, therefore, to create natural conditions, including a hydrologic balance that is as intact as possible, so as to leave the further development to take care of itself again in the long term. aim of such regeneration
Das Projekt "Naehrstoffaustrag aus gedraenten Ackerflaechen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Bayerische Landesanstalt für Bodenkultur und Pflanzenbau durchgeführt. 1. Auswaschung von Naehrstoffen (N, P, K, Ca, Mg) aus gedraenten Ackerflaechen, 2. Vergleich der Naehrstoffauswaschung aus 3 Boeden (Loesslehm, Gipskeuper, Urgesteinsverwitterung) mit und ohne Meliorationsduengung an einer Lysimeteranlage, 3. Belastung von Draenwasser bzw. oberflaechennahem Grundwasser durch Naehrstoffe und Schadelemente auf Flaechen, die turnusmaessig mit Klaerschlaemmen, Muellkompost, Guelle und Mist geduengt werden.
Das Projekt "Teilprojekt P03: Einfluss von Untergrundstrukturen auf die hydrologische Funktionsweise von Flussauen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Eberhard Karls Universität Tübingen, Zentrum für Angewandte Geowissenschaften (ZAG), Arbeitsgruppe Hydrogeology durchgeführt. Die Umsetzung von Schadstoffen in Auensedimenten hängt insbesondere von den vorherrschenden geochemischen Gradienten ab, die wiederum von hydrogeologischen Faktoren wie variabler Grundwasserfließrichtung, Konnektivität der Grundwasserfließpfade zu Drainagegräben und der Verweilzeit des Wassers unter gegebenen geochemischen Bedingungen bestimmt werden. In dem Projekt werden Methoden entwickelt, mit deren Hilfe Fließpfade und Aufenthaltszeiten bestimmt sowie Sedimentstrukturen und Hydrofazies charakterisiert werden können. Die Daten sind Voraussetzung zur Bewertung der hydrochemischen Daten und finden Verwendung in den Grundwasser- und Einzugsgebietsmodellen.
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