Bodenphysikalische Daten liegen vor als Einzeldaten oder Meßreihen, sowie als makroskopische Beobachtungen von Bodenverhalten, auch in Kombination mit Messungen, und deren Auswertungen. Sie sind eine spezielle Form bodenanalytischer Daten. Es handelt sich um Daten zu Böden oder technischen Füllmaterial, sowie Teilmengen hiervon. Sie werden im Labor des GLA M-V erhoben (Meß-Rohdaten, kombinierte Daten, Meßreihen, bodenkundliche, petrologische und statistische Aussagen über Daten). Sie sind verteilt abgelegt in Laborbüchern, Rohdatenfiles der Meßgeräte, Meßkurven, Spreadsheet-Daten. Es existieren Daten zur Probenvorbereitung.
Natürliche Radionuklide in Baumaterialien Bei der Verwendung von Gesteinen und Erden zu Bauzwecken können in diesen Materialien enthaltene oder aus ihnen freigesetzte Radionuklide zu einer Strahlenexposition der Bevölkerung führen. Der Mittelwert der durch die natürlichen Radionuklide in den Baustoffen bedingten Gamma-Ortsdosisleistung ( ODL ) in Gebäuden beträgt rund 80 Nanosievert pro Stunde. Werte der ODL über 200 Nanosievert pro Stunde sind selten. Die in Deutschland in großen Mengen traditionell verwendeten Baustoffe sind im Allgemeinen nicht die Ursache für erhöhte Strahlenexpositionen durch Radon in Gebäuden. Naturwerksteine können in allen Bereichen des Bauens im Hausinneren und im Freien eingesetzt werden Bei der Verwendung von Gesteinen und Erden zu Bauzwecken können in diesen Materialien enthaltene oder aus ihnen freigesetzte Radionuklide zu einer Strahlenexposition der Bevölkerung führen. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Radionuklide aus den radioaktiven Zerfallsreihen von Uran -238, Thorium-232 sowie Kalium-40. Ursachen der durch natürliche Radionuklide in Baustoffen verursachten Strahlenexposition beim Aufenthalt in Gebäuden sind die von den Radionukliden in den Baumaterialien ausgehende, von außen auf den Körper wirkende Gammastrahlung sowie die Inhalation des aus den Baumaterialien in die Räume freigesetzten Gases Radon und seiner Zerfallsprodukte. Untersuchung und Bewertung Seit über 40 Jahren werden in Deutschland Untersuchungen und Bewertungen der natürlichen Radioaktivität in Baustoffen und Bauprodukten durchgeführt. Daher liegen im Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) von mehr als 1.500 Proben von Natursteinen, Baustoffen und mineralischen Reststoffen Daten der spezifischen Aktivitäten der relevanten Radionuklide vor. Aktualisierte Untersuchungen an 120 Baustoffproben aus dem Jahr 2007 sind im BfS-Bericht BfS-SW-14/12 veröffentlicht worden. An einer großen Anzahl von Proben wurde zusätzlich die Radonfreisetzung bestimmt. Spezifische Aktivitäten natürlicher Radionuklide in Natursteinen, Baustoffen und Reststoffen (angegeben sind Mittelwert und Bereich (in Klammern) in Becquerel pro Kilogramm) Material Radium-226 Thorium-232 Kalium-40 Granit 100 (30 - 500) 120 (17 - 311) 1.000 (600 - 4.000) Gneis 75 (50 - 157) 43 (22 - 50) 900 (830 - 1.500) Diabas 16 (10 - 25) 8 (4 - 12) 170 (100 - 210) Basalt 26 (6 - 36) 29 (9 - 37) 270 (190 - 380) Granulit 10 (4 - 16) 6 (2 - 11) 360 (9 - 730) Kies, Sand, Kiessand 15 (1 - 39) 16 (1 - 64) 380 (3 - 1.200) Natürlicher Gips, Anhydrit 10 (2 - 70) < 5 (2 - 100) 60 (7 - 200) Tuff, Bims 100 (< 20 - 200) 100 (30 - 300) 1.000 (500 - 2.000) Ton, Lehm < 40 (< 20 - 90) 60 (18 - 200) 1.000 (300 - 2.000) Ziegel, Klinker 50 (10 - 200) 52 (12 - 200) 700 (100 - 2.000) Beton 30 (7 - 92) 23 (4 - 71) 450 (50 - 1.300) Kalksandstein, Porenbeton 15 (6 - 80) 10 (1 - 60) 200 (40 - 800) Schlacke aus Mansfelder Kupferschiefer 1.500 (860 - 2.100) 48 (18 - 78) 520 (300 - 730) Gips aus der Rauchgasentschwefelung 20 (< 20 - 70) < 20 < 20 Braunkohlenfilterasche 82 (4 - 200) 51 (6 - 150) 147 (12 - 610) Der Mittelwert der durch die natürlichen Radionuklide in den Bauprodukten bedingten Gamma-Ortsdosisleistung ( ODL ) in