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Found 86 results.

Elektrobefischung der Aalbestaende in Seen

Problem: Dichte Aalpopulationen. Zielsetzung : Verduennung der Aalbestaende; Methoden: Einfuehrung und Erprobung der Elektrofischerei.

Neusiedler See: Monitoring Fischerei

Zielsetzung: Die Maßnahmen und Eingriffe, die im Rahmen der Realisierung eines fischereilichen Managementplanes zur Durchführung kommen, müssen in ihrer Wirkungsweise überprüft werden. Zu diesem Zwecke ist ein Monitoring unerlässlich. Die Ziele eines solchen Monitorings sind: - Semiquantitative/qualitative Bestandserhebung: CPUE (catch per unit effort) - Fänge mittels Kiemennetzen unterschiedlicher Maschenweiten (10, 15, 18, 20, 24, 30 mm); 1 x pro Monat (April - Oktober) in der Bucht der Biologischen Station und im freien See. Elektrobefischung (4 x pro Jahr) an ausgewählten Punkten im Schilfgürtel (in Übereinstimmung mit jenen aus der vorangegangenen Managementstudie). - Ringwadenbefischung (Methodenabstimmung mit Echolotung). - Erfassen der Populationsstruktur: Vermessen der Fische, Altersbestimmung, Gonadenanalyse. - Trophische Einmischung: Nahrungsanalysen; Erfassen der planktischen und benthischen Nährtiere. - Quantitative Erfassung des Fischbestandes mittels Echolotung. Zwischenergebnisse: Die Dichte der Freilandtermine erlaubte für die meisten Arten eine Analyse der Fortpflanzungsstrategie, der Populationsentwicklung im Jahresverlauf und eine Unterscheidung verschiedener Altersklassen. So weisen die Längenverteilungen der YOY (young of the year) den Zander und Flussbarsch als 'single spawner/Einmallaicher mit einer vergleichsweise kurzen Laichzeit aus, während Laube, Blaubandbärbling und Sonnenbarsch 'multiple spawner/Mehrfachlaicher sind, d.h. mehrmals und über einen längeren Zeitraum ablaichen. Die Dauer der Laichzeit von Rotauge, Rotfeder und Güster liegt dazwischen. Für Rotauge und Rotfeder konnten markante Wachstumsunterschiede zwischen den verschiedenen Untersuchungsjahren aufgezeigt werden. Zur Beurteilung der trophischen Einnischung der Fischarten des Schilfgürtels wurden detaillierte Nahrungsanalysen von Sonnenbarsch, Blaubandbärbling, Flussbarsch, Rotauge und Rotfeder sowie einer geringeren Zahl von Giebel, Karpfen und Schleie durchgeführt. Die Ergebnisse deuten auf eine Überlappung der Nahrungsansprüche von Karpfen, Giebel und Schleie hin. Bei Betrachtung der Großgruppen der aufgenommenen Beutetiere scheinen Sonnenbarsch, Flussbarsch und die drei übrigen Cypriniden die gleichen Nahrungsquellen zu nutzen. Die Analyse der Beutetiere auf Artniveau offenbarte jedoch teilweise deutliche Unterschiede in der Wahl der Nahrungsgründe. Die Echolotung (Horizontalbeschallung) erfuhr ihren Ersteinsatz im Sommer 1996. Seither wird Ende August/Anfang September der Fischbestand der Freiwasserzone des Sees mit dieser Methode erhoben. Die gewonnenen Verteilungsbilder (z.B. Abb.1) lassen einen deutlichen Zusammenhang zwischen Strukturen im See (Schilfinseln, Makrophyten) und höherer Fischbiomasse erkennen. Im offenen See findet man vor allem kleinere Fische und die Fischbiomasse ist gering. Mehr und größere Fische werden in windgeschützten und/oder strukturierten Bereichen des Sees gefunden.

