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GcBÜK400 - Kupfer im Oberboden

Kupfer ist ein für die Ernährung aller Lebewesen essentielles Element, das jedoch bei einem extremen Überangebot zu toxischen Wirkungen führen kann. Der mittlere Cu-Gehalt der Gesteine der oberen kontinentalen Erdkruste (Clarkewert) beträgt 14 mg/kg. Analog zu Chrom und Nickel ist es vor allem in basischen Gesteinen angereichert (Diabase, Basalte, Metabasite). Die mittleren Cu-Gehalte (Mediane) der sächsischen Haupt-gesteinstypen reichen von 2 bis 67 mg/kg, der regionale Clarke des Erzgebirges/Vogtlandes beträgt 23 mg/kg. Geogene Cu-Anreicherungen sind vor allem im Erzgebirge über den hier weit verbreiteten Mineralisationen zu finden. Chalkopyrit (Kupferkies) ist nahezu in allen Mineralassoziationen als sog. Durchläufermineral verbreitet. Starke anthropogene Cu-Einträge werden vor allem durch die Buntmetallurgie verursacht. Durch die vielfältige Verwendung von Cu, u. a. in der Elektrotechnik, als Legierungsmetall, Rohrleitungsmaterial und Regenrinnen, wird das Element auch verstärkt in das Abwasser eingetragen. Für unbelastete Böden gelten Cu-Gehalte von 2 bis 40 mg/kg als normal. Die regionale Verteilung der Cu-Gehalte im Oberboden wird vor allem durch den geogenen Anteil der Substrate bestimmt. Auf Grund der erhöhten Cu-Gehalte der im Vogtland weit verbreiteten Diabase (58 mg/kg), der punktförmig auftretenden tertiären Basaltoide (60 mg/kg) und der lokal eingelagerten Amphibolite (46 mg/kg) des metamorphen Grundgebirges, kommt es zu anomal hohen Cu-Gehalten in den Verwitterungsböden über den genannten Festgesteinen. Durch eine verstärkte Lössbeeinflussung (mit relativ niedrigen Cu-Gehalten von ca. 12 mg/kg), kann es über Cu-reichen Substraten, je nach Lössanteil, zu einem "Verdünnungseffekt" kommen (z. B. über den Monzonitoiden bei Meißen). Extrem niedrige Cu-Konzentrationen sind in den Verwitterungsböden über sauren Magmatiten (Granit von Ei-benstock, Teplice-Rhyolith), Metagranitoiden (Erzgebirgs-Zentralzone), Sandsteinen (Elbsandstein- und Zittauer Gebirge) und bei Bodengesellschaften aus periglaziären sandigen Decksedimenten in Nordsachsen zu beobachten. Bedeutende regionale Anomalien befinden sich vor allem im Freiberger Raum, dem wichtigsten früheren Standort des Bergbaus und der Verhüttung polymetallischer Erze. Die anthropogenen Einträge sind aber i. W. auf die unmittelbare Umgebung der Hüttenstandorte beschränkt. Dabei kommt es zu Überlagerung mit geogenen Anteilen im Boden, die in ursächlichem Zusammenhang mit der Verbreitung von Kupferkies führenden Mineralassoziationen stehen. Analoge Verhältnisse finden sich, wenn auch in abgeschwächter Form, im Raum Schneeberg - Schwarzenberg - Annaberg-Buchholz - Marienberg. Besonders hohe Cu-Gehalte weisen die Auenböden der Freiberger Mulde auf. Nach Eintritt der Freiberger Mulde in das Freiberger Bergbau- und Hüttenrevier kommt es zu einer nachhaltigen stofflichen Belastung der Auenböden, die über die Aue der Vereinigten Mulde bis an die nördliche Landesgrenze reicht. Erhöhte Cu-Gehalte, jedoch auf deutlich niedrigerem Niveau, treten auch in den Auenböden der Zwickauer Mulde auf, wo sich im Einzugsgebiet die polymetallischen Vererzungen des Westerzgebirges befinden. Infolge der beschriebenen geogenen und anthropogenen Prozesse werden in den Auenböden der Freiberger und der Vereinigten Mulde die Maßnahmenwerte der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) für Grünlandnutzung (Schafhaltung) teilweise überschritten.

