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Wasserstandsvorhersage Nordsee des BSH

Aktuelle Vorhersage: Am Dienstag werden das Nacht-Hochwasser bzw. das Morgen-Hochwasser an der deutschen Nordseekueste und im Elbegebiet <b>1 bis 3 dm </b><b>höher</b> und im Wesergebiet <b>2 bis 4 dm </b><b>höher</b> als das mittlere Hochwasser eintreten.

Hydrologie im Gewässerkundlichen Landesdienst

Die Hydrologen des Gewässerkundlichen Landesdienstes leisten wissenschaftliche Grundlagenarbeit mit landesweiter bzw. länderübergreifender Bedeutung. Die Mitarbeit in fachgebietsbezogenen Bundes-/Länderarbeitsgruppen ist hierbei ein wichtiger Bestandteil. Für die Ermittlung von Wasserhaushaltsgrößen und Bemessungsgrundlagen wird ein landesweites hydrologisches Messnetz im Grund- und Oberflächenwasser mit ca. 1300 Grundwassermessstellen und ca. 250 Oberflächenwassermessstellen betrieben. Das Messnetz unterliegt einer ständigen Optimierung und Wartung um die Funktionalität der Messstellen zu gewährleisten. Die ermittelten hydrologischen Daten werden statistisch aufbereitet und in Form von Berichten veröffentlicht bzw. auf Anfrage zur Verfügung gestellt um z. B. Einflüsse geplanter Maßnahmen auf die Oberflächengewässer bzw. das Grundwasser zu ermitteln. Für die Planung von wasserbaulichen Maßnahmen werden hydrologische Bemessungsgrundlagen erarbeitet. Des Weiteren wird das „Deutsche Gewässerkundliche Jahrbuch Elbegebiet, Teil 1 (von der Grenze zur CR bis zur Havelmündung)“ herausgegeben. Die Sicherstellung des Hochwasserwarn-, Hochwassermelde- und Vorhersagedienstes erfolgt durch die Hochwasservorhersagezentrale (HVZ). Hierfür wird ein hydrologisches Fernmessnetz betrieben, welches insbesondere zeitnahe Daten aus den Hochwasserentstehungsgebieten liefert. Es werden kontinuierlich meteorologische und hydrologische Daten auf mögliche sich entwickelnde Hochwassersituationen hin ausgewertet. Entsprechende Informationen/Meldungen werden von der Hochwasservorhersagezentrale entsprechend der Hochwassermeldeordnung herausgegeben sowie im Internet veröffentlicht. Hier finden Sie Ansprechpartner aus dem Sachbereich Hydrologie .

