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Dezentrale Bio-Methanol-Herstellung als Substituent in der fossilen Synthesegaschemie und Wertschöpfungsalternative zur Biogasverstromung, Teilvorhaben: Untersuchung der Bio-Methanol-Herstellung an der Biogasanlage der AgroEnergie Bierde

Projektkarte - Nachhaltige Landwirtschaft in Sachsen

Die Karte stellt aktiv vom Kompetenzzentrum Nachhaltige Landwirtschaft (Sächsisches Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Geologie) bearbeitete und abgeschlossene Feldversuche sowie Praxisdemonstrationen dar.

Projektkarte - Nachhaltige Landwirtschaft

Der Datensatz stellt aktiv vom Kompetenzzentrum Nachhaltige Landwirtschaft (Sächsisches Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Geologie) bearbeitete und abgeschlossene Feldversuche sowie Praxisdemonstrationen dar.

Gärrestversuch Bayern - Prüfung der langfristigen Nachhaltigkeit der Nutzungspfade Biogas und BtL

Problemstellung: Die Bodenfruchtbarkeit hängt maßgeblich vom Humusgehalt ab, der eine bedeutende Rolle für Nährstoff- und Wasserspeicherung des Bodens übernimmt und als Kohlenstoffsenke dient. Bei der landwirtschaftlichen Produktion von Biomasse wird Humus abgebaut und Nährstoffe bei der Ernte vom Feld gefahren. Die Rückführung von Nährstoffen und humusbildenden Substanzen ist somit Grundlegend für eine nachhaltige Bewirtschaftung landwirtschaftlich genutzter Flächen. Ob und in welcher Menge diese Rückführung in Form von Gärresten aus der Biogasproduktion langfristig ausreichend sein kann, ist derzeit noch offen. Besonderes Augenmerk muss auf Nutzungsrichtungen wie BtL-Produktion (biomass to liquid) liegen, bei der keine humuswirksamen Reststoffe anfallen. Zielsetzung: Das Ziel dieses 10-jährigen Versuchs ist die Überprüfung der langfristigen Nachhaltigkeit landwirtschaftlicher Produktion von Silomais und Weizen zur Verwertung als Ausgangssubstrate für Biogas und BtL. Dazu wird eine zweigliedrige Fruchtfolge mit und ohne Strohabfuhr mit unterschiedlichen Stufen organischer Düngung über Gärreste und Rindergülle sowie ausschließlich mineralischer Düngung verglichen. Umfangreiche Erhebungen zum Humusgehalt und den Humusfraktionen, den bodenphysikalischen Eigenschaften sowie dem Bodenleben stehen im Fokus. Zum Ende der Versuchslaufzeit sollten erwartete Veränderungen der Bodeneigenschaften messtechnisch nachweisbar sein, so dass die nutzungsbedingten Produktionstechniken auf ihre langfristige Anwendbarkeit bewertet werden können. Arbeitsschwerpunkte: Untersuchung unterschiedlicher Stufen organischer Düngung im Vergleich zu ausschließlich mineralischer Düngung im Hinblick auf Langzeiteffekte an vier bayerischen Standorten - Vergleich der Strohabfuhr bzw. Ganzpflanzenernte gegenüber dem Strohverbleib auf dem Feld - Einfluss unterschiedlicher Düngevarianten und Nutzungspfade auf bodenphysikalische und -chemische Eigenschaften durch Untersuchungen hinsichtlich Nmin- und Humusgehalte zur Erstellung von Nährstoff- und Humusbilanzen sowie Aggregat- und Texturzuständen - Effekte unterschiedlicher Düngevarianten und Nutzungspfade auf bodenbiologische Eigenschaften durch Untersuchungen der Meso- und Lumbricidenfauna sowie der mikrobiellen Aktivität.

Untersuchungen zur Effektivität von Biogas Kleinanlagen in Kombination mit der Milcherzeugung

In dem beantragten Projekt soll eine typische Biogas-Kleinanlage auf ihre energetische Effizienz untersucht und auf Optimierungsmöglichkeiten getestet werden. Die Versuchsanlage soll unter üblichen Praxisbedingungen in direkter Verknüpfung mit einer Milchviehhaltung mit 140 Kühen + Nachzucht (ca. 200 GV) über einen Zeitraum von 18 Monaten begleitend untersucht und optimiert werden. Alle relevanten Anlagenkomponenten sollen mit einer wissenschaftlichen Messtechnik ausgestattet werden, damit nicht nur die Gesamtanlage energetisch erfasst, sondern auch die einzelnen Antriebsaggregate und deren Betriebsweise in die Betrachtung mit einbezogen werden können. Nach einer 12-monatigen Langzeitmessung sollen spezielle Optimierungsfragen sukzessive untersucht werden. Auch die Passfähigkeit der innerbetrieblichen Abwärmenutzung soll Gegenstand der Untersuchungen sein. Nachdem die Untersuchungsergebnisse analysiert und mit den Fachkollegen kritisch diskutiert wurden, sollen Planungsempfehlungen und Beratungsunterlagen mit anderen Fachleuten erstellt werden. Insgesamt sollen die abgeschlossenen Untersuchungen zu einer sachgerechten Investitionsentscheidung und zum optimierten Betrieb von Biogas- Kleinanlagen beitragen.