Diskursgeschichte der EMF -Kritik in Deutschland – Akteure und Positionen

Diskursgeschichte der EMF -Kritik in Deutschland – Akteure und Positionen Projektleitung: IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gemeinnützige GmbH Berlin in Kooperation mit der DIALOGIK gemeinnützige Gesellschaft für Kommunikations- und Kooperationsforschung mbH , Stuttgart, sowie der Kommunikationsbüro Ulmer GmbH , Stuttgart Beginn: 01.09.2024 Ende: 31.08.2026 Finanzierung: 494.755,16 Euro Hintergrund Strommasten, Mikrowellen, Handys oder „Elektrosmog“ – wir hören oft von Diskussionen über die möglichen Gefahren, die von elektromagnetischer Strahlung ausgehen könnten. Gab es solche Bedenken auch schon früher? Wie alt ist die Sorge und wer hat diese Sorgen vorgebracht? Darüber ist bisher selbst unter Fachleuten wenig bis nichts bekannt. Zielsetzung Das Projekt soll herausfinden, wer seit der Gründung des Deutschen Kaiserreichs und dem Beginn des deutschen Nationalstaats im Jahr 1871 in Deutschland (und seinen Vorgängerstaaten) Bedenken gegen künstliche elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder ( EMF ) geäußert hat und warum. Im Fokus stehen vor allem die gesellschaftliche und (pseudo-)wissenschaftliche Kritik des technologischen Ausbaus der Infrastruktur im Zusammenhang mit elektromagnetischen Feldern. Ziel ist es, besser zu verstehen, wie die Diskussion über diese Themen entstand und sich entwickelte. Als Ergebnis sollen empirische und systematische Einsichten über die Struktur, Funktion und Dynamik des Diskurses gewonnen und darauf aufbauend Empfehlungen für die Risikokommunikation des BfS erarbeitet werden. Quelle: うみの丘デザイン/Stock.adobe.com Durchführung Das Projekt untersucht den Zeitraum der vergangenen 150 Jahre. In diesem Zeitraum ist der Einfluss von Technologie auf unser Leben gewachsen: Während die Elektrotechnik vor 150 Jahren noch in den Kinderschuhen steckte, sind elektronische Geräte heute allgegenwärtig und aus dem Alltag kaum wegzudenken. Technologische Veränderungen wurden in der Gesellschaft unterschiedlich wahrgenommen, Nutzen und Risiken manchmal kontrovers debattiert. Darüber hinaus haben sich die Strukturen der Sprache, der Wissenschaft und des Wissens massiv verändert. Viele Begriffe, Weltsichten, akzeptierte Argumentationsweisen, Stand von Wissenschaft und Technik, aber auch das in der Gesellschaft vorhandene Wissen sind heute völlig anders strukturiert als vor 150 Jahren. Mit diesem Wandel einher gehen neue Möglichkeiten für Diskurse, – neue Öffentlichkeiten, neue Praktiken der Kritik, veränderte gesellschaftliche Wahrnehmung solcher Kritik. All dies erfordert eine kontextsensible Untersuchung, die Einsichten aus verschiedenen geschichtswissenschaftlichen Zugängen (Technik, Wirtschaft, Politik, Umwelt, Kultur, Recht und Gesellschaft) einbringt. Das Projekt verwendet eine Methode, die sowohl die Sprache als auch die Positionen der Akteure berücksichtigt, die sich zu elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern äußern. Dabei wird untersucht, wie die Diskussion in den jeweiligen Zeitkontext passt. Für diese Studie wird ein explorativer Zugang gewählt, denn sie wagt sich auf bisher wenig erforschtes Gebiet vor. Zunächst wird der Stand von Wissenschaft und Technik anhand von Sekundärliteratur identifiziert. In einem weiteren Schritt werden Archivgüter unter anderem in staatlichen, wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Archiven recherchiert. Auch die Archive von Unternehmen und Unternehmensverbänden werden berücksichtigt. So sollen empirische und systematische Einsichten über die Struktur, Funktion und Dynamik der Kritik des technologischen Ausbaus der Infrastruktur im Zusammenhang mit elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern über den Zeitraum von mehr als 150 Jahren gewonnen werden. Als methodische Herangehensweise wird eine historische Diskursanalyse gewählt. Sie umfasst fünf unterschiedliche Ebenen: die (sprachliche) Struktur, also die „Ordnung des Diskurses“, bestehend aus bestimmten Begriffen, Begriffszusammenhängen und Argumentationsmustern (Topoi), Frames (Rahmen) und Narrativen; eine Akteursanalyse zur Identifizierung der zentralen Akteure bzw. Akteursgruppen und ihrer unterschiedlichen Rollen; die Ermittlung etwaiger wirtschaftlicher, politischer oder rechtlich-regulativer Folgen des Diskurses um elektromagnetische Felder; die Verbindung zwischen Argumenten und Akteure im Zeitverlauf: Können den Akteuren feste Argumentationsmuster zugeschrieben werden oder wie entwickelten sich Positionen im Zeitverlauf? die Beziehung von Experten- und Laienwissen im Diskursverlauf: Welche Akteure vertrauen wissenschaftlich-technischen Erkenntnissen, welche stehen neuen Technologien und oft mit ihnen verbundenen Unsicherheiten skeptisch gegenüber? Die Ergebnisse sollen das BfS dabei unterstützen, aktuelle Dynamiken des gesellschaftlichen Diskurses zu möglichen Risiken elektrischer, magnetischer und elektromagnetischer Felder historisch besser einordnen zu können und damit die aktuelle Risikokommunikation besser gestalten zu können. Stand: 20.03.2025

Energieaufsicht Sicherheit der Energieversorgung Genehmigung des Netzbetriebes Belieferung von Kunden mit Energie Transport von Strom und Gas Versorgungssicherheit Gasspeicher Krisenvorsorge Dokumente

Die Kontrolle der Sicherheit und Zuverlässigkeit der Energieversorgung und der Leitungsnetze gehört auf Grundlage von § 49 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) zu den Aufgaben der Energieaufsicht. Zuständig dafür ist das Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt (MWU). Das Energierecht setzt dabei vor allem auf die Eigenverantwortung. Deshalb legen die technischen Fachverbände der Energiewirtschaft (zum Beispiel der VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. und der DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. ) die Anforderungen an die Ausstattung und technische Sicherheit Anlagentechnik im Sinne anerkannter Regeln der Technik fest. Die Energieaufsicht wird in der Regel nur anlassbezogen tätig. Ihr obliegt keine formalisierte Überwachung im Zuge einer konkreten Anlagen- oder Komponentengenehmigung. Wer den Betrieb eines Energieversorgungsnetzes für Elektrizität und Gas aufnehmen möchte, benötigt gemäß § 4 EnWG eine Genehmigung der nach Landesrecht zuständigen Behörde. Für in Sachsen-Anhalt gelegene Netze ist diese Behörde das Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt (MWU). Mit der Beantragung muss der Nachweis erbracht werden, dass das Unternehmen die personelle, technische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit besitzt, den Netzbetrieb entsprechend den Vorschriften des EnWG auf Dauer zu gewährleisten. Welche Antragsunterlagen einzureichen sind, entnehmen Sie bitte dem nebenstehenden Merkblatt zur Beantragung der Genehmigung des Netzbetriebes nach § 4 EnWG (PDF, 263KB). Wer vorsätzlich oder fahrlässig ohne Genehmigung nach § 4 Abs. 1 EnWG ein Energieversorgungsnetz betreibt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die nach § 95 EnWG mit einer Geldbuße geahndet wird. Energieversorgungsunternehmen, die Kunden mit Energie beliefern, ohne dabei ein Netz zu betreiben, benötigen keine Netzgenehmigung. Beliefern sie Haushaltskunden, sind gemäß § 5 EnWG die Aufnahme und Beendigung der Tätigkeit sowie Änderungen ihrer Firma bei der Bundesnetzagentur unverzüglich anzuzeigen. Die eigentliche Belieferung von Kunden, der Verkauf von Strom und Gas, unterliegt dem freien Markt. Jeder kann sich seinen Strom- oder Gasanbieter frei wählen und dabei zum Beispiel auf den Preis und die Herkunft der Energie achten. Anders ist das beim Transport von Strom und Gas durch die Leitungsnetze. Diese Netze gehören einzelnen Netzbetreibern, die nicht frei gewählt werden können. Aus diesem Grund werden die Höhe der Netzentgelte durch die Bundesnetzagentur und die Landesregulierungsbehörde kontrolliert. Die Strom- und Gasnetze werden durch die Netzbetreiber sicher betrieben. Dadurch ist die Versorgungssicherheit im Strom- und Gasbereich sehr hoch. Zum Ausdruck kommt das beispielsweise im SAIDI-Wert (System Average Interruption Duration Index). Dieser Wert gibt die durchschnittliche Ausfalldauer je versorgtem Verbraucher an. Zuletzt lag der SAIDI-Wert bei nur 12,8 Minuten im Strom- und 1,26 Minuten im Gasbereich. Die SAIDI-Werte werden durch die Bundesnetzagentur erhoben und auf deren Webseite für Strom und Gas veröffentlicht. Während Strom nur in sehr kleinem Maß (in Pumpspeicherkraftwerken oder Batterien) gespeichert werden kann, lässt sich Erdgas sehr gut speichern. Dies erfolgt meist in unterirdischen Speichern, beispielsweise ehemaligen Gaslagerstätten oder in großen Hohlräumen in Salzlagerstätten, den sogenannten Kavernen. In Sachsen-Anhalt befinden sich Gasspeicher für 32.400 Terawattstunden (TWh), das sind 14 Prozent der bundesdeutschen Vorräte. Die in Deutschland insgesamt gespeicherte Gasmenge entspricht etwa 28 Prozent des deutschen Jahresverbrauchs. Nur noch etwa 8 Prozent des hier verbrauchten Erdgases stammen aus deutscher Förderung. Die Gasversorgung in Deutschland ist jedoch wegen der vielen Importquellen sehr sicher. Die Speicherung ist vor allem deshalb notwendig, weil im Winter an Tagen mit besonders hohem Wärmebedarf zusätzlich zu den Importen auch im Sommer eingespeichertes Gas in die Gasleitungen eingespeist werden muss. Durch Wettereinflüsse, technische Störungen, Unfälle oder Handlungen Dritter kann die Energieversorgung gestört werden. Die Betreiber von Strom- und Gasnetzen bereiten sich auf solche Störfälle vor und haben rund um die Uhr Einsatzpersonal und Material verfügbar.