Berichte des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt

Letzte Aktualisierung: 21.12.2022 Heft Titel Broschur lieferbar? 1/2023 Vogelmonitoring in Sachsen-Anhalt 2021 (pdf-Datei 7 MB) in Kürze 1/2022 Vogelmonitoring in Sachsen-Anhalt 2020 ja 1/2021 Vogelmonitoring in Sachsen-Anhalt 2019 ja 3/2020 Vogelmonitoring in Sachsen-Anhalt 2018 nein 2/2020 Untersuchungen zu den Arten der Binnendünen in Sachsen-Anhalt (pdf-Datei 21 MB) ja 1/2020 Rote Listen Sachsen-Anhalt nein 2/2019 Untersuchungen zu den Arten der Streuobstwiesen in Sachsen-Anhalt (pdf-Datei 16 MB) nein 1/2019 Vogelmonitoring in Sachsen-Anhalt 2015-2017 (pdf-Datei 8 MB) ja 1/2017 Bestimmung des atmosphärischen Konvektionspotenzials über Sachsen-Anhalt (pdf-Datei 5,8 MB, nicht barrierefrei) nein 2/2016 Hintergrundwerte organischer Schadstoffe in Oberböden des ländlichen Raumes von Sachsen-Anhalt - aktualisierte Fassung (pdf-Datei 1,8 MB, nicht barrierefrei) nein 1/2016 Klimaanalyse Sachsen-Anhalt für den Zeitraum 1951-2014 auf Basis von Beobachtungsdaten (pdf-Datei 12,6 MB, nicht barrierefrei) nein 5/2015 Vogelmonitoring in Sachsen-Anhalt 2014 (pdf-Datei 10,3 MB, nicht barrierefrei) nein 4/2015 Die Lurche & Kriechtiere des Landes Sachsen-Anhalt unter besonderer Berücksichtigung der Arten der Anhänge der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie sowie der kennzeichnenden Arten der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (nicht barrierefrei) nein 3/2015 Frachtemission Mischwasser Sachsen-Anhalt Sonderuntersuchungen im Ablauf zweier Mischwasserentlastungsanlagen im Entwässerungssystem von Halberstadt Untersuchungszeitraum 2010 bis 2014 (pdf-Datei 2,1 MB, nicht barrierefrei) nein 2/2015 Die Säugetierarten der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie im Land Sachsen-Anhalt Wildkatze (Felis silvestris silvestris Schreber, 1777) (pdf-Datei 8 MB, nicht barrierefrei) ja 1/2015 Die Säugetierarten der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie im Land Sachsen-Anhalt Fischotter (Lutra lutra L., 1758) (pdf-Datei 11,5 MB, nicht barrierefrei) ja 7/2014 Einfluss von Klima und Landnutzung auf die Verbreitung ausgewählter Brutvogelarten des Landes Sachsen-Anhalt (pdf-Datei 17,5 MB, nicht barrierefrei) nein 6/2014 Vogelmonitoring in Sachsen-Anhalt 2013 (pdf-Datei 6,9 MB, nicht barrierefrei) nein 5/2014 Artenhilfsprogramm Rotmilan des Landes Sachsen-Anhalt (pdf-Datei 7,7 MB, nicht barrierefrei) nein 3/2014 Bewertung des Erhaltungszustandes der wirbellosen Tierarten der Anhänge IV und V der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie sowie die der EU-Osterweiterung in Sachsen-Anhalt (pdf-Datei 24 MB, nicht barrierefrei) nein 2/2014 Die Schmetterlinge (Lepidoptera) im Hochharz Sachsen-Anhalts unter besonderer Berücksichtigung der kennzeichnenden Arten der Fauna-Flora-Habitat-Lebensraumtypen Bericht (pdf-Datei 4,5 MB, nicht barrierefrei) Tabelle 4 (pdf-Datei 614 KB, nicht barrierefrei) nein 1/2014 Vogelmonitoring in Sachsen-Anhalt 2012 (pdf-Datei 4,5 MB, nicht barrierefrei) nein 12/2013 Die Weichtiere (Mollusca) des Landes Sachsen-Anhalt unter besonderer Berücksichtigung der Arten der Anhänge zur Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie sowie der kennzeichnenden Arten der Flora-Fauna-Habitat-Lebensraumtypen nein 11/2013 Untersuchungen zur Emission von Luftschadstoffen aus Kleinfeuerungsanlagen bei der Verbrennung von Getreide, Stroh und ähnlichen pflanzlichen Stoffen (pdf-Datei 1,2 MB, nicht barrierefrei) nein 10/2013 Die Europäischen Vogelschutzgebiete des Landes Sachsen-Anhalt (pdf-Datei 17 MB, nicht barrierefrei) nein 9/2013 Klimafolgenstudie 2012 - Anpassungsmaßnahmen (pdf-Datei 3,2 MB, nicht barrierefrei) nein 8/2013 Klimafolgenstudie 2012 - Forstwirtschaft (pdf-Datei 10,7 MB, nicht barrierefrei) nein 7/2013 Klimafolgenstudie 2012 - Landwirtschaft (pdf-Datei 5,8 MB, nicht barrierefrei) nein 6/2013 Klimafolgenstudie 2012 - Naturschutz (pdf-Datei 27 MB, nicht barrierefrei) nein 5/2013 Klimafolgenstudie 2012 - Wasser (Band 2) (pdf-Datei 42 MB, nicht barrierefrei) nein 5/2013 Klimafolgenstudie 2012 - Wasser (Band 1) (pdf-Datei 17,6 MB, nicht barrierefrei) nein 4/2013 Klimafolgenstudie 2012 - Klimadiagnose und Klimaprojektion, Extremereignisse (pdf-Datei 18,2 MB, nicht barrierefrei) nein 3/2013 Vulnerabilitätsstudie 2009 Band 2 - Anhang (pdf-Datei 17 MB, nicht barrierefrei) nein 3/2013 Vulnerabilitätsstudie 2009 Band 1 - Bericht (pdf-Datei 24 MB, nicht barrierefrei) nein 2/2013 Die Folgen des Klimawandels in Sachsen-Anhalt Kurzfassungen der Studien von 2009 und 2012 (pdf-Datei 3,8 MB, nicht barrierefrei) nein 1/2013 Die Armleuchteralgen (Characeae) Sachsen-Anhalts (pdf-Datei 6,5 MB, nicht barrierefrei) nein 3/2012 Untersuchung von Abfällen aus der thermischen AbfallbehandlungEinschätzung der Gefährlichkeit der Abfälle an Hand der gefahrenrelevanten Eigenschaften (H-Kriterien) und Bewertung der Entsorgungswege, Kurzbericht (pdf-Datei 751 KB, nicht barrierefrei) nein 1/2012 Vogelmonitoring in Sachsen-Anhalt 2011 (pdf-Datei 4 MB, nicht barrierefrei) nein 39/2004 Rote Listen Sachsen-Anhalt 2004 (nicht barrierefrei) ja Immissionsschutzberichte des Landes Sachsen-Anhalt 2004 bis 2020 (nicht barrierefrei) 38/2002 Immissionsschutzbericht des Landes Sachsen-Anhalt 2001 (pdf-Datei 3,6 MB, nicht barrierefrei) nein 37/2002 OFULSA - Operationalisierung von Fernerkundungsdaten für die Umweltverwaltung des Landes Sachsen-Anhalt ja 36/2002 Schadstoffemissionskataster - Straßenverkehr Sachsen-Anhalt ja 35/2000 Bodendauerbeobachtung im Land Sachsen-Anhalt ja 34/2000 Immissionsschutzbericht 1999 ja 33/2000 FCKW und FCKW-Ersatzstoffe - Verwendung und Entsorgung ja 32/1999 Digitalisierung von Altdaten der Bodenschätzung ja 31/1999 Immissionsschutzbericht 1998 ja 30/1998 Rote Listen Sachsen-Anhalt, Teil 4 ja 29/1998 Bodenschutz in der räumlichen Planung nein 28/1998 Leitfaden zum Altlastenprogramm - Fortschreibung ja 27/1998 Immissionsschutzbericht 1997 ja 26/1998 Leitfaden für die Erstellung von betrieblichen Abfallwirtschaftskonzepten und betrieblichen Abfallbilanzen ja 25/1997 Handlungsempfehlung zur Messung von Deponiegas und Bodenluft ja 24/1997 Luftreinhaltung in Sachsen-Anhalt ja 23/1997 Bodenbeobachtung im Land Sachsen-Anhalt nein 22/1997 Immissionsschutzbericht 1996 ja 21/1996 Rote Listen Sachsen-Anhalt - Eine Bilanz ja 20/1996 Leitfaden zum Altlastenprogramm ja 19/1996 Immissionsschutzbericht 1995 ja 18/1995 Rote Listen Sachsen-Anhalt, Teil 3 ja 17/1995 Immissionsschutzbericht 1994 ja 16/1995 Stand Kompostierung in Sachsen-Anhalt ja 15/1994 Das Frühjahrshochwasser vom April 1994 nein 14/1994 Biologie und Ökologie der Kreuzkröte ja 13/1994 Biotopkartierung im besiedelten Bereich ja 12/1994 Immissionsschutzbericht 1993 ja 11/1993 Richtlinie für naturnahe Unterhaltung und Ausbau der Fließgewässer im Land Sachsen-Anhalt nein 10/1993 Recycling von Kunststoffen ja 9/1993 Rote Listen Sachsen-Anhalt, Teil 2 ja 8/1993 Immissionsschutzbericht 1992 ja 7/1993 Klärschlammverwertung im Landschaftsbau ja 6/1992 Schutz, Pflege und Entwicklung der Karstlandschaft im Südharz Tagung am 24.04.1992 in Uftrungen nein 5/1992 Naturschutz im Elbegebiet Fachtagung am 10.04.1992 in Dessau ja 4/1992 Katalog der Biotoptypen und Nutzungstypen für die CIR -luftbildgestützte Biotoptypen- und Nutzungstypenkartierung im Land Sachsen-Anhalt, Stand 14.08.1992 (pdf-Datei 2 MB, nicht barrierefrei) nein 3/1992 Landschaftsrahmenplanung Seminar am 27.02./28.02.1992 in Magdeburg ja 2/1992 Immissionsbericht 1991 ja 1/1992 Rote Liste Sachsen-Anhalt nein

