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Insekt des Jahres 2003 ist die Feldgrille

Insekt des Jahres 2003 ist die Feldgrille (Grillus campestris).

Heuschrecken - Begleittext

[Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] Poster „Heuschrecken in Rheinland-Pfalz“ INFORMATION Heuschrecken (Saltatoria) gehören zur Klasse der Insekten und sind mit den Schaben, Ohrwürmern und den Fangheuschrecken verwandt. In Europa sind ca. 600 Arten beschrieben, von denen die meisten Arten im klimagünstigen Mittelmeerraum vorkommen. Etwa 250 Arten sind bis nach Mitteleuropa und bis zu den Britischen Inseln verbreitet. Heuschrecken werden aufgrund ihrer äußeren Merkmale in Lang- und Kurzfühlerschrecken unterschieden. Die gezeigten Heuschrecken des Posters gehören im oberen Teil den Kurzfühlerschrecken und im unteren Teil den Langfühlerheuschrecken an. Die Fühler der Langfühlerschrecken weisen mindestens die eigene Körperlänge auf oder sind sogar länger. Zu ihnen zählen Laubheuschrecken und Grillen. Kurzfühlerschrecken haben kürzere Fühler und umfassen die Familien der Dornschrecken und der Feldheuschrecken. Am Körper besitzen sie drei Paar Laufbeine und meist zwei Paar Flügel. Die Flügel können in unterschiedlichem Maße zurückgebildet sein oder fehlen. Die südliche Eichenschrecke (Meconema meridionale) besitzt stark verkürzte Stummelflügel und ist flugunfähig. Als typische Art des Mittelmeeres breitet sie sich ausgehend vom Breisgau nun immer weiter in Deutschland aus. Viele Heuschreckenarten kommunizieren über Lauterzeugungen, das sogenannte Stridulieren. Bei Langfühlerschrecken werden die Vorderflügel angehoben und gegeneinander gerieben und somit ein arttypisches Geräusch erzeugt. Kurzfühlerschrecken lösen ihre Laute aus, indem die Hinterschenkel über die Flügel gestrichen werden. An den Innenseiten des Hinterschenkels befinden sich kleine Fortsätze, die an der so genannten Schrillleiste der Flügel reiben. Die einzige heimische Sattelschrecke, die westliche Steppen- Sattelschrecke (Ephippiger ephippiger), ist sehr selten. Sie benötigt trocken-heiße Lebensräume und besiedelt ausschließlich Wärmeinseln. Im Wesentlichen erstreckt sich das nur sehr kleine Verbreitungsgebiet in Deutschland auf Weinbaugebiete in Rheinland-Pfalz. Zur Geschlechtsunterscheidung ist das Hinterleibsende meist gut geeignet, die Weibchen besitzen eine Legeröhre. Bei den Langfühlerschrecken ist die Legeröhre wie im Foto der westlichen Steppen-Sattelschrecke deutlich besser zu erkennen. Die meisten Kurzfühlerschrecken sind reine Pflanzenfresser und ernähren sich hauptsächlich von Gräsern. Vor allem Laubheuschrecken bevorzugen eine Mischkost und ernähren sich dabei auch von Insekten, insbesondere von deren Larven oder von Blattläusen. Die Paarungszeit der meisten Arten fällt in den Spätsommer. Das Weibchen legt die Eier mit der Legeröhre in den Boden, in Baumrinde, Pflanzenstengel oder auf die Unterseite von Blättern. 1 Nach der Überwinterung schlüpfen im Frühjahr daraus kleine Larven, die einer fertig entwickelten Heuschrecke ähnlich sehen. In bis zu zehn Larvenstadien erfolgt die Entwicklung zum fertigen Insekt, die Flügel entwickeln sich dabei erst in den letzten Larvenstadien. Um zu wachsen müssen sich die Tiere mehrmalig häuten. Die gezeigten Heuschrecken des Posters gehören im oberen Teil den Kurzfühlerschrecken und im unteren Teil den Langfühlerheuschrecken an. Die Gottesanbeterin (Mantis religiosa) ist die einzige Vertreterin der Fangschrecken und eine aus dem südlichen Europa nach Rheinland- Pfalz eingewanderte Art, die sich immer weiter ausbreitet. Diese Art bevorzugt warme, trockene Standorte mit reichlich Insektenleben. Ihre Beute besteht aus Heuschrecken, Wespen oder Bienen, für die sie dann zur lauernden Gefahr wird. Einige wenige Heuschreckenarten fallen besonders im Flug durch ihre gefärbten Flügel ins Auge. Sonst gut getarnt, fallen die Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens) und die Blauflügelige Sandschrecke (Sphingonotus caerulans) dann durch ihre namensgebende Blaufärbung auf. Die die Italienische Schönschrecke (Calliptamus italicus) besitzt dagegen rosa gefärbten Hinterflügeln. Alle drei Arten besiedeln trockene und recht warme Standorte, die meistens recht wenig Vegetation aufweisen. Bei den gezeigten Feldheuschrecken ist die häufigste einheimische Art der Gemeine Grashüpfer (Chorthippus parallelus). Als einige