Das Projekt "Stand der Technik bei der Entsorgung von Oel- und Fettabscheidern" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Berlin, Institut für wassergefährdende Stoffe (IWS) e.V. durchgeführt. Veranlasst durch ein Gutachten in einem Strafverfahren, ua wegen des Vorwurfes der umweltgefaehrdenden Abfallbeseitigung nach Paragraph 326 StGB, befasst sich das IWS seit 1994 mit der Entsorgung von Fettabscheiderinhalten. Als Fettabscheider werden hier ausschliesslich Abscheider nach DIN 4040 verstanden. Diese sind nach Ziffer 8.7 der DIN 1986 (Grundstuecksentwaesserung), Teil I in Betrieben einzubauen, in denen fetthaltiges Wasser anfaellt. Die Entsorgung von Abscheidern fuer Leichtfluessigkeiten (Benzin- und Mineraloelabscheider) nach DIN 1999 und Sperren fuer Leichtfluessigkeiten nach DIN 4043 (sog Heizoelsperren) blieben ausser Betracht. Ausserdem bezogen sich die Untersuchungen nur auf Indirekteinleiter in Staedten und Gemeinden mit ordnungsgemaess funktionierenden Kanalnetzen und Abwasserreinigungsanlagen. Fettabscheider dienen der Vorbehandlung von Abwasser, das in der beim Indirekteinleiter anfallenden Beschaffenheit nicht in die oeffentliche Schmutz- oder Mischwasserkanalisation eingeleitet werden darf. Bestandteil der Fettabscheider nach DIN 4040 ist neben dem Fettabscheideraum ein dem Fettabscheider vorgeschalteter Schlammabscheider zur Rueckhaltung der im Abwasser enthaltenen Sinkstoffe. Ueber eine Tauchwand wird das Abwasser in den Fettsammelraum geleitet, wo die Oele und Fette aufschwimmen und durch eine weitere Tauchwand vom Abfluss zurueckgehalten werden. Vor der Uebergabestelle in die oeffentliche Schmutz- und Mischwasserkanalisation durchlaeuft das Abwasser noch einen Probenahmeschacht. Sowohl die im Schlammsammelraum sedimentierten Stoffe als auch die im Fettsammelraum abgeschiedenen Oele und Fette muessen zur Aufrechterhaltung der Funktionsfaehigkeit aus den Fettabscheidern regelmaessig entleert werden. Im Regelfall werden damit einschlaegige Entsorgungsunternehmen beauftragt. Eine eindeutige, zusammenhaengende und widerspruchsfreie technische Regel ueber die Anforderungen an die Entsorgung von Fettabscheiderinhalten oder die Art und Weise, wie und wo Fettabscheiderinhalte zu entsorgen sind, findet sich weder in den og DIN-Normen noch im Abwassertechnischen Regelwerk der ATV (Abwassertechnische Vereinigung eV, Hennef). Die in Fettabscheidern nach DIN 4040 zu behandelnden Stoffe zaehlen nicht zu den gefaehrlichen Stoffen im Sinne des Paragraphen 7a WHG. Auch die Herkunft der Abwaesser laesst den Schluss zu, dass Anforderungen nach dem Stand der Technik nicht heranzuziehen sind. Dh, gefaehrliche Stoffe stehen hier nicht zur Debatte, denn die Begriffe 'Gefaehrliche Stoffe' und 'Stand der Technik' erlangen erst durch Konkretisierung in einer Abwasserverwaltungsvorschrift rechtliche Existenz. Somit gilt hinsichtlich der am Auslauf der Fettabscheider einzuhaltenden Abwasserbeschaffenheit nur das jeweilige kommunale Satzungsrecht. Die kommunalen Satzungen erhalten idR Anforderungen an die technische Ausbildung der Vorreinigungsanlagen als Bestandteil der Grundstuecksentwaesserung ...
