Das stetig steigende globale Mikroplastik-Vorkommen bezieht auch das empfindliche Ökosystem der Arktis mit ein. Die AMAP-Arbeitsgruppe des Arktischen Rates zielt deshalb darauf ab, ein reguläres Monitoring zu etablieren, welches sowohl die Entwicklung der Mikroplastikbelastung erfasst als auch die Auswirkungen auf das Ökosystem überwacht. Für diesen Zweck ist es erforderlich grundlegende Informationen zu sammeln und ein standardisiertes Monitoring zu entwickeln, um durch eine längerfristige Datenerhebung Entwicklungen zu erfassen und negative Veränderungen mit effektiven Maßnahmen entgegenzuwirken. Monitoring an Tierpopulationen erfolgt derzeit an Seevögeln und Fischen. Marine Großsäuger und insbesondere Top-Prädatoren (die der indigenen Bevölkerung teilweise auch noch als Nahrungsgrundlage dienen) wurden bisher weniger stark berücksichtigt, sind jedoch auch für die AMAP-AG von Interesse und Bedeutung. Innerhalb des Projektes werden repräsentative Arten der Arktis untersucht: Wale, Robben, Eisbären und Otter. Die Probennahme geschieht in Kooperation mit arktischen Partnern und zielt darauf ab Daten zur Mikroplastikbelastung der Tiere zu generieren.
Der Klimawandel hat in den Polarregionen offensichtliche und schwerwiegende Auswirkungen. Die Arktis erwärmt sich derzeit mehr als doppelt so schnell wie andere Erdteile, was zu einer beispiellosen Veränderung der regionalen Meeresumwelt führt. Das Ökosystem des Arktischen Ozeans ist aufgrund seiner Abhängigkeit vom Meereis besonders empfindlich gegenüber Erwärmung. Die Auswirkungen dieser Veränderungen auf die arktischen Meerestiere sind nicht nur physikalisch, wie z.B. die Erwärmung der Ozeane und das Abschmelzen des Meereises, sondern auch ökologisch, da sich die sich ändernden Umweltbedingungen und die Verfügbarkeit von Ressourcen auf die Interaktion der verschiedenen Arten auswirken. Insbesondere durch die steigenden Temperaturen können sich gemäßigten Arten nach Norden ausdehnen und zunehmend mit arktischen Arten interagieren. Infolgedessen kommt es zu einer Konkurrenz um Nahrung und Brutplätze. Während die eklatanten Auswirkungen des Klimawandels auf große Arten wie Eisbären und Wale in der Arktis bekannt sind, sind wir oft weniger vertraut mit den Veränderungen, die im Lebensraum kleinerer, aber nicht weniger wichtiger Meerestiere stattfinden. Das Projekt LOMVIA will diese Wissenslücke schließen, indem es die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wettbewerb zwischen einem Paar eng verwandter Seevögel in Island untersucht. LOMVIA steht für die Verknüpfung von Ozeanographie und variablen Wechselwirkungen von Seevögeln und ihrer Beute in der Arktis, ist aber auch gleichbedeutend mit dem Artennamen Brünnichs Gryllteiste, Uria lomvia, einer echten arktischen Art. Diese Art steht zunehmend in engem Kontakt mit der Gryllteiste, Uria Aalge, einer gemäßigten Art. LOMVIA konzentriert sich auf die Küste Islands, die als 'Miniatur-Arktis' im Zentrum einer Reihe komplexer Stromflüsse steht, zu denen eisiges arktisches Wasser aus Grönland, warmes Temperaturwasser aus dem Atlantik und subarktisches Wasser aus Norwegen gehören. LOMVIA bietet eine neue Lösung für die Untersuchung der Ernährung und der ökologischen Anpassungen dieser konkurrierenden Arten, indem es Miniaturverfolgungsgeräte zur Untersuchung geographischer Futtermuster einsetzt. Um ein tiefes Verständnis der Ernährungsbedürfnisse