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Forschungsinitiative Zukunft Bau - Forschungscluster 'Nachhaltiges Bauen/Bauqualität', Evaluierung und Harmonisierung der Module und Systemvarianten des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen (BNB-Konsolidierung)

Gegenstand des Projektes ist die Evaluierung und Harmonisierung der Systemvarianten und Module des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude. Dabei sollen die Systemvarianten verglichen und Überarbeitungsbedarf identifiziert werden. Gemeinsam mit Experten soll eine Aktualisierung, Harmonisierung und Evaluierung erfolgen, um die BNB-Systemvariante 2014 vorzubereiten. Speziell die gewonnenen Erfahrungen aus der Anwendung des Systems sowie die Anpassung an den aktuellen Stand der fachlichen Diskussion und der Normung begründen eine Überarbeitung des Systems. Darüber hinaus wird auch ein Konzept zur Weiterentwicklung des BNB-Systems erarbeitet. Ausgangslage: Im Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB), einer Ergänzung des Leitfadens Nachhaltiges Bauen, sind die Systemregeln und Berechnungsgrundlagen für das nachhaltige Bauen in Steckbriefen auf der Grundlage von Kriterien beschrieben. Durch die modulare Entwicklung des Bewertungssystems ergaben sich teilweise unterschiedliche Darstellungen, Interpretationen, Formulierungen und Bewertungsgrundlagen, die im Interesse der Einheitlichkeit der Herangehensweise wieder zusammengeführt werden müssen. Auf der Grundlage der zwischenzeitlich gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen sollen daher unter Einbeziehung des aktuellen Standes der fachlichen Diskussion sowie der internationalen und europäischen Normung die oben genannten Systemvarianten und Module aktualisiert und miteinander harmonisiert werden. Ziel: Ziel ist es, durch eine gezielte Evaluierung und Harmonisierung der Varianten und Module des BNB-Systems ein abgestimmtes und aktualisiertes System bereitzustellen, speziell im Hinblick auf die Vorbereitung der Systemversion 2014. Hierzu sollen die einzelnen Kriteriensteckbriefe der bestehenden Systemvarianten und Module des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen sowie die dazugehörigen Dokumentationsanforderungen und jeweiligen Gewichtungen im Gesamtsystem in einer übergreifenden Querschnittsbetrachtung miteinander verglichen werden. Etwaige unterschiedliche methodische Ansätze und Anforderungsniveaus werden hierbei identifiziert und ggf. harmonisiert. Weiterhin besteht derzeit aufgrund der modularen Aufteilung des BNB-Systems in die verschiedenen weitestgehend unabhängigen Systemvarianten ein erhöhter Pflege- und Instandhaltungsaufwand des Systems. Ziel ist es, systemübergreifend allgemeine Bestandteile und Bewertungsziele von Einzelkriterien zu identifizieren, um aufbauende Vorschläge zur Weiterentwicklung des Systems sowie zur Reduktion des Pflegeaufwandes, wie z.B. die Entwicklung eines Content-Management-Systems, zu generieren.

Erarbeitung und Anwendung eines Verfahrens zur Abschätzung der Unsicherheit von Modellrechnungen zur Luftschadstoffausbreitung mit Fokus auf Ozon