Wasserkraftanlage Bodemer Wehr in Zschopau an der Zschopau (Fluss-km 74,118) – Neubau eines Flusskraftwerks mit Wehrsanierung

Gz.: C46-0522/1108/26 Am 2. Juni 2020 wurde die Planfeststellung für die Errichtung eines neuen Flusskraftwerkes "Bodemer Wehr" in Zschopau an der Zschopau, Fluss-km: 74+118, beantragt. Es ist geplant, die vorhandene Wasserkraftanlage (WKA) Bodemer Wehr stillzulegen, die derzeit als Ausleitungskraftwerk in Zschopau an der Zschopau am Fluss-km: 74,118 betrieben wird. Anstelle des Ausleitungskraftwerkes soll ein neues Flusskraftwerk errich-tet werden. Hierbei ist vorgesehen, das 6,80 m hohe Wehr weiterhin zu nutzen und unmittelbar an diesem Wehr rechtsseitig das neue Flusskraftwerk zu bauen. Der feste Wehrkörper soll umfassend instandgesetzt werden, um auch weiterhin die notwendige Standsicherheit zu gewährleisten. Der vorhandene dreiteilige Schlauchwehraufsatz des Wehres wird entfernt und stattdessen wird eine neue zweiteilige bewegliche Wehrklappe als beweglicher Aufsatz installiert. Dies geht mit einem Rückbau der beiden Trennpfeiler einher. Die Oberkante der beiden neuen Stauklappen wird auf einer Höhe von 327,29 m ü. NHN16 liegen und damit dem derzeitigen Betriebsstauziel des Ausleitungskraftwerkes entsprechen. Im Zuge der Errichtung des neuen Flusskraftwerkes sollen im unmittelbaren Wehrbereich eine Fischaufstiegsanlage und eine Fischabstiegsanlage zur Sicherstellung der gewässerökologischen Durchgängigkeit sowie ein neuer Horizontalrechen als Fischschutzmaßnahme entstehen. Benennung der vorgesehenen Maßnahmen: - Instandsetzung der bestehenden Wehranlage einschließlich des Umbaus des Wehraufsatzes von einem dreifeldrigen Schlauchwehr in ein zweifeldriges Klappenwehr unter Beibehaltung des Betriebsstauzieles von 327,29 m ü. NHN16 und eines Maximalstauzieles von 327,39 m ü. NHN16, - Errichtung eines neuen rechtsseitigen Flusskraftwerkes in einem neuen Turbinenhaus (zwei vertikale Kaplan-Turbinen) unter Beibehaltung der Ableitmenge von 15 m³/s unmittelbar am Wehr, - Neubau einer rechtsseitigen Fischaufstiegsanlage in Form eines Schlitzpasses mit einer Dotationsmenge mit Q30 = 880 l/s und Q330 = 950 l/s, - Neubau einer rechtsseitigen Fischabstiegsanlage mit einer Beaufschlagung von insgesamt 448 l/s, - Einbau einer neuen Horizontalrechenanlage mit 15 mm lichter Stabweite, - Ausbau der vorhandenen Anlagentechnik im Turbinenhaus des – derzeit noch – bestehenden Ausleitungskraftwerkes (Stahlwasserbau mit Feinrechen und Schützen, Maschinentechnik mit Turbinen und Hydraulikanlagen, Elektrotechnik mit Generatoren, Schaltschränken und Transformator), Rückbau des Turbinenhauses über Geländeoberkante und Verfüllung seines Tiefgeschosses, - flussseitige Zumauerung des Freifluterkanals am alten Turbinenhaus, Verplombung der beiden Turbinenauslässe mit Beton, - Verfüllung des Obergrabens des bestehenden Ausleitungskraftwerkes, - Verlegung des Tischauer Baches im Mündungsbereich zur Zschopau auf einer Länge von ca. 15 m in einen rechten Seitenarm der Zschopau, - Umfassende Instandhaltung des Bodemer-Wehres: o Verfüllung lokaler Unterspülungen zwischen Fels und Gründungssohle Wehr mit Beton, o Vertikale Bauwerksinjektion mit hydraulischen Bindemitteln zur Abdichtung des Wehrkörpers, o Mauerfugensanierung und Ersatz fehlender Steine, o Dauerhafter Verschluss der beiden Grundablässe im Wehr mit Beton, o Vertikale Verankerung des Wehrkörpers mittels Zugpfählen gegen den Felsuntergrund.