Biomassekulturen der Zukunft aus Naturschutzsicht

Das geplante Vorhaben nimmt Bezug auf die Erhaltung der biologischen Vielfalt und die Ausbauziele für die erneuerbaren Energien, hier speziell für den Bereich Bioenergie. Unter Berücksichtigung von Treibhausgas-Bilanzen sollen verschiedene Kulturen (Mais, Blühmischungen, GPS, Raps, Miscanthus und und Zuckerrübe) und Anbauweisen von Biomasse zur Bioenergieproduktion untersucht und aus Naturschutzsicht bewertet werden. Die Bewertung erfolgt jeweils in Relation zu den Referenzkulturen Mais und Blühmischungen. In die Bewertung werden ökonomische und Umweltaspekte einbezogen. Die Ziele der 'Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt' sollen im Projekt sowohl auf landschaftlicher Ebene wie auch auf der Ebene von Einzelflächen besondere Berücksichtigung finden. Gezielt erfasst werden die Artenspektren von Indikatorgruppen, die verschiedene Funktionen in Agararökosystemen repräsentieren (Primärproduzenten, Herbivore, Prädatoren, Detritivore). Damit soll über reine Biodiversitätsaspekte hinaus eine Anbindung der Ergebnisse an ökosystemare Dienstleistungen ermöglicht werden. Im Ergebnis werden natur- und landschaftsverträgliche Anbau- und Verwertungslinien von Biomasse aufgezeigt. Für zwei ausgewählte Regionen werden modellhaft die Wirkungen der verschiedenen Anbausysteme auf Naturhaushalt und biologische Vielfalt im Kontext der Gesamtlandschaft dargestellt werden. Es soll gezeigt werden, wie ein zukünftiger Energiepflanzenanbau in unserer Kulturlandschaft naturverträglich umgesetzt werden kann.

Nicht-technische wissenschaftliche Begleitforschung zum Wettbewerb 'Bioenergie Regionen' des BMELV

Der Wettbewerb 'Bionergie-Regionen' des BMELV fördert Regionen, die mit Hilfe von Kommunikationsstrukturen Bioenergie in ihrer Region ausbauen wollen. Im Rahmen eines zweistufigen Bewerbungsverfahrens werden 25 Regionen ausgewählt, die bei der Umsetzung dieser Ideen mit bis zu 400.000 - gefördert werden. Der Wettbewerb an sich und die Projektumsetzung in den Regionen soll durch eine umfangreiche wissenschaftliche Begleitforschung untersucht werden. Neben der Untersuchung der Umsetzungsprozesse, Methoden und Ergebnisse im politisch-gesellschaftlich Bereich wird auch der Wettbewerb als Förderinstrument beurteilt. Weitere Aufgabe des Vorhabens ist die Beratung der Geschäftsstelle und des BMELV bei der Umsetzung des Wettbewerbs sowie die Aufarbeitung der Ergebnisse für andere Regionen anhand eines Leitfadens.

Internationaler Energyfarming Congress 2012

Aufgrund der sehr positiven Resonanz aus Unternehmen und Wissenschaft soll vom 13.-15. März 2012 der 4. Internationale Energy Farming Congress als europäische Gemeinschaftsveranstaltung durchgeführt werden. Mit dem Internationalen Kongress 2012 in Papenburg wird die erfolgreiche und mittlerweile etablierte Fachkongressreihe fortgesetzt. Mit jeweils über 250 Teilnehmern und Referenten aus 17 Nationen konnte die Veranstaltung in 2005, 2007 und 2009 den internationalen Wissenstransfer in diesem jungen Spezialgebiet fördern und Niedersachsen sich als Innovationsstandort für Bioenergie weiter positionieren. Weiter s. Anlage 1 Veranstalter sind, wie bereits bei den Vorveranstaltungen, die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (Projektträger des IEE Projektes Agri for Energy 2) und der 3N-Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe e.V., der die gesamte Organisation und Durchführung der Veranstaltung übernehmen wird. Im Rahmen des IEE-Projektes Agri for Energy 2 erfolgt eine anteilige Mitfinanzierung durch EU-Mittel. Unterstützt wird die Veranstaltung ferner durch die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe. Auch niederländische Partner (Dienst Landelijk Gebieden/ Province Drenthe) sind in die Veranstaltungen eingebunden. Weiter s. Anlage 1

Bioenergieregion Ludwigsfelde, Machbarkeitsstudie Terra Preta (BioLu)