Fischökologisches Monitoring an der Alten Donau im Jahr 2019/2020

Die Netzbefischungen der vorangegangenen Untersuchungsjahre zur Überprüfung der Konditionsfaktoren der häufigsten Fischarten der Alten Donau ergaben trotz erhöhtem Befischungsaufwand reduzierte Fänge. Zeitgleich durchgeführte Elektrobefischungen konnten einen Rückgang der Abundanzen jedoch nicht bestätigen. Dennoch weisen auch Gespräche mit den Bewirtschaftern vor Ort darauf hin, dass die typischen Schwarmfische im Freiwasser nicht mehr in besonders hohen Beständen anzutreffen sind. Die Ursachen dafür können vielfältig sein, sind aber aus derzeitiger Sicht nicht eindeutig auszumachen. Zur Fortsetzung der Langzeitdatenreihe werden im Monitoring 2019/2020 wiederum mittels Netzequipment die Konditionsfaktoren ermittelt. Zeitgleich werden dabei die Abundanzen der typischen Alte Donau Fischarten weiter beobachtet und somit der Zustand des Gesamtökosystems überwacht. Unabhängig von den Konditionsfaktoren - aber dennoch in Hinblick auf die Rückgänge der Häufigkeiten - werden ab dem Frühjahr 2020, mit Beginn der Laichsaison ebenfalls Netzbefischungen durchgeführt. Diese erfolgen parallel zu den Fischeierentnahmen aus dem Mähgut. Die entnommenen Fischeier werden mittels Metabarcoding analysiert, um damit Rückschlüsse auf die Artenvielfalt zu ziehen. Dies hilft dabei zu verstehen, welche Fischarten in der Wahl ihres Laichsubstrates besonders durch die Mähvorgänge gefährdet sind. Mittels Presence/Absence Daten können betroffene Fischarten festgehalten werden. Die parallel dazu stattfindenden Netzbefischungen sollen die erhobenen Daten aus dem Metabarcoding stützen.

Auswirkungen der Konditionierungsanlagen im Zulauf der Talsperre Spremberg auf den Fischbestand und die Mollusken

Zielstellung: In der Talsperre Spremberg und vor allem in der Vorsperre Bühlow wird ein Großteil der Eisenfracht der Spree durch Sedimentation zurückgehalten. Um die Sedimentationsgeschwindigkeit und den Eisenrückhalt in der Vorsperre zu erhöhen, werden Kalkmilch und ein Flockungshilfsmittel vor der Vorsperre eingeleitet. Vor dem Beginn der Wasserkonditionierung sollte eine Vorabschätzung zu möglichen Auswirkung der Flockungsmittel Weißkalkhydrat in Kombination mit dem Flockungshilfsmittel Koaret PA 3230 T auf den Fischbestand in der Talsperre Spremberg erfolgen. In einem weiteren Schritt wurde ein Monitoring der Jungfisch-, Benthos- und Großmuschelbestände im Rahmen der FFH-Verträglichkeitsprüfung für die Ausbringung von Flockungsmitteln in der Talsperre Spremberg begonnen. Ergebnisse: Die fachliche Vorabschätzung der möglichen Auswirkungen der Flockungsmittel Weißkalkhydrat in Kombination mit dem Flockungshilfsmittel Koaret PA 3230 auf den Fischbestand der Talsperre Spremberg (LEWIN & RÜMMLER, 2015) ergab, dass die ausgebrachten Mengen der Stoffe weit unterhalb kritischer Grenzwerte liegen und somit von keinen negativen Einflüssen auf den Fischbestand ausgegangen werden kann. Die Untersuchungen des Makrozoobenthos ergaben gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg der Bodentierdichte um das Dreifache. Ein Einfluss der Intensität der Eisenockerbildung auf die Benthosdichte konnte nicht festgestellt werden. Im Jahr 2015 war somit eine deutlich bessere Nahrungsgrundlage für eine Vielzahl von Fischarten vorzufinden als im Jahr 2014. In der Talsperre Spremberg wurden die drei Großmuschelarten Gemeine Teichmuschel, Malermuschel und Große Flussmuschel mit abschnittsweise hohen Besiedlungsdichten vorgefunden. Aus diesem Grund ist die Talsperre als schützenswerter und bedeutender Großmuschellebensraum in Südbrandenburg einzustufen. Es zeigte sich jedoch auch, dass vor allem die schwankenden Wasserstände und die Eisenockerablagerungen das Vorkommen oder Fehlen von Großmuscheln deutlich beeinflussten. Die Untersuchung des Gesamtfischbestandes ergab, dass 2015 bei gleicher Artenanzahl teilweise andere Fischarten als im Vorjahr in den Fängen auftraten. Der erhöhte Diversitätsindex zeigte eine gegenüber 2014 gesteigerte Artenvielfalt des Fischbestandes. Der Einheitsfang mit den benthischen Stellnetzen, als relatives Maß für die Bestandsgröße, war 2015 um das Dreifache größer als 2014. Die Ergebnisse der Elektrofischerei und der Stellnetzfischerei bestätigten ein natürliches Jungfischaufkommen von 11 der 13 nachgewiesenen Fischarten. Ausnahmen davon bilden Aal und Döbel. Somit konnte anhand der durchgeführten Untersuchungen kein negativer Einfluss auf die natürliche Reproduktion der nachgewiesenen Fischarten festgestellt werden. Zusammenfassend konnte kein direkter negativer Zusammenhang zwischen dem Betrieb der Konditionierungsanlage und den derzeitigen Fisch-, Benthos- und Großmuschelbeständen in der Talsperre Spremberg festgestellt werden.

