Untersuchung des Einflusses beruflicher Faktoren und des Passivrauchens auf das Lungenkrebsrisko in einer Fall-Kontroll-Studie mit 1004 Faellen und 1004 Kontrollen. Fortfuehrung der statistischen Auswertungen zu dieser 1987-1995 in Bremen durchgefuehrten Studie. Ergebnisse: vielfaeltig, siehe Bericht.
Ziel der Studie ist die Ermittlung der Expositions-Wirkungs-Beziehung zwischen Innenraumbelastungen an Radon als Lebensexposition und dem Auftreten des Lungenkarzinoms in den Ardennen sowie der Eifel. Die Studie wird von fuenf europaeischen Kooperationspartnern in Grossbritannien, Frankreich, Luxemburg, Belgien und der Bundesrepublik Deutschland als 1 : 3-gematchte Fall-Kontroll-Studie durchgefuehrt.
Im abgeschlossenen Projekt F0054 'Haeufigkeit atopischer Stigmata und deren diagnostische Relevanz bei atopischen Ekzemen' wurde ein Atopie-Score entwickelt, mit dem standardisiert und reproduzierbar die Auspraegung einer Atopie anhand anamestischen, klinischen und laborchemischen Kriterien diagnostiziert werden kann. - Ziel: Validierung des Atopie-Score durch eine Feldstudie; neue Erkenntnisse zum Zusammenwirken von endogenen und exogenen Risikofaktoren bei der Entstehung von Berufsekzemen und Allergien. - Methodik: Prospektive epidemiologische Studie; Untersuchung von Berufsanfaengern in besonders hautbelastenden Berufen (Friseur, Krankenpflege, Metallberufe) zu Beginn der Ausbildung (insbesondere endogene Risikofaktoren) und anschliessend ausbildungsbegleitend mindestens zweimal; gleiches Untersuchungsinstrumentarium wie Projekte 38-08, OF-21 und OF-23 (Projekte sind koordiniert). Ergaenzend je eine Fallkontrollstudie bei Friseuren und Baeckern mit angezeigtem Verdacht auf berufsbedingte Hauterkrankung (mit entsprechenden Kontrollgruppen). - Umsetzung geplant: Verbesserung der Praevention von Berufsekzemen und Allergien durch gezielte Beratung von Berufsanfaengern und durch effektive arbeitsmedizinische Vorsorge in hautbelastenden Berufen.
Ziel der Studie ist die Ermittlung der Expositions-Wirkungs-Beziehung zwischen Innenraumbelastungen an Radon und dem Auftreten des Lungenkarzinoms unter Beruecksichtigung des Rauchens und beruflicher Karzinogene. Dazu werden im Rahmen einer Fall-Kontroll-Studie in einem Zeitraum von vier Jahren mehr als 3000 Lungenkrebsfaelle und 3000 nach Alter und Geschlecht gematchten Kontrollpersonen in drei Studienregionen (Ostbayern, Saarland/NRW, Thueringen (Sachsen)) auf ihre Exposition befragt und durch Messung mittels Kernspurdosimetern in allen in den letzten 35 Jahren bewohnten Wohnungen ihre Exposition ermittelt.
Es wurde ein Nachweisverfahren entwickelt, das es ermoeglicht, durch Kombination eines Verdaus freier DNA u. einer in-vitro-Exzystierung mit einem anschliessenden Nachweis von Cryptosporidien-DNA mit Hilfe der PCR einen selektiven Nachweis lebender Cryptosporidien-Oozysten zu fuehren. Dieses Verfahren soll fuer den Nachweis von Cryptosporidien in Wasserproben tauglich gemacht werden. Im epidemiologischen Bereich wurde mittels einer Fall-Kontroll-Studie ermittelt, dass bei sporadischen Erkrankungen immunkompetenter Kinder in der Umgebung Tuebingens eine statistisch signifikante Assoziation der Erkrankung mit Rohmilchkonsum und Kontakt zu Huftieren vorliegt. Diese Faktoren waren allerdings nicht voneinander zu trennen, da die Fallzahl zu gering war. Die Untersuchung soll noch ausgeweitet werden, um eventuell auch trinkwasserbedingte Ausbrueche erkennen zu koennen.