und der Spezialisierung auf Beutetiere zu erhalten, wendet die Abteilung für Archäologie eine Reihe von biomolekularen Methoden an, die zur Rekonstruktion vergangener menschlicher und tierischer Diäten verwendet werden, und zwar auf moderne Blutproben dieser Vögel. Diese Methoden verwenden natürliche Isotopenverhältnisse von fünf Elementen, um die geografische Herkunft der Beute zu verfolgen, und Kohlenstoffisotopenverhältnisse von Aminosäuren, um zwischen verschiedenen Beutearten zu unterscheiden. Neben Koloniezählungen isländischer Partner, Klimadaten für die verschiedenen Standorte und Einblicken in menschliches Handeln, wird untersucht, wie sich Trends und Verteilung auf die Verfügbarkeit von Lebensräumen auswirken. Text gekürzt
Die Europäische Kommission hat Maßnahmen zur Kontrolle des Handels mit wild lebenden Arten angenommen, die am 5. Februar 2015 in Kraft treten. Die Maßnahme betrifft die Einfuhr von Jagdtrophäen und soll die Legalität und Nachhaltigkeit entsprechender Einfuhren gewährleisten. Dabei geht es um folgende Arten: Afrikanischer Löwe, Eisbär, Afrikanischer Elefant, Südliches Breitmaulnashorn, Flusspferd und Himalayaschaf. Bisher gab es in den Mitgliedstaaten keine systematische Überprüfung durch wissenschaftliche Behörden, um sicherzustellen, dass die in die EU eingeführten Trophäen dieser Arten das Ergebnis nachhaltiger Jagd sind. Mit den neuen Maßnahmen werden diese Probleme angegangen, indem ein Antrag auf Einfuhrgenehmigung eingeführt wird, die gewährleistet, dass die Trophäe aus legalen und nachhaltigen Quellen stammt. Die Genehmigung wird erst dann erteilt, wenn sich die EU vergewissert hat, dass die Einfuhr den Kriterien entspricht, durch die sichergestellt wird, dass es sich um ein nachhaltiges Produkt handelt. Bei Nichteinhaltung dieser Kriterien wird die Einfuhr verboten.
Vom 4. bis 9. November 2014 fand in Quito/ Ecuador die 11. Konferenz der Vertragsstaaten der Bonner Konvention statt. Experten aus über 120 Staaten berieten über den besseren Schutz der Zugvögel und über höhere Schutzstandards für andere bedrohte Arten. Ein wichtiges Thema war der Kampf gegen die Vergiftung von Zugvögeln. Die Staaten nahmen eine Resolution an, die sich für ein Verbot von bleihaltiger Munition innerhalb von drei Jahren ausspricht.Verabschiedet wurde auch ein Aktionsplan zum Schutz terrestrischer Vogelarten für die Region Afrika/Eurasien. Ferner beschloss die Konferenz, eine internationale Taskforce zur Bekämpfung der illegalen Zugvogelverfolgung einzusetzen, etwa im Mittelmeerraum. Zu den Gewinnern der Konferenz zählt der Eisbär, der in Zukunft mit größeren Schutzanstrengungen der Staatengemeinschaft rechnen kann – ebenso wie unter den Vögeln die Blauracke, die Großtrappe, der Sandstrandläufer und der Knutt. Auch Haie und Rochen, die durch Überfischung und Beifang zunehmend in ihren Beständen gefährdet sind, werden unter den Schutz der Bonner Konvention gestellt: Verschiedene Arten wie der Sägerochen, der Seiden- und der Hammerhai sowie die Mantas werden nun gelistet. Die "Central Asian Mammals Initiative" soll die in Zentralasien vorkommenden Lebensräume wie Steppen, Gebirge und Wüsten schützen. Gemeinsam mit dieser Resolution wurde ein Arbeitsprogramm zum Schutz der Zugwege von Großsäugern in Zentralasien verabschiedet. Damit soll der Schutz wandernder Tierarten auch beim Bau von großen Trassen berücksichtigt werden.