der wenigen Arten kann sie sogar in Fettwiesen überleben. Viele andere Arten bevorzugen magere Standorte. Das grüne Heupferd (Tettigonia viridissima) ist eine der größten Langfühlerschrecken. Zum Teil kann man die sonst grünen Tiere auch als einfarbig gelbe Exemplare antreffen. Sie ist eine der anpassungsfähigsten Arten. Sie tritt oftmals in recht großer Anzahl auf und ernährt sich überwiegend von Insekten. Als besonders nützlicher Gartenbewohner wurde das grüne Heupferd sogar schon beim Fressen von Larven des Kartoffelkäfers beobachtet. Eine bemerkenswerte und seltene Art ist der Warzenbeißer (Decticus verrucivorus). Als typischer Bodenbewohner auf kurzrasigen Bergwiesen sowie Feuchtwiesen und Trockenrasen ernährt sich diese ausgesprochen tagaktive Art vorwiegend von Insekten. Sowohl der deutsche als auch der wissenschaftliche Name (verruca - Warze, voro - ich fresse) stammen von der Annahme, dass das Verdauungssekret des Warzenbeißers nach einem Biss Warzen vertrocknen lassen soll. 2 Im Poster wollen wir außerdem vier Vertreter der Grillen vorstellen, die neben den Feldheuschrecken zu den Langfühlerschrecken gehören. Das fast 50 m weit hörbare Stridulieren der männlichen Feldgrille (Gryllus campestris) hat wohl fast jeder schon einmal gehört. Mit ihrer dunklen Färbung und dem gedrungenen Körper lebt diese Art in selbst gegrabenen Erdhöhlen auf trockenen und sonnigen Flächen mit niedriger Vegetation. Die im Wald im Falllaub lebende Waldgrille (Nemobius sylvestris) bevorzugt dagegen sonnige Waldränder und -lichtungen, gebüschreiche Trockenrasen und ist ein ausgesprochener Bodenbewohner. Sie ist außergewöhnlich flink und springt sehr gut. Meist sieht man sie nur schnell im Laub verschwinden. Das Weinhähnchen (Oecanthus pellucens) hält sich vor allem in höheren Stauden und in Sträuchern auf. Diese sehr schlanke Art hat wohl den schönsten Gesang der heimischen Heuschrecken. Bis vor einigen Jahren kam das wärme liebende Weinhähnchen fast nur entlang des Rheins vor, nach Norden hin etwa bis zum Rheingau. Inzwischen breitet sich die Art stark aus und findet sich in Siedlungsgebieten und Kleingärten. Die Maulwurfsgrille (Gryllotalpa gryllotalpa) lebt weitgehend unterirdisch in selbst gegrabenen Gängen und begibt sich sonst nur nachts an die Oberfläche. Das vordere Beinpaar ist zu breiten Grabschaufeln umgeformt. Sie ernährt sich von Engerlingen, Raupen und Regenwürmern und wird oftmals als Wurzelschädling angesehen und bekämpft. Unter anderem aus diesem Grund sind immer mehr Vorkommen verschwunden. Die Maulwurfsgrille betreibt intensive Brutpflege. Die 200 bis 300 Eier werden in einer speziellen Bruthöhle abgelegt und vom Grillenweibchen beschützt sowie sauber gehalten. Die Entwicklung der Larven kann im Boden bis zu 2 oder 3 Jahre dauern. Wir wünschen viel Spaß beim Erkunden der faszinierenden Welt der Heuschrecken! Literatur: Bellmann, Heiko (1985): Heuschrecken: beobachten, bestimmen. Neumann-Neudamm, Melsungen. Braun, Manfred & Ursula (2001): Musikanten des Spätsommers- Heuschrecken im Naturpark Nassau, Zweckverband Naturpark Nassau, Nassau Sechsbeiner mit Legestachel: Zur Biologie und Ökologie unserer heimischen Heuschrecken http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/insektenundspinnen/heuschrecken/01470.htm http://www.natur-in-nrw.de/HTML/Artenuebersichten/heuschrecken-uebersicht.html Sollten Sie weiteres Interesse an dieser Insektengruppe haben, empfehlen wir Ihnen die bald erscheinende Publikation: "Die Fang- und Heuschrecken von Rheinland-Pfalz" von Manfred Alban Pfeifer, Manfred Niehuis und Carsten Renker (Hrsg.) (2011). – Fauna und Flora in Rheinland-Pfalz, Beiheft 41 Wir danken den Experten der GNOR bei der Unterstützung dieses Posters. 3

Gryllus campestris Linnaeus, 1758 Feldgrille Heuschrecken und Fangschrecken Ungefährdet

Laut der Berechnung nehmen die Bestände von Gryllus campestris kurzfristig zu (Bestandsveränderung: +16 %). Aus Sicht des Autorenteams ist diese Bestandsentwicklung realistisch. So belegen mehrere Studien, dass sich die Art im Zuge des Klimawandels regional ausgebreitet hat (u.a. Pfeifer 2012, Poniatowski et al. 2018, Fumy et al. 2020, Poniatowski et al. 2020, Schuhmacher & Kelm 2021, Ogan et al. 2022). Die aktuell positive Bestandsentwicklung wirkt sich auch auf den langfristigen Bestandstrend aus: Gegenüber Maas et al. (2011) ist inzwischen von einer deutlichen Zunahme auszugehen.