Schleusenneubau am Nordgeorgsfehnkanal nimmt Form an

Uplengen/Aurich. Seit Mai laufen die Arbeiten zum Ersatz der in die Jahre gekommenen Schleuse V am Nordgeorgsfehnkanal im Landkreis Leer durch einen modernen Neubau. Beim Großprojekt des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) konnten bis zum Winter wichtige Projektschritte abgeschlossen werden. In dieser Woche stehen letzte Betonarbeiten im Bereich der neuen Schleusenkammer an, bevor die Baustelle in Neudorf in der Gemeinde Uplengen in eine knapp zweiwöchige Winterpause geht. Seit Mai laufen die Arbeiten zum Ersatz der in die Jahre gekommenen Schleuse V am Nordgeorgsfehnkanal im Landkreis Leer durch einen modernen Neubau. Beim Großprojekt des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) konnten bis zum Winter wichtige Projektschritte abgeschlossen werden. In dieser Woche stehen letzte Betonarbeiten im Bereich der neuen Schleusenkammer an, bevor die Baustelle in Neudorf in der Gemeinde Uplengen in eine knapp zweiwöchige Winterpause geht. Inzwischen komplett vollzogen ist unter anderem der Abbruch und die Entsorgung der Bestandsbauteile der alten Schleuse, die im Rahmen des 1916 abgeschlossenen Kanalbaus errichtet worden war. Sie wird im Zuge des Bauprojekts an gleicher Stelle durch einen Neubau nach aktuellem Stand der Technik ersetzt. Ebenfalls bereits planmäßig fertiggestellt ist der unterirdische Massivbau des Bypass-Bauwerks, das künftig das Managen von Hochwasser an der Schleuse erleichtert. „Zurzeit werden, durch Spundwände geschützt, die Häupter und die Kammer der neuen Schleuse hergestellt. Konkret wird in dieser Woche die östliche Kammerwand betoniert – der letzte Bauabschnitt in diesem Jahr“, erklärt Klaus Kieseling, Projektleiter in der NLWKN-Betriebsstelle Aurich. Parallel laufen die Vorbereitungen zur Herstellung des Auslaufbauwerks für das Schöpfwerks an der Westseite der neuen Schleusenkammer. Bauprojekt im Zeitplan – Betonarbeiten im Fokus Bauprojekt im Zeitplan – Betonarbeiten im Fokus Ab Januar geht es auf der wasserwirtschaftlichen Baustelle dann mit der westlichen Kammerwand sowie den vertikal aufgehenden Betonbauteilen der Schleusenhäupter weiter. Zur Versorgung der Baustelle wird die an der östlichen Kanalseite angelegte Baustraße dabei weiterhin benötigt. Radfahrer müssen hier deshalb auch künftig die eingerichtete Umleitungsstrecke nutzen. „Kommt alles weiter so gut voran wie bisher, wird der Betonbau im Wesentlichen zum Sommer hin abgeschlossen sein“, so Klaus Kieseling. In einer anschließenden Bauphase folgen Maurerarbeiten, Stahlwasserbauarbeiten und der Einbau der neuen Schleusentore aus Holz. Mit der Ausrüstung der Anlage mit moderner Elektrotechnik soll das Bauvorhaben abgeschlossen werden. L 12 in der Weihnachtspause zweispurig L 12 in der Weihnachtspause zweispurig Während sich Anlieger entsprechend noch etwas in Geduld üben müssen, gibt es für den Straßenverkehr auf der L 12 zwischen Uplengen und Wiesmoor zumindest vorübergehend gute Nachrichten: Denn während der zweiwöchigen Weihnachtspause auf der Baustelle zwischen 21. Dezember und 5. Januar wird auch die Ampelschaltung mit einspuriger Verkehrslenkung an der L 12 aufgehoben. „Es wird also über den Jahreswechsel in diesem Bereich keine unnötigen Einschränkungen für den öffentlichen Straßenverkehr geben, wenn die Baustelle ruht“, betont Klaus Kieseling. Mithilfe der Schleuse in Neudorf wird am Nordgeorgsfehnkanal ein Höhensprung im Gewässer von 7,50 Meter auf neun Meter über NHN bewältigt. Neben seinem touristischen Wert als wichtiger Wasserweg, der das Leda-Jümme-Gebiet mit dem Ems-Jade-Kanal verbindet, spielt der Nordgeorgsfehnkanal vor allem bei der Hochwasserabführung für tausende Haushalte in der Region eine herausragende Rolle. Insgesamt investiert Niedersachsen in Uplengen in den kommenden zwei Jahren 5,7 Millionen Euro in die Erneuerung der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur.

