Ziel des Hauptprojektes ist die Herstellung eines alternativen Dämmmaterials auf der Basis nachwachsender Rohstoffe zur Kerndämmung von Gebäuden. Inhalt des Gender-Projektes: Anforderungen an ein innovatives Material zur Gebäude- Kerndämmung bestehen nicht nur in Hinblick auf technische Parameter und einen marktfähigen Preis. Unter dem Stichwort Gender Marketing sollen gezielt geschlechtsspezifische Aspekte der erfolgreichen Vermarktung untersucht werden. Zu diesem Zweck werden Daten erhoben, die es dem Firmenpartner erlauben, das Produkt Gebäude-Kerndämmung mit alternativen ökologischen Materialien geschlechtsspezifisch zu kommunizieren und zu vermarkten. Im Zentrum der Forschungsarbeiten steht die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung professionell angeleiteter Gruppendiskussionen (Männer-, Frauen- und gemischte Gruppe). Da das Teilprojekt in engem Austausch mit dem Hauptprojekt realisiert wird, können erkannte Ansätze einer weiteren Produktoptimierung direkt in die Ergebnisverwertung des Hauptprojektes einfließen.
Ziel des geplanten Forschungsvorhabens ist es, durch eine grundlegend neue Art der Betriebsführung von Windenergieanlagen (WEA) die dynamischen Belastungen im Triebstrang zu minimieren und darüber eine optimierte technische und wirtschaftliche Nutzungsdauer der Anlagen zu erreichen. Im Rahmen der Forschungsarbeiten sollen Reglerstrukturen für die neuartige Generatorregelung entworfen und praktisch an einem Versuchsprüfstand erprobt werden. Dafür soll ein Beobachtersystem für den Triebstrang von Windenergieanlagen entwickelt werden, das die Online-Erfassung der stationären und dynamischen Beanspruchungen in den Triebstrangkomponenten unter Berücksichtigung mechanischer Resonanzen ermöglicht. Durch Ableitung eines analytischen Modells sollen die in den Komponenten eines WEA-Triebstranges auftretenden Kräfte und Drehmomente dynamisch und stationär beschrieben werden. Dieses Modell soll auch zur Systemsimulation bei der Entwicklung der Regelung und des Beobachtersystems genutzt werden. Zur experimentellen Verifikation soll im Rahmen des Forschungsvorhabens ein Versuchs- und Demonstrationsprüfstand aufgebaut werden, der den Triebstrang einer WEA nachbildet und an dem die neuen Konzepte zur Generatorregelung praktisch erprobt werden können. Eine Anwendung der Ergebnisse ist sowohl für Offshore- als auch für Onshore-WEA möglich.
Ein wirtschaftlicher Betrieb von Windenergieanlagen (WEA) im Offshore-Bereich erfordert optimierte Werkstoffkombinationen mit hohen Betriebsfestigkeiten. Dies gilt insbesondere für die stark beanspruchten Rotorblätter. Für Offshore-WEA werden aufgrund der höheren Belastungen neben Glasfaser- (GFK) auch zunehmend Kohlefaserverbundkunststoffe (CFK) interessant. Daten über die Schwingfestigkeit als Maß für Materialermüdung und Totalversagen, insbesondere in Kombination mit Umgebungseinflüssen (Feuchtigkeit, Temperatur), und Lastspielzahlen bis 108 liegen bisher jedoch nur in sehr begrenztem Umfang vor. Im Rahmen des Vorhabens sollen eingehende material- und bauteilkundliche Untersuchungen durchgeführt werden, um eine gut abgesicherte experimentelle Basis für Betriebsfestigkeitsberechnungen bereitzustellen. Die Untersuchungen erfolgen an Prüfkörpern (Laminate) und real geformten Bauteilen. Die Forschungsarbeiten sollen insbesondere zu vereinfachten Auswahlkriterien geeigneter Faserverbundkunststoffe (FVK) für WEA führen. Daneben wird ein Konzept zur Bewertung von Umwelteinflüssen auf die Schwingfestigkeit von FVK-Bauteilen entwickelt.