Ausbreitungsmodelle sind ein wichtiges Werkzeug für die Beurteilung der Luftqualität und die Luftreinhalteplanung. Die Luftqualitätsrichtlinie 2008/50/EG sieht ebenso wie für Messungen, auch für Modellrechnungen maximal zulässige Unsicherheiten vor. Die Modellunsicherheit wird dabei durch den Vergleich mit Messungen bestimmt. In der vom Joint Research Centre der EU KOM koordinierten FAIRMODE Initiative wurde eine neue Methodik zur Bewertung der Modellqualität entwickelt. Diese könnte in Kürze in eine europäische Norm (CEN Arbeitsgruppe TC 264 WG43) überführt werden und bei einer möglichen Revision der Luftqualitätsrichtlinie für alle Mitgliedstaaten verpflichtend werden. Darin wird die Methodik zur Beurteilung der Modellqualität durch den Vergleich mit Messungen näher spezifiziert. Im Forschungsvorhaben soll die Unsicherheit von Modellrechnungen aus der Variabilität der Luftschadstoffkonzentrationen aus unterschiedlichen Modellen abgeleitet werden. Zusätzlich soll die Unsicherheit in der Modellausgabe ermittelt werden, die durch Eingangsdaten erzeugt wird. Maßgeblich sollen die meteorologischen Daten, ähnlich wie bei Ensemblerechnungen der Wettervorhersage, variiert und in Sensitivitätsstudien der Einfluss auf die Variabilität der simulierten Konzentrationen geschlossen werden. Die Variation der Eingangsdaten soll insbesondere auf die ozonbeeinflussenden meteorologischen Variablen wie Temperatur und Strahlung abzielen. Der Fokus soll auf Chemie-Transportmodellen (CTM) für die Modellierung der Luftqualität auf regionaler Skala bis hin zur urbanen Hintergrundskala liegen. Die Variabilität zwischen den Modellrechnungen wird mit statistischen Methoden ausgewertet. Zusätzlich sollen Aussagen zur Anwendbarkeit dieser Ergebnisse im Verfahren zur Bewertung der Modellqualität nach FAIRMODE und CEN TC 264 WG43 getroffen werden. Mittels dynamischer Evaluierung soll die Ozonsensitivität auf die meteorologischen Eingangsdaten untersucht werden.

Entwicklung von standardisierten Stütze-Riegel-Anschlüssen für Stahl- und Verbundkonstruktionen in deutschen Erdbebengebieten

Dauerhaftigkeit von Beton nach dem Performance-Prinzip - Annahmeprüfungen auf der Baustelle / Abnahmeprüfungen am Bauwerk

Weiterentwicklung des Blauen Engels: Validierung der Methoden und Kriterien zur Bewertung der Ökotoxizität von Produkten

Viele Bauprodukte für die Gebäudehülle und die Gestaltung von Außenflächen setzen Stoffe mit ökotoxischen Wirkungen frei, wenn sie während der Verwendung mit Regen- oder Sickerwasser in Kontakt kommen. Durch eine Initiative des UBA wurde in den letzten Jahren eine Technische Regel (früher 'Vornorm'), DIN CEN/TR 17105:2018-02 'Leitfaden für die Anwendung von ökotoxikologischen Untersuchungen auf Bauprodukte', auf europäischer Ebene erarbeitet und veröffentlicht. Um die Robustheit und Reproduzierbarkeit der Methodik zu bestätigen, unterstützt das UBA die Umwandlung der Technischen Regel zu einer vollvalidierten europäischen Norm. Das Ziel des Vorhabens ist es, einerseits die Validierung der Methodik zu unterstützen und andererseits die Methodik in die Vergabegrundlagen des Blauen Engels zu integrieren. Daher sollen für die Validierungsversuche solche Bauprodukte ausgewählt werden, die die bisherige Produktpalette des Blauen Engels ergänzen, z.B. erdberührte Bauwerksabdichtungen wie Bitumendickbeschichtungen (KMB), Kunststoffbahnen der K-Wanne oder flexible mineralische Dichtschlämme. Für diese Bauprodukte sollen anschließend geeignete Kriterien für Vergabegrundlagen entwickelt werden. Die Ergebnisse der Ringversuche sollen in die Europäische Norm einfließen. Der Output des Vorhabens soll erstens eine vollvalidierte europäische Norm sein, die Angaben zur Reproduzierbarkeit der Prüfergebnisse enthält. Zweitens sollen durch das Vorhaben neue Vergabegrundlagen für den Blauen Engel entstehen, die den Verbrauchern und Bauherren die Wahl von Bauprodukten ermöglichen, die toxische Einträge in die Umwelt minimieren.

