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Fischfutter - Alternative Futtermittel für die Aquakultur mariner Fischlarven

Ziel des Vorhabens ist es in der Aquakultur durch das Schließen der Lebendfutter-Versorgungslücke bei den Fischlarven zu einer gesteigerten Überlebensrate zu kommen. Durch eine Diversifizierung des Futtermittelspektrums könnte auch die Abhängigkeit gegenüber einigen wenigen Nutzarten als Futter reduziert werden, was in den meisten Fällen die Ausbeutung dieser Nutzarten verringern würde. Die Aufnahme bisher nicht verwendeter Fischarten in die Aquakultur durch ein besseres Futterangebot wäre ein weiterer Vorteil. Der Einsatz von Nematoden wird in der Aquaristik seit längerem praktiziert, jedoch werden Nematoden in der kommerziellen Aquakultur bisher sehr selten als Futtermittel eingesetzt. Aus zunächst ca. 15 Nematoden-Arten sollen die beiden für die Aquakultur am besten geeigneten Arten ausgewählt werden. Am Ende soll eine Kulturanlage im Labormaßstab zur Verfügung stehen, in der einfach und kostengünstig zwei Nematoden-Arten in ausreichender Menge kultiviert werden können. Abschließend wird die Eignung der Nematoden als Futter in dafür konstruierten Fütterungsbecken am Beispiel der Larven von Dorade, Wolfsbarsch und Steinbutt geprüft. Zusätzlich wird durch den Kooperationspartner Impetus GmbH eine molekularbiologische Referenzdatenbank zu Nematoden aufgebaut, welche unter anderem der Aquakultur zur Qualitätssicherung als Dienstleistung zur Verfügung gestellt werden kann.

Untersuchung der Selbstzündung von Bio-Kerosin für Stickoxid-arme Verbrennung

BTL-Kraftstoffe (BTL = biomass to liquid) können Kraftstoffe fossiler Herkunft ersetzen und dabei grundsätzlich neben den CO2-Emissionen bei optimierter Verbrennung zusätzlich auch die Emissionen an Stickoxiden und Rußpartikeln deutlich reduzieren. Darüber hinaus weisen diese Biokraftstoffe eine hohe Ertragseffizienz auf (etwa drei- bis viermal höher als für Bio-Diesel). Das Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) an der Universität Bremen arbeitet seit 2008 in Projekten am Zündverhalten von BTL-Kerosin-und BTL-Diesel-Einzeltropfen. Bisher besteht jedoch eine Lücke zur technischen Anwendung der erlangten Ergebnisse. Ein Hauptproblem liegt dabei in der Vorverdampfung und Vormischung in heißer Hochdruckumgebung, ohne dass das gebildete Gemisch vorzeitig und außerhalb der Brennkammer zündet. Daher soll in diesem Forschungsvorhaben die Zündung technischer Sprays unter maschinenidentischen Bedingungen untersucht werden. Damit werden nicht nur die vorhandenen Simulationen validiert, sondern es sollen auch Gerätegeometrien und -parameter untersucht werden, die denen der Brenner des Bremer Firmenpartners SAACKE GmbH entsprechen. Mit den Forschungsergebnissen will die Fa. SAACKE GmbH eigene Brenner weiterentwickeln.

ECoFound.SC - Umweltschonende Objektgründungen mit Suction Caissons in Offshore-Windparks

Bei konventionellen Offshore-Objektgründungen mit Stahlrohrrammpfählen entstehen Umweltbelastungen durch die kilometerweit reichenden hohen Hydroschall-Emissionen bei den Rammarbeiten sowie durch den Verbleib der Stahlpfähle im Meeresgrund nach dem Rückbau der Objekte. Ziel des Forschungsprojektes ist es, Grundlagen zur Anwendung einer umweltfreundlichen Alternative in Form von Gründungen mit Suction Caissons zu schaffen. Suction Caissons sind gedrungene, unten offene Stahlzylinder, die durch Anwendung von Unterdruck in ihrem Inneren in den Boden gesaugt werden und später durch Anwendung von Überdruck aus dem Baugrund gedrückt und geborgen werden können. Der Installationsvorgang und das Tragverhalten solcher Strukturen sind in praxi weitestgehend geotechnisches Neuland, insbesondere in der Deutschen Bucht (Nordsee). Derzeit wird diese Technik zur Gründung einer Umspannplattform in der Nordsee vorbereitet, die noch 2012 im Offshore Windpark Global Tech 1 installiert werden soll. Im Rahmen des Vorhabens soll der aktuelle Stand der Wissenschaft mit den Erfahrungen im Windpark Global Tech 1 zu einem konsistenten Entwurfsverfahren nach den Genehmigungsanforderungen des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie zusammengeführt werden mit dem Ziel die Ergebnisse zu einer Richtlinie für den Entwurf solcher Objektgründungen zu verallgemeinern.