<p>Beim Umzug eine Probekarte ansässiger Verkehrsbetriebe erhalten oder beim Duschen auf dem Display beobachten, wie dem Eisbär die Scholle unter den Tatzen wegschrumpft – zwei Beispiele einer aktuellen UBA-Studie für Impulse zu nachhaltigem Konsumverhalten. Das der Studie zugrundeliegende Prinzip Nudging, also „Anstupsen“, wird bereits seit einigen Jahren viel diskutiert und oft missverstanden.</p><p>Neben der Verbrauchsanzeige für die Dusche und der Förderung der ÖPNV-Nutzung mit Probekarten wurden in der Studie drei weitere Beispiele für Impulse Richtung zukunftsfähiger Konsumhandlungen ermittelt. Ein unmittelbares Verbrauchsfeedback kann zum Sparen von Heizenergie anregen. In unterschiedlich große Fächer unterteilte Einkaufswagen können ein Gefühl für das gesunde und umweltfreundliche Maß an Fleisch oder Süßigkeiten vermitteln,oder die geeignete Anordnung der Lebensmittelauslage am Buffet kann zu einer nachhaltigeren Essensauswahl verhelfen.</p><p>Die Studie nimmt das Konzept hinter dem kontrovers diskutierten Ansatz des Nudging unter die Lupe und zeigt anhand von Beispielen, ob und wie diese Methodik zur Förderung eines umweltbewussten Konsums beitragen kann. Das beauftragte ConPolicy Institut hat dazu weit über 300 internationale Beiträge gesichtet und 20 Anwendungsbeispiele gefunden. Diese wurden nach Kriterien wie der Übertragbarkeit in deutsches Recht, Umweltrelevanz und Kosten-Nutzen Analysen letztlich auf die fünf genannten Beispiele verdichtet.</p><p>Kritik am Nudging</p><p>Kritisiert wird am Nudge-Konzept oft, es sei manipulativ und würde die Schwächen der Menschen ausnutzen – die zum Beispiel in vielen Situationen nicht rational handeln und sich vom Kontext beeinflussen lassen. Nach dem gemeinsam von Nobelpreisträger Richard Thaler und Cass Sunstein entwickelten Ansatz, berücksichtigt Nudging grundsätzlich menschliche Verhaltenstendenzen, zum Beispiel um Kommunikation erfolgreicher zu machen. Dies wird auch ohne den Stempel „Nudge“ in moderner Umweltkommunikation angewendet. Ein Plakat mit viel Text zu überfrachten wird nicht zur Vermittlung einer einfachen Botschaft beitragen. Auch klassische Informationsinstrumente wie die Energieverbrauchskennzeichnung können somit unter Nudging subsummiert werden. Die Studie zeigt auf, dass die Berücksichtigung von Verhaltenstendenzen in der Umweltkommunikation und Umweltpolitik nicht per se neu ist.</p><p>Wahlfreiheit muss nicht beschränkt werden</p><p>Nach den Ergebnissen der Untersuchung liegt die Stärke von Nudges vor allem darin, dass Verhaltensänderungen erreicht werden können, ohne dass die Wahlfreiheit von Verbraucherinnen und Verbrauchern beschränkt wird. So ist bei besonders wirksamen Voreinstellungen die ökologische Option – zum Beispiel doppelseitiges Drucken – automatisch gewählt und führt direkt und einfach zu nachhaltigem Konsum ohne dass andere Optionen ausgeschlossen oder gar gesetzlich verboten sind. Die Regulierungs- und Eingriffstiefe von Nudges ist somit sehr niedrig. Stark diskutiert wird auch die Frage nach der Legitimation, also wer festlegen kann, was die „beste“ Option ist. Im Fall von Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen ist die ökologisch beste Option durch die legitimierten Ziele der Bundesregierung zum Beispiel zum Stromeinsparen gegeben. Durch Nudges haben Verbraucherinnen und Verbraucher in den meisten Fällen auch ökonomische Vorteile und ist die Sparaktion auch wirtschaftlich vernünftig. Andere Optionen bleiben dennoch offen.</p><p>Nationales Programm zu nachhaltigem Konsum</p><p>Bestandteil der Studie sind außerdem Umsetzungsszenarien für die einzelnen Maßnahmen. Diese sollen im Rahmen des nationalen Programms für nachhaltigen Konsum weiter verfolgt werden.</p>
Das internationale Forum zum Schutz der Eisbären fand vom 4. bis zum 6. Dezember 2013 in Moskau statt. Am 4. Dezember verständigten sich die fünf Arktis-Anrainerstaaten darauf, einen Aktionsplan für den Schutz der vom Aussterben bedrohten Spezies zu erarbeiten. Wie der WWF mitteilte, wollen Kanada, Russland, Norwegen, Dänemark und die USA ein grenzüberschreitendes Bestands- und Konflikt-Monitoring einführen. Die Staaten wollen so besser die Populationsentwicklungen überwachen und Mensch-Tier-Konflikte vermeiden.