Qualitäts- und Bewertungsprogramm für Außenbeläge aus Holz (EURODECK)

Normung und Umweltschutz

<p>Normung ist wichtig für den Umweltschutz. Viele nationale und europäische Rechtsregelungen verweisen auf Normen. Normung entlastet hier idealerweise die Umweltgesetzgebung.</p><p>Normung ist wichtig für den Umweltschutz</p><p>Die Festlegung von Normen hat sich deutlich auf die europäische Ebene verlagert und ersetzt die nationale Normung weitgehend. Das liegt an der europäischen Gesetzgebung, die ähnlich der deutschen Verfahrensweise zunehmend auf Normen des Europäischen Komitees für Normung (CEN) zurückgreift. Die Normen dienen als Instrument, um Rechtsvorschriften zu konkretisieren, wie beispielsweise beim Umweltrecht und bei Qualitätsanforderungen. Die CEN-Mitglieder müssen europäische Normen in ihre nationalen Regelwerke übernehmen und entgegenstehende Normen zurückziehen. Das ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a>⁠ wirkt bei der europäischen Normung mit, um europaweit einen einheitlichen Vollzug der Rechtsvorschriften auf hohem Technikniveau zu erreichen. Ziel ist es auch, die Produktanforderungen so zu beeinflussen, dass Umwelt- und Gesundheitsaspekte berücksichtigt werden – beispielsweise bei den im Rahmen der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/produkte/bauprodukte/eu-recht-fuer-bauprodukte/eu-bauproduktenverordnung-sicherheit-geht-vor">Bauproduktenverordnung</a> erarbeiteten Normen.</p><p>Die enge Zusammenarbeit zwischen der europäischen Gesetzgebung und der Normung hat besonders bei den technischen produktbezogenen Richtlinien nach dem Neuen Ansatz weitreichende Konsequenzen.</p><p>Die Normen der Internationalen Organisation für Normung (ISO) müssen nicht in das nationale Regelwerk übernommen werden. Es besteht jedoch eine enge technische Zusammenarbeit zwischen CEN und ISO, geregelt in der <a href="https://www.cencenelec.eu/intcoop/StandardizationOrg/Pages/default.aspx">Wiener Vereinbarung</a>. So nimmt die Bedeutung der internationalen Normungsarbeit seit etlichen Jahren zu.</p><p>DIN – Nationale Normung</p><p>Die Basis für die Mitwirkung des ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a>⁠ in nationalen, europäischen und internationalen Normungsgremien ist der Kooperationsvertrag (Normenvertrag) von 1975 zwischen dem <a href="https://www.din.de/de">DIN Deutsches Institut für Normung e.V.</a> und der Bundesrepublik Deutschland. Zum 30-jährigen Bestehen des Bündnisses veranstaltete das DIN ein Kolloquium. Die Würdigung des Vertrages aus politischer Sicht, Hintergründe zu seinem Entstehen sowie Bewertungen aus Sicht des Umwelt- und Verbraucherschutzes können der Festschrift aus dem Jahr 2005 entnommen werden. Auch wenn die Normung sich in den letzten Jahren weiterentwickelt hat sind die Beiträge in ihren Kernaussagen noch aktuell.</p><p>Kooperationsvertrag</p><p>Der Normenvertrag schafft die Voraussetzungen dafür, dass das Umweltrecht auf die Normen als Instrument zurückgreifen kann.</p><p>Auf Seiten der Wirtschaft bestanden zunächst starke Vorbehalte gegen eine vertragliche Bindung mit der Bundesregierung, weil der Verlust der Selbstverwaltung an der Normung interessierten Kreise befürchtet wurde. Um diese Befürchtungen auszuräumen und die Bedeutung der Normung als Aufgabe der Selbstverwaltung der der an der Normung interessierten Kreise und das partnerschaftliche Verhältnis von Staat und Normung deutlich zu machen, wurde die Form des Kooperationsvertrages gewählt.