Die moderne Brustkrebstherapie zeichnet sich im Vergleich zu früheren Vorgehensweisen seit Ende der 1990er Jahre durch verbesserte Bestrahlungsplanung (die 3D-konformale Radiotherapie) und optimierte therapeutische Durchführung aus. Zur Beurteilung der kardialen Spätfolgen durch die heutige Radiotherapie besteht weiterer Forschungsbedarf. Im Rahmen einer abgeschlossenen Kohortenstudie (PASSOS-Herzstudie, BMBF FKz.: 02NUK026B) wurden ca. 12.000 ehemalige Brustkrebspatientinnen berücksichtigt, die zwischen 1998 und 2008 an den Universitätskliniken Mainz und Ulm (und 16 regionalen Ulmer Netzwerkkliniken) behandelt worden sind. In einem Mortalitäts-Follow up bis zum 31.12.2012 wurde der Vitalstatus und ggf. die Todesursache der ehemaligen Brustkrebspatientinnen recherchiert. Die Studienteilnehmerinnen wurden zu kardialen Erkrankungen und kardiovaskulären Risikofaktoren befragt. Dazu wurde ein Fragebogen eingesetzt. Die Auswertung der PASSOS-Daten zeigte keinen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen der Lateralität und dem kardialen Mortalitäts- oder Morbiditätsrisiko (Merzenich et al. 2017, Breast Cancer Research and Treatment, Wollschläger et al. 2017, Breast Cancer Research and Treatment). Methodische Einschränkungen der PASSOS-Herzstudie ergeben sich aus der kurzen Beobachtungszeit (durchschnittliches Follow-up ca. 7 Jahre) und einer im internationalen Vergleich kleinen Studienpopulation. Das ESKaRa-Verbundprojekt (BMBF, FKz.: 02NUK048) ist die Fortsetzung und Erweiterung der PASSOS-Herzstudie. Dabei nutzt ESKARA klinische Daten, die bereits für die Studienteilnehmerinnen der PASSOS-Kohorte erhoben worden sind: exakte Brustkrebsdiagnose und prognostische Faktoren (TNM-Status, Hormonstatus), Details der Brustkrebstherapie (Chemotherapie, Radiotherapie, Hormon- und Immuntherapie und kardiovaskuläre Komorbiditäten zum Zeitpunkt der Brustkrebsdiagnose). Darauf aufbauend wird ESKaRa ein zeitlich erweitertes Follow up zur Mortalität durchführen (Stichdatum: 30.6.2018) sowie eine erneute Fragebogenerhebung zur kardialen Morbidität. Neben den kardialen Spätfolgen wird ESKaRa den Endpunkt 'Zweittumore nach Brustkrebstherapie' betrachten (Abgleich mit Landeskrebsregistern). Schließlich wird mit optimierten dosimetrischen Ansätzen eine exakte, individuelle Charakterisierung der Strahlenexposition des Herzens im Rahmen einer eingebetteten Fall-Kontroll-Studie erfolgen. Für Patientinnen mit einem kardialen Ereignis ('Fälle'), das über das PASSOS Mortalitäts-Follow up oder über die PASSOS Fragebogenstudie ermittelt wurde, werden die individuellen Dosisdaten erhoben. Dies gilt auch für die zugehörigen Kontrollpersonen. Zwei Kontrollen werden jedem Fall direkt zugeordnet, indem sie zufällig aus der Gruppe gemachter Patientinnen gezogen werden, die zum Zeitpunkt des entsprechenden Ereignisses des zugehörigen Falls noch ohne dieses Ereignis waren. (Text gekürzt)
Das Vorhaben gliedert sich in drei Teilprojekte: Im ersten Teilprojekt soll im Rahmen einer Fall-Kontroll-Studie im Raum Berlin-Brandenburg untersucht werden, ob sich das Auftreten von Legionellosen auf eine Belastung von Trinkwasser mit Legionellen, bauliche Risikofaktoren und/oder das Verhalten von Erkrankten zurückführen lässt. Dazu werden Trinkwasserproben sowohl aus Gebäuden untersucht, in denen an Legionellose erkrankte Personen wohnen, als auch aus Gebäuden, von deren Bewohnern keine Erkrankung mit Legionellen bekannt ist. In den untersuchten Gebäuden soll neben einer Ortsbegehung jeweils auch eine Gefährdungsanalyse durchgeführt werden, so dass verhaltensabhängige, bautechnische und sonstige Risikofaktoren identifiziert werden können. Im zweiten Teilprojekt sollen Daten zu in der Vergangenheit erfolgten Legionellenuntersuchungen aggregiert werden. Diese Daten liegen momentan in unterschiedlichen Formaten in den Labordatensystemen zahlreicher Labore in Deutschland vor. Die Daten sollen nach vom UBA definierten Kriterien in sechs großen Routinelaboren aggregiert und so in eine einheitliche und damit vergleichbare Form gebracht werden. Die Ergebnisse der Auswertung sollen Schätzungen über die tatsächliche Verbreitung von Trinkwasser-Installationen mit kritischer Legionellen-Kontamination ermöglichen. Zudem soll für den Einsatz bei Gesundheitsämtern ein einheitlicher Fragebogen für Infektionen mit Legionellen entwickelt werden.
