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Metabolische Dosis-Wechselwirkungen verschiedener Platinverbindungen bei wachsenden, graviden und laktierenden Ratten

Gesunde Mamas und Babies: Umsetzung und Evaluierung einer Strategie zur Anpassung an die Hitze für schwangere Frauen im ländlichen Norden Ghanas, Teilprojekt Uni Heidelberg

Gesunde Mamas und Babies: Umsetzung und Evaluierung einer Strategie zur Anpassung an die Hitze für schwangere Frauen im ländlichen Norden Ghanas, Teilprojekt Uni Halle

Klimawandel begünstigt Virenverbreitung durch Stechmücken

<p>In Deutschland lebende heimische und exotische Stechmücken können Überträger für Chikungunya- und Zika-Viren sein – so eine Analyse im Auftrag des Umweltbundesamtes. Das Risiko nimmt zu, wenn es durch den Klimawandel wärmer wird. Kehren Menschen beispielsweise von Fernreisen mit den Viren infiziert zurück, können diese bei Stichen von Mücken aufgenommen und auf andere Menschen übertragen werden.</p><p>In dem Projekt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/vektorpotential-einheimischer-stechmuecken">„Vektorpotential einheimischer Stechmücken“</a> wurden sowohl ausgewählte einheimische Stechmückenarten als auch die eingewanderte Asiatische Tigermücke als mögliche Überträger für Chikungunya- (CHIKV) und Zika-Viren (ZIKV) in Deutschland berücksichtigt. Das Übertragungsrisiko durch die verschiedenen Stechmückenarten wurde in Abhängigkeit von Temperatur, Stechmückenverbreitung und der Populationsdichte des Menschen untersucht. Grundsätzlich konnte durch die datenbasierte Risikoanalyse gezeigt werden, dass nicht nur neu auftretende exotische Arten wie die Asiatische Tigermücke, sondern auch einheimische Stechmückenspezies als Überträger von eingeschleppten Erregern in Betracht gezogen und bei zukünftigen Risikobetrachtungen berücksichtigt werden müssen.</p><p>Bei den untersuchten einheimischen <em>Culex- </em>und <em>Aedes</em>-Arten konnte kein Übertragungspotential für ZIKV nachgewiesen werden, mit Ausnahme der ausschließlich in Küstengebieten verbreiteten Stechmückenart <em>Ae. detritus</em>. Die exotische Spezies <em>Ae. albopictus </em>zeigte ein Übertragungspotential für ZIKV, allerdings ausschließlich bei höheren Umgebungstemperaturen. Diese Stechmücken hingegen übertragen das CHIKV bereits bei niedrigen Temperaturen. In geringerem Ausmaß übertragen auch die Überschwemmungsmücke <em>Ae. sticticus </em>und die weit verbreitete Art <em>Culex torrentium</em> das CHIKV.</p><p>Durch die starke Temperaturabhängigkeit von ZIKV in <em>Ae. albopictus </em>und der sehr lokalen Verbreitung von <em>Ae. sticticus </em>in Überflutungsgebieten besteht für die Übertragung von ZIKV deutschlandweit aktuell ein sehr geringes Risiko. Im Gegensatz dazu besteht ein erhöhtes Risiko für die Zirkulation von CHIKV: Die Kombination von Temperatur, Verbreitung der übertragenden Stechmückenart und Bevölkerungsdichte führt zu einem erhöhten Risiko einer Übertragung in Nordrhein-Westfalen, dem Oberrheingebiet und dem zentralen Ostdeutschland. Mit steigender Temperatur aufgrund des Klimawandels muss langfristig mit der weiteren Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke und damit mit einem steigenden Risiko der lokalen CHIKV-Übertragung in Deutschland gerechnet werden. Bisher sind hierzulande aber Krankheitsausbrüche, die mit dieser Stechmückenart assoziiert sind, ausgeblieben.</p><p><strong>Welche Gefahren gehen von </strong><strong>Chikungunya- und Zika-Viren aus?</strong></p><p>Die meisten ZIKV-Infektionen verlaufen symptomlos, allerdings kann eine Infektion während der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Fötus führen (zum Beispiel Mikrozephalie). Die Hauptbeschwerden des CHIK-Fiebers sind starke Muskel- und Gliederschmerzen, die eine schmerzhaft zusammengekrümmten Körperhaltung auslösen und über Monate anhalten können.</p><p><strong>Wie kann die Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke in Deutschland eingedämmt werden?</strong></p><p>Präventivmaßnahmen, insbesondere gegen die weitere Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke, spielen im Hinblick auf den Schutz der menschlichen Gesundheit eine wichtige Rolle. Dazu gehören neben professionellen Überwachungsmaßnahmen auch Maßnahmen, die durch die Bevölkerung durchgeführt werden. Diese betreffen insbesondere die Verhinderung und Beseitigung von potentiellen Brutstätten. Nähere Informationen finden Sie dazu in den Handlungsempfehlungen der <a href="https://www.fli.de/de/kommissionen/nationale-expertenkommission-stechmuecken-als-uebertraeger-von-krankheitserregern/">Nationalen Expertenkommission „Stechmücken als Überträger von Krankheitserregern“</a>.</p><p>&nbsp;</p>

