Die Schmiedewerke Gröditz GmbH, Riesaer Straße 1, 01609 Gröditz beantragte mit Datum vom 12. Februar 2024, geändert nochmals am 12. Juli 2024, die Genehmigung gemäß § 16 Abs. 2 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Mai 2013 (BGBl. I S. 1274; 2021 I S. 123), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 3. Juli 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 225) geändert worden ist, für die wesentliche Änderung des Elektrostahlwerkes am Standort 01609 Gröditz, Riesaer Straße 1. Das Vorhaben umfasst im Wesentlichen die folgenden Maßnahmen: • Beantragung der Genehmigung der Abweichungen zwischen der Realisierung des 1. Bauabschnittes und der mit Datum vom 19. Juni 2018 beschiedenen Anzeige nach § 15 Abs. 1 BImSchG zur Neugestaltung und Optimierung des bestehenden Schrottplatzes, Bauabschnitt 1 - geänderter Aufbau bzw. geänderte Struktur des Schrottumschlagplatzes, Abriss des Gebäudes 11, Neubau einer Leichtbauhalle als eingeschossige ungeheizte Lagerhalle, Aufstellung von zwei übereinanderstehenden Standard-Bürocontainern. • Umgestaltung des Schrottplatzes durch Realisierung des 2. Bauabschnittes - abgetrennte Lagerboxen, Lagerflächen
Die vollständige Dekarbonisierung der deutschen Industrie ist eine Mammutaufgabe, die grundlegende Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft hat und nur unter Einbindung aller Stakeholder erfolgreich werden kann. Das Projekt "DekarbInd" hat in verschiedenen Workshops mit diesen Stakeholdern gemeinsam Lösungen erarbeitet. Teilbericht 2: Die Stahlindustrie ist für ca. 20 % der industriellen Emissionen und damit für etwa 5 % der gesamten deutschen Emissionen verantwortlich. Im Rahmen des Teilprojekts wurden Eckpunkte für eine Roadmap zur Dekarbonisierung der Stahlindustrie herausgearbeitet. Stakeholder wie Stahlhersteller, Anlagenbauer, Banken, NGOs und Wissenschaft wurden auf partizipative Weise einbezogen. Zentrale Aspekte sind die Umstellung auf Direktreduktion mit grünem Wasserstoff, die Erhöhung des Schrotteinsatzes und die Dekarbonisierung der Elektrostahlproduktion. Veröffentlicht in Climate Change | 06/2024.
Die Schmiedewerke Gröditz GmbH, Riesaer Straße 1, 01609 Gröditz beantragte mit Datum vom 12. Januar 2023 die Genehmigung gemäß § 16 Abs. 2 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Mai 2013 (BGBl. I S. 1274; 2021 I S. 123), das zuletzt durch Artikel 11 Absatz 3 des Gesetzes vom 26. Juli 2023 (BGBl. 2023 I Nr. 202) geändert worden ist, für die wesentliche Änderung des Elektrostahlwerkes am Standort 01609 Gröditz, Riesaer Straße 1.
Das Pariser Klimaabkommen zielt darauf ab, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Hierfür hat sich Deutschland das Ziel gesetzt, bis 2045 treibhausgasneutral zu werden. Um dies zu erreichen, müssen die Emissionen in allen Sektoren drastisch gesenkt werden. Im Bereich der industriellen Emissionen steht die Stahlindustrie besonders im Fokus, da sie hier für 20 % der Emissionen und damit für etwa 5 % der gesamten deutschen Emissionen verantwortlich ist. Hier setzt das Projekt DekarbInd an. Im Rahmen des zweieinhalbjährigen Projekts wurden Eckpunkte für eine Roadmap zur Dekarbonisierung der Stahlindustrie herausgearbeitet. Stakeholder wie z. B. Stahlhersteller, Anlagenbauer, aber auch gesellschaftliche Interessengruppen und die Wissenschaft wurden auf partizipative Weise einbezogen. Sie nahmen aktiv an Workshops zu verschiedenen Themen teil, kommentierten Thesenpapiere und brachten so ihre Expertise in das Projekt ein. Dieser Abschlussbericht bietet Einblicke in Hemmnisse auf dem Weg zu einer Dekarbonisierung der Stahlproduktion und zeigt nächste Schritte und Maßnahmen auf, die dazu beitragen können, die Barrieren zu überwinden und die Stahlindustrie weiter in Richtung Dekarbonisierung zu lenken. Zentrale Aspekte sind dabei, die Umstellung auf Direktreduktion des Eisenerzes mit grünem Wasserstoff, die Erhöhung des Schrotteinsatzes und die Dekarbonisierung der Elektrostahlproduktion. Quelle: Forschungsbericht
Berichtsjahr: 2022 Adresse: Woltersdorfer Str. 40 14770 Brandenburg an der Havel Bundesland: Brandenburg Flusseinzugsgebiet: Elbe/Labe Betreiber: B.E.S. Brandenburger Elektrostahlwerke GmbH Haupttätigkeit: Herstellung von Roheisen oder Stahl einschl. Stranggießen > 2,5 t/h
Berichtsjahr: 2022 Adresse: Wolfgang-Küntscher-Straße 18 16761 Hennigsdorf Bundesland: Brandenburg Flusseinzugsgebiet: Elbe/Labe Betreiber: H.E.S. Hennigsdorfer Elektrostahlwerke GmbH Haupttätigkeit: Herstellung von Roheisen oder Stahl einschl. Stranggießen > 2,5 t/h
Die Brandenburger Elektrostahlwerke GmbH (B.E.S.) betreibt auf ihrem Betriebsgelände eine Schlackendeponie zur Entsorgung von im Betriebsprozess anfallender Schlacken und stahlwerkstypischere Reststoffe. Das Vorhaben umfasst die Sicherung und Rekultivierung des Teilbereichs DA 7 der Betriebsdeponie.