<p>Das Umweltbundesamt weist Kritik an einer vom Helmholtz-Zentrum München durchgeführten Studie zur Krankheitslast von Stickstoffdioxid zurück. Die Studie wurde nach aktuellen wissenschaftlichen Standards durchgeführt. Die Ergebnisse besitzen weiter ihre Gültigkeit.</p><p>Die Studie des Helmholtz Zentrums München (das Deutsche Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt) ist eine Studie zur Bestimmung der Krankheitslast in der Bevölkerung insgesamt. In Studien zur Bestimmung der Krankheitslast wird die Bedeutung von Risikofaktoren für die Gesundheit der gesamten Bevölkerung untersucht. Hierbei steht der Vergleich unterschiedlicher Risikofaktoren im Vordergrund. Solche Risikofaktoren können das Rauchen oder Bewegungsmangel sein; in der vorliegenden Studie wurde die Krankheitslast von Stickstoffdioxid untersucht. Es handelt sich also nicht um eine klassische epidemiologische Studie, in der Daten von individuellen Personen analysiert werden.</p><p>Zur Berechnung der Krankheitslast wird die von der Weltgesundheitsorganisation (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/w?tag=WHO#alphabar">WHO</a>) entwickelte „Environmental Burden of Disease“ (EBD)-Methode verwendet. Nach dieser Methode läuft die Berechnung in unserer Studie vereinfacht dargestellt in zwei Schritten ab:</p><p><strong>Schritt 1:</strong> Die zentrale Grundlage für die Berechnung der vorzeitigen Todesfälle und der verlorenen Lebensjahre in dieser Studie ist die Todesursachenstatistik in Deutschland. Diese liefert Informationen darüber, wie viele Personen mit welchem Alter verstorben sind. Die statistische Restlebenserwartung der verstorbenen Personen wird aus den Informationen des Statistischen Bundesamtes bezogen. Somit ist bekannt, wenn z. B. eine weibliche Person in Deutschland im Alter von 60 Jahren stirbt, dass sie nach der Statistik eigentlich noch ca. 25 Jahre zu leben gehabt hätte. Diese Jahre entsprechen den verlorenen Lebensjahren. Dieser Berechnungsschritt erfolgt für die gesamte Bevölkerung, das Individuum ist dann nicht mehr identifizierbar und deswegen sind die Ergebnisse solcher Studien nicht für individuelle Personen gültig. <br>Diese Daten sind die Grundlage für die weiteren Berechnungen.</p><p><strong>Schritt 2:</strong> Aus den Informationen zur <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/e?tag=Exposition#alphabar">Exposition</a> der Gesamtbevölkerung mit Stickstoffdioxid, die aus Modellen flächendeckend für Deutschland vorliegen, und des der Konzentration entsprechenden Relativen Risikos aus den epidemiologischen Studien wird mit Hilfe der sogenannten PAF-Formel (siehe unten) der prozentuale Anteil bestimmt, der auf Stickstoffdioxid zurückgeführt werden kann. Erst mit diesem Schritt wird also die Anzahl der einem Risikofaktor attribuierbaren (zuschreibbaren) Todesfälle und verlorenen Lebensjahre bestimmt. Hierfür wird der prozentuale Anteil mit der Anzahl der Todesfälle und / oder verlorenen Lebensjahre multipliziert.</p><p>Die so ermittelten Zahlen sind als Indikatoren für den Gesundheitszustand der Gesamtbevölkerung zu sehen. Sie sind keinesfalls klinisch identifizierbare Todesfälle, die auf Stickstoffdioxid zurückgeführt werden können.</p><p>Eine wichtige Komponente der EBD-Methode sind die Ergebnisse aus epidemiologischen Studien, also Studien, in denen individuelle Menschen betrachtet werden. Epidemiologische Studien ermitteln den Zusammenhang zwischen Risikofaktoren (z. B. Stickstoffdioxid) und gesundheitlichen Auswirkungen (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen), indem sie unterschiedlich exponierte Personen oder Personengruppen miteinander vergleichen.