Hein-Moeller-Schule

Seit über 15 Jahren engagiert sich die Lichtenberger Hein-Moeller-Schule aktiv im Klima- und Umweltschutz. Als Ausbildungsstätte im Elektrohandwerk spielt das Oberstufenzentrum für Energietechnik eine wichtige Rolle bei der Sensibilisierung und Schulung zukünftiger Energieexperten für den verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen. Ressourcenschonendes Schulgelände: Solaranlagen, Solarbäume und Kleinwindanlage Unter Einbeziehung der Schülerinnen und Schüler werden die vier Schulgebäude möglichst nachhaltig ausgestattet. So wurden die Häuser A und B bereits energetisch saniert, um die Umweltbilanz der Schule zu verbessern. Weiterhin befinden sich auf dem Gelände vier stattliche Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 96,5 kWp. Die Beleuchtung der Räumlichkeiten wurde zudem an Bewegungsmelder gekoppelt. Die Schülerinnen und Schüler werden aktiv in die Modernisierung der Gebäude mit einbezogen: Sie schließen Solarmodule an, bauen die Elektroanlagen der Schule um, führen Messungen zur Aufspürung von Energielecks durch und kontrollieren Betrieb und Wartung der Geräte. Eine Kleinwindanlage im Schulhof kann zum Aufladen von Smartphones und Handys genutzt werden. In einem zweijährigen Projekt konzipierte und plante eine Schülergruppe die zusätzliche Errichtung von „Solarbäumen“, die vor Ort konstruiert und aufgestellt wurden. Die darüber gewonnene Energie kann von den Lernenden frei genutzt werden – etwa zum Aufladen von Elektronikgeräten. Ladesäulen für Elektroautos sind in Planung. Sie sollen so aufbereitet werden, dass sie von den Azubis für den Elektrotechnik-Unterricht genutzt werden können – etwa, um Messungen durchzuführen. Um Mitarbeiter wie Lernende im gesamten Schulalltag für die Thematik zu sensibilisieren, werden die Projekte zur Energieeffizienz an der Schule sichtbar gemacht. Ein schuleigenes Anzeigensystem führt allen die Ergebnisse der erfolgreiche Projekte vor Augen. So können Schülerinnen wie Lehrer zum Beispiel jederzeit sehen, wie hoch die Energieernte der Solaranlagen ausfällt. Darüber hinaus lädt der Energiepfad der Hein-Moeller-Schule dazu ein, sich auf dem Schulhof mithilfe des selbstkonzipierten Poster über verschiedene regenerative Energiearten und ihren Einsatz in Deutschland zu informieren. Die Stationen des Energiepfades dienen darüber hinaus bei Projekten und Vorträge oftmals als Startpunkt. Die Schülerinnen und Schüler der Hein-Moeller-Schule sind die Experten für Elektrotechnik von morgen. Aus diesem Grund liegt ein besonderer Fokus auf der umfangreichen Information und Bildung der Lernenden in Sachen nachhaltiger Energiepolitik. Die angebotenen Bildungsveranstaltungen sind vielfältig gestaltet: Die Schülerinnen und Schüler besuchen Fachmessen, nehmen an Lehrgängen teil, führen Energieforen und Fachtagungen durch und erstellen selber Vorträge. Die Schule nimmt weiterhin an Aus- und Weiterbildungsprogrammen in den Bereichen Solarenergie und Energieeffizienz teil. Fokussieren sich die Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen an der Hein-Moeller-Schule vornehmlich auf die Schonung von Ressourcen durch Energieeffizienz, wird auch an die Ökovielfalt gedacht. 2019 zog ein Bienenvolk auf Initiative eines Lehrers auf das Schulgelände. Die Bienen sind auf dem Dach der Fachpraxisräume zuhause und fühlen sich im Herzen des Landschaftsschutzgebiets Herzberge sehr wohl. Einsatz neuer Technik | Regenerative Energien | Heiz-Management | Energierundgang | Stromsparendes Beleuchtungssystem | Biodiversität | Umweltfreundliche Klassenfahrten | Schulprogramm | Projekte Die Hein-Moeller-Schule zählt derzeit rund 1000 Auszubildende, Schülerinnen und Schüler. Diese werden von 58 Lehrenden betreut. Die Lichtenberger Schule befindet sich im Grünen, mitten im Landschaftsschutzgebiet Herzberge. Dem Leitbild des Oberstufenzentrums entsprechend werden Lernende zu toleranten, offenen und empathischen Bürgern mit einer tiefen demokratischen Selbstverständlichkeit gebildet. Durch eine durchlässige Schulstruktur und praxisnahen, zukunftsgerichteten Unterricht werden die Jugendlichen bestmöglich auf ihr Arbeitsleben vorbereitet. Energiesparmeister 2018/19 2. Preis beim Gasag Energy Cup 2009/10 und 2010/11 Berliner Klimaschule seit 2012 Bild: davit85/Depositphotos.com Weitere engagierte Schulen in Lichtenberg Übersicht: Diese Lichtenberger Schulen engagieren sich besonders im Klima- und Umweltschutz. Weitere Informationen Bild: Goodluz/Depositphotos.com Handlungsfelder Ressourcenschutz, Nachhaltigkeit, Klimabildung: In diesen Bereichen engagieren sich Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen für nachhaltige Verbesserungen im Klimaschutz. Weitere Informationen

§ 3 Zuständigkeiten

§ 3 Zuständigkeiten (1) Das Bundesamt ist im Rahmen dieser Verordnung zuständig für die Erteilung, die Ersatzausfertigung, den Umtausch, den Entzug, die Sicherstellung und die Erklärung des Ruhens der Bescheinigungen, für die Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Befähigungszeugnisse und Befähigungsnachweise durch die Anerkennung des Fortbestehens der Befähigung, für die Zulassung von Lehrgängen und Tätigkeiten, Durchführung von Prüfungen, die berufsrechtliche Akkreditierung sowie für die Vorgaben an die Anforderungen für die Berufseingangsprüfung, für die Herausgabe von Ausbildungsberichtsheften, soweit dies nach dieser Verordnung erforderlich ist, vorbehaltlich des Absatzes 5 Satz 1 Nummer 1 für die Feststellung, ob Ausbildungen in der Metallbearbeitung und Elektrotechnik den Anforderungen genügen, für die Erteilung des Nachweises über eine berufliche Tätigkeit in der Seeschifffahrt, für die Überwachung der Durchführung der praktischen Ausbildung und Seefahrtzeit nach § 31 Absatz 2 Nummer 2, § 40 Absatz 2 Nummer 2 und § 42 Absatz 4 Nummer 2, und für die Überwachung der Durchführung der Ausbildung nach § 49 Absatz 4 Nummer 1 Buchstabe b und Absatz 6 Nummer 1 Buchstabe b und § 50 Absatz 4 Nummer 1 Buchstabe b. Das Bundesamt kann bei der Überwachung der Durchführung der praktischen Ausbildung und Seefahrtzeit nach Nummer 7 die Berufsbildungsstelle Seeschifffahrt e. V. beteiligen. (2) Abweichend von Absatz 1 Nummer 1 ist für die Erteilung von Befähigungszeugnissen zum Nautischen Wachoffizier oder Technischen Wachoffizier für einen Bewerber oder eine Bewerberin (Bewerber) mit einem Abschlusszeugnis der nach dem Recht des Landes Mecklenburg-Vorpommern eingerichteten Ausbildungsstätten, die vom Land auf Grund der Verwaltungsvereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Mecklenburg-Vorpommern vom 05. August 2005 ( BAnz. Seite 12 875) benannte Verwaltungsbehörde zuständig. (3) Abweichend von Absatz 1 Nummer 1 bedarf es im Falle der Qualifikationsnachweise für den Dienst auf Fahrgastschiffen und der Qualifikationsnachweise für die Aufrechterhaltung der Befähigungen nach den § 44 bis 46 keiner Bescheinigung des Bundesamtes, wenn Bescheinigungen nach Maßgabe des § 51 Absatz 6 oder des § 54 Absatz 2 ausgestellt werden. (4) Abweichend von Absatz 1 Nummer 3 ist für die Zulassung der Lehrgänge in der Sicherheitsgrundausbildung, zum Führen von Überlebensfahrzeugen und Bereitschaftsbooten sowie schnellen Bereitschaftsbooten und zur Leitung von Brandbekämpfungsmaßnahmen die Berufsgenossenschaft zuständig. Satz 1 gilt auch für Lehrgänge zur Aufrechterhaltung der beruflichen Befähigung nach § 54 Absatz 1. (5) Die Berufsbildungsstelle Seeschifffahrt e. V. ist im Rahmen dieser Verordnung zuständig für die Feststellung, ob Ausbildungsberufe der Metall- oder Elektrotechnik den Anforderungen genügen, die Veröffentlichung einer Liste mit den nach Nummer 1 festgestellten Ausbildungsberufen und die Überwachung der Durchführung der praktischen Ausbildung und Seefahrtzeit der Offiziersassistenten. Die Feststellung und Veröffentlichung nach Nummer 1 bedarf des Einvernehmens des Bundesamtes. Stand: 01. Juli 2024