Gebäuden beträgt rund 80 Nanosievert pro Stunde. Werte der ODL über 200 Nanosievert pro Stunde sind selten. Radon Gesetzliche Regelungen Naturwerksteine Radon Radon von besonderer Bedeutung Das durch radioaktiven Zerfall aus Radium-226 entstehende gasförmige Radon-222 ist aus der Sicht des Strahlenschutzes von besonderem Interesse. Nach aktuellen Erkenntnissen wird in Deutschland ein signifikanter Anteil der Lungenkrebserkrankungen in der Bevölkerung auf die Belastung mit Radon und seinen Zerfallsprodukten in Gebäuden zurückgeführt. Die Radonfreisetzung aus Bauprodukten wird durch die spezifische Aktivität des Radium-226 und andere, den Radontransport bestimmende Materialeigenschaften (zum Beispiel Porosität ) bestimmt. Untersuchungen zeigen, dass die in Deutschland in großen Mengen traditionell verwendeten Baustoffe Beton, Ziegel, Porenbeton und Kalksandstein im Allgemeinen nicht die Ursache für Überschreitungen des vom BfS empfohlenen Jahresmittelwertes der Radonkonzentration in Aufenthaltsbereichen sind. Dieser soll 100 Becquerel pro Kubikmeter nicht überschreiten. Der Beitrag des Radon-222 aus Bauprodukten zur Radonkonzentration in Wohnräumen liegt bei maximal 70 Becquerel pro Kubikmeter. Bei aktuell im Handel erhältlichen Bauprodukten wurden Werte deutlich unter 20 Becquerel pro Kubikmeter bestimmt. Höhere Radonkonzentrationen bei einzelnen Baumaterialien Freisetzungsraten von Radon , die höhere Konzentrationen im Innenraum zur Folge haben können, wurden in Deutschland vereinzelt an Rückständen der Verbrennung von Kohlen mit erhöhter Uran-/Radiumkonzentration (früher unter der Bezeichnung "Kohleschlacke" regional als Füllung von Geschossdecken verwendet) und in Ausnahmefällen an Natursteinen mit erhöhten spezifischen Aktivitäten des Radium-226 gemessen. Erhöhte Radonkonzentrationen in Häusern aus Mansfelder Kupferschlacke wurden trotz der vergleichsweise hohen spezifischen Aktivität des Radium-226 in diesem Material nicht ermittelt. In einigen Ländern wurden höhere Radonkonzentrationen in Häusern festgestellt, in denen so genannte Chemiegipse (Rückstände der Phosphoritverarbeitung) eingesetzt wurden, sowie bei Leichtbetonen, die unter Verwendung von Alaunschiefer hergestellt wurden. Vereinzelt findet man auch überdurchschnittliche Radonkonzentrationen in den traditionellen Gebieten des Bergbaus, wenn Abraum oder Reststoffe der Erzverarbeitung mit erhöhter Radiumkonzentration als Baumaterial, als Beton- oder Mörtelzuschlagstoff oder zur Fundamentierung oder als Füllmaterial beim Hausbau verwendet wurden. Thoron Nach derzeitigem Kenntnisstand wurden in Deutschland keine Materialien zu Bauzwecken verwendet, die infolge erhöhter Thoriumkonzentrationen zu aus der Sicht des Strahlenschutzes relevanten Expositionen durch das Gas Radon-220 (Thoron) und seiner Zerfallsprodukte in Räumen führen könnten. Die Möglichkeit, dass ungebrannter Lehm als Baustoff in Einzelfällen zu erhöhten Thoronwerten in der Raumluft führen kann, lässt sich jedoch nicht gänzlich ausschließen. Weiterführende Informationen zum Thema Lehm und Thoron finden Sie im Artikel Lehm als Baumaterial . Gesetzliche Regelungen Gesetzliche Begrenzung bei Baustoffen In einigen Rückständen aus industriellen Prozessen reichern sich die natürlichen radioaktiven Stoffe an. Bei Verwendung dieser Rückstände, zum Beispiel ihrem Einsatz als Sekundärrohstoff im Bauwesen, sind erhöhte Strahlenexpositionen der Bevölkerung nicht auszuschließen. 