</p><p>Die Ergebnisse aus epidemiologischen Studien werden häufig als Relative Risiken dargestellt und diese werden für die Berechnung der Krankheitslast benötigt. Das Relative Risiko versteht sich als der Faktor, um den sich ein Risiko (z.B. für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung) in zwei ungleich belasteten Gruppen unterscheidet.</p><p>Zentraler Baustein der EBD-Methode ist eine mathematische Formel zur Berechnung der sogenannten „Population Attributable Fraction“ (PAF). Mit der Formel wird ein prozentualer Wert ermittelt, der angibt, wie groß der Anteil von Todesfällen ist, der auf einen Risikofaktor zurückgeführt werden kann, also der einem Risikofaktor zuschreibbare Anteil an Krankheiten oder Todesfällen. In diese Formel geht unter anderem das aus epidemiologischen Studien abgeleitete Relative Risiko ein.</p><p>Bei der EBD-Methode kann über die Anwendung der PAF-Formel die Anzahl der vorzeitigen Todesfälle und verlorener Lebensjahre ermittelt werden.</p><p>Die EBD-Methode und somit auch die PAF wurden bereits in einer Vielzahl von wissenschaftlichen Studien angewendet, die durch Gutachterverfahren im „peer-review“ geprüft wurden. Gerade im letzten Jahr wurde im Rahmen der Global Burden of Disease-Studie des Institute for Health Metrics and Evaluation (Seattle, USA) ein Fachartikel in der renommierten Zeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht, indem ebenfalls die PAF verwendet wurde. Die PAF und ihre Grundlagen wurden ebenfalls in zahlreichen weiteren Artikeln veröffentlicht und auch die Limitationen der PAF wurden in der wissenschaftlichen Community vielfach diskutiert. Die WHO wendet die Methode bereits seit ca. 20 Jahren an und es besteht in der Wissenschaft breiter Konsens zur Anwendbarkeit der Formel.</p><p>Herr PD Dr. Peter Morfeld kritisiert in einem aktuellen Beitrag in der Zeitschrift "Das Gesundheitswesen" gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Thomas C. Erren die in Krankheitslast-Studien eingesetzte PAF-Formel und nimmt dabei unsere Studie als Beispiel. Diese Kritik ist nicht nachzuvollziehen, denn die Quantifizierung der Auswirkungen von Risikofaktoren auf die Gesundheit von Bevölkerungen in EBD-Studien wird erst durch die Nutzung der PAF ermöglicht. Sie ist also inhärenter Bestandteil solcher Studien und wird zudem von vielen renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als das Mittel der Wahl für Krankheitslast-Studien angesehen.</p><p>Wir teilen zunächst die Meinung von Herrn Morfeld, dass die PAF-Formel zur Analyse von klassischen epidemiologischen Studien nicht geeignet ist, da sie zu verzerrten Ergebnissen führen kann. Für die Auswertung klassischer epidemiologischer Studien sollten andere Analysemethoden genutzt werden, wie z. B. die Cox-Regression zur Analyse von Daten aus Kohortenstudien (ein Studientyp, bei dem Menschen über einen gewissen Zeitraum untersucht oder beobachtet werden) oder die logistische Regression zur Analyse von Fall-Kontroll-Studien (ein Studientyp, bei dem bestimmte Menschen als Fälle mit anderen vergleichbaren Kontrollen untersucht oder beobachtet werden).</p><p>Wenn dennoch die PAF zur Auswertung von z. B. Kohortenstudien angewendet wird, wie von Herrn Peter Morfeld und Herrn Thomas Erren in ihren Beispielen im aktuellen wissenschaftlichen Artikel angedeutet, so kann es zu verzerrten Ergebnissen kommen. Wir vermuten, dass Herr Peter Morfeld davon ausgeht, dass die Studie des Helmholtz-Instituts eine epidemiologische Kohortenstudie ist. Die von ihm kritisierte Studie ist aber keine solche Studie, die Individuen untersucht, sondern, wie dargestellt, eine EBD-Studie. Daher trifft die Kritik nicht zu, die Ergebnisse behalten unserer Ansicht nach weiter ihre Gültigkeit.