Moderner Leitstand für einen zuverlässigen Küstenschutz

Elsfleth. Mit seinen vier mächtigen Sperrtoren schützt das Huntesperrwerk die Städte Elsfleth und Oldenburg sowie Teile der Gemeinden Wardenburg und Zwischenahn zuverlässig vor Sturmfluten. Doch an der 1979 eingerichteten Steuerungstechnik nagt der Zahn der Zeit. Um auch künftig einen optimalen Sturmflutschutz für die Region gewährleisten zu können, investiert der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in den kommenden Monaten knapp eine Million Euro in die Erneuerung der Elektrotechnik der Großanlage. Die Arbeiten haben auch Auswirkungen auf den über das Sperrwerk verlaufenden Weserradweg. Mit seinen vier mächtigen Sperrtoren schützt das Huntesperrwerk die Städte Elsfleth und Oldenburg sowie Teile der Gemeinden Wardenburg und Zwischenahn zuverlässig vor Sturmfluten. Doch an der 1979 eingerichteten Steuerungstechnik nagt der Zahn der Zeit. Um auch künftig einen optimalen Sturmflutschutz für die Region gewährleisten zu können, investiert der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in den kommenden Monaten knapp eine Million Euro in die Erneuerung der Elektrotechnik der Großanlage. Die Arbeiten haben auch Auswirkungen auf den über das Sperrwerk verlaufenden Weserradweg. Bisher bestimmen Knöpfe und Lämpchen das Bild am Leitstand des wichtigen Küstenschutzbauwerks. In den drei Pfeilern der 120 Meter breiten Anlage verbirgt sich in knapp 16 Schaltschränken jede Menge Technik – Technik, für die es immer weniger Ersatzteile gibt. „Die Verfügbarkeit von wichtigen Ersatzteilen wird sich künftig nicht verbessern. Bei Störungen in der Hydraulik und Elektrotechnik wäre dann der Sturmflutschutz für Oldenburg, Elsfleth und das Umland gefährdet. Deshalb leiten wir mit den jetzt anstehenden Arbeiten rechtzeitig die umfassende Modernisierung der Steuerungstechnik ein“, erklärt Reiner Geveke, Aufgabenbereichsleiter in der NLWKN-Betriebsstelle Brake-Oldenburg. Der Landesbetrieb ist für den Betrieb des Sperrwerks an der Huntemündung zuständig. Radfahrer und Fußgänger müssen ausweichen Radfahrer und Fußgänger müssen ausweichen Mit den Vorplanungen für die Runderneuerung der Steuerungstechnik hat man in Brake bereits 2022 begonnen, denn das Vorhaben ist aufwändig. Zugleich steht für die Arbeiten nur ein schmales Zeitfenster zur Verfügung, wie Reiner Geveke weiß: „Die letzte Sturmflutsaison ist gerade erst abgelaufen. Bis zum Herbst, ab dem wieder mit aktiverem Sturmflutgeschehen gerechnet werden muss, bleiben uns nur wenige Monate. Eine Überschneidung mit der sommerlichen Ferienzeit ist deshalb leider unumgänglich“, sagt der Küstenschützer – und blickt dabei vor allem auf den Weserradweg, der über die beiden jeweils 32 Meter langen Rollklappbrücken führt. Sie müssen bereits Mitte Mai gesperrt werden, um den steten Strom an LKW und Zulieferfahrzeugen aufnehmen zu können. Zwischen 13. Mai und 26. Juli müssen Radfahrer und Fußgänger dann einen Umweg in Kauf nehmen, wenn sie dem beliebten Radweg an der Weser folgen wollen. Brückenhydraulik wird erneuert Brückenhydraulik wird erneuert In insgesamt fünf Arbeitsschritten soll in Elsfleth der Wechsel zu einer modernen Leittechnik erfolgen. „Das Huntesperrwerk wird künftig vor allem über einen PC-Arbeitsplatz im Leitstand gesteuert“, so Reiner Geveke. Mit ersten vorbereitenden Arbeiten hierzu wurde bereits Anfang April begonnen: Eine derzeit in Einrichtung befindliche provisorische Steuerung soll dafür sorgen, dass auch während der Bauzeit der Betrieb des Sperrwerks jederzeit gewährleistet ist. Ab Mitte Mai ist dann die Demontage der Altanlage sowie die Montage der neuen Technik zunächst im westlichen Sperrwerkspfeiler vorgesehen. Zwischen Juni und September folgt der Umbau der Technik im östlichen sowie im mittleren Pfeiler der mächtigen Anlage. Hier steht auch der Umbau des Leitstands selbst auf dem Programm. Auch die jeweils knapp 400 Kilogramm schweren Hydraulikaggregate der beiden Klappbrücken werden im Rahmen der Arbeiten ersetzt. Die Durchführung in zwei separaten Arbeitsschritten ermöglicht es, dass für die Schifffahrt dennoch immer eine befahrbare Schifffahrtsöffnung zur Verfügung steht. Im fünften und letzten Abschnitt des Projekts sind ab Mitte September schließlich die Inbetriebnahme, der Test der neuen Anlage sowie letzte Restarbeiten vorgesehen. Ausgeführt werden die Arbeiten von einem in Bremerhaven ansässigen Fachbetrieb.