geradfl_Kap6_Geradfluegler.pdf

6 Geradflügler (Orthoptera s.l.) in Sachsen-Anhalt M. WALLASCHEK 6.1 Kenntniszuwachs WEIDNER (1938a) schreibt, dass das Volk in Mit- teldeutschland fünf Gruppen von Geradflüglern kennt: die Heuschrecken, das Heimchen, die Schaben, den Ohrwurm und in manchen Ge- genden die Maulwurfsgrille. Das dürfte heute trotz aller modernen Tierfilme und Tierbücher nicht viel anders sein, wird doch das Volkswis- sen über Insektenarten, so auch Orthopterenar- ten, offenkundig durch deren wirtschaftliche oder gesundheitliche Bedeutung bestimmt. So kann es kaum verwundern, dass sich, soweit bekannt, die ältesten Aufzeichnungen über Ge- radflügler in unserem Raum auf Einfälle der Eu- ropäischen Wanderheuschrecke und die durch sie hervorgerufenen Schäden beziehen. Nach WEIDNER (1938a, 1940) wurde das Gebiet von Sachsen-Anhalt nachweislich z.B. 1338 (Raum Halle und Harz) und 1693 (Raum Naumburg) davon berührt. Gelegentlich haben sich wohl die Tiere auf dem Landesgebiet fortgepflanzt, so um 1875 in der Gegend von Körbelitz bei Magde- burg. Die Wissenschaft nahm allerdings auch damals schon andere Geradflüglerarten ins Blickfeld. Im Laufe der letzten drei Jahrhunderte wurde dabei zunehmend mehr Wert auf die genaue Angabe von Ort und Zeit des Fundes gelegt. So nannte RÜLING (1786) den Kleinen Zangen- träger, den Gemeinen Ohrwurm, die Orientali- sche Schabe, eine Waldschabe, das Grüne Heupferd, den Warzenbeißer, die Feldgrille, das Heimchen, die Maulwurfsgrille, die Europäische Wanderheuschrecke und die Rotflügelige Schnarrschrecke für den „Harz“. SAXESEN (1834) zählte die Zwitscherschrecke, den Warzenbeißer, die Kurzflügelige Beißschre- cke und die Rotflügelige Schnarrschrecke als Bewohner des „Oberharzes“, worunter er alle höheren Berge mit vorherrschendem Nadelholz- bestand fasste, auf. Er gab bereits einzelne, ihm besonders auffällige Fundorte genauer an, wo- bei allerdings keiner davon in Sachsen-Anhalt liegt. Von TASCHENBERG (1871) über ZACHER (1917) und LEONHARDT (1917, 1929) bis WEIDNER (1938a, 1940), RAPP (1943), KÜHLHORN (1955) und SCHIEMENZ (1969), um nur die wichtigsten älteren faunistischen Werke über sachsen- anhaltinische Orthopteren aufzuführen, erfolgte die Nennung von Fundorten vor allem in Form der Namen nächstgelegener Ortschaften. Teil- weise wurden sie mit einer genaueren Beschrei- bung der Lage der Fundlokalität, mit der Mee- reshöhe, dem Funddatum, einer Häufigkeitsan- gabe und der Biotopbeschreibung publiziert. Heute sollte es üblich sein, all diese Daten in faunistischen Veröffentlichungen aufzuführen, um die Wiederholbarkeit der Untersuchung und die Nutzung für Belange der Zoogeographie und Ökologie zu gewährleisten. Leider wird die in Jahrhunderten erreichte Einsicht in die Notwen- digkeit einer genauen Dokumentation von Fun- den derzeit nicht selten ignoriert, indem man z.B. die Lage von Fundorten nur als Meß- tischblatt(quadranten)nummern bekannt gibt. Wissenschaftliche Veröffentlichungen über Vor- kommen und Verbreitung von rezenten Gerad- flüglern auf dem Landesgebiet von Sachsen- Anhalt beginnen mit BURMEISTER (1838), der den Fund eines Weibchens von Myrmecophilus a- cervorum auf einer Chaussee in Halle (Saale) meldete. Seitdem sind 35 Publikationen mit faunistischen Primärdaten über Ohrwürmer erschienen, über Fangschrecken sind es 2, über Schaben 34 und über Heuschrecken 160. Die Verteilung über Zeitintervalle von je einem halben Jahrhundert Länge zeigt die enorme Zunahme der Publikati- onstätigkeit in der zweiten Hälfte des 20. Jahr- hunderts und zu Beginn des 21. Jahrhunderts (Abb. 1). Inzwischen gibt es kaum noch eine Region, aus der nicht wenigstens eine Veröffent- lichung vorliegt (vgl. WALLASCHEK 1996d) und ist die erste Arbeit mit Verbreitungskarten von Ge- radflüglerarten für das Land Sachsen-Anhalt publiziert worden (WALLASCHEK et al. 2002). Bisher sind fünf Ohrwurm-, eine Fangschrecken-, zehn Schaben-, 27 Langfühlerschrecken- und 34 Kurzfühlerschreckenarten aus dem Landes- gebiet bekannt geworden, also 77 Species. Die Kenntnis der Zahl der rezenten Orthopterenar- ten hat in den oben genannten Intervallen er- heblich zugenommen, wobei die Phase des stärksten Kenntniszuwachses in der zweiten Hälfte des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts lag (Abb. 2). Ende der zweiten Hälfte des 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts resultierten Neufunde vor allem aus intensiverer Nachsuche, darunter auch nach Irrgästen und synanthropen Arten. Die Gesamtzahl der Datensätze nimmt für die Orthopterenordnungen Sachsen-Anhalts folgen- de Werte an: Dermaptera 943, Mantodea 1, Blattoptera 426, Ensifera 12.959, Caelifera 21.621, zusammen also 35.950. 