</p><p>Der Kooperationsvertrag regelt im Bereich der Normung die Zuständigkeits- und Kompetenzverteilung zwischen der Legislative und Exekutive einerseits und dem DIN andererseits.</p><p>Mit dem Normenvertrag erkennt die Bundesrepublik das DIN als alleinige nationale Normungsorganisation für das Bundesgebiet an. Weil allein die nationalen Normungsorganisationen Mitglieder des Europäischen Komitees für Normung (CEN) sowie der Internationalen Organisation für Normung (ISO) sind, erhält die Bundesregierung durch die Anerkennung des DIN Zugang zur nationalen, europäischen und internationalen Normung.</p><p>Die wesentlichen Passagen des Normenvertrages auch aus der Sicht des Umwelt- und Gesundheitsschutzes sind:</p><p>Zum 30-jährigen Bestehen des Normenvertrages veranstaltete das DIN im Jahr 2005 ein Kolloquium. Die Würdigung des Vertrages aus politischer Sicht, Hintergründe zu seinem Entstehen sowie Bewertungen aus Sicht des Umwelt- und Verbraucherschutzes können der Festschrift entnommen werden.</p><p>CEN - Europäische Normung</p><p>Die Normung verlagert sich seit Jahren immer mehr von der nationalen auf die europäische Ebene. Umweltpolitisches Ziel des ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a>⁠ ist es, in den europäischen Richtlinien eine noch konkretere Festlegung umwelt- und gesundheitsrelevanter Vorgaben zu erreichen. Europaweit geltende Normen erstellen das Europäische Komitee für Normung (<a href="http://www.cen.eu/cen/pages/default.aspx">CEN</a>) und Europäische Komitee für Elektrotechnische Normung (CENELEC). CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute der Mitgliedstaaten der Europäischen Union, sowie Island, Norwegen, Mazedonien, Türkei und die Schweiz. Außerdem gibt es eine größere Anzahl von sogenannten affilierten Mitgliedern und Partner-Normungsorganisationen.&nbsp;Die CEN-Arbeitsverfahren sind unter CEN-BOSS zusammengefasst. Die Grundsätze ihrer Zusammenarbeit sind als <a href="http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:C:2003:091:0007:0011:de:PDF">Allgemeine Leitlinien</a> veröffentlicht.</p><p>Die Kommission Arbeitsschutz und Normung (<a href="http://www.kan.de/">KAN</a>)&nbsp;hat vor einigen Jahren&nbsp;zwei Berichte (KAN-Berichte&nbsp; 34 und 35) mit anschaulichen deutschsprachigen Übersichten über die Verfahrensabläufe bei der ISO und beim CEN herausgebracht.</p><p>Die Politik des Neuen Ansatzes (<a href="https://boss.cen.eu/reference-material/guidancedoc/pages/newapproach">New Approach</a>) zur technischen Harmonisierung und Normung wurde 1985 eingeführt mit dem Ziel, den europäischen Binnenmarkt zu vereinheitlichen und zu beleben. Richtlinien nach diesem Konzept legen nur die grundlegenden Schutzanforderungen fest, denen die betroffenen Produkte genügen müssen, damit sie in allen Mitgliedsstaaten gehandelt werden dürfen. Die öffentlichen Belange – wie Umwelt- und Gesundheitsschutz – und wie diese technisch zu realisieren sind, legt CEN im Auftrag der EU-Kommission in europäischen Normen fest.</p><p>Vor allem bei den europäischen Richtlinien nach dem Neuen Ansatz haben die darin festgelegten Anforderungen einen erheblichen Einfluss auf den inhaltlichen Spielraum der Normengestaltung. Umweltpolitisches Ziel des UBA ist es, in den europäischen Richtlinien nach dem Neuen Ansatz und in den Mandaten an CEN eine noch konkretere Festlegung von Umwelt- und gesundheitsrelevanten Vorgaben zu erreichen. Das UBA wird deshalb auch zukünftig auf allen Gestaltungsebenen mitarbeiten, damit Umwelt- und Gesundheitsaspekte in Richtlinien, Normungsaufträge der EU-Kommission an das CEN und in