Teilprojekt 6^Teilprojekt 3^Teilprojekt 8^ReWaM - Verbundprojekt In-StröHmunG: Innovative Systemlösungen für ein transdisziplinäres und regionales ökologisches Hochwasserrisikomanagement und naturnahe Gewässerentwicklung^Teilprojekt 4^Teilprojekt 5, Teilprojekt 2

IWO-WB: Auswirkungen von Flutmulden auf Hydraulik und Morphologie in Abhängigkeit des Vorlandbewuchses werden experimentell untersucht. Ziel ist es, die Anbindung von Flutmulden an den Hauptstrom so zu gestalten, dass Sedimentablagerungen im Hauptstrom und in den Flutmulden minimiert werden. Hierzu werden in einer hydraulischen Rinne unterschiedliche Einlaufgestaltungen und Bewuchsanordnungen untersucht, in bestehenden numerischen Modellen validiert und Handlungsempfehlungen abgeleitet. IWO-HG: Die Wirkung hydromorphologischer Verhältnisse auf den ökologischen Zustand in verschiedenen Pilotregionen soll anhand der biologischen Qualitätskomponenten Makrozoobenthos (MZB) und Fische beurteilt werden. Hierfür soll in den Pilotregionen eine umfangreiche Bestandsaufnahme bzw. ein Bestandsmonitoring der biologischen Qualitätskomponenten durchgeführt werden, welches die Grundlage der weiteren analytischen Betrachtung darstellt. Ziel ist die Weiterentwicklung eines neuen multimetrischen Verfahrens zur Erfolgskontrolle bei Gewässerrenaturierungsmaßnahmen. IWO-WB: 1) Experimentelle Untersuchungen von Hochwasserströmungen in Hauptstrom und Flutmulde im Referenzzustand, mit unterschiedlichen Varianten der Anbindung der Flutmulde, mit unterschiedlichen Bewuchsformen 2) Analytische Erfassung des Flutmuldenabzweigs unter Einfluss verschiedener Bewuchsformen 3) Durchführung vergleichender numerischer Simulationen 4) Ableitung von Empfehlungen für die Modellierung von Flutmulden und von Handlungsempfehlungen für die Unterhaltung von Fließgewässern IWO-HG: 1) Festlegung der Probenahmeorte, der Ziel- und Schlüsselarten, des zeitlichen Probenahmerasters 2) Elektrobefischung, Probenahme MZB und Makrophyten 3) Probenaufarbeitung /-auswertung 4) Bewertung und Erstellung von Prognosegrundlagen zur Erfolgskontrolle.