23 Die Verteilung der Anzahl von Publikationen wie auch Datensätzen auf die einzelnen Zeitab- schnitte (Abb. 1, Abb. 3) ist auf einen Wandel der gesellschaftlichen Bedeutsamkeit faunisti- scher Forschungen an heimischen Orthopteren zurückzuführen. Lange Zeit befassten sich nur einzelne Forscher mit der Faunistik. Synanthro- pe Schaben und Heuschrecken erlangten in Folge der Zunahme der menschlichen Bevölke- rungsdichte stärkere Beachtung aus hygieni- scher Sicht, was sich jedoch zumeist nicht in ei- ner wesentlichen Befruchtung des faunistischen Kenntnisstandes durch Mediziner, Hygieniker und Schädlingsbekämpfer ausdrückte. Obwohl einzelne Ohrwurm- und Heuschrecken- arten zuweilen erhebliche Schäden im Garten- und Obstbau anrichten können, andererseits Ohrwürmer für den biologischen Pflanzenschutz Bedeutung erlangt haben, steuern Agrarwissen- schaftler und Landwirte bisher ebenfalls nur sel- ten faunistische Kenntnisse über diese Arten bei. Nach der politischen Wende 1989/1990 lösten die enorm gestiegenen wirtschaftlichen und rechtlichen Anforderungen eine große Zahl von Eingriffs- und Naturschutzplanungen aus. Das führte zu einer rasanten Zunahme der Datensät- ze, auch für die bisher vernachlässigten Ohr- würmer und Schaben (Abb. 3). Sie zeigt, dass diese heimischen Orthopterentaxa über die wirt- schaftliche oder gesundheitliche Bedeutung ein- zelner Vertreter hinaus einen erheblichen Stel- lenwert in der Umweltüberwachung und – vorsorge sowie in der zoogeographischen und ökologischen Forschung erhalten haben. Belegt wird das zunehmende Interesse an den heimischen Geradflüglern auch durch die nicht geringe Zahl von 26 Sekundärveröffentlichungen mit direktem Bezug auf Sachsen-Anhalt (z.B. Faunenwerke, Checklisten, Rote Listen, Listen charakteristischer Arten von FFH- Lebensraumtypen und Landschaften, Arten- und Biotopschutzprogramme). Völlig losgelöst von Forschungen an den rezen- ten Orthopteren Sachsen-Anhalts liefen bisher paläoentomologische Untersuchungen, über de- ren Ergebnisse immerhin 13 Publikationen vor- liegen. Dabei besitzen fossile Geradflügler aus heimischen Lagerstätten eine weit über die Lan- desgrenzen hinaus reichende Bedeutung (WAL- LASCHEK 2003d). Sie werfen ein Schlaglicht auf die Vielfalt und das gewaltige Ausmaß der or- thopterologischen und geographischen Verän- derungen auf dem Landesgebiet, in Mitteleuropa und auf der nördlichen Halbkugel, die sich of- fensichtlich teils sprunghaft, teils kaum merklich vollzogen haben. Auch daran wird das Momen- tane der hier vorliegenden Arbeit sichtbar. 250 Publikationen 200 150 100 50 0 bis 1849 1850-1899 1900-1949 1950-1999 Zeitraum Dermaptera Mantodea Blattoptera Saltatoria Abb. 1: Kumulierte Zahl von Publikationen mit rezenten faunistischen Primärdaten. 24 2000-2004 80 70 60 Artenzahl 50 40 30 20 10 0 bis 1849 1850-1899 1900-1949 1950-1999 2000-2004 Zeitraum Dermaptera Mantodea Blattoptera Ensifera Caelifera Abb. 2: Kumulierte Zahl aus Sachsen-Anhalt publizierter rezenter Orthopterenarten. 40000 35000 Datensätze 30000 25000 20000 15000 10000 5000 0 bis 1949 1950-1999 2000-2004 Zeitraum Dermaptera, Mantodea, Blattoptera Ensifera Caelifera Abb. 3: Kumulierte Zahl von Datensätzen. 25

geradfl_Inhalt.pdf