Validierung eines innovativen, auf menschlichen Zellen basierenden in vitro Verfahrens zur Testung von Chemikalien und Arzneistoffen auf Entwicklungsneurotoxizität -Neurotox-

Bevor Chemikalien und Arzneistoffe in Verkehr gebracht werden können, ist aufgrund gesetzlicher Vorgaben nachzuweisen, dass sie unschädlich für die Entwicklung des menschlichen Nervensystems sind. Diese Nachweise werden zurzeit durch Tests im Nager geführt. Allerdings setzt sich die Erkenntnis durch, dass sich die Ergebnisse aus reinen Tierversuchen nicht auf den Menschen übertragen lassen. Der Antragsteller hat ein hochinnovatives und humanbasiertes in vitro Verfahren zur Testung von Substanzen auf Neurotoxizität gefunden. In der wissenschaftlichen Anwendung zeigte sich, dass dieses Verfahren nicht nur die Zahl der benötigten Versuchstiere deutlich reduziert, sondern neurotoxikologische Effekte gegenüber den derzeit genutzten Verfahren schneller, günstiger und mit einer höheren Prädiktivität identifiziert. Zur Vorbereitung der Verwertung soll im Rahmen dieses Vorhabens nun anwendungsorientiert gezeigt werden, dass das gefundene in vitro Verfahren tatsächlich das fetale Gehirn in vivo repräsentiert, dass die entsprechenden menschlichen Signalwege verstanden sind und dass die etablierten entwicklungsneurotoxikologischen Modellsubstanzen richtig erkannt werden. Die Repräsentativität des in vitro Systems f. die in vivo Situation wird über einen Vergleich der mRNS und miRNS Transkriptionsprofile belegt. Die Signalwege werden mittels systembiologischer, computerbasierter Methoden geklärt und zum Beleg der Funktionsfähigkeit des Tests sollen etablierte Modellsubstanzen herangezogen werden.

