Excessive nutrient input largely impacts community structure and functioning of stream ecosystems in Central Europe (eutrophication). Within this project, we aim to evaluate the eutrophication potential of stream ecosystems. As a first step to achieve this aim, main control mechanisms influencing stream eutrophication have to be identified. We will analyze the impact of soil nutritional status (especially phosphorus), soil storage capacity, and soil nutrient release as well as land use on periphyton-grazer interaction. Therefore, we will study the periphyton-grazer interaction in the running water of 4 small catchments that differ with respect to their nutritional status, speciation and release at a forest site and an pasture site. In the field survey we will study (1) The input of macro nutrients (P and N), (2) community structure and biomass of periphyton and grazers, (3) emergence and (4) complexity of the food web and compare the results among the catchments. The periphyton-grazer interaction along nutrient gradients will be studied in more detail using laboratory flumes. By the use of geostatistical and remote sensing techniques we will interpolate macro nutrient input, -speciation and seasonality for the different catchments and link this information to periphyton quantity and quality as well as to periphyton-grazer interaction.
<p>Recyclingpapier ist gut für die Umwelt</p><p>So gelingt ein klimafreundlicher Umgang mit Papier</p><p><ul><li>Kaufen Sie Papierprodukte aus Recyclingpapier (Blauer Engel).</li><li>Entsorgen Sie benutztes Papier getrennt (Altpapier-Container, Blaue Tonne, andere Altpapier-Sammlungen).</li></ul></p><p>Gewusst wie</p><p>Die Herstellung von Papier belastet die Umwelt stark. Sie benötigt viel Holz, Energie und Wasser und kann zur Einleitung gefährlicher Chemikalien in Gewässer führen. Durch den Einsatz von Altpapier und beste verfügbare Techniken bei der Produktion von neuem Papier können diese Umweltbelastungen stark reduziert werden.</p><p><strong>Kauf von Recyclingpapier:</strong> Für fast jeden Papierbedarf gibt es ein passendes Recyclingpapier. Ob für Drucker oder Kopierer, für Klopapier oder Küchenrolle, ob weiß oder bunt: Recyclingpapier kann fast überall bedenkenlos eingesetzt werden. Der <a href="https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/grafische-papiere-und-kartons-aus-100-altpapier-recyclingpapier-und-karton">Blaue Engel</a> garantiert dabei, dass die Papierfasern zu 100 Prozent aus Altpapier gewonnen werden. Andere Produktkennzeichnungen wie FSC- oder PEFC-Label oder die Bezeichnung "Chlorfrei gebleicht" sind bei Papierprodukten aus Umweltsicht weniger hilfreich (siehe Hintergrund).</p><p><strong>Papier getrennt entsorgen:</strong> Benutztes Papier ist ein wertvoller Rohstoff und gehört deshalb getrennt entsorgt. Dabei sind die örtlich unterschiedlichen Sammelsysteme zu berücksichtigen (Altpapier-Container, Blaue Tonne, andere Altpapier-Sammlungen).</p><p><strong>Ins Altpapier gehören:</strong></p><p><strong>Nicht ins Altpapier gehören:</strong></p><p><strong>Was Sie noch tun können:</strong></p><p>Hintergrund</p><p><strong>Umweltsituation:</strong> Für die Produktion von einem Kilogramm neuem Kopierpapier (200 Blatt - Primärfaserpapier) werden ca. 50 Liter Wasser und circa fünf Kilowattstunden Energie verbraucht. Die Produktion von Recyclingpapier hingegen benötigt nur etwa 50 Prozent an Energie und nur rund 33 Prozent der Wassermenge. Außerdem werden pro Kilogramm Sekundärfaserpapier bis zu 2,2 Kilogramm Holz eingespart. Dem stehen 1,2 Kilogramm Altpapier für die Herstellung von einem Kilogramm Recyclingpapier gegenüber. Vorteile in der Ökobilanz hat Recyclingpapier auch bei: Photooxidantienpotenzial, Eutrophierungspotenzial für Land- und Wasserökosysteme, Giftigkeit für die Umwelt (Ökotoxizität) und Giftigkeit für den Menschen (Humantoxizität). Die Holzentnahme für Frischfaserpapier bedeutet immer einen Eingriff in das Wald-<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/%C3%B6?tag=kosystem#alphabar">Ökosystem</a> und ist daher mit Risiken für die biologische Vielfalt verbunden. Die Nutzung von Recyclingfasern wirkt diesem Risiko entgegen. In nahezu allen untersuchten Regionen besteht ein Risiko für Landnutzungsänderungen aufgrund der Holzversorgung für die Zellstoff- und Papierproduktion. Einzig in Mittel- und Südeuropa ist das Risiko gering, weil Primärwälder hier bereits fast vollständig verschwunden sind. Der beste Weg, um das Risiko weiterer Landnutzungsänderungen zu vermeiden, ist die Nutzung von Recyclingfasern.