Am 15. September 2013 marschierte ein riesiger mechanischer Eisbär in der Größe eines Doppeldeckerbusses zusammen mit rund 3000 Menschen durch die britische Hauptstadt. Die tonnenschwere Marionette wurde durch 15 Puppenspielern gesteuert und zusätzlich von 20 Freiwillige mit Seilen gelenkt. Der Marsch startete in der Nähe des Parlaments und lief über die Westminster-Brücke bis zum Shell-Hauptquartier. Dort fand eine Protestveranstaltung zum Schutz der Arktis statt. Entstanden ist die Marionette bei Greenpeace-Großbritannien. Rund zwei Monate hatten Konstrukteure und Arbeiter gebraucht, um den Eisbären aus Stahlträgern, Holz, Segeltuch, einer LKW-Achse und diversen anderen Teilen zusammenzusetzen. In Auroras Fell finden sich die Namen aller bisherigen Arktis-Schützer. Die Parade in London war Teil einer globalen Protestaktion.
Wie kann das Thema Klimaschutz in den Grundschulunterricht integriert werden? [Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] Kinderklimaschutzkonferenz Rheinland-Pfalz Klimaschützer gesucht! Wie kann das Thema Klimaschutz in den Grundschulunterricht integriert werden? Leitfaden Gefördert durch: IMPRESSUM Herausgeber Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) Postfach 1380 55761 Birkenfeld Tel.: +49 (0) 6782 / 17-1221 Fax: +49 (0) 6782 / 17-1264 E-Mail: ifas@umwelt-campus.de www.stoffstrom.org Konzept und Text Mona Dellbrügge und Isabel Bätzold LayoutJana Gimbel, Christoph Weis und Gesa Zenner BilderSofern nicht am Bild vermerkt: IfaS StandJanuar 2017 Das Projekt Kinderklimaschutzkonferenz Rheinland-Pfalz dient als Grundlage für diesen Leitfaden. Es wurde durch das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) im Zeitraum von März 2015 bis Dezember 2016 durchgeführt. Institutsleitung Prof. Dr. Peter Heck ProjektleitungMichael Müller Projektbearbeitung Mona Dellbrügge Isabel Bätzold Jochen Meisberger Caterina Orlando Gefördert durch: INHALT Impressum2 Vorwort4 Hallo – ich bin Kuno der Eisbär5 EINLEITUNG | 6 Wieso Klimaschutz in Grundschulen?6 Kinderklimaschutzkonferenz Rheinland-Pfalz8 Wozu dient der Leitfaden?9 Wozu dienen die Darstellungsformen?9 KLIMAWANDEL | 12 Warum verändert sich unser Klima?12 Welche Kompetenzen erwerben die Schüler/-innen?18 ENERGIESPAREN | 19 Die beste Energie ist die, die nicht verbraucht wird19 Welche Kompetenzen erwerben die Schüler/-innen?23 ERNEUERBARE ENERGIEN | 26 Strom und Wärme – geht das auch klimafreundlicher?26 Welche Kompetenzen erwerben die Schüler/-innen?30 DIE KONFERENZ | 31 Alle sind vom Klimawandel betroffen 31 Welchen pädagogischen Nutzen bringt die Konferenz mit sich?35 EVALUATION | 38 Meinungsbild der Schulen38 Medienresonanz44 ZUSAMMENFASSUNG | 46 Darum Klimaschutz in Grundschulen!46 ANHANG | 47 Ansprechpartner55 VORWORT Das 2015 verabschiedete Klimaschutzkonzept des Landes Rheinland-Pfalz nennt wegweisende Handlungspunkte, um die Klimaschutzziele der Regierung zu erreichen. Dabei spielen auch die Kinder zusammen mit den Bildungseinrichtungen eine wichtige Rolle. So soll das Thema Klima- schutz sowohl in den Schulen als auch bei der Aus- und Weiterbildung der Erwachsenen stärker in die Bildungsangebote und Lehrpläne integriert werden. Die Kinderklimaschutzkonferenz, die das Thema in Grundschulen trägt, leistet dabei einen wert- vollen Beitrag. Denn hier werden durch spielerisches Lernen die globalen Herausforderungen (be-)greifbar. Dank der landesweiten Umsetzung in mehr als 100 Schulklassen wurde auf die Thematik in allen Landkreisen aufmerksam gemacht. Dieser Leitfaden basiert auf den Ergebnis- sen des Projektes und liefert praktische Tipps für