Die Geradflügler des Landes Sachsen-Anhalt Inhalt Vorwort6 1Zusammenfassung7 2Abstract7 3Danksagung9 4Einleitung11 5 5.1 5.2 5.3Methoden Zoogeographische Daten Ökologische Daten Angewandte Daten15 15 18 20 6 6.1 6.2 6.2.1 6.2.2 6.2.3 6.3 6.3.1 6.3.2 6.3.3 6.3.4 6.3.5 6.3.6 6.4Geradflügler (Orthoptera s.l.) in Sachsen-Anhalt Kenntniszuwachs Zoogeographische und ökologische Grundlagen Areale, Faunen und Faunenwandel Existenzökologische Faktoren Ausbreitungsökologische Faktoren Landschaftliche Situation Allgemeines Landschaftsgliederung Böden Klima Gewässer Vegetation und Landnutzung Checkliste23 23 26 26 28 29 30 30 30 30 31 32 32 33 7Ohrwürmer (Dermaptera) Labia minor (LINNAEUS, 1758), Kleiner Zangenträger Labidura riparia (PALLAS, 1773), Sand-Ohrwurm Chelidurella guentheri (GALVAGNI, 1993), Wald-Ohrwurm Apterygida media (HAGENBACH, 1822), Gebüsch-Ohrwurm Forficula auricularia LINNAEUS, 1758, Gemeiner Ohrwurm40 40 42 44 46 48 8Fangschrecken (Mantodea) Mantis religiosa (LINNAEUS, 1758), Gottesanbeterin50 50 9Schaben (Blattoptera) Blaberus craniifer BURMEISTER, 1838, Riesenschabe Pycnoscelus surinamensis (LINNAEUS, 1758), Surinamschabe Blatta orientalis LINNAEUS, 1758, Orientalische Schabe Periplaneta americana (LINNAEUS, 1758), Amerikanische Schabe Periplaneta australasiae (FABRICIUS, 1775), Australische Schabe Blattella germanica (LINNAEUS, 1767), Deutsche Schabe Supella longipalpa (FABRICIUS, 1798), Braunbandschabe Ectobius sylvestris (PODA, 1761), Podas Waldschabe Ectobius lapponicus (LINNAEUS, 1758), Gemeine Waldschabe Phyllodromica maculata (SCHREBER, 1781), Gefleckte Kleinschabe52 52 54 56 58 60 62 64 66 68 70 3 10Langfühlerschrecken (Ensifera) Phaneroptera falcata (PODA, 1761), Gemeine Sichelschrecke Leptophyes albovittata (KOLLAR, 1833), Gestreifte Zartschrecke Leptophyes punctatissima (BOSC, 1792), Punktierte Zartschrecke Isophya kraussii BRUNNER VON WATTENWYL, 1878, Plumpschrecke Barbitistes serricauda (FABRICIUS, 1798), Laubholz-Säbelschrecke Barbitistes constrictus BRUNNER VON WATTENWYL, 1878, Nadelholz-Säbelschrecke Meconema thalassinum (DEGEER, 1773), Gemeine Eichenschrecke Conocephalus fuscus (FABRICIUS, 1793), Langflügelige Schwertschrecke Conocephalus dorsalis (LATREILLE, [1804]), Kurzflügelige Schwertschrecke Tettigonia viridissima LINNAEUS, 1758, Grünes Heupferd Tettigonia cantans (FUESSLY, 1775), Zwitscherschrecke Tettigonia caudata (CHARPENTIER, 1842), Östliches Heupferd Decticus verrucivorus (LINNAEUS, 1758), Warzenbeißer Gampsocleis glabra (HERBST, 1786), Heideschrecke Platycleis albopunctata (GOEZE,1778), Westliche Beißschrecke Metrioptera brachyptera (LINNAEUS, 1761), Kurzflügelige Beißschrecke Metrioptera bicolor (PHILIPPI, 1830), Zweifarbige Beißschrecke Metrioptera roeselii (HAGENBACH, 1822), Roesels Beißschrecke Pholidoptera griseoaptera (DEGEER, 1773), Gewöhnliche Strauchschrecke Tachycines asynamorus ADELUNG, 1902, Gewächshausschrecke Gryllus bimaculatus DEGEER, 1773, Mittelmeer-Feldgrille Gryllus campestris LINNAEUS, 1758, Feldgrille Acheta domesticus (LINNAEUS, 1758), Heimchen Nemobius sylvestris (BOSC, 1792), Waldgrille Oecanthus pellucens (SCOPOLI, 1763), Weinhähnchen Myrmecophilus acervorum (PANZER, [1799]), Ameisengrille Gryllotalpa gryllotalpa (LINNAEUS, 1758), Maulwurfsgrille72 72 74 76 78 80 82 84 86 88 90 92 94 96 98 100 102 104 106 108 110 112 114 116 118 120 122 124 11Kurzfühlerschrecken (Caelifera) Tetrix subulata (LINNAEUS, 1758), Säbeldornschrecke Tetrix ceperoi (BOLIVAR, 1887), Westliche Dornschrecke Tetrix undulata (SOWERBY, 1806), Gemeine Dornschrecke Tetrix tenuicornis (SAHLBERG, 1893), Langfühler-Dornschrecke Tetrix bipunctata (LINNAEUS, 1758), Zweipunkt-Dornschrecke Calliptamus italicus (LINNAEUS, 1758), Italienische Schönschrecke Anacridium aegyptium (LINNAEUS, 1764), Ägyptische Knarrschrecke Podisma pedestris (LINNAEUS, 1758), Gewöhnliche Gebirgsschrecke Locusta migratoria LINNAEUS, 1758, Europäische Wanderheuschrecke Psophus stridulus (LINNAEUS, 1758), Rotflügelige Schnarrschrecke Oedipoda caerulescens (LINNAEUS, 1758), Blauflügelige Ödlandschrecke Oedipoda germanica (LATREILLE, [1804]), Rotflügelige Ödlandschrecke Sphingonotus caerulans (LINNAEUS, 1767), Blauflügelige Sandschrecke Stethophyma grossum (LINNAEUS, 1758), Sumpfschrecke Chrysochraon dispar (GERMAR, [1834]), Große Goldschrecke Euthystira brachyptera (OCSKAY, 1826), Kleine Goldschrecke Omocestus viridulus (LINNAEUS, 1758), Bunter Grashüpfer Omocestus haemorrhoidalis (CHARPENTIER, 1825), Rotleibiger Grashüpfer Stenobothrus lineatus (PANZER, [1796]), Heidegrashüpfer