LUA-Bilanz Tiergesundheit & Tierseuchen 2015

[Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] LUA-Bilanz Tiergesundheit & Tierseuchen Zahlen, Daten und Fakten für das Jahr 2015 © johan10 - Fotolia.com Tierseuchenbilanz: Lage bleibt 2015 ruhig Die Tierseuchensituation in Rheinland-Pfalz gibt weiterhin keinen Anlass zur Sorge. Zwar wurden 2015 einige Erreger von anzeigepflichtigen Tier- seuchen und meldepflichtigen Tierkrankheiten nachgewiesen - es kam aber weder bei Wild- noch bei Nutztieren zu unvorhersehbaren Krankheits- ausbrüchen, die zu größeren Verlusten führten oder weitreichende Auflagen für landwirtschaftli- che Betriebe notwendig machten. Um den Gesundheitsstatus der rheinland-pfälzi- schen Tiere zu überwachen, hat das Landesunter- suchungsamt (LUA) im vergangenen Jahr 309.266 Proben aus ganz Rheinland-Pfalz untersucht. Die Einsendungen rekrutieren sich aus Proben zur Feststellung von Erkrankungs- und Todesursachen sowie Proben, die im Rahmen von staatlichen Sa- nierungs- und Monitoring-Programmen einge- sandt wurden. Begleitet werden die Laborunter- suchungen durch die fachliche Unterstützung spezialisierter Tiergesundheitsdienste, die Land- wirte zu hygienischen und artgerechten Haltungs- bedingungen beraten. Auch wenn das Jahr 2015 vergleichsweise ruhig war und Rheinland-Pfalz von größeren Seuchen- ausbrüchen verschont blieb, gab es eine Reihe von Erregernachweisen, die in der Tierpopulation im- mer wieder vorkommen können und die man im Auge behalten muss. Hasenpest Der in Deutschland zuletzt häufiger vorkommen- de Erreger der Hasenpest (Tularämie) ist 2015 auch in Rheinland-Pfalz bei zwei Feldhasen festge- stellt worden. Hasen und Wildkaninchen sind die Hauptträger des für Mensch und Tier gefährlichen Erregers Francisella tularensis. Erkrankte Wildtiere wirken matt und teilnahms- los, sie verlieren ihre Schnelligkeit und ihre ange- borene Scheu. Wer ein solches Tier entdeckt, soll- te sich ihm nicht nähern und es auf keinen Fall berühren. Jäger sollten beim Aufbrechen und Zer- 2 wirken erlegter Tiere darauf achten, die einschlä- gigen Hygieneregeln einzuhalten. Der Verzehr von Wildfleisch ist unbedenklich, wenn das Fleisch bei mindestens 60 Grad mindestens zehn Minuten lang durchgegart wird. Der Mensch infiziert sich vorwiegend durch direk- ten Kontakt mit erkrankten Tieren oder mit deren Organen. Die Erkrankung beginnt in der Regel mit einem Geschwür an der Eintrittsstelle des Erregers und einer Schwellung der lokalen Lymphknoten und/oder mit abrupt einsetzendem hohen Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen und Erschöpfungszuständen. Tularämie lässt sich mit Antibiotika behandeln, die Heilungschancen sind sehr gut. Coronavirus Ein im Süden und Westen Deutschlands zuvor schon aufgetretener hochansteckender Durchfal- lerreger ist 2015 erstmals auch bei Schweinen in Rheinland-Pfalz festgestellt worden. In Kotproben von Schweinen mit massivem Durchfall aus einem Bestand in der Eifel wurden im LUA spezielle Co- ronaviren nachgewiesen. Sie lösen die sogenann- te Epizootische Virusdiarrhoe des Schweins (Porci- ne Epidemic Diarrhea, PED) aus. PED wird seitdem sporadisch immer wieder nachgewiesen. Wichtige Kennzeichen der Erkrankung sind wäss- riger Durchfall aller Tiere im Bestand sowie Erbre- chen und Dehydrierung. Während PED bei Ferkeln zu hohen Verlusten führt, sinkt die Sterblichkeits- rate mit zunehmendem Alter der Tiere. Die Er- krankung trat erstmals in den 1970er Jahren in Eu- ropa auf; seit Mitte 2013 grassiert eine besonders schwere Verlaufsform der Erkrankung in den USA. Hinweise auf eine Übertragung auf den Menschen gibt es bislang nicht. Schmallenberg-Virus Das Schmallenberg-Virus kursierte auch 2015 in der rheinland-pfälzischen Nutztierpopulation. Im Februar hat das LUA den Erreger bei einem bereits tot geborenen Lamm aus dem Westerwald nach- gewiesen, im Juli bei mehreren Rindern eines Be- standes in der Eifel. Keine Gefahr für den Menschen: Die für Schafe tödliche atypische Scrapie (auch Traberkrankheit genannt) tritt immer wieder vereinzelt bei Tieren im Land auf. (Foto: LUA) Infizierte Tiere zeigen selbst keine oder nur vor- übergehende Krankheitssymptome wie Fieber, Durchfall und Rückgang der Milchleistung. Träch- tige Tiere bringen jedoch als Spätfolge einer In- fektion Lämmer beziehungsweise Kälber mit star- ken Missbildungen zur Welt, was bei der Geburt zu Komplikationen führen kann. Für Menschen ist das Virus ungefährlich. Das Schmallenberg-Virus wird durch Stechmü- cken (Gnitzen) von Tier zu Tier und von der Mutter auf den Fetus übertragen. Ein zugelassener Impf- stoff steht inzwischen zur Verfügung. Tierhalter können darüber hinaus versuchen, ihre Tiere mit insektenabwehrenden Mitteln (Repellentien) oder durch die Unterbringung im Stall vor Mückensti- chen zu schützen. Atypische Scrapie Im Jahr 2015 wurde bei insgesamt zwei Schafen aus der Eifel und dem Westerwald Scrapie nach- gewiesen. Es handelte sich um die atypische Form der Krankheit, die bei einzelnen Tieren spontan auftritt. Eine Übertragung der atypischen Scrapie auf Menschen wurde bisher nicht nachgewiesen. Scrapie (auch Traberkrankheit genannt) gehört zur Gruppe der transmissiblen spongiformen Enze- phalopathien (TSE) und ist eine tödlich verlaufen- de Erkrankung des Gehirns bei Schafen. Sie wird durch fehlgebildete Eiweiße (Prionen) hervorge- rufen. Die äußeren Zeichen sind Verhaltens- und Gangstörungen. Später bekommen die erkrankten Tiere starken Juckreiz und scheuern sich die Wolle ab. Sie magern ab und verenden schließlich. Brucellose Zum ersten Mal wurde 2015 in Rheinland-Pfalz die auf den Menschen übertragbare Tierseuche Brucellose bei einem Wildschwein nachgewie- sen. Der etwa 50 Kilogramm schwere Eber war im Kreis Bad Dürkheim erlegt worden und zeig- te verdächtige Organveränderungen. Im Septem- ber 2015 wurde dann auch bei einem Wildschwein aus der Eifel der Erreger durch die molekularbiolo- gische Untersuchung nachgewiesen. Brucellose kommt weltweit bei Rindern, Schwei- nen, Schafen und Ziegen vor. Von Tier zu Tier übertragen wird der Erreger vor allem durch ora- le Aufnahme infizierter Sekrete (Milch, Harn, Kot, 3 Nasensekret) und beim Deckakt. Die Hauptsymp- tome sind Aborte, Frühgeburten und Geburt toter oder lebensschwacher Nachkommen. Menschen können sich durch Kontakt mit er- krankten Tieren, deren Ausscheidungen oder durch den Genuss von nicht ausreichend erhitzten Lebensmitteln (Fleisch und Milch) infizierter Tie- re anstecken. Charakteristisches Symptom beim Menschen ist der wellenförmige Fieberverlauf. Die Erkrankung kann spontan ausheilen, aber auch in einen chronischen Verlauf übergehen. In eigener Sache Das Lebensmittel- und Veterinäramt der Euro- päischen Union (Food and Veterinary Office) hat dem Landesuntersuchungsamt Ende 2015 eine hohe Qualität seiner Untersuchungsergebnisse bescheinigt. Im Mittelpunkt eines Auditbesuchs stand die Frage, wie das Land Rheinland-Pfalz die Vorgaben der EU zur Überwachung von Antibio- tikaresistenzen bei Bakterien in Nutztieren und in bestimmten tierischen Lebensmitteln umsetzt. Überprüft wurden neben der Probenplanung und den Abläufen im Labor auch die Dokumente für das Qualitätsmanagement, die Prüfmethoden, die Validierungsunterlagen und die Ergebnisse von vergleichenden Laboruntersuchungen. Aujeszkysche Krankheit: Hund stirbt nach Jagd auf Wildschwein Für Menschen ungefährlich, für Hunde, Katzen und für Rinder tödlich: Das Landesuntersuchungs- amt (LUA) hat im Dezember 2015 zum ersten Mal seit über sechs Jahren wieder die Aujeszkysche Krankheit bei einem Jagdhund nachgewie- sen. Das Tier wurde zuvor bei einer Jagd im Hunsrück eingesetzt und hatte da- bei Bisskontakt zu einem Wildschwein. ist das Schwein. Die Krankheitssymptome variie- ren in Abhängigkeit vom Alter der Tiere von zent- ralnervösen Erscheinungen mit hohen Todesraten bei Jungtieren bis hin zu klinisch unauffälligen In- fektionen bei erwachsenen Tieren. Dank intensi- ver Bemühungen ist es bereits vor Jahren gelun- gen, die Krankheit in den Hausschweinebeständen in Deutschland zu tilgen. Bei Wildschweinen tritt sie allerdings vereinzelt noch auf. Eine Übertragung auf den Menschen ist nicht be- kannt. Es kommt aber gelegentlich vor, dass sich Jagdhunde bei Wildschweinen oder durch den Verzehr von nicht durcherhitztem Fleisch oder von Schlachtabfällen infizieren. Für Hunde verläuft eine Infektion mit der Aujeszkyschen Krankheit immer tödlich. Das auffälligste Symptom bei infizierten Hunden ist der intensive Juckreiz an Stirn, Lippen, Wangen, Augen und Ohren. Die Symptome treten nach ei- ner Inkubationszeit von zwei bis neun Tagen auf. Mit fortschreitender Erkrankung können Apa- thie, Fieber Schluckbeschwerden, Atemnot, Be- wegungsstörungen und Lähmungserscheinun- gen hinzukommen. Die Tiere verenden ein bis drei Tage nach Einsetzen der ersten klinischen Anzei- chen. Eine Impfung gegen die Aujeszkysche Krank- heit gibt es für Hunde nicht. Bisskontakt bei der Jagd ist zwar nicht immer zu vermeiden, doch sollten Jäger ihre Hunde von er- legtem Schwarzwild fernhalten und entnommene Innereien nicht roh verfüttern. Bei Hausschweinen in Freilandhaltung muss unter anderem sicherge- stellt sein, dass kein direkter oder indirekter Kon- takt zu Wildschweinen möglich ist. Wird das Virus in einen Bestand eingeschleppt, drohen massive wirtschaftliche Schäden. Die Aujeszkysche Krankheit ist eine weltweit verbreitete Herpesvirusinfektion der Säugetiere. Hauptwirt und Virusreservoir Geflügelpest-Verdacht: Tierseuchenbekämpfung einsatzbereit Tierseuchen-Alarm im Westerwald: Kurz vor Weihnachten 2015 wurde bei Enten, die ge- schlachtet und im Rahmen eines Überwachungs- programms auf Geflügelpest untersucht wor- den waren, Antikörper gegen Aviäre Influenzaviren festgestellt – ein Hinweis darauf, dass die Tiere möglicherweise Kontakt mit Erregern der Geflü- gelpest hatten. Die verantwortlichen Stellen der Tierseuchenbekämpfung in Rheinland-Pfalz funk- tionierten trotz der Feiertage wie die Rädchen ei- nes Uhrwerks. Die Geflügelpest oder Aviäre Influenza ist eine an- steckende Viruserkrankung bei Wildvögeln und Hausgeflügel. Der Erreger tritt in zwei Formen auf: Die niedrigpathogene Form verursacht meist nur leichte Symptome, während die hochpathogene Form bei den meisten Geflügelarten wie Hühnern und Puten mit einer hohen Sterblichkeit einher- geht und die wirtschaftliche Existenz von Geflü- gelhaltungsbetrieben bedroht. Bei einem Aus- bruch besteht zudem immer die Gefahr, dass sich der Erreger auch auf andere Geflügel-Betriebe ausbreitet. seuchenlabor sind genauso Aufgabe des LUA wie das Einpflegen der Ergebnisse in eine bundeswei- te Datenbank. Im Fall