1. Strahlenschutzrecht Zur Begrenzung der effektiven Dosis aus der äußeren Exposition für Einzelpersonen der Bevölkerung in Aufenthaltsräumen wurde im Strahlenschutzgesetz ( StrlSchG ) ein Referenzwert von 1 Millisievert pro Jahr festgelegt, der zusätzlich zur effektiven Dosis im Freien gilt. Ein Referenzwert dient gemäß Strahlenschutzgesetz als Maßstab für die Prüfung der Angemessenheit von Schutzmaßnahmen. Er ist kein Grenzwert, der nicht überschritten werden darf. Eine entsprechende Prüfung ist vorzunehmen, wenn die in der Anlage 1 des Strahlenschutzgesetzes ( StrlSchG ) genannten Rückstände oder die in Anlage 9 des StrlSchG genannten Rohstoffe zur Herstellung von Gebäuden, die Aufenthaltsräume enthalten, genutzt werden sollen. Der Nachweis zur Unterschreitung des festgelegten Referenzwertes der effektiven Dosis von 1 Millisievert pro Jahr erfolgt mithilfe des in Anlage 17 der Strahlenschutzverordnung ( StrlSchV ) dargestellten Aktivitätsindexes. Dieser wird aus den Aktivitäten der im Baustoff enthaltenen Radionuklide Radium-226, Thorium-232 und Kalium-40 unter Berücksichtigung von Dicke und Dichte des Baustoffs berechnet. 2. Baurecht Gemäß der Bauproduktenverordnung (BauPVO, Verordnung EU Nr. 305/2011 ) darf in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ein Bauprodukt nur dann in Verkehr gebracht werden, wenn es die wesentlichen Anforderungen an Hygiene, Gesundheit und Umweltschutz - unter anderem bezüglich der Freisetzung gefährlicher Strahlen - erfüllt. Diese EU -Verordnung ist direkt im deutschen Recht verbindlich und für die Hersteller seit dem 1. Mai 2013 gültig. Die europäische Normungsinstitution CEN hat von der Europäischen Kommission den Auftrag erhalten, die Messung von Radium, Thorium und Kalium zu standardisieren sowie eine europäische Norm zur Berechnung der Dosis zu entwickeln. Naturwerksteine Natürliche Radionuklide in Naturwerksteinen Medianwerte der spezifischen Aktivität natürlicher Radionuklide in Naturwerksteinen Heute finden Naturwerksteine in allen Bereichen des Bauens im Hausinneren und im Freien verstärkt Anwendung. Deshalb hat das BfS mit Unterstützung des Deutschen Naturwerkstein-Verbandes e. V. im Jahr 2006 eine Reihe marktgängiger Fliesen und anderer Plattenmaterialien unterschiedlichster Herkunft auf die Gehalte natürlicher Radioaktivität untersucht und aus Strahlenschutzsicht bewertet. Im Vordergrund standen gammaspektrometrische Messungen der spezifischen Aktivitäten von Radium-226, Kalium-40 und Thorium-232. Die Ergebnisse sind in der Grafik zusammengefasst. Die dargestellten Medianwerte (Zentralwerte) bedeuten, dass die Hälfte der untersuchten Proben über diesem Wert liegt und 50 Prozent darunter. Die Materialgliederung erfolgt an dieser Stelle nach der Gesteinsart. Es muss darauf hingewiesen werden, dass im Handel aus Erwägungen, die sich an den speziellen Anwendungen, der Verarbeitung und Pflege der Materialien orientieren, nicht immer korrekte Gesteinsbezeichnungen verwendet werden. So muss es sich bei "Granit" nicht unbedingt um Granitgestein handeln; diese Bezeichnung wird auch für Gneise, Diorite, Granodiorite und andere Gesteine verwendet. Spezifische Aktivitäten der untersuchten Naturwerksteine Die spezifischen Aktivitäten der untersuchten Naturwerksteine liegen für Kalium-40 im Bereich zwischen 10 und 1.600 Becquerel pro Kilogramm, für Radium-226 zwischen weniger als 10 und 355 Becquerel pro Kilogramm und für Thorium-232 zwischen weniger als 10 und 330 Becquerel pro Kilogramm. Zum Vergleich und zur Ergänzung wird auf die oben gezeigte Tabelle hingewiesen. Die mögliche Strahlenexposition durch die einzelnen Materialien hängt neben der Radionuklidkonzentration und der Radonfreisetzung von der Art ihrer Verwendung ab. Im Ergebnis der Messungen des BfS ist festzustellen, dass die untersuchten aktuellen Bauprodukte und auch die untersuchten Naturwerksteine - selbst bei großflächiger Anwendung - in Gebäuden uneingeschränkt verwendbar sind. Das Strahlenschutzgesetz legt einen Referenzwert für die effektive Dosis durch Radionuklide natürlichen Ursprungs (außer Radon ) fest. Ein Referenzwert dient gemäß Strahlenschutzgesetz als Maßstab für die Prüfung der Angemessenheit von Schutzmaßnahmen. Er ist kein Grenzwert, der nicht überschritten werden darf. Der gesetzlich festgelegte Referenzwert für die effektive Dosis von 1 Millisievert pro Jahr für Personen der Bevölkerung durch Radionuklide natürlichen Ursprungs (außer Radon ) wird in allen Fällen eingehalten. Medien zum Thema Mehr aus der Mediathek Radioaktivität in der Umwelt In Broschüren, Videos und Grafiken informiert das BfS über radioaktive Stoffe im Boden, in der Nahrung und in der Luft. Stand: 10.04.2024