MakOR - Messverfahren zur akustisch-aerodynamischen Optimierung von Rotorblättern

Turbulente Strömungen an Rotorblättern von Windenergieanlagen (WEA) verursachen Lärmemissionen und verringern die Energieerträge, da sie wie eine aerodynamische Bremse wirken. Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines kombinierten Messverfahrens zur akustisch-aerodynamischen Optimierung von Rotorblättern um eine Effizienzsteigerung und zugleich eine Reduzierung der Lärmemissionen zu erreichen. Die neue Methode soll die Grundlage für einen Folgeantrag beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung darstellen. Firmenpartnerin ist die Deutsche WindGuard Engineering GmbH in Bremerhaven. Sie betreibt vor Ort einen akustisch optimierten Großwindkanal, in dem die geplanten Messungen durchgeführt werden können. Als Vergleichsobjekt für die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf reale WEA dient die von der Deutschen WindGuard und der Universität Bremen Anfang 2012 in Betrieb genommene Bremer Forschungs-Windenergieanlage.

Förderprogramm Angewandte Umweltforschung (AUF) (1996-2001), Brennstoff-Pellets aus regionalen Reststoffen (CoPAS)

Ein Standbein der Erneuerbaren Energieerzeugung ist die Nutzung von Biomasse - sowohl zur Erzeugung von Biogas als auch direkt als Brennmaterial zur Energie- und Wärmeproduktion. Die Ressource Holz ist jedoch nur begrenzt verfügbar, und bei der Flächennutzung besteht eine direkte Konkurrenz zwischen Biogas- und Nahrungsmittelproduktion. Eine systematische Untersuchung biogener Reststoffe aus Industrie und Landwirtschaft auf ihre Verwendbarkeit für die nachhaltige Brennstoffproduktion ist bisher nicht erfolgt. Im Rahmen des Forschungsvorhabens soll zunächst das Reststoffaufkommen in Bremen und im Bremer Umland erfasst werden. Ziel ist es, Reststoffe zu Pellets zu pressen, um sie als Brennstoff verkaufen zu können. Dazu soll innerhalb der ersten elf Projektmonate eine Studie als harter Meilenstein mit Abbruchkriterium erstellt werden, die auch die Ökobilanz dieser Pellet-Herstellung prüft. Bei positivem Ergebnis soll ein mobiler Teststand als Kleinlabor im Container entwickelt und aufgebaut werden, damit anschließend Vor-Ort biogene Stoffe hinsichtlich ihrer Eignung als Brennstoff in Pelletform untersucht und Pellet-Rezepturen (vgl. EN 14961-6) entwickelt und getestet werden können. Die Rezepturen sollen sicherstellen, dass die Pellets eindeutig definierte Eigenschaften besitzen (als Brennmaterial, aber auch hinsichtlich Transport und Lagerung).

Seifenblasen-Fenster - Entwicklung eines Demonstrators für ein Fenster mit steuerbarer Reflexion

Ziel der Studie ist der Nachweis der Funktionsfähigkeit eines neuartigen Fensterglasaufbaus, dessen Konstruktionsprinzip bereits zum Patent angemeldet wurde. Durch die Entwicklung eines Demonstrators von ca. 40 x 40 cm2 Größe soll gezeigt werden, dass sich der Reflexionsgrad bei diesem Fensterglasaufbau der momentanen Außentemperatur selbsttätig anpasst. Die innovativen Fenster sollen ihr Reflexionsverhalten innerhalb weniger Sekunden von fast transparent bis recht stark reflektierend ändern können. Damit soll ein Aufheizen der Räume durch einfallendes Sonnenlicht ebenso vermieden werden wie zu starke Verdunkelung, die eine zusätzliche Innenbeleuchtung notwendig machen würde.

Entwicklung eines umweltfreundlichen Verfahrens zur Herstellung sauerstoffreichen Wassers für KMU im Land Bremen

Das Institut für Umweltverfahrenstechnik arbeitet an der Entwicklung eines Verfahrens, durch welches gewöhnliches Leitungswasser unter erhöhtem Druck mit gelöstem Sauerstoff angereichert werden kann. Sauerstoffreiches Wasser wird für eine Reihe von chemischen und biotechnologischen Produktionsprozessen sowie zur Desinfektion, Hygienisierung und zum Schadstoffabbau in Wässern, Abwässern und Schlämmen genutzt. Das IUV-Verfahren zeichnet sich durch ein besonderes Oxidationspotential von bis zu 2000 mg/l gelöstem Sauerstoff aus, ist umweltfreundlich und kostengünstig. Trotzdem hat es noch keine Marktreife erlangt, da bisher nur im Versuchsmaßstab mit sehr kleinen Mengen gearbeitet werden konnte. Im Rahmen des Projektes sollen die Voraussetzungen für eine systematische vorwettbewerbliche Untersuchung möglicher Anwendungsgebiete mit Demonstrationscharakter geschaffen werden.