eines Ausbruchs der hoch- pathogenen Aviären Influenza gibt es kein Pardon und alle betroffenen Bestände müssen gekeult werden. Entsprechend groß war Ende 2015 die Anspan- nung in der Veterinärverwaltung nach dem An- tikörpernachweis im Westerwald. Um eine mögliche weitere Verbreitung des Erregers zu ver- hindern, rückte die zuständige Kreisverwaltung umgehend aus und sperrte den betroffenen Be- trieb. Bei den Tieren wurden Proben zur moleku- larbiologischen Untersuchung entnommen, um das Vorhandensein von Geflügelpestviren zu be- stätigen oder auszuschließen. Zum Glück hatten die Laboruntersuchungen im LUA ein negatives Ergebnis und der Verdacht auf Geflügelpest er- wies sich als unbegründet. Damit konnte Entwar- nung gegeben und die Restriktionen für den Be- trieb wieder aufgehoben werden. Gut für den Landwirt, aber auch gut für die Veteri- närverwaltung. Der (falsche) Geflügelpest-Alarm zeigte, dass die Tierseuchenbekämpfung in Rhein- land-Pfalz gut gewappnet ist. Verursacht wird die Geflügelpest durch Influen- zaviren vom Typ A. Ähnlich wie man es von der menschlichen Grippe-Erkrankung kennt, ist auch das Virus der Geflügelpest sehr wandlungsfä- hig und in der Lage, seine Strukturen zu ändern. Damit kann es sein krankmachendes Potential schnell ändern und sich auch an andere Wirte an- passen. Obwohl das Risiko sehr gering ist, kann es bei bestimmten Formen des Erregers unter gewis- sen Umständen auch beim Menschen zu Infektio- nen kommen. Um die Einschleppung des Erregers der Geflü- gelpest frühzeitig erkennen und ihn wirksam be- kämpfen zu können, gibt es ein europaweites Überwachungsprogramm bei Wildvögeln und in Hausgeflügel-Betrieben. Die Planung und der rei- bungslose Ablauf der Probennahme in Rheinland- Pfalz und die Untersuchung der Proben im Tier- © grafikplusfoto - Fotolia.com 4 5 Tierseuchenbekämpfung in Zahlen Im LUA diagnostizierte meldepflichtige Tierkrankheiten in Rheinland-Pfalz 2015 meldepflichtige Tierkrankheit Im LUA diagnostizierte anzeigepflichtige Tierseuchen in Rheinland-Pfalz 2015 anzeigepflichtige Tierseuche Bovines Herpesvirus Typ 1-Infektion Untersuchungen Tierart Proben Rind Blut Ohrstanze Bovine Virusdiarrhoe Rind Koiherpesvirus- Infektionkarpfen- artige Fische Salmonellose der Rinder*Rind Transmissible Spongiforme Encephalopathien (atypische Scrapie) Infektiöse Haematopo- etische Nekrose der Salmoniden Virale Hämorrhagische Septikämie der Salmo- niden Schaf (Monitoring- tiere) Nachweise Nachweis von Matrix 111.642 Bestände 3.859 Proben Bestände 197 32 BHV-1-gE- Antikörper Methode 4.40088252.534473116Tierkörper381911BVD-VirusZellkultur Tierkörper261333KHV-GenomPCR Tierkörper13210222Kot2.392193416Salmonella speciesBakterien- Kultur Gehirn45536622 Blut pathologisches Prionprotein lachsartige Fische Tierkörper 148 15 3 1 IHN-Virus 148 15 12 2 VHS-Virus Proben Tierkörper6611 6231 Echinokokkose*FuchsTierkörper426/94Infektiöse Laryngotra- cheitis des GeflügelsNutzgeflügelTierkörper22RindTierkörper49Listeriose*SchafTierkörper11ZiegeTierkörperSchafBlut ELISA Maedi Mareksche Krankheit Huhn ELISA Rind Zellkultur Zellkultur Hinweis: Auf Grund der Untersuchung verschiedener Matrizes und der Anwendung verschiedener Untersuchungsmethoden Salmonellose* Chlamydophila/ Chlamydia speciesPCR /Echinococcus multilocularisIST 11Herpesvirus in Verbin- dung mit histopatholo- gischen VeränderungenELMI in Verbin- dung mit His- tologie 37541022Bakterienkultur 9922Listeria monocytogenes32025135Maedi-Visna-Virus-An- tikörper in Verbindung mit histopathologischen VeränderungenELISA in Verbin- dung mit His- tologie Gallid Herpesvirus Typ 2 in Verbindung mit histo- pathologischen Verän- derungenPCR in Verbin- dung mit His- tologie Mycobacterium avium ssp. paratuberculosisBakterienkultur Mycobacterium avium ssp. paratuberculosis- GenomPCR säurefeste Stäbchen in NesternZiehl-Neelsen- Färbung Coxiella burnetii-GenomPCR Salmonella speciesBakterien-kultur SBV-GenomPCR Francisella tularensis- GenomPCR Toxoplasmose* Toxoplasma gondiiFlotation 999 Tierkörper79542919 Kot2916793 Sockentupfer34783 Tierkörper33212314 Kot172923122 Sockentupfer277145 Tierkörper1512108 2041072424 Tierkörper403111 HundTierkörper251711 IgelTierkörper1111 Rind KatzeKot251211 Nutz- geflügelTierkörper616011 Kot/Staub398114198 PferdKot312652 Tierkörper4232 Kot5211 Reptilien Vögel, sonstige Tularämie* 9Kot Schwein Schmallenberg-Virus Tierkörper Methode Bestände Tupfer * hat als Zoonose Bedeutung für den Menschen sowie gegebenenfalls erfolgter Mehrfachuntersuchungen sind Doppelnennungen von Tieren und Beständen möglich. Bestände Schaf Q-Fieber* Tierkörper Nachweis von Proben Schwein Chlamydiose* Paratuberkulose** lachsartige Fische Nachweise Matrix ELISA 150.676 BVD-Virus- Antigen Untersuchungen Tierart Tierkörper603021 Kot4713111 Tupfer9131 Kot591531 RindBlut2167221 SchafTierkörper2211 Haus- kaninchenTierkörper2121 FeldhaseTierkörper10/9/ WolfKot1111 * hat als Zoonose Bedeutung für den Menschen ** hat als Zoonose potenziell Bedeutung für den Menschen Hinweis: Auf Grund der Untersuchung verschiedener Matrizes und der Anwendung verschiedener Untersuchungsmethoden sowie gegebenenfalls erfolgter Mehrfachuntersuchungen sind Doppelnennungen von Tieren und Beständen möglich. 6 7 Herausgeber: Landesuntersuchungsamt Mainzer Straße 112 56068 Koblenz poststelle@lua.rlp.de www.lua.rlp.de