Beitrag im Rahmen der FKTG: Problem: Bentonit als Füllmaterial schließt Verletzungen im Opalinuston Wortprotokoll, S. 78: Inwiefern spielt Bentonit eine Rolle? Wortprotokoll, S. 78: Bentonit wird als Füllmaterial eingebracht. Er quillt bei Wasserzutritt auf und verschließt Risse im Opalinuston. Stellungnahme der BGE: Kontext kann nicht zugeordnet werden, keine Beantwortung. Initiale Rückmeldung im Rahmen der FKTG: nicht vorhanden. Stellungnahme einer externen Prüfstelle:nicht vorhanden.
Beitrag im Rahmen der FKTG: Problem: Bakterien auch insbesondere relevant für Füllmaterialien. Wortprotokoll, S. 86: In verschiedenen Bentoniten sind verschiedene Bakterien aktiv, daher ist es wichtig, die bakterielle Aktivität zu untersuchen. Wortprotokoll, S. 76: Fragestellung wird im Felslabor Mont Terri, Kanton Jura, untersucht und ist noch nicht geklärt. Gehört zu den Themen mit großer Tragweite und langer Bearbeitungszeit. Stellungnahme der BGE: Die Art und Aktivität der mikrobiellen Organismen wird ab der nächsten Phase des Standortauswahlverfahrens untersucht und in den Arbeiten Berücksichtigung finden. Initiale Rückmeldung im Rahmen der FKTG: nicht vorhanden. Stellungnahme einer externen Prüfstelle:nicht vorhanden.
Die Textilindustrie beinhaltet eine große Zahl von Teilsektoren, die den gesamten Fertigungszyklus von der Rohstofferzeugung (Chemische Fasern und Filamente, Naturfasern) über Halbfertigprodukte (Garne, Wirkwaren inkl. zugehöriger Prozesse) bis hin zu den Endprodukten einschließt. Für die in Ausschreibungen empfohlenen Umweltkriterien wurde der gesamte Fertigungszyklus betrachtet und Anforderungen für die umweltrelevanten Prozesse erarbeitet. Neben Naturfasern berücksichtigt der Leitfaden wegen ihrer Bedeutung auf dem Textilmarkt auch chemische und regenerierte Zellulosefasern. Des Weiteren werden verschiedene Anforderungen an Daunen und Füllmaterialien formuliert. Der Leitfaden basiert auf den Kriterien des Umweltzeichens Blauer Engel für Textilien (DE-UZ 153), Ausgabe Juli 2017, Version 1. Quelle: www.umweltbundesamt.de
Dieser Hintergrundbericht dokumentiert die Ableitung von Vergabekriterien für das Umweltzeichen Blauer Engel für Textilien (DE-UZ 154) im Rahmenvorhaben „Weiterentwicklung des Umweltzeichens Blauer Engel, Rahmenvorhaben 2014-2018“. Bei der Produktgruppe Textil handelt es sich um einen wichtigen Konsumartikel. Da es bei der Textilherstellung viele umweltrelevante Prozesse von der Rohstofferzeugung bis zur Endfertigung gibt, ist es besonders wichtig, Kriterien für Textilien zu entwickeln, um die nachhaltige Produktion zu fördern. Mit dem Blauen Engel steht ein Umweltzeichen zur Verfügung, dass neben Naturfasern auch Kunstfasern adressiert. Im Jahr 2016 betrug die Weltproduktion an Fasern 24 Prozent Baumwolle, 1 Prozent Wolle und 75 Prozent chemische Fasern. In Westeuropa betrug die Produktion chemischer Fasern rund 2,8 Millionen Tonnen, in Deutschland 641.000 Tonnen, davon entfielen 72 Prozent auf chemische Fasern. Die bisherigen Vergabekriterien wurden um Anforderungen an technische bzw. funktionelle Textilien, Bettwaren und Reinigungstextilien sowie Recyclingfasern erweitert. Auch gibt es nun Anforderungen an den Herstellungsprozess von Laminaten und Membranen, um dem wachsenden Markt der Funktionsbekleidung zu begegnen. Darüber hinaus wurden Kriterien für Füllmaterialien – Latex, Polyurethan, Polylactid sowie Daunen und Federn - definiert. Veröffentlicht in Texte | 125/2020.