Das Projekt "Tschernobyl-Fall-out und Strahlenexposition der Bevoelkerung in Erlangen und Umgebung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Erlangen-Nürnberg, Institut für Medizinische Physik durchgeführt. Unmittelbar nach dem ersten Auftreten erhoehter Radioaktivitaet in Erlangen infolge des Unfalls im Kernkraftwerk Tschernobyl wurde ein umfangreiches Programm der Gammadosisleistung und der Aktivitaet der Fall-out-Radionuklide in Boden, Bewuchs, Wasser, Futter- und Nahrungsmitteln begonnen. Auf der Grundlage der Ergebnisse aus den ersten Monaten und Jahren konnte eine erste Abschaetzung der kurz- und langfristigen Strahlenbelastung der Bevoelkerung der Region durchgefuehrt werden. Die Untersuchungen wurden und werden fortgefuehrt mit Schwerpunkt auf der Verlaufskontrolle der Fall-out-Aktivitaeten in Bodenprofilen, Bewuchs, Klaerschlamm, Futter- und Nahrungsmitteln. Durch das so ermittelte Langfristverhalten der Radionuklide in der Umwelt soll eine praezise Abschaetzung des langfristigen Beitrags zur Strahlenexposition der Bevoelkerung erreicht werden. Als Messmethode dient die low-level-Labor- und Feld-Gammaspektrometrie. In messtechnischer Hinsicht dient das Forschungsvorhaben der Ermittlung von Genauigkeit, Aussagekraft und Anwendungsgrenzen der Feld-Gammaspektrometrie.
Das Projekt "Herstellung von Mikropartikeln mittels Kristallisation mit hochkomprimierten bis ueberkritischen Fluiden als Antisolventien" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, Bereich Umwelttechnik durchgeführt. Bisher vorliegende Erkenntnisse lassen erwarten, dass die Kristallisation mit komprimierten Fluiden Feststoffeigenschaften mikro- bzw. nanokristalliner Materialien erzeugen kann, die denen aus konventionellen Verfahren resultierenden ueberlegen sind. Dies sind die sehr enge Korngroessenverteilung und die verminderte Agglomerationsneigung der Feststoffe und die Moeglichkeit, anhaftendes Primaerloesemittel rasch und schonend zu entfernen. Im Vergleich zu klassischen Kristallisationsverfahren, die entweder Temperaturgradienten der Loeslichkeit oder spezielle Faellmittel nutzen, werden bei der Kristallisation mit komprimierten Fluiden Verunreinigungen durch Drittkomponenten und thermische Beanspruchungen der Wertkomponenten vollstaendig vermieden. Die Nutzung ausgepraegter Loeslichkeitsunterschiede in ueberkritischen Gasen bzw. Solvens/Gas-Gemischen praedestiniert das Verfahren auch zur Trennung von Feststoffgemischen und zur selektiven Extraktion von Wertstoffen. Besondere Chancen liegen auch in der Moeglichkeit, sogenannte Mikrokomposite herzustellen, feinkristalline, aus zwei oder mehreren chemischen Substanzen zusammengesetzte Feststoffpartikeln mit reproduzierbarer Mikrostruktur, die als Controlled Releasesysteme fuer bioaktive Wirkstoffe, als Trenn- und Traegermaterialien, als Fuellstoffe fuer Werkstoffe und Beschichtungssysteme, als Sinterpulver oder als Grundbausteine makroskopischer Informationstraeger zunehmend technische Bedeutung erlangen. Das PCA-Verfahren (Precipitation with a Compressed Fluid Antisolvent) gehoert zu den neuesten Varianten der Kristallisation mit hochkomprimierten Fluiden. Die Grundidee dieses Verfahrens besteht in der raeumlichen Begrenzung des Kristallisationsvorgangs auf kleine Tropfen der primaeren Feststoffloesung.