Humane Thrombozytenextrakte als Serum-Ersatz in der Kultivierung von Stammzellen in In-vitro-Toxizitätstests

Die Verwendung von Seren als Zusatz zu Wachstumsmedien ist Routine in der Zell- und Gewebekultur. Seren versorgen die Kulturen mit Hormonen, Wachstums- und Anheftungsfaktoren, Bindungs- und Transportproteinen, zusätzlichen Aminosäuren, anorganischen Salzen, Spurenelementen sowie Puffer- und Neutralisationssystemen (z. B. Proteaseinhibitoren). Ferner werden mit dem Serum auch Fettsäuren und Lipide in das Kulturmedium eingebracht. Die Verwendung von fetalem Kälberserum birgt aber Nachteile. Seren können toxische Stoffe (z. B. Umweltgifte), bakterielle Toxine (Endotoxine) und unerwünschte Mikroorganismen wie Pilze (Hefen), Bakterien (einschließlich Mycoplasmen), Viren und Prionen enthalten. Darüber hinaus finden sich jahreszeitliche und geographische Schwankungen in der qualitativen und quantitativen Zusammensetzung einzelner Serum-Chargen. Der gravierendste Nachteil ist allerdings die Methode der Serumgewinnung. Fetales Kälberserum wird von Föten trächtiger Kühe gewonnen. Es wird angenommen, dass weltweit jährlich ca. 500.000 Liter fetales Kälberserum benötigt werden, was der Tötung von rund 1 Mio. Rinderföten entspricht. In den letzen Jahren sind die ethischen Bedenken gegenüber der Serumgewinnung immer lauter geworden und es wurden eine Reihe an Alternativen aufgezeigt, um durch eine Verringerung im Verbrauch bzw. durch den vollständigen Ersatz von fetalem Kälberserum die jährlichen Verbrauchszahlen an Rinderföten im Sinne der 3R zu senken. Wir konnten kürzlich in einem umfangreichen Projekt zeigen, dass Extrakte humaner Thrombozyten als vollwertiger Ersatz für fetales Kälberserum in einer Vielzahl unterschiedlicher Kultursysteme dienen können. Thrombozyten (Blutplättchen) produzieren eine Reihe von Wachstumsfaktoren, die sie in ihren á-Granula speichern und nach Aktivierung freisetzen. Der hohe Gehalt an spezifischen Wachstumsfaktoren macht humane Thrombozytenextrakte zu einem hervorragenden Ersatzprodukt für die Zell- und Gewebekultur, besonders für Zellen humanen Ursprungs und in der Stammzellkultur. Im vorliegenden Projekt sollen die von uns erarbeiteten Methoden zur Gewinnung geeigneter Thrombozytenextrakte an Stammzellkulturen unterschiedlicher Provenienz (humane mesenchymale Stammzellen aus dem Knochenmark bzw. Fettgewebe, embryonale Mausstammzellen) ausgetestet werden. In weiterer Folge sollen die unter den gewählten Bedingungen kultivierten Stammzellen auf ihre Eignung als innovative in vitro-Testsysteme geprüft werden. Folgende Fragen stehen dabei im Vordergrund: - Können Stammzellen mit Thrombozytenextrakten als Serumersatz kultiviert werden? - Können Stammzellen mit Thrombozytenextrakten im undifferenzierten, pluripotenten bzw. oligopotenten Stadium gehalten werden? - Können Stammzellen mit Thrombozytenextrakten in verschiedene, spezialisierte Zelltypen (tissue lineages) ausdifferenzieren? - Kann z. B. der Embryonale Stammzelltest (EST) unter den obengenannten Kulturbedingungen durchgeführt werden? Sind die Ergebnisse vergleichbar?

