Mit dem Forschungsvorhaben 'Automatisierte Verlegeverfahren fuer Trinkwasserleitungen im laendlichen Raum' sollen Rahmenbedingungen fuer die Verlegeverfahren 'Einpfluegen' und 'Einfraesen' geklaert werden. Mit diesen beiden Verlegemethoden koennen notwendige Baumassnahmen zur Wasserversorgung in laendlichen Gegenden sehr schnell und wirtschaftlich durchgefuehrt werden. Dabei handelt es um Verfahren bei denen Rohrleitungen in einem Arbeitsgang in nicht begehbaren Schlitzen eingepfluegt bzw. Graeben eingefraest werden. Diese Verfahren entsprechen in Deutschland bislang noch nicht den 'allgemein anerkannten Regeln der Technik' (aaRdT), d. h. sie sind noch in keiner nationalen Norm erwaehnt. Im Zuge allgemeiner Einsparmassnahmen ist der Freistaat Bayern seit Anfang 1990 bemueht, in Projekten den Einsatz automatisierter Verlegemethoden zu ueberpruefen. Dabei wurde festgestellt, dass Fragen bezueglich der Rohrhydraulik (Selbstentlueftungsgeschwindigkeit von Lufttaschen im geneigten Rohr, Entgasungsverhalten von Wasser bei Druckminderung), der Hygiene (Ausbildung eines Biofilms zwischen Rohrwandung und Lufttasche), der Bodenmechanik (Rohrstatik, Verfuellung und Verdichtung von schmalen Graeben etc) und des Rohrmaterials (Verlegequalitaet) der genauen Untersuchung beduerfen. Das Institut fuer Wasserwesen an der Universitaet der Bundeswehr Muenchen wurde deshalb im Jahre 1996 vom Freistaat Bayern beauftragt in einem Forschungsprojekt die Verlegemethoden genau zu untersuchen, die sich ergebenden Fragestellungen abzuklaeren und durch Veroeffentlichungen die automatisierten Verlegemethoden als 'allgemein anerkannte Regeln der Technik' zu etablieren. Des weiteren sollen Vorschlaege fuer die Einbindung der neuen Verlegeverfahren in die nationale und europaeische Norm erarbeitet werden.