Blauer Engel: Neue Anforderungen für Mobiltelefone und Textilien Beim Umweltzeichen Blauer Engel wurden die Kriterienkataloge für Textilien und für Mobiltelefone umfassend überarbeitet und von der Jury Umweltzeichen angenommen. Zum Beispiel wurden die Anforderungen an die Arbeitsbedingungen bei der Endfertigung der Produkte konkretisiert und ausgeweitet. Hersteller können das Umweltzeichen nun für ihre Produkte beantragen. Blauer Engel für Textilien (RAL-UZ 154) Gemeinsam mit einer Vielzahl von Stakeholdern aus Industrie, Verbänden und NGOs wurden die seit 2011 geltenden Kriterien für Textilien erweitert, präzisiert und an die neuesten Erkenntnisse der Forschung angepasst. Wichtige Änderungen im Überblick: Auch technische Textilien (z. B. Funktionskleidung) und Bettwaren (z. B. Kopfkissen und Decken) können nun den Blauen Engel für Textilien erhalten. Deshalb wurden weitere Anforderungen in den Kriterienkatalog aufgenommen: an den Herstellungsprozess von Laminaten und Membranen, an Daunen und Federn von Wassergeflügel sowie an Füllmaterialien. Es wurden Kriterien für Recyclingfasern formuliert. Anforderungen für Flammhemmstoffe und Nanomaterialien wurden konkretisiert. Anforderungen an die Arbeitsbedingungen wurden konkretisiert. Blauer Engel für Mobiltelefone (RAL-UZ 106) Die Kriterien des Blauen Engel für Mobiltelefone wurden 2016 in Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern aus Forschung und Wissenschaft, Umweltverbänden, NGOs und Herstellern umfassend überarbeitet. Der neue Kriterienkatalog, den ein Gerät einhalten muss, um das Umweltzeichen tragen zu dürfen, soll unter anderem die Langlebigkeit der Geräte gewährleisten: Der Akku muss besonders hohe Qualitätsanforderungen erfüllen und von den Verbraucherinnen und Verbrauchern selbst ohne Fachkenntnisse entnehmbar sein. Für diejenigen Komponenten, welche am ehesten kaputt gehen (insbesondere Akku, Frontglas, Display) müssen Ersatzteile verfügbar sein. Auf dem Gerät gespeicherte persönliche Daten müssen unkompliziert und sicher gelöscht werden können, damit das Mobiltelefon ohne Risiko Second Hand weitergegeben werden kann. Zum ersten Mal wird beim Blauen Engel für Mobiltelefone auch die Rohstoffherkunft bei den sogenannten Konfliktrohstoffen (Zinn, Tantal, Wolfram und Gold) mit berücksichtigt. Und auch für die Nachweise zu Arbeitsbedingungen in den Fertigungsfabriken gelten strenge Kriterien: Sie sollen nun von unabhängigen Dritten vor Ort überprüft werden. Damit trägt der Blaue Engel der Entwicklung Rechnung, dass Verbraucherinnen und Verbrauchern – besonders bei Smartphones – zunehmend neben Umwelt- auch Sozialkriterien wichtig sind.