Das Projekt "Selbstorganisierende Sensor-Aktor-Netzwerke" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für Anthropomatik und Robotik, Lehrstuhl für Intelligente Sensor-Aktor-Systeme (ISAS) durchgeführt. Unter Sensor-Aktor-Netzwerken versteht man den Zusammenschluss einer Vielzahl in die Umgebung eingebetteter und deshalb gegebenenfalls miniaturisierter Sensor-Aktor-Knoten, welche drahtlos miteinander vernetzt sind und kooperativ ein verteiltes Phänomen beobachten und beeinflussen. Eine große Anzahl von Knoten ermöglicht eine gute Ortsauflösung und eine hohe Toleranz gegenüber Fehlern und Ausfällen. Allerdings ergeben sich aus der notwendigen Energieautonomie auch strenge Limitierungen in Bezug auf Kommunikationskapazität und Rechenleistung und damit Herausforderungen an die Architektur und den Betrieb derartiger Netzwerke. Im Rahmen des Graduiertenkollegs werden grundlegende Fragestellungen im Bereich der Sensor-Aktor-Netzwerke untersucht. Dabei wird das gesamte Spektrum von der Kommunikation über die Informationsverarbeitung bis hin zur Hardware/Software-Systemintegration betrachtet. Die Forschungstätigkeiten zielen darauf ab, stärker verzahnte Lösungen für die eng verkoppelten, aber bisher isoliert betrachteten Problemstellungen zu erlangen. Daher werden als Brücken zwischen den oben genannten drei Bereichen übergreifende Fragestellungen aus den Gebieten Aufgabenstellung/Anfrageverarbeitung, inhaltsbezogene Adressierung, Energieeffizienz und selbstorganisierende Middleware untersucht, was durch die enge Zusammenarbeit von Experten aus verschiedenen Fachbereichen erreicht werden soll. Im Zentrum des Forschungsprogramms des Graduiertenkollegs steht damit eine übergreifende Herangehensweise an die unterschiedlichen Herausforderungen für die Architektur von Sensor-Aktor-Netzwerken, deren effizienten Betrieb und die gemeinsame Entwicklung systematischer Vorgehens- und Referenzmodelle. Die Kollegiat(inn)en werden durch ein auf sie abgestimmtes Studienprogramm einen breiten Überblick über den gesamten Bereich selbstorganisierender Sensor-Aktor-Netzwerke bekommen. Neben Spezialvorlesungen werden auch eine Ringvorlesung, Seminare und Praktika angeboten. Zusätzliche wöchentliche Treffen unter den Kollegiat(inn)en werden dabei zu einem Zusammenwachsen der Gruppe führen. Darüber hinaus werden unter Beteiligung internationaler Gastwissenschaftler(innen) zweimal im Jahr mehrtägige Blockveranstaltungen (Workshops, Sommerschulen und Forschungsseminare) stattfinden. Ein jährlich abgehaltenes Kolloquium soll die gewonnenen Forschungserkenntnisse einem breiten Publikum vorstellen.
Das Projekt "Wettbewerb Zukunftsstadt 2030+ Erlangen - Stadtverwandlungen - Die Erlanger Stadtgesellschaft gestaltet Zukunftsräume" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Stadt Erlangen, Stadtverwaltung durchgeführt. Ausgangspunkt der Bewerbung sind drei Transformationsprozesse, die die sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten auf das Stadtbild auswirken und in einer Verschiebung urbaner (Sub)Zentren Abhängigkeiten und Funktionen im gesamten Stadtgefüge beeinflussen und neu definieren werden: Der Bau des Siemens-Campus, die Entwicklungen an der FAU und in ihrem Umfeld sowie der geplante Bau der Stadt-Umland-Bahn. Diskutiert wird zudem, wie ein leistungsfähiges Nahverkehrssystem Erlangen mit der Metropole Nürnberg und anliegenden Gemeinden verbinden kann. Diskutiert wird schließlich auch, wie ein leistungsfähiges Nahverkehrssystem Erlangen mit der 20 Kilometer südlich liegenden Metropole Nürnberg und Gemeinden im Umland verbinden kann. Die Stadt Erlangen ist aufgrund ihrer wirtschaftlichen Gegebenheiten eine sehr diverse, internationale Stadt. Bürgerbeteiligungsverfahren kommen bei der Stadt Erlangen seit geraumer Zeit zum Einsatz, bleiben in ihrer Reichweite aber oft beschränkt. Aus vorhandenen Ansätzen gilt es daher, ein stimmiges Gesamtkonzept und allgemein anerkannte Qualitätsstandards zu entwickeln. Ziel des Erlanger Projekts ist es also, die skizzierten Transformationsprozesse als Chance zu begreifen, Erlangen an diesem historisch wichtigen Punkt gemeinsam zu gestalten, und dadurch die Funktion der Stadt als Lebensraum zu sichern und die urbane Identität zu stärken. Dies soll in einem nachhaltigen und partizipativen Gesamtprozess geschehen, an dem neben Stadtspitze und Stadtverwaltung Vertreter der Politik, die externen Akteure und die Bürgerinnen und Bürger beteiligt sind. Parallel dazu entwickeln Stadtverwaltung, externe Akteure und die Bürgerinnen und Bürger gemeinsam allgemein anerkannte Standards für Partizipation und ein stimmiges Gesamtkonzept. Weitere Details siehe Datei im Anhang. Vorangestellt: Partizipationswerkstatt der Verwaltung: Erfahrungsaustausch, Ist-Analyse, Bewertung 1. Schritt: Kickoff-Workshop: Information und Sensibilisierung für anstehende Transformationsprozesse, Erarbeitung von Qualitätsstandards 2. Schritt: Zukunftswerkstatt I: Definition von Handlungsfeldern, Erarbeitung erster inhaltlicher Impulse 3. Schritt: Zukunftswerkstatt II: Vertiefung und Konkretisierung der ersten Inhalte.