Pedelec-Pool - Pedelec-Pool für Mieter

Das Bremer Energie Institut (BEI) möchte ein Forschungsprojekt in der BMBF-Fördermaßnahme Dienstleistungsinnovationen für Elektromobilität vom August 2012 beantragen. Das BMBF unterstützt damit Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen, mit denen praxisbezogene Lösungen der Dienstleistungsentwicklung und -anwendung für die E-Mobilität konzipiert werden sollen. Ziel des AUF-Vorhabens ist die Erarbeitung eines BMBF-Projektantrages zur Konzepterstellung und -erprobung eines Pedelec-Pools für Mieter. Die Pedelecs sollen in großen Wohnanlagen den Mietern - ggf. gegen Entgelt - zur Verfügung gestellt werden. Die Mieter können so ein neues, umweltfreundliches Verkehrsmittel erproben oder regelmäßig nutzen, ohne durch hohe Anfangsinvestitionen abgeschreckt zu werden. Es ist geplant, die Dienstleistung mit acht bis zehn Partnern, darunter der Mobilitätsdienstleister, ein Energieversorger, Vertreter der Wohnungswirtschaft und des ÖPNV sowie weitere wissenschaftliche Forschungsinstitute, zu entwickeln und dabei die künftigen Nutzer einzubeziehen. Ziel ist eine ökologisch sinnvolle Mobilitätsdienstleistung, die wie in einem Franchise-Geschäftsmodell auch auf andere Regionen übertragbar ist.

Selektive Isolierung von DNA und RNA in molekularen Sieben (Nanocontainer)

Die PCR (polymerase chain reaction) zur Vervielfältigung von DNA/RNA ist in den meisten molekularbiologischen Labors ein Standardverfahren. Zur Reinigung und Isolierung der gesuchten und duplizierten DNA-Abschnitte werden Farbstoffe eingesetzt, die ein mutagenes Potential aufweisen. Nach Hochrechnungen der IUB fallen für Deutschland pro Jahr etwa 5 bis 10 t toxische Gelabfälle an, die aufwendig entsorgt werden müssen. Ziel ist daher die Entwicklung eines neuen Selektionsverfahrens, das schneller und effektiver arbeitet und weder mutagene Substanzen benötigt noch umweltgefährdende Abfälle produziert. Das sog. DNA-Extraktions-Kit setzt vor allem auf die unterschiedliche Größe der bei der PCR anfallenden Produkte und Verfahrenskomponenten. Dazu werden Nano-Container als 'Fallen' im molekularen Bereich genutzt. Das Vorhaben zeichnet sich durch besondere Anwendungsnähe aus. Bei erfolgreichem Verlauf werden äußerst gute Marktchancen prognostiziert.

Ökologische und ökonomische Optimierung von Wohnungslüftungsgeräten durch präzise und multifunktionale Druckmessung

Bei Wohnungslüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung (beispielsweise in Niedrigenergiehäusern) wird bisher auf eine regelmäßige, präzise Regulierung der Luftmassenströme verzichtet. Durch Ungenauigkeiten bei der Einstellung geht Wärme und damit Energie verloren. Präzise Sensoren zur Messung der Luftströme sind im Handel nicht erhältlich. Ein an der Hochschule Bremen entwickeltes Verfahren erlaubt kostengünstig verschiedene Druckdifferenzen in einem Lüftungsgerät präzise zu messen. Dieses Verfahren ('AirSwitcher')wurde zum Patent angemeldet. Der innovative Charakter von AirSwitcher liegt im Messverfahren: Anstelle der Einstellung der Balance durch Messung beider Luftströme mit je einem Sensor werden sie mit nur einem Sensor zeitversetzt gemessen. Dadurch lässt sich eine bisher unerreichte Messgenauigkeit (dauerhafte Disbalance kleiner 5 Prozent) wirtschaftlich realisieren. Das Verfahren erlaubt die Verwendung eines handelsüblichen und kostengünstigen Sensors. Mit Hilfe dieses Verfahrens lassen sich neben der Balance der Luftströme auch der Frostschutz, die Filter- und Gebäudeüberwachung sowie der Einsatz von Feuerstätten optimieren. Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, diese Baugruppe ('AirSwitcher') zur Serienreife zu entwickeln. Hierbei steht der Funktionsnachweis unter praxisnahen Bedingungen und das Umschaltventil im Vordergrund der Entwicklungsarbeiten.

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