Die bisherigen Vergabekriterien für Textilien wurden um Anforderungen an technische bzw. funktionelle Textilien, Bettwaren, Reinigungstextilien, Füllmaterialien sowie Recyclingfasern erweitert.
Planfeststellungsverfahren zur Stilllegung des Endlagers für radioaktive Abfälle Morsleben Verfahrensunterlage Titel:Verfüllen untertägiger Bohrungen mit Magnesiabinder Autor:Krauke, W.; Klimpke, A. & Laske, D. Erscheinungsjahr:1999 Unterlagen-Nr.:P 174 Revision:00 Unterlagenteil: Zusammenfassung Kali-Umwelttechnik GmbH, Sondershausen Verfällen untertägiger Bohrungen mit Magnesiabinder Bohrlochverfüllmörtel, Magnesiabinder, Füllstoffe, Fließmaß, Druckfestigkeit, Dichtheit Vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) werden für den langzeitsicheren Abschluß des Grubengebäudes ERAM Maßnahmen geplant, bestimmte Grubenbereiche gegen das restli- che Grubengebäude abzudichten und Umlösungsvorgänge durch ungesättigte Lösungen auf ein sicherheitstechnisch akzeptierbares Maß zu begrenzen. Das dafür zu entwickelnde Ver- füllmaterial muß definierten Anforderungen (Versatzkonzept) genügen, um die von ihm erwarteten Funktionen im Rahmen eines Verfüll- und Verschlußkonzeptes erbringen zu können. Basierend auf orientierenden Laborversuchen wurden die möglichen Ausgangsstoffe cha- rakterisiert, ausgetestet und vier Grundrezepturen entwickelt. Die Auswahl der Vorzugsva- riante erfolgte unter Berücksichtigung der erreichten Kennwerte und der Materialkosten. Der Bohrlochverfullmörtel wurde zur Sicherung einer hohen Qualität sowohl im Hinblick auf die Verarbeitungseigenschaften (Fließtahigkeit) als auch auf die Festkörpereigenschaf- ten (mechanische Eigenschaften, kf-Wert) als Trockenstoffmischung konzipiert, der defi- nierte Mengen an Anmischflüssigkeit zuzusetzen sind. Die Vorzugsvariante mit der internen Kenn-Nr. 12.1 weist folgende Zusammensetzung auf: Trockenmischung:10 % MgO, 55 % Anhydritmehl, 30 % Siedesalz, 5 % Schiefermehl Bohrlochverfüllmasse:auf 1 kg Trockenmischung werden 338 g hochkonzen- trierte MgCl2-Lösung (Q-Lösung) zugesetzt Für die Vorzugsvariante 12.1 wurden folgende Kennwerte ermittelt: • • • • Einaxiale Druckfestigkeit: E-Modul: Einaxiale zentrische Zugfestigkeit: Kriechverformungsbereich Auflast 4,5 MPa: Auflast 11 MPa: • Fließmaß - Fließrinne nach DIN 1048/1: Bohrlochverfülllung mit Magnesiabinder EVT.Kr.Vo., 20.10.99 21 MPa (> 15) 8.800 MPa (> 5.000 < 25.000) 1,89 MPa (> 1 MPa) 2,0 % (-) 2,5-4,5% > 550 mm/> 60 cm, schätzungsweise 75-79 cm (53 - 75 cm) • kf-Wert: • Wärmeentwicklung beim Abbinden: • • • • Wärmedehnungskoeffizient: Wärmeleitfähigkeit Wärmekapazität: Porosität: (nl0,tr): 3,01 x 10-11 (10-8 -10 -12 ) m/s max. Abbindetemp. 37,0 °C* nach 16 Std. Reaktionszeit (-) 0,026 mm/m • K (-) 1,37 W/m • K (-) 801 Ws/kg • K (-) 19,2 % (-) • bei einer Basistemperatur von 20 °C Die Forderungswerte (Klammerwerte) wurden eingehalten Die verfestigten Bohrlochverfullkörper sind als duktil einzustufen und binden kraftschlüs- sig an das Wirtsgestein an. Die Verarbeitungszeit der Verfüllmörtel beträgt bei 25 °C sicher 2 h, sie weisen eine hohe Fließfahigkeit auf und sind als fluidablauffrei ausgelegt. Die Gehalte an umweltrelevanten Bestandteilen der eingesetzten Ausgangskomponenten (Naturprodukte bzw. deren Umwandlungsprodukte) sind vergleichsweise gering. Die Elu- tionswerte der festen Bohrlochverfüllmasse gegen Wasser überschreiten mit Ausnahme der Leitfähigkeit, des Thallium- und Quecksilberwertes sowie des pH-Wertes die Zuord- nungswerte VOb der Technischen Regeln für den Einsatz bergbaufremder Abfälle als Ver- satz nicht. Der vorliegende Bericht enthält Untersuchungsergebnisse zur Qualitätssicherung der Ver- fullmasse. Bohrlochverfüllung mit Magnesiabinder EVT.Kr.Vo., 20.10.99
