Der Aufgabenschwerpunkt "Nachwachsende Rohstoffe" umfasst die Erarbeitung von Empfehlungen zur Rohstoffbereitstellung für die Energiegewinnung und technische Produktherstellung (z.B. Dämmstoffe, Biokraftstoff, Biogas) sowie die Umsetzung und Begleitung der Forschungsförderung. Zu den nachwachsenden Rohstoffe gehören z.B. schnellwachsende Hölzer, Chinaschilf, Getreide, Roggen, Hanf, Faserpflanzen, Energiepflanzen, Winterraps, halm- und holzartige Biomasse. Unter dem Begriff nachwachsende Rohstoffe werden Produkte pflanzlicher und tierischer Herkunft zusammengefasst, die im Nicht-Nahrungs- und Nicht-Futtermittelsektor verwertet werden. Nachwachsende Rohstoffe umfassen - Nebenprodukte der Land- und Forstwirtschaft (z. B. Stroh, Holz aus Waldpflege, Biomasse aus der Landschaftspflege), - Pflanzen aus dem landwirtschaftlichen Anbau (z. B. öl- und stärkehaltige Pflanzen, ein- und mehrjährige Gräser, Faserpflanzen, Heil-, Gewürz- und Aromapflanzen) sowie - unbehandelte Abfallstoffe der Biomasseverarbeitung (Bau- und Industrierestholz, Hobel- und Sägespäne etc.). Zunehmende Bedeutung erlangen sie vor allem vor dem Hintergrund des steigenden Energiebedarfs, der Endlichkeit fossiler Rohstoffe und der CO2-Anreicherung der Atmosphäre.
Die Versuchsberichte für die Bereiche Pflanzenproduktion, Gartenbau und Landschaftspflege sowie Tierproduktion der sächsischen Landwirtschaft basieren auf einem Versuchsnetz des LfULG mit 12 festen Versuchsstandorten sowie Streuanlagen, d.h. jährlich variierenden Versuchsstandorten. Die jährlichen Versuchsberichte beinhalten Versuchsergebnisse im Pflanzenbau, Gartenbau sowie der Tierproduktion. 1. Versuche im Pflanzenbau umfassen: - Auswirkungen von Bodenbearbeitung, Fruchtfolgen und Bewirtschaftssystemen, - Nährstoffverwertung, - konservierende Bodenbearbeitung mit Mulchsaat, - Entwicklung ökologischer Anbauverfahren sowie wirtschaftlicher und umweltverträglicher Anbauformen öl-, eiweiß- und stärkeliefernder Pflanzen, - Anbau nachwachsender Rohstoffe zur energetischen und stofflichen Nutzung, - Anbau und Ernteverfahren für Faserpflanzen Flachs und Hanf, - Entwicklung eines wirtschaftlichen und umweltverträglichen Anbaus von Heil- und Gewürzpflanzen, - Anbaueignung von Sorten (inkl. sortenspezifischer Anbautechnik), - Fungizid- und Herbizideinsatz, - Wachstumsregelung sowie - Grünlandwirtschaft (mit Landschaftspflege). 2. Versuche im Gartenbau werden zu Gemüse, Obst, Zierpflanzen, zu Garten- und Landschaftsbau sowie dem Pflanzenschutz durchgeführt. 3. Versuche in der Tierproduktion erfolgen zu Fütterung und Grundfutterqualitäten.
Faserpflanzen gehören zu den ältesten nachwachsenden Rohstoffen. Eine große Anzahl von Pflanzenarten enthalten vor allem aus Zellulose bestehende Fasern mit unterschiedlichen Eigenschaften. Die größte wirtschaftliche Bedeutung hat die Baumwolle erlangt, aber auch Jute, Sisal, Flachs, Hanf und Kokosfasern spielen eine wichtige Rolle. Im Freistaat Sachsen ist in den Regionen Erzgebirge, Oberlausitz und Vogtland der Flachs (Faserlein), außerhalb der höheren Mittelgebirgslagen auch der Hanf anbauwürdig. Flachs und Hanf sind botanisch und bezüglich ihrer Wuchsform sehr unterschiedliche Pflanzen. Verwendung finden Kurz- und Langfasern in Mischgarnen, Verbundwerkstoffen, Geotextilien, Dämmstoffen, Verpackungsmaterialien, technischen Textilien, Asbestersatz.