Niedrigwasser in Berlin

Information: Aussetzen der gesteuerten Absenkung des Wasserstandes Stauhaltung Spandau Niedrigwassersituation und wasserwirtschaftliche Maßnahmen 2022 in der Stauhaltung Spandau Niedrigwasserereignisse werden durch zu geringe Niederschläge und/oder erhöhte Temperaturen verursacht, in dessen Folge die Wasservorräte in Seen, Flüssen und im Grundwasser reduziert werden. Einen aktuellen Überblick der Niedrigwassersituation im Land Berlin geben folgende auf aktuellen Messdaten basierenden Karten: Karte der Wasserstände der Oberflächengewässer Karte der Durchflüsse der Oberflächengewässer Karte der Bodenfeuchte Karte der Grundwasserstände Der Begriff Niedrigwasser wird definiert als ein Zustand in einem Gewässer oder Grundwasserkörper, bei dem der Wasserstand oder der Durchfluss einen bestimmten Wert (Schwellenwert) erreicht oder unterschritten hat. In Berlin werden die Wasserstände in Havel, Spree und Dahme (Gewässer 1. Ordnung) durch die Wehre gesteuert und sind daher nicht aussagekräftig zur Bewertung der aktuellen Niedrigwassersituation. Die Durchflüsse und Wasserstände in den Berliner Gewässern sind zum einen durch den Niederschlag und die Verdunstung in Berlin und den Einzugsgebeiten bestimmt, zum anderen aber auch erheblich antropogen überprägt. Das Wasserdargebot der Havel, Spree und Dahme für Berlin und somit die Durchflussverhältnisse in Berlin werden durch die Bewirtschaftung der Talsperren, Speicher und Flussstauhaltungen beeinflusst. Speicher können die Wasserführung durch Wasserabgabe in Niedrigwasserzeiten aufhöhen. Zusätzlich haben der Braunkohlebergbau sowie der Spreewald einen erheblichen Einfluss auf die Durchflüsse. Sümpfungswässer aus dem Bergbau tragen zu einer Erhöhung des Abflussniveaus bei. Der Spreewald ist ein bedeutender Wasserverbraucher, mit erheblichen Verdunstungsverlusten im Sommer. Entnahmen aus Oberflächen- oder Grundwasser haben einen zusätzlichen Einfluss, insbesondere in Niedrigwasserzeiten. Es ist zu erwarten, dass sich in den kommenden Jahren die Niedrigwasserproblematik durch den Klimawandel, den stetigen Rückgang der Einleitung von Sümpfungswasser aus der Braunkohleförderung in die Spree und den Strukturwandel in der Region verschärfen wird. Aufgrund des Klimawandels werden Niedrigwasserereignisse zukünftig wahrscheinlich öfter auftreten, länger andauern und intensiver werden. Erschwerend kommt hinzu, dass im Zuge des Braunkohletagebaus in der Lausitz der Wasserhaushalt erheblich gestört wurde, in dessen Folge ein Milliarden Kubikmeter großes Grundwasserdefizit entstand. Auch wenn die Trinkwasserversorgung durch die jetzige Situation nicht gefährdet ist, wirft sie ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, vor denen Berlin steht. Berlin bereitet sich darauf vor und arbeitet an einem Masterplan Wasser . Temperaturen und Niederschläge Standardisierter Niederschlagsindex (SPI) – Deutscher Wetterdienst Klimakarten – Deutscher Wetterdienst Dürremonitor und Bodenfeuchte Dürremonitor – Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Bodenfeuchteviewer – Deutscher Wetterdienst Bodenfeuchte (Stationsgrafik) – Deutscher Wetterdienst Durchflüsse und Wasserstände PEGELONLINE – Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung Durchflüsse im Spree- und Havelgebiet – Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Spree-Havel (bund.de) Pegel Brandenburg Die hier bereitgestellten Berichte beschreiben die Dürre- und Niedrigwasserereignisse der jüngsten Vergangenheit. Informationsplattform Undine zu Extremereignissen im Elbegebiet