Das Projekt "ThermoMap - Flächendeckende Abschätzung des oberflächennahen geothermischen Potentials mit Hilfe von Boden- und Grundwasserdaten" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Erlangen-Nürnberg, Department Geographie und Geowissenschaften, GeoZentrum Nordbayern durchgeführt. Das EU-finanzierte (ICT PSP) Projekt 'ThermoMap' zielt im Kern darauf ab, basierend auf bereits vorhandenen geowissenschaftlichen Datensätzen (v.a. aus den Bereichen Geologie, Hydrologie, Klimatologie, Topographie und Bodenkunde) das oberflächennahe geo-thermische Energiepotential der beteiligten Länder flächenhaft abzuschätzen. Die Nutzung geother-maler Energieressourcen (sog. Erdwärme) bis in eine Tiefe von ca. 10m stellt gerade im Hinblick auf die aktuelle Energiediskussion eine relativ kostengünstige Möglichkeit dar, eine Form der sog. Erneuerbaren Energieformen unter positiven ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten nachhaltig zu nutzen. Als Endresultat entsteht eine GIS-basierte, benutzerfreundliche Internetanwendung, mit deren Hilfe sowohl die private als auch die öffentliche Hand konkrete Geothermie-Potentiale in unterschiedlichen Tiefenbereichen abschätzen kann. Die entsprechenden Kartenwerke stehen in verschiedenen Maßstäben zur Verfügung. Der Projektablauf ist prinzipiell in drei Phasen unterteilt: 1. Erfassung, Aufbereitung und Harmonisierung der vorhandenen Datensätze - 2. Umwandlung, Analyse und Visualisierung der Daten 3. Anwendung auf festgelegte Testgebiete und Evaluierung der Ergebnisse. Das deutsche Testgebiet befindet sich im westlichen Stadtgebiet von Erlangen (Büchenbach) und erstreckt sich auf eine Größe von insgesamt 2 km2.
Das Projekt "Samenbankentwicklung während der Grünlandsukzession" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Gießen, Institut für Landschaftsökologie und Ressourcenmanagement, Professur für Landschaftsökologie und Landschaftsplanung durchgeführt. Samenbanken im Boden spielen eine Schlüsselrolle für die Zusammensetzung und Entwicklung von Pflanzengemeinschaften. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, neue Erkenntnisse zu Aufbau, Entwicklung und Dynamik von Samenbanken während der Grünlandsukzession zu erlangen. Die Untersuchungen werden in Stromtalwiesen am hessischen Oberrhein durchgeführt, wo seit dem Jahr 2000 Experimente zur Wiederansiedlung der für diesen Lebensraum typischen Arten durch Mahdgutübertragung durchgeführt werden. Da für dieses Gebiet umfangreiche Informationen zu Nutzungsgeschichte, Managementbedingungen und floristischem Artenbestand vorliegen, bietet es ideale Ausgangsbedingungen für Samenbankuntersuchungen. Das Projekt gliedert sich in drei Untersuchungsschwerpunkte: (1) Erfassung der räumlichen Heterogenität und der Beziehung zwischen Samenbank, oberirdischer Vegetation und Populationsdynamik der Modellart Arabis hirsuta, (2) experimentelle Untersuchung der Samenverlagerung und Keimung in Abhängigkeit vom Bodeneigenschaften, (3) Analyse von Samenausbreitung und Samenbankaufbau bei beginnender Grünlandsukzession auf Renaturierungsflächen.