Aufgrund des in der Vergangenheit wesentlich bedeutenderen Anbaus von Hanf ist ein Rückgang des an ihn gebundenen Falschen Mehltaus wahrscheinlich. Die Art wurde erstmals im Jahr 2002 in Deutschland nachgewiesen (Jage et al. 2017) und ist vorher vermutlich übersehen worden. Hanf wurde in Deutschland mindestens seit der vorrömischen Eisenzeit als Faserpflanze angebaut (Körber-Grohne 1995). Der Falsche Mehltau wird daher als Archäomyzet eingestuft. Mindestens einer der Nachweise stammt vom Wild-Hanf (Cannabis ruderalis), der unbeständig in Deutschland vorkommt und nicht kultiviert wird (S. Rätzel, briefl. Mitt. 2021).
Ministerium für Raumordnung, Landwirtschaft und Umwelt Pressemitteilung Nr.: 166/00 Magdeburg, den 19. Juni 2000 Ausschuss der Regionen übernimmt Forderungen Sachsen-Anhalts Zukunftsperspektiven für Flachs und Hanf verbessert Als großen Erfolg und wichtigen Schritt für die Sicherung tragfähiger Rahmenbedingungen für den Anbau von Flachs und Hanf in Sachsen-Anhalt wertete Landwirtschaftsminister Keller den Beschluss des europäischen Ausschuss der Regionen, sich den Antrag des Landes Sachsen-Anhalt zu eigen zu machen und wird ihn in seine Stellungnahme zum Reformentwurf der EU-Kommission übernehmen. Keller hatte den Entwurf der Europäischen Kommission kritisiert und vor allem die Zuteilung von förderfähigen Verarbeitungsquoten für Pflanzenfasern in Deutschland als völlig unzureichend bezeichnet. Ebenfalls kritisiert wurde die vorgesehene Absenkung der Flächenbeihilfe. Beide Maßnahmen würden die positive Entwicklung von Anbau und Verarbeitung der Faserpflanzen auch in Sachsen-Anhalt gefährden. Impressum: Ministerium für Raumordnung, Landwirtschaft und Umwelt Pressestelle Olvenstedter Str.4 39108 Magdeburg Tel: (0391) 567-1946 Fax: (0391) 567-1920 Mail: pressestelle@mrlu.lsa-net.de Impressum:Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energiedes Landes Sachsen-AnhaltPressestelleLeipziger Str. 5839112 MagdeburgTel: (0391) 567-1950Fax: (0391) 567-1964Mail: pr@mule.sachsen-anhalt.de
Das Projekt "FH-Impuls 2016 I: LaNDER³ - Explorativprojekt 3 (EXP3) Abtrennung und Aufarbeitung der anorganischen Fraktion von Fermentationsbrühen nach mikrobiellem Faseraufschluss" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Hochschule Zittau/Görlitz, Fakultät Natur- und Umweltwissenschaften, Professur für Physikalische Chemie durchgeführt. Ein möglichst geschlossener Stoffkreislauf bzw. die nachhaltige Nutzung von Wert- bzw. Reststoffen ist ein zentrales Ziel der wissenschaftlichen Arbeiten der Partnerschaft LaNDER3. Die gezielte Abtrennung anorganischer Substanzen aus fermentativen (Ab)wässern, welche sowohl Schadstoffe als auch Nähr- oder Wertstoffe sein können, sind Gegenstand des Explorativprojektes 3 (EXP3). In den bisherigen Arbeiten der Impulsprojekte des LaNDER3-Vorhabens sowie begleitender Kooperationen existieren Stoffströme, welche im Sinne einer sinnvollen Kreislaufwirtschaft näher betrachtet werden müssen. Dem mikrobiologischen Aufschluss der Faserpflanzen im Bioreaktor (vgl. Impulsprojekte 1, 8 und 10) kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Der Aufschluss findet in wässriger Umgebung statt. Es entsteht eine sogenannte Fermentationsbrühe, die sowohl organische als auch anorganische Wertstoffe beinhaltet. In bisherigen Projekten stand die Abtrennung der organischen Wertstoffe (v.a. der organischen Säuren) im Fokus. Nun soll vorrangig die (Ad)Sorptions- bzw. Membrantrenntechnik genutzt werden, um gelöste anorganische Begleitstoffe (Metallionen, Oxyanionen) aus der Fermentationsbrühe abzutrennen. Das im Bioreaktor genutzte Wasser soll damit aufbereitet werden, was entweder eine Kreislaufführung des Wassers ermöglichen kann oder einen Einsatz des von anorganischen Bestandteilen befreiten Wassers als Nährmedium in nachfolgenden Biogasprozessen ermöglicht. Gezielt werden dabei verschiedene Oxyanionen wie Sulfat und Phosphat in den Fokus gestellt, aber auch Metallkationen zur Komplettierung des Gesamtbildes werden betrachtet. Als Sorptionsmaterialien sollen sowohl kommerzielle Ionenaustauscher überprüft werden, als auch im Vorfeld (Explorativprojekt 1) entwickelte adsorptionsaktive, cellulosebasierte Schäume. Im Rahmen des EXP3 soll dabei der Gesamtprozess im Auge behalten werden, es sollen also möglichst reale Proben betrachtet werden.