Untersuchung der Auswirkungen ueberwinternder Kormorane auf die Fischfauna in ausgewaehlten Gewaesserabschnitten und Entwicklung einer Konzeption zur Schadensminimierung

Durch die starke Zunahme der Kormoranpopulation in den Brutgebieten ist auch die Zahl ueberwinternder Kormorane in Baden-Wuerttemberg angestiegen. Die Praesenz zahlreicher Kormorane waehrend der Wintermonate an verschiedenen Still- und Fliessgewaessern hat in Fischerei- und Anglerkreisen zu hefligen Vorwuerfen u.a. auch gegen die Naturschutzverwaltung gefuehrt. Von nicht wenigen Fischereiberechtigten wurden Forderungen nach Vergraemungsmassnahmen bis hin zum Abschuss von Kormoranen erhoben. Um zuverlaessige Daten hinsichtlich der Zahl der ueberwinternden Kormorane sowie deren Einfluss auf die Bestandsentwicklung der Fischfauna in einzelnen Gewaesserabschnitten zu erhalten, wurden Foerdermittel beantragt. Ziel der Untersuchung ist ggfs. ferner auch die Entwicklung einer Konzeption zur Schadensminimierung. Gleichzeitig soll damit eine Grundlage fuer die Versachlichung der Diskussion in der Oeffentlichkeit geschaffen werden. Zahlreiche Untersuchungen wurden bereits abgeschlossen und werden derzeit statistisch aufgearbeitet, um exakte Aussagen treffen zu koennen. Insbesondere sind die Untersuchungen an Gewaesserabschnitten der Donau, der Lauchert und der Aitrach zu nennen. Hierzu erfolgte eine qualitative Bestandsaufnahme (einschl. Deckungsgrad der Vegetation) in ausgewaehlten Probestrecken. Es wurden verschiedene Gewaessertransekte erstellt und eine oekomorphologische Gesamtbewertung der Gewaesserabschnitte erarbeitet. Es wurden Untersuchungen zur Gewaesserguete sowie zu exogenen Einwirkungen auf die Sohlstruktur in der Vergangenheit durchgefuehrt. Der Fischbestand wurde durch Elektrobefischung ermittelt, Fang- und Besatzstatistiken (sofern vorhanden) der Gewaesserpaechter ausgewertet. Neben der Artenzusammensetzung wurde die Alterss truktur der untersuchten Fischpopulationen ermittelt. Speiballenanalysen sollen Aussagen zu Qualitaet und Quantitaet der aufgenommenen Fischarten ermoeglichen. An den Fischbeprobungsstellen an Donau und Lauchert fanden regelmaessige Kormoranzaehlungen statt, Aussagen ueber die Lage von Rastund Schlafplaetzen wurden ueberprueft. Ferner wurden Kormoranbeobachtungen des Kuratoriums fuer avifaunistische Forschung, des Landesfischereiverbandes, der Meldungen der Staatl. Fischereiaufseher (Reg.-Bezirke Tuebingen und Freiburg) sowie einschlaegige Presseverlautbarungen beruecksichtigt.

Entwicklung nutzbarer Fischbestände in neu entstandenen Braunkohletagebauseen der Lausitz, fischereiliches Gutachten Speichersee Burghammer (Bernsteinsee)