BGE | Eschenstraße 55 | 31224 Peine Regierungspräsidium Freiburg Abt. 9: Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) Albertstraße 5 79104 Freiburg Eschenstraße 55 31224 Peine T +49 5171 43-0 www.bge.de Ansprechpartner Durchwahl Fax E-Mail @bge.de Mein Zeichen SG02101/1-2/22-2021#26 Datum und Zeichen Ihres Schreibens Datum 15. September 2021 Datenabfrage Sehr geehrte , wir bedanken uns für Ihre Unterstützung und die konstruktive Zusammenarbeit bei der Erhe- bung von Geodaten, die wir zur Anwendung der Ausschlusskriterien, Mindestanforderungen und geowissenschaftlichen Abwägungskriterien benötigen. Nach der Veröffentlichung des Zwischenbericht Teilgebiete befinden wir uns nun in Schritt 2 der Phase I des Standortauswahlverfahrens. Im Zuge der Ermittlung der Standortregionen für die übertägige Erkundung nach § 14 Standortauswahlgesetz (StandAG) werden wir nach den repräsentativen vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen (rvSU) auch eine erneute An- wendung der geowissenschaftlichen Abwägungskriterien durchführen und nach Maßgabe von § 25 StandAG die planungswissenschaftlichen Abwägungskriterien anwenden. In die- sem Zusammenhang werden wir selbstverständlich auch die Geodaten auswerten, die wir aufgrund unserer Anwendungsmethodik zur Ermittlung von Teilgebieten in Schritt 1 der Phase I bisher nicht näher betrachtet haben. Zusätzlich benötigen wir für die laufenden Ar- beiten im Standortauswahlverfahren weitere Geodaten, um z. B. im Rahmen der Geosyn- these und der Systemanalyse (§§ 5 und 7 Endlagersicherheitsuntersuchungsverordnung) notwendige geowissenschaftliche Auswertungen durchzuführen. Diese Geodaten sollen da- für verwendet werden, den einschlusswirksamen Gebirgsbereich und das Deckgebirge zu charakterisieren. Dafür benötigen wir Schichtenverzeichnisse sowie Bohrungsdaten zwi- schen 100 m und 300 m unter GOK. Zudem sollen geophysikalische Bohrlochmessungen und geophysikalische Erkundungsdaten in unsere Interpretation miteinfließen. Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) Sitz der Gesellschaft: Peine, eingetragen beim Handelsregister AG Hildesheim (HRB 204918) Geschäftsführung: Stefan Studt (Vors.), Steffen Kanitz, Dr. Thomas Lautsch Vorsitzender des Aufsichtsrats: Staatssekretär Jochen Flasbarth Kontoverbindung: Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg - IBAN DE57 2699 1066 7220 2270 00, BIC GENODEF1WOB USt-Id.Nr. DE 308282389, Steuernummer 38/210/05728 Wir bitten Sie daher uns folgende Daten innerhalb der Teilgebiete 001_00TG_032_01IG_T_f_jmOPT zzgl. eines 20 km-Pufferbereichs , 010_00TG_193_00IG_K_g_MKZ und 013_00TG_195_00IG_K_g_MO zzgl. eines 10 km-Pufferbereichs zu übermitteln. Falls die Datenbereitstellung ohne Verschnitt mit den Teilgebieten für Sie handhabbarer ist, nehmen wir gerne auch Lieferungen für größere Flä- chen entgegen. Geophysikalische Daten und Bohrakten Wir bitten Sie, uns folgende Erkundungsdaten für Bohrungen mit einer Endteufe größer gleich 100 m unter GOK zur Verfügung zu stellen: Die kompletten digitalen Bohrakten die nicht Bestandteil bisheriger Datenlieferungen waren Eine Übersicht über vorliegende analoge Datenbestände Bohrlochgeophysikalische Daten der Kohlenwasserstoffdatenbank, die Ihnen beim Austritt aus dem KW-Verbund zur Verfügung gestellt wurden Geophysikalische Bohrlochmessungen, sofern