die Schulen zur Integration der Umwelt- und Klimabildung in den Unterricht. Je früher die Schüler/-innen sensibilisiert werden, desto besser wird der Klimaschutz in der Gesellschaft verankert. Das Projekt ermöglicht den Kindern, die Folgen des Klimawandels zu verstehen und die Handlungsnotwendigkeit zu erkennen. Die kindgerechte Vermittlung gewährleistet, dass insbesondere Energiesparmaßnahmen in der Schule und auch zu Hause schnell zur täglichen Routine werden. Ulrike Höfken Staatsministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz Mit der Energiewende geht Deutschland einen innovativen Weg in eine sichere, klimaverträgli- che und wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft. Gleichzeitig stellt die Energiewende auch eine große gesellschaftliche Herausforderung dar. Die Kinder – die Generation von morgen – haben dabei eine wichtige Schlüsselfunktion. Daher ist es sinnvoll, in eine frühe Umwelt- und Klimabildung der Kinder zu investieren und das Thema Klimaschutz bereits in Grundschulen zu integrieren. Je früher Lösungsansätze für eigenes Handeln erarbeitet werden, desto nachhaltiger ist auch der Lerneffekt. Die praktischen Tipps zum Energiesparen tragen die Kinder als wichtige Multiplikatoren weiter an Familie und Freunde. Denn selbst kleinste Maßnahmen sparen klimaschädliche CO2-Emissionen und bares Geld. Darüber hinaus wird frühzeitig eine Sensibilisierung für erneuerbare Energien erreicht und somit Akzeptanz gegenüber diesen geschaffen. Mit diesem Leitfaden möchten wir Ihnen zeigen, wie Sie das Thema Klimaschutz im Unterricht verstetigen können. Denn wenn Kinder und Lehrer/-innen mit gutem Beispiel vorangehen, schaffen wir langfristig ein Umdenken in der gesamten Region. Prof. Dr. Peter Heck Geschäftsführender Direktor des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) Umwelt-Campus Birkenfeld 4 HALLO – ICH BIN KUNO DER EISBÄR Zusammen mit dem Projektteam bin ich als Maskottchen in den letzten beiden Jahren (2015 und 2016) viel gereist; insgesamt 108 Grundschulklassen in ganz Rheinland-Pfalz habe ich besucht. Es hat viel Spaß gemacht und das Projekt war sehr erfolgreich. Daher bedanke ich mich bei allen Grundschulen, den vielen neuen Klimaschützern, die ihr Wissen fleißig in die Tat umsetzen, den Politikern und Klimaschutzmanagern, die uns über die Schultern geschaut haben, sowie dem Minis- terium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz (MUEEF)*, welches das Projekt ermöglicht hat. Ich wünsche Euch … • • viel Spaß beim Lesen des Leitfadens. Ich berichte darin von meiner Reise und gebe Tipps, wie das Thema Klima- schutz in den Unterricht integriert werden kann. viel Erfolg beim Umsetzen der Klimaschutzmaßnahmen, denn nur gemeinsam können wir die Folgen des Klima- wandels verringern! „Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt.“ Dante Alighieri, italienischer Dichter, 1265 – 1321 * Zu Projektbeginn im Frühjahr 2015 war das Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz (MWKEL) zuständig. 5
In Norwegen trafen sich die Vertreter aus den fünf Arktis-Anrainerstaaten zu einer Konferenz zum Schutz der Eisbären vom 17. - 19. März 2009. Schon 1973 hatten Russland, Kanada, Dänemark, die USA und Norwegen das "Internationale Abkommen zum Schutz des Eisbären und seines Lebensraums" ausgehandelt. Damals war die Art durch intensive Bejagung bedroht. Heute sind der Klimawandel und die damit verbundene Eisschmelze in der Arktis die größte Bedrohung für die Eisbären. Das dreitägige Treffen von Tromsoe war das erste seit 1981 in Oslo. Nun sollen im zweijährigen Rhythmus weitere Konferenzen folgen.