Zielstellung: Die Ziele des Projektes bestehen in der Untersuchung der Lebensbedingungen für Fische und der Entwicklung des Fischbestandes im Speicherbecken Burghammer (Bernsteinsee), der Erarbeitung eines fischereilichen und fischfaunistischen Leitbildes und der Ableitung fischereilicher Maßnahmen zum Aufbau eines gewässertypischen Fischbestandes. Material und Methoden: 2014 wurden Fischbestandserfassungen mittels Multimaschenstellnetzen und Elektrobefischungen durchgeführt. Parallel zu den Befischungen wurde auch das Zooplankton und das Makrozoobenthos untersucht. Ergebnisse: Der Bernsteinsee ist ein 482 ha großes und vielseitig strukturiertes Gewässer, dessen Flutung 2009 abgeschlossen wurde. Nach Beendigung der Flutung kam es zur Versauerung, so dass das Gewässer bis einschließlich 2014 wiederholt gekalkt wurde. 2014 lagen die pH-Werte im Jahresmittel bei 7,0, die Phosphorgehalte waren gering und das Wasser war gut mit Sauerstoff versorgt. Die Abundanz, Biomasse und Artenanzahl des Zooplanktons und der Bodentiere waren, vermutlich in Folge der pH-Wert-Schwankungen und Kalkung, sehr gering. 2014 wurden die zehn Fischarten Barsch, Blei, Gründling, Güster, Hecht, Kaulbarsch, Plötze, Rotfeder, Ukelei und Wels in geringer Anzahl und Biomasse nachgewiesen, wobei Barsch und Plötze dominierten. Das fischereiliche und fischfaunistische Leitbild des Bernsteinsees ist ein von Großmaränen dominierter 'Maränensee' mit Tendenzen zum Hecht-Schlei-See. Dieses tagebauseespezifische neue Leitbild ergibt sich aus der speziellen Morphometrie und der niedrigen Trophie des Gewässers. Die ausgedehnten Bodenflächen bieten der benthivoren Großen Maräne gute Bedingungen, sofern die pH-Werte dauerhaft neutral bleiben und der Sauerstoffgehalt im Tiefenwasser über 3 mg/l liegt.

Monitoring der Fischfauna in der Spree oberhalb und unterhalb der Abwassereinleitung der ABA I und II

Zielstellung: Ziel des Projektes ist die Untersuchung des Einflusses der Einleitung der ABA I und II auf den lokalen Fischbestand der Spree mittels Elektrofischerei über drei Jahre. Material und Methoden: 2014 wurde die erste Fischbestandserfassung mittels Elektrofischerei in der Spree stromaufwärts und -abwärts der Abwassereinleitung (ABA I und II) am Industriepark Schwarze Pumpe durchgeführt. Parallel zur Befischung wurden wichtige Wasserparameter, die Uferstruktur und der Substrattyp aufgenommen. Ergebnisse: 2014 wurden die 13 Fischarten Aal, Barsch, Bitterling, Blei, Döbel, Giebel, Güster, Hasel, Hecht, Plötze, Rotfeder, Ukelei und Wels in wenigen Exemplaren nachgewiesen. Barsch und Plötze waren am häufigsten, von den anderen Arten wurden Einzelexemplare gefangen. Oberhalb der Klärwerkseinleitung wurden weniger Fische und Fischarten nachgewiesen als unterhalb. Auch war der Anteil der Stillwasserarten dort höher. Diese Unterschiede dürften weniger mit der Einleitung als vielmehr mit dem Wehr in Verbindung stehen, das sich direkt oberhalb der Einleitung befindet und unterschiedliche Umweltbedingungen in den Teilstrecken verursacht. Insgesamt entsprach der Fischbestand in Abundanz und Artenzusammensetzung weder oberhalb noch unterhalb der Einleitung der Fischgemeinschaft, die in einem natürlichen Gewässer dieser Fließgewässerregion zu erwarten wäre. Eine wesentliche Beeinträchtigung für die Fischfauna dürfte auch von der in diesem Abschnitt der Spree stark ausgeprägten 'Verockerung' ausgegangen sein.