Stenobothrus nigromaculatus (HERRICH-SCHÄFFER, 1840), Schwarzfleckiger Heidegrashüpfer Stenobothrus crassipes (CHARPENTIER, 1825), Zwerggrashüpfer Stenobothrus stigmaticus (RAMBUR, [1838]), Kleiner Heidegrashüpfer Gomphocerus sibiricus (LINNAEUS, 1767), Sibirische Keulenschrecke Gomphocerippus rufus (LINNAEUS, 1758), Rote Keulenschrecke Myrmeleotettix maculatus (THUNBERG, 1815), Gefleckte Keulenschrecke Chorthippus albomarginatus (DEGEER, 1773), Weißrandiger Grashüpfer Chorthippus dorsatus (ZETTERSTEDT, 1821), Wiesengrashüpfer Chorthippus montanus (CHARPENTIER, 1825), Sumpfgrashüpfer Chorthippus parallelus (ZETTERSTEDT, 1821), Gemeiner Grashüpfer Chorthippus apricarius (LINNAEUS, 1758), Feld-Grashüpfer Chorthippus vagans (EVERSMANN, 1848), Steppengrashüpfer Chorthippus biguttulus (LINNAEUS, 1758), Nachtigall-Grashüpfer Chorthippus brunneus (THUNBERG, 1815), Brauner Grashüpfer Chorthippus mollis (CHARPENTIER, 1825), Verkannter Grashüpfer126 126 128 130 132 134 136 138 140 142 144 146 148 150 152 154 156 158 160 162 164 166 168 170 172 174 176 178 180 182 184 186 188 190 192 4 12 12.1 12.2 12.3 12.4Zur Zoogeographie der Orthopteren in Sachsen-Anhalt Struktur der Orthopterenfauna Artenreichtum Ausbreitungs- und Refugialräume Zoogeographische Gliederung195 195 197 198 199 13 13.1 13.2 13.3 13.4 13.5Zur Ökologie der Orthopteren in Sachsen-Anhalt Wandlungen des Biotopspektrums Ökologische und bionomische Artengruppen Artenreichtum Zoozönologische Aspekte Orthopterenfauna und heutige potenzielle natürliche Vegetation207 207 210 211 212 226 14 14.1 14.2 14.2.1 14.2.2 14.2.3 14.2.4 14.2.5 14.3 14.3.1 14.3.2 14.3.3Orthopteren im Naturschutz Naturschutz und Naturschutzrecht Artenschutz Verantwortlichkeit Sachsen-Anhalts für den Erhalt von Orthopterenarten Zoogeographisch bedeutsame Arten Besonders und streng geschützte Orthopterenarten Gefährdung von Orthopterenarten Schutz der Orthopterenarten Biotop- und Landschaftsschutz FFH-Lebensraumtypen und ihre Orthopterenarten Biotopverbund Zielartensysteme in den Naturräumen231 231 231 231 232 233 234 236 239 239 240 240 15 15.1 15.2 15.3 15.3Orthopteren in der Wirtschaft und im Gesundheitswesen Nutzwirkungen Schadwirkungen Schadenspotenzial in Sachsen-Anhalt Prophylaxe und umweltverträgliche Bekämpfung245 245 246 249 251 16 16.1 16.2 16.3 16.4Forschungsbedarf Zoogeographie Ökologie Naturschutz Wirtschaft und Gesundheit253 253 253 253 254 17 17.1 17.2 17.3Literatur Paläoorthopterologische Literatur Faunistische Primärliteratur Sonstige Literatur255 255 255 261 18Anhang271 5

Naturschutz - Zentrum für Artenvielfalt/Tiere und Pflanzen/Steckbriefe, Gutachten & mehr/Schrecken, Pseudoskorpion und Spinnen: Heuschrecken, Pseudoskorpion und Spinnen

<p>Für diese Arten haben wir Ihnen hier aktuell zur Verfügung stehende Materialien zusammengestellt.</p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Heuschrecken/Steckbriefe/Artensteckbrief_2020_Blaufluegelige_Oedlandschrecke_Oedipoda_caerulescens.pdf">Artensteckbrief&nbsp;Blauflügelige Ödlandschrecke 2020</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Heuschrecken/Steckbriefe/Artensteckbrief_2022_Feldgrashuepfer_Chorthippus_apricarius.pdf">Artensteckbrief Feldgrashüpfer 2022</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Heuschrecken/Steckbriefe/Artensteckbrief_2020_Feldgrille_Gryllus_campestris.pdf">Artensteckbrief Feldgrille 2020</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Heuschrecken/Steckbriefe/Artensteckbrief_2020_Gefleckte_Keulenschrecke_Myrmeleotettix_maculatus.pdf">Artensteckbrief Gefleckte Keulenschrecke 2020</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Heuschrecken/Steckbriefe/Artensteckbrief_2020_Gemeine_Dornschrecke_Tetrix_undulata.pdf">Artensteckbrief Gemeine Dornschrecke 2020</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Heuschrecken/Steckbriefe/Artensteckbrief_2020_Italienische_Schoenschrecke_Calliptamus_italicus.pdf">Artensteckbrief&nbsp;Italienische Schönschrecke 2020</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Heuschrecken/Steckbriefe/Artensteckbrief_2022_Kurzfluegelige_Beissschrecke_Metrioptera_brachyptera.pdf">Artensteckbrief