<p>Die Arktis hat ihr Gesicht in den letzten Jahrtausenden verändert - Eiszeiten, Klimaveränderungen und Einwanderungswellen haben die Region geprägt. Nun geht der Wandel vergleichsweise rasant vonstatten: Das "ewige Eis" auf der Nordhalbkugel, könnte in wenigen Jahrzehnten nur noch in den Wintermonaten auftreten. Die gesamte Welt ist gefordert, das sensible Ökosystem um den Nordpol zu bewahren.</p><p><p><em>„Unsäglich langsam nur vermochte das menschliche Auge die Nebel des Eismeeres zu durchdringen; hinter der Nebelwand lag das Land des Mythos.“</em></p><p>Fridtjof Nansen, 1861-1930 Norwegischer Polarforscher</p></p><p><em>„Unsäglich langsam nur vermochte das menschliche Auge die Nebel des Eismeeres zu durchdringen; hinter der Nebelwand lag das Land des Mythos.“</em></p><p>Fridtjof Nansen, 1861-1930 Norwegischer Polarforscher</p><p>Die Arktis – der kleinste Ozean der Erde umgeben von den nördlichen Landesteilen Alaskas, Kanadas, Russlands und Skandinaviens – Eiswüste des hohen Nordens, endlose Schneefelder, mächtige Gletscher, Tundra, lange, dunkle Winter und sehr kurze Sommer, hochsensibles <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/%C3%B6?tag=kosystem#alphabar">Ökosystem</a>, Vogelparadies und Reich des Eisbären. Aber auch Heimat vieler Menschen unterschiedlicher Ethnien, Rohstoffreservoir und exklusives Reiseziel. Eine Region im Wandel, aber mit großer Bedeutung für die Welt.</p><p>Der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klimawandel#alphabar">Klimawandel</a> macht der Arktis stärker zu schaffen als anderen Gebieten der Erde. Der Blick in den hohen Norden zeigt ein fragiles Ökosystem in großer Gefahr: wirtschaftliche Interessen stehen vielerorts dem Umwelt- und Gesundheitsschutz entgegen. Der Schutz der Arktis ist eine globale Aufgabe, zu der jeder Mensch seinen Teil beitragen kann.</p><p>Informationsplattform zu Besonderheiten der Arktis</p><p>Um das Verständnis zur Einzigartigkeit des Nordpolarmeers und der angrenzenden Kontinente, die als Arktis definiert werden, zu wecken, sind unter dem Menüpunkt „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/nachhaltigkeit-strategien-internationales/arktis/wissenswertes-zur-arktis">Wissenswertes zur Arktisregion</a>“ die natürlichen Gegebenheiten kurz beschrieben.</p><p>Im Gegensatz zur <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/antarktis">Antarktis </a>ist der arktische Raum seit Jahrtausenden von Menschen besiedelt. Die historischen sowie die aktuellen menschlichen Aktivitäten rund um den Nordpol finden Sie unter dem Menüpunkt „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/nachhaltigkeit-strategien-internationales/arktis/menschen-in-der-arktis">Menschen in der Arktis</a>“ kurz und knapp zusammengestellt.</p><p>Durch die langjährige Besiedelung der arktischen Gebiete und die zum Teil hoch aktuellen, wirtschaftlichen Interessen der Anrainerstaaten ist für das Verständnis der umweltpolitischen Situation der Arktis die Kenntnis von internationalen Abkommen und Vereinbarungen besonders wichtig, die im Menüpunkt „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/nachhaltigkeit-strategien-internationales/arktis/rechtlicher-institutioneller-rahmen-der-arktis">Rechtlicher und institutionellen Rahmen der Arktis</a>“ zusammengestellt sind.</p><p>Welcher konkreten Gefährdung die Arktis ausgesetzt ist und welche Lösungsansätze zum Schutz der Nordpolregion existieren, erfahren Sie unter dem Menüpunkt „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/nachhaltigkeit-strategien-internationales/arktis/umweltschutz-in-der-arktis/gefaehrdung-der-arktischen-umwelt">Umweltschutz in der Arktis</a>“.</p>
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 24 |
| Weitere | 1 |
| Wissenschaft | 4 |
| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 4 |
| Ereignis | 5 |
| Förderprogramm | 2 |
| Taxon | 5 |
| Text | 16 |
| unbekannt | 1 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 17 |
| Offen | 11 |
| Unbekannt | 1 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 25 |
| Englisch | 6 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Datei | 5 |
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| Webseite | 12 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 14 |
| Lebewesen und Lebensräume | 29 |
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| Weitere | 21 |