die Normen einfließen. Die <a href="http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2012:316:0012:0033:DE:PDF">EU-Verordnung zur Normung</a> setzt unter anderem auf eine stärkere Beteiligung schon bei der Mandatserstellung und auf beschleunigte Prozesse in der Normung. Auch wenn es grundsätzlich zu begrüßen ist, wenn Normen zügig erarbeitet werden, muss man das aus Sicht des Umweltschutzes auch kritisch betrachten. Wo es oftmals sowieso schon schwer ist, Umweltgesichtspunkte adäquat in Normen einzubringen, könnte eine Beschleunigung der Arbeit dieses noch erschweren.</p><p>Die Rolle der Europäischen Kommission für die Normung wird in dem „<a href="https://ec.europa.eu/growth/single-market/european-standards/vademecum_de">Vademecum on European Standardisation</a>“ erläutert.</p><p>ISO - Internationale Normung</p><p>Internationale Normen (ISO) werden durch die zunehmende Globalisierung auch für das ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a>⁠ wichtiger. Die weltweit geltenden Maßstäbe werden bei der <a href="http://www.iso.org/iso/home">Internationalen Organisation für Normung</a> (ISO) und der <a href="http://www.iec.ch/">Internationalen elektrotechnischen Kommission</a> (IEC) erarbeitet. Die Zahl der Mitglieder, Komitees und veröffentlichten Normen sowie die Finanzierung der ISO können für das jeweils aktuelle Berichtsjahr der Seite „<a href="http://www.iso.org/iso/home/about/iso-in-figures.htm">ISO in figures</a>“ entnommen werden.</p><p>Die <a href="http://www.kan.de/">Kommission Arbeitsschutz und Normung</a> (KAN)&nbsp;hat vor einigen Jahren&nbsp;zwei Berichte (KAN-Berichte 34 und 35) mit anschaulichen deutschsprachigen Übersichten über die Verfahrensabläufe bei der ISO und beim CEN herausgebracht.</p><p>Neuer Ansatz - New Approach</p><p>Die Politik des Neuen Ansatzes (New Approach) zur technischen Harmonisierung und Normung wurde 1985 in der EU mit dem Ziel eingeführt, den europäischen Binnenmarkt zu vereinheitlichen und zu beleben. Richtlinien nach diesem Konzept legen nur die grundlegenden Schutzanforderungen fest, denen die betroffenen Produkte genügen müssen, damit sie in allen Mitgliedsstaaten gehandelt werden dürfen. Die öffentlichen Belange – wie Umwelt- und Gesundheitsschutz – und wie diese technisch zu realisieren sind, legt CEN im Auftrag der EU-Kommission in europäischen Normen fest.</p><p>Vor allem bei den europäischen Richtlinien nach dem Neuen Ansatz haben die darin festgelegten Anforderungen einen erheblichen Einfluss auf den inhaltlichen Spielraum der Normengestaltung. Umweltpolitisches Ziel des ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a>⁠ ist es, in den europäischen Richtlinien nach dem Neuen Ansatz und in den Mandaten an CEN eine noch konkretere Festlegung umwelt- und gesundheitsrelevanter Vorgaben zu erreichen. Das UBA wird deshalb auch zukünftig auf allen Gestaltungsebenen mitarbeiten, damit Umwelt- und Gesundheitsaspekte in Richtlinien, Normungsaufträge der EU-Kommission an das CEN und in die Normen einfließen.</p><p>Gemäß <a href="http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A32015L1535">Richtlinie (EU) 2015/1535 </a>über ein Informationsverfahren auf dem Gebiet der technischen Vorschriften für die Dienste der Informationsgesellschaft übermitteln die Mitgliedsstaaten der Kommission jeden Entwurf einer technischen Vorschrift, sofern es sich nicht um eine vollständige Übertragung einer internationalen oder europäischen Norm handelt. In dem Fall reicht die Mitteilung aus, um welche Norm es sich handelt.</p>