Kurzflügelige Beißschrecke 2022</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Heuschrecken/Steckbriefe/Artensteckbrief_2020_Langfuehler_Dornschrecke_Tetrix_tenuicornis.pdf">Artensteckbrief&nbsp;Langfühler-Dornschrecke 2020</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Heuschrecken/Steckbriefe/Artensteckbrief_2020_Lauchschrecke_Mecostethus_parapleurus.pdf">Artensteckbrief&nbsp;Lauchschrecke 2020</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Heuschrecken/Steckbriefe/Artensteckbrief_2020_Rotleibiger_Grashuepfer_Omocestus_haemorhoidalis.pdf">Artensteckbrief&nbsp;Rotleibiger Grashüpfer 2020</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Heuschrecken/Steckbriefe/Artensteckbrief_2020_Saebel_Dornschrecke_Tetrix_subulata.pdf">Artensteckbrief&nbsp;Säbel-Dornschrecke 2020</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Heuschrecken/Steckbriefe/Artensteckbrief_2020_Steppengrashuepfer_Chorthippus_vagans.pdf">Artensteckbrief&nbsp;Steppengrashüpfer 2020</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Heuschrecken/Steckbriefe/Artensteckbrief_2020_Sumpfschrecke_Stethophyma_grossum.pdf">Artensteckbrief&nbsp;Sumpfschrecke 2020</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Heuschrecken/Steckbriefe/Artensteckbrief_2020_Verkannter_Grashuepfer_Chorthippus_mollis.pdf">Artensteckbrief&nbsp;Verkannter Grashüpfer 2020</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Heuschrecken/Steckbriefe/Artensteckbrief_2022_Warzenbeisser_Decticus_verrucivorus.pdf">Artensteckbrief Warzenbeißer 2022</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Heuschrecken/Steckbriefe/Artensteckbrief_2020_Westliche_Beissschrecke_Platycleis_albopunctata.pdf">Artensteckbrief&nbsp;Westliche Beißschrecke 2020</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Heuschrecken/Steckbriefe/Artensteckbrief_2020_Zweifarbige_Beissschrecke_Bicolorana_bicolor.pdf">Artensteckbrief&nbsp;Zweifarbige Beißschrecke 2020</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Heuschrecken/Steckbriefe/Artensteckbrief_2020_Zweipunkt_Dornschrecke_Tetrix_bipunctata.pdf">Artensteckbrief&nbsp;Zweipunkt-Dornschrecke 2020</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Heuschrecken/Gutachten/Artgutachten_2022_Lang_und_Kurzfuehlerschrecken.pdf">Artgutachten Heuschrecken 2022 </a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Heuschrecken/Gutachten/Artgutachten_2020_Schrecken.pdf">Artgutachten Heuschrecken 2020</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Heuschrecken/Gutachten/artgutachten_2012_heuschrecken.pdf">Artgutachten Heuschrecken 2012</a></p><p><strong>Projekt</strong></p><p><a href="https://www.hgon.de/unsere-arbeit/artenschutz/heuschrecken/">"Atlas der Heuschrecken Hessens"</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Heuschrecken/Gutachten/Netzwerk_Heuschrecken_1_2020.pdf">Netzwerk Heuschrecken in Hessen, Rundbrief 1/2020</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Spinnentiere/Steckbrief_2018_Pseudoskorpion.pdf">Artensteckbrief 2018 Pseudoskorpion <i>Anthrenochernes stellae</i></a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Spinnentiere/Artgutachten_2022_Pseudoskorpion_Anthrenochernes_Stellae.pdf">Artgutachten 2022 Pseudoskorpion<i> Anthrenochernes stellae</i></a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Spinnentiere/Artgutachten_2021_Pseudoskorpion_Anthrenochernes_Stellae.pdf">Artgutachten 2021 Pseudoskorpion<i> Anthrenochernes stellae</i></a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Spinnentiere/Sondergutachten_2018_Pseudoskorpion_Anthrenochernes_Stellae.pdf">Sondergutachten 2018 Pseudoskorpion <i>Anthrenochernes stellae</i></a></p><p>Für diese Arten haben wir Ihnen hier die aktuell zur Verfügung stehenden Materialien zusammengestellt.</p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Kaefer/Gutachten/Artgutachten_2023_Laufkaefer_Spinnen.pdf">Artgutachten Laufkäfer und bodenlebende Spinnen 2023</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Kaefer/Gutachten/Artgutachten_2022_Laufkaefer_bodenlebende_Spinnen.pdf">Artgutachten Laufkäfer und bodenlebende Spinnen 2022 </a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/kontaktformular?tx_powermail_pi1%5Bfield%5D%5Baddid%5D=6018&amp;cHash=cefbea99f28fdb39b47b922d6d5d89a6">Niklas Krummel</a></p><p>Tel.: 0641-200095 20</p><p>Für Anfragen von Naturschutzdaten benutzen Sie bitte folgendes <a href="https://www.hlnug.de/formulare/datenanfrage-naturschutz">Formular</a>.&nbsp;</p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/Rote_Listen/RL_HE_Fang-und_Heuschrecken_Fassung3_2025.pdf">Rote Liste der Fang- und Heuschrecken / 2025 / 3. Fassung</a></p>