</p><p>Bestimmte Papierfabrikationshilfsstoffe oder Inhaltsstoffe von Druckfarben oder Klebstoffen können sich im Recyclingkreislauf anreichern. Teilweise können diese nicht entfernt werden. Es besteht bei manchen Stoffen die Gefahr, dass sie aus Recyclingpapierverpackungen auf Lebensmittel übergehen. Für besonders gefährdete Lebensmittel ist daher eine wirksame Barriere in der Verpackung zum Schutz des Verbrauchers notwendig. Es ist allerdings auch sehr wichtig, dass alle Akteure in der Wertschöpfungskette ihren Beitrag zur Verringerung der Einträge in den Stoffkreislauf leisten. Durch den Ersatz schadstoffbelasteter Druckfarben, Klebstoffe und Fabrikationshilfsstoffe kann bereits an der Quelle ein großer Schritt für ein sauberes Papierrecycling getan werden. Damit wird sowohl dem Verbraucherschutz wie auch dem Umweltschutz nachhaltig Rechnung getragen.</p><p><strong>Gesetzeslage:</strong> Es gelten die Grundsätze und Pflichten des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG), zum Beispiel die Verwertungshierarchie des Paragraf 6 KrWG und die Verpflichtung zur getrennten Sammlung (§ 14). Die Vorbereitung zur Wiederverwendung und das Recycling von Siedlungsabfällen sollen spätestens ab dem 1. Januar 2025 mindestens 55 Gewichtsprozent insgesamt betragen. Für Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton regelt das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/abfall-ressourcen/produktverantwortung-in-der-abfallwirtschaft/verpackungen/verpackungsgesetz">Verpackungsgesetz (VerpackG)</a> die Entsorgung. Diese sind von privaten Haushalten (und den sogenannten <a href="https://www.verpackungsregister.org/fileadmin/files/Katalog/Anfallstellenliste.pdf">vergleichbaren Anfallstellen nach § 3 Abs. 11 VerpackG</a> wie Hotels, Gastronomie etc.) grundsätzlich in der Altpapiersammlung zu entsorgen. Verpackungen aus Glas gehören in die Altglassammlung, solche aus anderen Materialien (z.B. Kunststoffen, Verbunden, Getränkekartons etc.) in den gelben Sack oder die gelbe Tonne. Für Verpackungen, die in Industrie und Großgewerbe anfallen, müssen die Hersteller eine Rückgabemöglichkeit anbieten. Sie können von den Unternehmen auch gemäß Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) entsorgt werden.</p><p>Die 16 führenden Druck- und Gerätehersteller haben sich auf europäischer Ebene u.a. verpflichtet, ihren Kunden die Verwendung von Recyclingpapier in ihren Geräten zu empfehlen. Außerdem wollen sie auf die Umweltvorteile von Recyclingpapier aufmerksam machen. Die EU-Kommission hat im Juni 2015 die Umsetzung dieser freiwilligen Selbstverpflichtung bestätigt.</p><p><strong>Marktbeobachtung: </strong>Im Jahr 2024 lag der rechnerische Verbrauch von Papier, Pappe und Karton in Deutschland bei 190 Kilogramm pro Einwohner. Dies entspricht einem Gesamtverbrauch von 15,9 Millionen Tonnen. Die Altpapierrücklaufquote lag bei rund 12,4 Millionen Tonnen (78 Prozent). Die inländische Papierproduktion betrug 19,2 Millionen Tonnen mit einem Altpapieranteil von rund 16,1 Millionen Tonnen (84 Prozent). Die Altpapiereinsatzquote einzelner Papiersorten, beispielsweise bei den Wellpappenrohpapieren oder bei Zeitungsdruckpapier, lag bei über 100 Prozent. Denn bei der Aufbereitung von Altpapier müssen Sortierreste und alle Verunreinigungen, welche die Qualität des Neupapiers beeinträchtigen, abgeschieden werden. Steigerungsmöglichkeiten des Altpapiereinsatzes bestehen noch bei den Zeitschriftenpapieren sowie Büro- und Administrationspapieren, aber auch bei den Hygienepapieren.</p><p><strong>Der Blaue Engel ist für Papiere der beste Orientierungsmaßstab.</strong> Andere Produktkennzeichnungen sind aus Umweltsicht für Papiere auch gut aber haben Schwachpunkte:</p><p>Weitere Informationen finden Sie hier:</p><p>Quellen:</p>