Sicherheit in unterirdischen städtischen Verkehrsbereichen bei Einsatz neuer Energieträger (SUVEREN), Teilvorhaben: Erforschung der Hochdruckwassernebel-Technologie zur Bekämpfung von Bränden in Verbindung mit New Energy Carriers

Motivation: Um Ressourcen zu schonen und CO2-Emissionen zu reduzieren, werden seit einiger Zeit alternative Fahrzeugantriebe entwickelt und verwendet. Viele PKW-Hersteller bieten eine breite Palette von Fahrzeugen an, die rein elektrisch, hybrid, d. h. in Kombination von Verbrennungsmotor und Elektroantrieb, oder gasgetrieben fahren. Obwohl die Anzahl neu zugelassener Hybrid- und Elektroautos stark angestiegen ist, gibt es bislang kaum belastbare Untersuchungen, wie sich die neuen Energieträger, z. B. im Fall von Bränden, verhalten. Ziele und Vorgehen: Das Projekt SUVEREN erforscht physikalische Phänomene, die im Zusammenhang mit dem Einsatz neuer Energieträger in unterirdischen Verkehrsbereichen auftreten können. Dazu wird u. a. das Brandverhalten von Batterien und Gasdruckbehältern sowie von in Fahrzeugen verbauten Verbundmaterialien untersucht. Wichtige Forschungsinhalte sind die Interaktion zwischen Rauchgasen und Löschmitteln sowie Möglichkeiten der Bekämpfung von z. B. Batteriebränden durch Sprinkler oder Wassernebellöschanlagen. In die Risikoanalyse werden die speziellen räumlichen Gegebenheiten in urbanen unterirdischen Räumen, wie Tiefgaragen und Tunneln, einbezogen. Innovationen und Perspektiven: Mit dem verstärkten Einsatz neuer Energieträger in unterirdischen Räumen wird im Hinblick auf die öffentliche Sicherheit Neuland betreten. Im Vorhaben wird daher ein Sicherheitskonzept zum Umgang mit diesen Energieträgern erarbeitet, das u.a. die Gestaltung von Brandbekämpfungsanlagen, Löschmitteln, Flucht- und Rettungswegen sowie Maßnahmen für Einsatzkräfte beinhaltet. Es ist vorgesehen, die Ergebnisse in nationale und europäische Normen und Regelwerke einfließen zu lassen.

Sicherheit in unterirdischen städtischen Verkehrsbereichen bei Einsatz neuer Energieträger (SUVEREN), Teilvorhaben: Rechenmodelle zur Beschreibung von Brandvorgängen

Motivation: Um Ressourcen zu schonen und CO2-Emissionen zu reduzieren, werden seit einiger Zeit alternative Fahrzeugantriebe entwickelt und verwendet. Viele PKW-Hersteller bieten eine breite Palette von Fahrzeugen an, die rein elektrisch, hybrid, d. h. in Kombination von Verbrennungsmotor und Elektroantrieb, oder gasgetrieben fahren. Obwohl die Anzahl neu zugelassener Hybrid- und Elektroautos stark angestiegen ist, gibt es bislang kaum belastbare Untersuchungen, wie sich die neuen Energieträger, z. B. im Fall von Bränden, verhalten. Ziele und Vorgehen: Das Projekt SUVEREN erforscht physikalische Phänomene, die im Zusammenhang mit dem Einsatz neuer Energieträger in unterirdischen Verkehrsbereichen auftreten können. Dazu wird u. a. das Brandverhalten von Batterien und Gasdruckbehältern sowie von in Fahrzeugen verbauten Verbundmaterialien untersucht. Wichtige Forschungsinhalte sind die Interaktion zwischen Rauchgasen und Löschmitteln sowie Möglichkeiten der Bekämpfung von z. B. Batteriebränden durch Sprinkler oder Wassernebellöschanlagen. In die Risikoanalyse werden die speziellen räumlichen Gegebenheiten in urbanen unterirdischen Räumen, wie Tiefgaragen und Tunneln, einbezogen. Innovationen und Perspektiven: Mit dem verstärkten Einsatz neuer Energieträger in unterirdischen Räumen wird im Hinblick auf die öffentliche Sicherheit Neuland betreten. Im Vorhaben wird daher ein Sicherheitskonzept zum Umgang mit diesen Energieträgern erarbeitet, das u.a. die Gestaltung von Brandbekämpfungsanlagen, Löschmitteln, Flucht- und Rettungswegen sowie Maßnahmen für Einsatzkräfte beinhaltet. Es ist vorgesehen, die Ergebnisse in nationale und europäische Normen und Regelwerke einfließen zu lassen.