</p><p>Herr Morfeld hat seine Kritik schon nach Erscheinen der Studie geäußert, u. a. auf einem vom Umweltbundesamt im Herbst 2018 gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie durchgeführten wissenschaftlichen Symposium zu der von uns beauftragten Studie. Wir nehmen Kritik an unserer wissenschaftlichen Arbeit immer ernst und überprüfen gewissenhaft die Richtigkeit unserer Schlussfolgerungen.</p><p>Aus unserer Sicht sind die vorgetragenen Argumente von Herrn Morfeld und Herrn Erren allerdings nicht geeignet, um die Anwendbarkeit der PAF-Formel für Berechnungen der Krankheitslast zu widerlegen und somit eine Fehlerhaftigkeit der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a>-EBD-Studie nachzuweisen.</p><p>Eine detaillierte wissenschaftliche Antwort auf den Beitrag der Herren Morfeld und Erren wird derzeit von mehreren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, unter anderem des Umweltbundesamtes für die Zeitschrift Gesundheitswesen vorbereitet.</p><p> </p>
Ziel des Vorhabens ist die Erforschung des Zusammenhangs zwischen therapeutischer Strahlenexposition im Kindesalter mit genetischen Veränderungen in Bezug auf Langzeitfolgen. Dies soll mit epidemiologischen Methoden im Rahmen einer Kohorten-Studie zur Auswertung der im DKKR erfassten Zweittumor-Ereignisse untersucht werden (AP1). Mit einer molekularepidemiologischen Fall-Kontroll-Studie werden Zellproben von Personen ohne Tumorereignis mit denen von Patienten von primären und sekundären Tumoren in Bezug auf das Genom und Genexpression vor und nach Bestrahlung verglichen (AP2). Die notwendigen statistischen Mittel werden in AP3 entwickelt. Strahlenbedingte epigenetische Veränderungen in der Genregulation werden in AP4 untersucht. Untersuchungen auf genomischer Ebene zur Erforschung spontaner und strahleninduzierter Veränderungen der Telomere und (AP 7a) dosimetrische Untersuchungen zur Ganzkörperdosisbelastung durch strahlentherapeutische Behandlungen mittels strahleninduzierter genomischer Läsionen (AP7b) sind geplant AP1: Für die Kohorte der Fälle im DKKR wird die Häufigkeit der Zweittumoren analysiert und für Patienten mit Zweittumoren und passende Kontrollen die Strahlenexposition ermittelt. In AP4 werden SNP- und Methylierungsassays sowie Pyrosequenzierung zur Untersuchung der aus AP2 bereitgestellten Proben vor und nach Bestrahlung herangezogen. In AP7a werden die Telomerlängen bei 21 Proben mittels quantitativer FiSH und anschließender durchflusszytometrischer Quantifizierung und quantitativer PCR bestimmt. Es werden Kinetiken von Dosiswirkungsbeziehungen erstellt. In AP7b wird die Strahlenbelastung von Patienten nach der Behandlung mit dem gamma-H2AX Assay ermittelt und verglichen. Zusätzlich soll die Tauglichkeit weiterer Bioindikatoren zum Nachweis sehr niedriger Dosen getestet werden.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 84 |
| Europa | 5 |
| Kommune | 2 |
| Land | 6 |
| Weitere | 12 |
| Wissenschaft | 22 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 75 |
| Text | 9 |
| unbekannt | 14 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 20 |
| Offen | 78 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 95 |
| Englisch | 21 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 9 |
| Keine | 66 |
| Webseite | 27 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 52 |
| Lebewesen und Lebensräume | 91 |
| Luft | 53 |
| Mensch und Umwelt | 98 |
| Wasser | 49 |
| Weitere | 94 |