Wasserstände im Extremwertbereich: Sondermessprogramm an der Elbe startet in der kommenden Woche

Neu-Darchau/Lüneburg. Unzureichende Niederschläge im Einzugsgebiet des Flusses sorgen derzeit weiterhin für sehr niedrige Wasserstände und Abflusswerte an der Elbe. Am niedersächsischen Pegel Neu-Darchau wurde am Freitag (21.07.) ein Wasserstand von 83 Zentimetern gemessen. Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1892 wurde dieser Wert erst in sechs weiteren Jahren unterschritten. Die Flussgebietsgemeinschaft Elbe (FGG Elbe), der neben dem Bund insgesamt zehn Bundesländer angehören, reagiert mit einem Sondermessprogramm zu den Auswirkungen des Niedrigwassers auf die Gewässergüte. Unzureichende Niederschläge im Einzugsgebiet des Flusses sorgen derzeit weiterhin für sehr niedrige Wasserstände und Abflusswerte an der Elbe. Am niedersächsischen Pegel Neu-Darchau wurde am Freitag (21.07.) ein Wasserstand von 83 Zentimetern gemessen. Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1892 wurde dieser Wert erst in sechs weiteren Jahren unterschritten. Die Flussgebietsgemeinschaft Elbe (FGG Elbe), der neben dem Bund insgesamt zehn Bundesländer angehören, reagiert mit einem Sondermessprogramm zu den Auswirkungen des Niedrigwassers auf die Gewässergüte. „Bislang sind uns durch unsere ganzjährig durchgeführten regulären Messungen zur Entwicklung der Gewässergüte keine nachteiligen Veränderungen bekannt. Insbesondere extreme Niedrigwasserstände können sich aber unter Umständen massiv auf das Leben im Wasser auswirken“, betont Jörn Abel, Gewässerexperte beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Lüneburg. Der jetzt am Pegel des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Elbe in Neu-Darchau gemessene Wasserstand von 83 Zentimetern liegt rund 37 Zentimeter unter dem Mittleren Niedrigwasserstand. „Der niedrigste hier jemals gemessene Wert von 61 cm am Pegel, der 2019 verzeichnet wurde, ist aber noch nicht erreicht“, so Abel. Neben dem Wasserstand steht vor allem der sogenannte Abfluss im Fokus der Gewässerexperten: Er beschreibt das Wasservolumen, welches einen bestimmten Flussabschnitt in einer Sekunde passiert. „Mit dem aktuell gemessenen Abfluss von 196 Kubikmetern Wasser pro Sekunde am Pegel Neu-Darchau wird der mittlere Niedrigwasserabfluss um 78 Kubikmeter unterschritten“, erklärt der Gewässerexperte des NLWKN. Eine Entspannung der Lage sei in den kommenden Tagen nicht zu erwarten. Für das Elbegebiet unterhalb der deutsch-tschechischen Grenze wird deshalb ab dem 24. Juli von den betroffenen Bundesländern und dem Bund unter der Regie der FGG Elbe ergänzend zu den Routinemessungen ein Messprogramm für hydrologische Extremereignisse durchgeführt. „Bei einem Niedrigwasser, bei dem definierte Schwellenwerte unterschritten werden, wird die Wasserbeschaffenheit durch dieses erweiterte Messprogramm untersucht und dabei im Kontext der auslösenden Umstände wie Hitze und Dürre betrachtet und bewertet“, erläutert Jörn Abel. Die Beschaffenheit des Wassers der Elbe wird ganzjährig unter anderem im niedersächsischen Elbeabschnitt an der NLWKN-Gütemessstation Schnackenburg untersucht. Aktuelle Wasserstände der Elbe und anderer Flüsse sind tagesaktuell online unter https://www.pegelonline.wsv.de/ (Informationsangebot des Bundes) und www.pegelonline.nlwkn.niedersachsen.de abrufbar. Tagesaktuelle Informationen zu wesentlichen Güteparametern z.B. an der Gütemessstation Schnackenburg bietet das Portal www.gewaessergueteonline.nlwkn.niedersachsen.de .