Gendercide: Fehlende Frauen

Der besonders hohe Männeranteil in der Bevölkerung einiger asiatischer und auch europäischer Länder hat im Europäischen Parlament zu Bedenken bezüglich der Diskriminierung von jungen Mädchen geführt. Dies geht mit Praktiken wie Vernachlässigung, gezielter Abtreibung von weiblichen Föten oder gar der Tötung von Neugeborenen einher. Die vorliegende Studie vom Overseas Development Institute, UK (Projektleiter) und vom Ecologic Institut für das Europäische Parlament gibt einen Überblick über die Ursachen, derzeitigen Entwicklungen, Auswirkungen und politischen Herausforderungen von geschlechtsabhängiger Diskriminierung mit Schwerpunkt auf China und Indien. Die Studie fasst einige Empfehlungen für das Europäische Parlament zusammen, um dieses Problem zu bekämpfen, wie z.B. eine gründliche wissenschaftliche Untersuchung der Ursachen, Politik und länderspezifischen Traditionen, die auf Sex selektive Praktiken führen können, die Umsetzung von Maßnahmen im Zusammenhang mit der Ungleichheit der Geschlechter zu unterstützen, eine detaillierte Analyse insbesondere der finanziellen und wirtschaftlichen Anreizen, die Sex selektive Praktiken unterstützen, zu machen, und die Weiterentwicklung der entsprechenden Gesetzgebung, darunter mehr harte Sanktionen für diejenigen, die die Gesetze in den Ländern verstoßen.

Synergistische Wirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder in Kombination mit kanzerogenen Substanzen – Kokanzerogenität oder Tumorpromotion? - Vorhaben 3615S82431

In einer Studie des Fraunhofer-Instituts Hannover (TILLMANN et al. 2010) konnte ezeigt werden, dass die Anzahl der durch ein ränatal verabreichtes starkes Karzinogen ENU N-ethyl-N-nitrosourea) verursachten Tumoren der Lunge und der Leber in erwachsenen Mäusen signifikant höher war, wenn die Tiere intrauterin und nach der Geburt lebenslang elektromagnetischen Feldern des MTS-Standards ausgesetzt waren. Diese Ergebnisse wurden später vollständig reproduziert (LERCHL et al. 2015; KLOSE 2015). Die Befunde könnten theoretisch durch zwei unterschiedliche Effekte verursacht worden sein: einerseits durch kokarzinogene Wirkungen der elektromagnetischen Felder, andererseits durch tumorpromovierende Wirkungen. Ziel der Untersuchungen dieser Nachfolgestudie war die Beantwortung folgender Frage: kommt es durch die Exposition mit elektromagnetischen Feldern zu erhöhten Schäden der DNA in den Organen Leber, Lunge sowie Gehirn der mit ENU behandelten Feten? Die Ergebnisse zeigen eindeutig und mit großer statistischer Aussagekraft, dass die DNA in keinem der untersuchten Gewebe durch die elektromagnetischen Felder stärker geschädigt war als in den Geweben nicht-exponierter Tiere. Nach diesen Befunden können kokarzinogene Effekte elektromagnetischer Felder im Frequenzbereich des UMTSStandards als Ursache für die früher beobachteten Ergebnisse ausgeschlossen werden. Daher müssen jetzt weitere Studien klären, welche Wirkmechanismen für die Tumorpromotion verantwortlich sind.