Monitoring der Fischfauna gemäß EG-WRRL in ausgewählten Fließgewässern des Landes Brandenburg im Jahr 2015 - Erfolgsmonitoring Fische

Zielstellung: Im Zusammenhang mit der Umsetzung der EG-WRRL war an 103 vorgegebenen Messstellen in 38 Fließgewässern Brandenburgs eine Bestandsaufnahme der Fischfauna durchzuführen und der fischökologische Gewässerzustand zu bewerten. Die Auswahl betraf überwiegend Gewässer, an denen Maßnahmen zur Verbesserung des ökologischen Zustandes geplant oder bereits durchgeführt worden sind. Material und Methoden: Die Befischungen erfolgten nach standardisierter Methodik (fiBS, Elektrofischerei) im Zeitraum August - Oktober 2015. Neben den Fischbestandserfassungen waren physikalischchemische Wasserparameter aufzunehmen sowie die morphologischen und strukturellen Gegebenheiten an den Messstellen zu dokumentieren. Ergebnisse: Es wurden insgesamt 57.547 Individuen und 38 Fischarten nachgewiesen. Die erhobenen Daten waren messpunktspezifisch gemäß fiBS zu bewerten und in eine spezielle Datenbank des LUGV zu integrieren. Aufgenommene Strukturdaten wurden ebenfalls in diese Datenbank importiert. Im Abschlussbericht wurden die Bewertungsergebnisse sowohl im Überblick als auch detailliert für jede Messstelle dargestellt und mittels Fotodokumentation untersetzt. Insgesamt befanden sich etwa 28 % der untersuchten Fließgewässer in einem schlechten, 28 % in einem unbefriedigenden, 24 % in einem mäßigen und 20 % in einem guten ökologischen Zustand. Ursachen für die überwiegend mäßigen bis schlechten ökologischen Gewässerzustände waren neben der ungünstigen Abflusssituation (Niedrigwasser) im Jahr 2015 auch die eingeschränkte ökologische Durchgängigkeit, starke strukturelle Defizite und eine intensive Gewässerunterhaltung.

Bewertung der fischereilichen Entwicklung und der Nutzungsmöglichkeiten des Gröberner Sees

Zielstellung: Das Ziel des Projektes ist die Bewertung der fischereilichen Entwicklung und der fischereilichen Nutzungsmöglichkeiten des Gröberner Sees unter Einbeziehung der vorhandenen Nahrungsgrundlage für Fische, des aktuellen Fischbestandes und von Daten zur Morphologie und Wasserqualität. Material und Methoden: Die Erfassung des morphometrischen, hydrologischen, wasserchemischen und trophischen Zustandes des Gewässers erfolgt auf der Grundlage der vorhandenen aktuellen Unterlagen und Untersuchungsergebnisse der LMBV. Die Ermittlung der Nahrungsgrundlage für Fische wurde durch die Untersuchung des Zooplanktons sowie der Bodentiere vorgenommen. Die Erfassung des vorhandenen Fischbestandes erfolgte mittels Multimaschenstellnetzen im Pelagial und im Sublitoral, Maränennetzen im Pelegial und großmaschigen Grundstellnetzen sowie mit Hilfe der Elektrofischerei im Gelege. Abschließend werden aus diesen Daten Aussagen zu den Anforderungen an die zukünftige fischereiliche Bewirtschaftung abgeleitet. Ergebnisse: Der Gröberner See ist ein 374 ha großes und 50 m tiefes, circumneutrales, nährstoffarmes und im Sommer geschichtetes Gewässer mit ausreichenden Sauerstoffkonzentrationen bis zum Grund. Bei der Erfassung des Fischbestandes mit den aufgeführten Fangmethoden wurden die 18 Fischarten Aland, Barsch, Blei, Döbel, Dreistachliger Stichling, Giebel, Gründling, Hasel, Kaulbarsch, Kleine Maräne, Plötze, Rotfeder, Schleie, Sonnenbarsch, Spiegelkarpfen, Ukelei, Wels und Zander nachgewiesen. Der Gesamtfang wurde durch Barsche und Kleine Maränen dominiert. Die detaillierte Auswertung der Fänge und der Nahrungsgrundlage für Fische sowie die abschließende Einschätzung der fischereilichen Entwicklung und der Nutzungsmöglichkeiten des Fischbestandes erfolgen 2016.

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