Die vorhandene Gashochdruckversorgungsleitung (HD-Leitung) DN 400 St DP 16 der Netz-gesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG (NBB) aus dem Jahr 1956 ist kathodisch geschützt. Der Schutzstrombedarf ist angestiegen. Messungen zeigten diverse Fehlstellen in der Umhüllung. Daher plant die NBB in der Stadt Velten, Gemarkung Falkenhage Forst (V), Landkreis Oberhavel, die Auswechslung der vorhandenen HD-Leitung vom Schilderpfahl (SPf) 73 östlich der BAB 111 bis zur Schiebergruppe (BP 532). Die Leitung kann maximal 7 Tage außer Betrieb genommen werden. Deswegen soll ein Großteil der Erneuerung in Paral-lelverlegung mit ca. 1 Meter Abstand zur Altleitung realisiert werden. Letztere wird inertisiert (Verfahren zum Explosionsschutz) und nur im Bereich der Kreuzung der Gleisanlagen der Betriebsbahn der Hennigsdorfer Elektrostahlwerke GmbH verdämmt. Die standortgleiche Auswechslung der Armaturengruppe ist ebenfalls Bestandteil des Vorhabens. Auf einer Länge von ca. 287 m ist die Realisierung in geschlossener Bauweise vorgesehen, sowie auf ca. 1.683 m Länge die offene Bauweise. Somit ergibt sich eine Gesamtbaulänge von fast 1970 m. Eine Genehmigung zur temporären Waldumwandlung im Umfang von 1,2 ha wurde erteilt. Eine Erweiterung des Gashochdrucknetzes findet nicht statt.
Die Georgsmarienhütte GmbH betreibt am Standort Georgsmarienhütte eine Anlage zur Stahlerzeugung (Elektrostahlwerk). Für diese Anlage plant sie verschiedene Änderungen an der Betriebsweise und die Umsetzung kleinerer baulicher Maßnahmen. Im Einzelnen sind folgende Änderungsmaßnahmen beantragt: • Änderung der Emissionsgrenzwerte für Stickoxide (NOx) und Schwefeldioxid (SO2) an den Kaminen des Elektroofens und der Pfannenöfen, • Festlegung von Emissionsmassenstrom-Grenzwerten für das Elektrostahlwerk, • Einsatz von sekundärmetallurgischer Schlacke (SEKS) im Elektroofen, • Erweiterung des automatischen Dosiersystems um einen weiteren 60 m³ Bunker für SEKS, • Änderungen des Schlackeplatzes, • Anpassung der Nebenbestimmungen bestehender Genehmigungsbescheide und Mitteilungen.
Ziel dieses Vorhabens war das deutliche Übertreffen des Standes der Technik bei Herstellung von Langprodukten aus Stahl in einem kombinierten Stahl-/Walzwerk (Minimill) in Bezug auf Energieeinsatz und Emissionsbelastungen. Dies wird dadurch erreicht, indem etwa 75 % der aus dem Stahlwerk austretenden heißen Knüppel direkt in dem nachgeschalteten Walzwerk verarbeitet werden. Hierdurch kann bei dem weit überwiegenden Anteil der stahlwerksseitig erzeugten Knüppel auf das Aufwärmen von Raumtemperatur auf Walztemperatur (ca. 1.250 ˚C) verzichtet werden. Dieses Vorgehen wird durch eine neuartige Verfahrenskombination aus metallurgischen, anlagentechnischen und logistischen Maßnahmen ermöglicht. Insbesondere werden durch die Verknüpfung von Schrottwirtschaft, Schmelzbetrieb, Stranggussanlage und Walzwerk auf Prozessleitebene die bisher weitgehend getrennten Prozesse miteinander verbunden und gesamtheitlich optimiert. Mit einer erreichten Direkteinsatzquote von bis zu 75% an der gesamten Einsatzmenge wird an einer Bestandsanlage ein weltweit neuer Standard demonstriert. Mit der neuartigen Verfahrenskombination werden gegenüber dem vorherigen Fertigungsstand folgende wesentlichen umwelttechnischen Verbesserungen auf Basis der in 2017 verzeichneten Jahreserzeugung erreicht: - Reduzierung des Gasverbrauches um 107,52 GWh/Jahr - Reduzierung des elektrischen Energieeinsatzes am Lichtbogenofen um 9,52 GWh/Jahr - Erhöhung des Stahlwerksausbringens um 3,44 %-Punkte, entsprechend einem Mindereinsatz von Schrotten in Höhe von 41.125 t/Jahr - Verringerung von Schlacken und Staubmengen um 32.951 t/Jahr - Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 26.442 t/Jahr bezogen auf die eingesparte Energie. Dem budgetierten Investitionsvolumen für das Projekt in Höhe 9.030.032 Euro stehen Ausgaben in Höhe von von 9.010.794 Euro gegenüber. Den Investitionskosten von ca. 9 Mio. Euro steht ein jährlicher Ergebniseffekt von ca. 13,9 Mio. Euro pro Jahr gegenüber. Die Amortisationsdauer beträgt somit knapp ein Jahr. Das Ergebnis untermauert daher auch die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit dieser Zukunftsinvestition für unser Unternehmen. Mit der erfolgreichen Inbetriebnahme der innovativen Fertigungslinie ist der erstmalige großtechnische Einsatz dieser Technik in der Bundesrepublik Deutschland realisiert worden. Das Anlagenkonzept ist auf die Mehrzahl von Elektrostahlwerken mit angeschlossenen Walzwerken weltweit übertragbar. Quelle: Forschungsbericht
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