Willingmann weiht neuartigen „Energy Hub“ an Hochschule Magdeburg-Stendal ein

Auch in Sachsen-Anhalt wollen immer mehr Menschen reizvolle Landschaften bequem per E-Bike erfahren und dabei ggf. mit dem Smartphone navigieren. Das funktioniert gut, solange der Akku hält bzw. eine Ladestation in der Nähe ist. Doch gerade in beliebten Ausflugszielen wie Freizeit- oder Naturparks gibt es nur selten Stromleitungen, die ein problemloses Laden ermöglichen. Die Lösung kommt jetzt von der Hochschule Magdeburg-Stendal. In einem Projekt, das mit rund 103.000 Euro durch das Energieministerium gefördert wurde, hat ein Team des Instituts für Elektrotechnik unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Przemyslaw Komarnicki einen neuartigen „Energy Hub“ entwickelt. Der erste seiner Art wurde heute von Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann und Rektorin Prof. Dr. Manuela Schwartz in Mensa-Nähe eingeweiht. Der „Energy Hub“ ist eine dezentrale, autarke Lösung für Ladeinfrastruktur an schwer zugänglichen Netzstandorten. Er vereint regenerative Stromerzeugung aus Photovoltaik mit passenden Energiewandlern und einem Batteriespeicher zur Überbrückung sonnenarmer Zeiten. Auf dem Magdeburger Campus wurden zwölf Solarmodule mit einer Gesamtleistung von gut 5,3 Kilowatt-Peak, eine Wasserstoff-Brennstoffzelle mit einer Ausgangsleistung von 125 Watt sowie ein Speicher mit einer Kapazität von rund 10 Kilowattstunden verbaut. Geladen werden können E-Bikes, E-Roller und mobile Endgeräte über vier Steckdosen und acht USB-Anschlüsse. Minister Willingmann sagte: „Wenn Forschungsdrang auf finanzielle Unterstützung trifft, kann Innovatives entstehen. Ich freue mich, dass das vom Ministerium geförderte Entwicklungsprojekt der Hochschule Magdeburg-Stendal durch die heutige Einweihung des ersten ‚Energy Hub‘ einen wichtigen Meilenstein erreicht hat. Die potenziellen Anwendungsmöglichkeiten gehen dabei weit über das Laden von E-Bikes in Sachsen-Anhalts Naturparks hinaus. Denn pfiffige Lösungen für eine autarke, klimafreundliche Stromversorgung, die sich mit relativ geringem Aufwand errichten lassen und obendrein optisch ansprechend sind, könnten an vielen Orten der Welt mit schlechter Stromanbindung zum Einsatz kommen. Auch wenn dies für den Campus in Magdeburg gerade nicht zutrifft, können sich Studierende, Lehrende, Besucher und Gäste am ‚Energy Hub‘ doch erneut von der Innovationskraft der Hochschule überzeugen. Hier gibt es Forschung und Lehre zum Anfassen.“ Aktuelle Informationen zu interessanten Themen aus Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt gibt es auch auf den Social-Media-Kanälen des Ministeriums bei Facebook, Instagram, LinkedIn, Mastodon und X (ehemals Twitter).

Anlage 6a - Anforderungen an die Ausbildung in der Elektrofertigung und Metallbearbeitung