Die Fachtagung 'Umweltaspekte der Seeschifffahrt', als drittes einer Reihe von Symposien, wird von der GAUSS in Kooperation mit der Meereskundlichen Arbeitsgruppe Umweltfolgen der Schifffahrt, MAUS, veranstaltet. Unterstuetzende Partner sind u.a. die Bundesanstalt fuer Gewaesserkunde, das AWI sowie das Forschungszentrum Geesthacht. Erwartet werden etwa 100-120 TeilnehmerInnen aus der Bundesrepublik und dem europaeischen Ausland, die den Bereichen Meeresumweltschutz, Seeschifffahrt, Politik und Verwaltung, Forschung sowie maritime Industrie zuzuordnen sind. Die Veranstaltung am 25./26. November 1999 wird dazu beitragen, die Themen maritimer Umweltschutz und Sicherheit im Seeverkehr erfolgreich und dauerhaft mit dem Standort Bremen/Bremerhaven zu verknuepfen.
Für die regionale Hydrogeologie Bremens ist eine starke Heterogenität des Grundwasserleiters typisch. Dies erschwert die Sanierungsplanung bei Grundwasserverunreinigungen. Im Rahmen des Vorhabens soll daher eine Handlungsanweisung für den Umgang mit Grundwasserverunreinigungen in Bremen entwickelt werden. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Einbeziehung von Rückhalte- und Selbstreinigungskräften des Bodens. Am Beispiel von aktuellen Schadensfällen (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sowie Benzol, Toluol, Xylol und Ethylbenzol (BTEX)) werden Bewertungs- und Entscheidungskriterien entwickelt und als Handlungsanweisung formuliert. Als Ergebnis des Vorhabens soll den Behörden eine Methode zur Verfügung stehen, mit der die geeigneten Sanierungsmethoden für einen gezielten, effizienten Einsatz von Mitteln und Material identifiziert werden können.
Dachabläufe von Werkshallen und andere Oberflächenabflüsse auf industriellen Produktionsgeländen können mit Rückständen belastet sein, beim Bremer Werk von Mercedes-Benz z.B. mit Rückständen aus Metallverarbeitung, Lackierung und Kunststoffverarbeitung. Die enthaltenen Stoffe müssen derzeit als Einzelstoffe nicht erfasst werden, sind aber gemäß der Wasserrahmenrichtlinie ab 2015 als sog. prioritär (gefährlich) eingestufte Substanzen in Oberflächengewässern und Vorflutern zu untersuchen. Mit dem Vorhaben sollen die Möglichkeiten zur Reinigung des Regenwassers auf industriellen Produktionsgeländen durch neuartige flächensparende Filter erforscht werden. Am UFT wurde in einem Vorläuferprojekt ein Konzept für Bodenfilter mit besonderen Substratkombinationen und ausgewähltem Pflanzenbewuchs entwickelt, das jetzt für die neue Aufgabe angepasst werden soll. Im Bodenfilter sollen als Bestandteile Silikatkolloide und Pflanzenkohle zum Einsatz kommen, als Bewuchs werden speziell an wechselfeuchte Bedingungen angepasste Pflanzen verwendet, die zusätzlich mit Mykorrhiza-Pilzen versorgt werden. Erforderlich ist die Kontrolle der mit dem Regenwasser ein- und ausgehenden Stoffe über eine spezielle Analytik. Als Projektergebnis wird eine Handlungsanleitung für die nachhaltige Reinigung von Dach- und Oberflächenabflüssen auf Industriestandorten angestrebt.