Das Projekt "Demonstrationsbetriebe Integrierter Pflanzenbau (MuD IPB), Modellregion Brandenburg, LBV" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Landesbauernverband Brandenburg e.V. durchgeführt. Land- und Ernährungswirtschaft sind wichtige Pfeiler der Wirtschaft des Flächenlandes Brandenburg. Jedoch stellen die natürlichen Standortbedingungen die Landwirtschaft, und besonders den Pflanzenbau, in der Region vor besondere Herausforderungen. Diese bestehen darin, für die schwierigen und immer herausfordernd werdenden natürlichen Bedingungen vielfältige und exakt auf den Standort abgestimmte Bewirtschaftungsformen zu finden und umzusetzen, mit denen Umwelt, Klima und Biodiversität geschützt werden und die landwirtschaftlichen Betriebe ein angemessenes Einkommen erzielen können. Im Rahmen des Vorhabens wird ein Maßnahmekonzept verbunden mit einem Transferkonzept in und mit landwirtschaftlichen Betrieben in ganz Brandenburg umgesetzt. Das Maßnahmekonzept für neue Verfahren des integrierten Pflanzenbaus umfasst verschiedene Handlungsfelder der Ackerbaustrategie: - Kulturpflanzendiversität: den Anbau von Körnerleguminosen (Kichererbsen, Linsen) und Faserpflanzen zur Mehrfachnutzung (Hanf, Durchwachsene Silphie), - Digitalisierung: ein sensorbasiertes Nährstoff- und Humus-Monitoring, die präzise Düngung und den präzisen Pflanzenschutz, - Düngung: die präzise Kalkung und präzise N-Düngung, - Pflanzenschutz: die mechanische Beikrautregulierung durch Hacken und Striegeln und den präzisen Pflanzenschutz. Die Maßnahmen stehen untereinander in Verbindung und tragen auch zu den Handlungsfeldern Biodiversität und Klimaanpassung bei. Neben Synergien zwischen den Maßnahmen können auch Zielkonflikte auftreten, die in diesem Vorhaben begleitend ebenfalls adressiert werden sollen.
Das Projekt "Demonstrationsbetriebe Integrierter Pflanzenbau (MuD IPB), Modellregion Brandenburg, ATB" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V. durchgeführt. Land- und Ernährungswirtschaft sind wichtige Pfeiler der Wirtschaft des Flächenlandes Brandenburg. Jedoch stellen die natürlichen Standortbedingungen die Landwirtschaft, und besonders den Pflanzenbau, in der Region vor besondere Herausforderungen. Diese bestehen darin, für die schwierigen und immer herausfordernder werdenden natürlichen Bedingungen vielfältige und exakt auf den Standort abgestimmte Bewirtschaftungsformen zu finden und umzusetzen, mit denen Umwelt, Klima und Biodiversität geschützt werden und die landwirtschaftlichen Betriebe ein angemessenes Einkommen erzielen können. Im Rahmen des Vorhabens wird ein Maßnahmekonzept verbunden mit einem Transferkonzept in und mit landwirtschaftlichen Betrieben in ganz Brandenburg umgesetzt. Das Maßnahmekonzept für neue Verfahren des integrierten Pflanzenbaus umfasst verschiedene Handlungsfelder der Ackerbaustrategie: - Kulturpflanzendiversität: den Anbau von Körnerleguminosen (Kichererbsen, Linsen) und Faserpflanzen zur Mehrfachnutzung (Hanf, Durchwachsene Silphie), - Digitalisierung: ein sensorbasiertes Nährstoff- und Humus-Monitoring, die präzise Düngung und den präzisen Pflanzenschutz, - Düngung: die präzise Kalkung und präzise N-Düngung, - Pflanzenschutz: die mechanische Beikrautregulierung durch Hacken und Striegeln und den präzisen Pflanzenschutz. Die Maßnahmen stehen untereinander in Verbindung und tragen auch zu den Handlungsfeldern Biodiversität und Klimaanpassung bei. Neben Synergien zwischen den Maßnahmen können auch Zielkonflikte auftreten, die in diesem Vorhaben begleitend ebenfalls adressiert werden sollen.