EmoStar²K - Förderung der Elektromobilität durch Standardisierung, Koordination und Stärkung der öffentlichen Wahrnehmung, Teilvorhaben: Initiierung und Koordinierung individueller Standardisierungsprojekte

Projektbeschreibung: In der laufenden Phase des Markthochlaufs der Elektromobilität und der weiter fortschreitenden Technologieentwicklung resultierte aus den Ergebnissen abgeschlossener und laufender Standardisierungsprojekte die Notwendigkeit, die positiven Effekte der Standardisierung von Beginn an in den Entwicklungsprozess mit einzubeziehen und damit die Vorreiterrolle Deutschlands beim Setzen von internationalen Normen und Standards in der Elektromobilität zu stärken. Um das Ziel des Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität zu erreichen, Deutschland zum Leitmarkt zu entwickeln, wurde durch die Bundesregierung entschieden, übergreifende, koordinierende Maßnahmen sowie geeignete Begleitmaßnahmen in einem Verbundprojekt zwischen DIN, DKE (VDE) und NA-Automobil (VDA) mit dem Titel EmoStar2K über 3,5 Jahre zu fördern. Mit der Förderzusage schafft die Bundesregierung somit den finanziellen Rahmen, um die erfolgreiche Zusammenarbeit dieses Konsortiums aus dem Vorgängerprojekt Emo-Norm (10/2012 bis 03/2016) fortzusetzen, welches die Deutsche Normungs-Roadmap Elektromobilität (Version 3.0) ausgearbeitet hat. Als Ziele wurden die Akzeptanzsteigerung und die Vernetzung aller betroffenen Kreise im Sinne der deutschen Interessen ausgegeben, was durch die Stärkung der öffentlichem Kommunikation erreicht werden soll. Des Weiteren stehen - die Umsetzung der deutschen Normungs-Roadmap Elektromobilität, - eine zügige Einbindung der Resultate aus Forschungs- und Entwicklungsprojekten ebenso wie aus der Begleit- und Wirkungsforschung in den Standardisierungs- bzw. Normungsprozess, - die schnelle Identifizierung und Einbringung neuer Standardisierungsthemen, - der Aufbau strategischer Allianzen sowie - die Unterstützung der deutschen KMUs im Fokus des Projektes. Die DKE (VDE) unterstützt die Fördermaßnahme mit ihrer Expertise im Feld elektrotechnische Normung und Standardisierung insbesondere in Bezug auf die Interoperabilität des Ladens sowie die Weiterentwicklung und dem Setzen von Standards im Bereich der Energiespeicher. Ergebnisverwertung: Die Projektergebnisse sollen in national abgestimmte Arbeitspapiere fließen, die als Grundlage für die Erarbeitung/Überarbeitung internationaler Normen dienen. Damit kann der europäische Normungsprozess beschleunigt und die zugrunde liegenden EU-Mandate beantwortet werden.

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