Ein Standbein der Erneuerbaren Energieerzeugung ist die Nutzung von Biomasse - sowohl zur Erzeugung von Biogas als auch direkt als Brennmaterial zur Energie- und Wärmeproduktion. Die Ressource Holz ist jedoch nur begrenzt verfügbar, und bei der Flächennutzung besteht eine direkte Konkurrenz zwischen Biogas- und Nahrungsmittelproduktion. Eine systematische Untersuchung biogener Reststoffe aus Industrie und Landwirtschaft auf ihre Verwendbarkeit für die nachhaltige Brennstoffproduktion ist bisher nicht erfolgt. Im Rahmen des Forschungsvorhabens soll zunächst das Reststoffaufkommen in Bremen und im Bremer Umland erfasst werden. Ziel ist es, Reststoffe zu Pellets zu pressen, um sie als Brennstoff verkaufen zu können. Dazu soll innerhalb der ersten elf Projektmonate eine Studie als harter Meilenstein mit Abbruchkriterium erstellt werden, die auch die Ökobilanz dieser Pellet-Herstellung prüft. Bei positivem Ergebnis soll ein mobiler Teststand als Kleinlabor im Container entwickelt und aufgebaut werden, damit anschließend Vor-Ort biogene Stoffe hinsichtlich ihrer Eignung als Brennstoff in Pelletform untersucht und Pellet-Rezepturen (vgl. EN 14961-6) entwickelt und getestet werden können. Die Rezepturen sollen sicherstellen, dass die Pellets eindeutig definierte Eigenschaften besitzen (als Brennmaterial, aber auch hinsichtlich Transport und Lagerung).
Das Fraunhofer-Anwendungszentrum soll den Bereich Windenergie-Feldmessungen für die Industrie (KMU und Großfirmen) aufbauen und angewandte industrienahe Forschung für die Offshore-Windenergie in Abstimmung mit dem Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES und der Hochschule Bremerhaven bündeln und erweitern. Dabei soll besonders die regionale Wirtschaft unterstützt werden, um im engen Dialog mit den Firmen die Kompetenz von Wissenschaft und Wirtschaft im Land Bremen zu halten und auszubauen. Zusammen mit dem IWES und der Hochschule Bremerhaven sollen neue Forschungsthemen und -felder entwickelt werden.
Der zu entwickelnde Dielektrophoretische Goldabscheider ist ein Apparat zur kontinuierlichen Fraktionierung und Anreicherung von inerten Metallen (wie z.B. Gold) aus mineralischen Gemischen (Roherze). Bei diesem innovativen Trennverfahren werden Partikel in einem elektrischen Feld gezielt bewegt, wodurch im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren (wie z.B. Cyanidlaugerei) auf den Einsatz umweltschädlicher Chemikalien gänzlich verzichtet werden kann. In dem gesamten Prozess werden lediglich physikalische Mechanismen ausgenutzt, wobei im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren ähnlich hohe Trennraten erreicht werden, weniger Energie verbraucht wird und keine umweltschädlichen Reststoffe entstehen. Das Verfahren kann leicht in die Prozesskette eines Goldminenbetriebs integriert werden, ohne dass die vorhandenen Vor- und Nachbehandlungsprozesse geändert werden müssten.
Ziel der Studie ist die Ausarbeitung von zwei Vollanträgen zum Erreichen einer nachhaltigeren Produktion in Hinblick auf Energie, Nährstoffe, Wasser und Fläche durch Polykultur bei der Fischzucht. Polykultur, also der Besatz mit mehreren Tierarten, soll die Ressourcennutzung sowohl in Teich- als auch in geschlossenen Kreislaufanlagen verbessern. Bei beiden Vollanträgen sind Firmenbeteiligungen vorgesehen. Absatzmöglichkeiten werden zum einen in einer Direktvermarktung als regionales Produkt gesehen, zum anderen sollen auch Kontakte des IMARE zu in Bremen ansässigen und überregional aktiven Firmen genutzt werden. Die vorgelegten Projektideen bieten konkrete Anhaltspunkte dafür, dass sie mit Hilfe von überregional zu akquirierenden Drittmitteln weitergeführt werden können und unterstützen den aktuellen umweltrelevanten Themenschwerpunkt Nachhaltige Aquakultur in Bremerhaven.
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| Bund | 187 |
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