Bioenergie- und Rohstoffproduktion auf landwirtschaftlichen Flächen erhöhen den Druck auf die verfügbaren Flächen. Neben der Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität ist daher auch die Wiedernutzbarmachung von degradierten und belasteten Flächen dringend geboten. Eine Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit scheint durch die Erhöhung der Kohlenstoffvorräte im Boden realisierbar. So erhalten die unfruchtbaren Böden der humiden Tropen ein hohes Produktionspotential durch jahrhundertelange menschliche Zugabe von organischen Abfallstoffen. Aus Böden mit extrem niedriger Nährstoffspeicherkapazität und fehlenden Nährstoffvorräten entsteht so ein nachhaltig fruchtbarer Boden, die Terra Preta. Träger der Fruchtbarkeit dieser Böden ist vor allem der hohe Gehalt an organischer Substanz, der zu großen Teilen als Holzkohle vorliegt. In letzter Zeit wird die Einbringung von verkohlter Biomasse unter dem Begriff Biokohle als Bodenverbesserungsmittel häufig diskutiert. Da der in der Biomasse enthaltene Kohlenstoff im Konvertierungsprozess zu aromatischen Ringstrukturen umgebaut wird und so kaum mikrobiell abgebaut werden kann, dient die Einbringung der Biokohle in den Boden gleichzeitig der Kohlenstoffsequestrierung. Auch als Sorbent für Schadstoffe, mit ähnlichen Eigenschaften wie Aktivkohle, wird Biokohle zunehmend diskutiert. Für den Ausbau der Bioenergie in der Region Ludwigsfelde stellen sich zwei Probleme: (1) Die sandigen und nährstoffarmen Böden sind, ähnlich wie die tropischen Böden, von Natur aus wenig fruchtbar. (2) Große Areale der Region sind durch die ehemalige Rieselfeldwirtschaft schadstoffbelastet. In Teilbereichen besteht sogar die Gefahr der Schadstoffauswaschung ins Grundwasser. Biokohle-Einbringung könnte daher zu einer Steigerung der Produktivität der Böden der Region beitragen und zum anderen Schadstoffe in den Rieselfeldböden fixieren. Darüber hinaus kann Biokohle als langfristige C-Senke im Boden zur Reduktion des Anstiegs der CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre beitragen. Zur Zeit wird an zwei Verfahren zur Herstellung von Biokohle intensiv geforscht: Pyrolyse und hydrothermale Carbonisierung (HTC). Die Eigenschaften der HTC-Kohlen unterscheiden sich stark von jenen der pyrogenen Kohlen. Im Rahmen des Projektes werden daher zunächst die Chancen und Risiken beider Technologien beleuchtet. Denn bei all den vielversprechenden Ergebnissen darf nicht außer Acht gelassen werden, dass die Einbringung von Biokohle auch negative Effekte haben kann, wie z.B. die potentielle Einbringung von (an-) organischen Schadstoffen oder die negative Beeinflussung von Bodenmikroorganismen. Durch Topfversuche werden die Potentiale der Kohlen für die Böden der Region ermittelt. Darauf aufbauend sollen Feldversuche mit verschiedenen Kohlen durchgeführt werden.

Entwicklung und Vergleich von optimierten Anbausystemen für die landwirtschaftliche Produktion von Energiepflanzen unter den verschiedenen Standortbedingungen Deutschlands, Phase II (EVA I + II) - Teilprojekt 5: Bewässerung und Wasserbedarf von Energiepflanzen

Das Ziel des Verbundvorhabens EVA II ist es, die Bioenergieversorgung in den unterschiedlichen Anbauregionen Deutschlands auf ein breitest mögliches Fundament von Fruchtarten und Anbausystemen zu stellen. Im Rahmen des vorliegenden Teilprojektes sollen die Bewässerungswürdigkeit und der Wasserbedarf verschiedener Energiepflanzen und Anbausysteme ermittelt werden um darauf aufbauend ein effizientes Bewässerungsmanagement zu entwickeln. Letztlich sollen dem Landwirt Strategien zur Minderung witterungsbedingter Produktionsrisiken im Energiepflanzenanbau aufgezeigt werden. Zur Realisierung der Arbeitsziele werden folgende Versuche durchgeführt: (a) Beurteilung der Ertragsleistung des Zweikulturnutzungssystems im Vergleich zum Hauptfruchtanbau in Abhängigkeit von der Wasserversorgung durch einen mehrortigen Feldversuch, (b) Vergleich der Trockentoleranz von Futterhirse, Sudangras und Mais bei kontrollierter Wasserversorgung im Folientunnel und (c) Ermittlung der Bewässerungswürdigkeit verschiedener Energiepflanzenarten auf einem leichten Standort am Oberrhein. Die Bekanntmachung der Ergebnisse des Projektes erfolgt durch Fachvorträge und Publikationen.

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