Fischfauna 2013

Behrendt, H., Huber, P., Opitz, D., Schmoll, O., Scholz, G. & Uebe, R. 1999: Nährstoffbilanzierung der Flußgebiete Deutschlands. Umweltbundesamt (Hrsg.), Texte, 75: 1-288. Berliner Landesfischereiordnung (LFischO): Berliner Landesfischereiordnung (LFischO) vom 12. Dezember 2001 (GVBl. S. 700), zuletzt geändert durch die Erste Verordnung zur Änderung der Berliner Landesfischereiordnung vom 25. September 2012 (GVBl. S. 343) Internet: gesetze.berlin.de/jportal/?quelle=jlink&query=FischO+BE&psml=bsbeprod.psml&max=true&aiz=true Doetinchem, N. & Wolter, C. 2003: Fischfaunistische Erhebungen zur Bewertung des ökologischen Zustands der Oberflächengewässer. Wasser & Boden, 55: 52-58. Driescher, E. 1969: Anthropogene Gewässerveränderungen im Havel-System in historischer Zeit. Wissenschaftliche Abhandlungen der Geographischen Gesellschaft der DDR 10: 113-132. Driescher, E. 1974: Veränderungen an Gewässern in historischer Zeit. Humboldt-Universität Berlin, Dissertation B: 427 S. Hantke, R. 1993: Flußgeschichte Mitteleuropas. Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart. Hoffmann, R. C. (1994): Remains and verbal evidence of carp (Cyprinus carpio) in medieval Europe. In: van Neer, W. (ed.): Fish exploitation in the past. Proceedings of the 7th meeting of the ICAZ Fish Remains Working Group. Ann. Zool. 274, Koninklijk Museum voor Midden-Afrika, Tervuren: 139-150. Kinzelbach, R. 1996: Die Neozoen. In: Gebhardt, H., Kinzelbach, R. & Schmidt-Fischer, S. (Hrsg.) Gebietsfremde Tierarten. Auswirkungen auf einheimische Arten, Lebensgemeinschaften und Biotope. Situationsanalyse. Ecomed Verlagsgesellschaft, Landsberg: 3-14. Kottelat, M. 1997: European freshwater fishes. – Biologia, Bratislava 52 (Suppl. 5): 1-271. Kotzde, W. 1914: Zur Havelregulierung, insbesondere zum Untergang der Havelfischerei. Heimatschutz in Brandenburg 6: 14-25. Kowarik, I. 2003: Biologische Invasionen: Neophyten und Neozoen in Mitteleuropa. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart. Lehmann, C. 1925: Die Verunreinigung der Spree und Havel durch die Abwässer Groß-Berlins nebst einem Überblick über die fischereilichen Verhältnisse. Zeitschrift für Fischerei, 23: 523-548. Müller, A. von 1995: Neue Forschungsergebnisse vom Burgwall in Berlin-Spandau. In: Archäologische Gesellschaft in Berlin und Brandenburg (Hrsg.), Archäologie in Berlin und Brandenburg 1990-1992. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart: 62-65. Natzschka, W. 1971: Berlin und seine Wasserstraßen. Duncker & Humblot, Berlin. Pottgiesser T., Kail J., Halle M., Mischke U., Müller A., Seuter S., van de Weyer K., Wolter C. 2008: Das gute ökologische Potenzial: Methodische Herleitung und Beschreibung. Morphologische und biologische Entwicklungspotenziale der Landes- und Bundeswasserstraßen im Elbegebiet (Endbericht PEWA II). Essen: umweltbüro essen im Auftrag der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz Berlin (SenGUmV). Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (SenStadt) 2004: Dokumentation der Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie in Berlin (Länderbericht). Phase: Bestandsaufnahme. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt (SenStadtUm) 2013a: Fische in Berlin – Bilanz der Artenvielfalt. Berlin. 94 S. Internet: www.berlin.de/fischereiamt/_assets/service/pdf/broschuere_fische_a.pdf Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt (SenStadtUm) 2013b: „Alles im Fluß". Ökologische Entwicklung der Wuhle. Informationsheft zur europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Internet: www.berlin.de/sen/uvk/_assets/umwelt/wasser-und-geologie/europaeische-wasserrahmenrichtlinie/wuhle-alles_im_fluss.pdf Uhlemann, H.-J. 1994: Berlin und die Märkischen Wasserstraßen. DSV Verlag, Hamburg. Vilcinskas, A. & Wolter, C. 1993: Fische in Berlin. Verbreitung, Gefährdung, Rote Liste. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz (Hrsg.), Kulturbuch-Verlag, Berlin. Vilcinskas, A. & Wolter, C. 1994: Fischfauna der Bundeswasserstraßen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt. Bundesanstalt für Gewässerkunde (Hrsg.), Berlin: 85 S. Wolter, C., Arlinghaus, R., Grosch, U. A. & Vilcinskas, A. 2003: Fische & Fischerei in Berlin. Z. Fischkunde, Suppl. 2: 1-156. Wolter, C., Doetinchem, N., Dollinger, H., Füllner, G., Labatzki, P. Schuhr, H., Sieg, S. & Fredrich, F. 2002: Fischzönotische Gliederung der Spree. In: Köhler, J., Gelbrecht, J. & Pusch, M. (Hrsg.) Die Spree. Zustand, Probleme, Entwicklungsmöglichkeiten. Stuttgart, Schweizerbart, Limnologie aktuell, Bd. 10: 197-209.

Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch

Der Teilband "Elbegebiet, Teil I" des Deutschen Gewässerkundlichen Jahrbuches (DGJ) enthält gewässerkundliche Daten ausgewählter Messstellen des Elbegebietes von der Grenze zur CR bis zur Havelmündung. Im Wesentlichen werden Wasserstands- und Abflussdaten oberirdischer Gewässer wiedergegeben, die als Grundlage für Maßnahmen der wasserwirtschaftlichen Praxis und Forschung dienen. Darüber hinaus sind Grafiken des Grundwasserstandes für wenige ausgewählte Messstellen dargestellt. Der Teilband wurde auf der Grundlage von Zuarbeiten der gewässerkundlichen Dienststellen der Bundesländer Bayern, Brandenburg, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt sowie der Bundesanstalt für Gewässerkunde und des Deutschen Wetterdienstes erstellt. Durch Anklicken der links in der nachfolgenden Tabelle können Sie sowohl den jeweiligen Textband als auch eine Faltkarte als pdf-Dokument herunterladen. Gewässerkundliche Daten weiterer Messstellen von regionaler Bedeutung in Sachsen-Anhalt wie zum Beispiel aktuelle Messdaten (Wasserstände, Durchflüsse), Hochwasserinformationen (z.B. HW-Warnungen und –berichte) sowie Hydrologische Berichte finden Sie im Internetauftritt der Hochwasservorhersagezentrale Sachsen-Anhalt . Jahr Dokument herunterladen Dateityp und -größe --- Faltkarte_Elbe_Teil_1 pdf, 40 MB 2015 DGJ_Elbe_Teil_1_2015 pdf, 9,5 MB 2014 DGJ_Elbe_Teil_1_2014 pdf, 10,9 MB 2013 DGJ_Elbe_Teil_1_2013 pdf, 3,1 MB 2012 DGJ_Elbe_Teil_1_2012 pdf, 7,4 MB 2011 DGJ_Elbe_Teil_1_2011 pdf, 11,9 MB 2010 DGJ_Elbe_Teil_1_2010 pdf, 8,7 MB 2009 DGJ_Elbe_Teil_1_2009 pdf, 5,3 MB 2008 DGJ_Elbe_Teil_1_2008 pdf, 6,7 MB 2007 DGJ_Elbe_Teil_1_2007 pdf, 5,6 MB 2006 DGJ_Elbe_Teil_1_2006 pdf, 3,7 MB 2005 DGJ_Elbe_Teil_1_2005 pdf, 7,8 MB 2004 DGJ_Elbe_Teil_1_2004 pdf, 4,4 MB 2003 DGJ_Elbe_Teil_1_2003 pdf, 3,4 MB 2002 DGJ_Elbe_Teil_1_2002 pdf, 12,3 MB 2001 DGJ_Elbe_Teil_1_2001 pdf, 12,3 MB 2000 DGJ_Elbe_Teil_1_2000 pdf, 12,1 MB 1999 DGJ_Elbe_Teil_1_1999 pdf, 10,8 MB 1998 DGJ_Elbe_Teil_1_1998 pdf, 10,8 MB 1997 DGJ_Elbe_Teil_1_1997 pdf, 11,0 MB 1996 DGJ_Elbe_Teil_1_1996 pdf, 10,8 MB 1995 DGJ_Elbe_Teil_1_1995 pdf, 10,3 MB 1994 DGJ_Elbe_Teil_1_1994 pdf, 9,9 MB 1993 DGJ_Elbe_Teil_1_1993 pdf, 10,4 MB 1992 DGJ_Elbe_Teil_1_1992 pdf, 10,2 MB 1991 DGJ_Elbe_Teil_1_1991 pdf, 10,2 MB 1990 DGJ_Elbe_Teil_1_1990 pdf, 10,5 MB

Abläufe

Berlin liegt im Einzugsgebiet der Elbe – einem der größten Flüsse Mitteleuropas (1091 km). Deshalb ist das Land Berlin gemeinsam mit Bayern, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen Mitglied der Flussgebietsgemeinschaft Elbe (FGG Elbe). Auf internationaler Ebene ist die tschechische Republik Partner (Internationale Kommission zum Schutz der Elbe – IKSE). Darüber hinaus gehören Österreich und Polen zur internationalen Flussgebietseinheit. Die Bestandsaufnahme für das Flussgebiet Elbe wurde erstmalig im Dezember 2004 veröffentlicht und 2013 aktualisiert. Weitere Aktualisierungen erfolgen danach alle sechs Jahre. Die Ergebnisse der aktualisierten Bestandsaufnahme werden der EU-Kommission lediglich als digitale Daten bereitgestellt. Gesonderte Berichte werden nicht gefertigt. Die Ergebnisse für das deutsche Elbegebiet werden jeweils in die Aktualisierung des Bewirtschaftungsplans der FGG Elbe eingearbeitet. Sie sind dann dort mit Beginn der Anhörung der Öffentlichkeit auch nachlesbar. Ein wesentlicher Schritt hin zur Bewirtschaftung eines derartig großen Flussgebietes ist die Identifizierung der für das Einzugsgebiet der Elbe wichtigen Wasserbewirtschaftungsfragen. Neben einer Vielzahl von Defiziten, die überwiegend lokale oder regionale Auswirkungen haben, gibt es auch Gewässerbelastungen, die auf das gesamte Elbe-Einzugsgebiet wirken. Wichtige Wasserbewirtschaftungsfragen für die Flussgebietsgemeinschaft Elbe sind: Verbesserung von Gewässerstruktur und Durchgängigkeit Reduktion der signifikanten Belastungen aus Nähr- und Schadstoffen Ausrichtung auf ein nachhaltiges Wassermengenmanagement Verminderung regionaler Bergbaufolgen Berücksichtigung der Folgen des Klimawandels Weitere Informationen auf den Internetseiten der Flussgebietsgemeinschaft Elbe (FGG Elbe) Auf dem Weg zu einem guten Zustand unserer Gewässer dient der Bewirtschaftungsplan als Kompass. Er enthält wesentliche Schritte zur Zielerreichung. Der erste Bewirtschaftungsplan wurde unter breiter Beteiligung der Öffentlichkeit bis zum 22.12.2009 aufgestellt. Eine Aktualisierung erfolgt alle sechs Jahre. Ein Bewirtschaftungsplan fasst die Zustandsbewertung der Gewässer und die Ziele und Maßnahmen für ein Flussgebiet zusammen. Neben einer Beschreibung des Flussgebietes enthält er eine Zusammenfassung aller wesentlichen Belastungen, der Schutzgebiete und des Überwachungsnetzes, eine Liste der Umweltziele und eine Darstellung der wirtschaftlichen Analyse. In den Maßnahmenprogrammen (als Teil der Bewirtschaftungspläne) wird festgelegt, wie die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie für jedes Gewässer verwirklicht werden sollen. Die lokalen und regionalen Aspekte der Planungen sind hier nicht abgebildet. Den Bewirtschaftungsplan sowie das Maßnahmenprogramm und die dazugehörige Umwelterklärung für den Zeitraum 2022 bis 2027 (zweite Aktualisierung) finden Sie auf den Internetseiten der FGG Elbe. Rechtsbehelfsbelehrung Gegen die Entscheidung über die Annahme des das Gebiet des Landes Berlin betreffenden Maßnahmenprogramms für den Bewirtschaftungszeitraum 2022 bis 2027 können nach § 3 des Umweltrechtsbehelfsgesetzes anerkannte inländische oder ausländische Vereinigungen schriftlich innerhalb eines Jahres nach Bekanntmachung der Entscheidung Klage vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (Hardenbergstraße 31, 10623 Berlin) erheben. Vor dem Oberverwaltungsgericht müssen sich die Beteiligten, außer im Prozesskostenhilfeverfahren, durch Prozessbevollmächtigte vertreten lassen (§ 67 Abs. 4 Satz 1 VwGO).