Im Spätsommer kommt es in der Ostsee regelmässig zu einem massenhaften Auftreten (Blüten) von Cyanobakterien. Da Cyanobakterien Gifte produzieren (die sich in der Nahrungskette anreichern könnten), kommen sie mehr und mehr in den Fokus von Öffentlichkeit und Forschung. Weniger prominent ist ihre Fähigkeit molekularen Luftstickstoff zu nutzen und diesen für sich bioverfügbar zu machen (Stickstofffixierung). Dadurch bringen sie zusätzlich bioverfügbaren Stickstoff in ein ohnehin schon überdüngtes Ökosystem. Der damit verbundene Nährstoffeintragin die Ostsee kann erheblich sein (bis zu 40%). Die damit verbundene Unsicherheiten im Nährstoffeintrag sind insbesondere bei allen Entscheidungen darüber, welche Maßnahmen zum Schutz der Ostsee gegen Eutrophierung eingesetzt werden sollten, problematisch.Trotz der enormen Wichtigkeit von Cyanobakterien, sind die Ursachen für deren Massenauftreten erstaunlich wenig verstanden. Entsprechend sind auch Blüten in der Ostsee bisher schlecht von Modellen erfasst und schwer vorherzusagen. Unsere Studie hat sich zum Ziel gesetzt, die Vorhersagbarkeit von Cyanoblüten aufgrund verschiedenster Umweltfaktoren zu testen. Da Cyanobakterien bekanntermassen sehr langsam wachsen, werden wir nicht nur den Höhepunktder Blüten untersuchen, sondern auch die Umweltfaktoren während der Entstehung der Blüte mit einbeziehen. Diese neue Herangehensweise wird durch eine Kombination von Beobachtungen und hochaufgelöstem Ozeanmodell ermöglicht. Diese Kombination erlaubt es uns, den Ursprungsort und die Entstehung von Blüten detailliert zu untersuchen. Ein Fokus wird auf die abiotischen Umweltbedingungen (z.B. photosynthetisch aktive Strahlung, Salzgehalt und Temperatur) während der Entstehung von Blüten gerichtet sein. Des weiteren wollen wir eine detaillierte Analyse des Stickstoff-Phoshor-Verhältnisses durchführen, da neue Hypothesen bisherigen Ansichten grundlegendwidersprechen. Dies könnte eine Anpassung der Schutzmaßnahmen gegen Eutrophierung der Ostsee erfordern. Wir planen, neue Erkenntnisse in ein erprobtes biogeochemisches Modell für die Ostsee einzubauen und die Vorhersagegüte mit der ursprünglichen Version zu vergleichen. Wir konzentrieren uns mit dieser Studie auf die Ostsee, da hier das Beobachtungsnetz besondersdicht ist. Wir rechnen aber damit, dass Ergebnisse auf den globalen Ozean übertragen werden können
Der Umweltzustand von Meeren in Deutschland/Europa und China ist über Dekaden von über Flüsse und Atmosphäre eingetragenen eutrophierenden Nährstoffen und Schadstoffen beeinflusst worden. In Europa ist der Einfluss rückläufig und viele 'traditionelle' industriell hergestellte Schadstoffe sind mittlerweile reguliert, während auf der anderen Seite das fortgesetzte Auftreten von neuen, zumeist nicht regulierten, umweltgefährdenden Substanzen ein zunehmendes Problem darstellt. In China verursacht die massive und beschleunigte Entwicklung industrieller und landwirtschaftlicher Aktivitäten derzeit immer noch einen zunehmenden Eintrag von Nährstoffen, Schadstoffen und anderen problematischen Substanzen in das vorgelagerte Küstensystem. Deshalb ist es das Hauptziel der hier vorgeschlagenen Studie, die chemischen und biochemischen Spuren zu verfolgen, die durch die rapide Entwicklung des Bohai See Ballungsgebietes (BRUA) sowie des Ballungsgebietes am nördlichen Südchinesischen Meer einschließlich des Yangtse Flussdeltas (YRD) bewirkt werden. Diese sollen sowohl in ihrer historischen Entwicklung als auch in ihrem gegenwärtigen Zustand der Situation in der Deutschen Nordsee und der Ostsee gegenübergestellt werden. Ziel des Vorhabens ist es, Vorkommen und Verteilung moderner Schadstoffe in den Küstenzonen der Bohai See und des Gelben Meeres zu untersuchen, atmosphärische und kontinentale Quellen zu quantifizieren und historische Belastungsmuster und Eintragswege zu rekonstruieren. Weiterhin wird die Schwermetallbelastung sowie die Freisetzungsraten aus Sedimenten und das Remobilisierungspotential ermittelt.