diese ihnen seit Ihrer Datenlieferung vom 17.07.2019 als digitale Datensätze vorliegen (z. B. LAS-Format) Eine Übersicht über Mess- und Analysewerte (petrophysikalische Kennwerte, Geoche- mie, hydrochemische sowie mineralogisch-petrographische Analysen der Wirtsge- steinseinheiten, Pumpversuche) aus weiteren Untersuchungen für Bohrungen mit ei- ner Endteufe größer gleich 100 m unter GOK. Geomodelle Wir bitten Sie, uns detaillierte Informationen zu den Eingangsdaten (nicht die Daten selbst) und der Modellierungsmethode des Landesmodells und des GeoMol-Modells zukommen zu lassen, insbesondere folgende Publikation: Rupf, I. & Nitsch, E. (2008): Das geologische Landesmodell von Baden-Württemberg: Daten- grundlagen, technische Umsetzung und erste geologische Ergebnisse. Stand: August 2007. Aufl., LGRB-Informationen, 21, Freiburg: Landesamt f. Geologie, Rohstoffe u. Bergbau Karten / Berichte / Studien Des Weiteren bitten wir um Informationen, z. B. in Form von Kartenmaterial, Berichten oder Studien, zu folgenden Themenschwerpunkten: Seite 2 von 4 Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) Sitz der Gesellschaft: Peine, eingetragen beim Handelsregister AG Hildesheim (HRB 204918) Geschäftsführung: Stefan Studt (Vors.), Steffen Kanitz, Dr. Thomas Lautsch Vorsitzender des Aufsichtsrats: Staatssekretär Jochen Flasbarth Kontoverbindung: Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg - IBAN DE57 2699 1066 7220 2270 00, BIC GENODEF1WOB USt-Id.Nr. DE 308282389, Steuernummer 38/210/05728 Verkarstung des Oberjura: o Geographische Verbreitung der Verkarstung o Alter der Verkarstung o durch Sedimente der Molasse überdeckte Verkarstung o Ausmaß der Verkarstung Tertiärer Vulkanismus: o Thermische Alteration des Nebengebirges Glaziale Rinnensysteme: o Verbreitung von Rinnensystemen o Alter der Rinnen (Eiszeit) o Füllmaterial o Tiefe der Rinnensysteme o Überdeckung Opalinuston-Formation: o Detailinformationen zur Teufelsloch- und Zillhausen-Subformationen o Verbreitung o Mächtigkeiten o Heterogenitäten innerhalb der Opalinuston-Formation Gerne würden wir Ihren Vorschlag zum fachlichen Austausch (Ihr Schreiben vom 01.12.2020) aufgreifen und auf Ihre darin angebotene regionalspezifische Expertise zurück- kommen. Zu regionalspezifischen Themen zum Teilgebiet 001_00TG_032_01IG_T_f_jmOPT würden wir gerne einen Termin, bevorzugt im Okto- ber 2021, mit Ihnen vereinbaren. Bitte stellen Sie uns die angeforderten Daten bis zum 29.10.2021 zur Verfügung. Liegen Ihnen einzelne Datenpakete bereits zur Übermittlung vor, nehmen wir gerne auch frühere Teillieferungen entgegen. Bei der Übersendung bitten wir Sie zwecks unserer hausinternen Dokumentation, auf han- delsübliche, unveränderbare Datenträger (z. B. DVD) zurückzugreifen. Ist aufgrund eines zu großen Datenvolumens die Nutzung eines anderen Datenträgers erforderlich, so bitten wir um kurze telefonische Rücksprache zwecks Abstimmung. Wir danken Ihnen bereits im Voraus für Ihre Mithilfe und die Bereitstellung der Daten. Seite 3 von 4 Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) Sitz der Gesellschaft: Peine, eingetragen beim Handelsregister AG Hildesheim (HRB 204918) Geschäftsführung: Stefan Studt (Vors.), Steffen Kanitz, Dr. Thomas Lautsch Vorsitzender des Aufsichtsrats: Staatssekretär Jochen Flasbarth Kontoverbindung: Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg - IBAN DE57 2699 1066 7220 2270 00, BIC GENODEF1WOB USt-Id.Nr. DE 308282389, Steuernummer 38/210/05728
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