Berichte zu Gewässerstruktur und Wasserhaushalt der Oberflächengewässer

vorliegende Gewässerentwicklungskonzepte (mehrere Einzugsgebiete) Gewässerentwicklungskonzepte hier klicken BAH - Büro für angewandte Hydrologie im Auftrag des LHW Sachsen-Anhalt LHW Sachsen-Anhalt, Gewässerkundlicher Landesdienst Nr. 01/2015: Ermittlung hydrologischer Bemessungs- und Bewirtschaftungsgrundlagen für das Land Sachsen-Anhalt auf der Basis des Wasserhaushaltsmodells ArcEGMO Eine Übersicht über den Projektinhalt und eine Kurzfassung der Studie finden Sie auf der Homepage des BAH (externer link) . download pdf [ca. 12 MB] UIH - Ingenieur- und Planungsbüro Umweltinstitut Höxter im Auftrag des LHW Sachsen-Anhalt: Gewässermorphologische Entwicklungsfähigkeit und eigendynamische Gewässerentwicklung in den Fließgewässern des Landes Sachsen-Anhalt (2011) download pdf [ca. 2,2 MB] LHW Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch (DGJ) Elbegebiet, Teil I - von der Grenze zur CR bis zur Havelmündung mehrere Jahrgänge, beginnend 2009 zum DGJ hier klicken umweltbüro essen Bolle & Partner im Auftrag des LHW Sachsen-Anhalt: Typisierung potamaler Altgewässer in Sachsen-Anhalt (2012) Bericht_ohne_Anl_3+4 [ca. 1,1 MB] Anl_3_Steckbriefe [ca. 0,6 MB] Anl_4_Karten [ca. 6,3 MB] Mitteldeutsches Institut für Standortkunde und Bodenschutz im Auftrag des LHW Sachsen-Anhalt: Überprüfung und Validierung der Dränflächen Sachsen-Anhalts - Abschlussbericht (2011) Bericht [ca. 4 MB] Karte [ca. 0,8 MB] biota - Institut für ökologische Forschung und Planung GmbH im Auftrag des LHW Sachsen-Anhalt: Entwicklung und Bereitstellung einer Bewertungsmethodik zur Beurteilung des Natürlichkeitsgrades des Wasserhaushalts der Oberflächenwasserkörper (Fließgewässer und Seen) gemäß EU-WRRL im Land Sachsen-Anhalt (2008) Kurzfassung [ca. 1 MB] Langfassung [ca. 18 MB] BioConsult Schuchardt & Scholle GbR im Auftrag des LHW Sachsen-Anhalt: Konzeption zur Umsetzung der ökologischen Durchgängigkeit in den Fließgewässern in Sachsen-Anhalt - Ermittlung von Vorranggewässern (2008) download pdf [ca. 2,5 MB]

Auch die höchsten Deiche geben keine absolute Sicherheit: Rückblick auf die Sturmflut 1962