Phosphordüngung landwirtschaftlicher Kulturpflanzen wird in Zukunft verstärkt auf sekundäre mineralische Rohstoffe zurückgreifen müssen, um Stoffkreisläufe zu schließen und damit einhergehend Gewässereutrophierung und den Abbau endlicher Rohphosphatlagerstätten zu verringern. Im Teilprojekt G des InnoSoilPhos-Projektes sollen Düngungseffekte von Tierknochenkohlen und anderen sekundären Phosphorressourcen wie z.B. aus der Klärschlammrückgewinnung geprüft werden. Das Ziel ist die Bewertung der Düngewirkung von sekundären mineralischen Phosphordüngern in langjährigen Labor-, Feld- und Gefäßversuchen. Die gewonnen Erkenntnisse sollen zu einer Anpassung vorhandener Düngeempfehlungen führen. Teilprojekt G arbeitet zum Erreichen dieses Zieles eng mit Teilprojekt A (Universität Rostock) zusammen.
Das Projekt leistet einen Beitrag zum Schutz von Küstenökosystemen, die auf Veränderungen in der Nährstoffverfügbarkeit, insbesondere durch eine anthropogen-bedingte Zunahme von Nährstoffen (z.B. durch Landnutzungsänderungen und/oder durch Zunahme der Bevölkerung), empfindlich reagieren. Dies kann zu starken negativen Auswirkungen führen und die Lebensgrundlage der ansässigen Bevölkerung beeinträchtigen. Mit den Ergebnissen des vorliegenden Vorhabens können Handlungsempfehlungen entwickelt werden, die die negativen Effekte auf Küstenökosysteme verringern helfen. Das Vorhaben soll die Signifikanz des submarinen Grundwasserabflusses (SGD) von tropischen Inseln als Nährstoffquelle für Küstenökosysteme global und am regionalen Beispiel abschätzen. Auf regionaler Skala wird insbesondere der Nährstofftransport durch SGD aus Java (Indonesien) als Beispiel im Gelände untersucht und die Einflüsse auf Küstenökosysteme identifiziert. Die Ergebnisse werden genutzt, um ungewollte Beeinflussungen von Küstenökosystemen durch SGD zu identifizieren und mit lokalen Partnern Managementmaßnahmen zu entwickeln. Auf globaler Skala wird durch Erstellen umfangreicher Geodatenbanken der Nährstofftransport durch SGD von tropischen Inseln quantifiziert und Regionen identifiziert, deren Küstenökosysteme jetzt oder in der Zukunft wahrscheinlich von SGD beeinflusst werden. Diese werden politischen Entscheidungsträgern kommuniziert.
a) Das Vorhaben schließt an das UFOPLAN-Vorhaben 'Folgebewertung des Deskriptors 5 Eutrophierung gemäß MSRL und Nährstoffreduktionsszenarien' FKZ 3716 25 2110 und weitere Vorgängervorhaben (z. B. FKZ 3713 25 221, FKZ 3712 25 221) an und führt die langjährigen fachlichen Arbeiten der Universität Hamburg zum Thema Eutrophierung, die seit 2008 eine wesentliche Grundlage für die Umsetzung des Deskriptors 5 'Eutrophierung' der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie bilden, zu einem Abschluss. Im Rahmen der langjährigen Kooperation des UBA mit der Universität Hamburg ist ein umfassender Fundus an Eutrophierungsdaten und konzeptionellen Ausarbeitungen entstanden, der im Rahmen des Vorhabens so aufgearbeitet werden soll, dass er ohne Zeitverzögerung und Wissensverluste an eine Nachfolgeinstitution bzw. das UBA übergeben werden kann. b) Im Fokus des Vorhabens steht die Datenarchivierung der von der Universität Hamburg gesammelten Daten zum Thema Eutrophierung in der nationalen Meeresumweltdatenbank MUDAB. Darüber hinaus sollen die bereits weit fortgeschrittenen Arbeiten an einem Handbuch zur Eutrophierungsbewertung und zur Modellierung von Nährstoffreduktionsszenarien abgeschlossen werden. Im Laufe des Vorhabens soll die Übergabe der Arbeiten an eine geeignete Nachfolgeinstitution bzw. das UBA erfolgen sowie die Einarbeitung eines Nachfolgers. Während der Laufzeit des Vorhabens sollen fachliche Zuarbeiten zum Thema Eutrophierung im Rahmen der Umsetzung der MSRL weiterhin bedient werden. Insbesondere betrifft dies Zuarbeiten zu der 2017 laufenden regionalen (OSPAR und HELCOM) und nationalen Folgebewertung von Nord- und Ostsee sowie zur Modellierung von Nährstoffreduktionsszenarien im Rahmen von OSPAR.
