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Bioökonomie als gesellschaftlicher Wandel, Modul 2 (1): TANNRE - Das Transformationspotenzial inter-institutioneller Arrangements und die Norm der Nachhaltigkeit im globalen Regimekomplex für Ernährung

Das Forschungsprojekt TANNRE an der Justus-Liebig-Universität Gießen unter der Leitung von Prof. Dr. Helmut Breitmeier und Dr. Sandra Schwindenhammer leistet einen Beitrag zur Analyse der Bedingungen für die Überwindung grundlegender Norm- und Zielkonflikte in der Welternährungspolitik. Das Projekt richtet dabei den Blick auf praktische Regulierungsansätze und geht der Frage nach, welche Faktoren die Entwicklung und inhaltliche Ausgestaltung der Norm der Nachhaltigkeit in inter-institutionellen Arrangements des globalen Regimekomplexes für Ernährung beeinflussen. Das Projekt basiert auf einem deduktiven Vorgehen und generiert Hypothesen aus struktur- und akteursbasierten Ansätzen der politikwissenschaftlichen Forschung der Internationalen Beziehungen. Dabei wird das Erklärungspotenzial von Interplay Management, Macht und Ressourcen sowie (konsensualem) Wissen herangezogen. Das Projekt zielt auf die Durchführung systematisch-vergleichender Fallstudien ab. Auf der Mikroebene werden die Dimensionen der jeweiligen Verankerung der Nachhaltigkeitsnorm in einzelnen internationalen Institutionen des Regimekomplexes (FAO, WTO, WHO, UNEP) identifiziert. Auf der Makroebene werden solche Institutionen in den Blick genommen, in denen inter-institutionell bereits mit einer Bearbeitung von Normkonflikten zwischen Nahrungssicherheit und Nachhaltigkeit begonnen wurde. Die qualitative Fallstudienforschung basiert u.a. auf der Analyse von Dokumenten über zentrale internationale Institutionen im globalen Regimekomplex für Ernährung und ausgewählten inter-institutionellen Arrangements. Es werden halbstandardisierte und durch einen Leitfaden gestützte Expert*inneninterviews mit Vertreter*innen internationaler Institutionen, inter-institutioneller Arrangements, staatlichen, privatwirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen geführt. Die Expert*inneninterviews basieren auf einem strukturierten Fragebogen. Die systematische und vergleichende Datenanalyse erfolgt durch eine qualitative Inhaltsanalyse. Weiterführende Informationen über das Projekt TANNRE können auf der Webseite des Projekts eingesehen werden.

Im Rahmen der CLRTAP werden die aktuelle Schwermetallbelastung in Deutschland (1991-2006) untersucht und bewertet sowie Trendaussagen ermöglicht. Die Eignung des Moosmonitorings zur Darstellung der Gesamtstickstoffbelastung wird getestet

Der Kurztitel des Projektes lautet'Moosmonitoring 2005/06 - Schwermetalle IV und Gesamtstickstoff'. A) Problemstellung: Im Rahmen der Monitoringaktivitäten zum UNECE Übereinkommen über den weiträumigen, grenzüberschreitenden Transport von Luftverunreinigungen stellt das Moosmonitoring an ca. 6000 europäischen Probenahmestandorten das derzeit verlässlichste Instrument der Ermittlung der Schwermetallbelastung dar. Die Untersuchung erfolgte bereits dreimal (1991, 1995/96, 2000/01) und ist heute Bestandteil im Kooperativprogramm ICP Vegetation als Teil der Aktivitäten der Working Group of Effects der CLRTAP. Der deutsche Beitrag zum Moosmonitoring 2005/06 soll ebenso wie seine Vorläuferprojekte in Zusammenarbeit von Bund und Ländern durchgeführt werden. B) Handlungsbedarf (BMU ggf auch BfS, BfN oder UBA): Da es sich um ein international abgestimmtes Messprogramm handelt, findet die Durchführung der bevorstehenden Kampagne in den Jahren 2005/06 statt. Ein 'Aufruf' aus dem internationalen Programmzentrum in Bangor/UK zur Teilnahme am Moosmonitoring 2005/06 liegt vor. C) Ziel des Vorhabens ist, die Entwicklung der Schwermetallbelastung in Deutschland darzustellen (Zeitreihe 1991-2006) und erstmals Trendaussagen zu ermöglichen. Aufbauend auf den Erfahrungen aus den Vorläuferprojekten ist eine Reduzierung der Messnetzdichte nach flächenstatistischen Methoden geplant. Die Messnetzdichte wird bei etwa 2 Standorten je 1000 km2 liegen (ca. 720 Probenahmestandorte). Die Untersuchungsflächen sollen weitestgehend mit denen von anderen Messnetzen und Dauerbeobachtungsstandorten (Luftmessnetze von Bund und Ländern, Umweltprobenbank, ICP Forsts Level II, ICP Integrated Monitoring, Schutzgebiete, Bodenmonitoring u.a.m.) verknüpfbar sein. Es ist geplant, erstmals die Eignung des Moosmonitorings zur Darstellung der Belastung der Umwelt mit Gesamtstickstoff (NH3 und NOx) zu testen.