Das Projekt "FH-Impuls 2016: Entwicklung einer parametergeführten Anlage zum biologischen Aufschluss von Pflanzenfasern (PAbAPf)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Kluge GmbH durchgeführt. Das Ziel des geplanten KMU-Projektes besteht in der Entwicklung, Konstruktion und Erprobung einer Anlage zum mikrobiellen Aufschluss von Faserpflanzen. Die Anlage soll es ermöglichen, das traditionelle Röstverfahren, welches aus ökonomischen und ökologischen Gründen als bedenklich gilt, erstmalig unter kontrollierten, d.h. parametergeführten, Bedingungen zu realisieren. Die technologischen und konzeptionellen Ansätze aus der LaNDER3 - Partnerschaft sollen dabei der Entwicklung der Anlage zugrunde liegen. Da Naturfasern, insbesondere als Verstärkungsfasern in NFK-Anwendungen (NFK=Naturfaserverstärkte Kunststoffe), zunehmend in den Mittelpunkt wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Interesses rücken, soll der zu entwickelnde Prototyp dazu dienen, den Prozess des mikrobiellen Faseraufschlusses, verglichen mit der herkömmlichen Feld- oder Wasserröste, schneller, effizienter, ökologisch und ökonomisch tragfähiger und somit nachhaltiger zu gestalten.
Das Projekt "NF-HighTechPlus-Innovationsforum - Innovationscluster und Wissensdialog zum Thema Naturfaserwerkstoffe für den High-Tech-Bereich" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Sachsen-Leinen e.V. durchgeführt. Geplant sind Vorbereitung und Aufbau eines neuen interdisziplinären Innovationsraumes für biobasierte High-End-Faserwerkstoffanwendungen. Mit Hilfe eines interaktiven Innovationsforums werden Strategien und Werkzeuge entwickelt, um die aus innovativen Forschungsprojekten entstandenen, vielversprechenden technologischen und werkstofflichen Potentiale effektiv in konkrete Produktentwicklungen in der Industrie zu überführen. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, den Anteil biobasierter Werkstoffe in marktfähigen Produkten langfristig und deutlich zu erhöhen. Dies betrifft vor allem die klassischen Naturfasern (Flachs, Öllein, Hanf, Wolle, Baumwolle, Nessel etc.) aber auch cellulosische Regeneratfasern auf Basis einjähriger Pflanzen und neuentwickelter Biopolymere. Dabei werden auch neue kreative Handlungsfelder und Bereiche für naturfaserbasierte Halbzeuge und Produkte erschlossen sowie neue F&E Vorhaben auf den Weg gebracht. Grundlage für den möglichen und angestrebten Innovationsschub bilden: - das Vorhandensein zahlreicher neuer Technologien zur Herstellung, Veredlung und partiellen Verstärkung von Hochleistungswerkstoffen aus laufenden und abgeschlossenen Forschungsprojekten; - eine verstärkte Berücksichtigung von Rest- und Nebenproduktströmen wie z.B. Ölleinstroh/-fasern, Faserrohstoffen aus Hopfenreben, Fasern aus Gärresten, Kurzfaserfraktionen und Faserstäuben; - das prognostizierte Wachstum wichtiger Märkte im Bereich nachhaltiger Produkte und Technologien; - die ganzheitliche Betrachtung aller biobasierten Faserwerkstoffe (zusätzlich zur starken Fokussierung auf einheimische Faserpflanzen); - die stärkere Verankerung einer wissensbasierten Bioökonomie in der Industrie; - die Durchsetzung einer neuen Qualität des kollektiven Zusammenwirkens von sachorientierten Akteuren und Kompetenzträgern verschiedener Branchen; - und die wachsende Internationalisierung der Forschungslandschaft im Naturfaserbereich.
Origin | Count |
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Bund | 39 |
Land | 4 |
Type | Count |
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Förderprogramm | 38 |
Taxon | 1 |
Text | 1 |
unbekannt | 3 |
License | Count |
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geschlossen | 2 |
offen | 38 |
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Language | Count |
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Topic | Count |
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Lebewesen & Lebensräume | 43 |
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