Ziel des GOBI-Projekts ist es, Effizienz und Nachhaltigkeit der biochemischen Konversion von Biomasse zu steigern, indem sowohl die energetische Ausbeute, wie auch der Gesamtnutzen der Biogasprozesskette, der durch wertvolle Nebenprodukte sowie die Verringerung negativer Umweltwirkungen entsteht, optimiert wird. Hierzu wird an der Universität Hohenheim die Weiterentwicklung von Silierverfahren als Mittel der Vorkonditionierung von Biogassubstraten durch gezielte bakterielle und enzymatische Prozessführung untersucht. Dabei soll die Bildung von Plattformchemikalien durch die Nutzung spezieller mikrobieller Biozönosen und deren optimale Versorgung mit Spurennährstoffen sowie durch den Einsatz von Enzymen, gezielt gefördert werden. Von besonderem Interesse sind die Bedingungen unter denen zur Weiterverarbeitung interessante Substanzen in geeigneten Konzentrationen erzeugt werden können. Weitere Ziele sind die Optimierung der Energiepflanzenproduktion hinsichtlich der umwelt- und verfahrensrelevanten Gesamtwirkung im Biogasprozess und die Untersuchung geeigneter Aufbereitungs- und Trocknungsverfahren der Zwischen- und Endprodukte. Hierzu werden die Biogassubstrate charakterisiert und Verfahren zur Qualitätsoptimierung der entsprechenden Biomasse und deren Behandlung entwickelt. Am Fraunhofer IGB wird die Gewinnung der Plattformchemikalien aus Silage-Sickersäften als Nebenprodukt der Substratlagerung für die Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie sowie für die Herstellung von Futtermitteln untersucht. Die Verfahrensschritte, mit denen sich die Wertstoffe technisch aus der Silage extrahieren lassen und die der Separation sowie Stabilisierung dienen, sind hierbei von besonderem Interesse. Parallel zum Trocknungsansatz der Universität Hohenheim wird die Trocknung mit überhitztem Dampf in einem speziell entwickelten Trockner für Gärreste untersucht. Das gemeinsame Forschungsvorhaben wird von Hohenheim aus koordiniert und durch Industriepartner unterstützt, die in enger Kooperation mit den wissenschaftlichen Einrichtungen an speziellen Teilaufgaben, wie der Ökobilanzierung, der Datenverarbeitung und der Bereitstellung der neu entwickelten Versuchsanlagen arbeiten. Aus den Daten und Ergebnissen der Projektpartner wird eine ganzheitliche Betrachtung der Umweltwirkungen wie Primärenergiebedarf, Treibhausgasemissionen sowie Versauerungs- und Eutrophierungspotenzial anhand einer LCA (Life Cycle Assessment) Analyse erstellt. Diese erlaubt eine Hotspot-Identifikation als Grundlage zur gezielten Minimierung negativer Umweltwirkungen. Zur wissensbasierten Steuerung der Systemkomponenten im Biogasprozess ist eine mathematische Abbildung der ökologischen und ökonomischen Abhängigkeiten erforderlich. Das resultierende Modell erlaubt eine weitgehend freie Parametervariation zur Optimierung des Gesamtsystems bezüglich ökonomischer oder ökologischer Zielvorgaben.