Wirkungsprüfung für die Zulassung von fungiziden Saatbeizmitteln und regionale Verantwortung für Pflanzenschutzmittel im Feldbau

Das Landwirtschaftsgesetz (SR 910.1) regelt mit der Pflanzenschutzmittel-Verordnung (916.161) die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln zur Verwendung in der Landwirtschaft. Das Bundesamt für Landwirtschaft prüft in Zusammenarbeit mit den Forschungsanstalten die angemeldeten Produkte und erteilt eine Zulassungsbewilligung, sofern nachgewiesen ist, dass sich das Prüfprodukt zum vorgesehenen Gebrauch hinreichend eignet. Für Anwendungen im Feldbau ist der Vollzug der fachlichen Beurteilung der Gesuche zwischen der RAC und FAL wie folgt aufgeteilt: Die FAL hat die Dossierverantwortung für die Wirkungsbeurteilung von fungiziden Saatbeizmitteln im Feldbau und Vorratschutz sowie von Insektiziden und Fungiziden für den Anbau in Hopfen. Für Feldbau-Kulturen unterstützt die FAL die RAC in regionalen Belangen der Wirkungs- und Anwendungszulassung von Herbiziden, Fungiziden, Insektiziden und Phytoregulatoren. Die Dossierverantwortung für diese Bereiche liegt bei der RAC. Die FAL ist außerdem zuständig für die Ausstellung der phytosanitären Zertifikate, die für den Import und Export von Saatgut benötigt werden.

Microbial Treatment of FSA (Formamidinesulfinic Acid)-Containing Waste Water

An industrial wastewater is high loaded with FAS, a nitrogen and sulfur-containing organic substance, which decomposes to a variety of partially toxic organic products. A process for the treatment of the wastewater is being developed, which should be mainly a biological treatment. Therefore an analytical procedure on the basis of HPLC and spectrophotometry is optimized which provides qualitative and quantitative information about the wastewater composition. The low biodegradability of the organic contaminants is significantly increased by an oxidative pretreatment. The original concept for the biological treatment was a two-step approach. In an first aerobic reactor, the organic carbon should be converted into CO2 and biomass and the nitrogen, which is released as NH4+. This should be nitrified by bacteria to NO3--. This was to be denitrified to N2 in a second, anaerobic reactor. Due to a high nitrification inhibition by wastewater components, it was necessary to change this concept. Now, the first, aerobic reactor is kept under high pH and the released NH3 is stripped by intensiv aeration. The NH3 is planned to be nitrified aerobically in a separate trickling filter. The resulting NO3- will be treated anaerobically to give N2 in a third reactor. The scale up from laboratory to pilot scale and possible industrial application will be the last part of the project.

Inventarisierung der Genressourcen bei Nutztieren und Kulturpflanzen im Alpenraum

Im Alpenraum mit seinen unterschiedlichen Landschaftskammern entwickelte sich eine grosse Vielfalt an Rassen und Sorten bei Nutztieren und Kulturpflanzen, die als besonders anspruchslos und robust bezeichnet werden koennen. Der Verdraengungsprozess hat in diesem Rueckzugsgebiet wesentlich spaeter eingesetzt. Das Projekt erstellt ein Inventar der Genressourcen von Nutzvarietaeten im gesamten Alpenraum. Die Aussterberisiken werden mit einer international anerkannten Klassifizierung (FAO) gewertet. Spezielles Augenmerk ist den bestehenden privaten und staatlichen Initiativen zur Erhaltung der Biodiversitaet im Nutzartenbereich gewidmet, wobei insbesondere Luecken und Handlungsbedarf aufgezeigt werden.

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