Das Projekt "Teilvorhaben: Keramik- und Brennerentwicklung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Bergakademie Freiberg, Institut für Wärmetechnik und Thermodynamik durchgeführt. Die effiziente Beheizung industrieller Anlagen durch Verbrennungsvorgänge stellt trotz der technischen Fortschritte der letzten Jahrzehnte weiterhin eine große Herausforderung für Unternehmen und Forschungseinrichtungen dar. Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und sinkender Emissionsgrenzwerte, aber auch durch höhere Qualitätsanforderungen an die Produkte oder veränderte Produktionsbedingungen (z.B. product an demand), rückt die Entwicklung flexibler Beheizungssysteme mit optimiertem Energieverbrauch in den Fokus des Interesses. Neuartige Verbrennungstechnologien, wie die Verbrennung innerhalb oder oberhalb poröser Medien, bieten hier vielfältige Vorteile. Aufgrund der Stabilisierungsprinzipien und der hohen Oberflächenstrahlungstemperatur ist insbesondere die Verbrennung in porösen Medien (nachfolgend Porenbrenner) von besonderem Interesse für industrielle Hochtemperaturprozesse. Sie ist weitestgehend unempfindlich gegen äußere Einflüsse und so können Porenbrenner z.B. bei Schwankungen der Brennstoffqualität ohne technische Modifikationen betrieben werden. Auf Grund der homogenen Mischung und der Intensivierung des Stoff- und Wärmetransports durch die poröse Matrix findet ein vollständiger Umsatz in einem sehr kleinen Volumen statt, so dass das üblicherweise benötigte Verbrennungsvolumen reduziert werden kann. Die Schadstoffemissionen liegen weit unter den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten. Akustische Probleme, die auf verbrennungsinduzierte Druckschwankungen zurückzuführen sind, werden reduziert. Darüber hinaus können vielfältige Bauformen der Brenner realisiert werden. Daneben kann auf Grund der Strahlungswärmeabgabe der Brenner (Oberflächenstrahlung bei bis zu 1600 Grad Celsius) die Wärmeübertragung an das zu erwärmende Gut gegenüber herkömmlichen Verbrennungstechnologien wesentlich verbessert werden. Porenbrenner arbeiten auch bei den maximalen Belastungen immer im Strahlungsmodus (Verbrennungsvorgang in der porösen Matrix) und erreichen dadurch höhere Oberflächenstrahlungstemperaturen als andere Verbrennungstechniken. Darüber hinaus ist durch Beschichtungen oder Materialauswahl eine gezielte Beeinflussung des Emissionsverhaltens über die Wellenlänge möglich, um es an die Eigenschaften und Heizanforderungen des zu erwärmenden Guts anzupassen. Daraus ergeben sich zum einen kleinere Volumina der Thermoprozessanlagen und zum anderen erfolgt die Guterwärmung wesentlich gleichmäßiger. Eine präzise ortsabhängige Temperatursteuerung wird möglich. Probleme, die bei herkömmlichen Verbrennungstechnologien durch hohe Strömungsgeschwindigkeiten (z. B. Aufwirbelungen und Ablagerungen) auftreten sowie Umrüstzeiten durch Brennerwechsel (z.B. bei einem Produktwechsel) werden vermieden. Verbrennungssysteme auf der Basis der Verbrennung in porösen inerten Medien haben bereits einen guten Entwicklungsstand erreicht und können in Applikationen mit niedrigen Anwendungstemperaturen eingesetzt werden. usw.