Tumorpromotion durch hochfrequente elektromagnetische Felder in Kombination mit kanzerogenen Substanzen - synergistische Wirkungen - Vorhaben 3611S30017

In dieser tierexperimentellen Studie wurde untersucht, ob hochfrequente elektromagnetische Felder des Mobilfunkstandards UMTS (1,97 GHz) Entwicklung und Wachstum von Tumoren fördern können, ohne selbst die Entstehung von Tumoren auszulösen. Eine Pilotstudie von Tillmann et al. (2010) berichtete von tumorfördernden Effekten hochfrequenter elektromagnetischer Felder. Diesen Hinweisen sollte nachgegangen werden. Die Ergebnisse der Pilotstudie konnten im Wesentlichen bestätigt und ausgeweitet werden. Weibliche B6C3F1-Mäuse wurden lebenslang, beginnend in utero, mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern des UMTS-Standards chronisch ganzkörper-exponiert. Die Muttertiere erhielten eine Injektion mit dem Tumorinitiator Ethylnitrosoharnstoff = ENU, der von den Föten aufgenommen wird. Im Vergleich der UMTS-exponierten Gruppen (SAR 0.04, 0.4 oder 2W/kg) mit der scheinexponierten Kontrolle (SAR 0 W/kg) zeigt sich, ob durch die Kombination ENU + UMTS am Ende des Untersuchungszeitraums mehr Tumore auftreten, als mit ENU allein. Untersucht wurden die Organe Gehirn, Lunge, Leber, Niere, Milz und Lymphknoten. In keiner der beiden Untersuchungen wurde die Häufigkeit des Auftretens von Tumoren in Gehirn, Nieren oder Milz erhöht. Die mittlere Überlebensdauer liegt in den ENUGruppen unterhalb derjenigen der Käfig-Kontrolle, wird aber durch die zusätzliche UMTS-Exposition nicht weiter beeinflusst. In beiden Studien steigt jedoch die Zahl der Tumore (Karzinome und Adenome) in Leber und Lunge in den Kombinationsgruppen an. Zwar unterscheiden sich die Ergebnisse beider Studien im Detail. Auch sind die Ergebnisse der Pilotstudie zu den Leber- Tumoren wegen einer Helicobacter-Infektion schwer zu bewerten. Dennoch bleibt festzuhalten, dass wesentliche Ergebnisse der Pilotstudie gestützt werden. Die tumorpromovierenden Effekte sind bei einigen der untersuchten Leber- und Lungen-Tumorarten bereits bei dem niedrigsten SAR-Wert von 0,04 W/kg signifikant. Anders als in der Pilotstudie wird in der vorliegenden Studie zudem ein Anstieg der Häufigkeit von Lymphomen in einer der Untersuchungsgruppen (ENU + UMTS 0.4 W/kg) beobachtet. Eine Dosis- Wirkungs-Beziehung ist nicht zu erkennen. Die Frage nach der Übertragbarkeit der Ergebnisse auf den Menschen kann durch diese Studie (und die Pilotstudie) nicht beantwortet werden. Bei kleinen Tieren wie Mäusen werden die inneren Organe stärker von der Strahlung erreicht als beim Menschen. Um beurteilen zu können, ob und inwieweit die im Tiermodell beobachteten Effekte für den Menschen relevant sind, muss die Frage nach den zugrundeliegenden Mechanismen weiter untersucht werden. Zunächst sollte die Dosimetrie im Hinblick auf organspezifische Expositionen sowie die Exposition der Föten verfeinert werden. Zur Ableitung von Grenzwerten können die Ergebnisse nicht herangezogen werden, sie stützen aber die Empfehlungen des BfS zur Vermeidung unnötiger Expositionen gegenüber hochfrequenten elektromagnetischen Feldern. //ABSTRACT// In this animal study potential tumor-promoting effects of exposure to radiofrequency electromagnetic fields were investigated. Previously published results from a pilot study with carcinogen-treated mice suggested tumorpromoting effects of RF-EMF (Tillmann et al. (2010)). These findings could essentially be confirmed and extended. Female B6C3F1-mice were exposed to high frequency electromagnetic fields (UMTS, 1.97 GHz, SAR 0, 0.04, 0.4 or 2 W/kg, chronically, whole body, lifelong, starting in utero). Pregnant females in the exposure devices were injected with the tumor initiating substance Ethylnitrosourea (ENU). Female offspring was further exposed or sham exposed to UMTS. Neither the pilot nor the current study showed an increase of the tumor frequency in brain, kidneys or spleen. Survival times in all ENU-treated mice were lower than in cage controls, but not effected by UMTS exposure. In both studies numbers of tumors of the lungs and livers in ENU-treated and exposed animals were higher than in sham-exposed controls. Even if the results of both studies differ in some details and the results according to the liver tumors in the pilot study are somewhat difficult to estimate, because of an infection with helicobacter, it has to be considered, that relevant results of the pilot study can be confirmed. Unlike the pilot study, in one of the exposure groups (ENU + 0.4 W/kg) an increase in numbers of lymphoma was observed. Some of the effects were significant at low exposure levels (SAR 0.04 or 0.4 W/kg). A dose-response effect is absent. The question, whether the results are relevant for humans cannot be answered from the study or the pilot study. In small animals like mice the internal organs are exposed to a higher extend by the high frequency fields than in men. For further clarification the underlying mechanisms have to be examined. At first the specific dosimetry for organs and fetal exposure should be refined. The results of the study cannot be used for the definition of thresholds for humans but they support the recommendations of the Federal Office for Radiation Protection to avoid unnecessary exposure to high frequency electromagnetic radiation.

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