Vincinette – die Siegreiche – versetzt im Februar 1962 die niedersächsische Küste in Angst und Schrecken: Das Orkantief kommt aus Island und sorgt am 16. und 17. Februar für eine Sturmflut, die als Katastrophenflut in die Geschichte eingeht. Und obwohl es nach 1962 eine ganze Reihe schwerer Sturmfluten gab – erinnert sei an den 3. Januar 1976, als es an der Elbe die höchsten jemals gemessenen Wasserstände gab oder an den 28. Januar 1994, als es an der Ems oberhalb von Leerort zu neuen Höchstwasserständen kam – hat die 2. Julianenflut einen besonderen Stellenwert. Und dabei hat Niedersachsen insgesamt noch Glück gehabt – verglichen mit dem Grauen, dass die Sturmflut in Hamburg und Schleswig-Holstein anrichtete. Im Ablauf ähnelte die 1962er Flut an der niedersächsischen Küste der Weihnachtsflut von 1717. Der Orkan trieb das Wasser sehr schnell hoch und hielt es sehr lange auf Höchstständen am Deich. Da außerdem gerade zur Zeit der höchsten Wasserstände der Orkan seine größte Wucht entfaltete, entwickelte sich eine starke Brandung, die den Deichen zusetzte. Gebrochene Deiche und überflutete Flächen - wie hier der gebrochene Schwingedeich unterhalb Stade. Glück im Unglück: Bundeswehreinheiten konnten sofort eingesetzt werden. Ihre katastrophale Energie entfaltete die Flut im damaligen Regierungsbezirk Stade. „51 Deichbrüche zählte die nach der Sturmflut eingerichtete Ingenieur-Kommission des Landwirtschaftsministeriums in diesem Bereich“, schreibt Heiner Schröder in seinem Buch „Sturmflut – 1000 Jahre Katastrophen an der ostfriesischen Küste“. 61 Deichbrüche gab es insgesamt in Niedersachsen – so ist es in dem vom NLWKN herausgegebenen Generalplan Küstenschutz nachzulesen. 1963 gab die Landesregierung die Schäden bekannt: Die Deichschäden summierten sich auf 130 Millionen Mark; die Landwirtschaft musste Verluste von über 30 Millionen Mark verkraften. Viele Menschen verloren ihr Leben: In der im Bertelsmann-Verlag erschienenen „Chronik der Deutschen“ ist von 25 Toten in Niedersachsen die Rede; der Generalplan Küstenschutz erwähnt 19 Tote. Deichbrüche, überflutete Dörfer und Felder: Eine Zusammenstellung für Niedersachsen „340 Tote, davon 19 aus Niedersachsen, ca. 28.000 Wohnungen bzw. Häuser beschädigt und 1300 völlig zerstört; höchste bisherige Sturmflut östlich der Jade mit 61 Deichbrüchen in Niedersachsen; betroffen war vor allem das Elbegebiet mit seinen Nebenflüssen“ – so fasst der vom NLWKN herausgegebene Generalplan Küstenschutz die Folgen der sogenannten 2. Julianenflut vom Februar 1962 zusammen. Die folgende Zusammenfassung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Den damaligen Regierungsbezirk Stade – den Niederelberaum – trifft die Sturmflut hart: Zehn Tote und 51 Deichbrüche sind die bittere Bilanz. Das Stader Tageblatt schreibt in der Ausgabe vom 19. Februar 1962: „Keine Deichstrecke im gesamten Niederelberaum blieb ohne Schaden. Von der Oste bis zur Este gischten die Wasserfluten über den Elbdeich hinweg“. Die größten Schäden sind entstanden, weil die Deiche an den Nebenflüssen der Elbe nicht gehalten haben. Beispiel Lühe: Fünf Deichbrüche wurden registriert. Die gefährlichste Situation entstand an der Schwinge am Stadtrand von Stade: Durch drei Bruchstellen am Schwinge-Deich strömte das Wasser bis Assel nach Kehdingen hinein. Im Protokoll des Einsatzstabes des Wasserwirtschaftsamtes Stade heißt es kurz und knapp: „Der Schwingedeich in Kehdingen läuft in breiter Front über“. Später wird klar, dass im Zusammenhang mit dem Bruch des Schwingedeiches drei Menschen sterben: Ein Polizist und zwei Angehörige der Bundeswehr. Das Fazit: Die Elbdeiche brechen reihenweise, wie die Übersichtskarte des NLWKN deutlich macht. Dazu kommen Rutschungen auf ganzer Länge. Doch der Einsatzstab des Wasserwirtschaftsamtes Stade sorgt sich auch um das Gebiet der oberen Tideoste, „da hier bei der Sturmflut am 12. Februar 1962 bereits mehrere Deichschäden entstanden sind, die bisher noch nicht ausgebessert werden konnten“, wie es im Protokoll heißt. Die Sorge war berechtigt: Am Unterlauf der 1962 noch nicht durch ein Sperrwerk gegen Sturmfluten geschützten Oste, einem Nebenfluss der Elbe, kam es im gesamten Bereich zwischen Otterndorf und Bremervörde zu zahlreichen Deichüberflutungen und Deichbrüchen. Auf Grund äußerst ungünstiger Untergrundverhältnisse hatten die Deiche hier nur eine sehr geringe Höhe, so dass die Fluten rasch die Deichkrone erreichten und diese überströmten. Das dreiseitige Protokoll des Wasserwirtschaftsamtes Stade listete aus jener Nacht eine Horrornachricht nach der anderen auf und endet dennoch optimistisch: „Bis zum Abend des 17. Februar ist die Sicherung der über 40 Deichbrüche im Amtsbezirk wieder soweit gediehen, dass Fluten von 1,50 Meter über Mitteltidehochwasser fast überall abgewehrt werden können“. Im Landkreis Harburg fordert die Sturmflut vier Todesopfer. Der Deich in Bullenhausen ist der erste, der den Wassermassen nicht stand hält, wenig später klafft im Querdeich zwischen den Ortschaften Stelle und Achterdeich eine 20 Meter breite Lücke. Insgesamt werden zehn Deichbrüche registriert, schreibt der ehemalige NLWKN-Mitarbeiter Otto Puffahrt im Harburger Kreiskalender von 1983. Fast 7000 Hektar Fläche wurden überflutet. Landkreis Harburg „Schwerste Sturmflut des Jahrhunderts“ – so titelt der in Norden erscheinende Ostfriesische Kurier auf der ersten Seite der Sonderausgabe vom 6. März 1962. Dennoch: Ostfriesland kam im Vergleich mit anderen Regionen glimpflich davon. Nur ein Deich bei Völlen im Landkreis Leer ist auf einer Breite von 60 Metern gebrochen: Ansonsten halten die Deiche stand – zum Teil aber nur deshalb, weil die Menschen mit Sandsäcken gegen die Fluten kämpften. Die ostfriesischen Inseln kamen sehr in Bedrängnis: Alle Inseln erlitten heftige Dünenabbrüche. Ostfriesland Der benachbarte Kreis Friesland „ist mit Ausnahme der Insel Wangerooge und unserer vor dem Schaudeich liegenden eingedeichten Grodenländereien außerordentlich gut davon gekommen“, stellt der Oberkreisdirektor in einer außerordentlichen Kreistagssitzung im März 1962 fest. Der Elisabethgroden mit 800 Hektar wurde überflutet, was seit 1906 nicht mehr geschehen war. Obendrein ist der Deich an zehn Stellen gebrochen. Kreis Friesland Gebrochener Deich bei Käsebrug im Landkreis Wesermarsch: Die Bundeswehr hilft. Verwüstet: Starke Sturmschäden auf Norderney. Deichbruch nordwestlich der Seeschleuse Papenburg am 16./19. Februar 1962. Die Deichbruchlänge betrug 55m. Hilflos in Ostfriesland: Mit Sandsäcken versuchen die Bewohner die Schäden zu begrenzen.

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