Das Projekt "Emissionsmessungen klimawirksamer Gase und anderer Schadstoffe an Anlagen zur Bioabfallverwertung mit dem Ziel der Vergleichbarkeit mit anderen Verfahren der Abfallentsorgung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von gewitra mbH, Ingenieurgesellschaft für Wissenstransfer durchgeführt. A) Problemstellung: Derzeit existieren in Deutschland über 800 Anlagen zur Bioabfallbehandlung; die meisten sind Kompostierungsanlagen, in einigen wenigen werden Bioabfälle anaerob behandelt. Insgesamt werden in diesen Anlagen etwa 7,5 Mio t getrennt gesammelte biogene Abfälle, Garten- und Parkabfälle sowie Abfälle aus der Lebensmittelindustrie verarbeitet. Besonders bei den Kompostierungsanlagen reicht der technische Standard von 'sehr einfach' bis 'technisch anspruchsvoll'. Zum Emissionsverhalten dieser Anlagen mit ihren sehr unterschiedlichen Verfahrenskonzepten existieren nur sehr vereinzelt Messungen. Das bedeutet, dass nur wenige Aussagen zum Emissionsverhalten der verschiedenen Verfahren gemacht und diese nicht mit der erforderlichen Sicherheit mit anderen Optionen der Abfallentsorgung verglichen werden können. B) Handlungsbedarf (BMU/UBA) Für die zukünftige abfallwirtschaftliche Planung und Prioritätensetzung auf nationaler und EU-Ebene ist es erforderlich, vergleichbare Aussagen zu allen Optionen der Abfallwirtschaft zu erlangen. Im Rahmen der internationalen Emissionsberichterstattung werden zudem Emissionsdaten zu klimawirksamen Gasen und Schadstoffen benötigt, um die Bedeutung der Quelle Bioabfallbehandlung einschätzen und, falls sich diese als bedeutende Quelle herausstellt, die geforderten Angaben machen zu können. C) Ziel des Vorhabens ist es, Emissionsdaten aus verschiedenen Anlagen zur Bioabfallbehandlung zu ermitteln. Dabei soll auch die Wirkung unterschiedlicher Verfahren der Abgasreinigung untersucht werden. Es sollen ausreichend Daten erhoben werden, um die Bioabfallverwertung mit anderen Verfahren der Abfallentsorgung vergleichen zu können. Daneben sollen Daten zu Emissionen an Mikroorganismen und Bioaerosolen zusammengestellt und bewertet und die Wirkung verschiedener Abgasreinigungsverfahren beurteilt werden (vgl. SRU-Gutachten 2004). Außerdem soll auf Grundlage dieser Daten die Bedeutung der Bioabfallbehandlung für die Emissionssituation der gesamten Abfallwirtschaft beurteilt werden. Für die Emissionsberichterstattung ist ein Verfahren abzuleiten, mit dem diese Emissionen unter Anwendung international vorgegebener Methoden jährlich ermittelt werden können (Datenquelle, Methodik, Dokumentation, Qualitätssicherung entsprechend IPCC good practice guidance und UBA ZSE-Anforderungen).
Das Projekt "Entwicklung der Wirbeltierfauna und die damit im Zusammenhang stehenden Umweltveränderungen im Holozän im südwstlichen Ostseegebiet mit besonderer Beobachtung der Mecklenburger Bucht" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf, Archäologisches Landesmuseum durchgeführt. Ziel ist es, Kenntnisse über die Wirbeltierfauna und deren Wandel im Holozän insbesondere in der Mecklenburger Bucht zu erlangen. Ein Schwerpunkt dabei betrifft die Auswirkungen der Littorina-Transgression, in deren Verlauf - etwas zwischen 6700 und 6400 calBC - dieses Gebiet unter marinen Einfluss geriet. Die vor allen auf heute submarinen steinzeitlichen Siedlungsplätzen gefundenen Tierknochen bewerten nach Artenzusammensetzung und Artenhäufigkeit den klimatischen Wandel mit seinen Auswirkungen auf Vegetation und Landschaft.
Origin | Count |
---|---|
Bund | 35 |
Type | Count |
---|---|
Förderprogramm | 35 |
License | Count |
---|---|
offen | 35 |
Language | Count |
---|---|
Deutsch | 34 |
Englisch | 2 |
Resource type | Count |
---|---|
Keine | 27 |
Webseite | 8 |
Topic | Count |
---|---|
Boden | 20 |
Lebewesen & Lebensräume | 27 |
Luft | 17 |
Mensch & Umwelt | 35 |
Wasser | 19 |
Weitere | 35 |