Anlage 6a - Anforderungen an die Ausbildung in der Elektrofertigung und Metallbearbeitung (zu § 42) Eine Ausbildung in der Elektrofertigung und Metallbearbeitung muss mindestens folgende Kenntnisse, Verständnisse und Fachkunde vermitteln: Metallbearbeitung in einer Lehrwerkstatt oder überbetrieblichen Ausbildungsstätte 1. Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen sowie Kontrollieren und Bewerten der Arbeitsergebnisse 1.1 Festlegen der Arbeitsschritte (Arbeitsdurchführung bis Qualitätskontrolle) 1.2 Abschätzen des Teilebedarfs und Festlegen der Arbeitsmittel 1.3 Festlegen der Prüf- und Messmittel zur Kontrolle der Arbeitsergebnisse 1.4 Bereitstellen von Halbzeugen, Werkstücken, Spannzeugen, Werkzeugen, Prüf- und Messzeugen und weiteren Hilfsmitteln 1.5 Einrichten des Arbeitsplatzes 1.6 Beurteilen des Arbeitsergebnisses bei Abweichungen vom Sollmaß 2. Lesen, Anwenden und Erstellen von technischen Unterlagen 2.1 Lesen und Anwenden von Teil-, Gruppen- und Explosionszeichnungen 2.2 Lesen und Anwenden von technischen Unterlagen, insbesondere Reparatur- und Betriebsanleitungen, Verwendungshinweise, Handbücher, Stücklisten, Tabellen und Diagramme 2.3 Anfertigen von Skizzen 2.4 Erstellen von Mess- und Prüfprotokollen 2.5 Anwenden von Normen, insbesondere Toleranznormen 2.6 Handhaben von Datenträgern 3. Unterscheiden, Zuordnen und Verwenden von Werk-, Hilfs- und Betriebsstoffen 3.1 Unterscheiden der Werkstoffeigenschaften von Eisenmetallen, Nichteisenmetallen, Kunst- und Naturstoffen 3.2 Auswählen von Werkstoffen unter Berücksichtigung ihrer Eigenschaften und Bearbeitung nach Verwendungszweck 3.3 Unterscheiden von Betriebsstoffen und Hilfsstoffen, Zuordnen nach ihrer Verwendung und Auswählen nach Verwendungszweck 4. Prüfen, Messen, Lehren 4.1 Auswählen der Prüf- und Messgeräte nach Verwendungszweck 4.2 Messen von Längen mit Strichmaßstäben, Messschiebern und Messschrauben unter Beachtung von systematischen und zufälligen Messfehlermöglichkeiten 5. Anreißen, Körnen, Kennzeichnen 5.1 Anreißen von Werkstücken unter Beachtung der Werkstoffeigenschaften und Oberfläche 5.2 Körnen von Bohrungsmittelpunkten sowie Kontroll- und Messpunkten 6. Ausrichten und Spannen von Werkzeugen und Werkstoffen 6.1 Auswählen und Befestigen von Spannzeugen nach Größe, Form, Werkstoff und der Bearbeitung von Werkstücken oder Bauteilen 6.2 Ausrichten und Spannen von Werkstücken oder Bauteilen insbesondere unter Beachtung der Werkstückstabilität und des Oberflächenschutzes 6.3 Ausrichten und Spannen von Werkzeugen 7. Manuelles Spanen 7.1 Auswählen von Werkzeugen nach Werkstoff, Form und Oberflächengüte des Werkstücks 7.2 Feilen von Flächen und Formen an Werkstücken aus Stahl und Nichteisenmetallen 7.3 Sägen von Blechen, Rohren und Profilen aus Eisen- und Nichteisenmetallen nach Anriss 7.4 Bohren von Werkstücken aus Eisen- und Nichteisenmetallen 8. Maschinelles Spanen 8.1 Auswählen von Werkzeugen unter Berücksichtigung der Verfahren, der Werkstoffe und der Schneidgeometrie 8.2 Bestimmen und Einstellen von Umdrehungsfrequenz, Vorschub und Schnitttiefe an Werkzeugmaschinen für Bohroperationen mit Hilfe von Tabellen und Diagrammen 8.3 Herstellen der Betriebsbereitschaft der Werkzeugmaschinen 8.4 Bohren von Werkstücken aus Eisen- und Nichteisenmetallen, insbesondere unter der Beachtung der Kühlschmierstoffe, an Bohrmaschinen mit unterschiedlichen Werkzeugen durch Bohren ins Volle, Aufbohren, Zentrieren und durch Profilsenken 8.5 Schleifen von Werkzeugen, insbesondere Scharfschleifen von Reißnadel, Körner, Bohrer und Meißel am Schleifbock 9. Trennen 9.1 Scheren von Feinblechen mit Hand- und Handhebelscheren nach Anriss 9.2 Trennen von Rohren mit Rohrschneidern 10. Umformen 10.1 Kaltes Umformen von Blechen aus Stahl und Nichteisenmetallen mit und ohne Vorrichtungen im Schraubstock durch freies Runden und Schwenkbiegen 11. Fügen (Schraub-, Bolzen-, Stift- und Pressverbindungen) 11.1 Prüfen von Bauteilen auf Oberflächenbeschaffenheit der Fügeflächen und Formtoleranz sowie Fixieren in montagegerechter Lage 11.2 Verbinden und Sichern von Bauteilen mit Schrauben, Muttern und Sicherungselementen unter Beachtung der Reihenfolge und des Anzugdrehmomentes sowie der Werkstoffpaarung Elektrofertigung in einer Lehrwerkstatt oder überbetrieblichen Ausbildungsstätte 1. Theoretische Grundlagen 1.1 Beschreiben der fünf Sicherheitsregeln, der Gefahren des elektrischen Stromes und des Verhaltens bei Stromunfällen 1.2 Erklären der Schutzmaßnahmen (Basis-, Fehler-, Zusatzschutz) 1.3 Zitieren der Größen und Einheiten der Elektrotechnik 1.4 Beschreiben der Wirkungen des elektrischen Stromes (Wärme-, Magnetische, Licht-, chemische, physiologische Wirkung) 1.5 Beschreiben des Atomaufbaus, der Entstehung von positiver und negativer Ladung 1.6 Beschreiben des Spannungsbegriffs, der Erzeugung von Spannungen, des Messens von Spannungen 1.7 Beschreiben des Stromflusses in Leitern, Flüssigkeiten, Gasen, Vakuum 2. Grundlegende Arbeiten 2.1 Verdrahten 2.2 Isolieren 2.3 Lötverfahren 2.4 Löten 2.5 Erdungsanschlüsse herstellen 3. Grundkenntnisse von Bauelementen und Bauteilen der Elektro-, Informations- oder Kommunikationstechnik 3.1 Beschreiben von Widerständen 3.2 Beschreiben von Blindwiderständen 3.3 Beschreiben von Batterien 3.4 Beschreiben von Steuerschaltungen 3.5 Beschreiben von Leitungsschutz 3.6 Beschreiben der Wechselstromtechnik 3.7 Beschreiben der Drehstromtechnik 3.8 Beschreiben der Leistungselektronik 3.9 Lesen und Erstellen von Schaltplänen 4. Grundkenntnisse der elektrischen Messtechnik 4.1 Unterscheiden von Messgeräten 4.2 Auswählen von Messgeräten nach Art der zu messenden Größen 4.3 Aufbauen von Messschaltungen und Darstellen von Signalinformationen 4.4 Unterscheiden, Klassifizieren und Berechnen von Messfehlern 5. Bedienen, Programmieren und Anwenden von Rechnern und speicherprogrammierbaren Bausteinen 5.1 Realisierung einfacher Logikschaltungen mit programmierbaren Bausteinen 5.2 Beschreiben von speicherprogrammierbaren Steuerungen 5.3 Unterscheiden von Sensoren 6. Montage von Geräten 6.1 Zusammenbauen, Prüfen, Warten und Reparieren von Apparaten und Geräten der Elektrotechnik oder Informations- und Kommunikationstechnik 7. Schaltanlagen 7.1 Kenntnisse nachweisen über die routinemäßígen Funktionsprüfungen und Wartungsarbeiten an den Sicherungsautomaten in Schalttafeln 7.2 Routinemäßige Funktionsprüfungen und Wartungsarbeiten an den Leistungsschaltern der Schalttafel. Stand: 20. April 2024

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