Heuschrecken (Saltatoria)

Heuschrecken und Grashüpfer Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Bezeichnungen „Heuschrecke“ und „Grashüpfer“ häufig synonym verwendet. Die Grashüpfer bilden allerdings lediglich eine Unterfamilie in der Ordnung der Heuschrecken. Die Einteilung der Heuschrecken in die Langfühlerschrecken und Kurzfühlerschrecken macht es einfacher diese Artengruppe zu überblicken. Die Bezeichnungen lassen sich in den meisten Fällen direkt für einen ersten Bestimmungsschritt nutzen: Die Langfühlerschrecken haben meist Fühler, die mindestens so lang wie der Körper der Tiere sind. Bei den Kurzfühlerschrecken sind die Fühler erheblich kürzer. Klangbilder und "Ohren" an den Beinen Besonders im Hochsommer machen sich die Heuschrecken durch artspezifische „Gesänge“ bemerkbar. Dabei handelt es sich je nach Art um unterschiedlich erzeugte Laute der männlichen Tiere. Feldgrillen reiben ihre Vorderflügel aneinander, viele Grashüpfer erzeugen Tonfolgen durch Reiben der Hinterbeine an den Flügeln, und die Sumpfschrecke produziert kurze Klicklaute, indem sie ein Hinterbein nach hinten schleudert. Viele Heuschreckenarten, die anhand ihrer äußeren Merkmale nur schwer zu unterscheiden sind, lassen sich anhand ihrer charakteristischen Lautäußerungen („Stridulation“) bis zur Art bestimmen. Auch die Heuschrecken selbst finden im Labyrinth der sommerlichen Vegetation ihre arteigenen Partner über die spezifischen Lautäußerungen. Ihre „Ohren“ liegen übrigens nicht am Kopf, sondern sind kleine Öffnungen an den Vorderbeinen oder am Hinterleib. Wegen deren Abstand voneinander sind Heuschrecken zu präzisem Richtungshören in der Lage. Wie geht es den Heuschrecken? Die Rote Liste behandelt nicht nur die in ihrem Bestand bedrohten Arten, sondern alle 82 als etabliert geltenden Heuschreckenarten sowie die einzige einheimische Fangschreckenart, die Europäische Gottesanbeterin ( Mantis religiosa ). Insgesamt 26 Arten (31,3 %) gelten als bestandsgefährdet: davon sind 6 Arten (7,2 %) vom Aussterben bedroht, 10 Arten (12,0 %) stark gefährdet und 10 Arten (12,0 %) gefährdet. Weitere 9 Arten (10,8 %) sind noch nicht bestandsgefährdet im Sinne der Rote-Liste-Kategorien, stehen aber auf der Vorwarnliste. Als ausgestorben oder verschollen gelten 4 Arten (4,8 %). Ungefährdet sind derzeit 41 Arten – dies entspricht 49,4 % der einheimischen Heuschrecken- und Fangschreckenarten – darunter so bekannte Arten wie der Gemeine Grashüpfer, die Feldgrille und das Grüne Heupferd. Da viele Heuschreckenarten im Offenland leben, spielen für ihre Gefährdung meist Faktoren wie Veränderungen der Landnutzung, Versiegelung von Flächen oder Fragmentierung von Lebensräumen eine wesentliche Rolle. Daneben werden die Auswirkungen des Klimawandels immer deutlicher: Zu den Verlierern gehören insbesondere Arten, die eine hohe Habitatfeuchte oder ein kühles Bergklima benötigen. Aktuelle Rote Liste (Stand: Dezember 2020 [Daten], November 2021 [Taxonomie]) Poniatowski, D.; Detzel, P.; Drews, A.; Hochkirch, A.; Hundertmark, I.; Husemann, M.; Klatt, R.; Klugkist, H.; Köhler, G.; Kronshage, A.; Maas, S.; Moritz, R.; Pfeifer, M.A.; Stübing, S.; Voith, J.; Winkler, C.; Wranik, W.; Helbing, F. & Fartmann, T. (2024): Rote Liste und Gesamtartenliste der Heuschrecken und Fangschrecken (Orthoptera et Mantodea) Deutschlands. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (7): 88 S. Die aktuellen Rote-Liste-Daten sind als Download verfügbar, die Rote Liste auch als elektronische Publikation . Artportraits Alpen-Gebirgsschrecke ( Miramella alpina ) Kleine Goldschrecke ( Euthystira brachyptera )

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