Im Rahmen der EG-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) ist bis 2012 eine ökologische Bewertung des aktuellen Meereszustands, sowie eine Festlegung des guten Zustands und von Umweltzielen erforderlich. Hierauf basiert die anschließende Formulierung von Maßnahmen bis 2015, die zum Ziel haben, den guten Umweltzustand zu erreichen / zu erhalten. Das Vorhaben dient hinsichtlich der Eliminierung der Eutrophierung der Umsetzung der vorgenannten erforderlichen Schritte für die (deutschen) Küsten- und Meeresgewässer. Zentrales Ziel ist die wissenschaftliche Fortentwicklung der integrierten Eutrophierungsbewertung für die MSRL unter Berücksichtigung bereits bestehender Bewertungsansätze gemäß WRRL, OSPAR und HELCOM und die Ableitung von Umweltzielen. Darüber hinaus dient das Projekt der Erstellung der nationalen Berichte zur Eutrophierungsbewertung gemäß MSRL, WRRL, OSPAR, HELCOM und EG-RL. Das unter OSPAR angewendete Bewertungsverfahren COMP soll für die Anwendung unter der MSRL weiterentwickelt werden. Dies bedarf der Einführung zusätzlicher Bewertungsstufen, der Prüfung von Referenz- und Orientierungswerten, der Einführung einer Vertrauensbewertung (confidence rating) und der Berücksichtigung neuer Messverfahren (Satelliten, ferry boxes). Darüber hinaus wird es zunehmend wichtig, dem Klimawandel bei der Eutrophierungsbewertung Rechnung zu tragen. Im Rahmen von HELCOM soll die Umsetzung des Ostseeaktionsplans (BSAP) unterstützt werden, u.a. durch die Bewertung des Eutrophierungszustands der Ostsee und durch die Harmonisierung nationaler Nährstoffreduktionsziele gemäß WRRL und Reduktionszielen des BSAP. Im Vorgriff auf die gemäß MSRL bis 2015 aufzustellenden Maßnahmenprogramme sollen Modellierungen zur Definition von Reduktionszielen für Nährstoffeinträge durchgeführt werden und Effekte verminderter Nährstoffeinträge mit Hilfe von Modellen abgeschätzt werden. Darüber hinaus soll ein international anwendbares Modellierungsverfahren entwickelt werden, dass grenzüberschreitende Ferntransporte von Nährstoffen quantifiziert.
Masthühnerhybriden, die heute in der konventionellen Masthühnerhaltung eingesetzt werden, zeigen eine sehr hohe Wachstumsgeschwindigkeit. Die Selektion auf hohe Tageszunahmen führt zu erhöhter Empfindlichkeit gegenüber Hitzestress und auch verändertem Verhalten der Tiere wie geringere Motivation zu Fortbewegung. Die meisten der angeführten Probleme sind bei langsamer wachsenden Masthybriden nicht vorhanden oder deutlich reduziert. Den genannten Vorteilen aus Sicht des Tierwohls stehen mögliche Nachteile im Bereich der Umweltwirkungen bei Verwendung langsamer wachsender Hybridherkünfte gegenüber: eine verminderte Produktionsintensität (geringer Zunahmen, längere Mastdauer bis zum Erreichen einer definierten Lebendmasse, dadurch höherer Futteraufwand) geht in der Regel mit ungünstigeren Ergebnissen betreffend der wichtigsten Umweltwirkungen (Eutrophierungspotenzial, Versauerungspotenzial, Treibhausgase, etc.) einher. Im Wesentlichen beruht dies auf dem 'Verdünnungseffekt' einer höheren Produktivität, solange letztere nicht mit dem Einsatz zusätzlicher, besonders umweltbelastender Produktionsfaktoren einhergeht. Ähnliches ist für die ökonomische Leistung zu erwarten, wenn für ein Produkt, das in einem, im Sinne des Tierwohls optimierte Produktionssystem erzeugt wurde, nicht entsprechend höhere Preise je Mengeneinheit erzielt werden können. Letztlich ist auch davon auszugehen, dass unterschiedliche genetische Herkünfte in wichtigen Kriterien der Fleischbeschaffenheit differieren. Im gegenständlichen Projekt werden Unterschiede zwischen konventionellen und alternativen ('langsam wachsenden') Hybridherkünften in Hinblick auf Ökobilanz, Wirtschaftlichkeit und Fleischbeschaffenheit untersucht.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 25 |
| Land | 1 |
| Wissenschaft | 10 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 20 |
| Text | 4 |
| unbekannt | 2 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 4 |
| Offen | 22 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 24 |
| Englisch | 4 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 2 |
| Keine | 18 |
| Webseite | 8 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 25 |
| Lebewesen und Lebensräume | 26 |
| Luft | 25 |
| Mensch und Umwelt | 26 |
| Wasser | 26 |
| Weitere | 26 |